Ausgabe 
28.7.1895 Erstes Blatt
 
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ständig zertrümmert. Eine Anzahl Reisender auS dem un­versehrten Wagen floh wie wahnsinnig querfeldein- zwöl Leichen wurden unter den Trümmern gefunden, darunter beide Maschinisten und beide Heizer. 50 Verwundete und 20 Schwerverwundete wurden inS Hospital gebracht. Die Ursache der Entgleisung ist wahrscheinlich durch Regen auf- geweichtes Erdreich.

Der Krieg von 1870,71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.)

28. Zoll.

Auf dem Kriegsschauplätze naht die furchtbar ernste Stunde, in welcher sich die Armeen zum ersten Male meffen werden. In Berlin hat man darauf aufmerksam gemacht, daß die deutschen Heere zum Angriff übergehen und in Frankreich einmarschiren werden, und seit dem 27. Juli ist ein lebhafte- Vorgehen der französischen Truppen gegen die Pfalz zu beobachten. Die feindlichen Truppen stehen an manchen Punkten sich so nahe gegenüber, daß ein Schuß, das Plänkeln von Patrouillen und Vorposten einen größeren Kampf Hervorrufen kann. Den Kaiser Napoleon hat sein altes unaussprechliches Uebel geschlagen, er konnte noch nicht zum Heere reisen.

Der Herzog von Nassau hat sein 1866er Kreuz würdig und still getragen, heute verleiht ihm das deutsche Volk seinen hellsten Ehrenstern. Kaiser Napoleon schrieb ihm : Stelle Dich unter meinen Schutz, ich gebe Dir Dein Land wieder." Der Herzog schrieb zurück'Ich weiß, was ein deutscher Fürst seinem Vaterlande schuldig ist", und stellte sich sofort sammt seinem Halbbruder, dem Prinzen Nikolaus, dem BundeSoberfeldherrn zur Verfügung. Sein Sohn diente unter den Sachsen.

Graf Beust hat eine nachdrückliche Verwarnung an den Exkönig von Hannover in Gmunden erlaffen, alle feindseligen Agitationen gegen Deutschland etnzustellen.

Italien rüstet gewaltig und allem Anscheine nach gegen Deutschland. Der Preis, den Napoleon für das BÜndntß Italiens gezahlt hat, ist Rom. Die Franzosen räumen Rom. Die Italiener schicken den Franzosen ein Heer zur Hilfe. Dieser Vertrag soll so gut wie abge­schloffen sein.

29. Juli.

König Wilhelm und auch Napoleon haben An­sprachen an ihre Völker gerichtet.

von unserer Langmuth keine Notiz

Napoleon sagt:

Preußen, dem wir bis 1866 und leit demselben die versöhn­lichsten Gesinnungen bezeugt hatten, hat von unserem guten Willen,

Wilhelm sagt:

Ich bin gezwungen, infolge eine- willkürlichen Angriffes das Schwert zu ziehen, um denselben mit aller Deutschland zu Gebote stehenden Macht abzuwehren. Es

«nädiger Hilfe alles gelegen ist. 'uf Ihn hoffe Ich und fordere Ich Mein Volk aus zu gleichem Vertrauen."

ist Mir eine große Beruhigung genommen . . . Die glorreiche

vor Gott und den Menschen, daß Fahne, welche wir wieder einmal

Ich dazu in keiner Weise Anlaß denen gegenüber entfalten, die

gegeben habe. Ich bin reinen unS fordern, ist dieselbe, welche

Gewissen« über den Ursprung durch ganz Europa die ctotlisa- dieses Krieges und der Gerechtig- torischen Ideen unserer großen kcit unserer Sache vor Gott ge- Revolution trug. Franzosen! wtß. Von Jugend auf habe ich Ich bin im Begriff, mich an die ver trauen gelernt, daß an Gottes Spitze dieser tapferen Armee zu stell«, welche durch Pflichtgefühl und Vaterlandsliebe beseelt ist; sie weiß, was sie werth ist, denn sie hat gesehen, wie in vierWelttheilen sich der L>teg an ihre Schritte heftete. Ich führe meinen Sohn mit mir; ungeachtet seines jugend­lichen Alters kennt er die Pflichten, welche sein Name ihm auserlegt, er ist stolz, auch seinerseits theil- nehmen zu dürfen an den Ge­fahren Derjenigen, welche für das Vaterland kämpfen. Gott segne unsere Bemühungen! Ein großes Doll, welches eine gerechte Sache verthetdigt, ist unbesieglich!"

