*♦ Die SuperiuteudenturSouferenj für Lberheffen findet, tote die „Darm ft. Ztg." meldet, am 6. August in Gießen statt. Die ursprünglich auf denselben Tag anberaumre Ber- lammlung der „Frankfurter Conferenz hessischer Geistlicher" (Frankfurt—Rosenau) ist aus diesem Grunde auf Montag, 12. August, verlegt worden.
Kirchencoacert. Die heute Dienstag Abend 8 Uhr in der Stadtkirche stattsindende Aufführung des Evan« gelischen Kirchengesangvereins wird diesmal ausschließlich protestantische Kirchenmusik zum Vortrag bringen. Gin vollständiges Bild der Entwickelung protestantischer Kirchenmusik wird da- Programm freilich nicht bieten. Dazu fehlen darin eine Reihe bedeutendster Namen, wie z. B. der von Heinrich Schütz. Immerhin ist darin jedes Jahrhundert, vom 16. bis zum 19., durch einen oder mehrere der bedeutendsten Meister vertreten. Aus dem 16. Jahrhundert sind e8: Johann Errard, der große Königsberger Meister (1553—1611), der in seinen „Festliedern" als einen der ersten den Schritt von der bloßen harmonischen Bearbeitung gegebener Melodieen zur Erfindung eigener Melodieen that, "nd, was für die Verständlichkeit besonders wichtig war, die Führung der Melodieen aus dem Tenor in den Discant Der« lögte, ferner Michael PrätoriuS, Bernhard Schröter, Hans Leo Haßler, laurer Meister, deren Weisen dem evangelischen Volk im Gottesdienst wohl vertraut find, die aber auch tm kunstvolleren Satz den protestantischen Geist, der die Töne oer Musik zu Auslegern deö Wortes macht, nicht verleugnen. Stehen diese alle auf der Wende des 16. und 17. Jahrhunderts, so ist dem 17, Jahrhundert nur der für Knabenchor bearbeitete Chorat; „Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren" entnommen. AuS dem 18. Jahrhundert fehlt selbstverständlich nicht der große Altmeister Johann Sebastian Bach, von dem eine Fuge für Orgel und ein Lied für Altsolo zu Gehör gebracht werden wird. Das 19. Jahrhundert ist dann wieder durch Moritz Hauptmann, Bernhard Klein und Felix Mendelssohn vertreten. Von Mendelssohn kommen zwei geistliche Lieder für gemischten Chor und Altsolo mit Orgelbegleitung zum Vortrag. Den Schluß macht eine sehr wirksame Motette von Moritz Hauptmann mit Begleitung von zwei Hörnern und drei Posaunen. Alles in Allem ist es ein recht reiches Programm, das ebensoviel den einfachen Gemeindegliederu, wie den Musikkennern Genuß verspricht.
♦♦ Kammermusik. Die feit drei Jahren eingeführten Quartettabende der Familie Kruse im Concerthaus Lahnstein sollen auch wieder in dieser Saison durch drei Eoncerte ergänzt werden. Die gegenwärtig hier weilenden söhne des Herrn Kruse, der königl. Kammermusiker Heinr. Kruse, sowie der Sologeiger und Eoncertmeister, welcher Der- gangenen Winter als solcher in München (Philharmonisches Orchester) thätig war,wurden durch Musikfreunde hierzu angeregt. ES ist einem musikliebenden Publikum hinreichend oerbürgt, f'afe nur Werke guter Componisten in bester Ausführung zu Gehör kommen. Herr Kammermusiker H. Kruse wird u. A. in einem dieser drei Eoncerte seine neueste Cornposition, eine Suite in acht Theilen, welche er mit großem Erfolg in Berlin, Quedlinburg, Cassel Dortrug, hier ebenfalls ^u Gehör bringen. Der Beginn der Eoncerte wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.
** Die Anschüh'schen Projektions-Vorträge, deren zweiter auch gestern Abend ein dankbares Publikum gesunden, werden morgen (Mittwoch) Abend in Steins Saalbau fortgesetzt. ES sei daher Jedermann der Besuch derselben hiermit nochmals empfohlen.
** Gewerbebank. In der gestern Abend im Saale des „CafL Leib" stattgehabten außerordentlichen GeneralDersamm- lung der Gewerbebank wurde als dritter Vorstandsbeamter Herr L. Walther, seither bei Bankier Grünewald, mit 224 Don 333 abgegebenen Stimmen gewählt.
