1893
Freitag den 29. Marz
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Aints- «nd Anzeigeblatt für den Ttreis Gieszen
Hratisöeitage: Gießener Aamitienötättcr
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von Sachsen wird erwartet.
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Annahme von «nzrigen zu der Nachmittags für bte folgmden Tag erscheinenden Nummer dir Borin. 10 llfit.
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kiertelsShriger ZvoauemeaLspreisr 2 Mart 20 Pfg. mit Bringerloha.
Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
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Der Uie-euer Anzeiger erscheint täglich, ■Mt Ausnahme bei Montags.
Die Gießener J»«mttten d kälter »erden dem Anzeiger toSchentlich dreimal beigelegt.
6 Stoibolm, 27. März tote »erlaufet, wird sich Schweden bet ber Einweihung beS 91 o t b - D ft f e e ■ G a n a l von einem Geschwader, bestehend aus den beiden P°nzerbooten ,Thule" unb „Greta" und dem Kanonenboot „Edda , ver
Bubapest"°27l März. In Deda ist die Marosch ftarf gestiegen unb hat die fieser gelegenen Stabtthetle überschwemmt. Die Gesahr ist groh. - In Agram £ Me Save bebeutenb gestiegen; in den Bororten und einem.Steile der Unteiftabt steht bad Wasser über einen Meter hoch in den Wohnhäusern. Bon den Ortschast-n jensetfS der Save sind nur die Dächer sichtbar. Der Schaden Ist an. berechenbar.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondmz-Bureau.
Berlin. 27. März. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht im Auftrage des StaatSministeriumS die von der Commission des StaatsratheS ausgearbeitete Denkschrift, betreffend das Ergebniß der Verhandlungen über die Vorlage bezüglich der Maßnahmen zur H-.bung der Getreide- P 16 Berlin . 27. März. Dem Reichstag ging ein An. trag der Abgeordneten Lenzmann und MüllesSagan zu, den Reichskanzler zu ersuchen, schleunigst einen Tesetz^n.wurf vorzulegen, wodurch der durch Fawtltenfideico mmiss e an Grund und Boden gebundene Besitz in s"ies E'genthum umgewondelt und die Gründung neuer Famtlienfideicomm'ffe
U. WM KernseM
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roerbC$ierlin, 27. März. Der Reichstag wählte zum Präsibcnten den Freiherrn bau Buol. Abgegeben wurden 291 Zettel, baoon 183 für Buol, los weiße, bie übrigen waren zersplittert. Zum ersten Vice Präsibenten wurde gewählt Schmidt Bingen (srs. VollSp.). Abgegeben wurden 05R Qettel 181 für Schmidt-Elberfeld, 103 weiße, je einer L Lr unb Schünlank. Zum zweiten ®to-Wten würbe Spahn (Str.) gewählt. Abgegeben würben 289 ZeUel, 176 für Spahn, 100 weiße, die andern zersplittert. Aue drei Herren nahmen die Wahl dankend an. (Bereits gestern durch Anschlag bekannt gegeben. Red^
Berlin. 27. März. Wie das „Berl. Tagebl. meldet, wirb bas neugewählte ^räfibtuen beS Reichstages eine Audienz beim Kaiser nicht nachsuchen. Ein Act der Courtoifie wird nur insofern stattfinden, als das neue Präsidium seine Karte im Hosmarschallamt abgibt.
! Berlin 27. März. Wie aus militärischen Kreisen bet* lautet, ist der ursprüngliche Plan, anläßlich der Feier der Eröffnung des Rord-Ostsee-CanalS eine groß Truppenübung mit darauffolgender Kaiserparade in der Nahe Rendsburgs abzuhalten, fallen gelassen worden. Dag g soll am Canalufer, während der Kaiser und dessen Gäste Rendsburg passiren, eine große Truppenausstellung stattfinden. Nunmehr haben sämmtliche Mächte, an die Einladungen ergangen waren, ihre Thetlnahme an den Festlichkeiten amtlich
Protesten hervorgehobenen Punkte, so Unvoll'iLndtgkett eines Wahl, Vorstandes während eines TH-US des Wahlactes, inner sehr arge Wahlbeeinflussungen, diesmal lange nicht so streng vorgegangen Wte Abg. Herbert (Soe.) unterstützt dm Antrag auf Zurück- oerweisung. gleichsall« verschiedene Verstöße
gegen daS Wahlreglement, derenthalben die bttr'ffenden Wahlactt entschieden ungilttg seien und die Wahl überhaupt cassirt werden mÜ6kä6fl. Lenzmann (frs. vp.) beantragt, di- Wahl für ungilttg zu CT,^[etI2ßfl^l wird unter Ablehnung der Anträge Rickert und 8enl^S^&6M“ÄL brr «bb,. Gras S4°erin-W°itz, Bold ^ornS, Graf Holstein, DreSler, von NcanteuNe , von Saurma-Jeltsch, Meyer-Danzig, Düringer und
^Beanstandet werden die Wahlen der Abgg^ von. «leist- Retzow Eolbus, Wiesicke, von Kardorff und Hupeden.
