Aufständischen die Anhöhen gegenüber de« Fort Lmmbascht besetzt halten. Er verlangt die sofortige Entsendung weiterer Mannschaften und bemerkt, daß in die türkischen Soldaten für den Borpostendtenst kein Vertrauen gesetzt werden könne.
Depeschen M Bureau .Herold/
Berlin, 30. März. Der Kaiser kehrte gestern Abend gegen 6 Uhr von den Beisetzung--Feierlichkeiten in Weimar hierher zurück und empstng alsbald nach feiner Ankunft den StaatSsecretär bei Auswärtigen Freiherrn v. Marschall zum Vortrage. Heute Vormittag empfing der Kaiser den StaatSsecretär Hollmann und den Minister der öffentlichen Arbeiten, Thielen.
Berlin, 30. März. Der Kaiser hatte heute Vormittag auch eine Unterredung mit dem Reich-kanzler Fürsten Hohenlohe. Wie die „Nat.-Ztg." meint, scheint eS, daß die endgiltige Ablehnung der Forderungen für Schiffsbauten und die dadurch bezeichnete politische Lage den Anlaß zu diesen Conferenzen gegeben hat.
Berlin, 30. März. DaS Abgeordnetenhaus setzte heute die Berathuug bei Etats in Verbindung mit der Be- foldungSvorlage fort. Eine Reihe von Titeln wurde genehmigt. Morgen 11 Uhr: Fortsetzung der Etatberathung.
Berlin, 30. März. In der Budget-Commission de» Reichstage- wurden heute als PremierlieutenantS- Gehalt 1500 Mark festgesetzt.
Berlin, 30. März. Den Mimikern der hiesigen Speciali« tätenbühnen wurde polizeilich die mimische Darstellung Kaiser Wilhelms I. und Kaiser Friedrich» verboten.
Berlin, 30. März. Nach einem Telegramm deS„Berl. Tagbl." aus Kauea verlegt die „Kaiserin Augusta" ihren Ankerplatz von der Suda-Bay nach Kanea. Eine Compagnie Oesterreicher ist in Kanea einquartirt.
Berlin, 30. März. Die feit dem 1. October v. I. bestehende Zeitung „Berliner Reform" stellt mit dem 1. April ihr Erscheinen ein.
Frankfurt a. M-, 30. März. Die „Frankf. Ztg." läßt sich ans London telegraphiren, daß in Brtndtft und Ancona maffenhaft deutsche Maaren liegen, welche Levantiner Griechen nicht abnehmen.
Frankfurt a. M., 30. März. Au- London meldet die „Frankf. Ztg.": AlS der Kronprinz von Griechen- land in Volo einfuhr, habe da» Volk gerufen: „Kein Fürsten- thum! Nieder mit Bismarck!"
Xvrgan, 30. März. Die ReichStagSstichw ahl findet am 8. April statt.
Wien, 30. März. Die „Neue freie Preffe" meldet au» Konstantinopel, daß dem Krieg»-und auch dem Polizei- Minister Befehl ertheilt worden fei, den Patrouillendienft zu verstärken.
Rom, 30. März. Durch da» Ergebniß der Stichwahlen wird die confervative und namentlich der Politik EriSpiS feindselig gestimmte Majorität weiter verstärkt.
Kanea, 30. März Zur Sicherung der von den inter- nationalen Truppen besetzten Städte haben die Admirale gestern früh um sofortige Zusendung je eines weiteren Bataillons von 600 Mann ihre Regierungen telegraphisch ersucht.
Konstantinopel, 30. März. Der hiesige russische Botschafter erhielt von seiner Regierung die Weisung, io Gemeinschaft mit den übrigen Botschaftern die Formulirung der Autonomie Kretas zu beschleunigen.
Berlin, 31. März. Zur Unterredung mit Hanotaux meldet der „Localanzeiger" au- Part»: Salisbury soll ein Gutachten der englischen Admiralität über die geplante Blokade der griechischen Häsen vorgelegt haben. Der gewünschte Effect wäre mit geringen Mitteln zu erreichen gewesen, wenn man die Blokade des PhräuS sofort begonnen, al» Deutschland sie vorgeschlagen. Gegenwärtig, wo Griechenland Zett gehabt, seine DiSpofitionen zu treffen, sei selbst von einer Gesammtblokade kein Erfolg zu erwarten.
