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weih gemacht, daß am Charfreitag die Welt untergehe. Daö gute Weib traf alle Vorbereitungen zu der Katastrophe- am meisten war sie aber um ein Schwein und um das im Kamin hängende Geselchte besorgt. Das Schwein wurde geschlachtet und daö Fleisch verkauft, daS Geselchte aber aß sie selbst auf. „Jtza bin i sched herg'richt! Jtza koas augeh!" soll sich die Gute geäußert haben, als sie daS Schweinerne so in Sicherheit gebracht hatte.
ttntocrfifäts < Nachrichten.
Berlin, 20. April. Die „Nationalzeitung" erfahrt,Udaß Rudolf GenLe zum Professor ernannt worden tftJJ
Königsberg L Pr-, 20. April. Der Archäologe Gustav Hirschield, Proftssor an der Untvelfilät, ist nach langem schweren Leiden in Wiesbaden gestorben.
Derftlyr, tumb* «n- VoUrrvirtb schäft.
Grünberg, 20. jAprtl. Fruchtpreise. Weizen X 12,98, Korn X 12,98, Gerste X 12,92. Hafer X 11,28, Erbsen X 18,00, Linsen X 00,00, Wicken X 16,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 5.74, Samen X 00,00. . ,i5
Mainz, 21. April, lieber ft (bt der Durchschnitts preiset: am Markttage vom 19. April 1895 verkauften Früchte (prollOO kg): Weizen 14.62 Mk., Roggen (Korn) 12.30 Mk., Gerste 14.25 Mk-, Hafer 13.70 Mk., Heu 5 60 Mk. dis 6.00 Mk., Stroh 3.60 Mk. bis 4.40 Mk., Kartoffeln 5.50 Mk. bis 7.00 Mk. - Auf d.m Vieh- markt zu Mainz vom 12. bis 19. April 1895 wurde folgendes Vieh verkauft und nachstebende Preise (Alles per 50 kg Schlachtgewicht) erzielt: 1 Farren 58 Mk., 179 Ochsen, 1. Qual. 64 bis 68 Mk., desgl. 2. Qual. 60 dis 64 Mk., 134 Kühe und Rinder. 1. Qual. 54 bis 60 Mk., deSgl. 2. Qual. 50 bis 54 Mk., 221 Kälber 75 bis SO Mk., 587 Schweine 49 bis 53 Mk.
— Nach oen statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahltndustrteller belief sich die Noheiseuproduetio« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat März 1895 auf 481 144 Tonnen, darunter Puddelrobeisen und Spiegeleisen 138 160 Tonnen, Bessemerroheisen 37 388 Sonnen, Thomasroheisen 230 464 Tonnen und Gießereiroheisen 75132 Tonnen. — Die Production im März 1894 betrug 440 320 Tonnen, im Februar 1895 434704 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. März 1895 wurden producirt 1 405 423 Tonnen gegen 1 270112 Tonnen im bleichen Zeiraume des Vorjahres.
Ver«umoacha»g.
Aufschrift der Postsendungen.
Sicherung schneller Beförderung lind Bestellung da vostsenduRge» müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungs- rä so genau bezeichnet sein, bafcjcbtr Ungewißheit »orgebengt wird. Dadei sind uamenllich felgenbt Punkte zu beachten:
1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Ausfchrist die Wohnung des Emp'ängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkett, daß die Wohmmgsangabe stet» an derselben Stelle der Auffchrist, nämlich unten recht», unmtttelbar unter der Angabe des Bestimmungsorte», erfolge.
2. Lus den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer bet Wohnung de» Empfängers, der Postbezirk (0., K, NO. ic.), ta welchem die Wohnung sich befindet, hinter der OrtSbe» reichnnng .Berlin" zu vermerken.
3. Gibt e» mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzlich« Bezeichnung betzufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr als maßgebend anzusehen find, ergibt sich au» dem »Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Dost« orte", daS zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder Reichs-Postanstalt bezogen werden kann.
