Ausgabe 
27.10.1895 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

sein wird. Daran schließt sich dann die öffentliche Versamm­lung in Stein- Garten, zu der Jedermann gegen ein kleine- Eintrittsgeld (10 Pf. sür die Person, 20 Pf. für die Familie, ohne der Wohlthätigkeit Schranken zu fetzen) Zutritt hat. In dieser Versammlung wird Pfarrer Naumann au« Frankfurt, der bekannte christlich sociale Führer und Heraus­geber der£>tlfc", der von früheren Gelegenheiten her sich auch unter uns durch seine packende Beredsamkeit und seine geiammte Persönlichkeit viele Freunde erworben hat, über Die Bedeutung der Preffe und deS Zeitungswesen- in unserer Zeit", und Herr Parrer Wenck au- Darmstadt, onS ebenfalls von früheren Dorträgen vortheilhaft bekannt, überNeue Wege der Frauenarbeit in der inneren Mission" reden. ES möge auch au dieser Stelle auf diese bedeutsamen Borträge hingewiesen werden.

* Verstaatlichung do« Biehverstcheruageo. Die Ab­geordneten de» Mitteldeutschen Bauernvereins, die Herren Köhler, Ripp er und Bähr, haben, wie un» telegraphisch au- Darmstadt berichtet wird, bei dec Zweiten Kammer einen Antrag auf Errichtung einer unter staatlicher Leitung stehenden, auf Gegenseitigkeit und Frei­willigkeit deS Beitritt- beruhenden LandeS-BiehversicherungS« Anstalt eingebracht. Sie wünschen, daß der betreffende Gesetzentwurf möglichst auf den Grundlagen deS entsprechenden bayerischen Gesetzentwurf» vom 28. September c. und unter Zuhilfenahme de» badischen Gesetze» vom 26. Juni 1890 aufgebaut werde. Danach soll die Verwaltung bi» auf Weitere- der Großh. Brandverficherung»»Anstalt übertragen werden. Versichert bezw. den OrtSviehkaffen rückversichert werden sollen Pferde, Rindvieh und Ziegen, LuxuS- und LodnfuhrwerkSpferde jedoch nichts die Versicherung von Schweinen und Schafen soll den freiwilligen Entschlüffen der Ort- Viehkaffen Vorbehalten bleiben. Aufnahmefähig sollen die Thtere im Gegensatz zu den bayerischen und badischen Gesetzen sofort nach der Entwöhnung, Schafe, Ziegen und Schweine erst im Alter von 8 Monaten sein.

* Gießener Schlachtvieh-Versicherung?-Gesellschaft. Die äußerst günstigen Erfolge, welche biß jetzt die Gießener Schlachtvieh»Versicherung». Gesellschaft stetig zu verzeichnen gehabt hat, trotz mancherlei Vorurtheile und Angriffe, ver­anlaßt die Gesellschaft nunmehr, den bi- jetzt eng begrenzten Rahmen ihrer VcrsicherungSthätigkeit zu verlaffen und der Landwirthschaft, insbesondere mehr al» je zuvor, Ge­legenheit zu bieten, an den Vortheilen diese» Institut- theil- nehmen zu können- so wird beabsichtigt, weitgehendste Ver­sicherung-Ueberetnkommen mit Gemeinden, bereit» bestehenden BerstcherungSkaffen, den zu Gießen ansässigen Ochsenmetzgern (wegen Aufnahme von Ochsen rc. al- DersicherungSobjecte) und weiteren Jntereffenten abzuschließen. Da diese Ver­handlungen nothwendigerweise längere Zeit beanspruchen dürsten, so hat die Gesellschaft, um nur den lebhaftesten Wünschen einer Reihe von Jntereffenten entgegenzukommen, vorläufig befchloffen, daß jeder Landwtrth von Montag den 21. October c. ab alle von ihm nach dem Schlachthof zu Gießen verkauften Schweine, gleichviel ob dieselben in Besitz von BereinSmitgltedern oder irgend eines anderen Metzger» oder Händler« gelangen sollen, zu dem Prämiensatz von Mk. 1 pro Stück (siehe Inserat) statutengemäß ver­sichern kann. Für beanstandete» oder für nicht ladenrein erklärte» Vieh und Organe solchen wird der volle Einkaufs­preis ersetzt. (Verkaufspreis de- Objecte» ist stet» anzu­geben). Zur Entgegennahme von Versicherungs-Anträgen und Prämiengebühren ist nur der GesellschaftSkafster, Herr Schlachthausverwalter Möhl berechtigt- eS liegt nur im Jntereffe eine» jeden LandwirtheS, daß er, sobald er seine Schweine nicht persönlich nach dem Schlachthof bringt oder bringen läßt, den Kassier postwendend oder durch Vermittelung de» Händler- vom beabsichtigten VerstcherungS - Anträge rc. in Kenntniß setzt. Sparsamkeit, Vorsicht, strenge Rechtlichkeit, dabei humane« Entgegenkommen dem Versicherten gegenüber- diese Geschäftsgrundsätze finden immer mehr Beachtung und Zustimmung unserer sachverständigen, landwirthschaftlicheu Kreise und auch der verknüpften Gewerbe. Ein hoher, ehrender Beweis de» Vertrauens und der Anerkennung wurde erst kürzlich der Gesellschaft zu Theil, indem Seilen» Großh. KreiSamt» die Oberaufsicht, Seitens Großh. Bürger­meisterei zu Gießen die Aufsicht über dieselbe übernommen worden ist. Wünschen wir ihr ein stetige- Blühen, Wachsen und Gedeihen!

