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Darmst. Ztg.
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•X In die TageS- nmlung erstattete c den As°l- bei Gemelnichast mit ind dem Ministk- ng der Eisen- it. Der Groß- und der Finanz- rmfte Sympathie es baß Ministe- • Berftaatlichung n bleiben werde, nit, baß der der deutschen Bunde-- ändniß mit be« uuwentalen 3®£ iew«»« »»* w”‘Ä totot.
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geständig, den Raubmordversuch auf deu Geldbrief- träger Breitseld in Leipzig gemacht zu haben.
• Lemberg, 19. Februar. Die Polizei verhaftete vier Betrüger, an deren Spitze der Kellner Flitter steht. Sie haben dreihundert auf mehr als 100,000 Gulden lautende Schuldbriefe mit gefälschten Unterschriften eines Erzherzogs und mehrerer hoher Generale in Umlauf gesetzt.
• Mailand, 20. Februar. In ganz Oberttalien herrscht bei klarem Wetter eine grimmige Kälte. Alexandria hatte gestern 18 Grad, Mailand 12 Grad.
♦ Bukarest, 20. Februar. Ein massiger Schneefall veranlaßt Störungen auf den Bahnen. Die Regierung for- dert angesichts der befürchteten Ueberschwemmungen die Prä- fecte« zu entsprechenden Vorsichtsmaßregeln auf._____________
Entscheidungen der Reichsgerichts.
(Nachdruck verboten.)
R. 8. Leipzig, den 20. Februar.
Der Bankier Julius Schulhof in Gießen wurde am 8. November o. I. vom Großh. Landgericht Gießen wegen Betrugs in mehreren selbstständigen Fällen verurtheilt. Er focht dos Urtheil mit dem Rechtsmittel der Revision an und rechtfertigte dieselbe mit der Rüge der Verletzung formeller und materieller Rechtsnormen. — Im Jahre 1887 errichtete der Angeklagte, der zuvor in Bankgeschäften gelernt und conbilionirt batte, mit seinem Vetter Humbold Schulhof zusammen ein Bankgeschäft in Gießen und betrieb dasselbe dann nach befl Vetters Wiederaustriit autz der Firma allein. Nach feiner eigenen Angabe wurde Schulhof 1888 von auswärtigen Banken aus die Cedulas der Argentinischen Nationalbank aufmerksam gemacht, welche infolge beträchtlicher Cursschwankungen große Grwinn- chancen boten. Der Gerichtshof legte ihm nun zur Last, daß er in Befolgung dieses gefährlichen Rathschlages exotische Papiere verkauft, den ahnungslosen Käufern aber höhere Notirungen vorgesplegelt, bezw. ihnen den wahren Stand des Curses der Papiere nicht mitgetheilt zu haben. Die CedulaS werden auf deutschen Börsen gar nicht und in
Europa überhaupt nur in Antwerpen und London gehandelt. Schulhof deckte feinen Bedarf in Antwerpen.
