der Geistliche von der Kanzel herab seine Pfarrkinder auf- gefordert hatte, bet Ankunft der Deutschen die Brunnen zu vergiften. Franks. Journ.
Erst log die „Patrie", Graf BiSmarck Hetze die Kabylen in Algerien zum Aufstande, heute lügt fie, die arabischen Kaid- vereinigten ein Corp» von 20,000 Rettern, da- fie dem Kaiser zur Verfügung stellen wollten, und der Zudranj zu den WerbebureauS sei so groß, daß man wenigstens 30,000 Afrikaner als Verstärkung nach Europa werde schicken können. Zur Vermehrung dieses Enthusiasmus hat die französische Regierung es für nothwendig befunden, den Belagerungszustand über Algerien za verhängen, und außer« dem hat fie den interimistischen Gouverneur der Colonie wissen lassen, daß die bereit- nach Frankreich beorderten vier Jnfanterieregimenter der drohenden Lage wegen zu seiner Verfügung gelassen werden sollen.
Pont L Mousson, 21. August. Der Verlust der Franzosen in den Gefechten der letzten Tage und zwar am 14., 16. und 18. August betrug allein an Tobten 12- bis 15,000 Mann, und wenn man hierzu Gefangene, sowie die gewöhnlich auf die Tobten fallenden Verwundeten zählt, so kann der Gesammtverluft der Franzosen nicht unter 50,000 Mann betragen Bei Gravelotte machten wir etwa 4000 Mann Gefangene.
Paris, 20. August. Im gesetzgebenden Körper erklärt der Ministerpräsident Paltkao, daß die Preußen verbreitet haben, sie hätten am 18. August große Vortheile über die französische Armee errungen. Dem gegenüber constatirte er, daß die Preußen, die Bazaine angegriffen, hätten zurück- weichen müssen.
Fünfundzwanzigjährige Eriunerungsfeier an 1870.
(Originalbericht deS „Gießener Anzeigers").
Z. Darmstadt, 18. August.
Ein denkwürdiger Tag für die Darmstädter, ja ich möchte sagen für die hessische Geschichte ist verflossen. Der Verlauf deS heutigen Festes hat alle, alle Erwartungen weit übertroffen und wirklich beneidenöwerth ist jeder Theilnehmer, der die erhebende Gedächtnißfeier des Ehrentages der hessischen Truppen mitfeiern durfte. Vom Festplatz in später Nachtstunde heimgekehrt, wagt Ihr Correspondent nicht den Versuch, alle Einzelheiten deS Festverlaufes darzustellen. Aber eS fei gleich jetzt festgeftellt, daß ganz Darmstadt darüber einig ist, daß feit 1870 mit Ausnahme der Feier zum Empfang des GroßherzogS und der Großherzogin, hier noch nie ein fröhlicheres und großartigeres Fest begangen worden ist. Gewiß war das Turnfest vor zwei Jahren fchön, und nicht minder das Musikfest vor Jahresfrist, doch fie halten den Vergleich mit dem heute gefeierten Feste nicht aus, das wurde gestern nicht allein von den Vertretern der Presse, sondern von allen Leuten anerkannt, mit denen Ihr Berichterstatter sprach. Eine Völkerwanderung im wahrsten Sinn des Wortes strömte am Nachmittage dem Festplatze zu und in den ricfigen Bierhallen fand man nur mit Mühe ein Plätzchen. Die Festhalle bot einen hochinteressanten Anblick. Von der Tribüne der Presse konnte man den mächtigen Raum bequem übersehen. 6000 Veteranen galt eS zu speisen. Freilich in der Halle hatten nur 4000 Platz gefunden, 2000 mußten draußen untergebracht werden. Die 200 dem Frstwinhe zur Verfügung stehenden Kellner hatten eine stattliche Anzahl von soldatischen HtlfSmannschaften beigesellt bekommen, wenn trotzdem mancher Veteran mit der Bedienung nicht ganz zufrieden war, fo findet dies in den abnormen Verhältnissen seine Erklärung. Auf der Bühne hatte inmitten der Ehrengäste und des PräfidiumS Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm Platz genommen und eröffnete das Fest mit einem Hoch au, den Kaiser und Großherzog. Herr Oberbürgermeister Morncweg sprach dann in kurzen Worten zu den Gästen. Er betonte, daß die Vorbereitungen und der seitherige Festverlauf eine besondere Begrüßung unnöthig gemacht hätten, deshalb begnüge er sich mit dem Wunsche, daß den Kriegern die Tage in Darmstadt für ihre ganze Lebenszeit unvergeßlich bleiben möchten. Um 4 Uhr erschien Se. Königliche Hoheit der Großherzog in großer Uniform. Die schon vordem sehr festliche Stimmung erreichte nun ihren Höhepunkt. Brausende Hochrufe durchschallten den mächtigen Bau und legten sich erst, als der geliebte Landes- fürst selbst das Wort ergriff, um den Kriegern feine Glückwünsche au-zusprechen. In kernigen Worten gedachte er der Veranlassung zu dem heutigen Fest und der RuhmeSthaten der KriegSjahre.