Kanea, 31. März. Heute findet eine Eonserenz der Admirale über den Plan statt, die 400 in der Sudabay gebliebenen Oesterreicher nach dem Fort Jzzedin zu senden, da» am Eingänge der Sudabay liegt und von 500 Türken mit 12 Krupp'schen Kanonen besetzt ist.
WB. London, 31. März. Reuters Bureau erfährt, daß beschloffen wurde, daß jede Macht ein weiteres Bataillon von 600 Mann nach Kreta entsende. Nach Malta sind Anweisungen ergangen, Mannschaften bereit zu halten, um »uverzüglich nach Kreta abzugehrn, die Lage ist unverändert. Was das Vorgehen der Mächte anbetreffe, so sei nicht beschloffen, die griechischen und türkischen Truppen von der Grenze zurückzuziehen, ein solche- Vorgehen erscheine derzeit vnthunlich.
Locales und Lrovlnziellcs
Sieben, den 31. März 1897.
♦♦ Wafferabfperrnng. Wir machen auch an dieser Stelle aus die heutige Bekanntmachung deS städtischen GaS- und WafferwerkS ausmerksam, betr. die Absperrung der Wafferleitung in der Schulstraße und einigen angrenzenden Straßen.
•• Verleihung von Diplomen an der Großh. Technischen Hochschule Darmstadt. Bei den im Februar und März d. IS. an der Technischen Hochschule zu Darmstadt abgehaltenen Diplom-Hauptprüfungen wurden folgenden Landidaten Diplome ertheilt und zwar: Da» Diplom als Bau-Ingenieur den Herren Jean Weber und Karl Wüst aus Darmstadt- das Diplom als Mafchinen-Jngenieur den Herren Max Jenem ein aus Offenburg, Fritz Mom- berge r ans Rodheim, August Sandoz aus Arheilgen und Philipp Stauf aus Worms- das Diplom al» Electro-Jn- genteur den Herren Han» El verS aus WandSbeck und Andre
Schmidt aus vlteland- daS Diplom al» Ehemiker den Herren Eugen Haueisen aus Jockgrim, Karl Schnitz- spahn und Rudolph Stamm au» Darmstadt.
• • Stadttheater. Wir verweisen nochmals auf das heute und morgen, Donnerstag, stattfindende hochintereffante Gastspiel von Frl. Josephine Dora und Herrn George W o r l i tz s ch, welche in den jüngsten Tagen in Frankfurt a. M. so große Triumphe feierten. E» kommen zwei der befferen Poffen zur Aufführung: heute Abend „Blitzmädel", Donnerstag Abend „Die Näherin", zu beiden hat Millöcker, wohlbekannt al» guter Operettencomponift, eine reizende Mufik geschrieben. Möge nnsere strebsame Direction, welche Kosten und Mühe nicht gescheut, diesen Kunstgenuß zu bieten, auch recht viel Entgegenkommen bei unserem theaterliebenden Publikum finden.
• • Sein 25jährige» Tienstjabilanm feierte am Sonntag der Bremser Georg Spaar von hier. Seine Freunde und Collegen veranstalteten au» diesem Anlaß eine kleine Feier auf dem Lenz'jchen Felsenkeller, bet welcher dem Jubilar ein von dem Fahrpersonal gestiftete» Geschenk überreicht wurde. Herr Spaar ist seit 25 Jahren in Gießen stationirt.
* • Mittelrheinisches Turnfest 1899. Dem „Wiesbadener Tagebl." zufolge haben die Vorstände der dortigen drei Turn- vereine beschloffen, bet dem nächsten Kreislurntag tn Biebrich am 11. April zu beantragen, da» mittelrheinische Kreisturnfest für 1899 in Wiesbaden abzuhalte n.
