Ausgabe 
3.3.1897 Erstes Blatt
 
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Sophie vollkommen in den griechischen Bestrebungen aufgehe und eine ungeheure Popularität genieße, wogegen sich beim Kronprinzen eine kühlere Austastung bemerkbar mache.

Hamburg. I.März. Heute Morgen nahmen die Korn- Accordarbeiter ebenfalls die Arbeit wieder auf, nachdem fie tu einer gestern abgehaltenen Versammlung beschloffeu hatten, fich den Stauern zu fügen und den von diesen ver­langten Revers zu unterschreiben.

Wien. 1. März. Das Kriegsministerium hat, wie das 3?. W. Abendbl." erfährt, angeordnet, die Dynamit- fabrik Nobel in Urscheudorf heute wieder in Betrieb -u setzen. , .

Prag. 1. März. Die Omladtnisten demonftr,rten vor dem Hause drS Abgeordneten Herold und zertrümmerten mehrere Fensterscheiben.

Trieut, I.März. Ein hiesiges B.'att meldet aus Wien die Verhaftung eines russischen Journalisten. Der« selbe beabsichtigte. In Galizien und Ungarn geheime Comitv« behufs panslawistischer Propaganda zu bilden.

No«, 1. März. Einzelne Blätter melden auS Kon­stantinopel, der italienische Botschafter P a n s a habe wegen der divergirenden Anschauungen in der kretenfischen Frage seine Abberufung erbeten.

London, I.März. »Daily News" melden aus Kanea: Inder Nähe von Herakleton lagern 25,000 Musel- männer ohne alle Lebensmittel.

Loudon, 1. März. »Daily Chronicle" meldet aus Athen: Das Natioval-Comits beschloß, nunmehr in Mace- donien die Operationen zu beginnen.

Atheu, 1. März. Die Nachrichten aus Kreta lauten andauernd beforgnißerregeud. Die Muhamedaoer, durch die Action der Mächte gegen Griechenland ermuthigt und von den türkischen Behörden aufgemuutert und unterstützt, er- gretsen die Offensive. Die Gerüchte, daß die Christen un­menschliche Greuelthaten verübten, werden nach Consular- berichten als vollständig erfunden bezeichnet.

Atheu, 1. März. Man glaubt, daß die Collectiv-' vote der Mächte wenig Aussicht auf Berücksichtigung hat. Die Preffe äußert Zweifel an der Richtigkeit der Mittheiluog der englischen Blätter.

Konstantinopel. 1. März. Die cretensische Frage soll baldigst eine Lösung finden. Man glaubt, daß Kreta ein gleiches Privilegium bekommt wie Samos, nämlich Autonomie mit einer jährlichen Trtbutzahlung von 50000 Pfund. Die Hauptschwierigkeit liegt in der Gouverneurwahl. Einige diplomatische Persönlichkeiten haben zur Vermeidung eines Streites die Abficht, einen Europäer vorzuschlagen.

Konstantinopel. 1. März. Zweitausend Arbeiter des Marine-Arsenals mußten die Arbeit etnstellen, da kein Material für die Ausrüstung der Panzerschiffe vorhanden ist und Haffau Pascha von htefigen Kaufleuten keinen Credtt mehr erhält. Das Auslaufen der Flotte wird allgemein bezweifelt.

Berlin, 2. März. DieNordd. Allg. Ztg." meldet aus Wien: Die Athener Gesandten wurden beauftragt, den Text der No re festzustellen, welcher den Kabinetten der Mächte zur Begutachtung übermittelt und worauf derselbe der griechischen Regierung überreicht werden soll. ES tritt also eine neuerliche Verzögerung ein, offenbar in der Absicht, Griechenland zum Einlenken Zett zu laffen. Die größte Schwierigkeit bereitet die Frage, wie im Falle deS fort- gesetzten Widerstandes Griechenlands die Räumung Kretas herbeigeführt werden soll.

London, 2. März. Der deutsche und französische Bot- schafter hatten gestern eine längere Conferenz mit Lord Salisbury über die Abänderungen im Texte der Collectiv- noten. Salisbury, welcher verlangte, daß die Note an Griechenland, sowie diejenige an die Türkei eine Verschärfung erhalten sollte, gab schließlich dem entschiedenen festen Auf- treten des deutschen Botschafters nach. Man glaubt, die jetzt erzielte Verständigung sei eine endgiltige. Die Ueber- retchung der Noten wird unmittelbar erwartet.

