Ausgabe 
23.7.1895 Erstes Blatt
 
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Eine große Erfrischung

Casseler

Das Coinite.

Bieker scheu Saale,

etc.

6193

<223

1

Handlung von

Thören etc

6215

Carl Schwaab, Hoflieferant.

00

6256

Bor«, Gerichtsvollzieher.

H. Wiun.

bei

17

sehr gut erhalten, von dem Abbruch des Schulhauses in der Schulstraße, werden billigst abgegeben. Näheres

sterilisirt, keimfrei, fertig zum Gebrauch.

werden im

Neustadt 55:

1 Partie Qualität, bücher,

F. Hoffmann, Concursverwalter.

G. K. Simon, Bahnhofstraße.

von etc.

Das Stadtbauamt. Schmandt.

verkauft 6241

Thermometer: min. 4- 99 R., max. 4- 15° R. Hygrometer: Feucht.

Dienstag den 23. Juli,

Nachmittags 2T/2 Uhr,

Versteigerung.

Dienstag den 23. d. Mts

ca. JL 500,000; 400,000; 300,000 zur Auszahlung gelangenden ca.

25 Millionen Mark

bis zu JL 35.000; 20.000: 10,000

Glasschränke, Secretäre, Nähmaschi­nen, 2 Hobelbänke, 1 Quant. Buchen- werkholz, 1 Anzahl Stahlstiche und Oelgemälde, Spiegel, 1 Pianino, 1 Sommerwagen, 3 schw. Wagen, versch. Wirthschastsinventar, Glas, und Porzellanwaaren u. v. a.

Geißler, Gerichtsvollzieher.

6202] Eine eichene, große Waschbütte, fast neu, billig zu verkaufen.

Marktstratze 14.

Eine große Erfrischung und Erquickung ist es, sich in der heißen Jahreszeit, in welcher die Hautthätigkeit an sich eine besonders große, aber nach körperlichen Anstrengungen eine noch wesentlich er­höhte ist, zum Waschen der Patent - Myrrholtn Seife zu bedienen, welche durch die

Dr. Wackenroder L Cie. in Cassel.

Znsen **00.00 ffitden X 00,00, Lein JC 00,00,Kartoffeln.*800, «samen v*L 20,10.

S Lauterbach, 18. Juli. Ter heute hier abgehaltene Vieh- markl war mtt Rindvieh schwach (etwa 200 Stück), dagegen mit ?ü6e (gewöhnliche) kosteten das Stuck 180 bis 200 Mk., frischmelkende das Stück 250 bis 300 Mk. Mnbtt 180 bis 220 Mk. Das Paar 3jährige Stiere kostete 500 bis 600 Mk., das Paar 2jährige 400 bis 500 Mk. Im Allge- waarr £atxbd infolge der seitherigen trockenen Witterung a?n, Schweinen waren angefahren ca. 500 Stück, meistens Fruhjahrsferkel, sogenannte Einlegefchweine, welche viel verkauft wurden, das Paar kostete 70 bis 100Mk. KleineFerkel, 6 bis lOWochen alte, waren fast gar nicht begehrt und wurden dieselben fast sämmt- lich wieder nach Haus gebracht. Fette Schweine und Zuchtschweine waren nicht vorhanden. Auch der Handel in Schweinen war gedrückt Als Grund hierfür ist anzunehmen, daß die fetten Schweine sehr billig sind (42 bis 44 Psg. das Pfund). Der nächste Markt hier findet Donnerstag den 15. August statt.

Unterhaltungen zu Bad-Nauheim

in der Woche vom 23. Juli bis 28. Juli.

Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7-8 Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abends siehe unten, bet weniger als 10° R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses.

