wesen, anb ist die Errichtung desselben nur eine Frage ber Zeit. — An btn Cbftbäumtn zeigen sich schon allenthalben die schlimmen Folgen beS strengen Wnters. Berm Arbeiten an ben Bäumen steht man, baß burch btn starken F-ost besonder- viel junge Triebe erfroren stnd, weshalb beim Pfropfen bie größte Borstcht geboten ist.
U. Cbcreorfßabt, 12. Mär^ Die Zwiebeln, welche bekanntlich bet uns unb in ben umliegenden Dorsgemarkungen in ausgezeichneter Güte und sehr reichlich gedeihen, haben einen großen PreiSaufschlag erfahren. Während das genannte landwinhschaftliche Erzeugmß im Herbste höchsten- 2 Mk. 25 Pfg. bi« 2 Mk. 50 Pfg. galt, werden jetzt, da bie Händler zahlreich erscheinen, bereitwillig 5 Mk. pro Lenrner geboten. Die Ursache liegt darin, daß die Zwiebeln, welche auf luftigen Speichern aufbewahrt werden, bei der heftigen Kälte von 18° zu einer fteinharten Masse zusammen« froren unb jetzt nach unb nach aufthauen. Zwar kann bie Zwiebel eine schärfere Kälte ertragen, als Obst, Kartoffeln unb Dickwurzeln. Aber einer solchen andauernden Kälte wie wir sie in den Monaten Januar und Februar hatten, unter« liegt auch die widerstandsfähigste Zwiebelnatur. Unsere Vor- rörhe stnd deshalb sehr zusammengeschwunden, kvodurch stch der PreiSaufschlag um daS Doppelte erklärt. — Wegen Er« richtung einer GenoffenschaftS-Molkerei in Dauernheim haben fick Meinungsverschiedenheiten unter den umliegenden Dörfern gebildet, einige wollen daS Etabliffement nach Ranstadt ver» te haben, weil dieser Ort Bahnstation an der Linie Gießen« Gelnhausen 'st. Die anderen wünschen, daß Dauernheim der Sitz deS Unternehmens werden möchte, wie von vornherein geplant war. Beide Ansichten haben Gründe für sich. Hoffentlich einigt man sich bald, damit die Angelegenheit zu Stande kommt.
Dmnifd?tcs.
* Zur 25 jährigen Wiederkehr der Schlachttage bei Metz vom 14. bis 18. August werden, wie die Berliner Blätter erzählen, schon jetzt eifrigst Borkehrungen getroffen. Um den alten unbemittelten Kriegern einen mehrtägigen Aufenthalt daselbst zu erleichtern, werden Wellblechbaracken für sie hergcrichter. In der berühmten Schlucht bei Gravelotte, in der schon seit Jahren am 15. August eine patriotische Feier veranstaltet wurde, wird an jenen Tagen eine große militärische Feier abgehalten. Voraussichtlich wird bis dahin auch der ÄuSsichtStburm fertiggestellt sein, der auf der höchsten Stelle deS Schlachtfeldes von Gravelotte errichtet wird. Er wird, 30 Meter hoch, einen Ueberblick über eine Fläche von 30 Kilometer Länge und 10 Kilometer Breite gewähren. Ueber 15000 Mk. sind bereits an Gaben hierfür aus allen Gauen Deutschlands eingelaufen.
* Bon der Post der „Elbe." AuS New-Aork wird vom 2. März geschrieben: Die einzige von der gesammten Post der „Elbe" bisher geborgene Zeitschrlft ist vor wenigen Tagen w New Dort abgeliefert worden. ES ist eine Nummer von „ThalackerS Samen- und Pflangenosfert e", die in Leipzig erscheint. Das Exemplar, das stark von (See* wasser angegriffen ist, war die einzige Drucksache, die nebst 44 Briesen in einem Postsacke angeschwemmt wurde, und trägt folgenden am-licken Vermerk: „Geborgen vom gesunkenen Dampfer „Elbe". — Postamt 1, Bremen." Der Empfänger har die Zeitschrift in seinem Schaufenster ausgestellt, aas erklärlicherweise von Neugierigen umlagert wird.
