Ausgabe 
28.8.1895
 
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Paris, 26. August. Der bekannte russische Befehlshaber General Dragomtroff wird Rußland bei den großen französischen Manövern an der Ostgrenze vertreten, sich aber nicht den fremden Offizieren, sondern dem französischen Generalstabe anschließen.

Madrid, 26. August. Bon verschiedenen Seiten wird behauptet, daß in Spanien neue Unruhen auSzubrechen drohen. Einige Jnsurgentensührer sollen von sEuba nach Spanien gekommen sein, um Unruhen hervorzurufen und um zu verhindern, daß neue Verstärkungen nach Cuba abgeheu. Ein Theil der Republikaner, an deren Spitze ein bekannter General steht, soll eine revolutionäre Bewegung vorbereiten. Die Regierung trifft geeignete Maßregeln und glaubt auf da- Heer vertrauen zu können.

Bonbon, 26. August. In der vergangenen Nacht wurde eine Getreide- und Oel.Niederlage am Ufer der Themse in der Nähe der Brücke BlackfriarS durch eine Feuersbrunst total zerstört. Der Schaden ist enorm.

Konstantinopel, 26. August. Der Generalgouverneur von Adrtanopel sandte einen Bericht ein, wonach das Ge­metzel in Janikli ein schreckliches gewesen ist. Unter der Bande, welche aus Bulgarien gekommen war, befanden sich bulgarische Offiziere und Soldaten. Dieselben haben über 287 Häuser und 1200 Scheunen niedergebrannt, sowie eine Moschee. Bisher find 24 erschaffene Personen auf­gefunden worden- 13 Personen sind tu den Flammen um- gekommeu. Nach Abzug der Mordbrenner wurden zahlreiche bulgarische Uniform-Mäntel vorgefunden.

Newyork, 26. August. Am SamStag wurde eine Dynamitbombe auf der Nord-Pacific-Etsenbahn nieder« gelegt, welche jedoch glücklicherweise erst explodirte, als der Zug bereits darüber hinweggefahren war. Nur der letzte Wagen wurde zertrümmert, wobei eine Anzahl Beamte Ver­letzungen erhielten.

WB. Potsdam, 27. August. Die Prinzessin Friedrich Leopold wurde heute Nacht von einem Prinzen entbunden.

Der Krieg von 1870|71,

geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit.

(Nachdruck verboten.)

28. August.

Ein unterrichtetes Privatschretben aus Paris theilt mit, daß der Herzog von Gramont seine Abende im Jockeyclub zu Paris zubrtngt. Als ihn Jemand vor einigen Tagen fragte, wie er sich habe in diesen gefährlichen Krieg stürzen können, antwortete der Herzog, er habe den früheren Kriegsminister Leboeuf gefragt, ob er bereit sei. Dieser habe geantwortet: Ueber und über bereit (je suis archi-pret!) Sonst," fügte der Herzog hinzu,hätte ich mich wohl ge­hütet, zu einem Kriege wegen einer Sache zu rathen, welche zu verhindern eS zwanzig Mittel gab!" Diese characteristische und cynische Aeußerung macht jeden weiteren Eommentar überflüssig.