Dienstag den 23. Juli, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Wohl- thätigketts-Concert zum Besten des im Bau begriffenen städtischen Krankenhauses für Kranke jeden Alters und Glaubens, besonders auch für Kurgäste. Mittwoch den 24. Juli, Nachmittags 4</s Uhr am großen Teiche: Erprobung der von Gebr. Heckler in Frankfurt erfundenen Schwimm- und Rettungsweste für Seereisen. Von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Von 8 bis 10 Uhr werden Tänze gespielt und kann auf dem nord­westlichen Thctle der Terrasse getanzt werden. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Pension Schöller. Donnerstag den 25. Juli, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasfe. Abends 8i/2 Uhr im Saale: Einmalige Theater­vorstellung vom Opernpersonal des Kurhaustbeaters zu Homburg unter Mitwirkung der Kurcapelle. Freitag den 26. Juli, Nach­mittags von 5 bis 7 Uhr: Concert und von 8 bis 10 Uhr: Stnfonie- Eoncert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung. Die beiden Leonoren. Samstag den 27 Juli Nachmittags von 4 bis 8</t Uhr: Concert von der Capelle des 4. Großh. Hessischen Infanterie-Regiments Nr. 118 aus Mainz. Abends 8 Uhr im Saale Tanz. Sonntag den 28. Juli, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Doppel- Concert von der Tyroler Sänger-Gesellschaft Ploner aus dem Ober- innthal in Landestracht und der Kurcapelle. Nachmittags 4 Uhr im Saale: Theatervorstellung für Kinder und Erwachsene: Die drei Haulemännerchen.

Cigarre«, Mittel, sowie einige Copir- Cartons mit Brief-

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 22. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 16*/,°, Luft 14° im Schatten.

Rübsamen'sche Bade- und SchwtmmanstaU.

Uiriverfitäts - Nachrichten.

Greifswald, 20. Juli. Der Professor der Zoologie an der hiesigen Universität, vr. Karl Gerstäcker, ist heute gestorben.

morgen beginnen. AuS diesem Anlaß ist die Straße Fried- Ierg Staden für schwere Lastfuhrwerke gesperrt. Da solche tagtäglich die neue Brücke Passtren werden, erhält dieselbe sehr starke eiserne Lager.

n. Staden, 20. Juli. Bet einer durch die Gensdarmerie gestern hier vorgenommenen Brodrevision wurden bei i-rei Brotverkäufern mehrere zu leichte Laibe beschlagnahmt. Die Gewichtsdifferenz war keine große.

A Ober-Lais b. Nidda, 18. Juli. Heute Morgen gegen 6 Uhr hat sich der Landwirth Friedrich Repp von Fauerbach auf der Brücke bet EtchelSdorf erschossen. Der­selbe hatte sich vor etwa 8 Tagen 60 Mark geliehen und war damit verschwunden.

L. Burkhardsfelden, 20. Juli. Das von dem hiesigen Gesangverein am vergangenen Sonntag veranstaltete Fahnen­weihfest nahm einen sehr befriedigenden Verlauf. Nachdem die angemeldeten 28 Vereine sich vollzählig etngefunden hatten, nahm der Festzug mit über 1500 Mitgliedern durch die geschmückten Straßen des Dorfes seinen Weg. Wohl noch nie hat das Dorf einen solchen imposanten Zug ge­sehen/ kaum hatten die letzten Vereine den Festplatz Der- lasten, trafen schon wieder die Vorderen ein. Nach Ein­treffen des beendeten Zuges hielt der Präsident des Vereins Liederblüthe" die Begrüßungsrede, einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins werfend, wie es dem Verein möglich ff ar, trotz der obwaltenden ungünstigen Umstände den Verein auf die Höhe zu bringen, daß er jetzt ein Fahne, das Sinnbild des Zusammenhaltens und der Einheit, sein Eigen nennen könne. Die Rede endete mit einem Hoch aus den Landesfürsten. Hierauf erfolgte von Seiten der Fest­damen die Uebergabe der Fahne- der Präsident übergab dieselbe mit einer kurzen Ansprache dem Fahnenträger- der Redeact schloß mit einem Hoch auf die anwesenden Vereine .und Festtheilnehmer. Die nun von den erschienenen Ver­einen vorgetragenen Gesangsstücke waren recht gut zu nennen und konnte man an dem Applaus, der den einzelnen Nummern ^folgte, die Wirkung derselben verspüren. Möge auch dieses Fest wieder dazu beitragen, den Gesang im Volke zu beleben utib zu verbreiten.

