Ausgabe 
25.8.1895 Erstes Blatt
 
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Und Leitung einer patriotischen Sedanfeier in die Hand nehmen wolle, daß es ihm vielmehr nur darum gegolten habe, die gewünschte Anregung zu geben. Die Feierlichkeiten am 16. und 18. August seien doch zu wenig der ganzen Bürger« schäft zugänglich gewesen- eine allgemeine Sedanfeier sei aller­dings in den letzten Jahren bei uns nicht begangen worden nur der Krtegerverem habe stet- eine Feier veranstaltet. Allein jetzt bei der 25jährigen Wiederkehr der Gedenktage jener gewaltigen Ereignisse, durch die unter blutigen Kämpfen, Mühen und Entbehrungen unserer deutschen Krieger de- deutschen Reiche- kräftige Wiedererstehung und Einigung ge­wonnen wurde, rege sich, wie in allen Orten Deutschlands, auch hier da- Verlangen, eine allgemeine patriotische Festfeter zu begehen, die hauptsächlich auch als eine dankbare Ehrung für unsere Kriegsveteranen sich darstellen solle. Bei den Verhandlungen kam eS zur Sprache, ob nicht doch zur allgemeinen Feier ein anderer Tag gewählt werden solle, etwa der künftige 18. Januar (Wiedererrichtung de- deutschen KaiserthumS) oder der 10. Mai (FriedenSschluß)- allein eS wurde einmüthig geltend gemacht, daß am 18. Januar, mitten im Winter, keine VolkSfeter, sondern nur eine solche in engeren Kreisen könne gehalten werden, und daß der 10. Mat nie im deutschen Volk so hervorgetreten sei, um an ihm eine ungekünstelte allgemeine Begeisterung erwarten zu können. Der geeignetste Festtag sei zweifellos der Sedan- tag, der, ob am 1. oder 2. September gefeiert, uns nicht als ein Schlachtentag, sondern als der herrliche Tag der Grundsteinlegung deutscher Herzens- und Reichseinheit gelte. Bet der näheren Besprechung über eine solche Sedanfeter man hatte dabet im Auge einen großen FeldgotteSdtenst aus dem Trieb, Jugendsptele, Banket mit Ansprachen u. A. traten nun aber mächtige Hindernisse hervor. Zunächst wurde bestätigt, daß die Festhalle in Oswalds Garten nicht zu haben sei, weil die dort für die landwirthschaftliche Aus­stellung begonnenen Arbeiten unmöglich unterbrochen werden könnten,- ferner wurde hervorgehoben, daß in der jetzigen Ferienzeit unsere Jugend nicht so könne herangezogen werden, wie eS zur Pflege vaterländischer Gesinnung zu wünschen sei. Besonders aber stand man vor der Unmöglichkeit, schon wegen der Kürze der Zett die städtische Verwaltung zu einer solchen Mitwirkung und Leitung des Feste- zu gewinnen, wie eS für eine einmüthige, die ganze Bürgerschaft sammt Stadtrath und Oberbürgermeister umfassende vaterländische Festfeier geboten sei. Unter solchen Umständen wurde schließlich von dem Anfangs Geplanten abgesehen und be­schlossen, dem hiesigen Kriegerverem, unter Mitwirkung deS Veteranen- und Marinevereins, die Veranstaltung und Leitung einer Sedanfeier in die Hand zu geben und alles von diesen Vereinen zu Unternehmende mit Rath und That zu unter­stützen. Die Vorstände der genannten Vereine nahmen den Beschluß an und wollen alsbald daS Wettere tn Berathung nehmen. So wird Gießen eine Sedanfeter erhalten. Möge die ganze Bürgerschaft die Veranstaltungen unserer Militär- Vereine freundlich aufnehmen und durch allgemeine Bethei- liqung an der Festfeier ihre patriotische Gesinnung bethätigen! Da tn der Versammlung lebhaft der Wunsch kundgegeben wurde, noch etwas Besonderes zur Freude und Ehre unserer ruhmreichen Veteranen zu thun, so wurde beschlossen, bet den Einwohnern Gießens Beiträge zu sammeln, um einer- seilS den Vereinen die wohl nicht hohen Kosten des Festes zu decken und um andererseits dem Krieger- und Veteranen- Verein für ihre Krankenkassen einen möglichst hohen Betrag als Festgabe zu überreichen. Ohne Säumen sollen die Sammellisten herumgegeben werden. Die Einwohner Gießens werden gebeten, auch auf diesem Wege einen Theil des Dankes abzustatten, den wir als Bürger deS neuerstandenen deutschen Reiches unseren wackeren Veteranen schuldig sind.

