Ausgabe 
31.3.1895 Drittes Blatt
 
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wirtschaft habe schon größere Krise», z. B. I* den Jahre» 1840 biS 1847, durchgemacht »ad habe sich immer wieder eu8 eigener Kraft emporgearbeitet. Die Klagen der Land« »irthschaft seien international, die Lage aber bei unS nicht so schlimm wie tu anderen Lindern. Am wenigsten habe die hessische Landwirthschast Grund, sich den Forderungen der Grasten anzuschließen, die hessische Landwirthschast habe sich bedeutend gehoben, Dank der Fürsorge der Regierung, deS landwirthschastlicheu Vereins- und Genossenschaftswesens, durch diese sei für die Landwirthschast besser gesorgt, als mit dem Antrag'Kanitz. Preußens Junker hätten nur das Ziel, auf Kosten der Allgemeinheit ihre Taschen zu füllen, diesen Bestrebungen sollten sich die hessischen Landwirthe mit ihrem vorwiegend kleinen und mittleren Besitz nicht anschliesten. All die Mißstände in unserem socialen und politischen Leben be. trachtet, sei die Lage der freisinnigen Partei den gegen­wärtigen Zuständen gegenüber eine schlimme, die Partei sei in'S Hintertreffen gerathen, dies könne dieselbe aber nicht ab­halten, mit aller Kraft für die Jntereffen der Allgemeinheit einzutreten, jeder Einzelne solle seine Schuldigkeit thun, der gegenwärtige Kampf könne und dürfe nur endigen mit dem Siege des Volkes. (Bravo.) In der nun fol- genden Diskussion ergriff Herr Sch lenke das Wort, um in eingehender und sachlicher Weise den gegen den Bund der Landwirthe und seine in dem Antrag Kanitz zum Ausdruck gebrachten Bestrebungen erhobenen Vorwurf zu widerlegen,- er suchte unters theilweiser Anfechtung der vom Vorredner mitgetheilten Ziffern der Lage der Land- wirthschaft eingehend zu schildern, wteS auf die schlechten Ernteergebniffe von 1892 und 1893, auf die erdrückende Eoncurrenz der argentinischen Einfuhr, die Zahl der in der Landwirthschast im Berhältniß zur Industrie Beschäftigten, die drohende Arbeitslosigkeit in der laudwirthschaftlkchen Be­völkerung bei Andauer der Nothlage und besonders auf die als irrig zu bezeichnende Annahme hin, daß der hessische Bauer unter 20 Morgen kein Getreide verkaufen könne - wenn die Landwirthschast höhere Erträge habe, so basirten solche auf großen Anstrengungen in Bezug auf Düngung, V-ehfütterung u. s. w. Weiter wendete sich Redner gegen die in der Margarine-, Branntwein- und Zuckersteuerfrage er­hobenen Vorwürfe, unterzog die vom Vorredner erwähnten landwirthschastlicheu Verhältniffe Frankreichs und Deutschlands einem Vergleich und wiederholte die Versicherung, daß die Landwirthschast bei der heutigen Getreideeinfuhr nicht existiren könne, daß ferner mit der Landwirthschast auch die Industrie leide. Nach der folgenden Erörterung des Herrn Thorwart über die Schlenke'jchen Ausführungen kam es zwischen den Herren Rechtsanwalt Grünewald und Sch lenke zu einer Auseinandersetzung über die Verhandlungen der letzten Grün- berger Parteiversammlung, über welche wir aber, da sie in den eigentlichen Rahmen deS gestrigen Abends nicht einzu- fchließen ist, auch der Raum in unserem heutigen Blatte ein zu beschränkter ist, nicht berichten können. Zum Antrag Kanitz selbst bemerkte Herr Grünewald, daß die freisinnige Partei die Nothlage der Landwirlhschaft wohl anerkenne und auch bemüht sei, deren Lage zu verbeffern, aber dabet müffe daS Wohl der Allgemeinheit im Auge behalten werden, durch den Antrag Kanitz würde den landwirthschaftlichen Arbeitern »ehr geschadet wie genützt, eS fei neu, daß die Agrarier den Arbeitern helfen wollten, wo gerade sie sich gegen Frei­zügigkeit, EoalitionSfreiheit u. f. w. wendeten. Herr Sch lenke bemerkt hiergegen, daß unter den Agrariern sich Leute aller politischen Richtungen, auch der freisinnigen, be­fänden, er verweise hierbei nur auf die früheren freisinnigen Wähler im diesseitigen Wahlkreise, die in den landwirth- fchaftlichen Versammlungen für den Antrag Kanitz gestimmt. Herr Dr. Gutsletsch verbreitete sich hierauf über die Folgen und Consequenzen deS Kanitz'schen Antrags, sowie gegen die zu Gunsten desselben bisher entfalteten, vom Stand­punkte des wahren Volksfreundes verwerfliche Agitation. Wenn der Staat etngreifen solle zu Gunsten Einzelner, so gäbe eS keinen Unterschied zwischen dem Antrag Kanitz und den socialdemokratischen Forderungen, unter dem gegenwärtigen Nothstande litten alle Berufszweige, nicht nur die Landwirthe. Die deutsche Nation würde untergehen, wenn die Grund­bedingung alles Schaffens und Strebens, der Glaube an die eigne Kraft des Einzelnen schwinde; das was die freisinnige Partei an der Socialdemokratie bekämpft habe, das forderten nun die Parteien, die sich als staatserhaltend bezeichneten- eS habe nie einen unglücklicheren Antrag gegeben, als den Antrag Kanitz, er werde, auch wenn er abgelehnt werde, schweres Elend im Gefolge haben. Die Versammlung wurde hierauf vom Vorsitzenden, Herrn RechtSanwalt Metz, mit dem Ausdruck der Hoffnung geschloffen, daß Herr Thor- wart (nebenbei bemerkt ein geborener Gießener) bald einmal über die Währungsfrage sprechen werde und dann der Verein wieder Gäste begrüßen und gegnerische Ansichten hören könne - waS die freisinnige Partei erstrebe, sei daS Wohl de- Vater­landes, und mit einem Hoch auf dasselbe schloß die Ver­sammlung.