** Uebersallen wurde am Sonntag Abend bei der Rückkehr Don einer Parthie nach Staufenberg ein mit Frauen und Kindern besetzter Sommerwagen des Radfahrvereins Wieseck auf der Hauptstraße Don Lollar Don drei Leuten, welche mit Steinen dem Kutscher mehrere Löcher in den Kops warfen, einen Zugstrang zerschnitten und den Kutscher, der sich so gut als möglich zur Wehre setzte, mit ihren Knütteln bearbeiteten. Aus das Geschrei der Frauen kam der in der Nähe wohnende Bahnwärter hinzu und nun erst konnten die Frauen aus dem Wagen. Als die Radfahrer, welche DorauSgefahren waren, zurückkamen und die Namen der Thäter feststellen wollten, wurden sie mit Knütteln, Mistgabeln und Karsten empfangen. Erst nachdem Herr Bürgermeister Geißler Don Lollar auf dem Platz erschien, konnten die Namen der Thäter festgestellt werden, eS sind sämmtlich junge Leute Don Lollar. Anzeige wurde sofort erstattet. Die in letzter Zeit mehrfach dort Dtrübten Rohheiten berechtigen zu der Annahme, daß man eS mit ein und denselben Burschen zu thun hat. Durch die ihnen hoffentlich zudictirte Strafe wird daS Publikum in Zukunft wohl Don ferneren Belästigungen Derschont bleiben und ruhig feiner Wege gehen können.
•♦P.A. 25jährige ErinnernngSfeier an 1870, zugleich Ver- baudksest der Kriegerkameradschast „Hasfia" zu Darmstadt. Das Präsidium der „Hassia" theilt uns mit, daß die Listen für da- Festmahl der Veteranen nunmehr geschlossen sind. "Nachträgliche Anmeldungen können nicht mehr angenommen werden. Wir machen nochmals daraus ausmerksam, daß der Betrag für die Karten zum Festmahl der Veteranen bis zum 5. August eingezahlt fein muß, und daß diejenigen Karten, welche von den Veremen nicht behalten werden, weil die betreffenden Mit« glieder inzwischen krank geworden, Derftorbcn ober auS anderen Gründen am Erscheinen verhindert sind, bis späte« stenS zu dem genannten Termine nach Darmstadt zurück rufend en sind.
•• Fahrpreisermäßigung. Die königl. Eisenbahndirection Köln macht bekannt, daß allen ehemaligen Angehörigen deutscher Truppen, welche an den militärischen Siege«, feiern in den Monaten August und September theilnehmen
wollen, die Fahrt in Wagen 3. Klaffe aller Züge gegen Lösung von Militärsahrtarten gestattet wird.
»• Patent - Ertheiluugeu. Füllofen mit Einrichtung zur Zuführung von Secundärluft zu den Rauchgasen, H. BuderuS, Hirzenhain, vom 6.7.94 ab. — Pumpe mit zwei gegeneinander schwingenden Kolben, H. BuderuS, Hirzenhain, vom 1. 2. 95 ab.
4- Oppenrod, 29. Juli. In der Nacht vorn Samstag auf Sonntag verschwand einem hiesigen Einwohner die Ziege auS seinem Stalle. Wegen der Annahme, daß daS Thier gestohlen und geschlachtet sei, stellte man Haussuchungen nach dem Fleische an. Bei dieser Gelegenheit fand man bei einem anderen Manne Fleischtheile von einem Kalbe, welches der- selbe am Samstag Abend auf dem eingefriedigten Wasen- platze zu Reiskirchen, wo es erst kurz vorher eingescharrt worden war, auSscharrte und heimschleppte. ES sollte für seinen Hund sein. — DaS Fleisch der Ziege wurde am Sonntag zufällig auf einem Fruchtacker im Felde gefunden. Vom Thäter fehlt noch jede Spur.
