Ausgabe 
26.2.1895 Erstes Blatt
 
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suchung bis jetzt «och nicht abgeschlossen «erde« und dürfte . die Sache erst im zweiten Quartal da- Schwurgericht in Gieren beschäftigen.

%* Au» der Wetters« erhielten wir heute folgendeZuschrift: Ihr 8.-Correspondent ,8u8 dem Horloffthal" hat «nterm 14. d. M. in Ihrem Blatt vom 19. d. M. eine haarsträubende Geschichte veröffentlicht, daß Gutsbesitzer E. aus Biffes in Posen von vier Wölfen in Stücke zerrissen sei. Zur Steuer der Wahrheit und zur Beruhigung allzu ängst­licher Gemülher können wir Ihnen aus bester Quelle mit« theile«, daß Wilhelm Eigner von hier zwar voriges Jahr sich ein großes Gut in Deutich-Fordon bei Bromberg billig gekauft, daß er aber am 17. d M. eigenhändig an feine Mutter hier geschrieben hat, daß er und seine ganze Familie dort wohlauf und munter seien und er auf feinem Gut noch keinen Wolf zu sehen bekommen habe rc. rc. Mit der Fabel von den vier Wölfen hat sich also Ihr II.-Correspondent einen gewaltigen Bären auf« binden lassen, wonach Sie den betreffenden Artikel gefl. berichtigen wollen.

§ Vom höheren Vogelsberg. 21. Februar. Auch bet uns sieht man feit letzter Zeit, daß einzelne Forstbeamten mit Schneeschuhen ihre dienstlichen Touren verrichten. Anfangs wurde von Fachleuten behauptet, die Beamten sollten mittelst Schneeschuhen ihren Dienst bequemer ausüben können, eS hat sich diese Ansicht jedoch nicht bestätigt, sondern eS dürfte daS Schneeschuhlaufen mehr auf den Sport be­schränkt bleiben. Mehrere Personen haben ihre Schneeschuhe bereits wieder ab geschafft.

§ Vom oberen Vogelsberg. 21. Februar. Das von Grebenhain aus an sämmtliche OrrSoorstände des Kirchspiels Crainfeld gerichtete Gesuch um die baldige Errichtung einer Arztstelle in Grebenhain oder Crainfeld ist mit 70 Unterschriften versehen. In der Eingabe wird die Noth- Wendigkeit dargelegt, nach dem Weggange deS Herrn Dr. Stern von Bermuthshain wieder einen Arzt in der Nähe zu haben, da der nächste Arzt weiter als zwei Stunden von den ge­nannten Orten entfernt wohne. Die Bezirke der Aerzte zu Freiensteinau und Herbstein seien zu groß, um von dort rechizeitig Hülfe erwarten zu können. Da eS bei Unglücks­füllen und plötzlichen Erkrankungen darauf ankomme, rasch ärztliche Hülfe zu erhalten, so wäre die Niederlaffung eines Arztes in Crainfeld oder Grebenhain, event. unter Bewilligung i einer Subvention, freier Wohnung rc. seitens der verbündeten \ Gemeinden dringend wünschenSwerth. Der gegenwärtige Zu« > stand, daß der hohen Kosten wegen man sich oft zu spät ent­schließt, einen Arzt zu holen, habe große Gefahrn im Gefolge, j Da auch der Staat zur Unterhaltung von Aerzteu in ärmeren * Gegenden Zuschüsse leistet, so hoffen die Gesuchsteller auf baldigen Erfolg des Gesuches.

Offenbach. 22. Februar. Ein junger Mann, der am verflossenen Samstag Nachmittag in dem Hause seiner Eltern in der Feldstraße dahier einen Eiribruchsdiebstahl ver­übte, um die Mittel zum Besuche eines Maskenballes in Oberrad zu erlangen, und der sich alsdann in der Umgegend herumdrückle, wurde heute früh in der Wolfschneise bei Offenbach tobt aufgefunden. Er lag mitten aus dem Wege und neben ihm eine Branntweil flasche. Jedenfalls hat er den Tod durch Erfrieren gefunden. Die Leiche wurde nach : dem Oderräoer Friedhof verbracht.

