reservirt. — Se. König!. Hoheit unser Großherzog, der eifrige Förderer der Rudersports, welcher sein Interesse für unsere Rudergeiellschast durch Stiftung deö werthvollen Wanderpreises für Achter bethätigte, ist zu der Regatta ein- g.. laden.
* • Sießever Rudergesellschaft. Unsere Ruderer sind zetzt statt auf dem Waffer in Thätigkeit. Gestern und am Sonntag übte trotz des strömenden RegeoS fleißig die Achter- Mannschaft, welche den GrohherzogSpreiS gegen Wetzlar zu vertheidigen hat. Im vergangenen Jahre konnte genannter Preis nicht ouSgefahrev werden, weil unsere Rudergesellschaft keine Concurrevz gesunden hatte. Die Mannschaft deS DolleubooteS, welche ebenfalls fleißig trainirt, zeigt schöne Formen. ES steht zu erwarten, daß deren Borrennen ein sehr scharfes und intereffanteS werden wird. Auch unsere Bierer-Manuschaft befindet sich in sehr guter Rennverfaffung, trotzdem sie in Mainz und Frankfurt schlecht abgeschnitten. Sie hat aber inzwischen einen sehr tüchtigen Ersatzmann -r- halten, so daß auch von ihr am Sonntag bei der Regatta daS Beste zu erhoffen ist.
• * Erweiterung der kaufmännische» Fachschule. Die vom Kaufmännischen Verein gegründete und geleitete Fachschule soll nunmehr, da dieselbe sich bewährt hat, zu einer drei« klasfigen Handelsschule erweitert werden. Der rührige Vorstand deS Vereins hofft mit Unterstützung der Großherzogl. Regierung das Ziel sehr bald zu erreichen.
♦ * 50 Dienstjahre! Heute feierte die Familie Wetter das fünfzigjährige Jubiläum ihrer alten treuen Dienerin Christine Weber aus BortShausen, Kreis Marburg. Bereits gelegentlich ihrer 40jährigen Dienstzeit erhielt dieselbe von Ihrer Majestät der verewigten Kaiserin-Königin Augusta daS von derselben gestiftete goldene Kreuz nebst dem mit ihrer Unterschrift versehenen Diplom. Wenn auch für den genannten neuen Ehrentag eine ähnliche Auszeichnung erhofft werden darf, so findet die brave Dienerin sicher ihren schönsten Lohn in dem Bewußtsein treu erfüllter Pflicht bis • in die dritte Generation einer und derselben Familie hinein. Wir wünschen der nun 81jährigen Dienerin einen schönen Lebensabend.
• • Feuerwehr-Zuspiciroug. Herr KreiSfeuerwehrinspector LooS hat am vorigen Sonntag die Feuerwehren von Lich, Birklar und Muschenheim besichtigt.
• • Die diesjährige Hauptversammlung deS Verbandes der HandelSgärtner Deutschlands wird am 5. und 6. August in Erfurt abgehalten werden.
* * Die deutsche Turoerfchaft. deren Vertreter zur Zett auf dem deutschen Turntage in Eßlingen versammelt sind, umfaßte am 1. Januar 1894 5023 Vereine mit 490 415 Mitgliedern; am 1. Januar 1895 waren es 5312 Vereine mit 529 925 Mitgliedern, wovon reichlich die Hälfte an den Turnübungen theilnahmen. DaS Vermögen der Jahnstiftung beträgt 14 859 TM.; sie unterstützte 8 Turnlehrer, 13Wittwen, 4 Waisen. — Die deutsche Turnzeitung hat eine Auflage von 5600; die vierte Ausgabe des Handbuches der deutschen Turnerschaft (6000 Stück) ist vergriffen, eine neue Ausgabe in Vorbereitung. Die Stiftung zur Errichtung deutscher Turnstätten hatte am 1. Januar 1895 ein Vermögen von 32 600 Mk. — Der Bau der Erinnerungshalle über Jahns Grab in Freibburg a. 11. hat 34 749 Mk. gekostet, der Besuch der Erinnerungshalle und des Jahnmuseums war ein bedeutender. Die Kaffe der deutschen Turnerschast hatte am 1. Januar 1895 einen Bestand von 38 158 Mk., am 1. Juli 1895 nach Abzug von 8726 Mk. Ausgaben einen Bestand von 31 949 Mk. Zur Entschädigung der TurntagS- abgeordneten stehen 10601 Mk. zur Verfügung; an die Kampfrichter beim deutschen Turnfest in BreSlau im vorigen Jahre wurden 5233 Mk. bezahlt.