** Arbeiterruhe. Die Actien-Brauerei Gießen hat ihren Arbeitern anläßlich deS Sedantages einen Feiertag be­willigt, selbstverständlich bekommen die Feiernden den Tag bezahlt.

** Krieg-eriuueruugeu an 1870. Der Verlust der hes­sischen Division in der Schlacht bei Gravelotte-St. Privat betrug an Todt en oder in Folge der Verwundung Ge­storbenen: Offiziere 33, Unteroffiziere 32, Mannschaften 353, Pferde 73. Verwundeten: Offiziere 53,Unteroffiziere 102, Mannschaften 1073, Pferde 70. Der Munitions-Ver­brauch war in abgerundeten Zahlen 1 Bat. des 1. Inf.- Regts. 13,530 Zündnadelpatronen, 2. Bat. des 1. Jnf.-RegtS. 32,400, 1. Bat. des 2. Jnf.-RegtS. 15,010, 2. Bat. des 2. RegtS. 25,450, 1. Jägerbataillon 70,000, 1. Bat. des 3. Jnf.-RegtS. 3900, 2. Bat. des 3. Inf.-Regts. 7260, 1. Bat. deS 4. Jnf.-RegtS. 3140, 2. Jägerbataiüon 26,170. In Summa 196,860 Zündnadelpatronen 1. schwere Fuß- Batterie 651 Granaten, 2. schwere Fuß-Batterie 564, 1. leichte Fuß-Batterie 920, 2. leichte Fuß-Batterie 960, 3. leichte Fuß-Batterie 776, Reitende Batterie 576 Granaten. Summa 4447 Granaten. Die Stärke der Division betrug am 18. August an Combattanten ohne Offiziere und Train­soldaten: Infanterie und Pioniere 10,136 Mann. Die Cavallerte zählte 1126 Pferde, die Artillerie 36 bespannte Geschütze. Zur Beurtheilung der Zahl der verfeuerten Patronen ist zu bemerken, daß daS 1. Jägerbataillon 997 Mann, daS 2. Jägerbataillon 989 Mann zählte.

§ TraiS-Horloff, 23. August. Dahier verbrannte in der gestrigen Nacht ein dem Director hiesiger Briketts- fabrik gehöriger Haufen Stroh, welcher Tags vorher gedroschen worden war, ab.

E-r. Reilkirchen, 23. August. Wohl warder Ver- fasser deS Briefe- über die Gravelotte Feier in Reiskirchen, E-r. in Nr. 195 dS. Bl." mindesten- ebenso richtig mformirr, wie e- der Einsender bez. Verfasser Vn der Berichtigung in Nr. 197 dS. Bl. gewesen zu sein scheint. Der Präsident deS hiesigen Kriegerverein» hat denjenigen Mitgliedern, die den Wunsch auSsprachen, nach Darmstadt zu reisen, erklärt, daß ihnen von den 80 Mk, welche die Gemeinde dem Kriegerverei» bewilligt habe, eine Reisevergütung bezahlt würde und sie

