Berlin, 21. October. Das Befinden des Fürsten Bismarck ist dem „Local-Anzeiger" zufolge ein ganz vor« treffliches. Der Fürst hat gestern den Besuch deS Grafen Herbert BiSmarck erhalten, welcher von feiner Tyrol-Reise zurückgekehrt ist. Graf Herbert BiSmarck begtbt sich heute Nach Schönhaufen, wo er dauernden Aufenthalt nimmt.
Berlin, 21. October. Eine gestern in Rixdorf ab» gehaltene öffentliche Versammlung sprach einstimmig ihre Mißbilligung über die einzelnen Ausführungen von Führern der focialistischen Parteileitung (Bebel, Schippel) auf dem BreSlauer Parteitage aus, über den der Rixdorfer Delegirte zum Parteitage Bericht erstattete. Uebel vermerkt wurde auch, daß die Genossen auS den Provinzen gegen die Berliner Delegirten eine Antipathie hegen und daß deren Anträge meist mit Ironie behandelt wurden.
Wien, 21. October. Hier war Vormittags daS Gerücht verbreitet, daß man in der Hofoper eine Bombe ge« funben habe. Da» Gerücht ist jedoch unbegründet- eS handelt sich vielmehr nur um eine Blechflasche, die mit Wafler angesüllt und in Wachsleinwand etugewickelt war. Wahr- faeinlidi hat sich Jemand einen Scherz gemacht.
Sllischau, 21. October. In dem Befinden deS Grasen Taaffe ist im Laufe deS gestrigen TageS keine wesentliche Aenderung eingetreten. Sein 'Zustand bleibt andauernd sehr ernst und ist gar keine Hoffnung vorhanden, sein Leben zu erhalten. Alle Familienmitglieder find hier eingetroffen. Die Professoren Albert und Nothnagel weilen am Lager deS Kranken.
London, 21. October. Die „Times" veröffentlicht einen Brief auS Madagaskar vom 4. October, demzufolge anläßlich der Einnahme TananarivoS die größte Erregung gegen die Fremden herrschte. Die Menge mißhandelte und metzelte die franzöfischen Gefangenen nieder. Wenn die französischen Truppen sich nicht auf den Höhen TananarivoS gezeigt, so hätten die Eingeborenen auch die Engländer im MisfionSlpItal ermordet.
Der Krieg von 1870|71,
geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS - Stummem jener Zeit.
(Nachdruck verboten.)
23. October.
Versailles, 22. October. General Wittich besetzte am 21. October ChartreS. Bor Paris hat sich der Feind nach seinem gestern abgeschlagenen Angriff völlig ruhig verhalten. Vor Metz treffen täglich französische Ueberläufer in größerer Zahl bei unseren Vorposten ein.
v. PodbielSki.
Können Sie denn wirklich Paris mit ihren Soldaten vollständig absperren? fragte BiSmarck einige Generale. — vollständig, lautete die Ankwort, keine Maus kann unbesehen an den Vorposten vorüberschlüpfen. — Hier, lächelte BiSmarck, waS ist denn daS? Er zeigte den Herren zwei Pariser Zeitungen vom vorigen Tage und sagte: Wie sie herauSgekommen, ist mein Geheirnniß, ich fürchte aber, eß kommt auch Manches hinein, wovon Sie nichts wiffeu.
Die Verpflegung der Armee vor Metz geht in geregelter Weise vor sich. Statt der Rinderherden sieht man jetzt, wie den Truppen große Schafherden zugeführt werden, da die Rinderpest auch in Elsaß nnd Lothringen ausgebrochen ist. AnderntheilS sucht man den Ausfall an frischem
zum Sterben matt und elend gefühlt hatte. Mit aller mir noch zu Gebote stehenden Behendigkeit signalifirte ich nun meinerseits nach dem Schiffe hin und zu meiner frohesten Genugthuung ertönte jetzt ein vierter Kanonenschuß, er bedeutete offenbar die Erwiderung meiner Signale! —
Nach zwei Stunden rauschte von dem überhangenden FelSrande hoch über mir ein langes starkes Doppelseil zu mir herab, an dessen Ende vorsorglich verschiedene kleinere, aber ebenfalls feste Stricke befestigt waren. Ich knüpfte mir das Alles zu einer Art Sitz zusammen, was freilich nur unter großen Anstrengungen geschah, band mich dann noch besonders an daS Doppelseil fest und gab nun durch längeres Schütteln des letzteren das Zeichen zum Emporziehen. Sofort wurde das Seil von oben angezogen, ich schwebte an der grausigen, steilen Felswand vorüber in die Höhe, dann erreichte ich den FelSrand, ich sah noch, wie sich eine Menge hilfsbereiter Hände mir entgegenstreckten, donnernde vielstimmige HurrahS klangen mir ins Ohr, nachher aber schwanden mir die Sinne.
