Budapest, 23. Januar. Der Bürgermeister u*b Waisen- ünhlvorftanb, der Lontroleur und der Sasfirer der Stobt Ung vor wurden wegen vielfacher Unregelmäßigkette« ihrer Stellen enthoben. Die Acten in dieser Angelegenheit wurden dem Gericht übergebe«.
Rotterdam, 23. Januar. Es herrscht hier Nordwest - st urw. DaS Wasser erreichte bei Höckvauhollanb die gleiche Höhe wie die Nothflurh am 22. December. Biele Straßen find unter Wasser. Man sieht hier der Rächt mit Besorgniß entgegen.
Paris, 23. Januar. Bourgeois hatte heute Bor« mittag eine längere Unterredung mit mehreren zur CabinetS- bildung in Aussicht genommenen Persönlichkeiten und wird sich heute Nachmittag nach dem Elyl6e begeben. — Der Dtrector der Jnfanterie-Abtheilung im Kriegsministerium, Tournier, ist zum Chef deS militärischen HauSstaateS des Präsidenten der Republik ernannt.
Madrid, 23. Januar. Der Kriegsminister General Lopez Dominquez ist zum Marschall ernannt morde«.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 23. Januar. Der demokratische Verein hielt gestern eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher der süddeutsche Demokrat Kröber sprechen sollte, welcher jedoch in letzter Stunde abgereist war. An seiner Stelle äußerten sich einige andere Redner scharf abfällig über die Haltung deS Mitgliedes der freisinnigen Volkspartei, Lenzmann, welcher zu Gunsten eines Comprowisses betreffend die Umsturzvorlage eingetreten war. In der Versammlung wurde erklärt, man würde bei einer solchen Haltung der freisinnigen Volkspartei bei den Wahlen lieber mit den Socialdemokcaten zusammen g-hen. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Verwerfung der Umsturzvorlage entschieden verlangt wird.
Berlin, 23. Januar. Fürst Bismarck hat an die conservattve Fraction deS Reichstages ein Schreiben gerichtet, worin er für die Beileidsbezeugung anläßlich deS Ablebens der Fürstin Bismarck seinen Dank ausspricht. — Die in dem n neu Ballspielhause des Kaisers eingerichteten Ankleidezimmer des Kaisers mit Zubehör find heute Bormittag vollständig ausgebrannt. Der Betrieb des Hauses ist e nc Zeit lang gestört. — Wie die „Nationalztg." hört, hat die Commission der wtrthschaftlichen Bereinigung, welche gestern den Antrag Kanitz berieth, beschlossen, die Bereinigung solle alSbald den Antrag im Reichstage ein« bringen.
Berlin, 23 Januar. Der „Localanzeiger" meldet, dem Grafen Herbert Bismarck sei bereits zur Zeit des Reichskanzlers Caprivi ein Botschafterposten angeboten worden. Derselbe habe aber damals abgelehnt.
Berlin, 23. Januar. Die hiesigen Anarchisten hatten auf gestern Abend eine Versammlung einberufen, welche von ca. 600 Personen besucht war. Schlaffer Wiese sprach über die Umgestaltung der Gewerkschaften zu freien Arbeiter- genoffenschaften. Nach einem historischen Rückblick über die Gewerkschaften seit dem Jahre 1855 empfahl Redner die Gründung von Berufsgenossenschaften. In der DtScussion rHärten sich mehrere Redner gegen diese Gründung. Trotzdem kündigte Wiese in seinen Schlußworten an, daß er die Gründung von Berufsgenossenschaften einleiten werde, um die Gegner durch gute Erfolge überzeugen zu können.
Luzern, 23. Januar. Andauernde starke Schneefälle bedrohen den Verkehr auf beiden Setten des St. Gotthardt.
Loudon, 23. Januar. Der englische Minister Asquith hat gestern in Hüll eine Rede gehalten, worin er für das nächste Jahr eine Flottenvermehrung in Aussicht stellte, welche die des gegenwärtigen Jahres noch bedeutend übertrifft. Der Minister erklärte dann, daß diese Rüstung nicht in kriegerischer Absicht gemacht werde, sondern deshalb, um England die Oberherrschaft auf dem Waffer und den Frieden zu fichern.
