Ausgabe 
3.1.1897 Erstes Blatt
 
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Berlin, 1. Januar. Im Auswärtigen Amte ist gestern ein AuslieferungSvertrag zwischen dem Reiche und den Niederlanden unterzeichnet worden.

Berlin, 1. Januar. Die längere Zeit unterbrochenen Verhandlungen über die Verbesserung der Vorbildung der höheren Verwaltungsbeamten sollen derVoss Zig." zufolge mit dem neuen Jahre wieder ausgenommen und in thunlichft rascher Folge zum Abschluß gebracht werden.

Breme», 1. Januar. Der Norddeutsche Lloyd-Dampfer Hohenzo llern" ist im Hasen von Nakasakt auf Grund g erath en.

Rom, 1. Januar. König Humbert mußte sich gestern wegen eines leichten Fieberfrostes, den er sich auf der Jagd zugezogen hat, zu Bett legen. Der Empfang der M ntster wurde abgesagt, ebenso wurde das für den NeujahrStag an­gesagte Galadiner aufgeschoben.

Berlin, 2. Januar. Die gestrige Neujahrsfeier am kaiserlichen Hofe verlief in der üblichen Weise. Gegen 10 Uhr Vormittags traf das Kaiserpaar aus Potsdam im hiestgen Schlosse ein, wo zunächst Gottesdienst stattfand, nachdem das Katserpaar vorher die Glückwünsche der Fürst« lichkeiten entgegengenommen hatte. Der Kaiser führte seine Mutter, die Kaiserin Friedrich, und Prinz Heinrich die re­gierende Kaiserin. Außer den Fürstlichkeiten nahmen am Gottesdienste Theil der Reichskanzler, die Minister, die Mit­glieder des BundeSrathS, Generale u. s. w. Dem Gottes­dienste folgte im weißen Saale die GratulationScour, vor deren Beginn sich die Kaiserin Friedrich zurückzog. Die Cour eröffnete der Reichskanzler Fürst Hohenlohe, welchem der Kaiser und die Kaiserin die Hand reichten. Hierauf wurden die Botschafter vom Kaiser und später von der Kaiserin em­pfangen. Im Anschluß hieran begrüßte der Kaiser die corn- mandirenden Generale, unter denen sich auch Prinz Arnulf von Baiern befand. Um 121/* Uhr begab sich der Kaiser zu Fuß zur großen Parole-AuSgabe nach dem Zeughause, überall vom Publikum stürmisch begrüßt. Die Parole lautete KönigsbergBerlin. Nach einstündigem Aufenthalt begab sich der Kaiser nach dem Schloß zurück und fuhr Nachmittags bet der Kaiserin Friedrich, der Prinzessin Friedrich Carl, dem Prinzen Georg, dem Reichskanzler und den Bot­schaftern vor.

CocaUs unb

Gießen, den 2. Januar 1897.

* * Tagesordnung für die außerordentliche Sitzung der Stadtverordueteu-Verfammluug, Dienstag, 5. Januar 1897, Nachmittags 3^ Uhr: Anlage öffentlicher Lagerhäuser und Lagerplätze, sowie eines Vtehhofes.