Bet den gewaltigen Eour Sschwankungen war er der Ansicht, auch zum Nehmen eines höheren Profits berechtigt zu fehl. Er erzielte denselben, indem er für die Papiere einen „Marktpreis" construtrte, den er fand, indem er auf den Einkaufspreis feine Proviston und die Ealculatton des Risikos darausschlug. Er fordei le diesen Marktpreis, ohne zu erklären, daß dies eben der Marktpreis oder der CourSwerth fei. Dieser Marktpreis stand nun nach den Feststellungen deS Vorderrichters in einem schreienden Mißverhältnisse zu dem wahren Werthe der Papiere; es wurden von der Anklage daher auch alle Fälle auSgeschteden, in denen die vom Angeklagten genommene Provision unter 5pCt. deS Cowies blieb Trotzdem wurden vom Urtheil 14 Fälle constaltrt, in denen die Schuld des Angeklagten erwiesen war. AlS besonders flagrant sind zwei derselben heroor- zuheben: Der erste betrifft einen Herrn Sch. aus Gießen, dem der Angeklagte eindringlichst rieth, sich Argentinier anzuschaffen. Er brachte ihm schließlich auch die Papiere ins Haus und veranlaßte ihn, 1000 Pesos National-EedulaS Gold-zu 74 zu kauten, wofür Sch. 3019 Mk. zahlte. Der Dorderrichter stellte fest, daß der Eourswerth nur 58 war, Schulhof hatte hier also einen Gewinn von mehr als 400 Mk. Ein zweiter Fall behandelt den Reinfall des Lehrers L. in Gießen, der die Absicht hatte, Italiener zu kaufen. Schulhof verstand es jedoch, ihn davon abzubringen und hängte ihm dafür 300 Pesos National - Cedu'as Gold für 84 auf, die er selbst für 74,2 gekauft batte; hierbei fiel für ihn ein Gewinn von ca 60 Mk. ab. Im Ganzen nahm er feinen Kunden nach der Berechnung des Urtbeils 2085 Mk. ab, um welchen Betrag diefe geschädigt wurden. Das Urtheil führte dann aus: Die Grundfätze von Treu und Glauben im Handelsverkehr erfordern, daß der Bankier gefchästsunkundige Käufer darüber informirt, welches der wahre Coms der Papiere ist und wieviel er Provision nimmt. In dem Verfchweigen diefes Um- 1 standes wurde eine Unterdrückung wahrer Tbatfachen erblickt, umfo- mehr als der Angeklagte durch feine Verbindung mit der Antwerpener Börse und durch das Halten des dortigen CourSblattes über die jeweiligen Courle der Cedulas selbst informirt war.
Die Revision des Angeklagten rügte zunächst formell, daß sein j Antrag auf Aufrechnung der erlittenen Untersuchungshaft ohne Be- i scheid und Beschluß geblieben sei. Materiell wurde ausgeführt, die i moralische Pflicht der Angabe des Curses sei vom Vorderrichter
rechtsirrihümlich als eine RechtSpsiicht aufgefaßt und der Begriff des Curswerthes mit dem des wirklichen Wetthe« verwechselt woiden; beide seien aber keineswegs identisch Für den Käufer sei allein der i wirkliche Werth maßgebend; schließlich lasse das angefochtene Uitheil ! auch eine genaue Angabe darüber vermissen, den Curs, welchen ; Tages oder Ortes der Vorderrichter jeweilig seinen Berechnungen zu Grunde gelegt habe. In mündlicher Begründung der RevisionS- ; schrift führte der Rechtsanwalt beim ReichSgeticht, Justizrath Haber
für den verhinderten Rechtsanwalt Hake noch aus, der Bankier sei i beim Verkaufe von Papieren nicht verpflichtet, zum Curse zu ver- : kaufen ober ungefragt den Eourswerth anzugeben; ber Käufer brauche ' sich ja nur banacb zu erfunbigen. G naue Notirungen über die i Cebulas gäbe es überhaupt nicht, jebenfalls sei aber nur ber letzte i Curs maßgebend, nicht aher der, zu dem ber Bankier selbst dm j gekauft habe. Reichsanwalt Dr. Menge erklärte bie Beschwerben j sämmtlich für unbegründet. ES fei eine thattächliche und daher vom ■ Reoifionsgericht nickt nachzupiüfende Feststellung des Vorderrichters,
wenn er aus dem Effectenconto des Angeklagten auf den CurSwerth folgere. Die Revifion wurde vom ersten Strafsenat kostenpfliL'ig i verworfen.
«otteSdteny in der Synagoge.
SamStag, ben 23. Februar.
Vorabend 5»° Ubr, Morgens 9«> Uhr, Nachmittags 3” Uhr, SabbathauSgang 6*° Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast-
Freitag Abend 580 Ubr, SamStag Vormittag 8^ Uhr, Nachmittag ; 3 Ubr, Sabbatbausgang 64) Ubr.