6 Die Wahl deS Abg. Gerlach (cons.) wird unter Ablehnung eine» Antrages des Abg. von Hammerstein um Zurückverweisung an die Commission, für ungilttg erklärt. ß. ( b,3 über die
Morgen: Antrag betr. Abänderung des Gesetzes uver Die Einheitszeit; dritte Lesung deS Etats.
tt'‘'set«Sbnra, 27. März. Die russisch- Telegraphenagentur will aus guter Qu-ll- erfahren haben, baß k'-Hung. Tschana ermächtigt worden sei, außer einer Krie^-Entschädigung, die durch die provisorische Occupirung der Gebiete earantirt »erben soll, in benen bie gegenwärtig befinben, bie Abtretung bet Liufscha.Jnfe mi ber Gruppe bet Mabjlga Sifai, bet Butan. unb Baduyan Inseln, sowie Taiwans anzubieten. Li Hung-Tschang habe ferner Anweisung, sich aus .eben fJaQ ber »tre ungf bet Halbinsel S.antong (auf der Port Arthur liegt)8u » berfetjen unb höchstens zuzugestehen, baß btefe 6“‘binieI 'in Pufferstaat zwischen dem unabhängig zu erhaltenden Korea und China gemacht werde, aber mit der Bedingung, daß dieser Pufferstaat unter den Schutz der tnteressirten euro* ELLL 27^/März. Reuter Meldung. Unter den japanischett Truppen in PortArthur tftMe Cholera auSgebrochen. An einem Tage sind 38 Falle vorgekommen. ___
* Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin. 27. März. Die Besserung In Je« Befinden des Prinzen Joachim schreitet gleichmäßig f°^ Die völlige Genesung kann jedoch erst in längerer Zeit erwarte
Meßmer Anzeig er
Keneral-Unzeiger.
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«lle Annoncen-Bureaux dcS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Deutscher Reichstag.
r-a Rfbuna Mittwoch, den 27. März 1895.
Mui ber Zageborbnuna ftedl bie Wahl des Peäsibenten I ro*‘®d*beVtffia®‘Ceb^l*7”Vibenten werben .bgegeden
gewählt und erklärt auf Befragen des Viceprasidenten Abg. Spahn I
iÄ» "n un6e»6bnUd)em Motze bie ungetbeiltefte AnertenmwS
BeÜebthett"genoss<n hat. (Beffall r-ch^.) Ich werde thum waS in meinen K.äfttn steht und bitte alle Seiten des HauseS um "'“'ff SSM? Ä Mif.«»vbnung: Durch bi-Wohl bed bisherigen ersten Vicrpräsidenten zum Präsidenten ist auch die $.8uÄ eines erften Li-epräfibent-n notbwenbig gemoeben ramiiAeniui1 Nicht aus der Tagesordnung!) Dieselbe kann aber, well Ächt -uf der Tagesordnung stehend, heute nicht oorflenommen werden Ick beantrage daher, auch die Wahl des »weiten Vice- präsidenten heute abzusetzen und beide Vicepräsidmten erst morg iU " Abg. Rickert (frs. Vg.): ES ist denn doch wohl zweckmäßiger, gleich heute beide Wahlen zu vollziehen, was ja allerdings nur mi9l*^N^®"°n^TSm16,.rb(bl sich lein Wlberfpruch «egen diesen Vorschlag Rickerts, das .Haus schreitet demgemäß sofort iur Wahl des ersten Bicepräsidenten.
4 Abgegeben werden 286 Stimmzettel, wovon 103 unbeschrieben find, 1818aut den Abg. Schmidt-Bingen (frs. Volksp.), sowie je »inet aus Singer und Schönlank lauten.
Abg. Schmidt-Bingen nimmt die Wahl dankend an. Alsdann tolflt die Wahl des »weiten Vicepräs identen. Abgegeben werden 281 Stimmzettel, davon 100 unbeschrtebene, 176 auf den Namen Spahn, 5 zersplittert, darunter zwei auf den «tarnen Ahlwardt lautend.
Abg. Gras Hompesch (Ctt.) »ur Geschäftsordnung. M-tne Lerren, nach den eben vollzogenen Wahlen möchte ich einS cou. Men: Nachdem die verschiedenen Parteien des Hauses welche lach altem langjährigem parlamentarischen Brauch bei Besetzung der St?Uen des ersten und zweiten Diceprästdenten zu berückstcht gen fo,b auf Ansrage erklärt haben, eine Stelle im neuen Stkt zu beanspruchen, sind wir genothigt gewesen, in diesem Falle Mn bg%n°me?T wtrd°dtt>attttos in dritter Lesung die Vorlage betr. - »'L^Ä^Llsiben^^L , .
