Ausgabe 
27.11.1895 Erstes Blatt
 
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Konstantinopel, 25. November. Die Beunruhigung ter hiefigea Bevölkerung, insbesondere in den Vorstädten Skntari und Stambul, dauert fort. Einige Stambuler Me- dresse- werden militärisch bewacht.

Deveichen de« Bure« ,£)crilb'.

Berlin, 25. November. Der Kaiser wird am Mitt» wocb einer Einladung deS Finanzministers Miquel zur Tafel entsprechen.

Berlin, 25. November. Wie dieVosfische Zeitung" hört, ist der ReichScomwissar Dr. Carl Peters zur Dis­position gestellt worden.

Berlin, 25. November. Der deutsche Gesandte in der Schweiz, Dr. Busch, ist heute Vormittag in Bern infolge von Lungenblutung und Herzlähmung im Alter von 71 Jahren gestorben.

Berlin, 25. November. Bei den Mitgliedern deS socialistischen Parteivorstandes, bei den Vertrauensleuten der socialistischen Partei, bei den Mitgliedern deS Preß-ComtteS unb dem Redacteur Braun vomVorwärts" wurden heute früh Haussuchungen abgehalten, angeblich wegen lieber* tretung der §§ 16 und 18 deS Vereinsgesetzes.

Köln a Rh, 25. November. DerKöln. Ztg." wird aus St. P eterSb urg gemeldet, daß eine dort stattgehabte Revolte bei der weltbekannten Firma Laferme ausbrach. Frauen und Mädchen zertrümmerten, wegen angeblich un- gerechtfertigter Lohnabzüge, sämmtliche Fabrikeinrichtungen und vernichteten die gesammten TabakSvorräthe. Der Polt- zr'. gelang es zunächst nicht, die Ruhe wieder herzustellen- erst mit herbeigeholten Feuerspritzen war dies möglich.

Reutz a. Rh., 25. November. In vergangener Nacht entgleiste ein Güterzug, wobei jedoch Niemand verun­glückte. Infolge der GeletSsperrung werden die Schnellzüge über Düsseldorf geleitet.

Lemberg, 25. November. Großes Aufsehen erregen die Zahlungsstockungen der Bankfirma Goldberg und Löwenberg. Die PassivaS betragen 1,500.000 Gulden - bie ActivaS find bedeutend geringer. Die hiesigen Banken find bemüht, eine außergerichtliche Liquidation herbei- zuführen.

Klausenburg, 25. November. Hier und in der Umgegend schneit rS unausgesetzt. Seit drei Tagen haben sämmtliche Eisenbahnzüge bedeutende Verspätungen.

Budapest, 25. November. Der König hat aus Vorschlag d S UnterrichtSministerS gestattet, daß Frauen zum Studium bet der hiesigen Universität zugelasien werden und zwar für t«e medicinische, pharmacrutische und philosophische Facultät. Sobald sich eine Anzahl Hörerinnen gemeldet hat, soll auch für ihre Vorbereitungen zum Besuche der Universität Sorge getragen werden.

Triest, 25. November. Seit zwei Tagen herrscht hier- ielbft eine furchtbare Bora. Das Passiren der Straßen ist nur mit Lebensgefahr verbunden. Bis jetzt haben dreißig Personen Verletzungen erhalten, die zum Theil schwerer Natur find. Kein Schiff kann den hiesigen Hafen verlaffen.

Fiume, 25. November. Seit gestern herrscht eine orkanartige Bora. Heute Nacht sind auf der öster­reichischen Staatsbahn 18 Waggons eines Nachtzuges und auf der ungarischen Staatsbahn 15 Waggons eines Nachtzuges den Bahndamm hinuntergestürzt. Der heute Morgen fällige Courierzug war bis Mittag noch ausständig.

Venedig, 25. November. Seit gestern gehen in ganz Venetien heftige Unwetter nieder. Die Dampfschiffe mußten ihre Abfahrt verschieben. Kein Schiffer wagt fich auf die See hinaus.

Paris, 25. November. Alexander Dumas ist schwer erkranke.