Wald-Michelbach, 19. Juli. Während der gestrigen Jagd wurde ein Capital-Hirsch von einem hiesigen Arzte angeschossen. Das Thier wurde wild und griff den in der Nähe sich befindlichen Knecht des Arztes, einen 18 jährigen jungen Mann an, und schlitzte ihm den Leib auf. Der junge Mann verstarb sofort an der gräßlichen Verletzung.

eruer, ^aiiptmaiwc D/iheloi (2. Großh. h- 1t- Ä*r. 49, b. ß,och Doa Steinmetz (Wchf. Mule Va TuM _ tx MiM (2. sch.

Fanrri, braune Stute, 1,65 Mtr. groß, perfect geritten und ge­fahren, sichere, flotte Gangart, truppen­fromm, preiswürdig zu verkaufen.

6219] M. Rettet, Pferdehändler.

Verkehr, Can», tinfr voUswirthschaft.

s 20. Juli. Fruchtpreise. Weizen JL 14,00,

Korn JL 12,88, Gerste JL 11,50, Hafer JL 12,00, Erbsen JL 16,00,

Gebrauchsanweisung:

Die Fläschchen sind an einem kühlen Ort stehend aufzubewahren und vor dem Gebrauch kräftig umzuschütteln. Die Milch wird weder mit Zucker versetzt, noch mit Wasser verdünnt, ohne den Gummiverschluss abzunehmen im Wärmbecher auf 28» R. unter öfterm ümschütteln erwärmt. Erst unmittelbar vor der Verabreichung wird der Gummi Verschluss entfernt und an dessen Stelle ein Saug­hütchen aufgesetzt.

Fläschchen und Gummiverschlüsse sind nach dem Gebrauch mit Wasser zu spülen und im Garton zurückzugeben.

Alleinige Niederlage in Giessen in der Delicatessen-

wittekungOarrrfich-e«

am 22. Juli Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage).

Dermifdytes.

* Frankfurt a. M, 20. Juli. Die Neuerwerbungen deS Zoologischen Gartens an Thteren sind in den ersten Juliwochen ganz besonders reiche gewesen. Höchst merkwürdig ist ein Exemplar des Rad de'sch en Kröten- köpf es (Phrynocephalus raddei), ein Thierchen mit unge­heurem Maule an dem runden Kopfe. Eine Brillenschlangen- Art, die Uraeus-Schlange, hat im Verein von andern großen Giftschlangen ihren Einzug gehalten. Sie ist furchtbar giftig, und der Sage nach jene Art, von der sich die ägyptische Königin Kleopatra beißen ließ, um zu sterben. Aus Tunis trafen Langohrfüchse ein, sogen. Fenneck, aus Brasilien bunte Pfefferfresser. Ein Kasten enthält zur Zeit nicht weniger a!k 120 Apothekerskinke, die jedoch von hier aus weiter verkauft werden. Auch ein Mähnenschaf und eine Gazelle sind nur vorübergehend eingestellt, da der Garten bereits schöne Exemplare dieser Art besitzt.

Verkauf.

6234] Schönes Haus, Bauplatz, gutes Epeeeretgeschöft, beste Lage, preiSwürdig zu verkaufen. Offerten unter Z. Z. 200 an die Exped. d. Bl.

* Rendsburg, 19. Juli. Heute Nachmittag 4 Uhr schlug der Blitz in das unter dem Lieutenant Reid auf dem Exerzierplatz übende Lehrer-Bataillon ein. Ein Ge­freiter ist tobt und 4 Lehrer find schwer verletzt.