* 3n falscher Voraussetzung. Vor einiger Zeit machte in Halberstadt ein dort ansässiger junger Kaufmann die Bekanntschaft einer auswärts wohnenden jungen Dame, die seine volle Zuneigung gewann. Die vorsichtigen Eltern der AuS- erkorenen wollten jedoch, bevor sie ihre Zustimmung zu der Verbindung gaben, Näheres über den Bewerber und sein Geschäft, sowie über die OrtSverhältniffe überhaupt erfahren. Darüber waren einige Wochen vergangen. Eines Tages trat nun ein fremder Herr in den Laden unseres Kaufmannes, kaufte einige Kleinigkeiten und richtete dann einige Fragen an den Geschäftsinhaber, durch die er den Fremden verrieth. Er wollte wiffen, wie man sich in der Stadt mnüstren könne, wie eS mit dem gesellschaftlichen Leben, den Theaterverhältniffen u. s. w. beschaffen sei. Der junge Kaufmann gab höflich unb bereitwillig Auskunft, stutzte aber plötzlich, als der Fremde sich auch über die Geschäftsverhältnisse in eindringlicher Weise zu erkundigen begann. Der Verdacht stieg in ihm auf, daß er in dem Fremden einen künftigen Concurrenten zu fürchten habe, der sich in dem Ort niederzulassen gedenke, und diese Lust wollte er ihm schon verderben. So schwor er denn Stein und Bein, daß die geschäftlichen Verhältnisse ganz miserabel seien. „Aber ntu Ihrer Branche", meinte der Fremde, „scheint es doch ganz gut zu gehen?" — „Nicht daran zu denken", rief der junge Kaufmann eifrig. „Sie können sich darauf verlaffen, daß ich kaum die Butter auf oa- Brod verdiene". — „Nickt möglich!" — „Glauben Sie mir cS, bester Herr, einen so elenden GeichästSgang finden Sie nicht wieder. Und dann das elende Leben hier. Versauern kann man hier ..." — „Ader sagten Sie nickt vorhin . . .?'* — „Ja, in der Kneipe kann man allenfalls einige Stunden beim Scat tobt« schlagen. Ader sonst — zum Verzweifeln! Meinem Todfeind will ich nicht wünschen, hier zu leben " — „So, so!" fag-.e der Fremde, dankte für die freundliche Auskunft und empfahl sich. Einige Tage später erhielt der junge Kaufmann in Halberstadt von dem Vater feiner Erkorenen einen Absagebrief. Nachdem der Bewerber — so hieß e- in dem Schreiben — einem zur Erkundung der Verhältniffe entsandten Herrn selbst die Auskunft gegeben, daß die Geschäfte in Halberstadt jämmerlich gingen unb da- Leben dort mise- | rabel lei, muffe man leider von einer Verbindung abstehen. DaS Gesicht, das der junge Kaufmann bei dem Lefen diese- Briefe- gemacht bat, soll keineswegs geistreich gewesen sein.
* Dynamit-Explosion bei Keeken. ES stehl jetzt fest, daß 20,000 Kilogramm Dynamit explodirt sind. Emmerick, Griethausen, Wissel unb Lobith haben am meisten gelitten.
Die ii ber Nähe de- DynawillagerS gelegenen Wohngebäude hatte die Polizei glücklicherweise räumen kaffen. DaS Ewmericher Bürgerblatt berichlet folgende Einzelheiten: Die ’ Verladung ging ohne Unfall btß Dienstag Abend 6 Uhr i von statten. Auf dem Schiff „Elisabeth", einem Einmaster, der mehr als zur Hälfte beloben war, kam da- Dynamit zur Explosion. Das Schiff lag fest am Ufer und flog, in Atome zerschmettert, in die Luft, Tod und Berderben bringend für alle dann Beschäftigten und die Umstehenden. $n dem explodirten Schiffe waren Arbeiter mit dem Verstauen der Kisten beschäftigt, von diesen Personen ist Niemand mehr am Leben, im Umkreise von 200 Meter liegen ihre Gliedmaßen und Körpertheile, Arme, Finger Kopfhäute, Beine am Ufer» raube zerstreut. Die Namen dieser Arbeiter sind Matthias Zündorf, Joseph Krantz, Matthias unb Hubert Küchenberg und Heinrich Diest, sämmilich auß Porz bet Köln. Der Bruder beß Matthias Zündorf war grade vom Schiffe anß