weitgehender «ortbeile an die South - ®eft - Gesellschaft war nicht angebracht. Bedenklich ist besonder-, daß die South-West 6orrp.ignte zehnjährige- Monopol auf Etienbabnbauten erkalten bat, aber -am Bahnbau nicht verpflichtet ist, falls ihr nicht 4 pCt. Zinsen garantirt werden.
Abg. Hasse (ntl.) bemängelt, daß H.ndrik Wittboi zum StaatSpensionLr Deutschlands gemacht worden se». Nachdem man demselben seine Waffen belassen babe, bestehe noch immer die Möglichkeit, daß er nochmal« de Waffen gcxen Deutschland ergreife.
Dtrec or Jtapfer spendet btr dortigen Schutztruppe lebhafte Anerkennung. All; competenken Beuriheller im Lande selbst, einschließlich der ortskundigen Händler, seien der Ansicht, baß Leutwein richtig gebandelt habe und daß seine Mäßigung gegenüber Wittboi gute Früchte tragen werde. Die Waffen hätten Witiboi selbftver- stindlich belaflm werden müsien, denn obne Jagd gehe es dort nicht. BiS jetzt habe sich Wittboi durchaus loyal benommen.
Abg. Bebel hält an seiner Auffassung der Aussichtslosigkeit der Colonie fest, wogegen
Abg. Graf Arnim die Prophezeiungen desselben für viel zu schwarz erklärt. Gerade Südwestafrika biete auch Raum für Auswanderer; und an diesen fehle es in Deutschland Angesichts der schlechten Lage unserer Landwirthschaft nicht.
Der Etat für Südwestafrtka wird genehmigt.
Morgen: Etat deS Penfions-, deS JnoalidenfondS, detz ReichS- ElfenbabnamtS und deS RetchSjustizamtS. Wahlplüfungen.
Deutsche» Reich.
Darmstadt, 20. März Die Taufe der neu* geborenen Prinzessin ,st nunmehr auf nächsten Sonntag Nachmittag 4 Uhr bestimmt worden. — Seine Königliche Hoheit derHerzog von Sachsen-Coburg und Gotha werden mit dem Erbprinzen und den Prinzessinnen Alexandra und BeatricV-am Freitag hier eintreffen.
Nouefte Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau.
Berlin, 20. März. Der Staatsrath erledigte gestern die Berathung über die Maßnahmen zur Seßhaftmachung der ländlichen Arbeiterbevölkerung durch Annahme folgenden BefchluffeS. „Es scheint nothwendig 1) bei der Ausführung der Gesetze vom 27. Juni 1878 und 7. Juli 1891 in erster Cinic die Begründung leistungsfähiger Gemeinden ins Auge i'i faffen- 2) dazu die staatlichen Fonds zur Verfügung zu Nellen zur Bestreitung der Kosten für die Regelung der Gerichts-, Gemeinde-, Kirchen» und Schulverhältniffe ohne Heranziehung der neuen Ansiedler- 3) Seilens des Staates 'st ein sogenannter Zwlschencredit, behufs Regelung der Schuldverhältnisie, des zu verlegenden Grundstückes, sowie zur erstmaligen Einrichtung der Rentenstellen zu bewirken. Die Schaffung von Fonds für seßhafte ländliche Arbeiter ist unter Anwendung des Gesetzes vom 7. Juli 1891.auch auf kleine nicht selbstständige Stellen zuzulaffen. Hierbei sind, sofern solche Stellen nicht in den Gemeindeverbänden der neu zu bildenden Ansiedlergemeinden, sondern in älteren Ge- metnden oder GutSbezirken auSgelegt werden, den Renten« gntSlegern die unter 2) bezeichneten Einrichtungskosten auf« zuerlegen." Heute wurden die Maßnahmen auf dem Gebiete der Creditorganisation verhandelt.
Charlotteuburg, 20. März. Die Stadtverordneten-Ber iammlung beschloß mit allen gegen sieben Stimmen eine GratulationSadresse an Bismarck. Daraufhin legte der Justizrath Abgeordneter Munckel, der dagegen gestimmt hatte, den Vorsitz nieder.