Toulon, 25. November. Gestern Abend sprachen die SchiffScommandanten des Mittelmeer Geschwaders dem Admi­ral Gervais ihre Sympathie und Vertrauen auS- sie Oer* urtheilen die gehässigen Angriffe, denen .der Admiral im Parlament und in der Presse auSgeietzt war.

Toulou, 25. November. Auf dem AdmiralsschiffeFormi­dable" ereignete sich wiederum ein doppelter Unfall. Zwei auf Wachtposten befindliche Soldaten wurden von den Wellen über Bord geworfen und ertranken.

Loudon, 25. November. Seit Samstag Nacht wüthet im Canal ein heftiger Sturm. Die Schiffsverbindung zwischen Dover und Calais mußte unterbrochen werden.

Philippopel, 25. November. Heute Vormittag wurde hier ein heftiger, 10 Secunden anhaltender Erdstoß mit vorangehendem donnerähnlichen Rollen verspürt.

Athen, 25. November. Behufs schleuniger Ausrüstung der gesammten Flotte soll eine Anleihe von D/, Millionen Drachmen abg-schlofien werden.

Der Äticg von 187O[71,

geschUdert durch Ausschnitte «u8 Zeitung» - Nummern jener Zeit.

(Nachdruck verboten.)

27. November.

TS kommt bereits vor, daß vor Paris französische Offiziere unter dem Schutze der Parlamentärflagge fich den diesseitigen Umfaffnng-linten nähern und, ihre Noth klagend, bei den deutschen Truppen um Lebensrnittel bitten.

Die Soldaten vor Paris würden jubeln, wenn endlich der Befehl zum Bombardement gegeben würde. Sie sagen, von den Forts Jvry, DauvreS und Montrouge auS könne die Stadt recht gut beschossen werden. Aergerltch find sie über die Laubfrösche, die ihnen jetzt viel Schaden thun. So nennen sie die Kanonenboote aus der Seine, die grün angestrichen und mit schweren Geschützen ausgerüstet find. Die Partie ist übrigen» gar nicht so ungleich, wie manche fich einbilden, wenn efl zum letzten Kampfe kommt. Ring» um die Riesenstadt liegen 220 230,000 Deutsche, der französischen Soldaten in Pari» find e» aber 300,000, die Nationalgarke ungerechnet. Die BertheidigungSfähigkeit von Pari» ist seither unterschätzt worden, daher auch die Verzögerung mit dem Bombardement.

Gießen, bat 26. November 1E95.

Ordensverleihungen. Se. König!. Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 25. d. MtS. u. A. nachstehende OrdenS-AuSzeichnungen zu verleihen: DaS Comthurkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmüthigen: dem Präsidenten de« OberlandeSgericht» und lebenslänglichen Mitgliede der Ersten Kammer der Stände Ludwig Knorr. DaS Comthur­kreuz 2. Klasse dem Präsidenten der Kriegerkamerad- schastHassia" Obcrstlieutenant z. D. CaSPary. Da« Ritterkreuz 1. Klasse dieses OroenS: dem ordent­lichen Proseffor an der Landes Universität Dr. Moritz Pasch zu Gießen, dem Director des Realgymnasiums und der Realschule zu Gießen Dr. Emil Rausch, dem Ober- amtsrichtcr Karl Songer mann zu Gießen, dem Rechts­anwalt Justizrath Dr. Karl Ferdinand Reatz zu Gießen, dem Bau Jnspector deS Hochbauamts Gießen, Baurath Kar! Neuling, dem Stenercommiffär deS Steuer Commiffariat» Hungen, Steu'rrath Karl Snell, dem Oberförster der Oberförsterei Ober-RoSbach Forstmeister Ludwig Strack. DaS Ritterkreuz 2. Klasse dieses OrdeuS: dem Director des GaS> und Wasserwerk» zu Gießen, Otto Bergen daselbst, dem Verlagsbuchhändler Otto Roth, Inhaber der Firma Emil Roth zu Gießen. Da» Silberne Kreuz dieses OrdenS: dem Lehrer Wilhelm Jäger zu Lich, dem äBcitmeifter bei den Oberheff. Bahnen Georg Stephanyzu Gießen, dem Bahnmeister bei'beu Oberh.Bahnen Johann Phil. Wassam zu Großen-Buseck, dem unherit tenen Wachtmeister Johann Ernst Graulich im District Oberheffen, den Bezirksvorstehern in der Kriegerkamerad­schaftHassia": Gustav Weck, Uhrmacher in Hungen, Heinrich Goldmann, gräflicher Secretär in Laubach. DaS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für langjährige treue Dienste" dem Bürgermeister Heinrich Müller zu Klein-Eichen, dem Gemeindeeinnehmer und Kirchcnrechner Ludwig Frehmann zu Gedern, dem Ortsgerichtsmann Ludwig Rehe zu Lich, dem Orts- gerichtSmanu Heinrich Möller III. zu Maar, dem Ge- fangenaufseher Bernhard Tröster zu Marienschloß, dem Gemeindeforftwart Karl Müller zu WeningS.