H. Reue» Theater. Die angekündigte Vorstellung von GrillparzersMedea" konnte gestern Abend nicht stattfinden, da wie der rothe Anschlagzettel verkündete Frau Lange-PraetoriuS plötzlich abgereift war. Statt deffen wurde ,t)ie Kinder der E^cellenz" gegeben. Wir müffen gestehen, baß wir über den Tausch gar nicht böse waren, denn mit einem Lustspielpersonal eine Tragödie im Stile der,Medea" «»szuführen, bleibt auch dann noch eine gewagte Sache, wenn die Aufführung nur den Zweck hat, einen hervor­ragenden Gast in einer bedeutenden Rolle zu zeigen. So »der kamen wir zum Schluffe der diesjährigen Spielzeit »och einmal zu einer Vorstellung, die für die hier vertretenen Fächer angemessene Rollen bot. Sämmtliche miiwirkenden Künstler zeigten denn auch zum letztenmal, daß der ihnen ta Laufe deS Winters gespendete Beifall wohlverdient war. Wir dürfen ihnen hente danke» für manche genußreiche Stunde, die sie »uS verschafft habe» »»d der Hoffnung Aus­

druck geben, manchen von ihnen im nächsten Winter wieder ! auf unserer Bühne begrüßen zu können. Fretllch, sehr ver- f lockend mag in Anbetracht deS Besuches der Vorstellungen ein Wiederauftreteu in Gießen nicht erscheinen- aber vielleicht ist biS dahin in unseren z. Z. unhaltbaren Theaterverhält- niffen ein Wandel zum Besseren geschaffen worden, ein Wunsch, den wir heute ganz besonders betonen wollen.

Rettung Schiffbrüchiger. Von dem Vertreter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger Herrn Jean Kirch geht un» nachstehendes Verzetchniß der zur Senntniß deS Vorstandes gelangten Seeunfälle an den deutschen Küsten im Jahre 1894 zu, welches zugleich eine Uebersicht über die Thätigkeit der Rettungsstationen der Gesellschaft gibt. JnSgesammt find hiernach 38 Schiffe mit einer Besatzung von 236 Personen verunglückt, von denen 220 gerettet und nachweislich 16 umS Leben gekommen find. Die Rettung erfolgte:

bei 27 Personen durch Selbsthilfe,

,62 Hilfe Seitens anderer Schiffe,

, 22 ., vom Lande,

y 109 RettungSgeräthe.

Von diesen wurden 102 Personen durch RettungS- boote, 7 Personen durch Raketenapparate ge­rettet. 21 Rettungsstationen traten 30 Mal in Thätigkeit, darunter 21 Mal mit Erfolg. Unter den verunglückten Schiffen befanden sich 28 deutsche, 5 holländische, 2 englische, 1 dänische-, 1 norwegisches und 1 russisches Schiff. Seit Begründung der Gesellschaft sind bis zum 1. Januar 1895 durch deutsche Rettungsstationen 2181 Personen gerettet worden.