darum auch al- Vertretung deS Verein- gelten würden. Als Deputation sind die betreffenden Verein-Mitglieder auch in Darmstadt angemeldet worden. Sollte der Gebrauch deS entsandt" ein so großer Fehler gewesen sein, daß er eine Berichtigung verdient?? Daßdie Deputation" nichtau- eigenem Antrieb" oder nichtauf eigene Kosten"nach dorren ging" ist nicht vom E-r. behauptet und auch nicht durch daS Wortentsandt" angedeutet worden, folglich ist auch die Berichtigung hier nicht am Platze. Weil aber die vermeintliche Berichtigung bezüglich der Reisevergülung mit folgenden Worten:eS hat aber bis jetzt eine solche Ver­gütung an die betreffenden Veteranen noch nicht stattgefunden", schließt, so sei auf diese Veröffentlichung nur erwidert, daß die Vergütung schon vor der Reise von den betreffenden BereinSmirgliedern tn Empfang genommen werden konnte und auch jetzt noch jederzeit abgeholt werden kann. Wünscht vielleicht Herr Vn, vorausgesetzt, daß er empfangsberechtigt ist, seine Reisevergütung inS HauS gebracht oder per Post übersandt, so beliebe er nur dem Vereinspräfidenten seine werthe Adresse anzvgeben und hiermit Schluß?

R. ReichelSheim, 25. August. Bei der Ergäuzungs- wähl für den Gemeinderath wurden folgende Herren die höchftbestimmten: August Groß mit 57 Stimmen, Adolf Zimmer mit 50 Stimmen, Hermann Koburg'er mit 43 Stimmen. Die Wahl ging sehr ruhig ab, denn von 156 Stimmberechtigten haben nur 86, also wenig mehr als die Hälfte von ihrem Stimmrechte Gebrauch gemacht.

B. Berstadt, 23. August. Der Bau unserer Nebenbahn­strecke HungenFriedberg, welche am hiesigen Orte nahe vorüberführt, nimmt mit dem 1. September l. IS. ihren Anfang, nachdem ihm die entgegenftehenden Schwierig­keiten glücklich beseitigt werden konnten. Wir erhalten hier­her ein Baubüreau, für welche- die erforderlichen Räumlich­keiten gemiethet worden find. Die Vorhersage, daß die Strecke HungenBerstadtBeienheim bi- zum Herbste 1896 fahrbar fein würde, scheint sich zu erfüllen. Vielleicht gelingt sogar, das Stück BeienheimFriedberg, bei welchem die meisten und schwierigsten Kunstbauten aus- geführt werden müssen, bis zu jenem Zeitpunkte zu bewältigen.

Bad-Rauheim, 22. August. Ein Act großer Rohheit fand heute die gerichtliche Sühne. Der 40jährige Taglöhner Konrad Bachmann von Rödgen hat seinen neunjährigen Jungen, der bei der Besorgung eine- Auftrags etwas länger auSblieb, bei dessen Rückkunft in die Höhe gehoben und ihn mit solcher Wucht auf den Fußboden aufgestoßen, daß der untere linke Schenkelknochen brach. Nicht genug damit, hat der Wütherich das wimmernd daliegende Kind noch getreten und mit einem Besenstiel mißhandelt. Als er auf polizei­liche Anzeige von der Vernehmung vor Gericht zurückkehrte, drohte er, seine Fraumit dem Messer kalt zu machen", falls er auch nur eine Stunde Strafe bekäme. In der That hat auch die eingeschüchterte Frau bei der heutigen Verhand­lung vor dem hiesigen Schöffengerichte von dem Rechte der Zeugnißverweigerung Gebrauch gemacht. DaS Gericht erkannte auf eine Gefängnißftrafe von 15 Monaten und ließ den wegen Körperverletzung wiederholt vorbestraften Angeklagten sofort in Arrest abführen, zur sichtlichen Befriedigung seiner Frau, die offenbar weitere Mißhandlungen für sich und ihr Söhnchen befürchtete. Bachmann ist dem Trünke ergeben- ist er berauscht, so find die Mitglieder seiner Familie nie vor Mißhandlungen sicher. Wegen Mißhandlung seiner Frau, die er vor drei Jahren mit einem abgebrochenen Sensenstiel tracttrt hatte, war er s. Zt. mit zwei Monaten Gefängniß bestraft worden. Darmst. Ztg.