* * Sitzung der Großh. Handelskammer am 28. December 1896. Anwesend die Herren: Kock, Scheel, Gail, Homberger, Kliugspor, Kraatz und Wortmann. Das jetzige Verfahren in Zollstreitigkeiten, bet welchem nur der Petittons« und Beschwerdeweg, nicht aber der Rechts« weg bei den ordentlichen Gerichten offen steht, wird schon lange von vielen Setten lebhaft bekämpft. Der Kammer liegen zwei neue Anträge vor, welche von der Handelskammer Wiesbaden und dem Borsteheramte der Kaufmannschaft zu Königsberg i. Pr. an den deutschen Reichstag gerichtet worden find. Die Handelskammer Wiesbaden empfiehlt die Einführung des Schiedsgerichtsverfahrens zur Entscheidung von Zollstreitigkeiten und wünscht die Einführung eines obersten Zollvereins-Schiedsgerichtes, bestehend aus drei ständigen Sachverständigen, welche vom Bundesrathe (oder Reichs­schatzamt) ernannt werden und dem Staatssecretär des Reichsschatzamtes unterstehen, sowie die Einführung von Be« zirkS-Schiedsgerichten am Sitze der Hauptzoll« oder Haupt­steuerämter, mit einem vom Zollamte und einen vom Zoll­pflichtigen ernannten sachverständigen Schiedsrichter Nicht- beamten und dem Haupt« (Zollamts-) Steueramtsvorsteher als Vorsitzenden. Die zweite Eingabe nimmt eine mehr vermittelnde Stellung ein. Sie ist principiell für die Ge­währung des Rechtsweges in Zollstreitsachen, tritt aber da­neben auch für die Errichtung eines Reichszolltartssamts ein, das den Gewerbetreibenden eine maßgebende Auskunft über die zur Anwendung kommenden Zollsätze zu ertheilen hat und um die Einheitlichkeit in der Auslegung des Zolltarifs und der Anwendung des WaarenverzeichnisseS zu verbürgen. Die Kammer hält den gegenwärtigen Zustand ebenfalls für un­haltbar. Sie stellt sich auf den Boden der Königsberger Eingabe und beschließt deshalb, in geeigneter Weise für die« selbe etnzutreten. Seitens einer hiesigen Firma wird Be­schwerde geführt über das Fehlen geeigneter Lade­krahne n auf dem hiesigen Bahnhofe. ES soll im Sinne der Beschwerde bei der Königlichen Eisenbahn-Direction in Frankfurt a. M. um Abhilfe dieses Mißstandes gebeten werden. Der Entwurf für die demnächst zur Beitheilung gelangenden Fragebogen zum Handelskammerbericht für 1896 wird von der Kammer gebilligt. Die Kammer be­schließt, dem Unterverbande für Hessen und Hessen-Naffau des Deutschen Verbandes für das kaufmännische Unterrichtswesen beizutreten. Der Kammer sind ge« nauere Nachrichten über die Einfuhrverhältnisse in der Colonte Victoria, über die Lage der italienischen Eisen- und Stahlindustrie, über den Freundschaft--, Handels- und Schsfffahrtsvertrag mit dem Freistaate Costa-Rica und über den Handel und die Industrie Schwedens während der ersten neun Monate des Jahre- 1896 zugegangen. Diese Schreiben liegen den Interessenten aus dem Bureau der Kammer offen. Das Derzeichniß der Kammer über schwindelhafte Firmen im AuSlande hat Erweiterung betr. der Nieder- lande gefunden. Die König!. Eisenbahn-Direction in Frankfurt a. M. theilt mit, daß die von der Kammer be« antragte Einführung von Sonntagsrückfahrkarten von Gießen nach Friedberg und Frankfurt a. M. zur Zeit nicht stattfinden kann und daß die von der Kammer nach­

gesuchten Erleichterungen (Gewährung von Freigepäck auf Rückfahrkarten, sowie freie Besörderung der von Reisenden mitgeführten Fahrräder auf den Oberhessischen Bahnen) bei der demnächsttgen Regelung der Personenverkehrsverhältnisse auf denselben, welche jedoch erst nach deren Ueberuahme in die Verwaltung obiger Direction stattfinden könne, in Er­wägung gezogen werden sollen.

* Die Neujahrsnacht verlief wie in früheren Jahren verhältnißmäßig ruhig. Trotz dem milden Wetter war wenig Verkehr auf den Straßen, nur, als die Zeiger der Uhr der letzten 12 des alten Jahres zuliefen, wurde es lebhafter, und als endlich der erste Glockenschlag den Beginn deS neuen Jahres ankündigte, ging ein brausendesProfit Neujahr"- Rufen durch die Stadt. Gegen 1 Uhr war eS auf den Straßen wieder ruhig, dagegen hielt die Lebhaftigkeit in den Wirthschafteu noch länger an. Die Schießerei machte fich ebenfalls weniger lästig, dagegen wurde ziemlich der Feuerwerkerei gefröhnt, bet welcher Frösche und Raketen das sonst übliche Schießen ersetzten. Die vom Thurm der JohanneSktrche geblasenen Choräle hatten viele Zuhörer angelockt, wodurch der Andrang etwas von der Innenstadt abgelenkt worden war.

