18 22. Juni. DaS ärztliche Honorar deSOrofessor
Leyden für die Behandlung deS verstorbenen^ Kaisers Alexander III. von Rußland in Livadia betrug, wie jetzt dem „93. T." aus bester Quelle mitgetheilt wird, fünfzig Tausend Rubel. Geheimrath Leyden kommt, wie er durch den Draht mitgetbeilt hat, am nächsten Dienstag nach Berlin zurück und wird am Mittwoch seine Vorlesungen und seine Privalpraxts wieder aufnehmen.
* Berlin, 22. Juni. Der „B. L. A." meldet: Ein Pistolen-Duell hat heute Morgen im Grünewald zwischen einem Referendar und einem Lieutenant der Berliner Garnison stattgefunden. Beide wurden verwundet, der Erstere, ein Herr v. W., sehr schwer. Als Grund deS Zweikampfes gelten Zwistigkeiten in einer beiden Parteien befreundeten Familie.
* Berlin, 24. Juni. Gestern gegen Mitternacht überrannte auf der Oberspree der Dampfer „Kyffhäuser" ein kleines Motorboot. Der Inhaber deS Bootes und ein Kind wurden gereitet, die übrigen fiebeo Personen find ertrunken. W
* Berlin, 24. Juni. Der Schiffer Richard Erpel, welcher in die bekannte Todtschlag * Affatre verwickelt ist, sollte heute Vormittag von Hamburg nach hier zu der morgen hier beginnenden Schwurgerichts-Verhandlung transportirt werden. Es gelang ihm jedoch, auf dem Berliner Bahnhofe in Hamburg seinem Transporteur zu entweichen und, obgleich er gefeffelt war, in der Menge zu verschwinden.
* Berlin, 24. Juni. Das Dampferunglück auf der Oberspree ist immer noch nicht aufgeklärt- doch neigt man sich jetzt mehr zur Annahme, daß eine Kesselexplofion auf- dem Dampfboot daS Unglück verursacht hat. Das Dampfboot ist durch ein Commando Pioniere gehoben. Zugleich wurde die Leiche einer älteren Frau aufgefischt.
*^Bab Wilduvge«. 22. Juni. Die gesundheitlichen Zustände ^unseres Badeortes find bekanntlich die denkbar günstigsten und ist die städtische Verwaltung unablässig bemüht, dieselben auf ihrer Höhe zu erhalten. Insbesondere trägt hierzu bei die im vergangenen Jahre durchgesührte Canalisation. Die von der Stadt eingesetzte SanitätScommisfion ist in an- erkennenswerther Weise thätig, und werden von derselben selbst die geringsten Vernachlässigungen der gesundheitspolizei- lichen Vorschriften aufs strengste geahndet, wodurch sich auch die sanitären Verhältoiffe der Stadt Wtldungen wesentlich gebessert haben. Die Wasserversorgung des Bades und der Stadt ist durch die Zuführung weiterer ergiebiger Quellen nunmehr eine so reichliche, daß das Besprengen der nach den Cur-Anlagen führenden Wege und Alleen selbst in der trockensten Jahreszeit täglich zweimal mittelst eines auf Veranlassung des CurvereinS von der Stadt beschafften Sprengwagens ohne Belästigung der Passanten erfolgen kann.
* Munster, 24. Juni. Ein Einjährig - Frei- williger des hiesigen 13. Infanterie Regiments hat sich heute früh auf dem Speicher der Kaserne erschossen. Der junge Mann, der Sohn eines Beamten, hatte über seine Der- hältniffe gelebt.
* Trier, 25. Juni. Bet FundamentirungSarbeiten stürzte ein angrenzender Schuppen ein. Zwei Arbeiter wurden erschlagen, ebenso wurde ein Pferd und einige Schweine getödtet.
Mannheim, 22. Juni. Einen geradezu beispiellos frechen Schwindel hat dieser Tage der Lehrling eines hiesigen Ofensetzers ausgeführt. Er engagirte eine Hilfskraft, ging in die Jnfanteriekaserne, sagte hier, es kämen neue Oefen in die Mannschaftsftuben, brach fünf Kasernenöfen ab, woran er nicht gehindert wurde, da Niemand an seiner Angabe zweifelte, und verkaufte sie als altes Eisen bet der Metall- waarenhandlung L. Schneider u. Sohn. DaS Geld verjubelte der geniale Junge. Als die Geschichte mit den
Orfen endlich sonderbar gesunde« und Untersuchung ein- geleitet wurde, entdeckte man die abgängigen Eommtßöfen im Schneider'schen Magazin in Reih und Glied aufgestellt.
* Stuttgart, 25. Juni. Das Schwurgericht verurtheilte den Dienstknecht Mauth wegen Ermordung und Beraubung des Dienstknechts Haas' aus Kochenhof bet Stuttgart, sowie wegen Brandstiftung zum Tode und zu zehn Jahren Zuchthaus.
* Nürnberg, 22. Juni. In Fürth ist der Kaufmann Bendit jun. während des Schlafes infolge Ausströmung von GaS erstickt.
* Lübeck, 24. Juni. Der Buchhalter Busch ow deS hiesigen Spar- und Vorschußverems wurde heute wegen Unterschlagung von 37000 Mark zu vier Jahren Ge- fängniß verurtheilt.
* Tesfla, 24. Juni. Zehn Mädchen fuhren mit einem Schtffmann über den Langensee nach Hause. Ein Windstoß brachte das Boot zum Kentern und alle Insassen ertranken.
* «in schlauer Direktor. Einen eigenthümlichen Tric, um sein Theater zu füllen, benutzte Direktor Rtzollo tn Terni. Die Anschlagzettel lauteten nämlich: „(Nicht für junge Damen)? Heute zum ersten Male: „Der Riegel." Posse von Blum und Toche." Und überdies war die Be- merkung htnzugefügt: „Dieses Stück eignet sich absolut nicht für junge Mädchen. Wir warnen daher die geehrten Mütter und Väter davor, ihre Töchter mtlzubrtngen." Und wa- war die Folge? Die Töchter blieben zwar zu Hause, dafür strömte aber fast alles, was tn Terni Mutter oder Vater war, ins Theater und das Geschäft war gemacht.
Derteile, Caub* rrrrd VoU-rvirthsehaft.
" 26. Juni. Fruchtmarkt. Rother Wetten
X 13.65, weißer Weizen X 06.00, Korn X 10.10, Gerste X 7.50, Hafer X 580.
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