Land gegangen, er erzäh te, daß er vier» biß fünfmal auf ber Erde umgeschlagen sei und sonst nichts gemerkt habe. Führer des Schiffes „Elisabeth" war der Sch ffer Reimer aus Millingen und beffen Knecht, beide sind verschwunden. Der Schiffer Vermaaß, der mit seinem Schiff „De Hoop", daß noch leer war, neben der „Elisabeth" lag, liegt 30 Schritte von der Stelle entfernt, unmittelbar am Uferrande, die Leiche ist entsetzlich zugerichtet. Frau Vermaaß wurde in weitem Bogen vom Schiffe anß Land geschleudert, sie lebt noch und ist in Cleve im Hospital, die Tochter dagegen liegt 100 Schritte von btr Explosionsstelle entfernt tobt, sie lebte noch 2 biß 3 Minuten nach dem Unfall, gab aber bann den Geist auf. Der Sohn, ein 23jähriger junger Mann, liegt alß kaum erkennbare Leiche am Hier, das Schiff selbst gerteth in Brand und ist gesunken. Ein drittes Schiff, „Maria Adelia^, liegt zertrümmert am User. Der EigenthÜmer Vermekeren au- Gent wurde schwer verwundet nach Cleve gebracht, seine Frau und sein Knecht sind getöbtet unb noch uicht aufgefunben. Wunderbar errettet wurde der Schiffer Dreverß mit Familie auS Millingen. Derselbe war vorn in seinem Schiff „De Dmf" beschäftigt, das noch nicht geladen hatte- er hat außer einigen Püffen unb Siößen, die er durch das Einschlagen des Oberdecks erhielt, keinen Schaden genommen. Die Tochter Helene saß mit ihren Brüdern von 16 und 7 Jahren in der Ruff, sie alle kamen mit dem Schrecken davon, obgleich die ganze Ruff eingedrückt wurde unb sie förmlich aus den Trümmern Herausgebrocken werden mußten. Der kleine siebenjährige Junge lag heute Morgen bleich vor Schrecken in seinem armseligen Beltchen, das rund mit Trümmern umgeben war, er konnte kaum sprechen, der Schrecken hatte den Kleinen gelähmt. Die Geretteten bekunden, daß sie plötzlich starkes Sausen gehört haben, dem unmittelbar ein gewaltiger Knall folgte.; sie hätten nicht athrnen können. Daß da- Unglück nicht ein größeres geworden ist, grenzt an- Wunkerbare. Die Hälfte deS Dynamits liegt noch auf dem Hügel verpackt unter Stroh unb Decken. Um diesen Hügel herum in unmittel» barster Nähe sind viele Löcher entstanden durch dahin« geschleuderte Dynamitk.ften, die selbst explodirten. Neben diesem Berge von Kisten stand treu auf «einem Posten der Gendarm Jeziorski auS Calcar. Der Helm wurde ihm vom Kopfe gerissen und weit durch die Luft geschleudert, er selbst wurde zu Boden geworfen, nahm aber sonst keinen Schaden. Der Strommeister Engel, ein geborener Emmericher, war auch auf der Unglück-stelle, auch er blieb von Verletzungen verschont. Vier Verwundete wurden in daß Spital nach Cleve gebracht. Die Gesammtzahl der Getödteten beträgt 13, bie der Verwundeten 4. Die Gefahr ift mit dieser Explosion leider nicht geschwunden, im Gegentheil, sie ist größer al- bisher. Voll geladen liegen im Wasser das Sch ff „Vier Gedroeders" unb „Grete" am Ufer. Ersteres Schiff ist gesunken und sitzt auf dem Boden fest. Der heftige Wellenschlag stößt die Kisten gegeneinanber, so baß bie Lage außerordentlich gefahrvoll ist. An diesen Bericht knüpft baß Bürgerblatt die Mittheilung, daß schwere Vorwürfe gegen ben Vorarbeiter Küchenberg, der verunglückt ist, erhoben würden. Wie die mit der Ueberwachung betrauten Polizeibeamten aussagten, habe Küchenberg alle wiederholten Bitten, vorsichtig zu sein, in groß'precherischer Weise zurückgewiesen. Auch werde der Vorwurf gegen die Opladener Fabrik erhoben, daß sie die Verlabungßarbetten nicht in Accord an Rheinarbeiter hätte vergeben, sondern mit der Gefahr vertraute kundige Männer hätte hinsch cken sollen.