Athen, 2. März. In der Deputirteukammer antwortete DelyanntS auf die Interpellation betreffend Kreta, die Regierung rhue ihre Pflicht. Gegen das Bombardement von AkrotiriS wurde protestirt, darauf wurde der Regierung ein Vertrauensvotum ertheilt.

Kaadia, 2. März. Verkleidete Türken tödteten bet dem Dorfe ArchaneS vier Christen. Die Insurgenten protestirten bet den Consulaten wegen dieses Bruches des Waffenstillstandes.

Kauea, 2. März. Griechische Truppen haben daS Fort Stavers im Bezirke Melino erstürmt. Unter der Be­völkerung herrscht große Aufregung.

WB. Athen, 2. März. HavaSmeldung. Nach amtlicher Mittheilung wurde Kandis, wo 3000 Muhamedauer ein- geschloffen waren, Nachmittags genommen und die ganze Be- fatzung gefangen.______________________

_ CoceUs «nd proHnjklkfe

Gießen, den 2. März.

Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, den Director der Ober- hessischen Eisenbahnen, Geheimen Baurath Ernst Alt­vater, mit Wirkung vom 1. April l. IS. an zum dies- feitigen Mitglied und Vorsitzenden der Direction der Main- Neckar-Eisendahn zu ernennen.

"'Ehrung. Gestern wurde Herrn Geheimrath Prof. Dr. Eckhardt zu seinem 75. Geburtstage daS Ehren- bürgerdtplom seiner GeburtSstadr Homberg tu Kurheffen überreicht.

Der Großh. Universitätsbibliothek ist vor Kurzem ein höchstwerthvolleS Ges ch enk übermittelt worden. Ein reicher Ruffe, Alexander von Swentgorodskoi, der tu Ruß- land und Westeuropa viel gereist ist, hat einen Theil seines großen Vermögens auf das Sammeln byzantinischer Zellen­

schmelze /'(Smail) verwendet und dank seiner Rührigkeit eine I ziemlich vollständige Sammlung von Gegenständen dieses ältesten Kunstgewerbes erworben. Entgegen der Gewohnheit so vieler Sammler suchte er seine Schätze der Allgemeioheit und der Wiffenschaft zugänglich zu machen und fand in dem bekannten Petersburger Profeffor Kondakow einen hervor- ragenden Bearbeiter des Textes zu der von ihm beabsich- ttgten Veröffentlichung seiner Zelleuschwelze. Hierdurch ge­wann daS 1892 erschienene Buch einen bedeutenden wissen- schaftlichen Werth, und mit Recht kann SwenigorodSko^ in der Vorrede behaupten, daß noch kein Werk die Denkmäler des ZelleuschmelzeS in solcher Vollständigkeit vereinigt habe. DaS auf'S prächtigste in byzantinischem Stile ausgestattete I Werk, daS dem Zar Alexander UL gewidmet ist, giebt eine ausführliche Geschichte des byzantischen ZelleuschmelzeS mit 113 Abbildungen im Text uud 28 Tafeln in Farbendruck. ES wurden nur 200 nummerirte Exemplare in russischer, deutscher und französischer Sprache gedruckt. Einige wenige Exemplare find mit dem Bilde SwenigorodSkoiS, dem letzten unvollendeten Werk des Pariser Kupferstechers Gaillard, ge- schmückt. Eins dieser Exemplare ist von SweuigorodSkoi unserer UniverfitätS-Bibliothek zum Geschenk gemacht worden. Einen Triumph deutschen Kunstgewerbes mag es bedeuten, daß das ganze Werk mit alleiniger Ausnahme der seidenen Schutzdecke von deutschen Firmen hergestellt ist. Die Pracht- vollen Farbentafeln entstammen der chromolithographischen Anstalt von Aug. Ofterrieth in Frankfurt a. M., die auch den Druck deS Textes besorgt har, und der in Weiß und Gold in reicher Preffung ausgeführte Einband ist von Hübel und Denck in Leipzig hergestellt. Wie wir hören, ist daS Werk von morgen ab im Kuustverein, im Thurmhaus am Brand, ausgestellt.