Dem Blühen und Gedeihen der Kriegervereine galt fein fürstlicher Trinkspruch, fie alle seien hier in der Residenz deS Hessenlandes herzlich willkommen. Um 4»/, Uhr verließ der hohe Herr wieder die Halle. Draußen auf dem Festplatz wurde das Leben und Treiben immer bunter und fröhlicher. Abends um 7 Uhr erschien dann der ganze Groß- herzogliche Hof. DaS Großherzoglichc Paar, Prinzessin Victoria von Battenberg und Prinz Wilhelm mit Gefolge fanden sich in der Hofloge ein. DaS Programm brachte zunächst den Festprolog, von K. Schäfer gedichtet, und von Herrn Hosschauspieler Edward begeistert und begeisternd gesprochen. Jubelnder Beifall lohnte den Dichter, der unter den Anwesenden weilte. DaS deutsche Lied „Deutschland, Deutschland über alle-" wurde von der Feftversammlung angestimmt und draußen auf dem Festplatze weckte eS vielfach ein Echo bet den Kameraden, die keinen Einlaß mehr in die Halle hatten finden können. Dann folgte nochmals eine Aufführung der lebenden Bilder, die am vergangenen Sonntag so jubelnd aufgenommen worden waren. Auch diesmal war ihre Wirkung zündend und der Erfolg außerordentlich. Stets von Neuem erschallten die Hurrah- und Hochrufe der Veteranen, die sich in die Zeit vor 25 Jahren zurückversetzt glaubten. Bor 10 Uhr verabschiedeten fich die Höchsten Herrschaften. Inzwischen hatten draußen auf der hochgelegenen Bühne die Pyramidenstellung durch Mitglieder der Turn
gemeinde und die Aufführungen deS FechiclubS „Frankonia" begonnen. Auch diese Schaustellungen, die durch das Licht eines großen elektrischen Scheinwerfers weithin sichtbar gemacht wurden, betrachteten die Fürstlichkeiten bis zum Schluffe, um dann, jubelnd gefeiert von der Menschenmasse, die den Festplatz füllte, die Rückfahrt anzutreten. Nach 10 Uhr nahm da- Feuerwerk feinen Anfang und überstrahlte den Feftplatz mit feinem Glanze. In später Nachtstunde verließ Ihr Eorrespondent den Festplatz, um in flüchtigen Umrissen das Bild deS heutigen TageS aufzuzeichnen, der für Darm« ftadt ein Ehrentag im wahrsten Sinne geworden ist. Wir Darmstädter hatten uns ja von vornherein viel von dem Feste versprochen, doch einen solch glänzenden Verlauf hatten wir nicht zu erhoffen gewagt. Der Besuch deS Festes wurde gestern von Comitvemitgliedern auf 30,000 Personen berechnet, allein 7000 Tageskarten wurden verkauft, dazu kommen dann die Fest- und Dauerkarteninhaber und die Veteranen, deren Zahl man auf 20,000 berechnete. Montag findet noch eine Nachfeier statt, darüber berichtet Ihnen ein neuer Brief, der nötigenfalls auch noch Ergänzungen zu diesem bringen wird.