Darmstadt, 22. August. Vor der Fertenstrafkammer des Landgerichts II standen heute sechs jugendliche Uebel- thäter aus Bürstadt im Alter von 13 bis 15 Jahren. An­geklagt waren dieselben, an der Telegrafenleitung von Bürstadt nach Lampertheim ca. 40 Isolatoren durch Stein­würfe zertrümmert zu haben. Der Hauptübelthäter und Anstifter Berg hat nach seinem eigenen Geständniß allein 15 Isolatoren au8 reinem Muthwillen zerstört. Nach dem Unheil des Sachverständigen ist durch diese rohe That eine nicht unbedeutende Betriebsstörung bei den Telegraphenstationen hervorgerufen worden, da hier­durch verschiedene Nebenschlüsse entstanden sind. Der dem Reich zugefügte Schaden beläuft sich auf 25 bi- 30 Mk. Der Gerichtshof dictirte denn auch den Bürschchen eine ganz exemplarische Strafe, indem er gegen die zwei Haupturheber der That Berg und Hartmann eine Gefängnißftrafe von je 14 Tagen, gegen die übrigen 4 Beihelfer eine solche von je 7 und 3 Tagen und Tragung der Gerichtskosten aussprach. Dieser Denkzettel wird den Buben zeitlebens im Gedächtniß bleiben._____________

vermischtes.

* Berlin, 23. August. Die Beerdigung des Ge­richtsassessors Augustin, dessen Leiche von Frankfurt a. M. hierher überführt worden ist, erfolgte heute Vormittag auf dem Matthäi-Kirchhose bei Schöneberg unter zahlreicher Be- theiligung. Die junge Gattin wohnte der Trauerfeter nicht bei, da sie schwer krank darniederliegt.

* Er kennt sein Geschäft. Zwei Sprachlehrer unter­halten sich über ihre Beschäftigung.Bezahlen denn auch Deine Zöglinge daS Geld am ersten jeden Monats?" fragte einer von ihnen.Nein, das thun sie nicht!" versetzte der andere.Ich muß oft wochenlang warten, bevor ich mein Geld empfange, und manchesmal erhalte ich eS sogar dann nicht ganz!"Warum machst Du eS denn nicht so wie ich? Ich empfange mein Geld regelmäßig!"Wie fängst Du dieS an?"DaS ist sehr einfach. Nehmen wir an, ich gebe einem Schüler französischen Unterricht und am ersten de- MonatS bekomme ich mein Geld nicht. In diesem Falle gebe ich dem Schüler folgende- Exercitium, welche- er zu Hause laut zu übersetzen und niederzuschreiben hat: Der Mensch braucht Geld. Der Monat ist um. Hast Du Dein Geld empfangen? Haben nicht Deine Eltern Geld em­pfangen? Ich brauch sehr viel Geld. Warum hast Du mir

heute Morgen fein Geld gebracht? Gab Dir Dein Vater kein Geld? Har er nicht Geld von feine- Onkel- Groß­tante in der Tasche? .... Siehst Du, mein Freund, die- zündct. Am nächsten Morgen bringt mir jener Knabe daS Geld!

Ein Barlheil der Berufszählung. A.:Unser Freund Maier kommt mir in letzter Zeit ganz ander- vor!" B.:Ja, weißt Du, bei der Berufszählung hat seine Frau zugeben müssen, daß doch eigentlich er der HauShaltungSvorstand fei, und nun kennt er sich vor Stolz gar nimmer au«!"

Citeratur und Knnft.

