Budapest. 28. Mai. Die bereits fandionirlen Kirchen- ' gesetzt treten am 1. October d. I. tn kcaft. Die Verordnung zur Durchführung derselben ist fertiggestellt. Die Standesbeamten wurden beauftragt, bei ihren Funcnonen sehr rücksichtsvoll vorzugehen, damit Eouflicte mit den ktrchlichen Behörden vermieden werden.
Lemberg, 28. Mai. Nach einer Meldung der „Kurjer : LwowSk" wird die Zahl der Jägerbaraillene in GaUzien in nächster Zeit um drei vermehrt werden.
Paris, 28. Mat. Anläßlich der bevorstehenden Kieler Festlichkeiten soll der deutsche Kaiser der Akademie der Wissenschaften in Berlin den Auftrag gegeben haben, so melden Pariser Blätter, mehrere Namen ausländischer Ge- ! lehrter ihm zu unterbreiten, welchen er den Orden pour < le merite verleihen könnte. Der Pariser Gelehrte Pasteur, < welchen man französtschersettS in Aussicht genommen hatte, erklärte, er sei als Gelehrter durch das Angebot des 1 deutschen Kaisers sehr geehrt, er könne aber den Krieg von ; 1870/71 nicht vergessen und werde deshalb den Orden nicht ! annehmen.
Madrid, 28. Mai. Die Nachricht, daß wieder Truppen- sendungen nach Cuba nothwendig sind, hat im Publikum große Erregung hervorgerufen. Nach den letzten Meldungen glaubte man allgemein, daß die Expedition bald beendet sei. Don dem Marschall Martinez CampoS find in den letzten Tagen keine weiteren Nachrichten eingetroffen.
London, 28. Mai. Der Anführer der Republikaner auf Formosa sandte dem König Humbert von Italien ein Telegramm, tn welchem er ihn um seinen Schutz ersucht.
CocaUs nnö provinzielles,
Gießen, den 29. Mai 1895.
** Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben Allergnädigst geruht/ den ordentlichen Professor in der juristischen Facultät der Landes-Universität, Geheimen Justizrath Dr. Gustav Kre tschmar auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienstführung, Mit Wirkung vom 1. October 1895 an, in den Ruhestand zu versetzen und demselben daS Comthurkreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütbigen zu verleihen.
** Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarrverwalter Ludwig Naumann zu Wahlen, Decauar AlSfeld, tu evangelische Psarrstelle daselbst zu übertragen.
♦* Der OrtSgewerbeverein hielt gestern Abend die alljährliche Generalversammlung^ab. Den Jahresbericht erstattete der Vorsitzende, Herr Commerzienrath Heyligenstaedt. Derselbe gedachte zunächst der Verdienste des seitherigen Vorsitzenden, des Herrn Rentner August Heß, ferner der durch Tod auS dem Dienste deS LandeSgewerbevereinS auS- uesch ebenen Herren Geh. Rath Fink und Reg.-Rath Hesse. Unter den wesentlichen Aufgaben deS Vereins im abgelaufenen Jahre wird im Jahresbericht hervorgehoben die Reorganisation der Handwerkerschule, während einer bisher mehr gepflogenen Aufgabe, der Abhaltung öffentlicher Vorträge, ntcht in gewünschtem Sinne entsprochen werden konnte- es ist beabsichtigt, künftig allgemeinverständliche Vorträge in Gemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein abzuhalten. Die Bibliothek deS Vereins erfuhr einen erfreulichen Zuwachs, doch ließ ihre Benutzung zu wünschen übrig- es soll versucht werden, durch Abhaltung besonderer zwangloser Zusammenkünfte daS Inter- effe für die neuesten Erzeugniffe der einschlägigen Literatur zu heben- für das laufende Jahr werden einige Excursionen in benachbarte größere gewerbliche Betriebe in Aussicht gestellt. — Die Kaffenverhältniffe des Vereins gestalteten sich tm abgelaufenen Jahre wie folgt: Mk. 131 Kaffenbestand, Mk. 200 Zuschuß der Stadt, Mk. 646 Mitgliederbeiträge, Mk. 500 Guthaben bei dem Banquier, in Summa Mk. 1478.55, welcher die gleiche Ausgabe gegenübersteht, nämlich Mk. 440 für Bibtiothekzwecke, Mk. 55 für Druck- fachen und Anzeigen, Mk. 25 für Vorträge, Mk. 125 Baarbeftand, Mk. 33 l Beiträge an den Landesgewerbeverein, Mk. 500 angelegte Capitalien. DaS Vermögen der Kaffe beziffert sich auf Mk. 11,738.