hat den Botschaftern gegenüber bie Bermuthung ausgesprochen, daß die- ein Weik deS acmenijchea Comitvs sei, dazu bestimmt, Beunruhigungen hervorzurufen. — Eine Ordre deS Marineministers bestimmt, daß die Thurmschiffe „OSmanie" und „Azizie" sich bereit zu halten haben, um heute auSzu- lausen. — Die Operation gegen die Aufstäadtschen in Zeit un, die vorgestern die in ihren Händen befindlichen türkischen Gefangenen ermorden ließen, haben begonnen. Die hier verbreitete Nachricht, daß Zeitun bereits genommen sei, hat sich bisher noch nicht bestätigt.
Der Krieg von 1870J71, zrschilberi durch Ausschnitte eu6 ZeitungS - Nummern jener Zeit (Nachdruck oerdotm.) 24. Deeemder.
Wir haben uns über die Stärke von Paris, seine Hilfsquellen, sowie über die Schwierigkeiten der Herbeischaffung von Belagerungsmaterial gründlich getäuscht. Paris ist eine Armeefestung oder ein großer Waffenplatz, desien vorzugsweise Stärke in seinen zahlreichen Fort-, in Verbin- duag mit einer Armee besieht. Ohne eine Armee zwischen den FortS und Paris würden erstere nur den Werth kleiner F stungen haben, die tiozeln durch das Bombardement oder förmlichen Angriff angegriffen werden können. Mit einer Aimee wird das Terra n vor ^arts ein befestigtes Schlachtfeld, auf welchem alle Belagerungsarbeiten mit den g'ößten Schwierigkeiten verbunden sind. Als am 19. Seplember Mobilgarden und Truppen des Generals Binoy in wilder Flucht von Sceavx nach Paris geworfen wurden, zweifelten wir, daß es Trochu unter dem E »drucke der Niederlage gelingen würde, eine neue Armee in Paris zu bilden- wir glaubten, daß innere Unruhen Paris demoralisiren würden, sod »ß eine kurze Beschießung einiger der Forts genügen würde, um die Bevölkerung zur Uebergabe zu zwingen. — Wir unterschätzten hierbei die Schwierigkeit der H^rbeischaf
fung von Brlagerungsmaterial, wie dies so leicht dem Fern- stehenden passiert. Als endlich die Wege geebnet waren, hatte Trochu mit anerkenncnswerther Energie Zeit zur ober* flächlichen Ausbildung bedeutender Mafien gefunden. Wer kann sagen, wie lange der Kampf noch währen mag?
(Deutsche Ztg.)
Die 19. Division rückte am 21. bis zur Brücke von TourS vor, fand Widerstand durch die Bevölkerung und warf dreißig Granaten in die Stadt. Diese zog darauf weiße Fahnen auf, und bat um preußische Besatzung. Die Division begnügte sich jedoch ihrer Jnstruclwu gemäß mit Zer- siörung der Eisenbahn und bezog die ihr angewiesenen Can- tonnements. v. Podbielski.