ÜMfel WM»
Gießen, den 20. August 1895.
An die Kriegerkameradschaft Hasfia!
Den zur Srinnerungöfeier an die Jahre 1870/71 versammelten Kriegervereinen der Hasfia entbiete Ich als Protector Meinen fürstlichen Gruß.
Mögen die Krieger, deren ältere Mitglieder unter Meines in Gott ruhenden Herrn BaterS ruhmvoller Führung unver- welklichen Lorbeer um die hessischen Fahnen gewunden, auch fernerhin der hohen Aufgabe bewußt bleiben, daß gerade fie in erster Linie dazu berufen find, die Stützen für Altar, Thron und Vaterland zu bilden.
Im Frieden, den unS Gott auch fernerhin verleihen wolle, aber auch im Kriege, wenn des Deutschen Reiches Ehre und Sicherheit ihn erheischen sollte, wollen wir ein- müthig dem Rufe unseres Allerhöchsten Kriegsherrn Seiner Majestät des Kaisers folgen, getreu dem althesfifchen Wahlspruch :
„Für Gott, Ehre, Vaterland". Darmstadt, am 18. August 1895.
Ernst Ludwig.
Au meine Division!
TageS-Befehl.
Der alten Sitte Meines HauseS folgend, übernehme Ich zu der Jnhaberstelle Meines 1. Infanterie (Leibgarde-) Regiments Nr. 115 noch die Jnhaberstellen von Meinem 1. Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regiment) Nr. 23 und von Meinem Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (Groß- herzoglicheS Artillerie-Corps).
Ich wähle hierzu den heutigen Tag, um hiermit der gedämmten Division Meine Anerkennung und Meinen nie erlöschenden Dank auszusprechen für die Hingebung und Tapferkeit, mit welcher fie, unter der ruhmvollen Führung Meines in Gott ruhenden Herrn Vaters, in dem glorreichen Feldzuge 1870/71 und besonders heute vor 25 Jahren auf den Schlachtfeldern von Gravelotte-St. Privat für unser Hessisches Heimathland und das gefammte Deutsche Vaterland gestritten hat.
Darmstadt, am 18. August 1895.
Ernst Ludwig.
*• Auszeichnung der Veteranen von 1870/71. Der Kaiser hat nachstehende Cabinetsordre crlaffen: Ich will auS AnlaßderfünfundzwanzigjährigenWlederkehr derSiegestage des Feldzuges von 1870/71 daS in diesem Kriege erworbene Verdienst erneut dadurch anerkennen, daß Ich denjenigen Besitzern der Kriegsdenkmünze, welche an einer der in dem anliegenden Verzeichniß aufgeführten Schlachten ?c. theil- Ijenommen haben, die Berechtigung verleihe, auf dem Bande dieser Denkmünze nach beifolgendem Muster für jede der von ihnen mitgemachten Schlachten 2C. eine Spange mit dem entsprechenden Schlacht« rc. Namen zu tragen. Sie haben wegen der weiteren Bekanntmachung dieser Ordre das Er- orderliche zu veranlassen.
Berlin, den 18. August 1895,
Wilhelm. I. R.
Fürst zu Hohenlohe.
An den Reichskanzler.
Schlacht: 1) bei Spicheren, 2) bei Wörth, 3) bei Colombey - Nouilly, 4) bei Vionville-MarS-la-Tour, 5) bei Gravelotte-St. Privat, 6) bei Beaumont, 7) bei Noisseville, 3) bei Sedan, 9) bei Amiens, 10) bei Beaune la Rolande, 11) bei VillierS, 12) bei Loignh - Pouprh, 13) bei Orleans, 14) bei Beaugench - Cravant, 15) an der Hallu e, 16) bet Bapaume, 17) bet Le ManS, 18) an der Clfatne, 19) bei St. Quentin, 20) am Mont - Valerien, 21) Belagerung von Straßburg, 22) Belagerung von Paris, 23) Belagerung von Belfort.
