Ausgabe 
22.12.1895 Erstes Blatt
 
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würbe eine Strecke lang mit fortgeriffen, wo er dann ge. rettet wurde.

§§ Bo« öderen Vogelsberg, 19. Dec-mber. Schon feit ^ifjren durchziehen im Geheimen Hausierer mtt sogen. Thüringer M edt camenten, wie Pillen, Tropfen, Lebenööl, Wunderbalsam, Opodeldoc, Kaiserp'llen und dergl. die Orte unsere- GebirgS, und belästigen die Leute. Ob­wohl mancher dieser Hausierer empfindlich bestraft worden, so regt eS sich doch in letzter Zeit wieder in diesem Hausier- geschäst. Kürzlich hat ein anständig gekleideter H-rr al« Reisender unsere ganze Gegend be'udjt, selbst die kleinsten Oertchen, wo sonst säst Niemand hlnkommt. Obwohl der selbe sehr vorsichtig zu Werk gegangen, ist es der Gendarmerie doch gelungen, den Reitenden in btm kleinen Orte Heister- zu ertappen. ES wurden bm ca. 40 Fläschchen Maturen abgenommen, und er selbst zur Anzeige gebracht. ES dürste im Interesse deS Publikums selber liegen, die Polizei-Organe auf dem Lande darauf hinzuweisen, sowie auch denselben bei solchem Borkommen hehilfl'ch zu sein. Diese werthlosen Medicamente werden für sabeloast billige Preise in Thüringen hergestellt, und dann für den sechs bis zehnfachen Betrag an daS Publikum verkauft.

Vom Odenwald, 20. December. Nachdem man nun allenthalben die Ergebnisse der letzten Volkszählung zu. sammengestellt hat, tritt wiederum leider eine in oersch ebener Beziehung recht betrübende Thatsach- vor Augen. Nämlich: die Bevölkerung des OdenwalkeS ist tn fortwährender Ab nähme begriffen. Die dermalige Bevö kerungsziffer bleibt gegen 1890 durchgängig wiederum um mindestens 5 pEl. zurück Zieht man den Stand der Bevölkerung z. B. von 1870 in Vergleich, so ist der Unterschied geradezu frappirend, indem unS mehrere größere Orte bekannt sind, die um einige hundert Einwohner abgenommen haben. Wo kommen diese Leute hin? Und warum oerlaffen diese ihre Heimath? Sie ziehen größtenihetlS in die benacharten Städte und maS daS Schlimmste ist sie vermehren dort die Zahl der Unzufriedenen Häufig wandern die Leute auch nach Amerika au». Und warum dies? Weil sie bei unS ihr Auskommen nicht mehr finden, indem die kleinen Landwirthe nicht mehr existiren können und auch die Taglöhner einen den Lebens­bedürfnissen entsprechenden Lohn nicht finden.

Darmft. Tgl. Anz.

Dentrildpte»»

* München, 19. December. Der schweizerische Fabri­kant Lang, Der seit einigen Jahren hier privatisiert, Hot im Einvernehmen mit feiner Frau der Stadt München sein Ver­mögen von 240,000 Mk. zu dem -Zwecke vermacht, kränk­lichen armen Kindern Erholungsaufenthalt auf dem Lande zu ermöglichen. BiS zu ihrem Tode behielten sich die Ehe­gatten den Genuß der Rente vor.

* Gefährliche Engel. Man schreibt demPrster Lloyd" ouS Fiume: Gegenüber dem WaisenhauseMaria" wird gegenwärtig ein schöner Neubau aufgeführt, dessen Fayade mit hübschen Eng elstatuett en geschmückt ist. Die kleinen Engelchen huldigen der mythologischen Gepflogenheit, wonach ihre zarten Körper selbst bei rauher Jahreszeit der Kleidnng entbehren. Die Oberin des Waisenhauses, deren Obhut das Seelenheil vieler Waisenkinder anvertraut ist, nahm Anstoß an den nackten Engelchen, da sie befürchtete, daß deren An­blick auf die unschuld-vollen Gemülher der Wrisick von nach- theiligem Ei'fluß fein könnte. Sie beschloß daher, diesem Uebelftande adzuhelfen, und wendete sich deshalb an den HauSeigenthümer, der sich auch überreden ließ, die nackten Engelchen wenn auch nicht nach der neuesten Mode zu kleiden, so doch mit einem Feigenblättchen zu versehen. Und so ge- schah'S. Die unschuldigen Waisenkinder können nun ohne Gefahr an dem Hause Vorbeigehen, denn jedes der Engelchen trägt ein hübsch geformte- Feigenblättchen aus Terracotta.