* * V.-A. Nach dem § 80 deS Invalidität«- und Alters- veeficheruugSgesehes haben weibliche Versicherte, welche eine Ehe etngehen, ehe sie in den Genuß einer Rente gelangt sind, Anspruch auf Rückerstattung der Hälfte der für sie geleisteten Beiträge, wenn letztere für mindestens 5 Beitragsjahre — 235 Wochen entrichtet sind. Der Anspruch muß binnen drei Monaten nach der Verheirathung geltend gemacht werden. ES war seither zweifelhaft, ob die obige Wartezeit bei der Verheirathung erfüllt sein muß, oder ob auch noch bis zum Ablauf der dreimonatlichen AntragSfrift durch Verwendung von freiwilligen oder Pfltchtmarken die Wartezeit erfüllt werden könne. DaS ReichSversicherungöamt hat durch Erlaß vom 12. Juli d. I. an die Versicherungsanstalten sich dahin geäußert, daß die Wartezeit zur Zeit der Eingehung der Ehe erfüllt fein müffe und nicht mehr durch Verwendung von Marken für Wochen nach dieser Zeit erfüllt werden kann. Die Versicherungsanstalten werden demgemäß verfahren.
Pfungstadt, 21. Juli. Der hiesige Ziegenzucht- Verein wird die landwirthschaftliche LandeS-Ausstellung, die vom 19. bis 22. September in Gießen stattfindet, mit 15 bi- 20 Stück feinem Zuchtmaterial beschicken. Im In- tereffe der sonstigen Aussteller von Ziegen hat der Vorstand in seiner letzten Sitzung beschloffen, auf Geldprämien zu verzichten.
Vermiete».
* Homburg v. d. H., 21. Juli. Ein 19jährigeS Mädchen aus Sachsenhausen stürzte sich am Samstag Abend kurz nach 9 Uhr in selbstmörderischer Absicht in den hiesigen Schloßgartcnteich. Obgleich auf ihre Hilferufe sofortige Nachforschungen angestellt wurden, gelang es nicht mehr, sie zu retten. Die Leiche wurde auf den evangelischen Friedhof gebracht. Wie verlautet, soll die Liebe zu einem hier weilenden jungen Frankfurter Kaufmann, deffen Eltern auf eine Lösung der verhältniffeS drangen, die Unglückliche in den Tod getrieben haben.
•Mb. Ziegenhain, 19. Juli. Einen wichtigen Fund machte gestern der Förster Winter In Schönborn. Seit längerer Zeit treibt nämllch eine Diebesbande ihr Wesen in unserer
Gegend und alle Streifzüge haben bisher nur wenig vermocht, ihre Schlupfwinkel aufzufinden. Förster Winter hat nun endlich das Rauberneft entdeckt; an einer entlegenen Stelle in dem Hainwäldchen bet Gebersdorf spürte er ein: regelrecht auSgeschachtete Räuberhöhle auf, welche mit Tannenbüschen nöthig verdeckt war; der Eingang war sehr com- plicirt und mit einer tauschenden MooSdecke belegt. Das Nest war leer, die Bande auSgeflogev, dagegen der Fund an Diebesbeute ein überaus reicher. Ein ganzes Waaren- lager wurde aufgefunden, dazu Geflügel, Bier, Schnaps, Bettzeug, Kleidungsstücke, Werkzeuge, Vorräthe an Lebensmitteln 2C. 2C. Die Räuberhöhle war 2,3 Meter lang und breit und 2 Meter hoch. Hoffentlich gelingt eS bald, auch die Räuber zu erwischen.
* Snlzbach L O., 17. Juli. Ein schrecklich verunglückter Radfahrer. Der einzige 20jährige Sohn der Bäckerei, und WirthschaftSeheleute Knarr fuhr Sonntag NachtS auf dem Nachhausewege mit seinem Velociped mit solcher Wucht bergab, einem entgegenkommenden Fuhrwerk entgegen, daß ihm die Deichsel deS Wagens durch den Körper fuhr. Der Lenker des Fuhrwerks brachte den Verunglückten selbst nach Hause, wo er noch in derselben Nacht seinen Geist aufgab. Die Eltern find untröstlich ob deS so herben Schmerzes. WaS hauptsächlich das Unglück hervorgebracht haben soll, ist, daß weder der Velocipedist noch der Fuhr- werkSbefitzer mit einer Laterne versehen war.