Mainz. 24. Februar. Die Eisdecke des Rheins steht mer noch unverändert fest, nur haben sich die offenen Stellen an den beiden Usern vergrößert, wodurch Jedem die Gelegenheit genommen ist, die Eisdecke zu betreten. Amtlich wird von WormS hierher gemeldet, daß sich daS NheinetS gegen vier Uhr heute Morgen bei fallendem W^ffer in Bewegung gesetzt hat. Hier hat sich die Bewegung des OberrheinS noch in keiner Weise bemerkbar gemacht.

Mainz. 24. Februar. Von dem so viel gerühmten Mainzer C arneval ist in diesem Jahr wenig oder nichts zu sehen. Einige maSkirie Kinder in den Straßen und am Abend in den Hotels und Wirthschaften daS bekannte MaSken- treiben ist das Einzige, was daran erinnert, daß wir uns in FastnachtStageu befinden. Daß man in diesem Jahr von den üblichen großen Veranstaltungen, wie Rosenmontagzug, Kappenfahrt u. s. w. Umgang genommen, ist neben einer gewissen Carnevalsmüdigkeit hauptsächlich den schlechten Ge­schäfts und Geldverhältntffen zuzuschreiben, wozu noch tritt, daß durch daS oorigjährige deutsche BundeSschießen die Ge- sammtbevökerung von Mainz zu großen Ausgaben veranlaßt wurde und sich daher jetzt Mancher nothgedrungen eine gcwiffe Sparsamkeit auferlegen muß.

Mainz. 21. Februar. Am Sonntag Abend 8 Uhr erkrankte einer der beiden im Kostheimer Winterquartier de- findlichen dresfirten ^lephanten dcs Herrn Antonio Wallenda infolge Verstopfung. Man telegraphirte sofort nod) Frankfurt, Köln und nach Hamburg an Hagenbeck, aber von keiner Seite konnte Auskunft ertheilt werden, was bei dem Thiere angewenüet werden sollte. Nun wandte man sich an einen hiesigen Thierarzt, worauf dem Thiere acht Liter RicinuSöl eingespritzt wurden. Die Verstopfung löste sitz daraufhin auch, trotzdem aber ging daS Thier in der Dienstag Nacht ein. Heute wurde der Cadaver geöffnet, wobei sämmtliche Thierärzte zugegen waren. Das Thier hat ein Gewicht von 50 Centern, die zwei Zähne wiegen nahezu 100 Pfund. DaS Thier repräfentirte einen Werth von ca. 10,000 Mk. Herr Wallenda, der eben mit feinen Doggen in Berlin im Wintergarten engagirt ist, will die Haut des ThiereS der Stadt zum AuSstopfen für das Museum zum Geschenk machen.

Aas dem Rheiagau, 24. Februar. In den Wein­bergen zeigt eS sich jetzt allmälig, daß der Frost größeren Schaden angerichtet hat, als man anfänglich glaubte. Während fönst in den Niederungen der Frost zuerst feine i Wirkungen zeigt, haben diese» Mal hauptsächlich die Reben 1 der Berglagen Noth gelitten. Gegen die proj-ctirte ' Gemeindeweinbesteuerung regt sich tm ganzen Rhein« ' gau eine energische Agitation. An derselben beteiligen sich

die Winzer wie die Weinhändler, welche Beide ei«e weitere Belastung nicht mehr tragen zu könne« erklären.

WormS. 22. Februar. Linen Verlust von 2000 Mk. hat, wie eine Correspondenz auS Berlin zu melden weiß, am Samstag der Reichstagsabgeordnete Herr von Hehl erlitten. Herr v. Hehl bat noch Beendigung einesÄlten- Herren-DinerS" am genannten Abend noch eine kleine Bier« reife unternommen. AIS er von derselben nach Haufe ge­kommen war, sand er zu feiner Ueberraschung, daß ihm fein eleganter Ueberrock vertauscht worden war, eine Entdeckung, die um so fataler war, als sich in dem betreffenden Ueberrock eine Brieftasche befunden batte, die außer allerhand Legi- timattonspapieren u. s. w. 2000 Mk. in Hundertmarknoten enthielt. Für die Wiedererlangung seines EigrnthumS bietet Herr v. Hehl eine Belohnung von 300 Mk. auS.