Universität». Nachrichten.

An der Untoerfttflt Breslau sind in di.s m Semester 1390 Studlrende immatriculht. Die evangeliscd - theologische Facultäi zShlt 101, die katholtsch-theologrsbe 271, die juristische 388, die medicinische 316, die philosophische 314. Die Zahl dec Hörer betrügt 67. Die Unioerfität Kiel weist einen Besuch von 538 tmmatriculirten Studii enden auf, von denen 69 auf die theologische, 96 auf die juristische, 264 auf die medicinische, 109 auf die philo­sophische Facultäi entfall n. Außerdem nehmen 31 Hörer an den Vorlesungen ibeil. Die Univcrfität Leipzig zählt 3019 Studlrende. Von diesen befinden sich 359 in her theologisch, n Facultät, 981 in der juristischen, 505 in der medicinischen, 980 in der philosophischen. 138 Personen erhielten die Erlaudnitz zum Besuch der Vorlesungen. An der Bonner Hochschule beträgt die Gesammtzahl der einge­schriebenen Studirenden in diesem Wintersemester 1631. Von diesen entfallen auf die katholisch - theologische Facultät 229, auf die evan- zelifch-theologische 66, auf die juristische 382. auf die medicinische270, auf die philosophische 684. Von den letzteren besuchen 371 die Akademie zu Poppelsdorf Die Zahl der Hörer betrügt 81. Die Gesammtzahl der Studirenden in Göttingen beträgt 870, von denen 144 Theologie, 239 Rechiswrssrnschan, 225 Medicin, 92 Philologie und Geschichte, 108 Mathematik und Naturwissen­schaften 37 Cameralia und Lan wirthschast, 25 Pharmacie und Zabnbeilkunde ftubiren. An der Unioerstiät Halle find 1488 Studlrende immatriruHrt, zu denen 85 Hörer kommen. Der theologischen Facultät gehören 423 Studlrende an, der jurlstischen 271, der medicinischen 252, der philosophischen 526

Eingesandt.

Betreffend: Kirchliche veerbig»«ge«.

Betreffs der Betheiligung von Leichenmarschällen oder Stab- trägern bei unseren kirchlichen, b. h. bet solchen Beerdigungen, bei denen ein G-inllcher amtlich mttwtrkt, bin ich veranlaßt, der Ge­meinde noch folgende Erklärung und Bitte vorzulegen.

Wir Pfarrer find schon zuweilen bei Beerdigungen in recht ärgerliche Lage versitzt worden, wenn uns nämlich zugemulhet wurde, als Geistliche im Ornat mit stabtragenden Personen vor dem Leichenwagen herzugehen, die unS zu diesem Dienst ganz und gar nicht recht waren. Viele Leute haben allerdings hierbei die Meinung, es sei die Auswahl der Stabträger bei Begräbnissen lediglich Privatsache der trauernden Familie, sie gehe den Pfarrer gar nichts an; ihm müsse Jedermann hierzu recht sein. Das ist ein großer Jrrthum. Denn eine Beerdigung unter Begleitung und Mit­