* Nene Sprechversache auf ber Telephouliuie Wien-Berlin. Wir wollen heute über neue Sprechversuche berichten, die vor einigen Tagen auf der Telephonlime Wien Berlin unternommen wurden. Es ist hierüber noch nichts in die Öffentlichkeit gedrungen, da diese Versuche in der Stille, von privater Seite zu dem Zwecke angestellt wurden, um zu erproben, ob sich nicht auf dieser seit drei Monaten dem Verkehr übergebenen Fernsprechleitung eine größere Deutlichkeit bei der Uebeimittlung ber Gespräche erzielen laffe. Wir haben schon vor mehr alß Monatsfrist darauf hingewiesen, daß die telephonische Verständigung mit Berlin sehr viel zu wünschen übrig läßt, und daß besonder- wir in Wien unß in großem Nachiheile befinden, indem wir baß in Berlin gesprochene Wort nur sehr gedämpft und undeutlich hören. Da sich der interurbane Telephonverkehr in Oesterreich- Ungarn in der glattesten Steife selbst auf jenen L nien ab« wickelt, welche nicht viel kürzer sind alß jene, die Wien mit der deutschen Metropole Verbinder, gelangten wir zur lieber» jeugung, daß die in Berlin in Verwendung stehenden Sprechapparate nicht den Anforderungen beß Verkehrs auf längeren Strecken genügen, und diese Ansicht ist nun durch die erwähnten Versuche bestätigt worden. Wir setzten unß mit t ber Fabrik eleetrischer Apparate, Paul Harbegen & Co. in > Berlin SW., bie laut'prechende Mikrophone unb Induktor» 1 Apparate erzeugt, in Verbindung, und eß wurde die ©er» i abrebung getroffen, da- Hardegen sche Mikrophon, einen sogen. „KohlengrieS-Apparat", durch mehrfache Gespräche zu erproben. Unser Berliner Korrespondent, sowie Vertreter '
der erwähnten Firma sprachen mit Mitgliedern unserer 91 e» baction mit Hilfe beß Ko. leugne- Mikrophons, baß m Hardegeu'ichen Bureau in Berlin provisorisch mftaQirt würbe, ' und siede da, die Berfnchc gelangen in ausgezeichneter Weife. Wir hörten bie in Berlin gesprochenen Worte klar unb deutlich, wir mußten nickt, wie ionst, bei jedem zweiten ober dritten Worte um Wiederholung desselben bitten, kurz, die Wirkung war überraschend. Da- Neue an dem Har» begen’icben Mikrophon ift eine originelle Verwendung von klein geschroreter Kohle, auf welcher übrigen- die meisten Mikrophone, vor Allem die bekannten Apparate der Firma Berliner, beruhen. Unsere Versuche waren bie ersten, bie mtt dem Hardegen schen Apparat auf eine so weite Entfernung unternommen wurden, unb bie Thatsache, daß dieselben ein so günstiges Resultat ergeben haben, veranlaßt unß, den komoetenten Behörden im Jnteresie beß VerkehrS oon denselben hiermit Mir,Heilung zu macken. N Fr. Pr.
CHeratur «nd Aunst
— Deutschland- Dichter unb Denker, in ihren eigensten Interessen beb obf, regen sich. Den verschied,nitichen Runbgebungen gegen bie sog. UmfturiDodage, bie von diel er Seite auSgegangcn sind, schließt fick im neuesten Hest 23 ber Kritik, Wochenschau bei öffentlichen Lebens' (Verlag von Hugo Storm, Berlin W, Gttbitschstr. 35) eine stattliche Reihe von Gelehrten unb Schriftstellern an mit zum Theil recht scharfen und entrüsteten Aeußerunge» ber Abwehr. Wir begegnen den Namen: Ferdinonb Aoenariu«, Dagobert von Gerhard! - Amyntor, (Somab Alberti, Otto Julin« Bierbaum, P,of. Dr. Lujo Bentano, M. van Egiby, Ernst 6dftcie, Prof. Heinrich Edrl ck. Julius Gioffe, Pros. Dr. Ernst Haeckel, Prof. M. HauShofer. Han- Hoffmann, Otto von Leixner, Pros. Berthold L'Nnann. Georg Freiherr von Omvteba, A von verfall, JuliuS Stürbe, Ernst Ziel.
— „Deutscher Zolbateahart*, illustrirte Zeitschrift für bei deutsche Heer unb Die Marine. Herausgeber: General Lieutenant i D- H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl SiegiSmunb. Berlin W.,aUauerfhabe68. VI. Jahrgang Heft 17 erschien soeben.
Technische Fortschritte.