4. Wenn der im ReichS-Postgebtet belesene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al- allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es ftch, di« Lage deS Orts in der Aufschrift der Sendung noch de» Näheren zu bezeichnen. Zu derarttgen Bezeichnungen eignet sich die Angabe deS Staates und bet größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) ><L ober von Gebirgen ((Harz), (Riesmaebirge) x.] Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, rote ((Thüringen), (Altmark), Mtc.1 für den Zweck geeignet.
tsendungm nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer betn eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Post« a n st a l t anzugebm, von welcher aus bte Bestellung bet Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. bte Abholung erfolgen soll.
6. Benn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebtete belegen und zu den weniger bekannten Orten iu rechnen ist, fo ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffens« | Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben.
Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberfunft der Sendungen an 6en Empfänger wesentlich beitragen? und eS liegt daher im eigenen Zntereffe Der Absendu- die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzuferttgen.
Citcratnr uwb Kauft
' ' — O. E. Peters: Zwei Gleiberg, Gedichte. Gießen- OttmannS Verlag. Allen Freunden unseres Glcibera, der Perle unter den verschiedenen Ruinen unserer Umgebung, sei das kleine, schön ausgestatiete Schristchen mit seinen zwei sinnigen Gedicht«: „Der große. Epheu" und „Clementia" aufs wärmste empfohlen.
Schiffs« achrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 19. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oldenburg, Cavitän R. Heintz?, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Witterungsbericht vom 21 April.
'^^^Das gestern im Nordroesten Schottlands gelegene DepressicnS- Centrum ist bis Norwegen vorgerückt: zugleich ist aber ein n ucs Minimum im Westen Irlands erschienen. Außerdem liegt ein u>. iteS Gebiet niederen Druckes im Süden mit dem Centrum über Dl ttel- Jtalien. Vom Norden der Alpen besteht ein ziemliches Drucks älle nach deren Südsuße. In den anderen nördlichen Gebietsthetten herrscht heiteres Wetter, während gegen das Gebirge die Bewölkung zunlmmi.
BorauSfichtliche Witterung r
Zunächst noch warmes, wolkiges Wetter; locale Gewitter wahrscheinlich.
tüjuetten
Brief - und Packet-Siegelmarken
fertigt tu bOUgen Freiet* die Br-ühTsche DruckareL Scbulrtratee 7.
Höhere und erweiterte Mädchenschule.
Zu der Dienstag den 23. April, Vormittags 10 Uhr, ftatlfinbenben Dienst - Einführung bes Herrn Director Dr. Stoeriko haben bie Schülerinnen der Klaffen I bis V der höheren, und 1 b bis 3 b der erweiterten Mädchenschule zu erscheinen und ihre Gesangbücher mitzubringen.
5672 Die Direktion.
Verdingung.
Die zur Herstellung von rund 143 lfd. m Einfriedigung längs des Schoorgrabens an der Ostanlage erforderlichen Schlosser- und Weiß- biuderarbeiten sollen
Samstag den 4. Mai d. I., Norm. IV/2 Uhr auf unserem Stadtbauamte öffentlich verdungen werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamte zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular sind bis zu obengenanntem Termin dortselbst einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 19. April 1895.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
3624 Gnauth.
Verdingung.
Die Anfertigung von Vorseustern, sowie die Herstellung verschiedener Weistbiuderarbeiten im städtischen Schlachthofe sollen
Samstsg, drn 4. Mai d. I., Norm. 11 Uhr »uf dem Stadtbauamte öffentlich verdungen werden.
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamte zur Einsicht offen, woselbst auch Angebote auf vorgeschriebenem Formular erhältlich sind. Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 19. April 1895.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 3623
Bilanz am 31. Iecember 1894.
Activa. jl
1) Ausgeliehene Capitalien ..... 207653.25
2) Kaffenvorrath. . . 5020.62
3) Vorlagen .... 87.78
4) Ausstände .... 18377.97
5) Mobilien nach Abschreibung von 10% 274.65
231414.27
Passiva. «tt
1) Aufgenommene Capitalien ..... 220982.—
2) Actiencapital . . . 6250.—
3) Reservefond . . . 1680.41
4) Reingewinn . . . 2501.86
231414.27
Watzenborn, den 16. April 1895. 3638
Hi) Lkihknffk iActikiigksklischiift) in Watzendoril-Atembrrg.
Der Director: Der Controleur: Der Rechner:
Philipp. Hirz. Schäfer.
Versteigerung.