♦♦ Bom Revolver znm Bügeleisen. Kam da kürzlich ein alter Herr vom Lande mit dem Erlös seines verkauften Gutes in hiesige Stadt, um feinen Lebensabend bei Anverwandten zu beschließen - aber eS kam anders. DeS Haders und der Unannehmlichkeiten bei seinen Verwandten Überdrüssig (eS waren mehrere Familien, von denen jede den Alten wegen seines Geldes gern gehabt), kommt unser biederer Landmann eines Abends in aufgeregtem und derangirtem Zustande in ein hiesiges Gasthaus, um daselbst zu übernachten. Der Wirth, welcher inzwischen wahrgenommen, daß der Gast sich einen Revolver gekauft und die Absicht hatte, sich Nachts im Gasthause zu erschießen, nimmt den Selbstmordcandidaten bei Seite und macht ihm verständlich, daß er so etwas in seinem Hause nicht dulde und stellte ihm anheim, entweder den Revolver abzuliefern oder daS HauS zu verlaffen, worauf er den Revolver an den Wirth abgab. Nachdem sich bei dem Lebensmüden über Nacht die Aufregung gelegt, wurde ihm der Revolver wieder behändigt, jedoch mit dem guten Rath, das gefährliche Ding bei dem Kaufmanne gegen ein nützlicheres HauSgeräth umzutauschen, was denn der Mann auch that und dafür ein Bügeleisen eintauschte. DaS Stadt­leben war der Alte nunmehr überdrüssig, tr soll wieder nach seiner Heimath abgereist sein.

f Sich. 29. März Der hiesige zweite Stift-geistliche, Herr Sicentiat Cremer, hat einen Ruf als Professor an die Universität Marburg erhalten.

A Au« dem Ohmthal, 29. März. Die bekannte Witte- rungsregel: Märzenstaub bringt GraS und Laub, läßt sich bet dem nun zu Ende gehenden Monat März nicht anwenden. ES hat keinen Märzstaub gegeben, wohl aber ein FrühlingS- gewitter, das in der Nacht auf den gestrigen bemerkt wurde, wobei eS mehrmals hell blitzte und vernehmlich donnerte. Gewitterartige Regengüsse folgten in dieser Nacht fast ununterbrochen und am gestrigen Vormittag ging ein wolkenbruchartiger Regen nieder. Waren Gräben und Bäche schon stark angeschwollen, so traten sie jetzt Über ihre Ufer, dazu rollten gewaltige Wassermassen von allen Seiten herzu. In den Ortschaften schlug das Wasser über die Straßen und drang in die Hofraithen ein. Bald füllte sich daS ganze Ohmthal mit schmutziggelben Wassermassen, einem See gleichend. Heute zogen wiederum Gewitter vorüber, Blitze wurden zwar nicht bemerkt, aber starkes Donnern war hörbar. Wenn die Regel: Märzenregen bringt keinen Segen Anspruch auf Bewahrheitung hat, dann würde die Aussicht auf einen guten Jahrgang nichts weniger als günstig, allein das sprossende Grün auf den Wiesen läßt etwas Besseres erhoffen.

A Maivz. 29. März. Hochwasser. Bon Tag zu Tag wird die Situation bedenklicher, indem der Rhein und seine Nebenflüsse unaufhörlich steigen und die Ueberschwemmungen am ganzen Flußgebiet des Rheins beängstigende Dimensionen annehmen. Der hiesige Quai ist vollständig unter Wasser und auf der ßafteler Seite bilden vom Gustav-burger Hafen abwärts Rhein und Main einen gewaltigen See, au- dem die Brückenköpfe und Festungswerke gleich Inseln hervor- treten. Dazu lauten die Nachrichten von oberhalb sehr ernst, indem nach den heute hier eingetroffenen amtlichen Nachrichten der Main und der Oberrhein noch immer stark anwachsen und nur bei dem Neckar Stillstand eingetreten ist. Hier steigt der Rhein stündlich einen Zentimeter und hat gegen- toärtig eine Höhe von 4,30 Mtr. Bei den fortgesetzten Niederschlägen heute Mittag zogen mehrere mit heftigen Donnerschlägen begleitete Gewitter über die hiesige Gegend ist ein Wendung zum Bessern vorerst kaum zu erwarten und Ist im Gegentheil noch eine Verschärfung der Kalamität zu befürchten. Die Schifffahrt kämpft mit großen Schwierig­keiten und wird nur noch in sehr beschränktem Maße aufrecht erhalten. Viele Rhein- und Mainorte stehen bereits ganz unter Wasser- hier ist die Stadt selbst noch vollständig wasserfrei.

Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Lenchtgases.

BorschristSmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gas verbrauch 13 biS 15 deutsche vereinS-Paraffiukerzen.

