Ausgabe 
27.7.1895 Erstes Blatt
 
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werden müsse. Die Strafsache kam auch vor dieser Instanz zur Verhandlung und endigte nach sehr eingehender Beweis­aufnahme damit, daß der Angeklagte, wie wir s. Z. mit- theilten, zwar nicht wegen TödtungSversuchS, wohl aber wegen groben Unfugs zu einer geringen Gefängnißstrafe verurtheilt wurde, die durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. Der junge Mann wäre bereits früher auf freien Fuß gesetzt worden, wenn er sich nicht während der Verhandlung der Verleitung zum Meineid verdächtig gemacht hätte. Heute verhandelte unsere Strafkammer daS zweite Mal gegen Faulstich, dieses Mal aber kam der Angeklagte nicht so gelinde davon, wie er vielleicht erwartet hatte. Der Gerichtshof verortheilte denselben wegen des Versuchs der Verleitung zu einem falschen Zeugniß zu einem Jahr Ge- fängniß. LS hätte auf Zuchthaus erkannt werden müssen, wenn der Angeklagte das 18. Lebensjahr überschritten ge­habt hätte.

* Ruder-Regatta Die Ehrenpreise für die nächsten Sonntag stattfindende Regatta, bestehend auS reichen und geschmackvoll gearbeiteten Humpen und Pokalen, sind in den Schaufenstern deS Herrn Ernst Balser auf der Mäusburg zur Ansicht ausgestellt. Ganz besonders schön find die drei Wanderpreise, um welche schon wiederholt auf den früheren Regatten gestritten wurde, und die bestimmungS- gemäß nach einjährigem Besitz dem Regatta-Comite zurück- gegeben werden müssen. ES sind dies der von Sr. Königs. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig verliehene Wanderpreis für Achter, der Preis der Stadt Gießen für Vierer und der Lahnpokal, Stiftung des Deutschen Ruder- VerbandeS für Einer (Skiff). Der vorjährige Gewinner deS letzteren, Herr Albert Rübsamen von hier, ist leider nicht in der Lage, den prachtvollen Preis zu vertheidigen, da er z. Zt. in Straßburg seiner Militärpflicht genügt.

* * Regatta. Heute Vormittag sind die drei ersten aus­wärtigen Boote eingetroffen. Die Mannschaft deS Schwein­furter Ruder-ClubsFranken" wird heute Abend erwartet.

Ottomar Anschütz' ProjectiouS-Borträge finden einge­tretener Hinderniffe halber (durch verspätetes Eintreffen der Apparate mit der Bahn) erst morgen Samstag Abend in Steins Garten statt.

* Theater. Herr Theaterdirector Pollak wird die ihm für Gießen bewilligte Theater-Concession fallen lassen und das Stadttheater zu Dortmund zur Winter-Saison über­nehmen.

Sine Balloupost. Einen originellen Spaß machte sich ein Weilburger kürzlich dadurch, daß er sich drei kleine Luftballons kaufte, dieselben mit einander verband und mit seiner Visitenkarte versah, die Folgendes enthielt:Der Auffinder dieses wird gebeten, diese Karte an die umstehende Adresse zu senden", worauf er die Ballons in die Lüfte steigen ließ. Am 18. dS. Mts. erhielt erwähnter Herr aus Gießen folgende, die Auffindung deS Ballons anzeigende Mittheilung:Unbekannter freut sich, mit Beigefügtem Ihrem gefälligem Wunsche nachkommen zu können. Ich will mich gerne Ihrem kleinen Interesse fügen und Ihnen be­züglich meines Fundes Näheres mittheilen. Gelangte näm­lich heute Morgen bet einer Felddtenstübung als Patrouille zum Absuchen eines Waldes nordöstlich von dem Dorfe Münchholzhausen, genanntFinsterloh", und fand inmitten des Gehölzes, am Fußende einer Birke hängend, drei Ballons mit Ihrer freundlichen Karte. Um natürlich Ihrer Bitte zu folgen, sandte dieselben sofort an Ihre Adresse ab. Ergeben st grüßt N. N., Gefreiter der 14. Com­pagnie im Inf. - Regt. Kaiser Wilhelm." Froh über den gelungenen Spaß drückte der Empfänger dem Ge­freiten seinen Dank inklingender Münze" aus, woraus derselbe in einem nochmaligen Schreiben seinen Dank ab­stattete mit dem Bemerken, daß er mit der Patrouille vom 18. d. MtS. einen kräftigen Schluck auf das Wohl des freundlichen Spenders trinke.