* * Jubiläumsfeier. Am NeujahrStag Abend fand in der RestaurationZum Rebstock" anläßlich deS 25 jährig en DtenstjubiläumS des Herrn Locomotivführer Waag eine kleine Feier statt, an welcher außer, den Verwandten, auch die Herren College« des Jubilars, 'sowie eingeladene Gäste theilnahmen und die aufs Schönste verlief. Mögen die dem pflichttreuen und geachteten Beamten dargebrachten Glückwünsche alle fich erfüllen.

* * Ehrung. In der NeujahrSnacht wartete der Auf­seher unserer Straßenbeleuchtung, Herr Georg Schwan, letztmals seines Amtes, das er durch freiwillige Entschließung nach 22 jähriger Bekleidung niederlegte. Der Director des Gaswerks nahm vor dem Antritt des letzten Dieustganges des Ausscheidenden am Sylvesterabend gerne Veranlassung, dem langjährigen treuen Mitarbeiter im Kreise der 11 Laternen­wärter warme Worte der Anerkennung für seine stets be­wiesene Umsicht, seine gewissenhafte Dieustführung und sein wackeres Verhalten auszudrücken, dabei auch daran erinnernd, i daß schon des Ausscheidenden Vater, welcher noch 2 Jahre \ der Oelbeleuchtung unserer Straßen Vorstand, gleichfalls 19 Jahre lang Aufseher der öffentlichen Gasbeleuchtung war, sodaß dieser wichtige Zweig des städtischen Dienstes 43 Jahre lang den Händen derselben Familie anvertraut war.

* * Arbeiterjubiläum. Am 30. December feierte der Vorarbeiter der Firma Alexander Mayer, Daniel Ihm aus Wieseck, sein 40jährtges ArbeitSjubiläum. Die Inhaber der Firma, Herren Gebr. Falk, gedachten seiner Verdienste und überreichten demselben ein Geschenk von 100 Mk. Auch erhielt aus diesem Anlaß jeder ihrer Arbeiter eine dauernde Lohnzulage. Der Jubilar ist ein Sohn deS verstorbenen, bet der Firma Gail in Gießen über 50 Jahre thätig gewesenen, stadtbekannten Ihm aus Wieseck. Möge es dem Jubilar beschieden sein, auch sein 50jährigeS Jubiläum wie sein Vater zu feiern.

* Gießener Ruder-Gesellschaft. Die für den 2. Januar vorgesehene Haupt-Generalversammlung ist, des Stiftungsfestes der Radfahr-GesellschaftWanderer" wegen, auf Sonntag den 3. Januar, Nachmittags 5 Uhr (Hotel Einhorn) anberaumt worden, weil eine längere Verschiebung des am 16. Januar inSteins Garten" stattfindenden. 20jährigen Stiftungsfestes der Ruder-Gesellschaft wegen nicht angängig war. Die Versammlung, in welcher außer geschäftliche Angelegenheiten auch Vorstandswahl, Jahres- und Rechnungsbericht stattfindrt, Booranschaffungen und sonstige höchst wichtige Gegenstände zu erledigen find, wird hoffentlich trotz dieses, oder gerade wegen dieses etwas un» gewohnten, aber für jedes Mitglied ohne Zweifel passenden Termines die gewohnte zahlreiche Betheiligung Seitens der Mitglieder finden, und sind auch die passiven Mitglieder, wie aus heutiger Annonce ersichtlich, behufs Ausübung ihres Vorstandswahlrechts dazu eingelaöen.

* Militäravwarter im Gemeindedienst. Auf dem dem­nächst zu berufenden hessischen Städtetag wird auch Über die Vorlage in Sachen der Anstellung der Militär- anwärter im Gemeindedienst berathen werden. Oberbürger» meister Dr. Gaßner ist zum Referenten in dieser Angelegen­heit bestelle.

* * Seitdem die Berliner Gewerbe-Ausstellung im Pano­rama zur Ansicht gebracht ist, hat sich der Besuch recht rege gestaltet. Es ist das auch erklärlich, da die Serie des Interessanten so viel bietet. Die Gebäude, Schiffe und Fon- tainen rc. sind großartig dargestellt. Auf dem Gebiete der | Völkerkunde bietet die Colonial Ausstellung bemerkenSwerthe Darstellungen. Wir wollen noch erwähnen, daß diese Serie wegen dem starken Besuch bis Montag Abend stehen bleibt. Auch bleibt das Panorama nur noch einige Wochen hier, deshalb beeile sich Jeder, ehe es zu spät ist.__________________

Nniversitäts - Nachrichten.