*• Herr Proviuzialdirector Freiherr von Gageru ist von einem mehrwöchentlichen Urlaub zurückgekehrt.
♦♦ Kammermusik. Nächsten Donnerstag den 22. August inbet das zweite Concert der Quattettgenoffenschaft Kruse statt. Es braucht wohl an dieser Stelle nicht mehr gesagt zu werden, und ist hinlänglich bekannt, daß die Rünftler tm ersten Lvncett die vollendetsten Leistungen darboten. Beethoven und Coßmannconcerte können nur Künstler ersten Ranges In ihre Solovorträge aufnehmen. Wenn wir noch bemerken, daß die Leistungen des Frl. Schulz (Opernsängerin) den größten Anforderungen in der Arie aus der Oper „Undine" sowie mehreren Liedern von Suchor, OescherS- leben, Brahms entsprach, so ist zu erwarten, daß den Künstlern im zweiten Concert ein besserer Besuch wie im ersten Uoncert zu Theil wird. ES ist übrigens einem besonderen Zufall zu verdanken, daß die Genossenschaft ein derartige- Kammermusikconcert in unserer Stadt bieten kann, da eS
die Ferien der Gebrüder Kruse nur ermöglichen. Herr WillU Kruse hat einem Engagement al- Concertist an da- Hallenser Theater zugesagt und könnte im nächsten Jahre ein solche- Ensemble vielleicht nicht wieder zu Stande kommen. — Im zweiten Concert bekommen wir u. S., wie angesagt, Paganini- concert und die neue Suite, Compofition von Herrn Kammermusiker H. Kruse, sowie die Waffenschmied-Arte und Lieder von FeSca rc. von der Opernsängerin Frl. Schulz zu hören.
Die ObstauSftellung in Gießen. Mit der landwlrth- ichaftllchen Landesausstellung in Gießen vom 19. bi« 22. September d. I. ist bekanntlich auch eine Obstau»- fteUung verbunden, deren Einrichtung der Oberhesfische Obstbauverein übernommen hat. Für diese Ausstellung allein find 23 Ehrenpreise im Werthe von 680 Mark vorgesehen, darunter 2 des Grafen v. Oriola im Werthe von 100 Mark. DaS Programm, welches durch die Geschäftsstelle deS Oberhessischen Obstbauvereins erhältlich ist, umfaßt 33 Nummern und wenn die darin gestellten Aufgaben einigermaßen erfüllt werden, so dürfte die Ausstellung die lehrreichste und schönste werden, die Oberheffen je gesehen hat. Daß dies der Fall sein wird, lassen die bis jetzt eingelaufenen Anmeldungen schließen. So wird die Stadt Friedberg, die ObstverwerthungSgenoffmschaft Wetterau und die Gräfl. Hof- gärtneret in Assenhelm mit schönen Sammlungen und VerkaufSwaaren erscheinen. Die Ortsgruppe Butzbach des Oberhesfischen Obstbauvereins, die Gemeinde Münzenberg, die Gemeinde Södel, die Obstverkaufsgenoffenschaft Ober- RoSbach werden große Sortimente bringen, der Pomologssche Gatten in Friedberg wird selbstredend, wenn auch nicht als Concurrent, mit dem schönsten Obste vertreten sein und auch die Obstweinproducenten der Wetterau rüsten fich zur AuS- ftellung. Von einzelnen Obstzüchtern und Baumwättern laufen täglich Anmeldungen ein, unter denen auch die Provinz Starkenburg vertreten ist. ES ist zu hoffen, daß die öetterau auch auf dieser Ausstellung wieder mit dem Besten erscheint, waS fie hat, und wir wollen nicht verfehlen, noch darauf aufmerksam zu machen, daß der Anmeldetermin mit dem 1. September abläuft.
Messerstecherei. Gestern Abend geriethen an dem Asterweg drei Arbeiter in (Streit, wobei einer derselben einen Messerstich in den Kopf erhielt.
** Diebstahl und Sachbeschädigung. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde au6 einem im Umbau begriffenen Hause in der Wallthorstraße ein Wandschrank gestohlen und ein Ofen bemolirt.