LebeuSmiltel-Preife Ende Januar 1895. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralftelle für die LandeS- statistik kosteten:

Städte mit

Oclroi Darmstadt Mainz Offenbach Worms Gießen Städte ohne

Octrot ötngen Bensheim Alzen Friedberg Alsfeld Lauterbach

Ochsenfleisch | per Pfund [

Rindfleisch per Plrind

per Pfund

Schweinefl. per Pfund

Hammelfleisch 1 per Pfund

Gemifchtes Brod

Roggen- Brod

Butter per Pfund

Milch

1 filter___

Eier

1 Stück

76

70

76

76

70

12

11

89- 99

18

7-9

72

63

70

75

55

11,5

10

94- 98

18

6-8

76

66

76

80

60

11

9

120-130

21

6-10

74

70

72

68

68

9

9

91-105

17

69

76

69

65

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65

10

9

76- 84

18

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75

65

60

70

60

10

9

90-100

19

7-9

76

70

70

64

60

11,5

9

100105

17

7-8

68

64

65

65

60

15

9

77 92

17

9-10

75

70

70

60

65

11,5

10

85- 90

18

89

70

63

70

60

12,5

9,5

100-110

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7

64

64

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60

60

12

9

100

16

7

vermischte».

* Düren. 21. Februar. Unter großartiger Betheiligung der Einwohnerschaft wurde heute die Leiche des beim Unter­gänge derElbe" umgekommenen Fabrikanten Walther Schüll, Mitinhabers der Kunstwollfabrik Gebr. SchÜll in BirkeSdorf, zu Grabe getragen. Die Leiche traf heute früh auS England hier ein. Die Zahl der Theilnehmer an dem Leichenbegängnifle betrug viele Hunderte, während in den Straßen Taufende von Menschen standen, die den Trauerzug an sich vorüberziehen ließen. Für den Verunglückten, der hier überall in hohem Ansehen stand und namentlich bei dem zahlreichen Arbeiterpersonal seiner Fabrik außerordentlich be­liebt war, hatte bereits vor 14 Tagen eine ergreifende Gedächtnlßfeier in der evangelischen Kirche stattgefunden.

* Graudenz. 22. Februar. Der Käthner Jedamczyk auf Abbau Warpuhnen, KrelS SenSburg (Ostpreußen) erschlug in einem Wahnsinnsanfall seine Ehefrau, steckte die zerstückelten Theile der Leiche in den Ofen, warf dann den lebendigen dreijährigen Sohn gleichfalls in die Ofen- gluth. Der dazukommende Schwager verhinderte die Ver­brennung des anderen Kindes. Der Verhaftete gab an, seine Opfer seienvom Teufel beseffen" gewesen.

* Breme«, 23. Februar. Für die Hinterbliebenen der mit derE l b e" Verunglückten sind hier 140000 Mk., inS- gesammt ca. 400000 Mk. eingekommen.

* Aus Bayer«. 21. Februar. In einem oberbaherischen Dorfe suchte sich em Ehepaar, als der Gerichtsvollzieher zum Pfänden kam, zu erhängen. Der Gerichtsvollzieher ver­mochte sie noch rechtzeitig abzuschneiden. Der Prinzregent hat dem Ehepaare ein Geschenk von 50 Mark zustellen lasten.

titeratur unb ICnnft.

Akademische Freiheit. Lieder und Gedichte eines »Alten Herrn". Verlag von I. Harrwitz Nachfolger, Berlin. Diese Lieder und Gedichte verbreiten sich in herzei qulckender Weise über alle Phasen deS akademischen Lebens und darüber hinaus bis ins Philisterthum. DaS Werk eignet sich, wofür auch durch Einfügung eines besonderen Blattes Vorsorge getroffen ist, vorzüglich zu Dedicationen.