wirkung deS Pfarrer- ist eine kirchliche Handlung, bei der bis znm letzten Amen am Grade der Pfarrer die leitende Person ist, so gut, wie in jcd.m Gottesdienst. Und wenn Stablräger mit dem Geist­lichen vor den Leichenwagen hcrgehen, bann find diese als solche auch in besonderen Dienst und Amt bei einer kirchlichen Handlung D -halb mutz auch von den fleibtraaenben, ble den Geistlichen zum Geleite eines Verstorbenen an bafl Grab, zum Hallen der Grabrede und der Einsegnung deS m die Gruft Gebetteten einlaben, bie Rück ficht auf ben GeistlicOn erwartet werben, batz sie keinen Stabttäger wählen, der ihm nicht völlig genepm ist. Wollte man in Gering­schätzung von Pfarrer und Kirche diese Rückstcht nicht nehmen, dann sollte man auch Dem Pfarrer das Mitgehen und Mitwirken nicht zumutben. .

J«hre lang haben mir P'arrer die bezeichneten Mißstände, zu­weilen betrübt und geärgert, stillschweigend ei tagen; wir haben dadurch allerdings die Meinung nur noch bestärkt, als habe man bei Auswahl der Stabträger nach uns nicht zu fragen. Endlich sannen wir aber doch auf Abhilfe und behandelten zu dem Zweck die Sache auch mit Ki'chenvorftand und Gemeindevertretung. Unfeu etaaiütblge Ansicht war und ist eS, daß unsere Kirchendiener, die als solche im Dienst der Kirche, der Kirchengerneinde stehen, auch die geeignetsten Leute feien zum Dienst der Stabträger bei kirchlichen Beerdigungen; und daß wir dmch deren Annahme ein für alle Mal auch von der Unannehmltchkeit befreit seien, bei anderen Personen einen Unterschied zu machen zwischen denen, die unS recht sind und denen, die eS nicht sind. Wir beschlossen deshalb, darauf hinzu- wirken, daß bei ©terbcfäflen die Hinterbliebenen nur unsere Kirchen­diener zu Stabttägern annehmen möchten, wenn sie solche überhaupt haben wollten. Denn nothwendig sind sie nicht; wir haben hier auch kleine und große kirchliche Beerdigunmn ohne Stabttäger. Wir sprachen die dahin zielende Bitte auch in den diesigen TageSdlättern aus. Dadurch wurde es schon besser, aber doch nicht so, wie wir eS wünschten. ,, . . -

AIS ich kurz vor Ostern. Js. zweimal hintereinander Be­eidigungen mit einem mir nicht genehmen Stabträger halten mutzte, da nahm ich mir vor, nunmehr entschieden mir selbst zu helfen. Vor jeder Beerdigung, die mir angesagt wurde, sprach ich seitdem unter Darlegung der Verhältnisse den Hinterbliebenen die Bitte auS. sie möchten zu Stabträgern nur unsere Kirchendiener wählen. Ohne Ausnahme fand ich dabei bei Allen das freundlichste Entgegen­kommen. Thatsächlich bade ich seit Ostern d. I. in meiner Gemeinde nur Beerdigungen mit Kirchendienern als Stabttäger, wenn über­haupt solche habet waren, gehalten. Einige Mal entstanden freilich Unannehmlichkeiten, doch niemals mit den nächsten Angehörigen selbst, sondern meist veranlaßt durch die betreffende Leichenfrau. Einige von diesen Frauen boten bereitwillig ihre Mithilfe. Eine that es nicht; diese ging sogar so weit, daß sie unter dem 11. Sep- kmber d I bei G:oßh. Oberconsistorium Beschwerde gegen mich erhob. Sie wurde allerdings abgewiesen und bedeutet, es müsse doch dem Ermessen des betreffenden Geistlichen anheim gestellt werden, wen er glaube, als Leichenmarschall im einzelnen Falle zulassen zu sollen, er werde hierbei schon ble Wünsche bei Hinterbliebenen thun- lichst terücksichtigen; eine Leichenfrau sei in keiner Welse zu solcher Beschwerde legltimtrt.