* * Der Verband der BerpflegungSstatioueu für das Groß- herzogthum Hessen und die preuß. Provinz Heffen-Naffau hat eine Ueberficht über den Verkehr mittelloser Wanderer in 1894/95 und 1895/96 herauSgegeben. Nach derselben haben in Oberheffen in 1894/95 20,088 und in 1895/96 15,160 mtttelllose Wanderer Verpflegung erhalten. ES geht daraus hervor, daß im letzten Jahr dieser Verkehr fast um ein Viertel abgenommen hat. AuS derselben Ueberficht ergiebt sich, daß in der Provinz Oberheffen in 1895/96 für die BerpflegungSftattonen 13,350 Mk. auSgegeben wurden. Demnach ist die Einrichtung von BerpflegungSstationen für die Bevölkerung ein bedeutendes Ersparniß, denn wenn die 15,160 mittellosen Wanderer auf Geschenke' von Privatpersonen angewiesen gewesen wären, so würde für sie sicherlich auf dem Wege der Privatwohlthätigkeit eine bedeutend höhere Summe aufgewendet worden sein. Das hat man auch anderwärts sehr deutlich erkannt, und im Herbste 1896 an verschiedenen Orten die Verpflegungsstationen wieder eingerichtet, welche im Frühjahr d. I. aufgehoben wurden, weil infolge der Aufhebung tm Sommer, sowohl für private wie für die öffentliche Armenpflege eine besonders hohe Belastung ein- getreten war.
• • Das Programm für den Einzug des 168. Regiments in Butzbach ist nunmehr wie folgt festgesetzt: Die beiden von Gießen und Darmstadt kommenden Halbbataillone vereinigen sich am Bahnhof am 1. dS. Nachmittag- 3^/z Uhr und warschiren dann zusammen in die Stadt durch die Ehrenpforte am Weiselerthor. Dort nehmen der hiesige Krieger- verein und die Vereine der Umgegend Aufstellung und bereiten dem Bataillon einen militärischen Empfang, worauf sie sich den Truppen anschlteßen und mit ihnen auf dem Marktplatz Aufstellung nehmen. Hier bewillkommnet, von einer Tribüne herab, der Gemeinderath die neue Garnison Namen- der Stadt. Abends 7 Uhr findet Speisung der Mannschaften in den Gasthäusern und um 8 Uhr Bankett der Offiziere im „Hessischen Hof" statt.
*• ein praktischer Wink, so schreibt man dem „W. A.", kommt in einer Zuschrift aus dem Ruhrkohlengebiet: Mit dem 1. April d. I. treten bekanntlich höhere Kohlenpreise in Kraft und außerdem hat das Kohlensyndikat beschloffen, die Winterpreise für Hausbrandkohlen, welche wesentlich höher sind wie bisher, schon am 1. August d. IS. beginnen zu lassen. — ES dürfte daher tm Interesse der Eonsumenten liegen, ihren Bedarf an Hausbrandkohlen so früh wie irgend möglich zu decken und -war hierzu die Monate April bi- Juni zu wählen, weil in dieser Zeit der Andrang von Bestellungen nicht so groß ist wie später, wodurch die Zechen in der Lage sind, den Kohlenwäschereien erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden zu können. Im Monat Juli dürften die Kohlenhändler wohl kaum in der Lage sein, tn Rücksicht auf die im August eintretenden höheren Winterpretse, alle einlaufenden Aufträge pünktlich, und noch zu Sommerpreisen aussühren zu können, deshalb ergeht an die Kohlenverbraucher die Mahnung: „Deckt Euren Bedarf recht frühzeitig!"
*♦ Schulärzte. Auf der demnächst in Eisenach tagenden Sitzung des Deutschen AerztevereinSbundes soll auch die seit Langem erörterte Schulfrage ihre endgültige Erledigung Seitens des Bundes finden. Seit mehr als 30 Jahren wird diese für die Fortentwickelung unsere» Schulwesens so überaus wichtige Frage in ärztlichen Kreisen erörtert. In der neuesten Nummer der „Deutsch. Medictn. Wochenschrift" faßt ein Arzt, Dr. A. Edel, einer der eifrigsten Vorkämpfer auf diesem Gebiete, noch einmal die Grundzüge zusammen, nach denen die schulärztliche Thätigkeit geregelt werden müßte, und schlägt für die Beschlußfassung auf dem Eisenacher Aerztetag als einzige These vor: „Da die Schule einen schädigenden Einfluß auf die Gesundheit der Schüler au-üben kann, muß fie unter ärztliche Fürsorge gestellt werden."