Kolo, 20. März. Die Abendblätter melden Über die Explosion in Keeken: Die Wirkung der Explosion, die gestern Abend zwischen 5 und 6 Uhr stattfand, war eine entsetzliche. Ein von der Explosion getroffenes Schiff ging vollständig in Trümmer, ein andere« gerieth in Brand. In den zunächst liegenden Dörfern stürzten infolge deS ungeheuren Luftdruckes mehrere Häuser ein. In allen Städten und Ortschaften im weiten Umkreise gingen zahlreiche Glasscheiben in Trümmer. In dem acht Kilometer entfernten Cleve war die Wirkung der Explosion so stark, daß Thüren und Fenster sprangen und vielfach Schaden angerichtet wurde. Tausende von Einwohnern eilten auf den Schloßberg, von wo aus man «auch und Flammen erkennen konnte. In DenSlaken machte fitz die Explosion durch Stöße bemerkbar, die in Zeiträumen von 1 bis P/i Secunden erfolgten und Thüren und Fenster beschädigten. An verschiedenen Orten glaubte man zur Zeit der Explosion, eS hätte ein Eidbeben stattgefunden. Die Meldungen über die Zahl der durch die Explosion an der Unsallstätte Umgekommenen gehen auseinander und schwanken zwischen 12 biß 25 Personen.
Crefelb, 20. März DaS bei Keeken explodirte Schiff „Elisabeth" befand sich seit Wochen im Treibeise. Bei der gestrigen Verladung explodirte das Dynamit. Die Erschütterung wurde meilenweit verspürt- am meisten gelitten haben Emmerich, Griethausen, Grieth und Wiffel.
Hamburg, 20. März. Dem „Hamb. Corr." zufolge ist das Befinden deS Fürsten Bismarck ein sehr guteS. Der Fürst kam gestern auf den Bahnhof FriedrichSruh, besichtigte die dort im Bau befindliche provisorische Halle und unterhielt sich längere Zeit mit dem diensthabenden Beamten über die Vorbereitungen für die zu erwartende große Anzahl Besucher. SS heißt, am 1. April würden 35 Extrazüge nach und von FriedrichSruh abzufertigen sein.
Detmold, 20. März Fürst Wold em ar von Lippe- Detmold ist btuu früh gestorben. Fürst Waldemar war am 18. April 1824 geboren und feinem Bruder Leopold am 8. Decemder 1875 in der Regierung gefolgt.
Karlsruhe, 20. März. Wie die .Bad. LandeSztg." meldet, ist der Chef des Geheimen CabinetS des Großherzogs, v. Ungern-Sternberg, im 78. Lebensjahre heute Mittag gestorben.
Liaz, 20. März. In Rottenegg bei OtteuSheim wurde in der vergangenen Nacht ein HauS durch eine Lawine , verschüttet und zerstört. Unter den Trümmern des Hauses wurden drei Personen tobt aufgefunden.
Loudon, 20. März. Mr. Heinrich Simon stiftete dem OwenS College in Mancvester 5000 Pfund für die Errichtung eines Lehrstuhles ftr deutsche Sprache und Literatur.
Lsuß», 20. März. Nach einer Meldung der„timeß" aus Brasilien sollen dte Aufständischen in Rio Grande do Sul einen neuen Sieg errungen haben.
Petersburg, 20. März. Der deutsche Botschafter General von Werder wurde gestern von der Kaiserin und der Kaiferin-Wittwe in Abschiedsaudienz empfangen. Es verlautet, daß die deutsche Colonie wegen der baldigen Abreise deS BotschasterS verhindert sei, zu Ehren deffelben eine größere Abschiedsfeierlichkeit zu veranstalten und sich daher durch eine Abordnung von ihm verabschieden wird.
Cadix, 20. März. Die Arbeiten zur Flottmachung der „Königtu-Regeotin" sind beute begonnen worden. DaS Meer hat bei ConilS verschiedene der „Königin-Regentin" zugeschriebene Gegenstände anS Land gespült.
Tientsin, 20. März. Vor der Barre von Taku sind gestern Abend vier japanische Kriegsschiffe erschienen, welche die Schiffe auf Contrebande durchsuchten.