* Gedenktage aus dem Jahre 1870. Die Truppen der Großh. Hessischen (25.) Division hatten sich am 25. Juli »ur Concentrirung bet Göllheim in Marsch gesetzt. DaS Stabsquartier des Prinzen Ludwig von Hessen wurde nach Gernsheim verlegt. Arn 26. Juli erreichte die Division Worms und bezog CantonnementS, worauf am 27. Juli da« Stabsquartier nach Worms verlegt wurde, wo es bis zum 1. August verblieb.

25jährige SrinnerungSfeier au 1870, zugleich Verbands- lest der KriegerkameradschastHasfia" zu Darmstadt. DaS Präsidium der KriegerkameradschastHassta" hat an die Commandeure der der Großh. Division angehörenden Regi­menter folgende Danksagung gerichtet:Den Truppen- theilen der Großh. Division spricht daS Präsidium der Hassia" seinen Dank dafür auS, daß dieselben im Interesse deS von derHasfia" in Darmstadt veranstalteten Landes- festes bereitwillig verzichtet haben, Veteranen, welche unsere Mitglieder sind, zu den gleicher Zeit bet den Truppeutheilen stattfindenden Feierlichkeiten aufzufordern."

* Der Festausschuß für die 25jährige Gedeukseier der Schlachteu um Metz theilt mit, daß die Befürchtungen, eS könnte gelegentlich der 25jährigen Gedenkfeier der Schlachten um Metz für die Unterbringung der nach Metz kommenden Veteranen an Quartieren fehlen, Dank der Seitens der Militär- und Ctvilbehörden, der Hotel- und GasthauSbefitzer zu Theil gewordenen großen Unterstützung, jetzt vollständig gehoben sein. Bei voller Benutzung der zur Verfügung ge­stellten schönen CasernementS, der Schul- und Turnsäle, der Quaniere in Hotel«, Gast- und Privathäusern, können 10,000 Kameraden unlergebracht werden. Die Preise der Quartiere sind: Hotels ersten Range» . einschläfrige Betten UM. 2.50 bis Mk. 3 pro Nacht, zweischläfrige Betten Mk. 4 allein pro Nacht, Mk. 2.50 zu zweien pro Nacht - Hotels zweiten Ranges und Privathäuser: einschläfrige Betten Mk. 1 bi» Mk. 2.50 pro Nacht, zweischläfrige Betten Mk. 2 biü Mk. 2.50 allein pro Nacht, Mk. 1 bis Mk. 1.50 zu zweien pro Nacht, CasernementS (nur Betten): pro Person und Nacht 50 Pfg. Diese kleine Gebühr muß erhoben

werden, um die erwachsenden Kosten für gelieferte Bett­wäsche und Handtücher, sowie Ankauf von Stroh für die in Schul- und Turnsälen zur Verwendung kommenden Stroh- säcke zu decken. Um möglichst viele Kameraden unterbringen zu können, ist die Benutzung der zweischläfrigen Betten zu je zwei Kameraden zu empfehlen. Frühstück ist schon von 50 Pfg., Mittagessen von Mk. 1 bis Mk. 1.50 (ohne Wein) pro Person zu haben. Sollte für die auf die Schlachtfelder beabsichtigten Touren Fahrgelegenheit gewünscht werden, ist es rathsam, dem Pofthalter Koeßler, St. Marcellenstraße in Metz, im Voraus Bestellung zugehen zu lassen. Dem- selben wird eS hierdurch möglich, die im Voraus bestellten Wagen pro Tag und Tour sicher zu stellen. Bei großen, voll besetzten Wagen kommen die in besonderem Programm an­geführten Vorzugspreise in Anrechnung, für kleinere Wagen, Landauer usw. stellen sich dieselben etwa« höher.

Der Commuoalstenerausschlag stellt sich für daS Jahr 1895/96 in den Städten deS Großherzogthums, in welchen die Städteorduung eingeführt ist, wie folgt, wobei zur Vergleichung die betreffenden Zahlen deS Vor­jahres beigefügt sind:

1895/96 AuSfchlagscoefsicient

1894/95

Darmstadt

1,188,172

Mk. 44

Pf. bei 27

Pf.