Dienstag de« 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr,
versteigere ich im ,«Met* (Markt- »lat» 20) dahier gegen Baarzahlung:
2 Pferde, mehrere Oelgemalde, 50 Flaschen Ungarroein, 7 Regulateure, ein vollständiges Glaserbandwerks- geschtrr, darunter 20 Diamanten, Porzellan und GlaSwaaren als: Spiegelgläser, Taffen, Blumenvasen, Teller, Weingläser, Kaffeeservice und ' Kaffeekannen; ferner 2 Eisschränke, «ehrere silberne und goldene Taschenuhren, Betten, SophaS, Commoden, BerttcowS. Schränke. Tische und andere Möbel, sowie Juwelen-
'612 Dor«, Gerichtsvollzieher-
Mittwoch den 24.AprU l.A,
Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale — Neustadt — versteigert:
Möbel aller Arten, Betten, Bilder, Spiegel, 1 Partie Glas und Porzellan, Woll» u. Specereiwaaren u. a.
3645 Geißler, Gerichtsvollzieher.
Stähl Schlachthaus.
Freibank. [3669
Heute und morgen:
Ochsensteisch nicht ladenrein, pr. Psd. 50Pfg.
Kohlenlieferung.
Für die chirurgisch-ophthalmologische Universitäts-Klinik soll die Lieferung von: W Ol
ca. 2400 Ctr. Anthracitkohlen,
„ 2400 „ melirten Kohlen und
„ 500 ,, Hütlew CoakS
auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden.
Die Bedingungen liegen auf dem Verwaltungsbureau offen.
Offerten, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 4. Mai d. I., Vormittags 11 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. 3663
Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage.
Gießen, den 20. April 1895.
Großh. Verwaltungs - Direction der chirurg.-ophthalm. Universitäts-Klinik.
Arbeitsversteigerung.
Donnerstag den 25. April, Nachmittags um 2 Uhr, sollen im Ge- meindehaus dahier Chaussee-Arbeiten, veranschlagt zu 370 Mark, wenigftnehmend vergeben werden.
Alten-Buseck, am 19. April 1895. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck.
Krämer. 3635
Maaren-Nerßeigerang.
Dienstag den 23. April,
Vormittags von 8—12 Uhr und
Mittwoch de« 24. April,
Nachmittags von 12—6 Uhr, versteigere ich im Saale der Restauration „zum Pfau", Neustadt 55:
eine große Partie Buckskin- und Kleiderstoff-Reste, Kattune, Schürzenzeuge 2C. ic.
Schneider, 3589 Gerichts-Taxator.
Die Holzversteigerung vom 18. b. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 4. Mai bei Großh. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden. Die Ueberweisung des Holzes findet Montag den 6. Mai, Morgens 7 Uhr, statt.
Gießen, den 20. April 1895.
Großh. Oberförsterei Schiffenberg.
Heyer. 3626
Die Holzverfteigeruug vom i 16. d. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 27. b. M. bei Großh. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden.
Die Ueberweisung des Holzes findet Montag den 29. April, Morgens 7 Uhr, statt.
Gießen, den 20. April 1895.
Großh. Oberförsterei Schiffenberg.
Heyer. 3625
Die im Freiherrlich von Rabenau- schen Walde am 19. d. Mts. im District Hoherwald bei Reiskirchen abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine von Montag den 29. b. Mts. an bei Freiherr!. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Die Holzüberweisung erfolgt Dienstag den 30. d. Mts., Morgens um 7 Uhr.
Treis a.d.L., den 20. April 1895.
Am endt. 3627
SderhrMt Wudatzuea.
Verdingung.
Die Arbeiten und Lieferungen zur Erweitern«- der vah«würterhL«ser Nr- 4 (Gem. Gießen), Nr- 5 (Gem. Rödgen), und Nr. 16 (Gem. Göbelnrod), sowie zur Erbauung von Stallgebä«de« bei denselben sollen, für jedes Haus un- getrennt, auf dem Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden- Zeichnungen und Bedingungen liegen auf dem Dienstzimmer des Großherzogl- Bahnmeisters Wassem zu Großen-Buseck offen. Die Angebote sind bis zum 4. k. M-, Vor- mtttagS 11 Uhr, hierher einzureichen-
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Alsfeld, den 20. April 1895.
Der Großh. Eisenbahn - Bauinspector:
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