Professor D. Max Reischle von der theologischen Facultät der Universität Göllingen ist nach Halle berufen worden. Seit 1895 batte Professor Reischle, früher in Gießen, in Göttingen die Professur für systematische Theologie inne.

Der außerordentliche Professor Alfred Schulze in Breslau folgt einem Ruf an die Universität Jena als Ordinarius für deutsches Recht.____________________________________________________

Enthebung von Gratulationsbesuchen und von Zusendung von Gratulationskarten

zu Neujahr.

Nachträglich haben noch folgende Herren der Kleinkinder- Bewahranftalt eine Gabe gespendet: 88. Prof. D. Krüger. 89. Horelbefitzer Schwinn. 90. Hauptmann G ol dm an n.

Auch diesen Herren sprechen wir herzlichen Dank aus. Gießen, am 2. Januar 1897.

Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt.

Dr. Naumann.

^kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen.

Sonntag den 3. Januar. Sonntag nach Neujahr.

I« der Ltadtktrche.

Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Schlosser.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein

Abends 61/« Ubr findet die Weihnachtsfeier der Confirmanden- vereinigung der Matihäusgemeinde in der Herberge statt.

Donnerstag den 7. Januar. Abends 8 Uhr, tm Confinnanden- saal der Neustadt 61: MisfionSstnnde. Pfarrer Schlosser.

In der AohanneSttrche.

Vormittags 91/« Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienft für die JohanneS, gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.

Abends 5 Uhr: siehe Stadlkirche.

Montag, den 4. Januar, Abends 8 Uhr: »ibelst««de im Confirmandensaal der Jobanneskirche. Bergpredigt, Matth. Cap. 5, VerS 33 u. ff Pfarrer Dingeldey

Am 1. Sonntag nach Epiphanias, 10. Januar, Feier deS Landesmissionsfeftes; an diesem Sonntag wird eine Collecte für die Hetdenmission erhoben.

Am Sonntag den 10. Januar beginnt wieder die Kinderkirche. Die Vorbereitung wird Donnerstag Nachmittag 4 Uhr im Confir- mandensaal gehalten werden.

Am Dienstag den 5. Januar, Abends 8 Uhr, Versammlung der confirmirten Mädchen aus der MarcuSgemetnde im Constr- mandensaal der Neustadt.

Auszug aus den der Stadt Gieße».

Uafgedorr.

December: 28. Hermann Philipp Justus Lang, Postassistent zu Gießen, mit Luise Christ von Grotzen-Buseck. 30. Karl Johann Wilhelm Vix, Matertalverwalter zu Gießen, mit Anna Katharine Mathilde Wevel daselbst. 31. Heinrich Großhaus, Fuhrmann dahier, mit Margarethe Wallenfels Hierselbst.

»lieft wsgen.

December: 24. Marcus Bauer, Kaufmann dahier, mit Sophie' Bär hierfelbst. 24. Gustav Hermann Ktmpel, Kaufmann zu Elber­feld, mit Anna Katharina Seum von Nidda. 28. Dr. Karl Jacob Hermann Finger, Prioatdocent dahier, mit Karoline Marie Luise Weissenbach hierfelbst. 29. Heinrich Oestreich, Fuhrmann dahier, mit Christina Lippert hierfelbst. 30. Karl Rudolph Wilhelm Georg Friedrich Koch, practischer Zahnarzt dahier, mit Clara Emilie Floren­tine Krautze hierfelbst. 31. Wilhelm Adolf Bernhard Bahs, Bureau- gehilfe dahier, mit Clara Zöller hierfelbst.

December: 21. Dem Bremser Wilhelm Köhler ein Sohn. 20. Dem Landbriefträger Heinrich Ltstmann ein Sohn, Willy Johannes Hermann. 22. Dem Schriftsetzer Emil Ulrich eine Tochter. 25. Dem Schlosser Karl Weist ein Sohn, Karl JuliuS. 27. De«. Friseur Heinrich Tichy eine Tochter.

iMnt.