Bet meinem Wiedererwachen fand ich mich auf einem behaglichen Lager auSgestreckt, daS in einem hübschen reinlichen Zimmer aufgeschlagen war, eine Menge Leute mit theilnahmvollen Gesichtern umstanden mich. Nun erfuhr ick, daß daS Schiff, welches mich bemerkt hatte, in der That ein Kriegsschiff gewesen war, die Fregatte „Thetis". Der Posten im AuSguck hatte mich erspäht und von seiner Entdeckung sofort den Eapltän benachrichtigt- die abgefeuerten Kanonenschüsse sollten mir bann zeigen, daß man mich gesehen habe.
Unmittelbar nach dem Eintreffen der „ThetiS" in Sidney war die von ihr gemachte Entdeckung unter genauer Beschreibung der Oertlichkelt, wo man mich gesehen, gemeldet worden und unverzüglich hatten eine größere Anzahl Personen daS Werk meiner Rettung unternommen, daS so glücklich gelingen sollte.
Bereit» nach wenigen Tagen sühlte ich mich wieder völlig wohl, e» gelang mir auch rasch, eine passende Stellung zu finden und in der Folge mein Glück zu machen. Drei Jahrzehnte weilte Ich auf australischer Erde, und alS Ich nun wieder nach Europa zurückkehrte, da geschah eS in dem Bewußtsein, mich einen sehr wohlhabenden Mann nennen zu dürfen. Bi» zum heutigen Tage aber hat sich in mir die Erinnerung an den Schiffbruch deS „Lord Pembroke", sowie an die fürchterlichen Tage und Nachte, die Ich in der Gapschlucht zubrachte, lebendig erhalten.
Fleische durch Präparate zu ersetzen, wie Dauerfleisch, Fletschbrod und namentlich Erbswurst, die ein ganz vortreffliches und bei den Truppen sehr beliebtes Nahrungsmittel ist. Durch derartige Surrogate wird auch noch ein anderer, nicht hoch genug anzuschlagender Vortheil erreicht, nämlich der, daß Abwechslung in die Nahrung der Mannschaften kommt. Zum großen Theil find die herrschenden Krankheiten, die glücklicherweise nicht epidemisch find, dem Einerlei der Nahrungsmittel zuzuschreiben. — Die Ruhr ist vollständig im Abnehmen und ein Gleiches ist auch mit deu veränderten Witterungsverhaltnissen sür den TyphuS zu erwarten. Die Lage in M e tz wird al» nicht länger haltbar bezeichnet. Krankheiten und Proviantmangel drängen zur Uebergabe oder zum Verlassen de» Platze». Selbst Brot soll nicht mehr vorhanden sein. Daß als Fleischspeise schon seit lange Pferdefleisch ohne Salz gereicht wurde, ist bekannt. Die in und vor der Stadt befindliche Cavallerie ist in Infanterie umgewandelt, weil die Pferde geschlachtet oder au» Futtermangel gefallen find- nur ein Regiment soll noch beritten, aber ebenfalls in der Auflösung begriffen sein.