—. AuS dem von Herrn Hauptlehrer Traber erstatteten Bericht über die Handwerkerschule ist zu entnehmen, daß dieselbe von 112 Schülern (worunter 83 auswärtige) besucht wurde, die SonntagSzeichenschule wurde besucht von 347 Schülern (darunter 225 auS 49 Orten der Umgebung)- der Besuch der Schüler war sonst im Allgemeinen befriedigend. — Die hierauf erfolgende Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern an Stelle der statutenmäßig auS- fcheidenden ergab die Wiederwahl der Herren Barthel, Heß, Traber, Leo, während die Herren Schreinermeister Schäfer und Schloffermeister Krogmann neu gewählt wurden. — An die hierauf erstatteten Commissionsberichte über a) Berechtigung der besonders befähigten jungen Handwerker zum einjährig-freiwilligen Militärdienst, b) Freiwillige Gesellenprüfung und Lehrlingsstellen Vermittlung, c) Ausstellung in AlSfeld, d) Eintritt der im HauSgewerbe beschäftigten selbstständigen Schuhmacher und Schneider in die JnoaliditätS- und Altersversicherung schloß sich eine ein- gehende Besprechung, in welcher volles Einverständniß mit den CommtssionSbeschlÜffen auSgedrückt wurde. Man war bezüglich deS unter a) erwähnten Punktes der Ansicht, daß eine Ausbildung des Einjährigen Systems nach den Vorschlägen deSRechtSanwaltS I)r. Callmann für den Handwerkerstand sowohl wie das Heer selbst ohne Werth sei- in der Frage der Lehrlingsstellenvermittlung hielt man eS für zweckmäßig, daß erst Versuche in der von der Commission dargelegten Richtung angestellt werden möchten; die Betheiligung an der Ausstellung in AlSfeld wurde empfohlen, da die Ausstellung nach den bisher getroffenen Vorbereitungen jedenfalls eine bedeutende werden würde, und was schließlich die AlterS- und JnvaliditätSversichcrung der zu House arbeitenden selbstständigen Handwerker betrifft, so konnte man sich nicht für eine Heranz ehung derselben aussprechen. Nach der Erledi-
gung sonstiger Vereins- und Gewerbsangelegenheiten wurde die Versammlung geschloffen.
•• Tie Freie Bereinigung ber Kraukeukssieu im «roß' herzogthum Hessen hielt am vergangenen Sonntag in BenS- he:m a. d. Bergstraße ihre ordentliche Versammlung ab, in welcher über daS abgelaufene Geschäftsjahr sowie über die am 25. November v. I. in Frankfurt stattgefandere ’ constituireude Versammlung deS Centralverbandes der OrtS- ! krankenkaffeu im Deutschen Reiche berichtet wurde. Die diesem Verbände vorschwebenden Ziele können nicht mit denen der Freien Bereinigung der Krankenkaffen im Großherzog- thum Hessen vereinbart werden, weshalb letztere dem Verbände nicht beizutreten beabsichtigt. Hebet die Abgabe von Heilmitteln aus den Apotheken entspann sich eine Debatte, in welcher der Wunsch auSgedrückt wurde, die Apotheker zur billigeren Hergabe von Heilmitteln zu bewegen und eventuell solche von den Droguisten zu beziehen. Man solle durch eine jährliche Recept • Revision die Ausstellung von Durchschnittspreisen bewirken. Seitens der Friedberger Delegirteu wurde bemerkt, daß man in seinem Wohnort die Heilmittel nicht durch Droguisten zu beziehen vermöge- man sei gegenüber den Apotheken, wenn sie einig