* Oldenburg t. Großh., 18. Juli. Ein schrecklicher Unglücksfall, dem zwei Menschen zum Opfer gefallen find, hat sich gestern Nachmittag hier zugetragen. Ein Spiel- mann und ein Büchsenmacher vom 3. Bataillon des In- fanterie Regiments Nr. 91 hatten sich in die Büchsenmacheret der Jnfanteriekaserne zurückgezogen, wo der Spielmann seine Trompete klopfte und der Büchsenmacher mit einer ein­geschmuggelten Granate spielte. Plötzlich explodirte das Geschoß und die beiden Leute wurden in Stücke gerissen. In der Büchsenmacheret wurden sämmtliche Fensterscheiben zer­trümmert und einige Sprengtheile flogen durch die geschloffenen Fenster eines gegenüberliegenden Hauses, glücklicherweise ohne Jemand zu verletzen.

* Bremen, 17. Juli. Gestern Abend, so berichtet die Wes.-Ztg.", begab sich ein von auswärts kommendes Braut­paar in den Bürgerpark, mit der Absicht sich zu erschießen. Der Bräutigam sührte seinen Entschluß auch aus. Er lebte noch, als man ihn auffand, er starb aber auf dem Transport zum Krankenhause. Die Braut hatte nicht den Muth gehabt, sich das Leben zu nehmen.

* Baku, 20. Juli. In der Stadt Kuba (Gouvernement Baku) wurden acht durch das Kriegsgericht verurtheilte ein­heimische Räuber mit dem Strang hingerichtet.

Mittwoch den 24. Mi L I.,

Nachmittags 2 Uhr,

Derben im Bieker'schen Saale Neu- siadt 55 versteigert:

Sophas, Commoden, Kleider- und

Röhe für 2 Pfennige erfcait man vor Fliegen, Schnaken, Flohen ufw. durchDalma". Für 2 Pfennige davon lobtet alle F-Uegen »sw eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Minuten $Ör Menschen und Hausthiere unschädlich. Glas o0 Pfg., dazu gehöriger Patentbeutel 15 Psg. In allen Apo­theken auf Lager. In Gießen in der Hirschapotheke. 5664

Vilbeler Viehmarkt

am 20. August 1895.

Mit demselben ist eine Prämiirung der schönsten aufgetriebenen Thiere, sowie eine Berloosnng von Kühen, Rindern, Schweinen Md einer Reihe praktischer Gebrauchsgegenstände verbunden.

Die Prämiirung findet Vormittags auf dem Markt und die Ver- loosung Nachmittags 3 Uhr im SaaleZum Pfau" statt.

Loose ä 1^, bei 10 Stück ein Freiloos, bei den Herren W. Lamp, M. Kloß und Gg. Kalb Henn.

Vilbel, im Juli 1895.

jeder Theilnehmer 24 sichere Treffer und kann er durch die in Beträgen

Papier und Couverts, eine Häugewaage, 1 Zirumer- douche, 3 Siemenslampen, 2 Gasarme, 1 Kinderbett­lade mit Matrazze u. s. w. versteigert.

Barometerstand.

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Er hat gestern en den ersten Jaiüt, 2 Leuchtern i nfttn. Nächsten Södel Wünschen wir ihn i

Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im »Adler^ (Markt- Platz 20) dahier gegen Baarzahlung:

Porzellan- und Glaswaaren, 1 voll« ständiges Glaserhandwerks-Geschirr, mehrere Oelgemälde und allerlei Möbel.

rzt deS KreiSgesuni^ warz in Alsfeld w samles Heppenheim: tsundheitsawteS ®4:: Helm Johann Döriil ,Samtes Alsfeld erm Am 4. Juni wurde l die katholische Pfarrs: bürg, - an drmseli zu EbetSheim dir ka/l )ecanat Osthosen, - Schröder zuGunli a Offstein tm De»,, aPsartverwalter M° e zu Neckar-Stetnach

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Samstag, 27. d Mts., Borm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden.

Arbeitsbeschreibung und Beding­ungen liegen bei uns während der lienfffiunben offen. Angebote auf ^^geschriebenem Formular sind bis um genannten Termin einzureichen. ]!ischlagsfrist 8 Tage.

Gießen, den 20. Juli )895.

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