** Stadttheater. Auf die morgen stattfindende erste Abonnements-VorstellungKrieg im Frieden" sei hier- | durch wiederholt htngewiesen. Weitere Spieltage dieser Woche sind Donnerstag und Freitag. Das Gastspiel MatkowSky betreffend, geht uns aus dem Theaterbüreau die weitere Meldung zu, daß der Künstler alsOthello",Kean" und wahrscheinlich als »Karl Moor" in Schtller'SRäubern" gastiren wird.

* Der HilfSvereiu im Großherzogthum Hesse» für die Krankenpflege und die Unterstützung der Soldaten im Felde (Rothes Kreuz) hat, lautDarmst. Ztg.", in feiner Eigen- schäft als Hessischer LandeSveretn der Kaiser Wilhelmstiftung beschlossen, den von ihm mit ständiger Beihilfe bedachten Invaliden und Hinterbliebenen Gefallener aus dem Kriege 187071 (über 200!) zur Ehrung der Jahrhundertfeier der Geburt Kaiser Wilhelms eine außerordentliche Bet- Hilfe von je 10 Mk. zu bewilligen.

* Für Gastwirthe. Dor einem neuen Schwindel, der gegenwärtig von England aus in Scene gesetzt wird, den die Gastwirthe hiermit gewarnt. Dort hat fich neuer- dingS ein Gaunerconsorttum gebildet, welches fichThe English Compagny nennt und in folgender Weise operirt. Dieenglische Company" versendet an Gastwirthe PretS- courante eines angeblich riesigen Fahrradlagers mit der Bitte, diese Preislisten in den Gaftlocalen auSzulegen. Für diese Gefälligkeit übergibt die Compagnie den Wirthen je ein LooS einer alsbald stattfindenden Lotterie, deren Haupttreffer in einemprächtigen, vorzüglichen und hochmodernen Fahrrad" besteht. Bald darauf trifft bet den Wirthen ein großer Schreibebrref der Company ein, in welchem ihnen eröffnet wird, daß fie die glücklichen Gewinner des Haupttreffers find sie sollten nur schleunigst zehn Schilling für 8er» Packung und Transport des Fahrrades einsenden, worauf ihnen dasselbe sofort zugeschickt würde. Zahlreiche Wirthe von außerhalb gingen auf den Leim und sandten den ge- wünschten Betrag ein- auf daS Fahrrad aber warten sie heute noch, obwohl inzwischen bereit» mehrere Wochen ver- strichen sind, und auf Anfragen mit beigelegtem Rückporto sind fie bisher auch ohne Antwort geblieben.

* Postsendungen an Eoldaten. Behufs Herstellung eines einheitlichen Verfahrens bei Bestellung der Postsen­dungen durch Etlbooten und mit dem VermerkEigenhändig" versehenen Einschreibsendungen, Postanweisungen und Sen- düngen mit Werthangabe ist folgende, heute in Kraft tretende Bestimmung erlassen: Die benannten Sendungen find auf den Regiments- bezw. Bataillons- und GeschäfrSstuben und für die Zeit, während welcher letztere geschloffen find, auf den Kasernenwachen abzuliefern. An diesen, der Poft unter Mittheilung der EmpfangSzeiten zu bezeichnenden Stellen haben Bücher auSzuliegen, in denen die Postboten die Sen­dung eintragen. Die Weiterbeförderung an die Adressaten hat dann sofort zu erfolgen. Die erforderliche Quittung leistet eine der Post zu bezeichnende Person (Regiments- usw. Schreiber oder Wachthabender). Sind Kasernen nicht vor- Händen, so erfolgt die Aushändigung an den Empfänger unmittelbar.

* Wetterbericht. Die Depression im Nordwesten tritt unter gleichzeitiger Zunahme ihrer Tiefe rasch in südöstlicher Richtung nach dem Continent herein und steht bereits ein Theil von Central-Europa unter ihrem Einfluß. Dement­sprechend ist trübe- Wetter eingetreten und fallen noch stellenweise Niederschläge. Die Herrschaft des niederen Druckes wird wohl für die Wetterlage unseres Gebietes maßgebend bleiben. Voraussichtliche Witterung: Trübes, etwas kühleres Wetter mit Niederschlägen.