December: 25. Heinrich Simon, 6 Monate alt, Sohn von Schneideimeister Ludwig Simon dahier. 27. Marie Katharine Lehr­mund, 10 Monate alt, Tochter von Friseur Philipp Lehrmund dahier. 28. Luise Hoffmann, geb. Görtz, 70 Jahre alt, Wtttwe von Geheim- rath Prof. Dr. Hermann Hoffmann dahier. 28. Thomas Moser, 32 Jahre alt, Wirth dahier. 29. Marte Dietrich, 7 Monate alt^ Tochter von Taglöhner Friedrich Dietrich dahier. 30. Johannette Grüneberg, geb. Kreiling, 60 Jahre alt, Ehefrau von Hosptlal-Der- | walter Karl Grüneberg II. dahier. 30. Rosalie Kauffmann, 6 l Jahre I alt, Instituts-Vorsteherin zu Mainz. 30. Marie Berkessel, 33 Jahre | alt, geb. Schicke!, Ehefrau von Locomotivführer Peter Berkessel zu. | Fulda. 31. Marie Eimer, 62 Jahre alt, Ehefrau von Landwirth | Peter Eimer zu Großen Linden.

Arrszrrg aus -en NirchenHüchern

-er Stadt Gieße«.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Matthäusgemeinde.

Den 20. December. Konrad Spies, Maurer zu Gießen, und Karoline Bechtold, Tochter des Ackermanns Johann Philipp Bechtold zw Launsbach

Den 28. December. Dr. Karl Jakob Hermann Finger, Privat- i docent zu Gießen, und Karoline Marte Luise Weiffenboch, Tochter des verstorbenen Gymnasiallehrers Professor Dr. Wetffenbach zu Gießen.

Markutzgemeinde.

Den 22. December. Heinrich Karl Förster, Schlosser zu Gießen, und Katharine Klemann, Tochter des Maurermeisters Johannes Klemann zu Leun.

Den 29. December. Heinrich Oestreich, Fuhrmann zu Gießen und Christine Lippert, Tochter des verstorbenen Wagners Georg Lippert zu Rainrod.

JobanneLgemeinde.

Den 23. December. Heinrich Kratz, Stationsasfistent zu Gießen, und Katharine Karoline Ernsttne Wilhelmine Anna Marie Rapp, Tochter des Stationsvorstehers Georg Christian Repp zu Nieder- Gemünden.

Den 24. December. Gustav Hermann Ktmpel, Kaufmann jir Barmen, und Anna Katharine Seum, Tochter des Kaufmanns Adolph Seum zu Nidda.

Den 26. December. Heinrich Klein, Viehhändler zu Gießen, ein Wittwer, und Elise Schmidt, Tochter deS verstorbenen Bahn- arbetters Heinrich Schmidt zu Gießen.

Den 31. December. W'lhelm Adolf Bernhard Bahs, Bureau­gehilfe zu Gießen, und Clara Zöller, Tochter deS Bergmanns Wilhelm Zöller zu Barmen.

Militärgemeinde.

Den 30. December. Wilhelm Koch, Zahnarzt, und Clara Krauße, Tochter des Mustkdirectors Karl Krautze.

Matthäusgemeinde.

Den 23. December. Eine uneheliche Tochter, Alwine Therese, geboren den 15. December.

Den 25. December. Dem Schneider Friedrich Meckel ein Sohn, Friedrich, geboren den 14. October.

Denselben. Dem Maler Ernst Aßmann ein Sohn, Hans^ geboren den 20. November.

Denselben. Dem Schreiner Karl Hofmann eine Tochter, Anna Elise Margarethe, geboren den 12 November.

Denselben. Dem Metzgermeister Heinrich Henkel eine Tochter, Elise Sophie Theodore, geboren den 5. November.

Den 26 December. Dem Omnibusschaffner Karl Wagner II.. eine Tochter, Emma Carola Luise Lina, geboren den 10. October.

Denselben. Dem Schneider Hermann Müller ein Sohn, Otto Wilhelm, geboren den 3. Juni.

Denselben. Dem Schlosser Johann Heinrich Naumann ein- Sohn, Karl Philipp Wilhelm, geboren den 19. November.

Denselben. Dem Gesangenaufseher Johann Friedrich Lang ein Sohn, Heinrich, geboren den 1. November.

Denselben. Ein unehelicher Sohn, Friedrich Georg Ludwig, geboren den 2. October.

Markusgemeinde.

Den 20. Dccember. Dem Schuldiener Friedrich Becker eine Tochter, Lina, geboren den 1. December.