London, 23. Januar. In colonialen Kreisen zeigt man sich sehr erregt über die stetige Ausdehnung der französischen Flotte. Man glaubt nicht, daß es gerathen sei, eine weitere Abrüstung zu Waffer befürworten zu können, wenn man sich nicht Frankreich gegenüber vollständig bloß» stellen wolle. Man verlangt daher von der Marine-Ver- waltung eine Reorganisat on und Vermehrung der Flotte, um die englischen Küsten bester vertheidigen zu können.
Loudon, 23. Januar. Im Monat Juli wird hier eine internationale AuSstellung für Musikinstrumente aller Zeiten staitfinden, an welche sich ein Congreß aller Mufiktnstrumenten-Fabrikanten schließen wird.
Warschau, 23. Januar. ES wird hier die Herausgabe eines neuen russischen Blattes geplant, daS sich in rege Fühlung zu dem Generalgouverneur Schuwalow setzen will. Der „WarschawSki Dnewnik" dürfte sich fernerhin auf feine Eigenschaft als Amtsblatt beschränken.
Konstantinopel, 23. Januar. Der türkische RegierungS- dampfer „Mabrouk", welcher 75000 Lire in Gold an Bord trug, ist in der Nähe von Bcyrut gesunken.
Kairo, 23. Januar. Der hiesigen Regierung ging die amtliche Mittheilung zu, daß Großfürst Georg mit der Kaiserin-Wittwe von Rußland sich in dieiem Winter nicht nach Aegypten begeben werde. Der Großfürst werde ober wahrichcinlich bei Beginn der nächsten Wintersaison längeren Aufenthalt in Aegypten nehmen.
Shanghai, 23. Januar. Die Landung des dritten japanischen ArmeecorpS in Poung-Chou hat in Peking und Tientsin die größte Bestürzung hervorgeruseu. Die chinesischen Bevollmöchttgten erhielten den Befehl, sich unverzüglich nach Japan einzuschiffen und den Frieüensveitrag um jeden Preis herbeizuführen. Die telegraphische 83er« bnbung m:t Chefou und Poung-Chou ist unterbrochen; man glaubt, daß sich beide Ortschaften schon in den Händen der
Japaner bestaden. Großer Schneefall verhindert den Fortschritt der Operationen der japanischen Armee von Dei-hai-wei.
totales unb prot>htiUrUs,
6leben, den 24. Januar 1895.
** Empfang. Seine Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 23. Januar den Handelsrichter Koch von der Handelskammer für die Provinz Oderhesten und den Pfarrer Koller von Herchenhain.
•* In der Seueralverfammlung der Oberheffifche« Gesellschaft für Natur- und Heilknude am 15. Januar sprach Herr Dr. Köppe über den osmotischen Druck. Nach einem gedrängten historischen Rückblick von Rollet 1748 biß vau't Hoff 1885 definirt der Redner den Begriff deß osmotischen Druckes wie folgt: Schichtet man vorsichtig auf eine Lösung von Salz ober Zucker reines Waffer, so wandern allmählich die gelösten Salztheilchen in das Waffer, und eß ist nun nicht mehr unten Salzlösung und oben reines Waffer vorhanden, sondern der ganze Raum enthält jetzt eine Salzlösung von überall gleicher Concentration. Diese Bewegungs- erschetnung der Theilchen heißt Diffusion. Trennt man vorher Waffer und Lösung durch eine sogenannte halbdurchläsfige Wand d. i. eine solche, die wohl Waffer aber nicht den gelösten Stoff durch sich hindurch läßt, so drücken die in der Lösung befindlichen Theilchen in ihrem Bestreben, auch den jenseits der Wand liegenden Raum zu erfüllen, auf diese Wand. Diesen Druck nennt man den osmotischen Druck der Lösung. Rach van't HoffS „Theorie der Lösungen" gelten für dieselben die GaSgesetze, wen« man in diesen den oSmo- tischen Druck an Stelle des GaSdruckS fetzt. — Der osmotische Druck läßt sich nun erstens direkt messen mit Hülfe der halbdurchlälsigen Wände. So bestimmte ihn Pfeffer für Rohrzucker