seien, machtlos, und müsse daher andere Wege finden, fic zu billigen Preisen ; zu veranlassen. Nach einem die Statistiken durch Krankenkassen warm empfehlenden Vortrag des Herrn RrgierungSrathS : Feh wurde eine Eingabe an die Central - LandeSbebörde de- \ schlossen, in welcher um obligatorische Veröffentlichung der ; Statistiken SettenS dieser Behörde gebeten wird. Regierung-- : rath Dr. Dietz empfahl dringend, die Bescheinigung von Krankheiten in den OuittungSkarten nicht zu unterlassen, damit der Versicherte vor Nachtheilen bewahrt werde. Im Laufe der Verhandlung ergab sich, daß viele zur JnvaliditätS- und Altersversicherung Derpfllchtete noch nicht versichert sind. Bezüglich der Hebegebühr wurde folgender Antrag angenommen: „Der Vorstand der Freien Vereinigung wird beauftragt, bei Gr. Ministerium des Innern und der Justiz dahin vorstellig zu werden, 1. daß die von der Versicherungsanstalt zu gewährende Vergütung für die den Kassen übertragenen Geschäfte der Jnvaliditäts- und Alters - Versicherung auf mindestens 6 Procent erhöht werde- sollte diesem Gesuche nicht oder nur in minderem Maße entsprochen werden können, so wird ein Eingreifen Gr. Ministeriums dahin erbeten- 2. daß die Kreisämter in bestimmterer Form als bisher an- , gewiesen werden zu einer Einwirkung anf die Gemeinden j wegen Gewährung einer ausreichenden Vergütung für die in § 103 und 113 des Gesetzes erwähnten Geschäfte, namentlich auf dem Weg deS Ansinnens gemäß Art. 48 IP der Kreisordnung für den Fall des Widerspruchs einer Gemeinde gegen Erstattung der von den Kassen dem § 29 deS Kranken- VersicherungSgesetzeS zuwider aufzuwendenden Beträge." Ein weiterer Antrag, „dahin wirken zu wollen, daß, im Falle die Erwerbsunfähigkeit nicht 13 Wochen dauert, aber nach Aufhören der Unterstützung durch die Krankenkasse eine Verminderung der Arbeitskraft des Verletzten eintritt, die Unfallversicherung von dem Tage deS AufhörenS der Kranken- Unterstützung schon zahlungspflichtig sei", wurde gleichfalls angenommen.
* * Der Veteranen - Verein Gießen wird zur 25j äh r. Gedächtnißfeier der Schlacht von Gravelotte am 18. August in einer Stärke von 112 Mann und einer Musikcap-.lle nach Darmstadt gehen. Um den alten Veteranen die Reise zum Fest zu erleichtern und um zu veranlassen, daß sich die Kriegskameraden von 1870/71, so weit sie noch am Leben, einmal wieder möglichst zahlreich Zusammentreffen, hat der Deteranenverein seinen Mitgliedern, welche das Fest in Darmstadt mitmachen wollen, pro Munn 10 Mark bewilligt, welche Summe von Ersparntffen gedeckt wird, die der Verein hinter sich hat. Ebenso erhalten diejenigen Kriegskameraden, welche wegen Krankheit die Reise zum Fest unterlassen müssen, je 10 Mark am Jahrestage der Schlacht ausgezahlt.
*’ Oberhesfische Industrie- und Gewerbe-AnSyellnng zu AlSfeld. DaS Comitv für die Ausstellung hat vor Kurzem den sehr wichtigen Beschluß gefaßt, grundsätzlich zum AuS- stellen ihrer Erzeugnisse nur Industrie- und Gewerbetreibende auS der Provinz Oberhessen zuzulassen. ES würde sehr erwünscht sein, wenn bei diesem Unternehmen die Betheiligung von Kleingewerbetreibenden eine noch zahlreichere sein würde, als sich nach den bisherigen Anmel- billigen annehmen läßt. Die Herren vom Local-Comitö kommen den Ausstellern nach jeder Richtung hin gern entgegen, so daß für kleinere Aussteller keine bedeutenden Kosten entstehen werden, wenn sie ihre Erzeugnisse dem großen Publikum-dort vorführen. ES werden selbst jetzt noch Anmeldungen entgegengenommen.