Mainz

1,819,776

40

n n

29,4

n

Offenbach

641,512

//

tt n

25,8

n

WormS

495,000

M

n tt

26,898

tt

Gießen

408,266

55

ft ff

28,8

tt

Alzey

89,800

//

H ff

25,728

tt

Bingen

145,000

//

tt m

23,616

tt

Darmstadt 1,149,896 Mk.

Pf. 26,673

tt

V

Mainz

1,804,470

98

n n

29,4

Offenbach

620,287

n

n tt

25,8

tt

WormS

483,000

tt

tt tt

27,744

tt

Gießen

395,686

, 86

tt tt

28,8 '

ft

Alzey

75,600

tt

tt tt

22,092

ft

Bingen

140,000

n

tt tt

23,059

ft

ES geht aus der Vergleichung hervor, daß die Stadt Worms in der Lage war, gegen daS Vorjahr eine kleine Erniedrigung des Ausfchlagcoefficienten (nicht ganz 1 Pf. auf die Mark Steuercapital) eintreten zu lassen und daß Mainz, Offenbach und Gießen die vorjährigen Ausfchlagcoefficienten beibehalten haben. Darmstadt und Bingen weisen gering­fügige Erhöhungen der Coefficienlen auf, Darmstadt 0,327 Pf. und Bingen 0,557 Pf. auf die Mark Steuercapital, während bei Alzey eine Erhöhung von 3,636 Pf. vorliegt. Nach der Höhe deS Ausfchlagcoefficienten geordnet folgen sich die Städte in der Reihenfolge: 1) Mainz, 2) Gießen, 3) Darm­stadt, 4) WormS, 5) Offenbach, 6) Alzey und 7) Bingen.

-R.- Londorf, 25. Juli. Heute Morgen lV/g Uhr gerieth das ca. 1 ,/2 Jahr alte Kind des Kaufmanns Br auu unter einen mit Sand beladenen Wagen. Das Hinterrad aßte daS bedauernswerthe Kind derart am Kopfe, daß eS nur als Leiche weggetragen werden konnte. Nach Aussagen von Augenzeugen faß der Knabe bei Ankunft des Wagens noch mindestens einen Schritt seitwärts und ist eS deshalb unerklärlich, wie das Unglück geschehen konnte. Der Fuhrmann, welcher als tüchtiger, solider und nüchterner Mann bekannt ft, ist der Knecht des Müllers Becker von Kesselbach.

n. Düdelsheim, 24. Juli. Heute tagte in der Sch eid- chen Wirthschaft hier eine zahlreich besuchte Lehrer- Versammlung, zu welcher Mitglieder auS den Bezirks- vereinen Altenstadt und Büdingen, sowie einige Gäste, unter diesen auch der Obmann des LandeS-LehrervereinS, Herr Backes von Darmstadt, erschienen waren. Dieser schilderte in einem längeren Vortrag die Verhältnisse der Lehrer in rüherer Zeit, und zeigte, wie durch daS Wohlwollen der Regierung und die Thätigkeit des Landes«LehrerveretnS diese eine bedeutende Umgestaltung zum Besseren erfahren -ätten, obwohl noch nicht alle Wünsche der Lehrer erfüllt eien. AuS diesem Grunde forderte Redner die Lehrer zur Einigkeit und zum festen Zusammenstehen auf. Hierauf ollte zum zweiten Punkt der Tagesordnung, der Statuten- berathnng für das Lehrerheim in Schotten, übergegangen werden. Von maßgebender Sette wurde der Versammlung ndessen mitgetheilt, daß diese die amtSgerichtliche Genehmi­gung nicht erhalten hätten. Daher wurde von der geplanten Berathung abgesehen. ES ist möglich, daß daS Unternehmen nun doch kein genossenschaftliches, sondern von irgend einem Verein von Lehrern in die Hand genommen wird. Die Ein­weihung deS Lehrerheims wird am 24. oder 25. August tattfinden.