(§) vobeahansen (Kr. Schotten), 1. März. Einem tragischen Geschick ist hier der 13 jähriger Sohn eines Land- wirthes zum Opfer gefallen. Derselbe war kürzlich so un» glücklich mit dem einen Arm in die Futterschneidemaschine gerathen, daß er kurz über dem Ellenbogen eine bis auf den Knochen gehende Schnittwunde erhielt. Die Wunde heilte zwar äußerlich zu, zog aber ein innere- Kranksein nach, woran der Kaabe vorgestern verstorben ist.

X. Darmstadt, 1. März. In dem populären Borttag«- cyklus des Alice-Frauen-BereinS für Kranken­

pflege ließ sich heute Herr Dr. med. Buß, Specialarzt I für Ohrenkraukheiten, über das Ohr und Ohrenerkrank- ungeu veruehmen. Er gab zunächst in kurzen Züge« ei« Bild der Anatomie des Ohres, daS auS dem äußeren, mitt» lereu und inneren Ohr besteht, andererseits betrachtet, in einen fchalllettendeu und einen schallempfindenden Theil, letzterer das innere Ohr, sich gliedert. Die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang überhaupt schließt daS Trommelfell nach innen, nach der lufthaltigen Paukenhöhle ab. DaS Trommelfell wird vielfach fälschlich als Sitz des GehörS be­trachtet ; es dient in der Hauptsache lediglich zur Fortleitung der aufgenommenen Schallwellen zum Hörwerk. Weitere Organe deS Ohres nach innen zu find die drei miteinander durch elastische Bänder verbundenen Gehörknöchelchen, wegen ihrer Form Hammer, AmboS und Steigbügel genannt und ist das Trommelfell mit der sog. Fußplatte des Steigbügel­verbunden und werden damit die Bewegungen auf daS innere Ohr übertragen. Letzteres stellt fich in der Hauptsache al« häutiges, mit Flüssigkeit gefülltes Säckchen dar, das ringsum von knochigen Theilen umschlossen ist und eine runde und eine ovale Oeffnuug zeigt usw. Die Schallwellen werden durch das äußere Gehörorgan, Trommelfell, Gehörknöchelchen bis zur Fußplatte de- Steigbügels geleitet in die sogen. Labyrinth-Flüssigkeit, die in Wellenbewegungen versetzt find, und zwar ist eine flächenförmige Endausbreitung der Gehör­nerven in der genannten Flüssigkeit vorhanden und nimmt man an, daß jede Nervenfaser auf die Aufnahme eines be­stimmten Tones, der an daS Ohr dringt, gestimmt ist. Er­krankungen des Ohres find fehr häufig und können die verschiedensten Ursachen haben. Unter drei Menschen zwischei 20 und 50 Jahren ist durchschnittlich einer, dessen Ohre« nicht normal find. Erkrankungen deS äußeren Ohres con- ftatirt man durchschnittlich 24, des mittleren 68, deS inneren Ohres 8 pCt. DaS männliche Geschlecht ist Ohren-Erkrank- ungen mehr ausgesetzt als daS weibliche, Erwachsene mehr als Kinder. Erkältungen bilden die gewöhnliche Veranlassung der Erkrankung. Vererbung von Ohrenleiden ist in ver- schiedeneu Fällen unverkennbar.Viele Ohren-Erkrankungen Haden dann ihren Ursprung in Verletzungen, und zwar entweder tnbirect durch Schädelverletzungen, oder direct durch Explo- fiouen, Blitzschlag u. dgl. m. Gewerbliche Berufskrankheiten deS Ohres kommen namentlich bei Schmieden, Mechanikern, aber auch bei Müllern, Kohlenarbeitern ufw. vor- hier liegt gewöhnlich eine Ueberreizung des nervösen Apparates des Ohres durch den furchtbaren Lärm usw. vor. Locomotiv- führer schließen fich dann an. Schließlich gedachte Redner in dem reichhaltigen und hochbelehrenden Vortrage der zahl- reichen inneren Ursachen, die zuOhren-Erkrankungen führen können und erwähnte als practisch besonders bedeutsam, daß Ohren-Erkrankungen heute von Bielen erst ernst genommen werden, wenn fie starke Schmerzen verursachen oder die Schwerhörigkeit starken Umfang annimmt, in welchem Falle es dann ost zu spät sei- insbesondere sollten chronische Ohr-Eiterungen keinesfalls leicht genommen werden.