** Auszeichnungen. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 25. Novbr. dem ordentlichen Profeffor bet der theologischen Facultät der LandeS-Universttät Dr. Bernhard Wilhelm Stade zu Gießen den Character alsGeheimer Kirchenrath", dem ordentlichen Professor bei der medicinischen Facultät und Vorstand der chirurgischen Klinik der Landes-Universität Dr. Heinrich Bose zu Gießen den Character als ^Ge­heimer Medicinalrath", dem practtschen Arzt Dr. Heinrich Weckerling zu Friedberg den Character alsM e d ic i n a l - ra th", dem Bergmeister für die Provinz Oberhessen Wilhelm Ziegler zu Gießen den Character alsBergrath", den OberamtSrichteru Karl Sellheim zu Friedberg, Moritz Hempel zu Lauterbach und Wilhelm Hofmann zu Nidda den Character alsGeheimer Justizrath", dem Rechts­anwalt Dr. Anton Rosenberg zu Gießen den Character als I u ft i z r a t h" zu ertheilen. Ferner erhielten den Character alsBaurath": der Bauinspector des StraßenbauamtS Grünberg Conrad Schnitzel, der Eisenbahnbau' und Betriebs- Jnspector bei den Oberhessischen Eisenbahnen Georg S ch o b e r t h ju Gießen, den Character alsSteuerrath": der Steuer- Commiffär des Steuercommtssariats Butzbach Karl Klingel- jöffer, den Character alsRendant": cer DistrictS- Einnehmer der DtstrictSeinnehmerei Homberg a. d. Ohm Berthold Gutfleisch, den Character alsFörster": der Forstwort der Forstwartei Siechenhausen Johannes Strauch hu Siechenhausen, der Forstwart der Forstwartei Liederbach Heinrich Vierheller zu Liederbach.

** DaS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für augjährige treue Dienste" wurde u. A. verliehen: dem Auf- eher bet dec GrubeLudwigshoffnung" Johannes Köbel u Bauernheim, dem Gradierer bei btt Saline Bad Nauheim Martin Grünewald II., dem Zimmermann bei der Sa- tne Bad Nauheim Jacob Kltngemeier II.

** Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Zuschrift:Für treue Dienste" wurde v. A. verliehen: dem Lokomotivführer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Wilhelm Kalberlah, dem Zugführer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Her­mann Winter, dcm Weichensteller bet den Oberhesfischen Eisenbahnen Kaspar Döring, dem Weichensteller bei den Oberhesfischen Eisenbahnen Konrad Walter, dem Weichen­teller bet den Oberhessischen Elsenbahnen Heinrich Dechert, dem Bahnwärter bei den Oberhejsiichcn Eisen­bahnen Adam Schmidt.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Verfammluug Donnerstag, den 28. November 1895, Nachmittags 4 Uhr: 1) Die Volkszählung im Jahre 1895. 2) Vergütung für Reinigung eines im ThurmhauS eingenommenen Zimmers für die Realschule. 3) Regulirung der Grünbergerstraße- hier: Geländeerwerb. 4) Baugesuch deS H. Rinn V. vou Heuchelheim für die Krofdorferstraße- fier: Geländeerwerb. 5) Gesuch des Gottlieb Na u heim er !>etr.: die Einfahrten an seinen Häusern an der Löberstraße. 6) Verbefferung des GrenzwegS an der alten Marburger- iraße. 7) Fortsetzung der Wasserleitung durch die Eich- garten. 8) Versehung der Landmannstraße mit GaS und Wo fier, bezw. Ermäßigung deS MindestbetrogeS an Waffer- geld für kleinere Wohnungen. 9) Beseitigung deS Ventil- brunnen» in der Schulstraße. 10) Errichtung einer kauf- männischen Fortbildungsschule,- hier: Gesuch um Bewilligung eine- höheren Beitrag-.