lösungenmittelftTraubescherNiederschlagSmembranen. (Redner demonstrirte solche Membranen aus Ferrocyankupser, die entstehen, wenn man vorsichtig Kupfersulsat ösung in Ferrocyankaliumlösung eintaufen läßt ober umgekehrt). Zweitens läßt sich der osmotische Druck inbirect aus isosmo- tischen Lösungen bestimmen, d. h. aus solchen Lösungen, bie denselben osmotischen Druck haben. Derartige Lösungen taffen sich einmal durch physikalische Methoden ermitteln, so unter anderen durch Bestimmung der Gefrierpunktserniedrigung ober ber Siebepunkiserhöhung ber Lösungen. Sodann kann man isosmotische Lösungen mittelst physiologischer Methoden fest« stellen wie nach ber von be Vries unb ber von Hambnrger- Donbers. Eine solche physiologische Methode hat Herr Dr. Köppe außgearbeitet. Dieselbe stützt sich auf die Eigenschaft ber rothen Blutkörperchen in bünnen Salzlösungen zu quellen unb in concentrirteren zu schrumpfen. Diese Votumensoeränberungen ber rothen Blutkörperchen taffen sich durch einen kleinen von dem Vortragenden conftruirtcn Apparat — Hacmatokrit genannt — messen. Diejenigen Salziöjungen, in denen die Blutkörperchen baß gleiche Volumen zeigen, sinb isosmotische. Aus den mit bem Hacmatokrit bestimmten isos- motischen Lösungen läßt sich nun von den einzelnen Salzen die Diffociation d. i. die Spaltung der Salzmoleküle in kleinere beim Auflösen berechnen. Die so festgestellten Zahlen stimmen mit den nach physikalischen Methoden gefundenen gut überein. Ebenso ergibt sich aus Versuchen mit dem Haematokrit die Gültigkeit der Avogadro'schen Regel unb beß Henry Dalton'schen Gesetzeß auch für Lösungen, woburch die van't Hoff'sche Theorie der Lösungen bestätigt wirb. Auß bieser Ucberetnftimmung ber Ergebnisse ber Haematokrit- Methode mit benen ber physikalischen Methoben folgt weiter, daß der osmotische Druck auch im thierischen Organismus wirkt. — Zum Schluß wies ber Redner darauf bin, daß bie Salzlösungen als Träger des osmotischen Druckes bem Körper ziemlich bebeutenbe Kräfte zuführen, was man bisher nicht berücksichtigt hat.
** Liederabend C. Buff. Gießen hat das Glück, auf bem Gebiete ber Musik und vornehmlich in der Gesangs« kunft bedeutende Talente erzogen zu haben. Ganz an hervorragender Stelle stehen aber zwei, Marie Wittich und C. 83uff. Erstere erfreut unß hin und wieder einmal, wenn auch lange nicht oft genug, letzterer aber ist seit Jahren nicht hier gewesen, ober doch nur so en passant, baß eß kaum intimen Kreisen bekannt würbe. Jetzt ist eß seinen Freunben gelungen, unseren LanbSmann Gießen (bleß ber Künstlername C. Buffs) für einen Cieberabenb zu tntereffiren. Gießen-Busf ist augenblicklich Hosopern- fünfer am Kgl. Hostheater zu Wiesbaden, wahrend er mehrere Jabre vorher die Zierde der Weimarer Hofoper war. Als Partnerin für baß Concert, welches Sonntag ben 17 Februar im Clubsaal statifinden wirb, ist Fräulein E. v. Wurmb gewonnen worden. Dieselbe ist eine noch jugendliche, aber vortreffliche Concertsängerin, Schülerin von Meister Stockhausen und Frau Schröder-Hanfstängel; die junge Künstlerin hat in diesem Winter in Berlin unb anberen großen Stäbien Deutschlanbs, auch in Holland mit schönstem Erfolge gesungen. Eb. Lassen, ber bekannte Componist unb berühmte Dirigent, hat auß befonberem Interesse für Buff-Gießen die Begleitung übernommen. Das Programm, welches in aller Kürze bekannt gemacht werden wird, cn'hält Lieder von Lassen unb anberen hervorragenden Componisten. Vormerkungen auf Reservirung von Sperr« sitzen können jetzt schon bei Challler bewirkt werben.