25. August. Straßburg brennt! In diese» Wort dräagt sich aller Schauer, alles Entsetzen, alle Herzbeklemmung zusammen, die wir in der vergangenen Nacht erleben mußten. Noch schmerzen mir die Augen vom Feuerschein, noch zittert mir dif Hand. So hat es geschehen müssen! Wieder ist eine Bartholomäusnacht denn daS war die vergangene mit Gräueln in die Geschichte eingegraben, aber nicht durch unsere Schuld. Wir sind in der Lage eines Mannes, der da» Duell verwirft und doch gezwungen wird, seinen Gegner niederzuschießen. Es mußte leider geschehen. Noch vorgestern boten wir dem Commaudanten von Straßburg an, er möge herauSkommen oder einen Vertrauensmann senden, um sich zu überzeugen, daß sein Widerstand vergebens und wir unS nur mit innerstem Schmerze dazu verstehen, auch nur einen Theil von Straßburg in Brand zu stecken. Der Commandant Uhrtch erwiderte: Eine Besichtigung unserer Stellungen würde bereits als eine erste Möglichkeit angesehen werden, daß er die Festung übergeben könne. Er aber sei entschlossen, sich bis zum letzten Mann und bis zur letzten Patrone zu vertheidigen. Nun hieß es gestern Mittag und die breite Rauchsäule gab Zeugniß daß Kehl aufs Neue von den Franzosen in Brand geschossen sei. Wir ver- dielten unß ruhig bis zum hereinbrechenden Abend. Die Feuersäule von Kehl loderte breit und stetS neu aufsteigend zum Himmel auf und fort und fort wurden von der Festung aus vrandkuqeln nachgesendet. Jetzt begann daS Feuer auf unserer Seite. Blitz auf Blitz, Schlag auf Schlag, es wurde kräftig erwidert. Da es zündete in der Eitadelle! Die hereinbrechende Nacht zeigte jeden Feuerschein. Die Bomben stiegen auf und fielen nieder. Jetzt zündete eS in der Stadt, nördlich vom Münster. ES mußte auf reichlichen Brennstoff gefallen sein, denn sofort loderte eS hell auf. Bon nun an wer kann eS beschreiben? da und dort zündete eS- wir sahen vier, fünf Brandstätten, zwei ver­banden sich und bildeten eine breite, verheerende Esse. Der Wind zog von Westen her und fachte die Flammen immer höher an, sie züngelten weiter. Im Geiste versetzten wir un» zu Denen, die in gewölbten Kellern wehklagend wachen, den Donner de» Geschützes hören, nicht wissen, wo eS brennt, vielleicht im Hause über ihnen. Und draußen in den Straßen muß man die Flammen gewähren lassen. Wer kann zu löschen versuchen, wo jeden Augenblick ein neues Geschoß auf ihn ntederfallen kann? Wie viele rufen nach den Ihrigen, suchen sie und sind wie verirrt im Heimatssorte. Welch ein Jammer, welch ein Elend! Wenn man den Herzschlag der Menschen zusammendrängen könnte, er müßte noch lauter, noch schneller, noch gewaltiger pochen, al» der dumpfe Schall der Geschütze, die unausgesetzt abgebrannt werden, au» dem Dunkel aufblitzcn, da dort, mit dem Auge nicht wehr zu verfolgen. Mitternacht war vorüber, al» wir un» endlich entschlossen, heimzukehren. Wir sahen einander wie in hellem Mondenschcine. Die Felder, die Weinberge waren beleuchtet, die weiße Kirche von Mundolsheim mit ihren weißen Grab­

steinen. Plötzlich leuchtete e» noch Heller auf. Wir kehrten um. Jetzt, da wir die Flammen eine Zeitlang nicht gesehen, erschien sie un» breiter, gewaltiger und um sich fressend. Schwer war, sich von dem schaurig großen Schauspiele zu trennen, und doch mußte e» fein. Die Dorfbewohner, die unß begegneten, behaupteten genau zu wissen, welche Stadttheile von den Flammen verzehrt würden. Wir wollten ihnen gerne glauben, daß die Umgebungen des Münster», vor allem diese» selbst ungeschädigi sei. Der Himmel, leicht von Wo ken überzogen, leuchtete blutig roth. Man muß den Feuerschein weit über den Rhein, weit im Schwarzwalde gesehen haben. Wie viel tausend Herzen pochten in tiefster Bewegung in dieser Nacht. Diese Nacht ist mit entsetzlicher Flammetsichrift eingeschrieben in die Geschichte. Manche unter unß wollten glauben, daß der Eommandant Uhrich nun nach­geben, fernere Verwüstung vermeiden und die Thore öffnen würde. Leider habe ich Grund zu der Annahme, er werde sein Gloire Spiel weiter treiben, mit Hiuopferung von Gut und Blut Unschuldiger. Auf ihn allein fällt alle Schuld vor dem Weltgericht der Geschichte. E» wäre für unß Deutsche ein erhebender Moment geworden, wenn e» un« vergönnt gewesen wäre, in die unversehrte Stadt einzuziehen, die uns am Hellen Tage von Frankreich geraubt wurde.

