fdion heft eben btr Dinhschasten in andere Hände handelt 5 da» LancesfionSgesuch de« Maurermeister« Pfaff, welcher am Neubau der Oberbesi. Eifenbahnwerkstätte Speisen und Getränke zum Selbftfoüenpret« an die Arbeiter zu verab. reichen beabRthugtc, wird Mangel» eine» Bedürfniffe» (e» befinden sich in der Nähe mehrere Wirthschasren) nicht befürwortet.
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bezeichnen sie al» offne, halten aber da» übrigbleibende Gelände seiner der Zuglust ausgesetzten Lage wegen für ungeeignet zur Errichtung eine» SiechenhauieS- sie geben schließlich der Versammlung anheim, zu erwägen, inwieweit-angesichts des WohnungSüberfluffeS die lediglich der Speculation ent- springende Erbauung neuer Wohnhäuser eingeschränkt werben könnte bezw. Neubauten nur dann zuzulassen seien, wenn ein Bedürsnlß vorliege. In einer dritten, während der Be- rathungen eingegangenen Privat-Eingabe wird gebeten, die Arbeiterwohnungen anderweitig anzulegen. ES wird auf Antrag der Baudeputation nach eingehender Berarhung beschloffen, den Reclamartonen keine Folge zu geben. Der Antrag beweise, so bemerkt Herr Oberbürgermeister Gn aurh, daß die Stadtverordnetenversammlung auf dem richtigen Wege sei, wenn sie dahin trachte, die Wohnungen möglichst zu vermischen und damit für die Folge derartigen Eingaben vorbeuge. Herr Löber bemerkt, daß anderweit genügend Gelände vorhanden fei, wogegen Herr Oberbürgermeister Gnauth in der Annahme, daß Herr Löber die nördlichen Siadttheile im Auge habe, erwiderte, daß sich die Speculation bereit- des fragl. Geländes bemächtigt, so daß selbiges schwerlich zu 2 Mk. zu haben sei. — Herr Wallenfels würde ebenfalls einer Verlegung zuMnmen und daS ganze Terrain event. für ein StechenhauS reserviren. — Herr Oberbürgermeister Gnauth bitont demgegenüber, daß nach Errichtung der Straße immer noch 33 000 Quadratmeter frei blieben- an das Gelände nach den Eichgärten hin könne nicht gedacht werden, so lange ein Bebauungsplan noch nicht vorliege. ES gelte auch, die Sache billig herzustellen und bald mit dem Bauen zu beginnen. — Herr Heyligenstaedt zog seinen vorher gestellten Antrag auf Weglaffung von Vorgärten in bezeichneter Straße zurück, nachdem ihm die Gründe, die für Anlage von 3 Mtr. breiten Vorgärten gesprochen, mitgetheilt worden. Dem vom Stadtbauamt vorgeschlagenen Längen-Nivellement wird zugestimmt unter Beibehaltung der Vorgärten.
Zu dem folgenden BerathungSgegenstand, Wahl eines besoldeten Beigeordneten, liegt ein ausführlicher Bericht des Herrn Oberbürgermeisters vor. In demselben wird unter Darlegung der stetig steigenden Anhäufung der Geschäfte, unter Hinweis auf nothwendige, vom Bürgermeister persönlich zu bearbeitende Sachen dessen Entlastung für unumgänglich bezeichnet und eine Reihe von Geschäftszweigen vorgeschlagen, welche einem besoldeten Beigeordneten zu übertragen sein würden. Als solche sind in dem Bericht bezeichnet: da» gesammte Armenwesen, das gejammte Versicherungswesen, der Vorsitz im Gewerbegericht, die Geschäfte deS Standesamt», der Impfung und Rccrutirung, das Sühneverfahren, die Angelegenheiten der Reichs und Staatsbürger, die Mitwirkung bei der Steuerregulirung, das Brandver- sicherungSwefen, mit ihren mannigfachen Unterabteilungen. AuS dem in gewisser Beziehung begrenzten Wirkungskreise deS besoldeten Beigeordneten sei dessen Stellung nach Amts- dauer, Gehalt und sonstigen Anstellungsdedingungen auch so zu gestalten, daß nicht nur Anfänger, sondern womöglich auch solche Persönlichkeiten sich bewerben, welche bereit» auf eigene verantwortliche Thätigkeit verweisen können. AuS diesen und einer Reihe anderer Erwägungen in Bezug auf Amtszeit, Gehalt und Ruhegehalt, W.ttwen- und Waisenversorgung ist
