Ausgabe 
2.10.1897 Erstes Blatt
 
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ganzen Bewegung gegenüber bald mißtrauisch und zurück« halteud zu werden b« aan; ohne die allzu stürmische uod sich förmlich überstürzende Nachfrage Frankreich» wäre ver« muthlich der PreiSaufichlag überhaupt nicht so weit gegangen, was fich au» b-m Verlauf der Dtuge in den letzten Woche« mit ziemlicher Sicherheit schließen läßt, der auch zeigt, wie berechtigt die früheren Warouvgeu vor einer Ueberschätzung de» Werthe» der Nachrichten über angebliche Beschädtguugeu der amerikanischen Frühjahr-weizen Ernte waren.

Wolff» telegraphische» Correspondenz-Brrreem.

Loxhaven, 30. September. Die Leiche de» Ober­hetzer» Griepentrog und der Matrosen Serbeut und Ehmke wurden heute hier bestattet. Die Lei-re de» Herzog« Friedrich Wilhelm wird auf Befehl de» Kaiser» durch da» PanzerschiffBeowuls" nach Kiel überführt werden

Wien. 30. September. Da» Abgeordnetenhaus ermächtigte unter lebhaftem Beifall und Händeklatschen den Präfideuteu Kathrei«, dem Kaiser anläßlich seines Namens« festes die Gefühle der Loyalität und innigsten Verehrung zum Ausdruck zu bringen. Hierauf fand die namentliche Ab­stimmung über volliohaltliche Aufnahme einer Petition gegen die Spracheuverorduuug in das Protokoll statt.

Prag. 30. September. Der Expreßzug, welcher gestern Nacht 11*/, Uhr in Prag etutreffen sollte, ist zwischen Renc und Luna wegen starken Nebel» mit einem Lastzüge zusammengestoßeu, wobei der Maschtveuführer und ein Conducteur de» Expreßzuge» leicht verletzt wurden. Reisende find nicht verunglückt.

Athen. 30. September, 11 Uhr 40 Miu. Abend». Kammer. DaS Ministerium blieb in der Minorität. Die Mtutsterkrtsi» ist etugetreten.

Depesche» de» Bureau »Herolds

Berlin. 30. September. Der Kaiser trifft am 6. October, Vormittag» gegen 11 Uhr, von Rominten auf dem Bahnhof in Eberswalde ein und begibt fich sofort zu Wagen nach Jagdschloß HubertuSstock, woselbst der Kaiser am 10. October erwartet wird. An diesem Tage begibt er fich zum Botschafter Grafen Eulenburg nach Liebenberg, um der Einweihung der neuen Kirche dortselbst betzuwohnen.

Berlin, 30. September. DemHamb. Corr." wird zu der Nachricht über die Reise des Katserpaares nach Jerusalem im Frühjahr nächsten Jahres gemeldet, daß die Kaiserin an der Reise nicht theilnehmen werde. DaS Reise- Programm sei noch nicht endgültig aufgestellt. DaS werde wahrscheinlich erst nach der Rückkehr des Kaisers nach Berlin geschehen. Dann werde wohl erst vom Auswärtigen Amt aus Mittheilung von der beabsichtigten Reise des Kaisers nach Konstantinopel gemacht werden. Die deutsch-evangelische Kirche in Jerusalem habe vom Kaiser bet der Grundstein­legung 1893 den Namen Erlöserktrche erhalten. Daß mau ihr daher jetzt einen anderen Namen geben sollte, sei so gut wie ausgeschloffen.

Berlin, 80. September. DerReichsanzeiger" veröffent­licht die Abberufung de» Gesandten am schwedisch-norwegischen Hofe, Grafen von Bray-Steinburg von diesem Poften behufs anderweitiger dienstlicher Berwenduug,- ferner die Verleihung de- Sterns zum Rothen Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub und der Kroue au ben Professorvr. Htnzp eter zu Bielefeld und die Ernennung de- Präsidenten der Eisen- bahn-Directioo Köln, Harter, zum Ministerial-Director im Handelsministerium.