»le Wahl bei Abg. Will (Wahilreis Stolp-Lammbiirg) be- skfMragl 3u"a<t=er»ell.n8 an bie tommW?onS $>tefc fei bet Beuriheilmeg oerfchtebentlicher in Wahl-
Mabrib, 27. Mär;. Die 21 ufflänbif4en auf 1 Kuba (»lugen bie (panifchen Truppen bei CamchueloS. Der ; Anführer ber unterlegenen Abteilung wirb bor ein Krieg
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Amtlichem Theil.
Gießen, den 26. März 1895.
Betr.: Ausführung der Controls von Nahrungs-, ®enu6* Mitteln unb Gebrauchsgegenständen durch das chemische Untersuchungsamt für die Provinz Oberhessen tn dem Kreise Gießen.
DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen |
an die Grofth. Bürgermeistereien der Land- .
gemeinden des Kreises.
Wir benachrichtigen Sie, daß vom 1. Aprtl d. I. an , eine regelmäßige Untersuchung von NahrungS-, Genußmrtteln und Gebrauchsgegenständen durch das chemische Unlerfuchungs« ernt der Provinz Oberhessen stattfinden wird. -Dte Kosten dieser Untersuchung trägt der Kreis. Wenn auch in erster Linie die größeren Gemeinden des Kreises hterber in Betracht gezogen werden müffen, so wird doch zeitweise auch in kUtneren Gem.inden die Entnahme von Proben zu diesem Zwecke erfolgen und weisen wir Sie an, den diesbezüglichen Requisitionen des chemischen UntersuchungSamts Folge zu leisten.
v. Gagern.___________________
Gießen, den 26. März 1895.
Betr.: Die Anstellung der Kreisstraßenwarte.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Sie wollen, sowi-it aus Ihren Gemeindekaffen Gehalte in Straßenwarte bezahlt werden, die Gemeindeeinnehmer »eranlaffen, sofort mit der Kreiskaffe abzurechnen, damit diese m den Besitz sämmtlicher Hauptquittungen gelangt.
Binnen 14 Tagen sehen wir Ihrem Bericht entgegen, daß diese Abrechnung stattgefunden hat.
v. Gagern.__
verboten wird. . k
Berlin 27. März. Dem Herrenhause ging der Auirug zu/ In feinem Sitzungssäle bie MarmorbUste beS bürsten Bismarck auszustellen.
J Friedt ( oSrnh, 27. März. Der Ehr en palla sch, den der Kaiser dem Fürsten BiSmarck gestern überreichte, hat einen goldenen Korb, worauf das BiSmarck'sche Wappen angebracht ist. Auf dem Knopfe befindet sich in reicher Verzierung des Kaisers Bildniß. Eine Sette der Klinge tragt die Widmung: „Dem Fürsten BiSmarck, Herzog oon ßauen» bürg zu« ?ollmdeten 80. Lebensjahre." Auf dieser Seite befindet sich auch daS Wappen von Elsaß-Lothringen unter den Fittigen deS deutschen Reichsadlers. Die andere Seite der Klinge zeigt in gothischer Schrift den Ausspruch. Deutschen fürchten Gott und sonst nichts in der Welt. DaS Petschaft, daS dem Fürsten Bismarck bet der gestrigen Tafel vom Kaiser überreicht wurde, ist auS Lapislazuli. Es ! befand sich bisher auf dem Schreibtische deS hochseltgen Kaisers Wilhelm I. und wurde von ihm täglich benutzt. Gerade d e Erinnerung hieran bildet für den Fürsten BiSmarck die grüßte Freude an dem Geschenk.
KriedrichSruh, 27. März. Der Reichskanzler über- brachte dem Fürsten Bismarck ein Deglückwünschungs- .
merkte, es habe ihn stets gefreut, mit dem Fürsten Hohenlohe zum Akchluß ge. g « welche Vorschläge zur
^ arbeiten- es mache ihm deßhalb ganz besonders Freude, Frage ein wesin iche Roll^ , eouferCn6
aerade der Reichskanzler die Glückwünsche überbringe. Hebung und Befest gung p
SBieu, 27. März. Der Was ferstaub bet ® an au unteeb^tet f»aen. Lanbfag ge-
ist feit gestern auf allen Punkten erheblich Siegen. E ' debafteloS ben Gefetzentwurf bett, bie Ein-
meiteres Steigen wirb erwartet. Eine augenblickliche Gefahr nehmigte h „ kcinl tn ben Stabfbezirk Frank-
I besteht abfolut nicht. Die Donau-Auen sinb zum grähten | gemelnbu^g
»rlebrichsnth, 27. März. Prinz Heinrich ist heute Mittag 12 Uhr 15 Min. wieber abgereist. Fürst SIS™^ feb-ntte bem kleinen Prinzen Walbemar fein grohes Bilb mit lliiieifchrift. Der Grobherzog von Baben und Fürst Hohenlohe sinb 1 Uhr 20 Min. wieber udgereist. Der Fürst begleitete feine Gäste zum Eifenbahnzug unb t>eradfchiebtte sich bafelbft aufs Herzlichste. Auch bie Ankunft beS StouigB
rtigung von
llen, Wasch- ngeiij sowie allen :en§ zu empfehlen.
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