** Zot« Mittelrheivischeu Turnfest, das bekanntlich im Eommenben Sommer hier in Gießen statifinbet, rüstet sich bereits kräftig der Butzbacher Turnverein. Erfordert mit Hinweis auf baß Fest die männliche Jugend auf, einer | Ehrensache ber alten Turnerstadt Butzbach bie no hige Geltung zu verschaffen, sich rege ber Tnrnerei zu widmen und nicht durch die neuerdings entstandenen verschiedenartigen, baß Interesse von ber Turnerei ablenkenden Clubs sich von ber Turnsache ablenken ;« lassen.
*♦ Die Eisbahn bei eilwetehil ist heute «riebet eröffnet worden. Die Bahn ist sehr schön.
R. Neichelßhei», 24. Januar. Bor einiger Zeit berichtete der „Gießener Anzeiger", daß ein Postunfall durch Bärenführer bei unß herbeigksührt wurde. Die Bärenführer kamen ohne Buße durch, weil man nichts bei ihnen fand. Man vermuthet aber, baß sie ihr Gelb unb ihre Werthfachen so schlau zu verstecken wußten, baß man nichts finden konnte. Der Postoerwaltung sinb burch den Unfall bedeutende «osten entstanden, denn der schwer beschädigte Wagen mußte nicht bloß reparirt werben, sondern ber Reisende, welcher durch den umstürzenben Wagen baß Bein brach, wird von der Postverwaltong vollständig geheilt und verpflegt.
W. Aus der Jöettera«, 24. Januar. Man spricht oft von einem „Straußenmagen" und will damit andeuten, daß em solcher Vieles vertragen kann. Daß ein Gänsemageu auch leistungsfähig ist, beweist folgende Thatsache: Eine zur Zucht bestimmte GanS fing an zu trauern und ging trotz vorzüglichen FutterS nicht mehr richt vorwärts. DaS Thier wurde geschlachtet. In dem Magen sand sich ein 4 Zentimeter langer Drahtnagel, ber sich in die Magenwanb eingebohtt hatte. Um diesen Nagel harte sich eine feste Masse von Kieß und Sandkörnern in der Größe eines mäßigen Hühnereies gebildet. Der Magen war zum größten Theile außer Thätigkeit gesetzt unb trotzdem lief baß Thter mit ben übrige« Gefährten tagelang umher, ohne baß man ihm viel anmerkte. Also auch ein Gansemagen kann viel vertragen.
X Mucke, 23. Januar. Ein ergötzlicher Vorfall ereignete sich gestern hier. Zwei Metzgerburschen von Grün« berg hatten in Wettsaasen ein zum Schlachten bestimmtes Rind geholt. Angestrengt von einem beschwerlichen Marsche, thaten die beiben Burschen, wie Busch in seinen Schnake« unb Schnurren sagt: „Bei einem Wirth ba kehrten sie et« unb tiefen sich einen Branntewein". Dem draußen äuge« koppelten Rinde mochte aber die Frühstückspause zu lange dauern, eß riß sich loß. Als man baß ben beiden Burschen mittheilte, stürmten sie zur THÜre heraus, dem Rinde nach. . Als letzteres sich verfolgt sah, gab es erst recht Fersengeld unb stürzte schnurstracks bem über seine Ufer getretenen Seenbach zu. Hier gerieth es in den reißenden Strom, j durchschwamm denselben unb faßte enblich Posto auf einer j inselartigen Erhebung. Nun hieß eß, des entflohenen Thwreß . habhaft zu werden, eine bet bem großen Wasser nicht leichte [ Aufgabe. Man versuchte halb dies, bald baß Mittel, sie ! erwiesen sich crfolgloß; man hetzte Hunbe hinüber, daß Rind ■ aber wich unb wankte nicht von der Stelle. Schon drei ■ Stunden hatte man sich vergeblich bemüht, maß nun thun? Da entschloß sich Gastwirth Reitz von Flensungen, dem Riade . auf den Leib zu rücken. Entschlossen durchschwamm er den > Strom, gefolgt von feinem Hunde. Ihm gelang eß alSbald ! mit Hilfe seines Hundes, baß ftörrige Thier durchs Wasser : in bie Hände der am Ufer Stehenden zu jagen.