♦♦ Die hiesige Metzger-Znuuug hat, entsprechend dem Vorgehen anderer Vereinigungen in Frankfurt u. s. w., be- schloffen, die Trinkgelder, die bisher neben dem eigent­lichen Preis bei Kaufabschlüffen über Vieh gezahlt wurden, vom 1. November an nicht mehr zu gewähren.

* Die hessische« Metzger Zaaungeo halten morgen Sonntag Nachmittag 3 Uhr im Hotel Einhorn eine Versammlung, für welche folgende Tagesordnung ausgestellt wurde: 1. Die hessische Steuergesetzgebung. 2. Die Organisation de» Hand­werks. 3. Die Agitation gegen die Margarine-Fabrikation. 4. Die Tuberkulin Impfung. Ref.: Herr Schlachthofthier- arzt Dr. Liebe. 6. Die hessische Fleischbeschau. 6. Die der Wasenmetster-Gebühren. 7. Die Gründung von Metzger-Innungen in Oberheffen.

* Havsev« Soiree. Wie im Jnseratentheil ersichtlich, findet heute Sonntag noch ein letzter Vortrag über Hypn o tiSmu», verbunden mit Experimenten, zu ermäßigten Preisen statt. Herr Prof. Hansen erntete in den seitherigen Vorträgen stetS reichsten Beifall, sodaß auf diesen letzten Vortrag besonder- aufmerksam gemacht sei.

«ecruteo Vereidigung. Die am 16 October beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm hier eingetretenen Recluten leisteten heute den Fahneneid.

Für die Lixddrieftrager soll mit Beginn de- nächsten EtatSjahreS eine Gehalt-aufbesserung stattfinden. So soll, wie diePost" vernimmt, bet der Aufstellung de« Etat» der ReichSpost- und Telegrapbenverwaltung eine be­stimmte Summe zur Aufbefferung der bisher schlecht be­soldeten Beamten tu Vorschlag gebracht sein.

Ta? Tur«e« in Winter, da- wirkliche, echte deutsche Turnen, da» un» in seinem vollen Ernst noch kein andere- Volk nachgemacht hat, e» kann bei den nun mit aller Macht hereinbrechenden langen Abenden gar nicht genug empfohlen werden. Und r» ist wirklich keiner zu gut dazu, Jever kann eS gebrauchen, und wer e» nach deS Tage-arbeit regelmäßig an einem bestimmten Abend übt, dem wird da- Turnen nicht etwa al- eine Strapaze erscheinen, sondern al- eine Erholung. Wie viele jüngere und ältere Leute klagen im Herbst und Winter nicht über allerlei Mißbehagen, schwere Köpfe und machen, wenn die Herbstluft einmal etwa« schärfer geht, ein Gesicht, al» würben sie nächsten» per Tele­graph nach dem Nordpol versandt! Der Deutsche hat in Folge seine- löblichen BierconsumS überhaupt schon eine Anlage zum Phlegma, und diese Anlage wächst mit den Jahren. Bor Allem wird er im Herbst und Winter bei der immer mehr sich verkürzenden Bewegung im Freien bequem, aber daß ihm dabei wohl wird, da» kann er nicht sagen. Die Alten stöhnen, und die Jungen flöten die Melodie allerliebst nach, biß sie zum Commiß kommen, und die Sache dann wieder einmal etwa- ander- herum geht. Hättest du doch mehr geturnt, ist dann ihr Jammerruf! Der Deutsche hat aber auch eine hohe Vorliebe für Aeußerlichkeiten, und so hat daß elegantere Sportwesen eine Ausdehnung erlangt, die zum Theil auf Kosten de- Turnen- erfolgte. Und ba­tst da- Betrübende bei der Sache. Gegen den Sport soll ja nicht- an und für sich gesagt werden, aber unsere guten deutschen Sitten wollen wir nicht vernachlässigen, und durch und durch deutsch ist da- Turnen. Freilich schlichter dazu, aber gerade da- rechnen wir ihm zum Ruhme an. Unsere Turner sind wackere, junge Männer, und daß ihre Ver­einigungen immer mehr wachsen und gedeihen mögen, zum Winter gerade sei gewünscht.