beantragt : 1) der Erlaß deS nachstehenden On-statM»: Auf Beschluß der Stadtverordneten-Bersammlung vom . . . und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom . . . zu Nr. M. I. . . . wird hierdurch in Gemäßheit deS Art. 29 der Städte-Ordnung in der Fassung vom 26. Mat 1894 die Zahl der Beigeordneten für die Provmzial-Hauplftadt Gießen auf drei bemeffm und bestimmt, daß einer dieser Beigeordneten mit Besoldung angestellt werden soll- 2) die Bemessung der Amtszeit deS besoldeten Beige- ordneten auf zwölf Jahre, de» Gehalte» ähnlich wie in Worrn» (4500 Mk. AnfangSgehalt), deS Ruhegehaltes und der W itwen- und Waisenversorgung wie für die definitiv angeftellten Ge meinbebeamten der Stadt Gießen; 3) vorläufige Zustimmung der Stadtverordneten-Versammlung zu der vorgeschlagenen vertheilung der Geschäfte zwischen Bürgermeister und besoldetem Beigeordneten und Uederlaffung der Bestimmung über die Vertretung deS Bürgermeisters zunächst an den letzteren - 4) Ausschreiben der Stelle mit Beschränkung der Bewerbung auf solche, welche die hessische StaatSprüsung für den höheren Verwaltungsdienst ober für da« Richteramt bestanden haben. — Die zunächst mit der Angelegenheit betraute juristische Lorn- Mission berichtet au» ihrem Protokoll, daß sie den Vorschlägen deS Oberbürgermeisters beistimme, aber empfehle, bezüglich der GeschäftSvertheilung festzusetzen, daß eS dem Bürgermeister zu überlaffen sei, ob und inwieweit derselbe einzelne Amts- geschäfte oder Gruppen von Amtsgeschäften dem besoldeten Beigeordneten übertragen oder auS dem Reffort desselben an sich ziehen will - als AnfangSgehalt deS Beigeordneten soll vorgesehen werden der Betrag von 4500 Mk., Erhöhung um je 500 Mk. soll je nach Ablauf von 3 Jahren erfolgen - der Ruhegehalt soll berechnet werden nach Maßgabe der Bestimmungen über die Versetzung der staatlichen Civilbeamten in Ruhestand und zwar mit festem Recht deS Beigeordneten auch schon für die ersten fünf Jahre der Dienstzeit im städtischen Dienst. Gleiches solle gelten für die Wittwen- und Waisen- Dersorgung, wofür jedoch Beiträge nicht erhoben werden. Die Bewerbung soll nicht auf Hessen beschränkt werden. ES wird nach eingehender Besprechung, an der sich die Herren Schmall, Dr. Schäfer, Dr. Gutfleisch und Oberbürgermeister Gnauth beteiligen, im Sinne der CommissionSanträge beschloffen bezw. zugestimmt, daß ein dritter (besoldeter) Bel geordneter angestellt und die Stelle demnächst ausgeschrieben Mrd.
Gr. Oberrechnungökammer hat bezüglich der Erhebung der Landeskirchensteuer beanstandet, daß nicht die Ist- Einnahme, sondern Pauschalsummen abgeüefert wurden, sowie zu Ungunsten der Stadt die Erhebungsgebühr und diejenige für Fertigung der Heberegister außer Berechnung geblieben. Von einer nachträglichen Einforderung des der Stadt während einer längeren Reihe von Jahren hierdurch entgangenen Be trage« soll auf Vorschlag der juristischen Commission, ob-oohl dieselbe die Rückiorderung für zulässig erachtet, abgesehen, vom 1. April 1895 aber eine 3*/0ge Hebgebühr zu Gunsten der Stadt berechnet werden.
Durch Bejahung der Bedürfnißfrage werden die Gon- cessionSgesuche der Herren H. Kühne (Hoiel Einhorn) und Eugen ASprion (SpieS'iche Wuthschast in der Neustadl befürwortet, mit der Motivirung, daß es sich um Utbergang
Cocalc» unfr prwimtcUw,
Napperiearab, 26. April. Die Zufuhr anSar10 fseln au» der Sßeticrau ist eben eine sehr starke. Fast täglich kommen Wagen oott Rartoffdn ungefähren und finden raschen Absatz. D'e Qualität der zugeführten Knollen «ft eine sehr gute und beweist, daß man in der Äenerau eS wohl versteht, die Kartoffeln den Winter über in richtiger Weise auszude* wahren. Obgleich hier die Kartoffelvoriäibe meist noch so groß sind, daß sie neben dem sonstigen Verdi auch auch zum Stecken hinlänglich auSreichen würden, schafft man doch srische Setzkartoffeln an, weil man die Erfahrung gemacht hat, daß von richtiger Sortenwohl au6 anderer Gegend meist die Qualität und Quantität der zu erwartenden Erträge abhängt. Die hier am meisten beachteten Sorten find: gelbe Rosen. Magnum bonum und Weltwunder. Bezahlt wird durchschnittlich für den Doppelcenkner 6—6,50 Mk.