25. Decewber.
ES ist ein eigenthümlicheS Weihnachtsfest, welches das deutsche Volk in diesem Jahre durch Frankreichs Schuld zu feiern genöthigt ist. Der Tag, der sonst Familiengli-der selbst auS weiter Ferne in den Kreis deS Hauses zurückfüh , läßt heute die Blicke von Millionen in Ungewißheit und Sorge nach dem fernen Lande schweifen, wo statt friedlicher FefteSstille der rauhe Lärm des Krieges herrscht, wo statt der sorgenden Liebe, bk Deutschlands Männern und Jüng* lingen an diesem Tage sonst zu Theil wurde, der blutdürstige Haß eines toll gewordenen Volkes ihnen entgegentritt. So schwer wiegt die Verschuldung des diesen Krieg muihwillig entzündenden und vernunftwidrig fortführenden Frankreichs, daß Millionen Herzen heute die Ruhe geraubt ist, daß Deutschlands schuldloses Volk büßen und dulden muß um den frevelhaften Ehrgeiz und die verbrecherische Leichtfertigkeit der Fremden. Und doch, wie erhebend ist zugleich UeS düster ernste Schauspiel! Die da draußen liegen im Feindes« land, wohl sehnt sich ihr Herz nach dem freundlichen Lichterglanze der Heimath, aber schwerer als die Sehnsucht wiegt ihnen die ManneSpflicht, zu deren Erfüllung sie auSzogen in dcn Tagen des Sommers, zu deren Erfüllung sie auS
harren trotz Wunden und Strapazen in der winterlichen Killte des December. Diese unbegrenzte Treue im Dienste deS Vaterlandes, sie ist es, bi* alle erfüllt, vom königlichen Ober* felbherra an der Spitze oer deutschen Heere bis zu dem Letzten auf der militärischen Rangstufe, diese Treue stählt ihnen Geist und Körper, bah sie auShalten unb weiter ringen, bis ber Preis so vieler Opfer, so großer Tapferkeit, so mächtiger Siege thntn und unS, bis er dem Vaterlande ganz und voll zuTheil geworden. Wenn damals, nach dem Tage von Sedan zumal, von den Meisten ein rascher Friedens- schluß in Aussicht genommnn wurde, so haben doch die Erfahrungen, welche wir inzwischen in Bezug auf den BolkSgeist in Frankreich gemacht haben, vollends erkennen taffen, daß ein damaliger Friede ein vorzeitiger unb trügerischer gewesen wäre und daß die Fortdauer des Kampfes auf einer tieferen Nothwendigkeit beruhte, um Frankreich erst zum vollen Bewußtsein seiner Niederlage unb zum Aufgeben all beS Wahner zu bringen, mit welchem es sich selbst seither betrogen hat. Jetzt bleibt, so Gott will, die letzte Kriegsarbeit zu vollbringen, um einen ernsten, wahrhaften Frieden zu erringen. FriedcnSgcdanken find es vor Allem auch, mit welchem Deutschland die erste Frucht ber blutigen Aussaat, bie Erstehung deS neuen Deutschen Reiches, begrüßt. Wenn sich bie Hoffnungen erfüllen, welche die Fürsten unb Stämme bentscher Nation an Kaiser und Reich knüpfen, so wird daS neue Deutschland immer mehr ein Reich des Friedens unb des Wohlgefallens inmitten der Völker sein zur Ehre Gottes l
Norbb. Allg. Ztg.
Amiens, 24. December. Gestern siegreiche Schlacht ber 1. Armee an ber Hallue, anderthalb Meilen nordöstlich von AmienS, gegen bie 60,000 Mann starke feinbliche Norb- armee- dieselbe wurde nach Erstürmung mehrerer Dörfer mit sehr bedeutenden Verlusten über den Abschnitt L'Hallm zurückgeworfen. Bis jetzt 1000 unverwundete Gefangene ehr gebracht.
Jagd und Fischerei- Verpachtung.
Freitag d.Iv.Januar 1896, Nachmittags 2’/2 Uhr, werden im „Deutschen tzauS" zu Alsfeld die Jagden in den alleinftscalischcn und gemeinschaftlichen Waldungen der Oberförsteleien Maulbach und Wahlen, sowie die Fischerei in der Joßgleenbach in der Obersörfterei Wahlen aus weitere 12 Jahre öffentlich verpachtet.
Bewerber, deren Qualification nicht notorisch vorliegt, wollen sich hierüber innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten genügend ausweisen.
Maulbach, den 14. December 1895.
I. A :
Großherzogl. Obersörfterei Maulbach. _______ Ruths. 10483 iGsMBinnidilSgesellschiM
G. G M. t>. H
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Bekanntmachung.
Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um im nächsten Sommer eine Anzahl armer, ferophu- löser Kinder in der Kinderheilanstalt zu Bad-Nauheim uni erb rin gen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkassen bezirks Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. — Es ist nicht ausgeschloffen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durch gemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. — Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen.
Gießen, am 10. December 1895.
Die Direktion des Spar- und Leihkasse-Bereins. 10507 I. E.: Wiener.
General-Versammlung
des Spar> und Vorschuß-Vereins Allendors an der Lumda, E. G. mit unbeschr. Haftpflicht.
Dienstag, den 31. December 1895, Nachmittags 3 Uhr im Rathhans.
Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes.
2. Wahl zweier Aussichtsrathsmitglieder.
3. Vorlage des Revisionsberichtes.
Allendors an der Lumda, den 22. December 1895.
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Der Borsitzende des Aufsichtsraths: Wallenfels.
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