Nach diesen Erklärungen unb Mitthellungen bars ich gewiß btt herzliche Bitte an Alle richten, ble für Hebe Heimgegangene ein kirchliches Begräbniß wünschen unb badet auch Stabträger bestellen wollen, baß sie zu solchen nur unsere Ktrchenbtener wählen unb diese Orbnung als eine feststehende htnnehmen möchten. In ben Fällen, in denen seither etwa Stabträger zum unentgeltlichen Mit' g ben sich anboten und ben Familien ba« Bezahlen schwer fallen sollte, werben auch ble Kirchendiener unentgeltlich mitgehen. DleS tu seither auch schon so gehalten worben

Gießen, am 20. December 1895.

Dr. Naumann, Pfarrer.

Neujahrsbriefe.

Wir haben schon häufig darauf aufmerksam gemacht, wie manche zweckmäßige Einrichtungen der Post wenig bekannt sind und in Folge dessen auch selten benutzt werden. Die bevor,thende NeujahrSzeit bringt unS eine für bie Einlieferung ber NeujahrS- biteft vrstehende Einrichtung in Erinnerung, ble gleichfalls im Publikum nicht allgemein bekannt ist. Diese Einrichtung besteht barin, daß an größeren Orten (z. B. in Darn>stadt. Mainz, Offenbach, Gießen, Worms, ftantitie Stadtbriefe, Postkarten und Druck­sachen, deren Bestellung am 1. Januar früh gewünscht wird, bereit» vom 26. December ab zur Einlief ec ung gelangen können. Der Abfender h.l derartige Briefe in einen Briefumschlag zu legen und diesen mit der Aufschrift zu versehen: »Hierin srankirte Reniahrsbriese für den Bet.* Diese offenen oder geschlossenen Briefumschläge, die rllchl fiantht zu werden brauchen, können ent­weder am Postschalter abgegeben werden ober, soweit eS ber Um­fang gestattet, in die Briefkasten gelegt werden Die Absender solcher srühzeiltg eingelieferten Briefe können einer pünktlichen Be­stellung derselben zum Neujahrstage gewiß sein. Voraussetzung ist allerdings bienet. daß die Wohnung ber Adressaten möglichst genau, d. b nach Straße, Hausnummer unb Lage ob eine ober zwei Treppen rc. unb zwar unterhalb ber Angabe des Bestimmungs- orts, auf die Briefe niedergeschrleben wird. Ueberhaupt ist cs zur Sicherung einer schnellen Beförderung unb Bestellung ber Post- fenbungen, nicht nur zur Neujahrszeit, von größter Wichtigkeit, wenn außer ben vorbezeichneten Angaben auch ber Bestimmungsort auf ben Postsenbungen möglichst beutlich unten rechts in ber Ecke mit großen lateinischen Buchstaben vermerkt wirb. AuS blesen Angaben muß auch bie Lage bes Bestimmungsortes, namentlich bei weniger bekannten Orten, uniroeifelbafi hervorgehen. Zu berartlgen Bezeichnungen eignet sich bie Angabe bes Staates unb bei größeren Staaten bes politischen Bezirks (Provinz, NegierungsbezlrkS), ober auch bie Angabe von größeren Flüssen (an der Oder",an der Elbe",am Rhein",am Main" rc.) ober von Gebirgen (am Harz",im Odenwald rc). Nicht minder sind zusätzliche Bezeich­nungen, wiein Thüringen", in ber Altmark",Im Rheingau" rc. für den Zweck geeignet.

Bet Postsendungen nach vrtfchafts« ohne Postanstalt ist auf ber Adresse außer dem etgenlttchen SÖefitmmungtode noch die Bestell Postanstalt anzugeben. Gtebt eS mtt dem Bestimmungsorte gleich ooer ähnlich lautende Postorte, so tst dem Ortsnamen eme zusätzliche Bezeichnung belzusügen. Ein Verzeichntß der gleich­namigen ober ähnlich lautenben Postorte kann zum Preise von 15 Psg. bei jeher Reichs - Postanstalt bezogen werben. Liegt ber Bestimmungsort einer Postsendung in einem fremden Postgebiete, io tst bei den weniger bekannten Orten auch bad Land oder ber Landestheil auf ber Abreff anzugeben. Bei Briefen nach Berlin ist, außer der Wohnung des Adressaten, der Postbezirk (N., N. O. «.), in dem die Wohnung sich befinde,, auf der Adresse hinter ber Orts­bezeichnungBerlin" zu vermerken.