Cin Nothschrei. «n den Deutschen Reichstag und daS deutsche Volk. »WaS stürzt, stürzt!" Berlin, H. S. Herr mann 18'95. 40 Seiten groß 8". Preis 60 Pfg. Diese Schrift unterzieht die zur Zeit den Deutschen Reichstag beschädigende Tabaksteueroorlage einer Kritik. Der Stoff ist in drei Abschnitte gegliedert: 1. Die höhere Belastung des Tabaks" in anderen Ländern. 2. Die wirk­liche Mehrbelastung des Tabaks. 3. Der Rückgang des ConsumS. Jeder Leser ohne Unterschied der Parteistellung kann sich daraus eingehende und interessante Belehrung über die zur Zeit brennende Tadaksteuerfrage verschaffen.

Der «injähris Freiwillige. Zusammenstellung der Bestimmungen für den einjährig freiwilligen Dienst, vom Eintritt in das wehrpflichtige Alter ab biS zur Eritlastnng auS dem Mrlitär- Verhiltnlß. Von Frhr. v. Schütz zu Hollhausen, Hauptmann und Compagnie-Ebes im 6. Wests. Ins - Rgt. Nr. 55 Verlag der He - wing'schen Verlagshandlung in Hannover. DaS Werk behandelt in 14 Abschnitten und einer Anzahl Anlagen eingehend die witzigsten Bestimmungen, welche auf den Einjährig - Freiwilligen von Beginn feiner Dienstzeit bis zur Entlastung auS dem Soldaten »Stand an­wendbar sind. ES ist daS Werk fonach ein unentbehrlicher Führer nicht nur für Einjährige, sondern auch für alle, die in mehr ober weniger engeS Verhältniß zum Heere oder der Marine kommen. Besonders wichtig erscheinen die Abschnitte, welche vom Ersatz her Truppentheile, von den körperlichen Ansorderungen an den Dienst- pflichiigen, von der Ergänzung der Oifiziere deS BeurlaubtenstandeS handeln. Preis des 10 Bogen starken, durch jede Buchhandlung zu beziehenden Werke« 2 Mk.

Verkehr, CanO» und Volkrrvirchschaft.

Grllnderg, 23 Februar. Fruchtpreise Weizen 12,00, Rom X 12,20. Gerste X 10.00, Hafer X 10,00, Erbsen X 0,00. Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0 00, Samen X 00,00

Etuttgart. 9. Februar. (Allgemeiner Deutscher Versicherung»- Sarin.) Im Monat Januar 1895 wurden 522 Schadenfälle regultrt* Davon entfielen aus die Haftpflichtversicherung 49 Fälle wegen Körper­verletzung und 54 wegen Sardeschädigung; aus die Urstallonstcherrwtz dagegen 419 Fälle, von denen 5 den sofortigen Tod und 6 eine gänzliche oder theilweise Jnoalidiiät der verletzten zur Folge hatten. Von ben Mitgliedern ber Ster bekiffe starben in diesem Monat 57. Neu abgeschlossen wurden tm Monat Januar 4546 Versicherung«. Alle vor dem 1. November 1834 der Unfall Berficherung angemeldete» Schad nlälle incL der TodeS, und Invaliditäts-Fälle find bis auf die von 64 noch nicht genesenen Pertonen vollständig regulirt.