* Dresdener «efawmt Vorstellung. Wir machen ncchmals darauf aufmerksam, daß die Vorstellung derChprienue", welche un» von den Dresdner kästen in überau» glänzender Besetzung am Mittwoch Abend geboten wird, voraussichtlich sehr stark besucht werden dürfte und e» em-

pfieblt fich daher frühzeitige Sicherung der Plätze für Mitt woch sowohl, wie für die Luftspiel-BorstelluogDaS Sttf- tungflieft", welche am Donnerstag stattfindet.

Oderhefstsche Industrie. und «ewerbe AuSstellnug. Die Diplome und Medaillen, welche den prämtirten AuS- ftellern für ihre Erzeugnisse verliehen wurden, kommen dem- nächst zur Bertheilung. SS erhalten nicht nur die für her- vorragende und lehr gute Leistungen Ausgezeichneten Diplome^ sondern auch Diejenigen, deren Leistungen da» Prädicat lobend erwäbnt" enheilt wurde. Mit btm Druck der Diplome rst die Brühl'sche Universität» Buck- und Stein­druckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen betraut worden.

* Pestalozzifeier. Die deutsche Lehrerwelt rüstet fich allenthalben zur Feier de» 150jährigen Geburtstag e» des großen Schul- unt Unterrichts Reformator» Joh. Heinr. Pestalozzi am 12. Januar 1896. Auch die hiesige Bezirks- Lehrerconferenz hat in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, eine der Bedeutung dieses Tages würdige Feier zu veran­stalten, und für diesen Zweck bereit« einen Ausschuß berufen.

Privatbeamten Verein. Wir machen Kaufleute, vüreau- beamte, Ingenieure, Techniker, Chemiker u. f. w. auf da» im Annoncentheile befindliche Inserat de« Deutschen Privatbeamten-Verein» besonder« aufmerksam. Wie wir hören, beabsichtigt der südwestdeutsche Zweigvereiv«- verband auch hier einen selbstständigen Zweigverein zu er- richten, sobald sich noch einige weitere Mitglieder gemeldet haben, und die zur ZweigvereinSbildung erforderliche Mmdest- Mitgliederzabl erreicht ist.

** Zithercoucert. In Ergänzung der bereit« gebrachten Mittheilung deS von dem neugegründeten Lahnthal- Zitherbunde zu veranstaltenden Zitherconcerte» können wir nunmehr mittheilen, daß sich sammtl che BundeSvereine mitwirkend betheiligen, und die Proben hierzu recht eifrig betrieben werden. DaS Concert findet Anfang« December in Stein« Saalbau statt.

1. Salzhaufen, 24. November. Unser Eurpark, zwar klein, aber fein, wird nicht blo« mit Sorgfalt unter­halten, sondern auch an dessen Erweiterung und Verschöne­rung gedacht. Kürzlich wurde er nru vermessen und eine Karte darüber angefertigt. Die ungewöhnlich milden, sonnigen Novembertage in den beiden ersten Decaden de» Monats haben auch in unserer Gegend mitunter das Pflauzen­leben rege gemacht. Wir schnitten eine stark tiorgetriebeae RohkaftavievknoSpe durch und fanden die Blüthe darin, en miniature natürlich, deutlich entwickelt. Gänseblümchen blühen auf vielen Wiesen, als wären wir im Monat März. In der Nacht vom 21. zum 22. November gab e» scharfen Reif, am 23. leichten Schneefall mit mäßiger Kälte, welche die weitere Entwickelung der Vegetation, die nicht von Bortheil wäre, zum Stillstände gebracht hat. Die gegenwärtige Witterung ist gut und der Jahreszeit entsprechend.