— ein Cf en ohne Holz- und Kohlenfenernng. Unter dieser B«z-icknur g bespricht ber „Muielb Gen.-Aut. f. b. Bau unb Holjtranche" eine Neuerung unb bezeichnet dieselbe alS gerabez» „knla ionelT. Die Herstellung des OsenS, bezieh. deS Heiiappa aleS ohne Holz unb ohne Kamin geschieht nach folgenden physila iiche» und chemischen Grundsätzen^ Der electrische Sirom hat bie Eigenschaft, Waffer in seii e Bestandtheile, Wasserstoff unb Saueriiost, zu zeilegen (E rctrolyie) unb zwar entwickelt ber eine Pol hoppelt so viel Wasserstoff al« der andere Sauerstoff. Die GaSentwtckttunß geschieht in einem Wasserbaifin von mäßiger Größe, in das sich mittels eines Schwimmoenirls iottwährend Waffer au6 ber Wasser leitung ergießt. Die beiden Veitungdbiflbte sind am Boden deS BaffinS eingeiotbet und enden im Piatinbleche, über denen sich GlaS» cylinder lufibtcht stülpen. Wtro nun ber Strom geschlossen, so beginnen sich die @afc tn Blasen zu entwickeln unb werben durch ben ziemlich starken Wasserdruck aleirbieitig in einen eigen« c nftruirte» Hahn (logen. Daniel'schen Hahn) gebrückt. Da« Ende derselbe» bilden zwei cor cenlrrsche Orffnungen, aus der äußeren bringt Wasser- stoffga« unb bilbet, angezündet, eine hohle, kegelsörm'a Alamme, in bie ber Sauerstoff einbläst unb so eine vereinigte flamme erzeugt, beren Spitze eine Hitze von 1200 R. erzeugt Drei. F ommc wird nun aus eine Gbamoiteplaile geleitet, die nach 2 bie 3 Minute» I bis zur Werßglühhrye gebracht wird unb ben Wärmegu ll bubet. > Da- sich btlbcnbe und vcrbarnpsrnbe Wasser soll dem Raume de» nötvigen LuftfeucktigkeitSgrab geben las Wasserstcff,aS bezw. die I RnaUgexflamme wird allgemein als Heizungsmaterial ber Zukunft angesehen, nur denkt man fick die Darit.llur.g al« eine centrale mtt Leitungsrohren, wie bei dem Leuchtgas« unb bie billigere H u stellung durch glühendrS Ersen, anstatt ber Electrolyse; bedenklich erscheint nur immer die etwaige Gcsahr von KnallgaSrxplosioi en bei unrich'iga^ Behandlung.
— Ueber das Lötherr des Alaminiums. Da- weae» seiner grotz.n Leichtigkeit unb Ge'chmeidtgkett io fthr gelchigle Aluminium-Metall hat eine gr oge Schattenseite In ber Technik, brnn bas Aluminium läßt fick auf gewöhnliche Weise nicht lölben Qr< finb daher in neuerer Zett eine ganze Anzahl Metallcompositione» für diesen Zweck oorge'chlageu und mtt mehr ober weniger Ei -olg angewendel worden. Wir nennen hier nur die folgenden: 1)45 [heile Aluminium und 10 Tbeile Zinn, 2) (Nack Rader) 50 Tdetle Sadm-um 20 tbeile Zink, 30 Thetle Zinn 3) (Nack Mayrey) tiO Ibelle Zink, 8 Theile Kupfer und 12 Tbeile Aluminium, oder wechselnde Menge» dieser drei Metalle. 4) (Nack Lancow) Geschmolzene« Aluminiu» wird mit e ner Schicht von Pho«phorsänre, saurem Ratriumsuisaa oder anderen sauren Salzen bedeckt und bann die zur Loihbereriun« dienenden Metalle zugefügl Al- Loth für Drähte unb dünne Gegenstände ist geeignet: 95 Theile Aluminium. 1 Tbeil Kupfer, 4 The le Zinn. Für g'ößere Gegenstände: 95 Theile Aluminium. 2 Theile Rupfer. 2 Theile Antimon, 1 Theil W'Smuth. 1 Theil Zink 5) Ein neues, 'Jlicolai in Wiesbaden paienthte« Verfahren, besteht darin, daß 6blorcabmium und Jodcadmium, zu feinem P lver gerieten, mtt einem in Weingeist getauchten Pinsel auf die LSihstelle aufgetragen unb mit der Stichflamme gelöthet wird. 6) Aluminium» loth für Zahntechniker besieht au» 29 Theil. n Gold, 1 Theil Platt». 20 Tdei en Rupfer unb 100 Tdeilen Aluminium.
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