Berlin, 30. September. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt osficiös: Die in den letzten Tagen durch die Preffe gegangenen Mtttheiluvgen über den Botschafterposten in Konstantinopel find, wie wir von zuständiger Seite erfahren, genau so unbegründet wie die kürzlich von uns zurückgewiesene Meldung über eine veränderte Besetzung de- Postens in Washington und die früher aufgetauchte Der- muthung über einen angeblich bevorstehenden Wechsel bei den Botschaften in Petersburg und London.

Berlin, 30. September. DiePost" sagt zu der Blätter­meldung, wonach eine amtliche Umfrage Seitens einer Zoll- und Steuerdirection in ihrem Bezirk auf die Frage der Staffelung der Brausteuer stattfand, fie könne nach eiugehendeu Ermittelungen mittheilen, daß eine solche Um­frage in Preußen nicht gehalten worden sei, wie e» überhaupt etoe Behörde wie die genannte in Preußen gar nicht gebe. DaS Blatt fügt hinzu, daß die Vermehrung der deutschen Flotte sich ohne Steuererhöhung durchführen laffe.

Berlin, 30. September. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist gestern Abend von seinem Urlaub nach Paris zurückgekehrt.

Berlin, 30. September. Ueber die Marinepläue schreibt dieNationalzeitung": Wir halten da» Bestreben der Mariueverwaltung, eine erhebliche Verstärkung der Geld- mittel für den Flotteuersatz zu erlangen, für pfltchtmäßig und wohlbegründet- dagegen sehen wir in dem Plaue einer Festlegung der Bewilligungen auf eine Reihe von Jahren eine Erschwerung der Verständigung. Da» angeblich geplante Septennat würde entweder das ElatSrecht derart einschränken, wie kein Parlament es fich gefallen lassen wird, oder eS könnte leicht den Keim von Conflicteu in fich bergen, indem die Regierung fich im Besitz vou Bewilligungen glaubte, die der Reich»tag möglicher Weise bet der Einstellung der einzeluen Gummen tu den JahreSetat nicht als vorbehaltlose und end- giltige anerkennen würde. Die Entstehungsgeschichte de» preußischen MilitärcouflictS von 1862 bis 1866 enthält eine dringende Warnung vor derartigen Unklarheiten.

Berlin, 30. September. Wie man derPost" mittheilt, beabsichtigt die Mariueverwaltung, in Zukunft den wetteren Bau vou Avisoschtffen gänzlich etuzustelleu. Statt dessen sollen die weiteren Srsatzbauten dieser Gattung durch kleine Kreuzer ersetzt werden, um derartige Fahrzeuge

T nicht nur den Aufklärungsgruppen beigebeu, soudern um fie auch im AuSlande zum Kreuzerdtenst heranzteheu zu können.

Venedig. 30. September. Seit einigen Wochen herrscht in Italien sommerliche Hitze. Ja Neapel zeigte baß Thermometer 26, in Mailand 27 Grad. Südlichere Orte hatten bis zu 31 Grad. Die Kirschbäume stehen in Blüthe.

Pari», 30. September. DerTewpS" veröffentlicht einen seosationellen Artikel über die Grausamkeiten der Eugläuder in der Eap-Eolonie gegenüber deu Eiu- geboreneu. Ktuder und Frauen, welche von Krankheiten be­fallen find, werden in den Straßen utedergeschosseu. Die Verwundeten verschmachten in den trostlos auSsehendeu Hospitälern.

Loudon, 30. September.Daily News" melden au» Rom: Der Sultan werde niemals der Ernennung eines christlichen Gouverneurs beipflichten. Weiter meldet das Blatt, die eugltsch-egyptischen Truppen von Suakim würden im kommenden Frühjahr zwei Depots von Kriegsmaterialien auf italienischem Gebiete zwischen der Küste und Kassala errichten.

Athen, 30. September. Die Regierung wird unter strengster Vermeidung politischer Debatten heute ausschließlich die Friedensfrage besprechen, die Geschichte der Ver­mittelung Europa- und Heranziehung sämmtlicher auS- gewechselter Schriftstücke darstellen und ein Vertrauensvotum verlangen- daun erst wird sie ihre eigene Meinung ent­wickeln.