A Au» dem Kreise Msfeltz, 26. April. Die Srwar- wng, die man bezüglich der diesjährigen Holzpre.se gehegt, findet bei den gegenwärtig im Gange befindlichen Holzversteigerungen ihre Bestätigung. DaS Brennholz ist im Durchschnitt um ein volle« Drittel de« Preise» theurer als im vorigen Jahre, verursacht wird diese Preissteigerung durch den starken verbrauch an Holz im diesjährigen lange dauernden Winter. DaS Nutz- und Werkdolz hat dagegen seine frühere Preisstufe beibehalten. Im Allgemeinen wird der Raummeter Buchenscheltholz mit 6—7 Mk. bezahlt, der Raummeter Buchenprügel mit 5—51/, Mk., der Raummeter Buchenreisig mit 1,50—2 Mk. erster Qualität, mit O,fcO—1,50 Mk. zweiter Qualität. Buchenstöcke kosten per Raummeter 3,50—5 Mk. Der Raummeter Tannenholz gilt bei Scheitholz 3—4,50 Mk., bei Rundscheit 4,50—5 Mk., bei Reisig 30—50 Pia.
Permifdrtcs.
• München, 25. April, vorgestern Nacht erschoß auf dem Kugelsang der Poften an der in jeder Beziehung ungefährlichen Melzlremise einen Soldaten vom 1. Infanterie- regiment. Dieser, ein BrauerSsohn auS Rosenheim, befand sich unter der Führung eine« Sergeanten auf Patrouille. Der Posten schoß, weil auf wiederholten Anruf wedkr Antwort noch Stillstand erfolgte. Der Soldat wurde über der Nase in die Stirn getroffen; er stürzte mit den Worten: „Gerade mich hat» treffen müssen!" nieder.
♦ „Gut so lang, wie a rechtschaffenes Bnfferl". Au- Bo zen im südlichen Tyrol wird von dem großen Erdbeben ein heitere- Stück mitgetheilt: „Wie lange hat der Erdstoß gedauert?" fragte ich eine frische Tyrolerin. — »So a Minute und mehr," meinte sie. — Al- Ich ihr aber auf meiner Uhr die Dauer einer Minute klar machte, entgegnete sie: „Na. aber gut so lang, wie a rechtschaffene- Busserl.*
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Gießen, den 26. April 1895.
Fuhr, Hahn, Oberlehrer.
Gnauth, O berbürgermeister.
öffentlich verdungen werden. r l
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf dem Ttadtbauamt zur Einsicht offen, wohin Angebote auf vorgeschriebenem Formular bi« zum genannten Termin einzureichen sind. Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 25. April 1895.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.
lauLMMalll.vtrluchsfkld
Drei Morgen grüner Roggen obigen Versuchsfeldes — Morgen Nr. 1, 3 und 5 — sollen an den Meistbietenden vergeben werden.
• Die Äberntung hat bis 20. Mai d.J. zu geschehen. Taxe pro Morgen 30 Mk. Schriftliche Angebote werden bi« den 2 Mai, Nachmittags 5 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle angenommen.
Gießen, den 26. April 1895.
Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder.
Montag den 29. April d. I., Vormittags 10—12 Uhr findet in der hiesigen Volksschule und zwar in der Stadtknabenschule im Schulsaale Nr. 6,1. Stock, und in der Stadtmädchenfchule Zimmer Nr. 10, II. Stock, die Ausnahme der Kinder statt, welche bis zum 1. Mai d. I das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben.
Auch können an genanntem Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder aufgenommen werden, welche bis zum 30. September d. I das sechste Lebensjahr vollenden. . ,8743
Bei der Anmeldung der Kinder ist der Impfschein vorzulegen und bei auswärt« Geborenen außerdem der Oeburt-schein mitzubringen.
Gießen, den 24. April 1895.