* Drachenfels, 19. Juli. Im „Hotel Dreesen" in Rüngsdorf erkrankten am Montag sämmtliche dort logirenden Gäste nach dem Genuß deS Mittagessens unter Vergiftungserscheinungen. Ein 75jähriger Gast ist bereits gestorben. Fünfzehn Kranke befinden sich noch in ärztlicher Behandlung, aber auf dem Wege der Befferung. ES ist die strengste Untersuchung eingeleitet. Wie verlautet, ist daS Gift im Cttronencreme enthalten gewesen.
♦ Hannover, 17. Juli. Ein zur Uebung eingezogener Landwehrmann aus Hannover hatte sich in der Cantine -geäußert, er würde über die Einzelheiten des Dienstes, der seiner Ansicht nach zu schwer ist, im socialdemokratischen „Vorwärts" Mittheilungen machen. Auf Befragen seiner Vorgesetzten erklärte der Landwehrmann, er sei Socialdemokrat. Gestern Nachmittag wurde er, wie der „Hannov. Anz." mittheilt, wegen Aufreizung vor der Front verhaftet.
* Ans Ostpreußen, 18. Juli. Um ihren Geliebten, einen russischen Arbeiter, heirathen zu können, hat die Tochter eines Besitzers im Kreise Pillkallen ihren Vater vergiftet. Durch Aeußerungen des ängstlich gewordenen Liebhabers kam das Verbrechen zur Kenntniß der Behörden.
* Schlimme Zustande herrschen am bischöflichen Gymnasium an St. Stephan in Straßburg. Schüler haben bei verschiedenen Gelegenheiten Vive la France = 9hife aus- gestoßen; eine Kaiserbüste ist von ihnen umgestürzt worden; Majestätsbeleidigungen sollen gefallen sein. Wie die „Str. P." mittheilt, werden die Vorkommnisse in der nächsten Zett den Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung bilden.
* Sterbekaffe deutscher Lehrer. Das Rechnungsjahr 1894 chließt in jeder Beziehung mit einem recht befriedigenden Ergebntß ad. Der Zugang an neuen Mitgliedern war größer als in einem der voraufgehenden Jahre, nämlich 843 mit 451 800 Mk. Versicherungssumme, sodaß am 31. December 1894 die Kaffe 3476 Mitglieder mit 1 807 800 Mk. Versicherungssumme zählte. Die Sterblichkeit betrug 0,7 pCt. (25 Persoven mit 13 600 Mk. Ber- icherungssumme). Dem Zugang an Mitgliedern entsprechend wuchs auch das Vermögen der Kasse um rund 49000Mk., und erreichte die Höhe von 174 00415 Mk. In der General- Versammlung am 29. Mat wurde der Rechnungsabschluß einstimmig genehmigt, die Dividende an die Mitglieder auf 20 pCt. festgesetzt und die ausscheidenden Mitglieder deS Ausschuffes und der RevifionScommission einstimmig wiedergewählt. Der Geschäftsstand am 1. Juni d. I. ist folgender: Mitglieder 4070, Vermögen 205 000 Mk. Versicherungsumme 2 132 700 Mk. Prospecte pp. werden von der Geschäftsstelle Berlin N., Lottumftr. 9, kostenfrei versandt.
