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jerQbt unb bann noch sechs Nächte auf bem Strohsack geblasen, tn bem er bte Leiche versteckt hielt.
• AuS Schlesien, 26. November. Die Halste deS großen Loose» ber preußischen Klassenlotterie ist! nach WÜstegierSbors gefallen. An zwölf Personen Haden den Betrog von 210 500 Mk. au» BreSlau geholt unb unter sich verihe'lt. Die niedrigsten Gewinne betrugen 6577 Mk. Die Gewinner sind burchweg Arbeiter. Die meisten von Ihnen haben ihre bisherigen Arbeitsstellen innegehalten, einige jedoch haben dir Arbeit aufgegrben.
• Hamburg. 27. November. Der socialisttsche Verleger der „Bauarbeiter-Zeitung", Meyer, ist wegen Beleibigung de» Senat» zu achtmonatigem Gesängniß verurtheilt worben.
• Wurzburg. 25. November. Am letzten Markttage zu Würzburg ging ber Corpscommanbant General v. Tylander zufällig über den Markt, wo ihm ein Offiziersbursche begegnete, ber unter ber Last von ungeheuren Quantitäten allerhand GrllnzeugS baherkeuchre. Er stellte den Soldaten und befahl ihm, einen Packiräger zu holen, welcher das Gemü e nach Hause fahren und sich von der Frau Haupt mann bezahlen lasten solle, der Offiziersbursche aber solle mitgehen unb melden, daß dies der Befehl deS Herrn Ge- ueralS v. Xy'ander sei.
♦ Aus Lothringen, 22. November. Für den ersten Täufling In der neu eingeweihten Kirche in Kürzel, eine Tochter des dortigen Lehrers, hat der Kaiser etn Spar« Kassenbuch mit 200 Mk. anlegen lasten. Der Betrag mit den Zinsen soll dem Mädchen bei seiner Confirmation auS> gehändigt werden. Das Kind ist auf die Namen Wilhelmine Auguste getauft worden.
• München ist hochbeglückt. In dankbar freudiger Bewegung schreibt daS „Bayer. Vaterland": „Der Umstand, daß HofbräuhauS unb HofbräuhauSverhälrntsse In Kammer und Presse gehörig zur Debatte gestellt würben, hat ben günstigen Erfolg gehabt, daß seit ein paar Tagen ein sehr gehaltvolles und „süsfigeS" Bier verschänkt wird, daS sonst wohl wieder versandt worben wäre. .Unb so ift's recht- b e Münchener wollen vom Hosbräuhaug auch waS Güte-
Haben , statt den guten Stoff den Preußen und Fremden überlasten zu wüsten. Dazu ist die Küche im HofbräuhauS, wie wir uns persönlich überzeugt haben, wie immer ganz vorzüglich."
Citeratur und Xnnft
— Der tbeuerste Weinkeller der Wett ist. wie das „Buch für Alle" ber d)Ut, toi Besitze des rumänischen Staates, der allerdings unfreiwillig zum Eigentümer dieser Rarität geworden ist. Ein zwischen Galatz unb Barbosch erbauter Eisenbahntunnel kann, obwohl er bereits seit Jahren vollendet ist. nicht befahren werden, da wegen seiner elenden Bauart häufiz Erdrutschungen vorkommen. Dieser 870 Meter lange Tunnel, weicher zur Abkürzung ber Linie Galatz Braila bienen sollte, kostete dem Staat beinahe vier Millionen Franken unb " ußte schlief>>ich einem Wei.chänbler für einen ja brachen Prchischilling von 6000 Franken als Weinkeller überlassen werden. Der Tunnel vermag über 4000 Fässer aufzunehmen, unb wei n man seine Erbauungskosten mit dem Pachtschilling vergleicht, den e jetzt einbringt, so erhellt daraus, daß die Bezeichnung dieses Tunnel» als „theuerste Winkeller der Welt" nicht ungerechtfertigt ist.