Foalard-Seide 95 Pf.
j ,bl§ 5.85 p. Mk. — japanesische, chinesische zc. in ben neuesten Dessins u. Farben, sowie schwarze, weiße unb farbige Hennederg-Seide ' von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met» — glatt, gefir ttt, farrirt, ge, • mustert, Damaste rc. (ca. 240 verfch. Qual, unb 2000 verfch. Farben, Dessins re.), Porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 8081 Seiden-Fabrik 6, Henneberg (k. u. k. Hoti.), Zürich.
Bekanntmachung.
Damit die zum weiteren Ausbau der
Staölsernsprecheinrichtung in Gießen ersorderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen bezw. Geschäftsräume rc. im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadtfernsprecheinrichtung verbinden lasten wollen, ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis zum 1. März d. Js., an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden.
Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den ersten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse gelangen erst im nächsten Bauabschnitt zur Ausführung.
Darmstadt, 5. Februar 1895.
Der Kaiserliche Ober-Postdirector.
Clav el.
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag den 25. Februar 1895, Vormittags 9l/2 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Districi Mühlberg, Uttersbrunnen und Zollstockswäldchen, versteigert werden:
72 Kiefern, und Fichtenstämme njjt 42,33 fm (darunter Schnittholz),
1193 Kiefern-Stangen mit 47,77 fm,
55 rm Buchen-Scheitholz,
67 „ Eichen. „
21 „ Nadel- „
160 „ Buchen-Knüppel,
59 „ Eichen« „
10 „ Nadel. . „
46,5 „ Buchen-Stockholz,
26 „ Eichen« „ 21,5 „ Nadel- „ 3140 Wellen Buchen-Neifig, 3080 „ Nadel- „
730 „ Eichen- „
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerftraße an der Happels, wiese.
Gießen, 18. Februar 1895.
Großh. Bürgermeisterei Gteßen.
Gnauth. 1471
Holz-Versteigerung.
Montag den 25. und Dienstag den 26. d. M kommen in dem hiessgen Gemeindewald, District Hoheniod zur Versteigerung: 424 Nadel-Stämme — 129,19 fm, 231 Fichten-Derbstangen — 24,70 fm,
6 rm Buchen-Scheiter,
158 „ Radel-
4 Buchen Knüppel,
50 „ Nadel- ,, 410 „ „ Reisig,
74 „ „ Stöcke,
Am ersten Tage kommt das Stammholz, am zweiten Tage das Brennholz zur Versteigerung.
Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung jedesmal Vormittags L Uhr im Holzschlag.
Queckborn, 19. Februar 1895.
Großh. Bürgermeisterei Queckborn.
Schmidt. 1524
Holzversteigerung
in brn Waldungen ber Stabt fidj.
Versteigert werden in der Forst, wartei Hinterwald: F
Donnerstag d. 28. Febr. l. I.,
Vormittags 91/» Uhr, in dem District Eisenkaute:
200 rm Roth Buchen-Scheiter,
50 „ Weiß- „ „ zu
Werkholz geeignet,
192 rm Buchen-, Eichen- u. Weich- Holz-Knüppel,
251 rm Buchen-, Eichen, u. Weichholz-Stöcke,
6375 Wellen Buchen«, Eichen« und Weichholz-Rcisig.
Zusammenkunft am Burkhards« seidener Weg ant Floß.
Anfang im District Eisenkaute bei Abz. Nr. 218.
Freitag deu 1. März L I., Vormittags 9V2 Uhr, in den Districten Schweinstallsheege, Mönchköpfe und Fichtenkopf:
7 Buchen-Stämme mit 8,10 fm, hierunter 1 Stamm mit 3,30 fm, 111 rm Buchen- u. Eichen-Scheiter, 115,8 „ „ Eichen- und Nadel«
Knüppel,
167 rm Buchen-, Eichen- und Nadel- Stöcke,
3630 Wellen Buchen«, Eichen- und Nadel-Reisig.
Zusammenkunft bei dem Pflanzgarten in der Schweinstallsheege.