§ Nieder Gemünden, 25. November. Die diesjährige letzte amtliche Conferenz der Lehrer de» Bezirk» Nieder Gemünden fand am vorgestrigen Samstage unter dem Vorsitz de» Großh. Kreis Schulinspector», Herrn MüNer aus Alsfeld, im Saale der Södler scheu Gastwirthfchaft hier statt. Die Conferenz begann mit einer Probelection in der Schule, gehalten von Herrn Lehrer Eimer au» Ober Ohmen. Zum Lehrgegenstand hatte derselbeDie Kohle" erwählt. In recht anschaulicher Weise führte er den Schülern die ver­schiedenen Arten der Kohle, ihre Gewinnung und ihre prac- tische Verwerthung vor. AIS zweiten Punkt der Tagesord­nung behandelte Herr Lehrer Bernhard au» Nieder Ohmen Walther von der Vogelweide". In einer sehr fleißigen Arbeit schilderte der Referent die dichterische und pädagogische Bedeutung deS berühmten Minnesänger». Beiden Referenten wurde der wohlverdiente Dank deS Vorsitzenden zu Theil. Nach einigen Bemerkungen über die Zusammenstellung der Lehrbücher in den Volksschulen und Feststellung der Tages­ordnung für die erste nächstjährige Bezirköconferenz schloß der Vorsitzende den amtlichen Theil der Conferenz. Ein ge­meinsames Mittagsmahl folgte den Conferenzverhandlungen gegen 1 Uhr.

*,* Bannerod (Kreis Lauterbach), 23 November. Der »iefige Landwirth Luft wollte vorgestern einen sogenannten Brauiwagen fahren. Unterwegs gingen die Pferde durch, ein Mann fiel vom Wagen und der Wagen ging über ihn. Der Mann erlitt einen Armbruch und sonstige schwere Ver­letzungen.

Au« dem BogelSderg, 25. November. Die seither chon auf einer ungewöhnlich niedrigen Stufe stehenden Preise ür Schweine find noch weiter zurückgegangen: man be- zahlt jetzt von Händlern und Metzgern nur 33 Pig. für >aS Pfund Lebendgewicht. Da» Schlachten der Schweine und der Verkauf des Fleisches durch die Befitzer wird deß- halb in vielen Orten dem bloßen Verkauf d-r Schweine vor- gezogen. DaS Pfund Sckwein?:!eifch wird Ü erall für 50, elbst für 48 Pfennig verkauft.

Mainz, 25. November. Der Geburtstag de» Großherzoglichen Paare« wurde hier in üblicher Weife gefeiert, jedoch mit einem äußerlich merklichen Unter» chied, nämlich, daß eine größere Anzahl Privathäufer Flaggenschmuck angelegt hatten al« in früheren Jahren. Am SamStag Abend fand Fackelferenade nach dem Regierung»- geb&ube statt und der heutige Tag begann mit einer großen Reveille, bei welcher die sieben Regimentkcopellen auf ver- chiedenen Plätz'N der Stadt spielten. In den Kirchen der verschiedentn Confessionen war Fcftgctte«dienst, dem um 10 Uhr die officielle Gratulation beim Provinzialdirector Geheimrath Rothe folgte, an welcher fich die Sptzen der Militär» und Cwilbehörden betheiligten. Am Nachmittag and ein größere« Festessen in dem RegierungSg'bäude statt.

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Universität- - Nachrichten.

BreSlau, 25. November. Tie .BreSlauer Zeitung meldet: Dr Hermann Schott, P^estor de» römischen Recht» an der hiesigen Unioerfitäk, ist heute Nacht gestorben.