W. Aus der Wetterau, 29. Juli. Der schlaue Pflanzendieb, Don dem Ihre Zeitung kürzlich berichtete, erinnert den Schreiber dieser Zeilen an ein köstliches Stücklein, dessen AuSgang um deswillen so hübsch ist, weil der Dieb in einzigartiger Weise erwischt, bestraft und Don seinen Stipitzereien für alle Zeiten curtrt worden ist — und zwar folgender« maßen: Herr Dr. X hatte außerhalb seines Wohnortes A einen Garten, in welchem er sein Lieblingsgemüse Blumen« kohl in sehr schönen Exemplaren zu ziehen oermochte. Mehrere Jahre wurden ihm die schönsten Häupter gestohlen, ohne daß er deS Diebes habhaft werden konnte, er hatte Verdacht auf einen in der Nähe des Gartens wohnenden Schneider, der auch im Punkte von Stoffresten bei Anfertigung Don Kleidungsstücken schon manchmal das Mißfallen des DoctorS erregt hatte. In beiden Fällen konnte der Schlaukopf aber niemals erwischt werden, bis der Krug im Dorigen Herbste doch — zerbrach. Der Doctor ließ nämlich den prächtigsten Blumenkohlkopf stehen, übergoß ihn mehrmals mit einer starken Lösung Don Brechweinstein und nahm die weniger schönen Häupter mit nach Hause. Eines Morgens war der Prachtkohlkopf richtig verschwunden und nun spitzte der schlaue Doctor die Ohren. Zwei Tage später kommt die Frau des Schneiders gestürzt und rief den Doctor zu ihrem kranken Manne, der an heftigem Erbrechen litt. Schmunzelnd ging der Doctor zu dem Patienten und hatte sich bald davon überzeugt, daß der Schneider, der die guten Sachen gewöhnlich allein verzehrte, ohne daß er seiner Familie einen Bissen davon gönnte, den Blumenkohlkopf fast ganz aufgezehrt hatte. „Ihr seid vergiftet und müßt sterben", sprach der Doctor, „was habt Ihr heute gegeffen ?" Der Angstschweiß trat dem Blumenkohlstipitzer aus die Stirne, er krümmte sich wie ein Wurm und gestand, daß er dem Doctor den Blumen« kohlkopf geholt und fast ganz aufgezehrt hatte. „Das sind böse Geschichten" sprach der Arzt, „ich mache mit dem Blumenkohl seit einigen Jahren Experimente in Bezug aus Cholera« bacillen. Ich will sehen, ob ich Euch diese ans dem Leibe treiben kann, wenn nicht, giebt eS ein schlechtes Ende." Nach diesen Worten schrieb der Doctor ein Rezept, tn welchem Ricinusöl verordnet wurde. Der Schneider nahm die Arznei, und die Wirkung kann sich jeder freundliche Leser leicht denken. Der Patient wurde wieder gesund, aber er schnurrte zusammen wie eine Hopfenstange. Seitdem soll er einen heimlichen Schwur darauf gelegt haben, daß er niemals mehr den Garten des Doctors betreten würde. Vor Blumenkohl hat er aber einen solchen Abscheu bekommen, daß er davon läuft, wenn er welchen riecht.
• Vilbel, 27. Juli. Herr Liqueursabrikant M ü h l s ch w e i n wurde zum Bürgermeister gewählt.
Griesheim, 26. Juli. Während der Schießübungen der Württ. Feld-Art. Brigade schwebten gestern Morgen um 9 Uhr die Bewohner der Sterngasse und der oberen Pfungstädterstraße in größter Gefahr, indem zwei Granaten in unmittelbarer Nähe des Ortes niedergingen und explodirten. Die Sprengstücke flogen bis in die Gärten, in die Be« Hausungen und aus die Straßen und ist es als ein wahres Wunder zu bezeichnen, daß von Personen, die auf dem Felde in unmittelbarer Nähe der Explosionsstellen und in den Gärten beschäftigt waren, Niemand verletzt wurde. Alles stob in wilder Flucht aus dem arg gefährdeten Terrain und suchte Schutz innerhalb des Ons. Die beiden Soldaten, die als Sicherheitsposten am Ausgange de« Orts am Pfungstädter Weg standen, retirirten schnell hinter einen Steinhaufen, als sie da« unheimliche Zischen der ersten herannahenden Geschoffe vernahmen. Wie groß die Gefahr für die Bewohner der Sterngaffe war, erhellt am Besten daraus, daß Sprengstücke sogar in der Hahlgartenstraße niebergingen, wo im Augenblick gerabe mehrere Kinber auf ber Straße spielten. Ein Granatsplitter flog bis in den Garten de« Jacob Schupp VI. daselbst. Zwei schwere