Berlin, 1. October. Wie die Blätter melden, hat Frau Nuscha-Butze das Neue Theater vom 1. September 1898 ab auf 10 Jahre gepachtet. Direktor Lautenburg soll nun da» Lindentheater zu pachten beabfichtigeu.

Posen, 1. October. Nach derPos. Ztg." ist Direktor Gaebel bereits vor mehreren Tagen dem Kaiser vom Ministerium als Chef des ReichSverficherungSamte» vorgeschlagen worden.

Dresden, 1. Oktober. Nach der officiellen Erklärung der htefigeu Zoll- und Steuerdirection bezweckte deren Rund­frage an die Hauptsteuerämter nur eine Material­sammlung zur Stellungnahme gegenüber den im Reichs­tage eingegangenen Petitionen bezüglich der Bransteuer- erhöhun g.

Wien, 1. October. Die Schönerer-Gruppe interpellirte gestern gegen Schluß der Sitzung den Justtzminister über die Verhaftung des RedacteurS Hofer wegen Hoch- verrathS. Die katholische BolkSpartet beschloß, einen Dringlich- keitSautrag einzubringen, wonach das Parlament die all­gemeinen Grundzüge für das Sprachengesetz ausarbeiten soll. Um die Deutschen für diesen Antrag zu gewinnen, soll als Zweck desselben die Aufhebung der Sprachen-Berorduung be­zeichnet werden.

Schwurgericht.

W. Gießen, 30. September.

Verhandlung gegen Menz Eheleute von Liudenstruth wegen Meineid. (Schluß.)

Der Landwirth Hetnr. Sch epp I. von Liudenstruth erklärt, es fei ganz unmöglich, daß Gräf die Frau Menz in das Fenster gestoßen haben könne, wohl aber will der Zeuge wahrgenommen haben, daß Gräf erst schlug und fich wehrte, als man ihn packte. Den ganzen Lärm hat nach der Wahr­nehmung des Zeugen allein die Ehefrau verschuldet, die an­scheinend angetrunken gewesen. Auf Befragen deS Borfitzen- den giebt der Zeuge die Möglichkeit zu, daß Gräf in dem Trubel beim Ausholen mit dem Arm die Fensterscheibe ein- gestoßen bat.

Die Zeugen Ziegeleiarbeiter Johs. Albach, Schmied CaSpar Schepp III., Landwirth Peter Sehrt, Land- wirth Chr. Schepp, Maurer Conrad Weiß, Milch- suhrmanu Heinr. Gehrt, Nachtwächter Johs. Kühn, Landwirth Hetnr. Strack, alle von Lindenstruth, und Gäste, welche am Abend, als das Rencontre der angekiag- ten Eheleute mit dem Gräf passirte, in der Mcnz'schen Wirthschast anwesend waren, bekunden theilweise, daß sie beim Beginn de» Streites nicht anwesend gewesen, erst ge­sehen hätten, al- der Ehemann Menz in Action getreten. Mehrere der Zeugen waren von Ansang an dabet, diese wollen ntcht gesehen haben, daß Gräf irgendwie aggressiv vorgegangen wäre- Menz habe Gräf zuerst einen Schlag unter daß Rinn versetzt, bann sei bte Ehefrau dazu gekommen unb Beibe hätten ben dasitzeubeu Gräf an ben Ohren gepackt und ihn daran gerissen. Erst al» Gräf fich etwa- frei ge­macht, habe er, mit dem Rücken nach dem Fenster zu stehend, die Eheleute vor fich habend, dieselben mit dem Stock abge- wehrt, dabei sei da- Fenster etngestoßen worden, es könne nur möglich sein, daß dies durch einen Schlag mit dem Stock ober beim Schlagen mit bem Ellenbogen bei Gräf geschehen sei- unmöglich sei, baß Gräf bte Frau Menz, wie diese be­hauptet habe, mit dem Kopf in da- Fenster gestoßen habe. Keiner der Zeugen hat gehört, daß Menz ober dessen Ehe­frau den Gräf aufgefordert haben, die Wirthschast zu ver­lassen. Richtig sei, daß Menz Ehefrau sowohl al- der Mann gemeint haben, er (Gräf) soll hinaus, er muß hinaus, dies sei aber erst geschehen, als Beide denselben gepackt gehalten. Darin waren die Zeugenaussagen aber einig, Gräf sei an dem Abend vollständig nüchtern gewesen, während die Frau Menz, von der im Dorfe bekannt sei, daß dieselbe gern Über den Durst trinkt, nach der Bekundung mehrerer Zeugen diesen angetrunken vorkam. Die Zeugen bekunden weiter, daß die Ehefrau Menz an dem Abend ans der Balgerei eine Ritzwunde an der Stirn davongetragen, die aber nur schwach blutete.