Cocukt tttztzö pesvLitzLette»

legen, den 27. Juli 1896.

Pr.** Neues Theater. Mit musikalischen Aufführungen hat die Direction TreSper-BaarS entschieden mehr Glück als mit solchen von Schauspielen. Die für gestern angekündigte Vorstellung Cavalleria rusticana hatte trotz der großen Hitze ihre Wirkung auf daS Publikum nicht ver­fehlt und der Saal desCafä Leib" war leidlich besetzt. Wir find nicht ganz ohne Vorurtheil in die gestrige Auf. siihrung gegangen und haben unS in den Erwartungen, die wir daran knüpften, nicht getäuscht. Ein Ensemble wie das jetzige, welches in seinen musikalischen Aufführungen Haupt« sachlich Werke leichteren Inhalts bevorzugt, kann einem so tiefernsten Werke wie der Cavalleria rusticana unmöglich gewachsen sein und dies war gestern fast durchgängig der Fall, so gern wir auch den guten Willen der Darsteller an- erkennen. Stimmlich war ihrer Rolle nur Frl. Schröder gewachsen, welche sich als eine würdige Vertreterin der be­trogenen und rachedürstigen Santursa erwies und selbst ver­wöhnteren Ansprüchen genügen konnte. Alle übrigen Dar- fteller zeigten in ihren Leistungen größere oder kleinere Mangel und vermochten sich nicht in dem Rahmen dieses er- ?^LCnb.Cno-^U^-brama8 iu bewegen. Auszunehmen wäre höchstens Frau Hein, welche als Lucia leider zu wenig in den Gang der Handlung eingreift und uns deshalb gestern keine Gelegenheit geben konnte, ihr Können auch auf ernstem G-bitt 8U r-'s-n. Dir Shor liefe mchrsoch zu wünschen übrig und auch da« Orchester, da« unsere« Wissen« nach einer einzigen Prabe die Aufführung begleitete, war gestern (einet Ausgabe nicht gewachsen. Die undankbarste Ausgabe hatte entschieden Herr Lapellmeister DSU, der sichtliche Mühe hatte, die beiden letzteren Ensemble« zusammenzuhalten, was ihm um so schwerer wurde, als er die wirklich recht mangelhafte Orchefterbesctzung theilweise auf dem Klavier ersetzen mußte. Wir wiederholen nochmals, daß Aufführungen

wie die der Cavalleria rusticana, namentlich wen« sie nicht genügend vorbereitet und von einem vollbesetzten Orchester begleitet werden können, für das Ensemble TreSper - Baars sich nicht eignen, und die Direction wird gut daran thun, in Zukunft weniger schwierige Werke aufzuführen, die ihr außer einem besetzten Hause noch einen guten künstlerischen Erfolg etnbringen. Der der MaScagni'schen Oper voraus- gehende Einacter ist eins jener niedlichen harmlosen Stückchen, die bei guter Durchführung daS Publikum immer befrie- digen. Gestern Abend wurdeGott fei Dank, der Tisch ist gedeckt" flott heruntergespielt und hatte Dank dem guten Humor und der manchmal etwas derben Komik der Dar­steller eine recht erfreuliche Wirkung. Wir bedauern leb­haft, daß uns auS verschiedenen Gründen von der rührigen Direction nicht öfter Lustspielabende geboten werden können.

DaS Vorlesung» Berzeichniß der Gr. Landes - Uni­versität für daS Winter-Semester 1895/96 ist erschienen und zum Preise von 20 Pfg. durch alle Buchhandlungen und die Hof- und UniverfitätS-Druckerei Curt von Münchow zu beziehen. ,

Zm Gewächshause des botanischen GartenS blüht gegenwärtig Musa sapientum, die ächte Banane aus Ost-Indien.

Der Frankfurter Ruder Club wird nunmehr auf der hiesigen Regatta doch starten, nachdem er den seitens eines der betheiligten Vereine beigebrachten Protest durch genügenden Gegenbeweis entkräftet hat. Die Regatta gewinnt durch das Erscheinen deS Frankfurter Clubs ganz bedeutend, da die von demselben genannte Mannschaft über ein formvollendetes Rudern verfügt und eine der besten Rennmannschaften Süd­deutschlands ist.