Für den Schulvorstand:
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Lindenstruth für 1895/96 liegt vorn 29. d. M. weitere acht Tage landauf dem Bureau Großh. Bürger- meisteret zur Einsicht der Betheiligten offen.
Lindenstruth, den 26. April 1895.
Verdingung.
Das Legen von rd. 1OO qm Riemenbödeu aus Buchenholz in der höheren Mädchenschule soll
Montag den 6. Mai d. I., Vormittags 11 Uhr,
Aufgebot.
In dem auf Antrag des Oberroß- arztes Maier zu Spurlauken durch Beschluß vom 10. October 1887 bezüglich der Partialobligationen der Actiengesellschaft Eisenwerke Buderus de dato Main-Weser-Hütte bei Lollar 20. April 1884 Lit. A. Nr. 3298 zu 1000 Mk. und Lit. L. Nr. 3216 zu 500 Mk. beide zu 5 °/0 jährlich verzinslich auf die Mitteldeutsche Creditbank als Gläubigerin lautend und von dieser mit Blankoindoffement weiterbegeben, eingeleiteten Aufgebots- Verfahren ist anderweiter Aufgebots- termin bestimmt auf
Mittwoch, den 6. November 1895, Borm. 9 Uhr.
In diesem hat der Inhaber der Urkunden seine Rechte anzumelden
Großh. Amtsgericht. Neuenhagen. 3848
und jene vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung erfolgen wird.
8851
(tzrofth. Bürgermeisterei Lindenstruth Scheid.
ü.rschner’s Lexicon
ä Mark 3.—, ■Ind noch einige Exemplare abeugeben in der Expedition de» „tileeeener Anzeiger". Schnletraeee 7.
Großh. Univerfitäts-Rentamt. __Weimer. 3835
IlMMaGhMS.
Freibank. [3871
Heute und Montag:
Ochsenfleisch
nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 PHg.
Arbeitsversteigerung. OAfli
Donnerstag, den 2. Ma!
luug und scheuer, mitten im
zur Cigarrensabnkation, Bäckerei ic.
verkauft
3877
1 führrah u. 1 Zlrickmalchiit
bei
Eberh. Metzger
MAGGI5
Geräumige Hosraithe mit darin befindlicher Oelmühle sowie Stal-
J. Wellhöfer
Licherstraße.
Montag den 29. d. Mts., Nachmittag« 2 Uhr,
„Postkcllcr".
Empfehle MittagStisch \u 60 und 90 Ltamm Abendessen
werben «arttftraße 82 III («ingane von ver Hintersette be« Hause«):
Tische, Stühle, Letten, Schränke, Sopha, Eommobe, Spiegel, Bilber, Bücher, Kleider, Weißzeug u- s. w. versteigert. 3823
I. B. Auftrage: Schneider, Gericht«-Taxator.
Klein <;j')mtkne«
lUobilirn-Drrfltigrrung.> Eichenschcitholz und Hackspäne
„ 138.79
„ 85.46
„ 35.30
Besten« empfohlen werden Maggi'« _ praktische Gteßddtznche« »nm spar» wird ertheUt. tarnen und bequemen Gebrauch ber Au ertragen in der Mufikalienhanblun» Suvoen-Würze. 2962 Gruft C««ai<r (Rudolph« Nach!)
d. I., Vormittags um IO Uhr sollen auf dem Bürgermeisterei- Züreau zu Allendorf a. d. Lahn olgende Arbeiten an die Wenigst- Ort gelegen, in welcher früher Wirth- ordernden vergeben werden: j schäft betrieben wurde und die sich
Maurerarbeit veranschl.zu 7.73 Mk. zu jedem Geschäft, besonder« aber
Zimmerarbeit „
Dachdeckerarbeit „
Schmiedearbeit „
eignet, steht preiSwerkh zu verkaufen. I Nfthetts in der (fxped. d. Bl.
Allendorf a. d. L, 26. April 1895. ober bei Herrn Rechner Linden Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. L. struth in Beuern. 3568 Volk. 3849
öllchku- und ssannknlWhch empfiehlt billigst die Holzhanblung von Wilhelm Jung 1.. Älcin-t'inbt* 598 <seither Jt. Irma IV )
zu 50 u 60 H, feinstes Pfungstädter, Pilsener und Mün-
cheuer Vürgerbräu. Prima " («rünbergerstrafte 23. Aepfelwein. Neue« französische« ö ~r j ,,T
v"l°rd. Anton K0Ch Scnleiistem 383» früher Oberkellner Hotel Schür !? ffiK’ Oil— »b
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