— Meisterwerke der Holzschneidekunst au» dem Gebiete der Archtteeiur, Gculptur und Malerei. 18 Jahrgang. Verlag von I. I. Weber in Le.pstg. Die „Meisterwerke der Holzschneide. fu» st", von denen bisher tm Lause von 17 Jadren ebenioviete Bände erschienen sind, haben unter den künstlerischen Veröffenilichungen Deulschlands sich längst einen festen Platz, eine daheim wie auswärts gleich sehr geachtete St-llung errungen. Hervorgegangen aus dem doppelten B streben, die Schöpiungen bildender Kunst jeder Art in vor,ügiichen Nachbildungen in weiteste K-eise zu tragen und habet dem gediegenen und vornehmen Holzschnitt gegenüber den mechanischen Dervielsäst gungsweisen photographi'cher Technik sein altes Ansehen zu wahren, sind sie der gestellten Ausgabe nach beiden Seiten bin mit gleichem Ernst und Eifer gerecht geworden. Frei von jeder Einseitigkeit, haben sie neben der zeitgenössischen Kunst, die selbstverständlich die ausgedehnteste Berücksichtigung fand, von Zeit zuZ-it auch hervorragende Werke vergangener Perioden in ihren KreiS gezogen, auf dem Gebiet modernen Schaffens aber neben der nächst liegenden Malerei auch der Plastik und Archiiectur den ihr gebührenden Raum gewährt unb hier wie dort nach Möglichkeite jede demerkenswerthe künstlerische R-cktung der Zeit zum Ausdruck gelangen lassen. So ist eine von Jahr zu Jahr angewachsene Sammlung von denkbar größter Mannigfaltigkeit der Darstellungen sowohl wie der künstlerischen Anschauungen entstanden, die «n einer langen Reihe ansprechender, zum Theil bedeutender Kunstschöpfungen verschiedenster Art ein stattliches Stück künstlerischer Entwickelung
widerspiegelt und auch dem, der größere Galerien und Ausstellungen nur selten sieht, doch eine ständige Tbeilnahme am künstlerischen L ben ermöglicht Nach ihrem ersten Auf tret-n haben diele Holzschntt- folgcn denn auch in Deutschland unb weit über besten Grenzen hinaus eine von Jahr zu Jahr gesteigerte Verbreitung gefunden, und der gleichen Theilnabme dürfen sie fernerhin um so gewisse^ sein, alS daS Jntereffe am Schaffen der bildenden Künste in unseren Tagen ganz unverkennbar in ständig wachsender Zunahme begriffen ist- Der jetzt erscheinende achtzehnte Band, dessen erste L-eser ung KUngerS großartige „Kassandra" und eines der ausgezeichnetsten Bttnrarck- bildnisse Lentachs einleiten, stellt eine Reihe hervorragendster B-aller in Aussicht; die Ausführung der Ho'zschnitte aber, die fortan fast ausschließlich auB der vor Jahresfrist wes ntlich erweiterten unb unt-r Leitung Paul Frühaufs gestellten Xyiograpdischm Anstalt von I. I. Weber hervorgehen werden, läßt keinen Zweifel daran, daß der alten Kunst deS durch die Photographie keineswegs verdrängten, sondern durch den Wettbewerb mit ihr zu erhöhter Ausdrucksfähigkeit gesteia.rten Holzschnittes hier auch fernerhin eine S'ätte sorgsamster Pfle e bereitet ist. Der achtzehnte Band der „Meiste werke der Holzschneidekunst" (Lieferung 205 bis ^16 ber ganzen Folge) erscheint vom October 1895 ab in monatlichen Zwischenräumen.
V'ttetzdteuft In der Synagoge.
Samstag den 30. November:
Vorabend 4 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr.
SabbaihauSgang 515 Uhr.
Gottesdienst der israelitischen ReliffionSaesellschast
Freitag Abend 4 Uhr, SamStag Vormittag 8« Uhr, Nachmittag 3 Ubr, SabbaihauSgang 5M Uhr. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 8 Uhr.
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