Der Getreidemarkt. (Bericht-woche vom 18. biß 25. October.) Die Lage deß Getreidemarkte- ist einfach die, daß die großen Anhäufungen von Getreidezufuhren in Berlin im letzten Frühjahr und die Kunststückchen der Baiffe-Specu- lanten eine rechte Befferung der Getreidepreise für Deutsch­land und Mitteleuropa nicht aufkommen laffen. An diesem mit der wirklichen Marktlage in einem gewissen Widerspruche stehenden Zustande wird sich noch auf Wochen hinauß nicht viel ändern laffen, soviel Eiertänze einige Berliner Börsen­blätter auch darüber noch au-sühren werden. So zeigten die Getreidebörsen in Frankreich, England und Amerika in den letzten Tagen eine Neigung zur Preissteigerung, aber davon war auf dem Berliner Markte wenig zu spüren. In Berlin und Leipzig wurde gekauft; Wetzen per 20 Gentner zu 134 biß 145 Mk., Roggen zu 114 dis 121 Mk., Gerste zu 108 biß 170 Mk., Hafer zu 113 biß 148 Mk.

Ruppertenrod, 25. October. Auf unserem gestrigen Herbstmarkt hat der Winter frineuEinzug gehalten. Erstaunt sah Jedermann am gestrigen Morgen die dtchtge- schloffene Schneedecke, die heute noch vom oberen Vogelsberg herableuchtet. So nahe hatte man den Winter doch nicht gehalten, um so weniger, alß zwei Tage vorauß noch prächtige- Herbftwetter herrschte. Der Markt litt sehr unter der ungünstigen winterlichen Witterung, die auch Tags vorher denKaltmarkt" zu Homberg a. d. O. fast zu Wasser gemacht hatte. Der Schweinemarkt war indeffen stark mit Jungschweinen befahren, aber der Handel ging sehr schlecht. Daß Angebot übertraf bei Weitem die Nach­frage, sodaß Ferkel unverkauft blieben. Und waß für er­staunlich billige Preise forderte und bezahlte man. Sie be­trugen kaum da- Drittel der vorjährigen Preisstufe. Kaufte man doch schon da» Paar Ferkel zu 10 Mk. Bessere kosteten 12 bi- 15 Mk. und 15 bi» 20 Mk. Ganz starke Ferkel galten per Paar höchsten- 25 bis 30 Mk. Für daß Paar Einlegeschweine bezahlte man 40 biß 50 und 50 biß 60 Mk. Dieser auffallende Rückgang in den Ferkelpreisen wird ver- ursacht durch die maffenhafle Zucht von Ferkeln. Die früher so hohen Preise verleiteten selbst die geringsten Leute zur Haltung von Mutterschweinen. ist übrigens keine Frage, daß im kommenden Frühjahre diese niedrigen Preise nicht mehr vorhanden sind. Der Krämermarkt hatte deß schlechten Wetierß wegen wenig auswärtigen Besuch aufzuweisen.

Darmstadt, 25.October. Geheimrath Ferdinand Grosch, badisches Mitglied der Direction der Main-Neckarbahn, ist heute im 76. Lebensjahr gestorben. Bon 1875 ab war er hier thätig, hauptsächlich als Referent des Tarif­wesens. Die Beamten verlieren an ihm einen gerechten und wohlwollenden Vorgesetzten, der auf berechtigte Wünsche mit sachlicher Klarheit einging.