** Hütet Euere Kinder vor de« frühzeitigen Sitzen auf der kalten Erde! Diese» Mahnwort richtet ein Kinderarzt an die Mütter, indem er schreibt: Viele, denen die Wartung und Pflege von Säuglingen oder kaum des Sitzen- und Gehens fähigen Kindern obliegt, glauben den Kleinen eine Freude zu bereiten und sehen eS al- eine Abhärtung des Körper- an, wenn fie die Kinder auf dem an öffentlichen Plätzen angefahrenen Sand oder sonst auf Wiesen und Gärten umherfitzen und kriechen laffen. Die- ist gegenwärtig ein gefährliches Wagntß, da die bis in den Monat Juni hinein währende Feuchtigkeit der sich erst allmählich erwärmenden Erde ungemein schädlich auf den zarten Bau der Kinder wirken muß. Au- den anfänglich gar nicht beachteten
Erkältungen entstehen dann allerlei und oft langwierige Erkrankungen.
•• Ziegenzucht. Der von Herrn Generalsecretär Dr. Müller in der vorige Woche erschienenen Nummer der „Zeitschrift für die laudw. vereine de» GroßherzogthumS" veröffentlichte Aufsatz „Zur Hebung der Ziegenzucht" bietet für die Gemeindevertretungen auf dem Lande viel BeachtenSwerthe». Herr Dr. Müller sagt am Schluffe seiner trefflichen Ausführungen: „Möchten die Gemeinden bit(e Worte nicht übersehen, sondern sich zu überzeugen suchen, daß eS eine der dankbarsten Ausgaben ist, nach dieser Richtung hin sür die weniger Bemittelten etwa- zu thnn. Möchten sie sich da- Absatzgebiet der bestehenden Zuchtgevoffevschasten ansehen und für ihre Zwecke nutzbar machen. Sie erfüllen hiermit ihre Pflicht ihren Gemeindeangehörtgen gegenüber und tragen zum Gedeihen der bestehenden und zur Entwicklung neuer Ziegenzuchtgenoffenschaften bet."
*♦ Wetterbericht. Da» Depresfionscentrum ist mit nahezu unveränderter Tiefe nur wenig oftwärt» bi- nach Südschweden vorgedrungen. In seiner näheren Umgebung sind die ®ra dienten noch sehr beträchtlich und besteht dementsprechend über Scandinavten und dem deutschen Küstengebiet noch unruhige-, stellenweise stürmische- Wetter. In den continentalen Lagen hat der Luftdruck zugenommen uvd find die Druckunterschiede über Central-Europa heute gering, doch bleibt die Verthei- lung der Barometerstände unregelmäßig. Die Temperaturen find allenthalben gesunken. Ein neue- Minimum kündigt sich über dem Nordwesten Frankreichs, sowie im Westen der brüt» scheu Inseln an. — Voraussichtlich eWiNerung: Za» nächst wolkige- und kühle- Wetter.
Rixfeld, 27. März. Unser allgemein beliebter Bürger- meister, Herr Konrad Buch Haupt, erhielt gestern Morgen beim Besorgen seiner Pferde von einem Fohlen einen Schlag gegen den Unterleib, an dessen Folgen er heute starb. Da- Bedauern und die Theilnahme ist aufrichtig und groß.