Wer hätte vor 4 Monaten geahnt, daß in den Tagen dieses Octobers deutsche Minister in dem Schlosse Ludwigs XIV. zusammentreten würden, um hier den nationalen Staat zum Abschlüsse zu bringen, damit endlich nicht mehr von Nord- und Süddeutschland, sondern nur noch von dem einigen und einzigen Deuschland geredet werden könne. Die Bedeutung ist so groß, daß auch der beschränkteste Particularist von ihrer Ungewöhnltchkelt ergriffen werden muß. Werden die süddeutschen Mintster, welche aus Leinen Interessen heraus nach Versailles gegangen sind, diese große Wendung der Zelten begreifen? Werden sic noch zögern, die nationale Einheit urkundlich festzustellen, die sich in den Gemüthern de» Volkes, im Herzen der deutschen Heere durch gemeinsame weltgeschichtliche Kämpfe von selber vollzogen hat? Wenn sie zu solcher Zögerung kleinlich genug wären, so würde die Geschichte dereinst sie verzeichnen als die elendesten von allen Rathgebern, welche jemals deutschen Fürsten in gewaltiger Zelt zur Hand gehen durften. Wie Indessen auch die cnzelnen Unterhändler gesinnt sein mögen, so viel steht schon heute fest: die Mainlinie wird nicht bleiben, der deutsche Bund wird sich bt8 zu den Alpen und dem Bodensee erstrecken. (Magd. Ztg.)
Gieße», den 22. October 1585
Hansen-Soiree. Der gestrige Vortrag war wiederum sehr zahlreich besucht und nahm das Interesse der Erschienenen voll und ganz in Anspruch. Herr Hansen erklärte und erläuterte zunächst das Wesen des Hypnotismus und ging dann zu seinen Experimenten über. Zu diesem Zwecke stellten sich dem Vortragenden Herren und Damen zur Verfügung, welche aus der Bühne Platz nahmen. Herr Prof. Hansen gab Jedem ein Stückchen schwarzes Holz mit einem geschliffenen GlaS in die Hand - daun bestrich er mit seinen Händen den Kopf und die Hände der Personen und unter seiner Macht und den Tönen der Musik begann nun der magnetische Schlaf sich einzustellen. In diesem Schlaf beherrschte Herr Hansen die Personen vollständig. Die ganzen Experimente gelangen so, daß von Verstellung oder von Einverständniß der handelnden Personen absolut nicht die Rede sein kann. Auf mehrfachen Wunsch wird Herr Prof. Hansen Mittwoch Abend noch eine (voraussichtlich letzte) Vorstellung geben.
♦♦ UnglückSfall. Der ca. 60 Jahre alte verhelrathete Streckenarbeiter Reichert von Großen-Linden wurde heute Morg-n von dem von Frankfurt kommenden, gegen 8 Uhr die Strecke bei Klein Linden pasfirenden Personenzuge überfahren und blieb tobt auf dem Platze.
*♦ Vereinfachte Stenographie (System Schr ey). Nach der eben abgeschlossenen Statistik der Schule der Vereinfachten Stenographie (System Schrey) zählte diese Schule am 30. Juni d. I. (nach erst 7jährigem Bestehen) 332 deutsche Vereine mit 9325 Mitgliedern und 9636 Unterrichteten, und 2 Vereine, die ^Übertragungen des deutschen Systems pflegen (Kopenhagen und Amsterdam). Es ist daS ein Zuwachs von 83 Vereinen und 4662 Mitgliedern, der weitaus bedeutendste Zuwachs, den jemals eine stenographische Schule erzielt bat. Das Organ der Schule, die „Wacht", hat bereits die höchste Auflage von allen deutschen stenographischen Zeitschristen erreicht. Berücksichtigt man, daß die beiden älteren Schulen von Babelsberger und Stolze über 50 Jahre bestehen und die Vereinfachte Stenographie bereits etwa die Hälfte der Stärke der Gabelsberger'schen und nahezu ®/4 ber Stolze'schen erreicht hat, so kann nicht geleugnet werben, baß bie Schrey'sche Schule begründete Hoffnung auf die Oberherrschaft hat. Die Erlernung der Vereinfachten Stenographie durch Selbstunterricht ist wesentltch erleichtert worden durch daS Erscheinen von Unterrichtsbriefen nach der Methode der Touffaint-Langenscheidt'schen Sprachbriefe. Ein Probebrief derselben ist gratis durch den Vorsitzenden der Schule F. Schrry, Berlin SW. 19, zu erhalten. (Der hiesige „Verein der Vereinfachten Stenographie" ist stets gerne zu jeder gewünschten Auskunft bereit.)