Depeschen beß Bureau .Herold'.
Berlin, 20. März. Wie die „Rordd. Allgem. Ztg." erfährt, bestätigt eS sich, daß der Kaiser am 26. d. MtS. zum Fürsten BiSmarck nach FriedrichSruh fahren wird.
Berlin, 20. März. Der Fürst von Lippe-Detmold hat, wie die „Nordd. Allgem. Ztg." vernimmt, mit Rücksicht auf die bestehenden Differenzen über die Thronfolge deS Fürstentums bis zu deren Erledigung letztwillig eine Regentschaft eingesetzt, an deren Spitze der Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe, Schwager deS Kaisers, treten wird.
Berlin, 20. März. Im preu bischen Landtage erfolgte heute die Weiterberathung der Secundärbahn- Vorlage.
Berlin, 20. März. Die Bu dget-Com Mission deß Reichstages erledigte heute die Etats der Reichsschuld und die Einnahmen deS Reiches an Zöllen, Verbrauchssteuern und Aversen. Bezüglich der Rentenconversion erklärte Staats- secretär Graf PosadowSky: DaS Reich würde bei einer Conversion seiner 4procentigen Anleihe in eine 31/2procentige eine Zinfenersparniß von 2i/t Millionen Mark, bei einer Umwandlung der 4- und 3i/zprocentigen Anleihen in eine 3procentige eine Ecsparniß von 73/4 Millionen Mark erzielen. Wenn daS Reich mit dieser Conversion vorgehe, würden auch die Einzelstaaten und die Communen folgen und dadurch daS gesammie CourSniveau herabgedrückt werden. Fraglich fei es auch, ob die jetzige Geldflüssigkeit anbauern werde. Gewinne die Regierung die Ueberzeugung. daß eß sich bei der Geldflüssigkeit um eine dauernde wirthschastliche Erscheinung handle, dann werde ihr möglicher Welse die Conversian durch die Macht der Thatsachen aufgezwungen werben. Bis dahin dürfe sie aber zu dieser Maßregel nicht greifen, besonders dürften rein fiskalische Gesichtspunkte dabei nicht ausschließlich maßgebend sein.
Berlin, 20. März. In dem Befinden deS Ministers Dr. Miquel ist eine bedeutende Besserung eingetreten, so daß er wohl morgen ober übermorgen wieder hergestellt sein wird. Derselbe leidet an einer Entzündung der Knochenhaut und zwar beß Kiefers in Folge eineß Zahnleidenß.
Solingen, 20. März. 500 hiesige Taschen- und Feder» meffer Ausmacher sind in den Strike eingetreten. Die Ar beiter verlangen Lohnregulirung.
Wien, 20. März. Die „Neue Freie Presse" meldet auß Petersburg, daß daß Gerücht von der Ernennung beß Grafen Herbert Bismarck zum Botschafter am russischen Hofe unangenehm berührt habe. Man hege die Besorgniß, daß er daß Friedenswerk schädigen könne.
Paris, 20. März. Heute wird der Oberkriegs- rath unter dem Vorsitz deß Präsidenten Faure im Elys6e zusammentreten. Faure wird nur denjenigen Sitzungen beiwohnen, in welchen über die Dertheibigung beß Landes ver- hanbelt wird. Die technischen Fragen werden nur im Beisein beß Sriegßminiftcrß erledigt werden.
Madrid, 20. März. Die politische Krisis dauert noch fort. Man weiß nach immer nicht, ob Sagasta seine Demission zurückziehen wird oder ob Canovaß geneigt ist, die Cabinetßbildung anzunehmen. Canovaß werde versuchen, die liberale Partei am Ruder zu halten, biß daß Budget von der Kammer angenommen ist. Was Marschall Martinez Campoß anbeirifft, so glaubt man noch immer, derselbe werde noch Präsident eineß UebergangSpräfidiumS werden. Gerüchtweise verlautet etwas von einer vierten Kombination, bett, ein Cabinet Bejadi Armigoß.