Rach den statistischen Ermittelungen deS Verein» deutsch« Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die «oheisenprodnetio» des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburg») im Monti Januar 1895 aus 489 575 Tonnen, darunter Puddelrodeisen und Eviegeler'en 153 950 Tonnm, Beffemerroheisen 33 166 Tonnen« ThomaSroheifen 226 649 Tonnen und Gießereiroheisen 75 810 Tonnen. Die Production im Januar 1894 betrug 426 418 Tonnen, tm December 1894 498233 Tonnen.'^

Die Sterpeotznction vnd die Landwtrthschaft. Die be­dauerliche Tvaifache, baß nach Deutschland au» dem Auviande lährlich für circa 40 Millionen Mark Hühnereier bezogen werden, um ben einheimischen Bedarf zu decken, unb ber Umstanb, baß in ben meisten Landwirthschaslen bte Hühnerzucht noch nicht rationell betrieben wird, also dadurch den deutschen Lindwirthen und dem Rational- vermögen jährlich eine hübsche Anzahl von Millionen Maik oct> loten gehen, veranlassen un», immer wieder auf die SWittel unb Wege dinzuweiscn, wodurch die Eierproducttoa zu Heden ist. Diese taffen sich zusammenfaffen in drei Bedingungen, nämlich erfiltch i« der Anschaffung geeigneter Leghühner und Vermeidung aller Inzucht. DaS heißt, der Landwirth und G.fl'igelrüchter ben nicht denken, daß er genug g ihan, wenn er einen neuen Stamm guter Leghühner i angeschafft hat, sondern er muß auch dafür sorgen, daß jede» Jahr l durch Anschaffung eine« Hahne« entsprechender Raffe von einem anderen Hübt erbose daS Blut der Hühner aufgefrticht, deren Pro» ! duction gestärkt unb alle Degeneration (Entartung) bekämpft wird. 1 Ferner muß darauf geachtet werden, daß kein Leghuhn über 3'/, Iahte alt werden darf, denn nach dieser Zett sinkt d:e Eier Production der H nnen ganz bedeutend. Ist man trotzdem mit ber ©letpiobuctlo« nicht zufrieden, so beobachte man die einzelnen ner in Jfolir« ställen auf ihre Elerproduction und überliefere solche Hühner, welche in der guten Legzeit woch-ntlich nicht 4 bi« 5 Eier legen, ber Küche. Dann ist vor allen Dingen aber auf bte Art ber Fütterung b«r Hühner großer Stiertb zu legen. Da« Huhn braucht zur Körper­erhaltung, zur Eier-, Fett- und Federerzeugung täglich 12 bi» 15Gramm Eiweiß. Wenn da« Huhn täglich bi« zu 100 Gramm Körner auf­nimmt, fo enthalten diese noch nicht die obige Eiweißmenge und sind dabei ein tbeure» Futter ES ist deshalb zweckmäßig, neben Körnern andere billigere eiweißhaltige Futtermittel tätlich »u verabreichen wie z. B. Fleischsuttermedl, Brei au« Kleie, Fleischabfälle, auch Ab­fälle au« Fleischereien, wie Blut, gebockte Gedärme u. f. w., ferner : Milchabfälle. Auch sorge man dafür, daß die Hühner täglich etwa« Grünfutter, zumal Salatabfälle, Latticharten, Kohlköp e unbm Winter etwas gehackte Möhren b tomnien unb bte Eier erhalten schöne gelbe Dottern. Da das G flügel keine Zähne bat, so muß es die Futterstoffe in seinem starken, dickwandigen Muskelmage« mit Hilfe von Sand unb kleinen Steinchen zerreiben. Sanb muß , deshalb stets dem Geflügel zur Verfügung gestellt werden, besonder» tm Winter, wenn die Thiere meist im Stall ober sonst in ei'em abgeschlossenen Raum ffch aufhalten müssen. Ferner ist dem fläpel ber Kalk zur Verdauung unb insbesondere zur Eierschaien- i btldung nöthig. Man verabreiche alle paar Tage im Weichfutter J fein zerriebene Eierschalen oder Knorpeln, oder auch Kreide unb Futter knochenmehl.