-s- Berstadt, 25. Juli. Im Briefkasten der heutigen Nummer 172 erstes Blatt desGießener Anzeigers" wird der Einsender des Artikels auS dem Niddathale gebeten, einige Oeconomen (warum nicht Landwirthe?) zu nennen, welche Frühkartoffeln zu 6 Mk. pro Doppelcentner liefern. Wir find in der Lage, dem Herrn Einsender B. im Brief asten die Sache vielleicht etwas bequemer und leichter zu machen, indem wir ihm den Bezug von neuen Kartoffeln (Frührosen) von hier auS empfehlen. Letztere Sorte, welche wahrscheinlich auch im Niddathale zum Verkaufe gelangt, kostet 6 Mk. pro Doppelcentner. Zum Bezüge von Kartoffeln aus unserem Orte empfehlen wir den Landwirth JohS. Roth I., der Lieferungen von Frührosen ä 6 Mk. nach Nau- heim gemacht hat. Auch Makler ASmuS ist jederzeit zur Auskunft und Besorgung von Abschlüssen bereit.

ch. Aus dem Kreise Schotten, 25. Juli. Unsere Steuer- behär d en find eifrig bemüht, die Arbeiten zu einer Reform der dtrecten Steuern, in erster Linie der Bewerb- und Grundsteuer durchzuführen. Zu diesem Zwecke fand schon im Frühjahre eine Versammlung der Steuercowmissäre unserer Provinz in Gießen statt, welche von dem Finanz- mtniftcrium berufen war und wobei alle diejenigen Punkte besprochen wurden, welche bei einer Reform der Grund- und Gewerbsteuer zu berücksichtigen find. Darnach wurden Probe­

abschätzungen zur Ermittelung der reinen Einkommensverhalt, nisse in den einzelnen Steuercommissariaten vorgenommen, indem eine Gemarkung von jedem Steuerbezirk herauß- gegriffen, die Hypothekfchulden festgestellt und darnach eine förmliche Probefteuerregulirung oorgenommen wurde. unserem Sreuerbezirke ist eS, wenn wir nicht irren, die Gemarkung Rainrod, welche als Probegemarkung abgeschätzt worden ist- in dem Bezirke Nidda soll eS Ober-Mockstadt sein. Daß eS sich hier um eine gewaltige Arbeit von größter Wichtigkeit handelt, wird jeder Leser leicht einsehen. Solche Arbeiten können nicht überS Knie gebrochen werden, sonderr müssen Zeit und Weile haben, denn neben diesen auße» ordentlichen Arbeiten haben die Steuerbeamten auch notz ihren ordentlichen, regelmäßigen Dienst zu thun. ES ist daher leicht, über solche Riesenarbeiten zu krttifiren und zu mauliren, aber sehr schwer, es selber oder gar besser zu machen. Ein Sprichwort sagt: Ein Kritiker ist ein Mann, der alles weiß, aber selbst nichts kann. Bon eine» Steuerreformkritiker läßt sich in den meisten Fällen sagen: Ein Steuerreformkritiker ist ein Mann, der selbst nicht» weiß und gar nichts kann. ES mögen jetzt gerade fiebenzig Jahre her fein, daß solche Arbeiten, wie sie gegen- wärtig vorgenommen werden, in unserem Großherzogthunn gemacht worden sind. Damals, Mitte der zwanziger Jahre, fielen die Arbeiten sehr gut aus, wie auch unser Grundbuch- und Katasterwesen ein sehr gutes ist und vou anderen deutschen Staaten oft geprüft und nachgeah« worden ist. Die jetzigen Arbeiten werden sicher auch sehr wohl gelingen, dafür bürgen unsere tüchtigen Behörden und Beamten.

Alzey, 25. Juli. Der hiesige OrtSgewerbeoereia hat die Absicht, im Jahre 1897 in Alzey eine Gewerbe- und Industrie ^Ausstellung abzuhalten.

Mainz, 25. Juli. Zwei 16- bi» 17jährtge junge Leute, Söhne aus hiesigen guten Familien, haben gestern Nachmittag auf den Militärposten am Neuthor zwei Revolver- schüsse abgefeuert, ohne jedoch den Mann zu treffen. Sie wurden verhaftet.

Mainz, 25. Juli. Ein Arbeiter von Kostheim, der an der Eisenbahvbrücke beschäftigt war, stürzte von dem Hänge- gerüst in den Rhein und ertrank.