Petersburg, 20 März. Der Zar will allen Personen, welche am 14. October vor. IS. beim Empfang im Winter- palais anwesend waren, somit den Mitgliedern aller Deputationen silberne Ertnnerungßrnedaillen verleihen, die nach einer eigenen Zeichnung deß Czaren hergestellt sind.
totales tutb provinzielle»,
Gießen, den 21. März 1895.
• • Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen gestern Vormittag 10l/t Uhr den Rector der LandeSuniversität Gießen, ordentlichen Pro- feffor Dr. Gasfky, in besonderer Audienz.
* * Empfang. Seine Königliche Hoheit der Grositz erzog empfingen am 19. März Nachmittags 1 Uhr Seine Durchlaucht den Fürsten zu SolmS-HohensolmS- Lich- hierauf eine Deputation der Ersten Ständekammer, bestehend aus Seiner Erlaucht Graf en zu SolmS-Laubach, Seiner Erlaucht Grafen v. Schlitz genannt v. Görtz, Seiner Erlaucht Grafen zu Erbach-Erbach, Seiner Excellenz Präsidenten Dr. Goldmann und Herrn Geheimen Commerzienrath Freiherrn Heyl zu H-rrnSheim.
* * Der Sroßherzog und die Großherzogin »on Bade» pasfinen heute Nacht 12»/4 Uhr auf der Retse nach Berlin die hiesige ©taiion.
H. NeneS Theater. Vor ziemlich gut besuchtem Hause gab gestern Abend Fräulein Egger mit SchvnthanS „Mäd-
dien aus der Fremde" ihr Benefiz. Die Dahl beß Stücke» können wir als eine recht glückliche bezeichnen. ES ist eine der befferen Arbeiten beß Verfassers und hier in Gießen noch wenig bekannt. Außerdem enthält eß ein paar Rollen, bic einigen unserer Darsteller wie auf ben Leid geschrieben find. Mit Schillers ^Mädchen auß der Fremde" bat daß Stück wenig zu thuu Die Schauspielerin Camilla Rigault kommt ans den Gedanken, unerkannt wre jenes Mädchen der Dichtung Wohlthaten außzutheilen. Ihr Freund, Baron Hanß von EberS, bezweifelt den Erfolg ihres Waltens und behält Recht. Dte Bewohner beß Dörfchens, baß Camilla sich als Wirkungskreis außeriehen bat, erfahren den Namen ihrer Wohl- tbäterin unb verlangen in echt bäuerlicher Unverschämtheit bie Fortsetzung der Wohlthaten und noch mehr dazu, als etwas Selbstverständliches. Daß der Kern beß Stückes, um ben sich noch eine Reihe Misiverständniffe, Verwechslungen und komische Sit ationen bilden. Natürlich * kriegt" ber Baron bie Schauspielerin, ein zweites unb drittes Liebespaar fuegt sich auch und befriedigt zieht man nach Hause. Die Beaefijiantin spielte die Camilla mit Geschick unb erntete vielen Beifall. Fräulein Patutschka befriedigte alß romau- ti'cheS Fräulein Emmy, ebenso Fräulein Ronneberg alß Amanda und Fräulein Küfel alß Alma. Frau Gerlach alß Hortensia Kattinger war von unwtberstehstcher Komik. Von den Herren hatten Herr Otto und Herr Häcker bic dankbarsten und für ihr Talent passendsten Rollen - sie spielte» sie demgemäß beide mit Vollendung. Herr Heyne machte auß dem Alphonß von Lippen einen köstlichen „Fatzke" unb Herr Niemeier war wie gewöhnlich gut, alß bieberer Papa Wardeck.
• * Neueß Theater. Herr Alrxanber Otto hat sich zu seinem Bemfiz am Freitag ben 22. März daß hübsche Lustspiel von Roderich Benedix „Docior WeSpe" gewählt. Der Besuch deß Theaters tst empfehlenßwerth und wünschen wir unserem Benefizianten ein volles HauS.
Katniubraud. In einem Haufe in der Saplaneigaffc entstand gestern Nachmittag ein Kaminbrand. Die schnell herbeigeeilte Feuerwehr brauchte nicht in Thätigkeit zu treten.
" Zugverspätuug. Der gestern Abend 9 Uhr fällige Schnellzug Hamburg Frankfurt kam wegen Maschinendesects mit zwei Stunden Verspätung hier an.