Sprengstücke gingen auch in der Hosraithe der Jacob Feuer- bad) II. Wtwe. in der Psungstädterstraße nieder, deren verstorbener Mann bekanntlich vor Jahren bei der Granat- Explosion im Schaas'schen Hause ein Bein verloren hatte. Ein Sprengstück durchschlug daS Scheuerdach und ging ins Heu, baß anbere schlug im Hof, dicht vor der Waschbütte ein, an ber im Augenblick zuvor die Frau noch gearbeitet hatte. Ein anbereß Sprengstück flog in ben Garten ber baneben wohnenden Phil. Huck II. Wtwe. und ein weiteres in die Hofraithe beß Val. Ritter III., wo eß das Dachwerk beß Schweinestallcß beschäbigte. In der Sterngaffe schlug ein Granatstück in die Behausung der Jacob Rühl III. Wtw. und riß ein so großes Loch in das Dachwerk, daß ein Mann bequem hindurch schlüpfen kann, das Sprengstück wurde später im Innern beß Hauseß gefunben. Der im Garten beschäftigten Frau des P. Lanbau II. flogen mehrere Granatsplitter um ben Kopf, bte Frau schwebte in größter Lebensgefahr,- beßgleidjen bie erwachsene Tochter ber NicolauS Sirnrnermacher II. Wlwe., der ein Granatzünber dicht am
Kopse vorbeifuhr, ber in einen Holzstoß im Hofe einschlug Unzählige Sprengstücke unb Bleikugeln, deren Flugbahn fi^ an ben Häusern und Umzäunungen brach, wurden auf der Straße aufgefunden. Die Schuld an diesem Dorkommmß, dem leicht eine ganze Anzahl von Menschenleben hatte zu«, Opfer fallen können, soll einen Reservelientenant trefft^ ber die Geschütze falsch richten ließ. Auch die Beobachtung Mannschaften in bem Sicherheitßstanb Nr. 5 befanden sich , großer Gefahr und verließen schleunigst ihren gefährdete, Platz, da auch bei ihnen Geschoffe einschlugen. Von Vorfall wurde von der Gemeindebehörde sofort Anzei^ erstattet. N. Gr. AzgrM
A Mainz, 29. Juli. Seine Königliche Hoheit dr Großherzog weilte heute Morgen incognito in hiesig Stadt. Derselbe machte in verschiedenen Geschäften ©intauft J und nahm bann eine Besichtigung der theilweise umgeünbertt, Jnnenräume beß Großh. Palais statt. Wie verlautet, roiri der Großherzog demnächst einen längeren Aufenthalt hin nehmen. — Auf ber Durchreise nach München passirte Heun Morgen von Köln kommend ber Großherzog Den Luxemburg bie hiesige Stabt. — Trotzdem die Neubauiev hier wie Pilze aus ber Erde schießen und Hunderte ben großen Wohnungen leer stehen, herrscht hier ein empfindlicher Mangel an kleinen Wohnungen, wie solche Arbeiter, Handwerker unb kleine Beamte benöthigen. Um biete® Mangel abzuhelfen, hat sich nun hier ein Comite gebildet, das sich ben Bau kleiner Wohnungen zum Ziel gesteckt bat An ber Spitze des Cornitv« steht ein Regierungsbaumeister unb ein hiesiger Rechtsanwalt. — Unter ben Pferden Itl hier garnisonirenden Feld Artillerie-Regiments Nr. 27 greffin augenblicklich eine eigenthümliche Seuche, die bereit« zahlreiche Opfer unter ben Pferben gefordert hat. Die Krank- feit beginnt mit heftigem Fieber, zu welchem Kolik tritt und alsdann in wenigen Stunden die Verendung der Thien herbeiführt.
Dermifc^tc»,
* Limburg, 27. Juli. In Dergangener Nacht tobte hier ein orkanartiger Sturm, der auf der Elzer Chaussee an der Grenze eines Feldstücke de« Wirthes Bremser von Staffel eine Stange der elektrischen Leitung umriß. Heute Morgen war Bremser mit feinem Knecht auf dem Grundstück beschäftigt. Als sie am Mittag sich nach Hause begeben wollten, berührten sie die noch herabhängenden Drähte bti elektrischen Leitung. Der Schlag, den sie hierbei erhielten, war so stark, daß Beide sofort als Leichen hinfielen. An der Unsallftelle war Seitens ber Verwaltung beß Electricität«. Werkes eine große Warnungstafel angebracht.
* Ems, 29. Juli. Der Orientalist Professor Josef Derenbourg aus Paris ist hier gestorben.
* Elberfeld, 29. Juli. Im Keller beß Hotelß „Alte Poft", der einer Droguenhandlung gehört, fand eine Benzin- Explosion statt. Ein Mann wurde getöbtet, einer lebens- gefährlich verletzt) das Hotel ist arg verwüstet.
