Ausgabe 
24.9.1895 Zweites Blatt
 
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Literatur und Aunst.

Sorben beginnt im Verlage von Otto Spamer in Leipzig f«ne neue bereits die neunte Auflage des .Buche» der »r- ftndunge«, Gewerbe und Zsudustrien^ zu erscheinen. . j. flro&arii0e, in seiner Anlage unter der gesammtm technischen Literatur aller Völker einzig dastehende nationale Werk, da, einen Stolz der deutschen populären Literatur bildet, genießt e<. mr- Reihe von Jahren beim Publikum, Buchhandel und Presse so hohes Ansehen, daß es fast überflüssig erscheinen möchte, dasselbe noch besonders zu empfehlen. - In Anbetracht des rast- LL"-"EriUe« der Technik, der fast täglich dem menschlichen Lchasten neue Gebiete erschließt, verband sich mit jener grundlegenden Aenderung der Gesammtanlage des Werkes notbgedrungen eine Erweiterung deS Umfanges. Die neunte Auflage desBuches der Erfindungen, Gewerbe und Industrien" erscheint in zehn Bänden, °u welche der ungeheure Stoff nach Möglichkeit in der Weise oer- tbcilt ist, daß jeder Band ein selbständiges und zuiammenhängendes Arbeitsgebiet behandelt, ein Umstand, der nicht nur der Uebersichlich- j^i aanz außerordentlich zu statten kommt, sondern auch den that- iachlichen Verhältnissen bester entspricht und den Beifall jedes Practikers gewinnen wird. Ein erschöpfendes, mit größter Sorgfalt ausgearbeitetes Register wird jedem Bande be'gefügt, und außerdem wird ein am Schlüsse des Werkes solgmdeS Generalregtster den Besitzer in Stand setzen, jeden ihn augenblicklich interessirendm Gegenstand, lebe Bezeichnung sofort aufzuftnden, sodaß das Buch zugleich als

vractischeS Nachschlagewerk auf dem g-iammten Gebiete der Gewerbe und Technik an erster Stelle steht. Von dem reichen Inhalt und der glücklichen Vertbeiluna des ausgedehnten Stoffes maa die bei- gefügte kurze Inhaltsübersicht eine Vorstellung geben. 1. Band ent­hält: EntwickelungSqang und Bildungsmittel der Menschheit. Entwickelung der Baukunst. Technik detz Bauwesens. Be­leuchtung, Heizung, Ventllation. OrtSanlagen. Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte. 2. Band: Die Kräfte der Natur und ihre Benutzung. 3. Band: Die Eletrtcität, ihre Erzeugung und Anwendung in Industrie und Gewerbe. 4. Band: Landwirthschaft und landwirihschaftliche Gewerbe und Industrien. 5. Band: Bergbau und Hüttenwesen. 6. Band: Tie Verarbeitung der Metalle. 7. Band: Die Industrien der Steine und Erden sowie die chemische Industrie 8. Band; Die Verarbeitung der Faserstoffe. 9. Band: Weltverkehr und seine Mittel. 10. Band: Welthandel und Weltwirthschast und schließlich das Generalregister.

Technische Fortschritte.

Das kalte LSthe«. Da es in technischen Betrieben oft wünschenswerth ist, Metallgegenstände ohne Anwendung von Feuer und Hitze zu löthen, so sei nach derGewerbeschau" auf folgendes Verfahren des kalten LöthenS mit Hülfe von Quecksilber und Natrium aufmerksam gemacht. DaS Verfahren der Kaltlöthung kann sogar zur Verbindung von zwei Flächen gewöhnlichen Gußeisens und bei Metallblöcken von beliebiger Größe in folgender Weise ausgesührt

werden. Obschon die erste Piäparirung langwierig ist, kann doch gleich eine große Menge der Materialien auf einmal herfleftelll werden; der eigentliche Löthprazeß ist ein'ach und schnell erledigt. Flußmittel: Man nehme 1 Tbeil Natriummetall auf 50 bi« SO rheile PMischung muß in gut verschlosiener Flasche, von der Luft abgelchlosien, aufbewahrt werden und bat die Eigenschaft, lebe metallische Fläche, mit Einschluß de« Gußeisen«, zu amsL gamiren, was dem Verzinnen (Grundmachens in der Hitze gleich- kommt. Natriummetall verbindet sich mit Quecksilber wenn es mit dielem in einer Flasche gut geschüttelt wird, auch kann man sich diese« Amalgam In der Apotheke oder bei Drogisten be, stellen lassen: Loth: Man stelle eine schwache Lösung von Kupfervitriol (250 z in 1 Liter Wasser) an. DaS Kupfer fälle man durch Htneinstellen von Ztnkftäbe, wasche den Niederschlag zwei- diS dreimal in beiße« Master, laste diele« ablaufen und füge für je 75 g- de« N-eder. schlage« 16') bis 170 g Quecksilber und auch ein wenig Schwefel­säure zu, um die Verbindung dieser beiden Metalle zu befördern Das fein zertheilte Kupfer verbindet sich mit dem Quecksilber und beide Metalle bilden eine Maste, die in wenigen Stunden außer­ordentlich hart wird. Während sie aber noch weich ist, muß diese Maste zu kleinen Kügelchen geformt werd n; diese verhärten sich alsbald und haben die Eigenschaft, in der Hitze weich und in wenige« Stunden wieder ha,t zu werden. Im BedarsS'alle erhitze man ein« oder mehrere Kügelchen, bi« das Quecksilber an der Oberfläche in kleinen Perlen abläust, fchüttle diese ab oder wische sie fort und verreibe dann die Kugel in einem kleinen Näpfchen.