* Feldzugsstattstik. Dem Berliner „Kl. I." werden einige Daten mitgetdeilt, welche einen Begriff geben von den ungeheueren Opfern, mit welchen die Siege von 1870—71 erkauft wurden. Darnach steht mit den größten Opfern da daS 7. Ostpreußische Infanterieregiment Nr. 44 mit 1694 Mann, eS folgt das 3. Westfälische Infanterie- Regiment Nr. 16 mit 1691 Mann. Dieses Regiment, welches bekanntlich am 16. August im Vereine mit den 56ern die Divisionen Ciffey und Grenter angriff, wurde fast zertrümmert und nur durch die heldenmüthige Attaque der 1. Garde-Dragoner vor vollständiger Vernichtung gerettet; eS verlor an Tobten allein die ungeheuere Ziffer von 27 Offizieren und 526 Mann! Es folgen: Regiment Nr. 52 mit 1655, Regiment Nr. 6 mit 1504, Regiment Nr. 11 mit 1453, Kaiser Franz-Regiment mit 1322, 8. Sächsisches Infanterie - Regiment Nr. 107 mit 1318 Mann. Ueber 1000 Mann verloren noch die Regimenter: 1., 2., 3. Garde- Grenadier - Regiment, „Königin Augusta" und „Elisabath", erner die Regimenter 3, 4, 7, 8, 20, 24, 32, 35, 40, 43, 46, 48, 50, 56, 57, 83, 85, 94, sowie daS 2. Bayerische Inf.-Regiment mit 1097. Ganz abnorm war die Einbuße bet dem Garde-Schlltzen Bataillon mit 518 Mann. Dieses Bataillon hat also nahezu 60 Procent seines Bestandes eingebüßt. Auch einzelne Retter-, sowie Artillerie-Regimenter weisen staunenerregende Ziffern auf, so daS Magdeburger Kürassier-Regiment Nr. 7 207 Mann, daS Altmärkische Ulanen-Regiment Nr. 16 198 Mann, 1. Garde-Dragoner- Regiment 141 Mann. DaS Brandenburgische Feld-Ariillerie« Regiment, da- sich allerdings unvergängliche Lorbeeren bei Dionville erworben hat, verlor nicht weniger als 632 Msnn und cfi verfeuerten die 15 Batterien des 3. Corps an diesem Tage die enorme Anzahl von 14 832 Geschossen. Das 18. preußische Regiment war daS einzige, welches während deS ganzen Feldzuges auch nicht einen Todten hatte.
Schwer heimgesucht durch Krankheiten wie Ruhr 2c. waren- die Regimenter 2, 13, 17, 39, 42, 49, 74, 78, 84, 91 und daS Alexander - Garde - Regiment, sowie die bayerischen Regimenter 10 und 15. Von Verlusten über 10 000 Mann- wurden nur daS 3. preußische und 1. bayerische Armeecorps betroffen. In dem Feldzuge fanden 78 Schlachten und Gefechte, sowie 870 Rencontres aller Arten statt, eS wurden 45 Adler und 255 Geschütze erobert, während durch Ueber- gäbe 62 Adler, 1660 Feld- und 5422 FestungSgeschütze den Deutschen zufielen. Den Franzosen kostete der tapfer ” geführte Krieg weit über 200000 Menschen.
♦ Aus einem Soldatenbrief. „Liebe Eltern! Schickt j mir sofort meine Manschettenknöpfe, die ich bei Euch zurück- \ ließ; das Kilo-Packer könnt Ihr ja mit Schinken un^ Wurst ausfüllen. Euer Pepi."
Universität». Nachrichten.
Berlin, 22. Juli. Professor Rudolf Gneist ist heute gestorben.
Literatur uub Attnst.
— Allerlei LiebenSwürdigrttte«. Ein humoristische» Quodlibet in Wort und Bild, in Vers und Reim, in Ton und Farbe. Allen schreib-, ;rtnt, sing-, eß, tanz-, lebens-, reise- und leselustigen Ttntenvertllg-rn, SchmauSgemüthern, Ballschwärmern, Menschenkindern, Weltbürgern, Buch- und Papierfexen gewidmet von Edwin Bormann. Leipzig, Edw. Bormanns Selbstverlag. Allen humorvollen Menschenkindern aufs Wärmste empfohlen.
— Der große deutsch franzöfische Krieg vo« 1870—71. Für das Volk und die Jugend erzählt von Wilhelm Buchner. Lahr 1895. Druck und Verlag von Moritz Schauenburg. Preis 75 Psg. In Partien, besonders für Schulbehörden beachtenöwerth» bedeutend billiger.