Der auf Antrag der Verthetdigung geladene Zeuge Schweinehändler Krug II. von Saasen bekundet, er habe den onaf einmal in Saasen in der Wirthschast getroffen, da habe dieser gemeint, Menz thue ihm leid, denn die Frau

habe ihn dazu gebracht, derselbe sei damals nicht nüchtern gewesen.

Auf Beranlaffung des Rechr-anwaltS Dr. Guts lei sch wird Gräf noch einmal vorgernfen. Der Vertheidiger richtet an diesen die Frage, ob er im Jahre 1893 in der Menz'schen Wirthschast einmal die Fensterscheiben eingeworfen, weil man ihm dort keinen Schnap» auf Borg habe geben wollen. Gräf stellt die» entschieden in Abrede. Der Vor- sitzende frägt den Zengen Gräf, ob er diese Frage nicht lieber in dem Sinne beantworten wolle, daß er fich auf den Vorfall nicht befinnen könne. Gräf bleibt aber dabei, die Sache entschieden zu verneinen und nimmt diese Berfichernng aus den geleisteten Eid.

Der Bürgermeister Scheld von Liudenstruth bekundet über den Vorfall in der Menz'schen Wirtbschaft selber nicht», er war an demselben Abend, al» er von der Balgerei in derselben erfahren, dort hingegangen. Die Angeklagte habe an der Stirn eine kleine Narbe gehabt. Menz habe ibn unter Mittheilung des Vorgefallenen gefragt, wa» da zu machen sei und da habe er demselben gesagt, da macht man Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung, von Hausfriedensbruch fei aber damals bei dem Angeklagten keine Rede gewesen.

Den Geschworenen werden darauf folgende Fragen vor- gelegt: Betreffs des angekiagten Ehemanns: 1. Hat derselbe am 5. August 1896 vor dem Amtsgericht Grünberg etntn Meineid geleistet? 2. Hat derselbe am 6. October 1896 vor dem Landgericht Gießen einen Meineid geschworen! Für ben Fall der Bejahung der beiden Fragen: 3. Bilden beide Eide eine fortgesetzte strafbare Handlung? 4. Konnte bie Angabe der Wahrheit gegen den Angeklagten eine Verfolgung wegen eineß Verbrechens oder Vergehens nach fich ziehen? Für den Fall der Verneinung der Fragen 1 und 2; 5. Hat der Ehemann Menz vor dem Amtsgericht Grünberg fahr- läsfig falsch geschworen? 6. Hat derselbe vor dem Landgericht Gießen fahrlässig einen falschen Etd geleistet? 7. Bilden beide Eide eine fortgesetzte strafbare Handlung?

Wegen der angeklagten Ehefrau waren dieselben fieben Fragen formulirt.