Darmstadt. I.März. Das Großherzogliche Ministerium der Justiz hat angeordnet, daß am 22. März, dem hun­dertsten Geburtstag Seiner Majestät des ver­ewigten Kaisers Wilhelm, sämmtliche der Vermal- tung von Justizbehörden unterstehenden öffentlichen Gebäude zu beflaggen sind, und hat genehmigt, daß die Amtsstuben an diesem Tage geschlossen bleiben.

Mainz. I.März. Wenngleich der Himmel keine sehr heitere Miene machte und trübes Gewölke daS Hervortretea der Sonne verhinderte, begann schon in den ersten Morgen­stunden eine wahre Völkerwanderung von Fremden hierher, und lange vor Beginn deS Zuges herrschte in den Haupt- sächlich srequenttrten Straßen ein sehr bunte« Leben unb Treiben. Alle Frühzüge brachten neue Schaaren von Fremden, hauptsächlich Bewohner auS den Nachbarstädten Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt, Mannheim, WormS, Bingen re. re. Die Außenbahnen waren Überfüllt von der Landbevölkerung auS weitem Umkreis. Nach der üblichen Verspätung setzte fich der Zug gegen die Mittagsstunde in Bewegung. Der­selbe bestand in drei Abheilungen mit 53 Nummern. Sine Detatlbeschreibung würde zu weit führen, weßhalb wir nur die größeren Gruppen herauSgreifen, die nicht speciell locale Verhältnisse behandelten, sondern mehr allgemeinen Character trugen. Nach den üblichen Gasanzündern, Herolden, Fan­farenbläsern, einem MufikcorpS rc. rc. machten zwei riesige Wagen den Anfang deS Zages, die allerlei für große unb kleine Kinder brachten. Auf dem ersten prangte ein collo!- faler Zabbelbajatz, der feine Freude über den Carneval zs erkennen gab, und auf dem zweiten zeigte fia, derStruwel­peter" mit dem großen Nikolaus, dem bösen Friedrich unb den Tintenbuben, König Nußknacker u. s. w. Durch die folgende Gruppe wurde der Maximalarbeitstag der Bäcker veranschaulicht. Während Gesellen und Lehrlinge sich de» süßen NichtSthun hingeben, und fich nur mit Kartenspieltt unb Trinken befassen, arbeiten bie Meister unb ihre Än gehörigen, baß ihnen ber Schweiß von der Stirn rtnm Eine sehr witzige Gruppe folgt nun in der Berliner Au«' stellung, die fich sofort durch eine cofloffale Hand mit de« bekannten Hammer kenntlich macht. Mit düstren Miene, I geben dem Wagen die Garantiezeichner daS Geleite. 6a großes Schloß auf einem Wagen stellte die Restauration dr» kurfürstlichen Schlosses hier dar, vor welche« die Kunstsack- verständigen sitzen und für Mk. 2200 auf Kosten der Stadt Mainz diniren. Tine Norddeutsche PfisfikuSmusik leitete die nächste GruppeHesfisch-Preußische unb Preußisch-Hesfisäe LubwigSbahn" ein. Man sieht, wie bie Mk. 830,000 c« bie Direktoren vertheilt werben unb bie Beamten vergeb!,» auf bie Gehaltserhöhung warten. Ein Wagen mit einer Statue, auf welcher ein großes Schwein als Pegasus thronte, soll bie moderne Dichtkunst darstellen, während die folgert Gruppe die Aufschrift trug, »DaS verschleierte Bild zu Salb' eine Persiflage auf Vorgänge Im hiesigen Museum, wo on* Anordnung von einem DeputatiovSmitglied daS Gemälde v»o I Dürer«Adam und Eva" mit einem Vorhang verhüllt wurbe.