n. Gettenau, 28. März. In Nr. 54, erste- Blatt, dieser Zeitung vom 5. d. Mts. machten wir darauf aufmerksam, daß die Grundarbeiten im fogen. „Büdrich" beendigt und Alterthum-funde in dieser Gegend nicht mehr zu erwarten wären. Wiederholt haben wir aber auch schon früher darauf aufmerksam gemacht, daß in Echzell mehrere römische Straßen zusammentrafen und daß dieser Marktflecken bereit- vor 1800 Jahren eine sehr wichtige Rolle bei den Römern gespielt haben müffe. Schon tn den fünfziger Jahren brachte der damalige Pfarrer Hoffmann tn Echzell sehr intenffantt Arbeiten über Echzell und die Fuldtsche Mark. Diese Arbeiten wurden später von seinem Sohne, Herrn Hofgericht-ra j Dr. Emil Hoffmann in Darmstadt, mit Karten herau-geqeben. Seitdem wurde noch Diele- entdeckt, gefunden und hinzu gefügt. Durch die Grundentnahme für den Bau der Nebenbahn Nidda—Friedberg deckte man im sogen. „Büdrich" eine Römerstraße auf und eine hübsche Anzahl römischer Alter- thümer wurden gefunden. Wir haben die freundlichen Leser Ihres Blatte- über die Aufdeckungen und Funde (auch hübsche Steinwerkzeuge, die viele hundert Jahre älter sind al» die römischen Sachen, kamen zum Vorscheine) möglichst auf dem Laufenden zu erhalten gefucht. Nun aber sollen die Untersuchungen zum Abschluffe kommen. Herr Rentner Kofler, der hessische Schliemann, gräbt seit Anfang de- Monat- März in unseren Gärten. ES ist ein schweres Stück Arbeit, dahier geleistet werden muß und e- hatte Anfang- da» Aussehen, als wäre kein richtiges Ziel zu erreichen, weil die Spuren in den Obst und Gra»gärten fast völlig verwischt worden find. Heute ist es anders geworden, wir wollen daher — indem wir auf unsere früheren Mittheilungro zurück verweisen — Einige- zur Ergänzung hterhersetzen. Man kann mit Sicherheit annehmen, daß nicht zwei oder bat, sondern fünf oder sechs römische Straßen von dem One Echzell strahlenförmig nach allen HimmelSrichiungeo aus- gingen oder umgekehrt: conceutrisch, von verschiedenen Rich tungen nach dem gemeinschaftlichen Mittelpunkte Echzell btn- drängten. Hier stand darum auch ein römische- Castell unt zwar nicht weit von dem Platze, wo jetzt die Kirche steht. Darüber waren alle Gelehrten einig. Aber wo- für ein Castell? Diese Frage ist von Herrn Kofler bi- jetzt gelöst worden und die Herren AlterthumSforscher werden sich über die Lösung sreuen und erstaunen, denn die Länge der Br feftigung-anlage beträgt rund 300 Meter, die Breite mhr besten- 250 Meter, folglich der Flächeninhalt 75000 Quadrat- meter. Da ein hessischer Normalmorgen genau 2500 Quadratmeter enthält, so bedeckte die römische Befesttgung-anlage bei Echzell mindesten- 30 Normalmorgen. Dagegen find dir Castelle bei Ober-Florstadt, bet Langenhain, die Caper-bnrg und an anderen Orten nur Zwerge, denn fie find kaum ein Viertel oder ein Drittel so groß wie die Befestigung-anlage bet Echzell. An Funden haben sich btS jetzt außer vrr- schtedenen Werkstücken au- Sand- oder Lungstetnen auch etliche Münzen und ein römischer Krug ergeben. Darauf kommt es aber gar nicht an, da- Castell, seine Lage und seine Dimeo- fionen sind die Hauptsache, für die sich viele freundliche Leier Ihrer Zeitung tnteresfiren. Nächsten- hoffen wir Weiteres mtttheilen zu können.
X Darmstadt, 29. März. Den populär wedtcintschrr VortragScycluS tm Altc e-Franenveretn für Kranke»' pflege schloß heute eine Besprechung deS Thema- nung und Kleidung" seitens des Herrn Dr. Maurer. Zunächst die Wohnung, bezüglich deren Anlage stets „Licht not Luft" gerade wie bet Anlage der modernen Städte, dir Losung sein sollte. Dte Nothwendigkeit der Wahl eines gesunden Bauplatzes hebt schon Bitow hervor, bann müssen die Baustoffe neben genügender Festigkeit auch entiprecheode Porosität haben. Dem neuen Bau muß genügende Zett-n« AuStrocknen gelaffen werden, in welcher Beziehung dte Bet- ltuer Vorschrift nachahmenSwerth erscheint, daß ein Neubau erst sechs Wochen nach Herstellung deS Rohbaue» verpatzt und sechs Monate nach Fertigstellung deS ersteren erst de-