Berth. Auerbach i. d.AugSb. A. Ztg."

EoceU« ptwtajkß«.

Gieße», den 27. August 1896.

* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 24. August dem bisherigen Bezirksfeldwebel Franz Kissel vom BeztrkScommando Friedberg daS Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen geruht.

* * Kaiserparade Bei dem gestrigen Vorbeimarsch deS Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm auf dem Paradeselde bei Mainz zog der Kaiser den Degen und führte daS Regiment dem Großherzog vor. Der Kaiser trug die Uniform deS Regiments.

Seine Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin passirten heute Vormitag 11 Uhr auf der Rückreise nach WilhelmShöhe mittelst Hofzuges die hiesige Station. ES fand nur ein Aufenthalt von 5 Minuten behufs Maschinenwechsels, aber kein Empfang statt. DaS vor dem Perron stehende Publikum bekam leider den Kaiser nicht zu sehen. Dagegen zeigte sich die Kaiserin von ihrem Wagen aus dem Publikum, welches ihre Grüße durch Hochrufe erwiederte. Ihre Majestät trug dunklen Hut und rothbraunen Reisemantel.

* * Neues Theater. Bei gut besuchtem Hause fand gestern die zweite Vorstellung deS SensationS Drama»Der Irre von Martaberg" statt. Die tadellose Aufführung deS interessanten Stückes fand stürmischen Beifall. Wie wir vernehmen, wird auf vielseitigen Wunsch Donnerstag Abend noch eine letzte Vorstellung stattfinden.

* * Verhaftet. Gestern Nachmittag wurde ein dahier beschäftigter Arbeiter verhaftet und zweier in letzter Zeit dahier verübter Etnbruchsdiebstähle überführt.

* * Keine Zengengebuhreu. In der jüngsten Sitzung der Strafkammer des Landgerichts zu Frankfurt a. M. er­hielt ein Zeuge keinen Pfennig Entschädigung, obwohl er mit der Eisenbahn von auswärts gekommen war und erst Nachmittags zurückfahren konnte. Das kam daher, daß er einen Absatz der auf der Ladung vorgedruckten Bestimmungen nicht beachtet hatte. Auf den Ladungen steht nämlich:Für den Fall, daß Sie den in dieser Ladung angegebenen Aufenthaltsort inzwischen verlassen haben, oder, daß Sie bis zum Termine noch Ihren Aufenthalt wechseln sollten, werden Sie aufgefordert, hiervon schleunigst Anzeige zu machen." Der betreffende Zeuge hat seinen ständigen Wohnsitz in Frankfurt, und hier hatte er auch die Ladung erhalten. Inzwischen hatte er eine militärische Dienstleistung abzumachen, so daß er von Kastel zur Verhandlung hierher­fahren mußte. Weil er es aber unterlassen hatte, dem Gerichte Mtttheilung von dem Wechsel des Aufenthaltsortes zu machen, so blieb der ZustellungSort der Ladung maß- gebend, und dem Zeugen konnte eine Reiseentschädigung nicht gewährt werden.

* * Hebet die Rückzahlung von Fahrgeld bei Nichtbenntzuug von Fahrkarten haben die deutschen Bahnverwaltungen sich geeinigt, bei nachgewiesener NichtauSnutzung von Fahrkarten daS Fahrgeld zu erstatten. Der Mangel des Coupirungs- zeichenS gilt nicht als Beweis, vielmehr ist der Nachweis der Nichtausnutzung durch eine auf der Karte selbst ertheilte Be­scheinigung deS StattonSbeamten derjenigen Station, wo die Reise unterbrochen, oder von welcher au« die Weiterreise nicht fortgesetzt worden ist, zu erbringen. Die Fahrkarte ist hierauf an die Directton derjenigen Station, wo sie ge­löst wurde, unter Angabe deS Grundes der Nichtbenutzung und Bezeichnung der Adresse einzusenden. Von dieser Ver- waltung wird alsdann die Rückerstattung deS zuviel be« zahlten Fahrgelde» an den Bezugsberechtigten, mit Abzug der etwa entstehenden Portoauslagen, veranlaßt.