* Radfahrfport. Karl Duill wird in Darmstadt nicht fahren, weil die Meldung zu spät eingetroffen ist.

* Anschütz' Projections Borträge. Trotzdem die vor­trefflichen , lebenswahren Darstellungen keiner besonderen Empfehlung bedürfen, weifen wir hiermit noch einmal auf die heute Abend in Steins Garren stattfindende Aufführung hin.

** Tyroler Concerte. Wie aus dem Jnferatentheil heute ersichtlich, giebt die Throler Vocal- und Jnftrumental- Concert-Gesellschaft I. Planer Montag und Dienstag im Garten der Restauration ElgeS Abend-Concerte. Die deS Oefteren hier schon anwesende Gesellschaft steht durch ihre guten Leistungen noch in bestem Andenken.

Kaiser-Maunöver. Wenn eine auS Mainz hier ein- getroffene Nachricht sich bestätigt, so hat im nächsten Jahre das 11. ArmeecorpS Kaiser-Mannöver.

** Der Stab des 11. Zägerbataillous, auf einem UebungS- ritt in die Gegend von Darmstadt begriffen, traf gestern hier imHotel Einhorn" ein und setzte heute Morgen die Reise fort.

* Ertrunken. Ein junger Lehrer aus Münchholz­hausen ist gestern Abend beim Baden in der Lahn bet Dutenhofen ertrunken. Derselbe gerieth, wahrscheinlich deS Schwimmens unkundig, in eine tiefe Stelle und verschwand o vor den Augen seiner beiden Collegen. Erst heute früh wurde die Leiche aufgefunden.

* Betrug hat eine hiesige Wittwe dadurch verübt, daß te sich von dem Armenamte Gießen seit Jahren Unter- tützung geben ließ, obwohl sie noch im Besitze von Spar- affeneinlagen über 500 Mk. war. Vom hiesigen Schöffen­gericht wurde sie dieserhalb mit 6 Wochen Gefängniß be­traft. Es verdient dies in weiteren Kreisen bekannt zu werden, damit Denjenigen, welche sich etwa in gleicher We se vergangen, bezw. vergehen, die Folge ihrer Handlungsweise vor Augen gestellt ist.

* 25jahrlge Ertuuerungsfeier au 1870, zugleich Verbands­fest der KriegerkameradschaftHasfia" zu Darmstadt. Die Festordnung für die Erinnerungsfeier an das Jahr 1870, zugleich Verbandsfest der Kriegerkameradschaft Hassia", ist jetzt endgültig festgestellt. Dieselbe lautet wie folgt:

Sonntag, 11. August: Concert auf dem Festplatz von 3 Uhr an. Abends 7 Uhr: Concert und Aufführung in der Fefthalle.

Samstag, 17. August, Vormittags: Empfang der ankom­menden Festgäste. Vormittags 11 Uhr: Delegirtentag der Krieger­kameradschaftHassia" im städtischen Saalbau; Eintritt haben hierzu nur Mitglieder derHassia" und geladene Gäste. Die Eröffnung der Bureaux findet um 9 Uhr statt. Nachmittags 3 Uhr: Festessen der Delegirten und Festausschüsse hiesiger Vereine in der Festhalle. Abends 7 Uhr: In der Festhalle: Begrüßungsfeier, Concert, Fest­gedicht, Aufführung von Massenchör«, Nebelbildern und turnerisch« Darstellungen usw. Concert auf dem Festplatz von 8 Uhr ab.

Sonntag, 18. August, Vormittags von 7 Uhr an: Empfang der ankommenden Festgäste. Vormittags 8 Uhr: Gottesdienst, mit besonderem Bezug auf den Tag, in den sämmtlichen evangelischen Kirchen, der katholischen Pfarrkirche und in der Synagoge für die Theilnehmer Vormittags ' 21O Uhr: Ausstellung des Festzuges vor dem Iägerthor. 7211 Uhr: Abmarsch des Festzuges, Bewegung am Kriegerdenkmal vorüber, Vorbeimarsch am Großh. Residenzschloß vor Sr. Konigl. Hoheit dem Großherzog, durch mehrere Straßen nach dem Exercierplatz. Im Zuge kommt die Entwickelung der Uniformirung der hessischen Truppen seit Landgraf Philipp dem Großmuthigen durch Gruppen zur Darstellung, ebenso werd« auf Festwagen Colossalbüsten, Allegorien usw. vorgesührt Auf dem «finbet für die Zugtheilnehmer die eigentliche Ge- dachtnißfeier zur Erinnerung an die Opfer des Krieges statt. Nach­mittags 2 Uhr: Gemeinsames Mittagessen der Veteranen In der Emlhetlunz nach den alten ^ruppmoerbänd«. Nachmittags von 3 Uhr ab: Concert auf dem Festvlatz. Abends 7 Uhr: Concnt und Ausführung« in der Festhalle, Prolog, Vorführung lebender Bilder, Scenm aus dem Kriege 1870 darstellend, nach den Entwürfen des Herrn Professor Hermann Müller in Darmstadt, GesangSoorträae und turnerische Darstellungen, Feuerwerk auf dem Festplatze. k A August, Vormittags 9 Uhr: Gedächtnißfeier