Anfang daselbst bei Abz. Nr. 433.
Lich, am 20. Februar 1895.
Großh. Bürgermeisterei Lich.
Heller. 1521
Samstag den 23. Febr. 1895,
Nachmittags 2 Ubr, wird auf hiesigem OrtSger cht das den Herm. Weinberg Eheleute« gehörige Grundstück:
Flur 25 Nr. 158 — 1187 qm Acker auf ber Rodhvhl
versteigert unb zwar mit endgültigem Zuschlag.
Gießen, 20. Februar 1895
Großh- Ortsgericht Gießen.
I V: Hoffman«. 1532 Schellfisch a. Cabliau 1 stets frisch fl64J im Rebstock.
Holz-Versteigerung
in dem
WM der Gemeinde hausen.
Freitag den 1. März soll in den Districten Bruch und Beckers« wald nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Bauholz:
7 Eichenstämme mit 4,83 fm, hier-
15351 Fluss- unb Schellfische, Schollen, Sander. _________________Diefeuweg 18.
Ist. Mihenmehl,
.l.Pfd. 18 — 5 Pfd.85 — 10 Pfd. 1.60, la. Rüböl, Sützrahm-Margarine, Coeosnußbntler.
Gustav Walter, 1526 MLuSbnrg IS.
Ein Laden mietheu. 469^ I. H. Fuhr, Sonnenstr. 25. 3534) Ein gut uiöhl., rubig gelegenes Zimmer mit Labinet vor b^m Corridor ist fofort ober später iu vermiethen
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1509 Arbeiter können Kost unb LogtS erhalten Neustadt 48.
unter ein Stamm mit 59 cm Durchm. und 8,6 m Länge, zu einem Wellbaum geeignet.
97 Nabelstämme mit 38 fm bis 33 cm Durchm. unb 19 m Länge,
57 Nadelstangen mit 4 fm.
B. Brennholz:
Scheilh.
rm
Knüppelh. Reistg btockh.
rm
Wellen
rm
Buchen
—
16,2
370
—
Eichen
2
4,7
50
2,2
Nadel
—
117,0
1070
37
Erlen
—
—
40
—
Bemerkt wird, daß unter dem Nadelknüppelholz mehrere Schichten 31/2 m lange sind.
Die Zusammenkunft ist Morgens 10 Uhr im District Bruch am Wegweiser ojt der Straße Gießen- Steinbach.
Hausen, den 19. Februar 1895.
Großh. Bürgermeisterei Hausen.
Schmandt. 1513
Forderungen an den Nachlaß des Dominicus Martin sind innerhalb 3 Wochen bei dem Unterzeichneten anzumelden, da solche sonst keine Berücksichtigung mehr finden können; auch werden Diejenigen, welche irgendwelche Verbindlichkeiten gegen denselben, oder Sachen von demselben in Besitz haben, aufgefordert, hiervon alsbald Mittheilung zu machen.
Gießen, 18. Februar 1895.
F. Hoffmann, 1467 Nachlaßverwalter.
Montag ben 25. Februar,
Nachmittags 2 Uhr, wird Wallthorstr. 28 das zum Nachlaß des Dominik Martin gehörige Mobiliar, bestehend in fileider«, 1 Taschenuhr, 1 Wecker, 1 silberne unb 1 goldene Uhrkette, mehrere bas Schneibergewerbe betreffende Bücher, fioffer u- f. w., versteigert. 1531
_______________g. Hoffman«. Samstag den 23. Febr. 1895, Vormittags 91/» Uhr, Fortsetzung der Bersieigerung im »ieker'schen Saale. Zur Verft-igerung kommen: Regenschirme, Sonnenschirme, Zinnsachen, Schirmstöcke BterkrÜge, BierglLser, ferner eine große Partie Hosenträger, 1 goldene Ubr u. a- m.
1537_______Geißler, Gerichtsvollzieher.
Heute:
Schellfische bei A. & G. Wallenfels 1014]________21 Markt 21.________
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