§ Grunberg, 26. August. DerLudwig« markt", welcher am verflossenen Donnerstag hier abgehalten wurde, war ganz ungewöhnlich stark mit Schweinen befahren. Die seitherigen hohen Preise haben eben die Landleute veranlaßt, die Ferkelzucht sich angelegen sein zu lassen. Daher nun die starke Zufuhr an Jungschweinen auf den Märkten. Daß bei solchem starken Angebot die Preise stark fallen müssen, ist eine naturgemäße Folge. So wurde hier daß Paar Ferkel schon zu 18-20 Mark verkauft, ältere und bessere kosteten 2530 und 3040 Mk. Daß ist im Vergleich zum höchsten Stand der Ferkelpreise eine Preisdifferenz von einem vollen Drittel bi« zur Hälfte.

Tambach, 24. August. Bei der am 21. August batjier stattgehabten GemeinderathSersatzwahl wurden die seither'ge» Gemeinderathßmitglieder, die Herren: Friede. Müll, Heinr. Konr. MattheiS und Tobias Schmidt wtedergewählt.

A Alsfeld. 26. August. Die Einnahmen in der Ge- werbe-AuSstellung am gestrigen Sonntag betrugen an der Kaffe 1300 Mk., im Vorverkauf waren für Familien- und Dauerkarten 4000 Mk. vereinnahmt worden- verzapft wurden gestern am Eröffnungstag 25 Hektoliter Bier. Auch der heutige Besuch der Ausstellung ist befriedigend. Haupt- lehrer Traber mit Schülern der Gewerbeschule Gießen besichttgten heute die Ausstellung sehr eingehend.

A Alsfeld, 27. August. Für Ausstellungsbesucher zur Nachricht, daß nach hier gelöste einfache Fahrkarten der Strecke Gießen-Gelnhausen, welche in der Ausstellung abge­stempelt find, von heute an zwei Tage zur Rückfahrt Giltigkeit haben.

-n. Bübingen, 25. August. Die gestrige General- Versammlung der hiesigen Spar- und Leihkasse be­schloß, die Guthaben der Einleger nur noch bis zu 1000 Mk. mit 4 pCt., höhere mit 3l/t pEt. zu verzinsen. Der Zins­fuß für Hypothekschulden wurde von 4% auf 4 pEt. herab­gesetzt. Die betheiliqten Gemeinden können dagegen im Be­darfsfall Geld zu 3»/i pCt. bekommen.

L. Bi&berg, 25. August. Das Grumm etgraS auf den herrschaftlichen Wiesen in den Gemarkungen Wallern­hausen, Lißberg, Eckartsborn und Ranstadt ist zur Ver­steigerung gekommen. Tine sachverständige Besichtigung und Abschätzung ging vorher. Der Stand be« Grase« ist von gering über mittelmäßig bi« gut. Der muthmaßliche Ertrag pro Morgen schwankt von 2 bis 3 Gentnern auf geringen, von 3 bi« 4 Gentnern auf mittelmäßigen und von 4 bis 5 Gentnern auf guten Lagen. Die Erlöse haben die Abschätzungssummen fast überall nicht unbedeutend über­stiegen- in der Gemarkung Lißbevg wurde mehr als da» Doppelte der Abschätzungssumme erzielt. Die Versteigerung war gut und wurde sogleich genehmigt.

Schotten, 26. August. Gestern fand die Eröffnung der Wirthschaft b LehrerheimS statt. Die Räume de« Hauses waren überfüllt, so daß auf den Veranden und im anliegenden Walde sich noch zahlreiche Gesellschaften nieder­gelassen hatten - die Zahl der Theilnehmer an der Eröffnung«- feier mag ca. 400 gewesen sein.