Der Stein der Weisen" eröffnet fein dies- malige- (17.) Heft mit einer gehaltvollen Abhandlung überDie Lebensdauer", an welche ein reich mit Anschauungsmitteln (22 Figuren) auSgestatteter Aussatz überDie Gesetze der Wellen­bewegung" anschließt. Außerdem enthält bas vorliegende Heft eine malerische Schilderung der bosnischenVia mala", welche dem Leser in einer größeren Zahl von gelungenen Äbbllbungen vorgeführt wird. Hervorzuheben sind ferner: Einfluß deS Klima- auf Pflanten und Thiere, Forstwirthschaftliche Mitthellungen. Cognac, Fliegende Crustaceen, Tunnelbaumethoden, Metamorphose der Zellformen und und Entstehung der Gewebe, Eine neue Flugmaschine u. s. w. Insgesammt enthält dieses Heft de-Stein der Weisen" (A. Hart­leb ens Verlag, Wien) nicht weniger als 45 Abbildungen und Figuren, außerdem die Städtepläne von Berlin, Dre-den, Moskau und St. Petersburg und mancherlei Notizen. Der Eifer, mit welchem die beliebte populärwissenschaftliche Reone daS ihr vorgefteckte Ziel im Auge behält, ist sehr anerkennenSwerth.

lieber Transpiration der Zyüße handelt ein Artikel der beliebten Familien Zeitschrift »Zur Guten Stunde" (Berlin W Deutsches VerlagShaus Bong & (So., Preis des VierzehntagShefteS 40 Pfg.), der um so beachtenSwerther erscheint, al- er sehr ver­nünftige Rathschläge enthält:Auf Grund jahrelanger Erfahrung", sagt der Verfasser, ein namhafter Specialarzt,habe ich speciell das FlieS- ober Saugpapier als ein ausgezeichnetes Schutzmittel gegen Schweißfüße gefunden. Ich verfahre gewöhnlich so, baß ich au- mehrfach zusammengelegtem Seidenpapier zwei Streifen machen lasse; den einen ca. 21, g (Zentimeter breit und so lang, daß er zwischen den Zehen, dieselben von einander trennend, durchgeflochten wird und die beiden Enden nach der Sohlenfläche gelegt werden, den andern so breit wie die Fußsohle ist und einige (Zentimeter länger, al- der Fuß; letzterer wird an die bloße Fuß ohle und das Dordet- enbe um die Zehen gelegt, darüber die Strümpfe gezogen. Der Zehenzwifchenstreifen hat Die Aufgabe, den Schweiß zwischen den Zehen aufjufangen und nach dem Sohlenstreifen zu leiten, in dessen großer Fläche er sich rasch und gleichmäßig vertheilt. Damit erzi-le ich die betten Erfolge; der Fuß bleibt stets trocken, gleichmäßig warm, und die weiteren Folgen, al8 Maceration der Oberhaut, Wundlaufen, widerlicher Geruch ufw bleiben au- Katarrhalische Assertionen werben verhindert, die bestehenden chronischen verschwinden entweder von selbst ober bei geeigneter Behandlung nach oerhältniß- mäßig kurzer Zeit, während sie sonst sehr hartnäckig aller Behand­lung trotzten". Neben diesem Artikel wird der dem deutsch-sran- zosischm Kriege gewidmete Gedenkartikel naturgemäß sich am leb­haftesten mit den ausgezeichneten Romanen und anderen Beiträgen in daS Interesse des Lesers theilen. Die Illustrationen sind wie immer meisterlich in Stoss und Ausführung.

A«OMg cm» den Sfan&exmrtMrcgiftam der StadtUfte«.

Oufgeoot«.