Die genaue Beachtung dieser Punkte trägt zu einer beschleunigten Beförderung der Postsendungen wesentlich bei und liegt daher in erster Linie im eigenen Interesse der Absender.

Schließlich wollen wir, um nochmals auf den NeujahrSverkehr zurückzukommen, nicht unterlassen, Den Absendern von Neujahrs- briefen ben möglichst frühzeitige« Ankauf de« erforderliche« stireimarkeu und die Abundung ber Neujahlsbriese nach auswärts eiuige Tage VS« Sleniahr bringend anS Herz zu legen. Denn erfahrungsgemäß ist ber Andrang an ben Postschaltern am 31 December ein so ungeheuerer, baß es trotz ber umfassendsten Vorkehrungen ber rc-ostbehö.de oft nicht zu oermelben ist, wenn an diesen T/igen Stockungen am Schalter elninten. Wer also zur Er­langung seiner Freimarlen nicht längere Zeil am Schalter stehen vnll, waS gerade nicht zu ben Annehmlichkeiten gehört, der mache seine Einkäufe schon einige Tage vor Jahresschluß.

Auszug au» den Stan-esaimtsikegrft«*itz

der Stadt Gießen.

Mufgeoo»,.

December: 16. Jacob Ludwl Mittelhaufee, Rottenardeiter zu Groß-Moyeuvre, mit Anna Reitz Hierselbst. 17. Dr, Alexander August LouiS Büchner, pracitscher Arzt zu Schotten, mit Anna Ida Marie Scheel hiersettst. 19. Anton Kleine, Zuschneider dahier, mit Karoline Katharine KonigSseld zu Mainz.

G-sfaliabnuo»«.

December: 14. Johann MatihänS S.lzer, Militär-Intendantur- Bureau Diätar zu Cassel, mit Sophie Friederike E-ntlie Elisabeth Wiechard hierselbst. 18. Adam Volz, Schneider dahier, mit Elise Hahn hierselbst.

Ooreiu. _ _ .

December: 8. Dem Fuhr knecht Heinrich Roh ein Sohn, Johann Georg. 10. Dem Schuhmacher Adolf Schwan eine Tochter. 12. Dem Barbier Adolf Langsdorf ein Sohn, Robert Karl. 13. Dem Buch­binder Justus Wölke eine Tochter. 14. Dem Zimmer meister August Helfenbein eine Tochter. 14. Dem Sergeanten Adam Willhardt e ne Tochte,, Jessy Käthe. 15. Dem HilsSheizer Geora L-chardt eine Tochter, Dorothea Margarethe Marie. 15. Dem Fuhrmann Ludwig Hofmann HI. ein Sohn. 16. Dem Postasststenten Ludwig Da hm er cme Tochter, Anna Marie Louise Auguste Mariha. 19. Dem Tag- löhner Balthasar Jung II. eine Tochter, Luise. 20. Dem Zuschneider Wilhelm Söhnet ein Sohn.

«astorbsue.

December: 13. Katbarine Rühl, geb. Wittich, 51 Jahre alt, Ehefrau von Spenglermetster Gustav Rühl dahier. 14. Carl Maar, 26 Jahre alt, Briefträger von Homberg a. d. O. ".Wilhelm Rau, 36 Jahre alt, Maschinenmeister dahier. 17. Philipp Emil SHneider, 2 Monate alt, Sohn von Fuhrmann Karl Schneider dahier. 17. Julie Weitz geb. Keck, 82 Jahre alt, Wiitwe von UnioerfitätS-Gärtner Heinrich Weiß dahier. 19. Johanne« .Heinrich Lemp, 47 Jahre alt, Bahnarbeiter dahier.