O Vom Vogelsberg, 23. Januar. Noch waren die R fte ‘ beß letzten starken Schneefalls nicht ganz gewichen, im oberen i Gebirg lagerten noch hohe Schneemassen, und schon stellt sich ‘ abermals ein heftiges Schneegestöber ein. Da der ! Untergrund fest gefroren, so ist ein abermaliges längeres । Liegenbleiben beß Schnees zu erwarten. Die Vögel gerathe« ! roieöerum in Noth,- man vergesse ihrer auch jetzt nicht!
O. Aus Oberheffeu, 24. Januar. Durch baß eingetretene Thauwetter haben sich viele Wiesenbesitzer bewegen lasse«, bie Stauschleußen herabzulassen unb baß Wasser auf die Wiesen zu treiben. Da wieder Frost eingetreten ist sei man mit bem Bewässern vorsichtig, benn eß kann sich eine starke Eisdecke über ber Grasnarbe bilden, was Letztere sehr Übel vermerkt. Bel einigermaßen stärkerem Froste soll man vom i Wässern lieber absehen, weil dadurch mehr geschadet als ' genützt wird.
Offenbach, 22. Januar. Der Geschäftsreisende Herr ! Adolf Reining von hier wurde vor einigen Tagen während beß Thauwetterß in Nürnberg burch EiS- unb Schneemaffeu, die von einem Dache herabstürzten, am Kopfe verletzt. Herr Reining wurde alsbald inß Krankenhaus verbracht, die Verletzung u waren aber leider so schwerer Natur, daß die ärztliche Kunst den Verunglückten, der seinen Verletzungen erlegen ist, nicht retten konnte.
A Mainz, 23. Januar. Die Gefahr deS EinttittS von Hochwasser hat sich wieder bettächtlich vermehrt. Während am Montag fast ©tiflftanb im Wachsen eingetreten war, ist der Rhein in verflossener Nacht hier wieder nahezu Vi Meter gestiegen, in welchem Maße er auch heute im Laufe beß Tages zugenommen. Gegenwärtiger Stand, 8 Uhr AbendS, ' 2.17 Meter. Gefahrdrohender lauten die auß Mannheim । unb Maxau von heute Morgen vorliegenben amtlichen Nachrichten, welche von btiben Orten anhaltenbeS ftarkeß Steige« melden. Bei dem wieder eingetretenen Schnee« unb Regenwetter ist weiteres rasches Zunehmen zu befürchten. — Die Suche nach focialist'schen Schriften fanb vorgestern, wie im ganzen deutschen Reiche, auch hier gleichzx.tig in alle« Kasernen statt, unb zwar in der eingehendsten Weise. Nach j bem „Mainzer Tageblatt" war baS Resultat ber Untersuchung j an bem hiesigen Platz, baß bet einem Soldaten eine social- ■ bemokratische Schrift gesunden wurde. Der Soldat wurde । nach dem genannten Blatte zu einer mehrtägigen Gesängniß- | strafe verurtheilt, nach deren Verbüßung er in eine andere ; Garnison kommen würde.
B. Mainz, 24. Januar. (Telegramm.) Der berüchtigte Einbrecher Dunkel ist in verflossener Nacht aus dem hiesige« Gesängniß auSgebrochen und entkommen.
Vermischte».
* Ms. flegel, 23. Januar. Explosion. I« der Papierfabrik, Holzschleiferei ?c. von Wertheim « Eomp. i«