Mato-, 25. October. Das Hessische Pionier­bataillon Nr. 11 befand sich bekanntlich in dem Kriege gegen Frankreich bei der Pariser Einschließungsarmee. Em Veteran dieses EorpS, der als Unterosfizier den Feldzug mitgemacht hat, theilt derDarrnst. Ztg." im Gegensätze zu den traurigen Erfahrungen, die so manche Truppenabtheiiung im Feindeßlande gemacht hat, Nachstehende«, als selbst er­lebte Episode mit: Daß Soldaten im FetndeSlande bet ihrem Abmarsche von den Einwohnern stundenlang begleitet wurden, dürste wohl zu den Außnahmen gehören. Bei dem Abmarsche der zweiten mobilen Feldcompagnie deß Hessischen Pionierbataillon« Nr. 11, welche« damals der 22. Division zugetheilt worden war, konnten sich die meisten Einwohner von Romainville vor Pari«, woselbst die Compagnie mehrere Male in Quartier gelegen hatte, kaum trennen, die meisten der Soldaten wurden bei ihren Quartierwirthen wie zur Familie gehörig gerechnet, sie theilten Leid und Freud mit einander. Der Abmarsch von Pari«, bezw. von Romain- ville, erfolgte heute vor 24 Jahren, und zwar am 25. October 1871. Eme große Anzahl Einwohner begleitete die Com­pagnie bei ihrem Abmarsche von Romainville bi» Botsy de Sec und noch weiter, stundenlang begleiteten so die Be­wohner de» Orte« die Compagnie, wobei viele der Leute Erfrischungen, Cognac, Wein rc. mitgenommen hatten, die sie nnlerweg» ihren bekannten Quartiergäftea au-thetlte«.

Der Abschied von den Einzelnen war immer ein Herzlicher­wenn sie auch immer scherzweise meinten, ,tn zehn Jahren sehen wir un« wieder". Al» die Leute schon lange in Deutschland waren, stand noch manch r d.r Pioniere mir seinem Quartiergeber im Briefwechsel.

Ma. Sa« bet Diemel. 24. Oktober... In dem Dorfe Bontkirchen bei Medebach kam ein Junge auf merk­würdige Weise um« Leben. Da« sechs Jahre alte Söhnchen eine« SchrelnermeisterS war in den Garten gegangen, um sich heimlich einige Aepfel zu holen. Auf dem Rückwege wollte der Junge, roetl die Gartenthüe verschlossen war, über den Gartenzaun klettern, blieb aber mit dem Rockkragen beim Abspringen an dem spitzen Skacketenzaun hängen, ohne daß e« Jemand bemerkte. Da der Junge nicht um Hülfe schreien konnte, so war er bereit« erstickt, al« Leute vorbei­gingen und den Knaben am Stacketenzaun hängend bemerkte«.

Berlin, 25. October. DerLocalanzeiger" meldet au« © r lau: Gegen den Wiegemeister Springstein, der seine Ehefrau mit Strychnin vergiftet haben soll, wirb am 4. November vor dem hiesigen Schwurgericht verhandelt. Derselbe ist auch dringend verdächtig, vor sieben Jahren feine Mutter, seinen Schwager und deffen Kind, sowie einen seiner Gesellen und seinen Vater vergiftet zu haben.

Altona, 24. October. Heute Morgen 8 Uhr wurde der Doppelmörder Witt durch den Scharfrichter Reindel au« Magdeburg hin gerichtet. Der Verbrecher behielt die bisher gezeigte Ruhe und Kaltblüiigkeit bis zum letzte« Augenblick. Ucber den gleichfalls zum Tode verurtheilten Knabenmörder Breit rück ist die Entscheidung nocht nicht eingetroffen.

Leipzig, 24. October. Der verantwortliche Redacteur der socialdemokratischenNeuen Wurzener Zeitung", Otto Hermann Weich eit, wurde vom hiesigen Landgericht wegen MajestätSbeleidigung durch den Abdruck de« Artikel« WaS ist eine Rotte?" zu sechs Monaten Gesäogniß ver- urtheilt.

Scbiffsttacb richten*

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten 6erl Loo» und I. M. Sch ul dos.

Bremen, 24. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Aller, Capttän A. (S briftoff er«, vom Nordd Lloyd in Bremen, ist heute 5 Uhr Morgen« wohlbehalten in Newyort angefommen.

Bremen, 24. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer München, Capttän A. v. Zöllen, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute, 5 Uhr Morgens, wohlbehalten in New; york angekommen.

AWAZMg oms den Stan&exmtMttgiftewi

in «ladt eufcciu

Bafgetott.