•• Militätische Unterstützungen. Die „Berl. Eotresp " schreibt: Neuerdings sind die Brhörden darauf hingewiesen worden, daß die auf Grund deS Reichsgesetze» vorn 10. Mai 1892 zu zahlenden Familien - Unterstützungen für die Angehörigen der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften auch für die Tage zu gewähren sind, an welchen die Mannschaften den Weg zum Gestellungsorte zurücklegen. Für die Berechnung der Marschtage find die militärischen Dienstvorschriften über die Berechnung der Marlchgebührniffe maßgebend, so daß die Unterstützungen für den gefammten Zeitraum, welcher nach diesen Vorschriften tn Ansatz kommt, auch bann zu gewähren sind, wenn die thatsächlich auf den Marsch verwendete Zeit eine kürzere ist ober wenn der Hin- bezw. Rückmarsch am Gestellung»- bezw. EntlaffungStage selbst gemacht worden ist.
J. M. AuS Laug-85nS, 22. October, schreibt men un»r daß die Frau, welche dem Landbriefträger kürzlich Geld eniwendete, zwar au» Lang GönS gebürtig, aber in Hochelheim wohnhaft und an einen dortigen Bürger verhei- reihet fei.
Friedberg, 20. October. Der oberhessische Obstbau-Verein Friedberg erhielt auf ber Obst- und Kartoffel Ausstellung in Darmstadt für ein sehr reichhaltige» und schöne» Sortiment Obst den vierten, die Obst» verwerthungß-Genofsenschaft für die Wetter au in Friedbe rg für ein Sortiment verkäufliche» Obst den 15. Preis.
MW. Au? der mittleren Wetterau, 21. October. Die Herbstsaatbestellung, welche 1894 entsetzliche Last und Mühe machte, geht dieses Jahr spielend vor sich. Viele kleine Bauern sind schon fertig. Die Aecker liegen da wie Gartenland, al» wären sie mit dem Haadrechen glatt gestrichen. Der Roggen ist vielfach aufgegangen und bestockt sich zusehend». Die Weizenaussaat dauert noch fort, ebenso der Handel mit Tafelobst, für welche» gute Preise angelegt werden. Der Gefügelhand e l, Wetterauer Ganse und Enten, die sich eine» ausgedehnten Ru eß erfreuen, beginnt rege zu werden, denn St. MartinStag ist nicht mehr ferne, da Rnb diese Vögel besonders feist und schmackhaft. Man suche aber keine gestopften, künstlich fettgemachten Thiere, sondern solche, die nach und nach durch kräftiges Futter feist wurden, sie sind viel feiner und saftiger als die durch erzwungene Feistigkeit gemästeten. — Den Hausfrauen rathen wir, schon jetzt nach den Kar tos selb orräthen zu schauen, weil letztere zu heiß in den Keller kamen und in Gährnng übergehen. Dem Einsender sind mehrere Fälle bekannt, wo bereit- großes Malheur unter den Kartoffelhaufen ausgebrochen ist. Man erntet die Kartoffeln in Oberhessen entschieden zu frühe. In Starkenburg fängt man selten vor GalluStag (16. October) an und endet um Martinstag (11. November), während man in Oberhessen gleich nach der Grummeternte (Mitte September) beginnt und vielfach um MichelStag (29. September) schon fertig ist. Darau» ergibt sich ein Zeitunterschied von 4—6 Wochen, in welchem die Kartoffel durch Verbleiben im Acker erst völlig ausreist.