A Mainz, 25. Juli. Unter dem Verdacht der Spionage wurde gestern unfern der Festungswerke in Kastel von einem Wachtposten ein Fremder verhaftet, der in sein Notizbuch Zeichnungen machte. Bei dem Verhör durch

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die Polizei stellte es sich heraus, daß der Fremde ein harm­loser Schullehrer aus Sachsen war, der auf einer Rheinreife begriffen, und sich zur Erinnerung einige Zeichnungen ge­macht hatte. Die Polizei ordnete sofort die Freilassung bei Lehrers an. Bei einer Felddienstübung, die heute Vor­mittag das 27. Feldartillerie-Regiment auf einer umliegenden Anhöhe vornahm, ereignete eS sich, daß ein mit fünf Mann besetztes Geschütz an einem Abhang umstürzte, wodurch die Besatzungsmannschaft unter das Geschütz gerieth und zu» Theil mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Durch rasch requirirte Wagen wurden die Verletzten in daS hiesige Militärlazareth verbracht.

A Kastel, 25. Juli. Um den Besuch des Schlacht­feldes von Wörth und Weißenburg zu erleichtern, ist den Beamten der preußischen Staatsbahnen, die den Feldzug mit- gemacht haben, für die ganze Fahrt dorthin freie Fahrt be- willigt worden.

H. Bingen, 25. Juli. Der 4 Uhr 10 Min. hier ab­gehende Schnellzug Köln-Frankfurt a. M. erlitt bet seiner Abfahrt infolge Schienenbruchs eine Entgleisung der Locomotive, deS Pack-und Postwagens und mußte wieder auf die hiesige Station zurückfahren. Die Passagiere unb das Personal kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Der Schnellzug setzte dann mit li/zstündiger Verspätung dte Fahrt fort. Dagegen ist die Verbindung nach Alzey für die nächste« Züge noch unterbrochen.

A Bon dem Rhein, 25. Juli. In dem rechtsseittgen Rheinarrn zwischen der Petersaue unb dem Kafteler Ufer findet am 6. August durch Mannschaften deS Pionierbatail­lons Nr. 11 eine große Regatta statt. Zu derselben sind durch daS Offiziercorps sowie von den Damen der Offiziere mehrere Preise gestiftet worden.

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Verarrschter.

* Rühmend muß hervorgehoben werden, daß die Land­wirthe im Kreise Schmalkalden, um die abgebrannten Vieh- besitzcr in Brotterode vor dem gewissenlosen Gebahren gewisser Viehhändler zu schützen unb um jenen ihr Vieh zu erhalten, nun gemeinschaftlich baS Vieh so lange füttern, diS die armen abgebrannten Viehbesitzer wieder in ber Lagt sind, ihr Vieh im eigenen Stalle unterzubringen unb zu erhalten.

* Unna, 20. Juli. Der seltene Fall, daß ein ZwillingS» paar seinen 80. Geburtstag feiert, ist von hier zu melden. Die ZwillmgSbrüder Isaak unb MoseS Rosenberg, von denen der eine hier, der andere in Aplerbeck wohnt, begingen gefteri im Kreise ihrer Familie gemeinsam ihr 80. Wiegenfest.

Wien, 22. Juli. Zur fünften Tagung deutscher Babelsberger Stenographen trafen viele süddeutsche ®afte ein. Auf dem gestrigen BegrüßungSabenb im Redoutea- faale der Gartenbaugesellschaft dankte Premierlieutenant - Wenermayer, als Enkel Babelsberger», für dte mehrfachen Ehrungen, die den anwesenden Mitgliedern der Familie Babels­bergers zu Theil wurden.

* Der Deutsche Seiler- und Reepschläger-Verbaud wird seinen achten VerbandStag am 8. und 9. August d. I. in Wernigerode a. Harz abhalten. Von den Punkten der TageS'Ordnung find diejenigen über Gründung einet Fachschule unb Ermäßigung ber Stückgut-Eisenbahnsrachten für Rohmaterialien die wichtigsten. Mit diesem Verband»- tage wird eine Fachausstellung von Ganz- und Halbfabri- katen, Rohmaterialien, Maschinen und Geräthen deS ©eilet»

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