August: 17. Jacob Atzbach, Steinhauermeister dahier, mit Marie Schadeck zu Lollar. 19. Heinrich Pitz, Arbeiter zu Hamburg, mit Friederike Bertha Therese Warncke zu Hamburg. 19. Wilhelm Friedrich Mühlberger, Architrct und Lehrer dahier, mit Anna Elisa- betha Barthel zu Gießen. 22. Friedrich Landmann, Psarroerwalter zu Merlau, mit Clara Helene Bertha Luise Mathilde Caroline MöbiuS Hierselbst. 23. Heinrich Emrich, PosthilfSboie dahier, mit Elisabethe Hausmann zu Röthges.

Mottiu.

August: 11. Dem Dreher Max Schneider eine Tochter, Magda­lena Clara Jula. 14. Dem Schlosser Johannes Roth ein Sohn. 16. Dem Tapezier Jacob Henn eine Tochter. 16. Dem Flaschenbier Händler Alois Blum ein Sohn, Wilhelm Karl. 17 Dem Schreiner Friedrich Drahn ein Sohn, August Louis Emil. 19. Dem Bureau- diener Ernst Rohm ein todtgeborenes Kind männlichen Geschlechte. 20. Dem Taglöhner Georg Schmidt ein Sohn, Heinrich. 22. Dem Kaufmann Fritz Egly ein Sohn.

Sefbebme.

August: 17. Amalie Pauline Conrad, geb. Rogg, 50 Jahre alt, Ehesrau deS Friseurs Karl Franz Conrad dahier. 18 Franz Sei er, 31 Jahre alt, von Äloppenbeim. 19. Philipp Werner, 14 Tage alt, Sohn von Straßenkehrer Philipp Werner dahier. 19 Luise Rödel, 2 Monate alt, Tochter von Schwimmlehrer Andreas Röbel bahier. 21. Balthaser Brückel, 34 Jahre alt, Fabrikarbeiter von Watzenborn. 22. Wilhelm Schmidt, 32 Jahre alt, Lanbwirth von Steinborf. 23. Lina Philippine Henriette Christine Elssabetbe Wagner, 11 Jahre alt, Tochter von Schuhmachermeister Johannes Wagner bahier.

Auszug aus den Kirchenbüchern

der Stadt Gießen.

Soangelifche Gemeinde.

Getränte.

MarkuSgemeinde.

Den 18. August. Heinrich Ludwig Lich, Spengler in Gießen, und Elisabeth Sann, Tochter deS verstorbenen Schneidermeister- Johann Kaspar Sann zu Burggemünden.

Getantee.

Matth äu-gemeinde.

Den 18. August. Dem Schlosser Karl Alt ein Sohn, Eduard Wilhelm Karl Heinrich, geboren den 29. Juni.

Denselben. Dem Schneidermeister Jost Schneider ein Sohn, August Christian Friedrich, geboren den 3. August.

Denselben. Dem Dienstknecht Heinrich Böcher ein Sohn, Heinrich, geboren den 13. Juli.

MarkuSgemeinde.

Den 18. August. Dem Locomotiosührer Hermann Dttmano eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 31. Juli.

Denselben. Dem Schneider Heinrich Heinze ein Sohn, Richard, geboren ben 11. April.

Denselben. Dem Lackiergehilfen Karl Ludwig Barba- eine Tochter, Louise Wilhelmine Sophie Charlotte, geboren ben 18. Juli.

LukaS gemeinde

Den 18. August. Dem Hilfsbremser Wilhelm Köhler eine Tochter, Wilhelmine Margarethe Elisabeth, geboren ben 20 Juli

Denselben. Dem Schuhmacher Christian Schmidt ein Sohn, Wilhelm Christian, geboten ben 10. Juli.

Johannesgemeinde.

Den 18. August. Dem Taglohner Friedrich Keller ein Sohn, Heinrich, geboren ben 27. Juii.

Dm 19. August. Dem Taglöhner Phllipp Werner ein Sohn, Philipp, geboren den 5. August.

Dm 20. August. Dem Heilgehilfen und Zahntechniker Friedrich Lehrmund ein Sohn, Carl Philipp, geboren ben 25. Juni. *