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— Reue Zeitung. Unter dem Titel »Deutsche ßttterrr- ZeituugE erscheint im Verlage der Brönner'schen Druckerei In Frankfurt a. M. eine neue Wochenschrift. Sie wird sich speciell den Aufgabm der Kinderpflege, Ktnderhygiene und Kinder- erztehung widmen. Hervorragende Aerzte, Pädagogen und Schulmänner sind als Mitarbeiter gewonnen. Die erste Nummer, die bereits erschienen ist, enthält Aufsätze über Schulferien, Baden und Schwimmen, Brechdurchfall der Säuglinge, Kopfschmerzen der Schulkinder 2C. _______________
— Dor uns liegt der 21. Band der ,Megger»dorfer und können wir die günstige Beurtheilung, welche wir denselben schon mehrfach zu Theil werden ließen, auch aus diesen Band voll und ganz ausdehnen. Uns erscheint sogar, im Vergleiche mit dem vorigen Quartale, ein erneuter Fortschritt dieser so sehr beliebten Blatter oerzeichenbar. Was dieselben um diesen billigen Preis bieten, ist für den, welcher die Kostspieligkeit der Farbentechntk kennt, de- wundernSwerth. Preis pro Quartal in einzelnen wöchentlichen Nummern 3 Mk., Heft-Ausgabe, vierzehntägia erscheinend, ebenfalls 3 Mk. Bestellungen per Post (ZtgS.-Nr. 4049), per Buchhandlung oder direct beim Verlage in Eßlingen. Probenummer bei beabsichtigtem Abonnement auf Verlangen gratis durch die Geschäftsstelle von „Meggendorfers Humoristische Blätter", München, CorneltuS- straße 19.
Thermometer: min.' 4- IM R., max. + 18° R.
Hygrometer: Feucht.
Temperatur der Lahn und Lust nach Rraumur gemessen am 23. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«. Wasser 16°, Luft 15° im Schatten.
Rübsamen'schc Bade- und Schwimmanstalt.
Witterungsbericht vom 22. Juli.
Ueber der scandinaoischen Halbinsel li gt das Eentrum einer tiefen Depression, deren Einfluß in südlicher Richtung sich bis zum Alpmgebiet erstreckt. Auch südlich der Alpen machen sich Störungen in der Luftdruckoertheilung geltend. Von Südwesten her dringt ein theilförmiges Gebiet hohen Druckes über die Alpen bis nach Bayern herein. Ebenso weisen Süden und Osten Europas noch hohe Barometerstände auf. Das Wetter ist auf dem größten Theile dcS Con- tinentS trübe und stellenweise regnerisch. Am Canal und den deutschen Küstengebieten herrscht lebhafte Lustbewegung. Die Temp'raturen zeigen allgemein wenig Veränderung, nur im Osten des ErdtheilS- ind sie etwas gestiegen.
»oranSflchtliche Witterung:
Zunächst meist trübeS, etwas kühleres Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
X 0,50-0,80, Enten pr. St. X 1,70-2,00, Ochsevfleisch pr. Pfd. 72—76 4, Kuh-u. Rindfleisch pr. Pfd. 66—68-3, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-68 4, Hammelss Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00—10,00 X, 2
Verkehr, £an£« rrnd Volkswirthfcherft.
•Utttt, 23. Juli. Marktbericht- Änt dem heutigen Dochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd- X 0,90—1,00, Hühnereier pr.St. 04,26t 10-114, Enteneier 2St.ll— 134.Gänseeier pr.St. 10—12 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte or. 6t 8 4, Erbsen pr. Liter 15 4, Lüsten pr. Liter 26 4 Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück X 1,00 bis 1,40, Hahne: pr. Stück
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v Seiden31«*'
MJZT-tu. ■ dM ■■unter Angabe bei Gewünschten-
VOR tuten « Keussen, Stridenwaaren-Fabrik. Crofefd«
pr. Liter 16—20 4, Kirschen pr. Pfund 14-20 4
Gießen, 23. Juli. Der gestrige Vor handel zum heutigen Viehmarkt zeigte einen Umsatz von 300 bis 350 Stück Rindvieh. Die dafür erzielten Preise waren durchschnittlich sehr gute. Der heutige Markt verspricht bedeutend besser zu werden als der am 9. Juli abgehaltene. ES ist die für den Futterbau überaus günstige Witterung der letzten 14 Tage, welche eine gute Eonjunctur der Viehmärkte schafft, wozu aber zum heutigen Markt noch hinzutritt die Anwesenheit vieler auswärtiger Käufer.
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