§§ Crainfeld, 20. October. Heute fand hier bie Einweihung ber neuen Orgel in ber ebenfalls neu her- gestellten Kirche statt. Nicht allein unser Ort, sondern ach unsere Filialgemeinben Bermuthshain unb Grebenhain waren festlich geschmückt. Um 1/210 Uhr Vormittag» bewegte sich ein stattlicher Zug unter bem Choral: „Lobet den Herrn" von dem Pfarrhause nach der Kirche in folgender Ordnung: Musik Verein Grebenhain, Bürgermeister, Orgeltauer, Lehrer mit der Schuljugend, eine Anzahl Geistliche mit dem Decan deS Decanats Lauterbach, der gesammte Kirchenvorstand, bie drei Gemeinden und die Gemeindeglieder. Decan Stock hielt im Auftrage de» Grobherzoglichen Ober-Eonsistorium» die Einweihungsrede, worauf nach einleitendem Vortrage des Grebenhainer Musik-VereinS die mächtigen Töne der neuen Orgel erschallten. Pfarrer Fuldat hielt dann den Gottesdienst, worauf bie Ort»-, Schul» und Kirchenvorstände nuferer Pfarrei baS heilige Abendmahl empfingen. Späier fand ein Fcsteffen der genannten Vorstände im Saa'e des Gastwirth Karl Schmalbach statt. Mächtige Ehrenpforten mit Inschriften befanden sich aa den Eingängen unsere» Ort».
△ Au» dem Kreise Attfeld, 21. October. Die letzten Früchte deS Herbstes, die Erdgewächse, haben einen recht zusriedenstellenden Ertrag geliefert. DaS Kraut wurde nicht wie in anderen Gegenden gänzlich von den Raupe» zerstört, sondern lieferte vollkommen gewachsene Häupter. Von einem Mangel deS Sauerkrautes kann hier nicht bie Rede sein, die Bottiche in den Kellern find wohlgesüllt. Verkauft wurde meist baß Hundert Kohlhäupter zu 8 Mk., ein Preis, der den fonstjährtgen um baß Doppelte übertrifft. Diese Preiserhöhung relultlrt auS ber starken Nachfrage nach Kraut auS Gegenben, üi benen die Raupen baS Kraut zet- freffen. Auch die übrigen Erdgewächse, wie Dickwurz, Kohl- toben, Möhren und Rettige, lieferten gute Erträge, so daß eS an Rübenfutter für daS Vieh im tommenben Winter nicht Mangel haben wird. Dem Rindvieh kommt daS schöne Spätherbstwetter noch sehr zu statten, indem eS hierdurch alltäglich auf die Weide getrieben werden kann und Wetbe ist überall reichlich vorhanden. Eine gute Herbftweide fördert stets den Milchertrag. Nur gilt die Butter sehr wenig- bie Händler bezahlen bloS 70 Pfg. für daS Pfund. Durch solch niedrige Butterpreise werden den Molkereien immer neue Kunden zugesührt. In der That ist die Milchzufuhr zu den Molkereien deS Kreises eine stetig wachsende.
A Mainz, 21. October. Gestern fand hier eine Gciol - demokratische Versammlung statt, in welcher über den BreSlauer Parteitag Bericht erstattet wurde. Biß auf die Ablehnung beß Agrarprogramms fanden die in Breß.au gefaßten Beschlüffe den Beifall der Versammlung. Bezüglich beß AgrarprogrammS stellte sich ber Abgeordnete Jöst vollständig auf den Standpunkt Bebel - Liebknecht» und wurde auf feinen Antrag hin von der Versammlung eine Resolution angenommen, durch welche bedauert wird, daß der Parteitag baß Agrarprogramm abgelehnt hat. — Ein blutige» Familiendrama spielte sich gestern Abend hier ob. Boa Eifersucht getrieben, schoß der Musiker Lechner vom 88. Infanterie-Regiment zwei Schüffe auf seine Frau und dann einen auf sich selbst ab. Die Frau wurde schwer verwundet, wogegen der Schuß, welchen Lechner auf sich abfeuerte, ihm in den Kopf drang und den sofortigen Tod herbeifühne. Bor einiger Zeit hatte Lechner schon einmal versucht, seine Frau zu erwürgen, roaß die letztere veranlaßte, auf mehrere Wochen da» elterliche Hau» wieder auszusuchen. __
verehr, Land- rrnd
•itftttt, 22. October. Marktbericht. Huf dem heutige» Wochenmaikt kostete: Butter pr. Pfb. X 0,85-0,95, Hühnaeier pr. 6t. 6—7 4, 2 St. 00 4, Enteneier pr. St 00 4, eiet pr. St. 00-004, KLfe pr. 6t. 4-8 4, «Lsemalte pr. 613 4
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