Monat März 1895 : 13e/4 Kerzen.

Buchner.

Perfcbr,aub* unb Velf#wirtbjcbafL

irtra, 30. Mär, Marktbericht- Aul Km heutige« BoScamartt kostete: Sutter pr X 0,80- 0,90, Hühnere er per Stück 56 4, Enteneier pr- St. 6 4, Gänseeier pr. 64* 1011 4, »äse pr. St. 5-8 4, kttemrtje or. et- 8 4, irbtai pr- dttcr 18 4, Linsen or. Liter 30 A. tauben pr. öaar X 1.00 biß 1,20, Hühner pr. Stück * 1.30 btl 1 50, Hohne-- pr. Stück -m 1.502,00, Enten pr. 6t. X 1,80-2,20, Ochs «fleisch pr. Plv. 7478 4. Äu>n Rindfleisch pr. Vid. 66-70 4, Schwein-fleisch pr. W 64-72 4, Kolb fletsch pr. Vst. 60-66 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00-7,00 X, Wetstttm.« pr Stück Zwiebeln pr. Eemuer 6,000,00 X. Milch

pr Liter 1620 4

Auszug OM> den 5tan0<samt»rcdift<rB kt euotUfcau

Mär,: 12. Heinrich Ernst Muth, Bäckermeister dahier, mit Maria Horst |u Stein-Eichen 23. «lote Johannes Spengler, temt- mann dahier, mit Matte Luise Tauernheim hterseldst. 25. Emü Anton Hertrtch, Schreiner zu Garbenteich, mit Marie Happel daselbst. 25. Heinrich Stühler, Lackirer dahier, mit Wilhelmine Äatbartac Elisabeth Rieh hier selbst. 26. Heinrich Herzberger, Fabrikarbeiter |e Harbach, mit Matte Katharine Schäfer zu Annerod. 26. Heimich Margolf UI., Steinhauer zu Geil-Hausen, mit Katharine Schneid« von Erda. 28. Dr. Bruno .Wilhelm Sauer, Pitoatdoceni dahier, mit Caroline Wilhelmine Amalie Engels zu Bonn.

OMtotrtu.

März: 16. Dem Station sgehülfen Paul Neumann eine Tochter. 20. Dem Stalions »Spirant Gonrab Seitz ein Sohn, Ernst Jakob Eckhard. 21. Dem Hetzer Wilhelm Schneider IV. eine Tochter, Margarethe. 21. Dem Fuhrmann Konrad Mau« ein Sohn, Heinrich. 22. Dem Schuhmacher Adam Christian Hattmann ein Sohn, Katt LoulS. 22. Dem Wirth Andrea» Sorgensrei eine Tochter, Louise Helene Emma Elsa Martha. 23. Dem Station».Assistenten ©eor» Frank eine Tochter, jtaroline Elisabeth. 24. Dem Schnttder Jost Michel ein Sohn, Heinttch Wilhelm. 24. Dem Metzgermeifter Hermann Euler eine Tochter, Agne- Johanna. 25. Dem Kaufmann Gustav Ruppel ein Sohn. 25. Dem Spengtermetster Theodor Walbfchmtdi ein Sohn, Emil Httnrtch. 25. Dem Kaufmann Juli»« Schulhof ein Sohn, Gurt Leopold. 27. Dem Bergmann Ludwig Äreufiel ein Sohn, Karl. 29. Dem Locomotivheizer Friedrich Kreiling eine Tochter.

dest orHtie

März: 22. Julie Lari«, g:b. Becker, 43 Jahre alt, Ehefrau van Forstassessor a. D. Eugen Laris dahier. 22. Landwirth Adam Ja^ä Gottfried (Soft, 21 Jahre alt, von Petterweil, Musketier im 2 Großh. Hess. Jnf.-Rgi. (Kaiser Wilhelm) Nr. 116. 22. Elisa Bellos, 2 Monate alt, Tochter von Wiefenwärier Welheim Bellos III. dahier. 23. Wilhelm Wenzel, 12 Jahre alt, Sohn von Lehrer i. P. Philipp Karl Wenzel dahier. 23. Anna Berg, 21 Jahre alt, Tochter des verstörten« Bahnarbeiier» Heinrich Berg dahier. 23. Franziska Juliane Hoff- mann, geb. Habicht, 79 Jahre alt, Ehefrau von HofgerichtSrath L V Karl Hoffmann dahier- 24. Friedrich Karl Plattner, !/< Jahr alt, Sohn von Schreiner Carl Josef Plattner dahier. 25. Katharine Mandler, 18 Tage alt, Tochter von Taglöhner Karl Mandler dahrer. 25. Marie Rinn, 75 Jahre alt, ledig, Näherin dahier. 25. Friedrich Jung, 31 Jahre alt, Hüttenarbeiter von Hochelheim. 26. Anna Maria Formhals, geb. Waldschmidt, 65 Jahre alt, Wittwe von Mafchinenputzer Heinrich Formhal« dahier. 26. Karl Heinrich Kirchner, 48 Jahre alt, Wachtmeister der 3. Eßcadron Drag. Regis. Nr. 8 zu Bernstadt. 27. Friedrich Karl Haggenmüller, 1 Monat all, Sohn von Lehrer Hugutt Haggenmüller dahier. Yl. Ernt Maa Fadian, 19 Jahre alt, Färber von Laustgk. 27. Katharine Räuber, 50 Jahre alt, ledig, Näherin dahier. 28. Heinrich Gustav Scharmann, l»/4 Jahr alt, Sodn von Postillon Heinrich Scharmann dadier.