Worms, 26. August. Oberhalb der Stadt wurden gestern drei zusammengebundene Leichen, eine« Manne«, einer Frau und eine« etwa 2jährigen Kinde«, ge- länbet. In einem Notizbuch de« Manne« fand sich der Name Michael Schanz au« Haingrund. Frkf. Ztg.

A Mainz, 26. August. Der lang erwartete Besuch deS Kaisers in Mainz hat heute Morgen stattgefunden, und zwar {genau programmmäßig. Mittelst Sonderzug traf der Kaiser wenige Minuten vor 10 Uhr hier ein und fuhr direkt bi« gegen Mombach, wo er vor der Gastell'fchen Waggonfabrik von dem am Morgen hierher gekommenen Großherzog, dem Gommanbcur deS 11. Armeekorps, den höheren Offizieren sowie den Spitzen der Givilbehörden be­grüßt wurde. Bei den BegrüßungSworten, welche der Kaiser an den hiesigen Oberbürgermeister Dr. Gaßner gerichtet hatte, sagte er, daß er lebhaft bebaure, die Stadt selbst, heute nicht besuchen zu können, daß er aber bei erster nächster Gelegenheit einmal kommen werde. Nach der Begrüßung, die in einem luftigen Zelt ftattfanb, stieg der Kaiser zu Pferd und ritt nebst Gefolge zu den Truppenübungen, die in einem BrigadeExercieren mit einer daran schließenden Gefechtsübung mit markinern Feinde bestand. Nach Beendi­gung der Parade bestieg der Kaiser gegen zwei Uhr wieder seinen Salonwagen und fuhr wenige Minuten nach zwei Uhr per LudwigSbahn an Mainz vorüber direkt zum Besuch der Kaiserin Friedrich nach Gronberg. Die Nachricht von der Hierherkunft des Kaiser», wie auch da« zu erwartende mili­tärische Schauspiel hatte eine riesige Menschenmenge von hier und der Umgegend auf die Beine gebracht, die schon in den ersten Morgenstunden nach demgroßen Sande" wallfahrte. Doch da« nicht offiziell zugelaffene Publikum wurde größten- theilS sehr enttäuscht, indem dasselbe in Folge der Absperr­ungen einzig große Truppenmaffen zu sehen bekam. Ebenso war die Enttäuschung von den Menschenmaffen sehr groß, die dem Gerüchte Glauben geschenkt hatten, daß der Kaiser nach der Parade durch die Stadt retten würde, und infolge dessen den Bahnhof und die umliegenden Straßen lange umlagerten.

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* Marburg, 23. August. DaS am Bahnhofe gelegene Hotel Quentin" ging durch Kauf an den früheren Besitzer Herrn Prof. Paasche über - dasselbe soll bereits an Herrn Hotelier Weitzel verpachtet sein und derselbe demnächst den Betrieb eröffnen. Nach Unterschlagung amtlicher Gelder war der Gemeinde-Einnehmer Meyer in Vöhl geflüchtet. Er wurde in New-Uork verhaftet und gestern durch die Bremer Polizeibehörde in baß hiesige Gesängniß eingeliefert.

Bozeo, 24. August. Der Bildhauer Johann Schild auß Meran stürzte bei einer Besteigung der Pulta in kti Laziser Bergen ab und trug schwere Verletzungen davon.

* Laibach, 24. August. Der Ingenieur Hermann .Wunderlich aus Wien, der eine Ersteigung der hohen Eana in den Steiner Alpen unternommen hatte, ist ab- gestürzt. Er wurde erheblich verletzt, doch besteht keine Lebensgefahr.

» Budapest, 26. August. Einer Meldung be«Pesti Naplo" zufolge hat der Gorporal Alexander Weiß vom 26. Infanterie-Regiment in Römern seinen Gompagniechef während de« Exerciren« au« Rache erschossen.

«nf bet Hochzeitsreise ist, wie griechischen Blätter» au« Smyrna gemeldet wird, da« englische Ehepaar Leed«