Auszug aus deu ICircbcnbüdyern

der Stadt Wietzen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

MatihäuSgemeinde.

Den 15. December. Theodor Philipp KlöS, Jnstituls-Diener zu Gießen, u.id Margarethe Katharine Ettsabeth Sann, loater bei Fuhrmann« Johannes Sann zu Gießen.

Den 18. December. Adam Volz, Schneider zu Gießen, und Elise Hahn, Tochter de« oerstorbrnen Bürgermeister« Luca« Hahn zn Lehnheim.

MarkuSgemeinde. , .

Den 15. December. Johann Matthäus Selzer, Miliiär-Jnten« dantur-Bureau-Diätar zu Cassel, und Sophie Friederike Emilie Elisabeth Wiechard, Tochter des LocomotivsührerS i. P. Daniel Wiechard zu Gießen.

Getaufte.

MatihäuSgemeinde.

Den 15. December. Ein unehelicher Sohn, Hermann, geboren den 6. December.

LukaSgemetnde.

Den 15. December. Dem Posthilssbolen Heinrich Emrtch eine Tochter, Auguste, geboren den 13. November.

JohanneSgemeinde.

Den 15. December. Dem Weißbinder und Lackirer Georg Wagner ein Sohn, Georg Richard, geboren den 28. September.

Beerdigt«.

MarkuSgemeinde.

Den 15. Drcember. Karoline Rühl, geb. Wittich, Ehesrau des Spengler« Gustav Rühl, 51 Jahre alt, starb den 13. December.

Den 19 December. Jultt Weiß, geb. Keck, Witiwe bei ver­storbenen IttiiverstlätS-GärtnerS Heinrich Weiß zu Gießen, 82 Jahre alt, starb den 17. December.

JohanneSgemeinde.

Den 17. December. Wilhelm Rau, Maschinenmeister, 36 Jahre alt, starb den 15. December.

Den 18. December. Johann Heinrich Hoffmann, Rentner, ein Wittwer, 86 Jahre alt, starb den 16. December zu Rheindürkheim, Kreis WormS.

Mrchttche Anzeigen der evnng.Genreinde.

Der NachmittagSgotteßdienst in der Siadikirche mit E-rist- befcheerungSfeier für die Kleinkinder schule beginnt nicht um 3*/« Uhr, sondern erst um 4 Uhr.

Veekehe, Land- und volk-wiethschast.

Gieße«, 21. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenuiarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0.800,90, Hühnereier pr. St. 78 H, 2 St. 00 H, Enteneier pr. St 00 H, Gänse- eier pr.St. 00-00 Js, Käse pr. St. 4-8 A. Käsematte pr. Et. 3 Js, Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 28 Tauber» pr. Paar JL 0,70 bi8 0,80, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 0,75-1,00, Enten pr. Stück X 1,60-2,10, Gänse pr. Pfund X 0,44-0.54, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72-76 Jj, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66 68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi« 68 H, Schweine­fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 72 Kalbfleisch pr. Psd. 60-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 6070 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 bis 0,00 X, Weißkraut pr. Stück 816 4» Zwiebeln pr. Centn er X 3,00-4,00, Milch pr. Liter 16-20 H

Stuttgart, II. Decbr. (Allgrmeiner Deutscher Versicherung«' Verein.) Im Monat November 1895 wurden 730 Schadet fälle regulirt. Davon entfielen auf die Haftpflichtversicherung 191 gälte wegen Körper­verletzung und 101 wegen Sachbeschädigung; auf die Unfallversicherung dagegen 984 Fälle, von denen 1 den sofortigen Tod und 6 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Von den Mitgliedern der Sterbe kaffe sind im gleichen Zeiträume 54 gestorben. Neu abgeschlossen wurden im Monat November 4428 Ver­sicherungen. Alle vor dem 1. September 1895 der Unfall-Versicherung angemelbeten Schadenfälle (incl. der Todes- und Invaliditäts-Fälle) fltid bis auf die von 77 noch nicht genesenen Personen erledigt.

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