* Pecha», 28. Juli. Durch einen Blitzschlag wuAt» 1 der „Magd. Ztg." zufolge im Gehöfte beß Oberholzhauer« I ® r an b t besten lljähriges Töchterchen, sowie der 19jährtge I Zimmergeselle Fritz Hesse, ber bei seinen Eltern in bem Hause wohnt, getöbtet.
* Graudeuz, 29. Juli. Ein fahnenflüchtiger Unter- ossizier vom 141. Infanterie-Regiment erschoß sich mit einem Revolver im Neuenburger Walde. — Der Hilf;- Landbriefträger Treichel erlitt auf feinem Bestellgange einen Hitzsch lag und starb in Folge besten. Frkf. Ztg.
* Hamburg, 29. Juli. An ber Versicherung ber Lagerund Fabrikgebäude, bie durch baß Feuer auf dem ®teintoärber in Mitleibenschaft gezogen wurden, find folgende Feuerversicherung S g e fe 11 s ch a ften mit stehenden Beträgen (jn tausend Mark) beteiligt: Westdeutsche mit 300, Gladbacher 200, Aachen unb Münchener 200, Norbbeutsche 200, Heloeua 200, Schlesische 150, Colonia 150, Assicurazioni generali 100, Berlinische 100, Sun 100, Preußische National 80, Sübdeutsche 80, Bayerische 80, Hanseatische 80, Deutscher Phönix 74, Rheinlanb 60, Transatlantische 60, Vaterländische 50, Deutsche 50, Skane 45, Patriotische 8, zusammen 2 367 000 Mk., wovon etwa 40 pCt. Schaben geschätzt werden. Frks. Zlg.
* Hamburg, 29. Juli. Zur Bewältigung des Brande« auf dem Steinw ärder find 10 Dampfspritzen und eine Landbampfsprttze mit 31 Röhren thätig gewesen. 9? ie beige b r an nt sind bie Fabrikabtheilungeu 20 a unb 20b, wi bieGenövresabrikation ftattfinbet unb bieAbtheilung20t, wo 50000 Sack Zucker unb 20000 Fässer Mais, sowik Ebenholz lagerten. Daß große Spritlager auf der andere» Seite ber Straße, welche« durch einen Canal mit ber Genövrefabrik tn Verbindung steht, war sehr gefährdet, fr aus bem Canal brennender Genöore floß. Durch die Dampf' spritzen gelang eß aber, dieses Spritlager zu retten; ebenli wurde ber nördlich gelegene Gontorraum unb die dahintS liegenden Lagerräume mit 120 000 Sack Zucker gerettet Der Wächter Hamann wurde schwer verletzt. Ma» vermuthet, daß dieser auf einem Rundgange die Lampt fallen ließ, wodurch da« Feuer entstanden sei.
* Au8 der Kaserne. „Waß kauen Sie denn so aus den beiden Backen, Wänster?" — „Nur Commißbrod, Herr Unteroffizier!" — „Hm — ich hatte Sie in Verdacht, boB Sie Ihrem Gaul das Heu wegnaschen!"
Amtliche Prüfung der Lichtstarke des Leuchtgases- Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Ga«- verbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Parasfinkerzen.
Monat Juli 1895: 13»/. Kerzen.
Buchner.
— - ■ — ——SS
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemefien am 30. Juli, zwtfcherMI und 12Ubr Mittags- Wasser 18>/,°, Luft 16° im Schatten.
Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. 1
eilig«1.®4?
.ot Mbr-E ? Saldi«"«'. ÄS M W™ *
•M
50
rrlSrneraioe
Hfar übertragen- Ma.__
bt WM
jüi Acti
Saanr Kassenbest' Warenbestand Ausstände Mobilien
Mitgli Zugan< Ausgef Mitglie Herbert, Tireclor Ver-in Die Aufführung relzeichneten Arbeit' -er für das Rechn! ingtWtntn erW Würgerfleigt in verfc teilen
Dienstag, 20. 2
Vormittags
-stMch bei m o<
timlid):
A. Maur Versetzen von Bor auf bementbc Werfen von Ban, auf §ies
1 Krfeßen von Ste
Sinkkasten
--km'etzen einer Brn ftrinmauei
B. Pflaster alten M ,p M Steinttansi 1 uwvstakerunzen
, J • Asphalts
2 cm Aart emtellungionSuj 3 cm tat
Mein "'«Wtl [kg »unnnunten bei u
£'14- Nb
in UM »en 26 N Stab
i Ntitag,
•SÄ
' r- Ru&Dtt, , Ht S 7S Äjä** «.N-re« Ä«