Hieraus ertheilt der Borfitzende, LandgerichtSraih Wehner, dem Vertreter der Staatsanwaltschaft, GerichtSaffeffor vr. Friedrich, da» Wort zur Begründung der Anklage. Derselbe kam nach ausführlicher Darlegung de» Sachver­haltes und Eingehen auf die Zeugenaussagen zu dem Schluß, daß die Geschworenen heute in der Lage seien, durch ihren Spruch dem doppelt verletzten Reckt wieder Geltung zu ver­schaffen- sein Antrag ging dahin, die Angeklagten schuldig zu sprechen des Meineids und damit die Möglichkeit zu ge­währen, dem zu Unrecht bestraften Gräf, der neun Wochen Gefängntß, die ihm zuerkannt gewesen, bereits verbüßt hat, im Wege deS Wiederaufnahmeverfahrens seine Freisprechung zu erwirken. Selbstverständlich sei auch die Bejahung der Frage, daß beide Eide eine einheitliche strafbare Handlang bilden und daß der Milderungsgrund des § 167, Abs. 1, des Slr.-G. hier vorliege.

Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch, erklärt, daß es für ihn zweifellos fei, daß die Geschworenen zur Prüfung der verschiedenen Fragen gar nicht kommen würden, denn nach seiner Meinung müßten beide Angeklagte Über­haupt freigesprochen werden. Es sei in der heutigen Haupt- Verhandlung durchaus nichts dargethan, maß da» Gegentheil von dem beweise, wa» bie Menz Eheleute mit ihrem Eide bekräftigt hätten. Er theile nicht die Ansicht de» Ankläger», daß, wenn die Geschworenen heute die Menz'schen Eheleute wegen Meineid verurtheilen würden, die Straskawmcr ben Gräf im Wleberaufnahmeverfahren nun etwa freisprechen würde. Die Strafkammer habe bei ihrem verurtheilenden Votum Gelegenheit gehabt, die Aussagen der sogenannten Entlastungszeugen für Gräf zu würdigen. Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch führt ben Geschworenen noch einmal alle Momenie vor, welche mindeftens im vorliegenden Falle zu einem Zweifel an der Schuld der Angeklagten führen und gibt seiner Ansicht zum Schluß noch einmal dahin Ausdruck, daß die Geschworenen zu keinem anderen Spruch im vor­liegenden Falle kommen können, als zu einem Nichtschuldig.

Nach ganz kurzer Gegenrede des StaatSanwaliS ent­gegnet ebenfalls der Vertheidiger kurz, worauf der Vorsitzende de» Geschworenen die Rechtsbelehrung ertheilt. Nach ^stün­diger Berathung der Geschworenen verkündet der Obmann, Professor Krüger-Gießen, den Wahrspruch, worin sämmt liche Schuldfragen verneint werden. Der Gerichtshof ver­kündete darauf baß Urtheil, wonach beibe Angeklagte von Strafe unb Kosten freizusprechen find.

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Gieße«, ben 1. October.

Kunstverein. Die Gemälde-AuS st ellung im Thurmhauß am Braub, welche seit letzten Sonntag wieder geöffnet ist, bietet auch dieseß Mal wieder in ca. 70 au»- gestellten Bildern eine Fülle vou Kunstwerken, die ihre An­ziehungskraft auf den Kunstfreund sicher nicht verfehlen werden. Ohne uns in eine Kritik einzulassen, greifen wir nachstehend nur einige Bilder heraus, welche ben Beschauer durch be­sondere Schärfe und Farbenpracht zu längerem Verweilen einladen. Da finden wir zunächst einen Bekannten, Rendel- München, der unsere Ausstellung schon öfter beschickt hat, mit einem Studienkopf vertreten, welcher an Natürlichkeit unb LebenSwahrheit nichts zu wünschen übrig läßt, unb als sehr gut gelungen bezeichnet werben barf, ebenso baß von bemselbeu Künstler außgeftellte Bild:Bei den Großeltern/ Ein weiterer Bekannter, Pitzne r-München, führt unß drei fehr schön außgeführte Manöverbilder vor:RecognoSciruog", Fourage" unbFeldbescklag". Quaglio-München hat zwei Bilber ausgestellt:Tscherkessen auf Vorposten" und Erwartung", welche burch ihre prächtige Fardenwirknag sowohl, al» burch bte Feinheit der Ausführung sehr wirkungsvoll

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