der Darmstadter Kriegervereine auf den Friedhöfm. Nachmittags D0" Uhr ab . Loncert auf dem Festvlatze. Abends 7 Uhr: Concnt und Ausführung in der Festhalle, Vorführung von Nebelblldern, Darstellungen von Personen und Ereignissen der dmkwürdigen Zeit, Ausführung von Maffenchören usw.

.. 20 August, Nachmittag- von 3 Uhr an: VolkS-

feft auf dem Fest platz, von Abends 7 Uhr an: Concert in der Fest- Halle und auf dem Festplatz.

Sonntag, 25. Äugust: Feier deS LudwigStagcs nach be­sonderer Ordnung.

Sonntag, 1. September: Sedanfeier, ebenfalls nach besonderer Ordnung.

Getteidemarkt. (Berichtswoche vom 18. bis 25. Juli.) Der Getreidemarkt blieb die letzte Woche gedrückt, obwohl

in Amerika wegen ungünstiger Ernteerträge die Weizenpreis' wiederholt stiegen. Diese merkwürdige Erscheinung läßt sich nur dadurch erkläre«, daß in Europa bereits Weizen und Roggen der neuen Ernte in schöner Qualität auf den Markt gebracht wurde und deshalb altes Getreide überreichlich an- geboten worden ist. Auch die Zufuhren aus Rußland und Ungarn waren bedeutend. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Centn er zu 138 bis 152 Mk., Roggen 118 bis 126 Mk., Gerste 108 bis 156 Mk. und Hafer 126 Mk. bis 152 Mk.

* ** Lollar, 27. Juli. Herrn W. Feller, Gründer und Hauptmann unserer freiwilligen Feuerwehr und Vor« fitzender des Provinzial Feuerwehr BerbandeS der Provinz Oberheffen, Mitglied der LandeS-Brandkammer, ist gestern nach einer stattgehabten Uebung unseres Feuerwehrcorps durch Herrn KreiSamtmann Dr. Wallau-Gießen für vielseitige Verdienste auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens der Verdienst« orden zweiter Klaffe Philipps des Großmüthigen überreicht worden.

Nniversitäts - Nachrichten.

Der Stadtrath in Genf ernannte an StelledeS verstorbenen Karl Vogt zum Professor der Zoologie und der vergleichend« Anatomie an der dortigen Universität Herrn Emil Dung, ein« Gmfer, Schüler und später auch Stellvertreter VogtS.

Briefkasten.

Herrn F. in Lauter. Wir haben Ihre Karte dem Verfaffer betr. Artikels zugesandt. Red.

Brodpreise vom 28. Juli bis 11. August 1895. Der hiestge« BLcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......25 Pfz

2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......50

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot)......23 _

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot.......46 ,

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......21

Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth ... 20 _

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot)......42 ,

Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth u.W.Amend . 40 _

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......63 ,

Der auswärtige« Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) bei W. Weittel von Lang-GönS 21 Pfg. Aug. Deibel von Wiefeck 23

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg. Ant. Heuser von Gr.-Linden 38

L Schmidt von Gr.-Linden 40 W. Weitzel von Lang-GönS 42 ,

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei Gg. A. Heuser 0. Gr.-Linden 36 Joh. Kd. Veite v. Kirch-GönS, LouiS Schmidt v. Gr.-Linden, W. Weitzel v. Lang-Göns

F. Schön 0. RutterShausm, 38 , W. Steinmüller v. Lang-GönS il

G. Jacoby v. Alten-Buseck 40 , Aug. Deibel v. Wieseck 42

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei G. Jacoby v. Alten-Buseck 60 Balth.Christ. Ww. 0.Wieseck 63 Der vrodverkäufer.

Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 27. Juli 1895.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

I. V.: Wolff.

Amsrng OMS den StanötMmtMregiftmi Ht Stadt »ietzea.

Juli: 20. Ernst Ludwig Rosenberg, Rechtsanwalt dahier, mit Elsa Bettina Wertheim zu Frankfurt a. M. 22. HanS Carl Bogumil Gotthold Koberstein, Kunstmaler zu Berlin, mit Josephina Wilhelmine Giesa Riegel Hierselbst.

G-eschließ««-Oa»

Juli: 20. Friedrich Adalbert Heinrich Max Klingelhöffes, Gräflicher Oberförster zu Westerburg, mit Sophie Ernestine Kmp/fre Amalie Anna Jöckel bierselbst. 20. Konrad Steinbach, Platzmeister dahier, mit Maria Elisabetha Ltnn hierselbft. 24. Franz Martin Henn, Bäcker dahier, mit Marie Christine Cappeller hierselbft. 24. Julius Kaspar Wellhöfer, Küfer und Wirth dahier, mit Wilhel­mine Nickel Hierselbst. 26. Kaspar Volland, Schneider dahier, mit Helene Marie Weber hierseldst. 26. Karl Biedenkopf, Postschaffner dahier, mit Anna Fritz von Ober-Seibertenrod.

<6ote«<.

Juli: 15. Dem Privatier Ludwig Prelsag ein Sohn. 16. Dem Taglöhner Philipp Schmidt IY. ein Sohn, Georg Philipp Karl. 17. Dem Locomotlvführer Friedrich Wilhelm Busch eine Tochter, Martha Elisabeth. 18 Dem Lackirer Karl Ludwig Barbas eine Tochter. 20. Dem Schuhmachermeister Friedrich Keil eine Tochter. 20. Dem Calculator Carl Mathes ein Sohn, Karl WUHelm. 22. Dem Lehrschmied Georg Lampert eine Tochter. 23. Dem Schuhmacher Ignatz Fleischmann ein todtgeboreneS Kind männlichen Geschlechts.

BttlorfrtiWi

Juli: 22. Amalie Weller, 66 Jahre alt, Rentnerin von Mainz. 22. Elisabetha Rabenau, 66 Jahre alt, Prioatin dahier. 22. Heinrich Runkel, 52 Jahre alt, Schlosser dahier. 23. Christine Stroh, geb. Ganß, 63 Jahre alt, Ehefrau von Schreinermeister Franz Joses ^troh dahier. 23. Helene Reiber, geb. Helm, 73 Jahre alt, Ehefrau von Rentner Wilhelm Reiber dahier. 24. Georg Wilhelm Adami, 17 Jahre alt, Kaufmann dahier. 24. Landwirlh Wilhelm Will, 24 Jahre alt, von Rod heim v. d. H., Kreis Friedberg, Dragoner im 24. Dragoner-Regiment. 25. Otto Stork, 20 Jahre all, Schloff« von Schotten. 25. Karl Schäfer, 51 Jahre alt, von Berghahn. 26. Konrad Schomber, 7 Monate alt, Sohn von Wirth Konrad Schomber dahier. 26. Ludwig Port, 4 Monate alt, Sohn von Tag- löhner Konrad Port dahier.

Auszug ans den Kircbcnböcbem

der Stadt (Sieben.

Evangelische Gemeinde.

Betraute»

MarkuSgemeinde.

Den 23. Juli. Karl August Göbel, Schneid« in Gießen, und Marie Oppertohauser, Tochter des TaglöhnnS Johannes OppertS- Häuser zu Friedeihausen.

LukaSgemeinde.

Sen 20. Juli. Friedrich Kltngelhöffer, Gräflicher Obersirff« zu Westerburg, und Anna Jöckel, Tocht« des LandgerichtSdtrectors Ludwig Jöckel zu Gieß«.

Juli. Karl Biedenkopf, Postschaffner, und Anna Fritz, Tocht« deS verstorbmen LandwirthS Johannes Fritz von Ober- isetoertmrod.

JohanneSgemeinde.

x)cn 20. Juli. Conrad Steinbach, Platzmeist« zu Gießen, ein

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In der Zeit v .»idliothek täglich von Gießen, den 6374

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Tagesordnung:

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