October: 12. Johanne« Rad Schäfer, Musiker zu Inheiden, mit Johanna voll Hierselbst. 19. Martin Spieser, Schmied ,u Mühlbach, mit Emilie Hermine Pauline Dörr daselbst. 19 Ludwig Rühl, Küfer dahier, mit Ka hadna Fischer zu Hermannfteln. 22. Johann Philipp Losekrug, Schlosser dahier, mit Christine Luis« Susanne Elisadethe Giffel, geb. Meyer, zu Neu-Isenburg.

DdÄlUganaeau

October: 19. Friedrich Ludwig Jakob Bickhardt, Buchhalter dahier, mit Marie Philippine Frutig dahier. 19. Johann Leonhard Dörflein, Küfer dahier, mit Wilhelmine Marte Amanda Schütz bierselbst. 23. Georg Graf, Eonditor zu Frankfurt a. M., mU Christina Friederike Josephine Clementine Battz hterselbst.

ebotma.

October 14. Dem Kutscher Philipp Blum eine Tochter. 16. Dem Briefträger Georg DehuS eine Tochter, Lina Marie. 17. Dem Steinhauer Heinrich Heinz eine Tochter, Cmilie Dina Anna Luise. 18. Dem Postillon Heinrich Scharmann ein Sohn, Heinrich Karl Otto. 18. Dem Gärtner Johanne« Hcß ein Sohn, Johanne- Georg Karl. 18. Dem Schreiner Karl Horn eine Tochter, Marie Wilhelmine. 20. Dem Taglöhner Johanne« Becker eine Tochter, Louise. 20 Dem Fabrikant Alfred Bock ein Sohn, Erich. 23. De« OmntbuSschastner Josef Baue« eine Tochter. 23. Dem Kaufmann Georg Karl Wallenfels ein Sohn.

tttilotMae.

October: 19. Betty Mtchel, 62 Jahre alt, Ehefrau von Pferde­händler Salomon Michel zu Gladenbach. 19. Loren, Jost, 82 Jahre alt, Octroi-Jnspector dahier. 19. Adolf Wilhelm Rüstng, 6 Monate alt, Sohn von Restaurateur Josef Rüstng dahier. 20. Georg Repp, 40 Jahre alt, Kaufmann dahier. 20 Anna Sophie Siebert. 8 tage alt, Tochter von Locomotivheizer Eduard Siebert dahier. 22. Peter Rupp, 26 Jahre alt, Arbeiter dahier. 23. Ludwig Hermann Ohr, 24 Tage alt, Sohn von Taglöhner Adam Ohr dahier. 23 Bernhard Sandner, 64 Jahre alt, Privatier dahier. 24. Georg Philipp Hermann Herrmann, 14 Jahre alt, Präparandenschüler von L'ch.

Auszug aus den Kirchenbüchern

der Stadt (Siesten.

Soaugelifche «emeiade.

SetraaU.

Matth äuSgemeinde.

Den 20. October. Johanne« Döring, Knecht zu Gießen, nab Elisadethe Katharine Röhm, Tochter von dem Leinweber Friedrich Röhm zu Frau Rombach.

MarkuSgemein de.

Den 23. October. Georg Graf, Conditor zu Frankfurt a. W., und Christine Friederike Josephine Clementine Ba'tz, Tochter von dem Ober-Telegraphen-Assistenten Johann Carl Gottlieb Battz z» Gießen.

JohanneSgemeinde.

Dm 19. October. Johann Leonhard Dörflein, Küfer zu Gießen, und Wilhelmine Marie Amanda Schütz, Tochter de« Ver­storbenen Barbier« Friedrich August Schütz zu Bünde.

Dms ld'N. Friedrich Ludwig Jacob Bickhardt, Buchhalter zu Gießen, und Marte Philippine Frutig, Tochter de« Locomotivsührertz Georg Balthasar Daniel Frutig zu Gießen.

Markuögemeinde.

Ten 20 October. Dem Schriftsetzer August Holland ein Sohn, Carl Loui« Willy, geboren den 25. August.

Denselben. Dem Apotheker Hermann Dornberger ein Sohn, Walter Hugo Heinrich Robert, geboren den 6 S-ptemder.

Denselben Cme uneheliche Tochter, Helene Auguste, gebotan den 29. August.

Denselben Dem Obermüller Carl Fritz Woldt eine Tochter, Elisabeth Margarethe Marte Ottilie, geboren dm 8. October.

Dmselbm. Dem Schubmacher KaSpar Fehl eine Tochter, Auguste, geboren den 6. September.