Auszug au« denKirchenbüchern

der Stadt «Sieben.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

M arkuSgemeinde.

Den 23. März. Johannes Eufebtu« Kumpf, Bäcker in Siehe», und Mathilde Mau«, Tochter deS verstorbenen Weihbinder« Jacob MauS.

«tauft«.

MatthLuSgemeinde.

Den 24. März. Dem Korbmacher Ludwig Zecher ehe Sohn, Willy Äail, geboren den 23. Februar.

Denselben. Dem Locomotioheizer Gustav Junker eine Tächter, Henny Betty Margarethe Lucy, geboren den 10 Januar.

Den 27. März. Ein uneh-licher Sohn, Karl Ehriftian Wilhelm Julius, geboren den 18. December 1894.

MarkuSgerneinde.

Den 24. März. Dem Laderneister Adolf Becker eine Tochter, Luise Emllie Katharine, geboren den 15. December.

Denselben Dem Müller August Ehriftian Roth eine Tochter, Elise Anna Elisabeih Luise, geboren den 1. Februar.

Lu ka ögemeind e.

Den 24. März. Dem Heizer Karl Schäfer eine Tochter, Anna Johanna Antonte, geboren den 18. Januar

Den 25. März Eine Tochter de- verstorbenen Braver« Michatt Thttler, JohanneNe Marte Lutse Phtltppine, geboren den 12. Mär».

Den 26. März. Dem Gastwtrlh Ludwig Spuck ein Sohn, Ludwig Ernst, geboren den 24. Februar.

Johannesgemetnde.

Den 24. März. Dem Taglöhner Heinrich Oswald ein Sohn, Heinrich Julius, geboren den 25. Februar.

Desselben. Dem Metzzermeifter Gusta» Sack rin Sohn, Gustav Adols, geboren den 12. Januar.

Milttärgemetnde.

Den 24. März. Dem Feldwebel Reinhard Faur4 eine Tochter, Marianne Gertrud Elisabeth, geboren den 24. Januar.

SeardigU.

MatthLuSgemeinde.

Den 25. Mär». Anna Berg, Tochter de« verstorbenen vah» arbellerS Heinrich Berg, alt 21 Jahre, gestorben den 23. März.

MarkuSgerneinde.

Den 27. Mar». Marie Rinn, lebig, 74 Jahre alt, starb den 25. März.

' Den 28. März. Anna Marte Formhal«, «titwe bei oa- storbenen Mafchtnenputzer« Heinrich Formhal«, 65 Jahre alt, starb de» 26. März.

LukaSgem etnde

Den 25. März. Julie Lari«, geb. Becker, Ehefrau bei RedatteurÄ Eugen Lari», 43 Jahre all, starb den 22. Mär».

JohanneSgemeinde.

Den 25. Mär». Wrlhelm Wen»el, Gymnafiast, Sohn bei Lehrer« L P. Earl Wenzel, all 12 Jahre, starb den 23. Mär».

Den 26 Marz. Franzttka Juliane Hoffmann, Eheftau be« HofgerichlSralh« t. P. Earl Hoffmann, alt 79 Jahre, starb den 23. War». .

Den 29. MSr». Katharine Räuber, Nähterin, ledig, alt 50 Jahre.

starb den 27. Mär».______________________________________________

Zur gcfl Beachtung

für diejenige» Leser unsere« Blaues, welche Liirsch«er- Lexicoo noch fest bestellt haben, daß fie ihre (tfew plare nunmehr auf unserer Expedition in Empfang nehme» können. Auch find noch einige Exemplare k 3 Mk. abzazebe».

Die Erpeditio» btl ,6te|e»er «»»tiger".