• • Sonderzug nach Straßburg, der auch vou hier anl benutzt werde» rann. Am 31. Mai wird ein Sonderzug von Franksurt a. M- nach Straßburg zum Besuche der Ausstellung über Mainz—Worms abgeloffen, zu welchem auf den genannten Stationen Rückfahrkarten mit siebentägiger Giltig- keit-dauer zum Preise einfacher Schnellzugsfahrkarten aus- gegeben werden. ES bietet sich hier günstige Gelegenheit zu einem Besuche der Vogesen, wozu in Straßburg Rundreise- karten mit ermäßigten Preisen erhältlich find.
* * Eisenbahnwesen. ES ist bereits gemeldet worden, daß vom 1. October dsS. IS. ab auf allen Hauptstrecken der preußischen StaatSdahncn die Bahnsteigsperre durch- geführt werden soll. Damit wird eine weitere Einschränkung der Zahl der bei den Personen- und Schnellzügen tätigen Schaffner eintreten, da die Fahrkarten-Controle alsdann nur beim Betreten und Verlassen der Stationen stattzufinden hat. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat angeordnet, daß die hiernach entbehrlich werdenden Schaffner thunlichst ali Bahnsteiglchaffner Verwendung finden sollen. Trotzdem dürste eine nicht geringe Anzahl der bisherigen Zugschaffner zum 1. October d. I. entlassen werden. Hoffentlich werden die anderen Verwaltungen diese bedauernSwerthen Leute alsdann in erster Linie berückfichtigen und anstellen.
Tie Leibeigenschaft im Sroßtzerzagttzurn Hessen ist im Jahre 1811 aufgehoben worden. — Die Leibeigenschaft ift die Unterwürfigkeit der Bauern unter Personen höheren Standes, vermöge welcher diese über die Personen jener eine Gewalt und solche Befugnisse autjuüben haben, dir sonst nur an Suchen zuständig find. In Deutschland gab e- ihrer Strenge nach, drei Grade der Leibeigenschaft. Jenseits der Elb- war der Leibeigene dem Leibherrn völlig unterworfen und bat von ihm besessene Gut bebaute er nur oll Wirth- schaiter. In Westphalen war daß verbaltniß ein mildere« und beschränkte den Leibeigenen hauptsächlich nur in der Wahl seines Gewerbes und Standes. In Süddeutsch'.anb war die Leibeigenschaft, als die gelindeste, mit sicherem Besitz und Erbrecht an dem Bauerngut verbunden, von dem jedoch der Leibeigene sich ohne Erlaubniß seines Herrn entfernen, noch sich nach Freiheit einem Stand oder Gewerbe widmen durfte. Auch durfte er sich ohne E nwilligung seines Herrn nicht verheirathen und mußte die Einwilligung, durch Entrichtung einer Abgabe (Bödemund) erlaufen. Wenn er starb, fiel dem Herrn ein gewisser Theil seine- Nachlasse- oder ein seiner Wahl überlassener Gegenstand diese- Nachlasse-, das Beste davon, daher „Besthaupt" genannt, zu. In Hessen bestand die Leibeigenschaft hauptsächlich darin, daß der Leibherr von dem Leibeigenen gewisse Abgaben, auch wohl Frohnden und von der verlaffenschaft daS sog. Mortuarium bezog- daß der Leibeigene sich nur unter gewissen Umständen, und nur dann bloS gegen Entrichtung sogen. Manumisfion-gelder von diesem an der Person klebenden lästigen Verhältnisse frei machen konnte. In der Verordnung vom 25. Mai 1811 heißt eS im Eingänge: „Wir finden die in mehreren Theilen unserer Provinzen Starkenburg und Hessen noch fortbeftanbene Leibeigenschaft weder dem Geist der Zeit, noch der Würde angemessen, dir wir in unfern sammtlichen geliebten Unterthanen al-Staatsbürger erkannt haben wollen." In § 18 dieser Verordnung wird die Leibeigenschaft „eine den ersten Rechten der Menschheit widerstreitende Dienst- barkeit" genannt. Mit Ablaus deS Jahres 1813 war die Leibeigenschaft in sämmtlichen hessischen LandeStheilen der Provinzen Starkenburg und Oberbessen, vorbehaltlich der den Leibherren zu leistenden Entschädigungen, aufgehoben. V. A
AuS bet Vogklwelt. tilfl eine Folge des harten, lang andauernden Winter- hat sich eine große Verwinde rung der Sing- und Nutzvögel bemerkbar gemacht. ES ist daher Ausgabe aller Naturfreunde, in den nach derartigen Wintern folgenden Sommern dafür zu sorgen, daß jene großen Verluste an Vögeln so viel wie möglich ausgeglichen werden, und daß zu diesem Zwecke vor Allem der Dogelbrut ein sehr wachsamer Schutz zu Theil wird.