Zur Eonservirung der Düngerkrast. Der Stall­dünger ist für bie Landwirtbichast tmm t Der beste unb billigste Da nun aber die Ch.mie bewiesen bat, baß ber Werth jebe« Dünger» in seinem Arnrnontakgehalt (Slickstoff) besteht, so ist fast keine Frage so wichtig, als durch geeignete Matzregeln ben Stickstoff im Dünger siftzuhalten. In di ser Hlnstcht wird aber von den meisten Land- wtrihen unglaublich viel vernachlässigt, denn au« jedem freiliegenden Düngerhauien dampft der Ammoniak förmlich heraus, und regnet es gar auf den Dünger, fo wird bcifelbe gar ausgewaschen unb halb ober ganz entwerthet Eine gemauerte und cemmenlkte liefe Düngergrube mit nach oben möglichst luftdicht schltrßend-r Thüre ist daher daS beste Eonfervtrungsmittel für den Dünger, den man in dieser Grude noch möglichst festtreten läßt unb bei jebeSmaliger Füllung lagenroetie mit etwa« Gyp« ober auch Bau« unb Kalkschult bestreut. Auch kann man in solchen Gruben ben Dünger wöchent­lich einmal mit etwas Jauche begießen, welcher man vorher etwa« Schwefelsäure zum Binden de« Slickstoffe« zugießt Da» Zugieße« ber Schwefelsäure muß aber sehr vorsichtig gehandhabt werden, da dieselbe gewöhnlich die Jauche zum Aufspritzen bringt. Gesäße mit sehr langen Trichtern find dabei nöthig.

Ipitlplan der vereinigten frankfurter Ltadttheater

Cprmhao».

Dienstag ben 26 Februar: Barbier von Sevilla. Hierauf: Saltarello (Ballet). Mittwoch den 27. Februar: Hänsel unb Gretel. Hieraus: Der Teufel im Penfionar. Donnerstag 1 den 28.Februar: Der Barbier von Bagbab. Hierauf: Enoch A'ben. Freiiag ben 1. März geschloffen. LamStag ben 2 März: Der Barbier von Bagbad. Hierauf: Saltarello (Ballet). Sonntag ben 3. März. Tannhäufer.

Schauspieivau».

Dienstag den 26 Februar: Obersteiger. Mittwoch bat 27. Februar: Der Geizige. Der eingebildete Kranke. . Donnerstag den 28. Februar: Ebarley« Tante. Vorher: ! Frauenkampt. Freitag ben 1. März: EycluS beutfcher Dramen, siebenter Abend: Prinz von Homburg. SamStaa ben 2. März: , Halali! Sonntag den 3. März, Nachmitiao» 3', Uhr: Madame Han«-G' ne. Abends 7 Ubi: Der Brdlioi hekar. Montag - den 4. März: Einmalige« Gastspiel de« Herrn Konrad Dreher. ! Die beiden Reichenmüller.

AirchttcheAnzeigen -er evang. Gemeinde.

Montag den 25. Februar, Abend» 8 Ubr: Bibelflunbe im Eonfirmandensaal der Johanneskircbe. Marku« Cap. 14, Haß unb Liebe aut dem Leidenswege Jesu Pfarrer Dr. Ä au mann.

- »enn tnae im Winter vom warmen Zimmer ie die kalte tönst binauetriit, so wird leicht bte Haut empfindlich unb leicht ftnoen Beschädigungen durch Frost statt. Es ist vi'lleicht nicht unangebracht, daraus hinzuweisen, daß wir in demLanolin" ein vortreffliche» Schutzmittel gegen den auftretenden Frost besitzm, wie i dasselbe auch vorhandene Frostbeulen rasch unb sicher beseitigt. Die j Wirkung deS Lanolins tzr diesem Falle erklärt sich barau«, baß daffelde ' mit dem natürlichen Hautseit identisch ,ft. welche» ber Haut zur Wa mebaliung unb ffiärmereguliruna dient. Man verwendet am besten in solchen Fällen Lanolin«Toilette.Cream Lanolin, da» in fast jeder Apotheke und Drogerie in Tuben unb Do'en zu billigen Preisen zu haben ist. Beim Einkauf achte man wohl darauf, daß sämmtliche Packungen zur Garantie ber Echtheit die Schutzmarke .Pfeilring" tragen! 244

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