* * Umgestaltung der Eisevbahubehörde». D'e vorliegende Nummer enthält eine die Umgestaltung der Eisenbahnbedörden betr. Bekanntmachung der Kgl. Eisenbahn-Direclion Frankfurt a. M. Wir bemerken hierbei, daß die neue Ordnung der SiaitSeisenbahn-Derwaltung sich von den gegenwärtige» Einrichtungen im Wesentlichen dadurch unterscheidet, daß für Verwaltung und Beiried deS staatlichen Eisenbahnnetzes unter dem Minister der öffentlichen Arbeiten nicht mehr, wie bisher, zwei Instanzen (Eisenbahn - Directionen und Eisenbahu- Setriebßämier) wirken werden, sondern nur noch eine Instanz (Eisenbahn Direction) bestehen wird. Die untere Instanz der Betriebsämter wird beseitigt, ihre von ben früheren Eisenbahn. Directionen abgezweigten VerwaltungSbesugniffe werden auf die Directionen zurück übertragen, welche fortan Verwaltung unb Betrieb der ihnen unterstellten Streck:» unter der oberen Leitung deS Ministers wiederum unmittelbar führen werden. — Für die Ausführung und Ueberwachung deS örtlichen Dienstes nach den Anordnungen der vorgrsetzten Direction werden besondere Ausführungsorgane (Eisen- bahn-BetnebS-, Maschinen-, Werkstätten-, Telegraphen und VerkehrS-Jnspectionen) eingerichtet.
* * Lebensmittel Preise Ende Februar 1895. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes- statistik kosteten:
Ochsenflelsch^ per Pfund 1
Rindfleisch ! per Pfund ;
jtalbfleild) per Pfund
Schweinefl. per Pfund
Hammelfleisch per Pfund
Gemischtes Brod
Roggen- Brod
Butter per Pfund
Wild)
Eier stack
Städte mit Octroi Darmstadl
76
70
76
72
70
11,5
10
90-100
18 7-9
Main;
72
63
70
75
55
115
10
96-105
18 5-9
Offenbach
76
66
76
80
60
11
9
120-130
21 6-8
Worms
74
70
71
68
68
10
9
85-103
17 '7 10
Gießen
76
69
66
68
65
10
9
Hl— 89
18 7-8
Städte ohne Octroi
Lingen
75
65
60
70
60
10
9
93—105
19 ,6-9
BenSheim
76
70
70 1
64
60
11,5
9
96-103
17 7-1
Alzen Friedberg
68
64
65
65
GO
15
9
83- 95
17 9-10
75
70
70
60
65
11,5
10
90
18 : 7
Alsfeld
70
60
70
60
—
12.5
9,5
100-110
16 । 7
Lauterbach
64
64
60 |
60
55
12
9
100
16 1 7
△ Mainz, 20. März. In der heute Abend ftattge- habten LerwaltungSrathSsitzung der Hessischen Ludwigs- bahn wurde beschloßen, bie diesjährige Generalversammlung am 25. April abzuhalten.
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Vortraq des Herrn Justizrath Dr. Reatz über daS neu einjuführende Bürqerliche Gesetzbuch, gehalten im Nationalliberaleu Verein zu (tzietzen
(Originalbericht beß .Gießener Anzeiger".) (Schluß.)
Eine für unsere bisherige rechtliche Anschauung neue Bestimmung enthält der Entwurf zweiter Lesung in § 1241, welcher tief einschneidend in manche Berhältniffe wegen feiner Tendenz werden würde, wenn wir nicht die Gewähr hätte», daß unsere Richter maßvoll und weise diesen Paragraph anwenden werden. ES kann danach ein Ehegatte eine geschloffene Sde anfechten, welcher sich bei Eingehung der Ehe in der Person beß anderen Ehegatten ober über solche per- sönlichen Eigenschaften ober solche persönlichen Verhältnisse beß anderen Ehegatten geirrt bat. bie ihn bei «enntnisi der Sachlage und bet verständiger Würdigung beß Zwecks der ®be von ber Eheschließung abgehalten haben würben. D«