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Ue6er das Vermögen des Schuh­machers Heinrich Reinschmidt in (großen - Buseck wird, heute am 21. September 1895, Vor­mittag« 9 Uhr, das Coneursver- fahren eröffnet.

Der Kaufmann Jean Boeck in Gießen wird zum Concursverwalter ernannt.

Concursforderungen sind bis zum 12. October 1895 bei dem Ge­richte anzumelden.

Es wird zur Befchlußfaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausfchusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Concursord- nung bezeichneten Gegenstände, sowie zur Prüfung der angemeldeten Forde­rungen auf

Dienstag 22. October 1895,

Vormittags 9/2 Uhr, cor dem unterzeichneten Gerichte Ter­min anberaumt.

Allen Personen, welche eine zur Concursmafse gehörige Sache in Besitz haben ober zur ConcurSmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Be­friedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 5. Ok­tober 1895 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen.

Zur Beglaubigung: [7874 Der Gerichtsschreiber.

I. V.: Dosch.

Zur Beseitigung bestehender Unklarheiten in der Auslegung des neuen Einkommensteuer-Gesetzes wird Herr Landtagsabgeord­neter Metz. einem von uns ergangenen Ersuchen entsprechend, die Güte haben, in einer

Dienstag den 24. d. Mts., Abends 8*|8 Uhr, in den oberen Räumen der Restauration Feidel (Bavaria) stattfindenden Versammlung zu referiren.

Interpellationen werden von unterrichteter Seite Beant­wortung finden.

Holz-Lieferung.

Die Lieferung des Holz - Bedarfs unserer Gruben für die Zeit vom 1. Januar bi« 31. December 1896 soll im Wege der öffentlichen Sub­mission vergeben werden.

Die Lieferungsbedingungen können auf unserem Bureau dahier eingesehen und auch von uns bezogen werden.

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Gießen, den 16. September 1895. Großh. Verwaltungs - Direction der chirurg.-ophthalm. Universitäts-Klinik.

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Obstversteigerung

zu Lollar.

Donnerstag den 26. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll da« hiesige Gemeindeobst versteigert werden.

Lollar, den 21. September 1895. Großherzogl. Bürgermeisterei Lollar.

Geißler. 7860

Obstversteigerung.

Freitag den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird die Obstversteigerung der Gemeinde Bettenhausen ihren Anfang nehmen. Zusammenkunft im Ort.

Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. 7866] Roth, Beigeordneter.

Bekanntmachung.

Vom 1. October b. I«. ab wird auf den Strecken:

CasselElze,

(Cassel) GunterShausenLollar, (Cassel) Münden-Nordhausen, TreysaLeinefelde,

OttbergenNordhausen und SeesenHerzberg

bie Prüfung Durchlochung unb Abnahme ber Fahrkarten an den Ein- und Aus­gängen der Stationen oorgenommen unb damit hierfür bestimmte Bahnsteigschaffner beauftragt worben; bem Fahrpersonal verbleibt nur noch eine Nachprüfung ber Fahrtausweise ber Reisenden im Zuge. Der Zutritt zu dem abgesperrten Theile ber Bahnhöfe unb ber Austritt aus den­selben darf dann nur durch die hierfür besonders eingerichteten Ein- und Aus­gänge genommen werden und wird nur gegen Vorzeigung eines gültigen Fahrt­ausweises oder einer besonderen Bahn- steigkane gestattet.

DaS Weitere enthält die auf den Stationen des DirectionSbezirkS Cassel auSHLngenbe Bekanntmachung, auf welche hiermit aufmerksam gemacht wird.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

7669 von Rabenau-

Gutachten.

Herr Carl Retter in München übergab mir eine alsHaarwasser bezeichnete Flüssigkeit mit bem Gesuche, dieselbe zu prüfen und gutachtlich darüber zu berichten. Dieses Haarwasser enthält ber bamit angestellten Analyse zufolge burchaus keine ben Haaren nach- theilige Materien; ihre Bestandtheile sind vielmehr solcher Art, baß von dem Gebrauche deS Mittels eher ein wohl- thätiger Einfluß auf bas Wachsthum ber Haare zu erwarten ist unb steht daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenken ent­gegen. 403

München, 7. September 1867.

(L. 8.) Dr. K. g.

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