Bürstadt, 26. Mai. Der Umsicht und dem Eifer der Sicherheit-organe ist e- endlich gelungen, des Schuldigen an dem jüngst zu Bürstadt verübten Morde habhaft zu werden und den Thäter in sicheren Gewahrsam zu bringen. Von zuverlässiger Seite wird Über die bewirkte Verhaftung folgende- Nähere berichtet: Heute Morgen um 5 Uhr fuhren die hiesigen zwei GenSdarmen mit dem ersten Bahnzug mit den Arbeitern von Bürstadt nach Lampertheim, wo sie mit den Lampertheimer GenSdarmen zusammentrafen, um gemeinsam den Wald zu durchstreifen. Die Bürstadter Gen-darmen hatten sich als Metzger verkleidet- die Lampertheimer Gens- barmen trugen ebenfalls Civilkleider. Im Walde vertheitte man sich. Nach längerem Umherstreifen gewahrten die Bürstadter GenSdarmen gegen 8 Uhr in der Ferne zwei Männer, denen sie im Dickicht deö Walde- di- an das Blockhäuschen, welches mitten zwischen dem Bürstadter und Lorscher Wald steht, folgten. Dort gewahrten die zwei GenSdarmen des Mörder- Vater und dessen HauSrnann, welche im Begriffe standen, dem Mörder Brod, Fleisch und SchnapS zuzudringen. Beide Männer wurden sogleich festgenommen. Während des Festhalten- der zwei Leute wurde von GenSdarm Rosa auch der Mörder entdeckt un'* verfolgt. Auf ein Signal eilten nunmehr die beiden Lampertheimer ®enbormtr aus der Mannheimer Straße im Laufschritt heran, und nahmen mit Hülfe von zwei Lorscher handfesten Männern nach kurze« Handgemenge dcn Mörder (Peter Diehl) fest. Geschlossen wurde derselbe dann nach Lorsch an da- Amtsgericht abgeliefert, wo er sich derzeit in Gewahrsam befindet.
Mainz. 28. Mai. Als heute Mittag ein Zug der Dampfbahn nach Gonzenheim da- Binger FestungSthor paifirte, stürzte ein 30 Centner schweres eisernes Gitter- | rhor, daS sich von der Mauer lo-gelöst hatte, auf den letzte» Wagen deS Zuge-. Zum Glück wurde Niemand verletzt, > jedoch ist der Materialschaden nicht unbedeutend.
• Kiuzeubach, 25. Mai. Einen hübschen Auftrag Hot die Firma Otto Müller Hierselbst erhalten. Derselbe» wurde die Lieferung von 885,000 Stück Bruchsteinen für die Marburger Caualisations - Anlage zu einem Preise von Mk. 45,322.72 übertragen. ®-
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Lungentuberkulose Tuberkulose anderer
Organe Lungenentzündung Altersschwäche Son tilgt benannte fcrenfbetten__
Summ«: 11(4) 9(3) - - «l?
Inm. Die in Klammern geletzten Ziffer» «eben «n. w« mw ber InbrtfMe tn der betreffenden Krank, r:t auf von auSwart» m Gießen gebrachte Kranke kommen.
Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle ta Gieße».
21. Woche, vom 19. Mai bis 25. Mat 1896.
Einwohnerzahl: «ngenommen »» 22 400 (tnd. 1600 M«m MUttfr)* SterblichMs»iffer: 25 54»/« dezw. 16,25nach Äu4id)L der Ortsfremd«. « fl-rkn «: «Sw: L’"w
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