♦♦ Die Gärte» im Reustädterfeld find in letzter Zeit wiederholt von Spitzbuben heimgesucht worden. Nicht genug damit, daß sie Bohnen, Gurken, Kartoffeln rc. stahlen, sie demolirten auch die Gartenzäune und rissen Bohnenstangen und Alles um, was ihnen in den Weg kam.
Schulbildung bet Rekruten. Unter den 3552 im letzten Ersatzjahr zum Militärdienste ai» dem Großherzog- thum Hessen ausgehobenen Mannschaften befanden sich nach einer Mitteilung der „Darmft. Ztg." nur 2 ohne Schulbildun g, also nur 0,06 Procent. In den letzten 20 Jahren wurden 53 900 Militärpflichtige eingestellt. Unter diesen befanden fich zusammen nur 64 ohne Schulbildung. Den höchsten Procentsatz (0 34 pCt.) weist da- Etatsjahr 1875/76 mit 9 von 2661 eingestellten Mannschaften auf. In den Jahren 1886/87 und 1893/94 fanden fich unter den Eingestellten keine ohne Schulbildung.
H. Rödgen bei Gießen, 19. August. Am gestrigen Tage versammelte sich dahier eine stattliche Zahl der Bürger zur Gedächtnißfeier der Schlacht beiGravelotte und der vorauSgegangenen Tage. Unter der bewährten Leitung der Herren Lehrer Wörner und Günther nahm die Feier den schönsten Verlauf. Der Gesang patriotischer Lieder, erhebende Ansprachen der Herren Lehrer und mit Enthusiasmus ausgebrachte Toaste bewirkten eine allgemeine Begeisterung. Mit dem Gelöbniß, auch fernerhin treu zu Fürst und Vaterland zu stehen, trennte man sich erst in vorgerückter Stunde.
□ Ruppertenrod, 19. August. Ein Lieutenant bei den 14. Husaren von Cassel, deren eine Schwadron am verflossenen Freitag auf dem Durchmarsch hier tm Quartier lag, ging an diesem Tage mit einem seiner Kameraden auf dem Wege nach Wettsaasen. Bei einem kurzen Anlauf, den er auf diesem Wege unternahm, glitt er aus, stürzte zu Boden und fiel sich den einen Arm au« dem Schultergelenk. Der bei der Schwadron weilende Militärarzt vermochte allein den ausgefallenen Arm nicht wieder einzurenken, sondern mußte noch die Hilfe eines anderen Arztes in Anspruch nehmen. — In Elpenrod fiel beim Spielen ein sechs- ährigeS Mädchen auf die Straße und brach den Unterarm. Bei Kindern, deren Knochen noch weich und biegsam, sind derartige Fälle sonst selten.
E—r. ReiSktrche», 19. August. Die diesjährige Gravelotte- Feier geschah wegen der 25. Wiederkehr de- Tages von Gravelotte in bedeutend erhebenderer und schönerer Weise als in früheren Jahren. Morgens betheiligte fich der Rrtegerberein am FestgotteSdienste. Nachmittag- fand eine Trauerfeier für die in Folge de- Kriege- verstorbenen Krieger statt. Bon den 33 Kriegern, die während deS Kriege- unter )le Waffen gerufen wurden, erlag einer auf französischem Boden seiner Verwundung. Drei andere starben hier kuq nach der Beendigung de« Krieges. Ihre Gräber wurden mit Kränzen geschmückt. Mit einem Lhoral wurde die Se- dächtnißfeier eingeleitet, worauf der Ortsgeistliche eine ergreifende Gedächtnlßrede hielt. Grabgesänge Seiten« des GesangvereinS und der Schüler erhöhten die Feier. Nach Schluß derselben löste fich der Zug zum Beginn einer halb- kündigen Pause auf, um bann nach derselben von neuem Aufstellung zu nehmen und an die „Frieden-linde" zu war- chiren. Die den Zug eröffnende Schuljugend wurde hier mit Wecken und Bier bewltthet und freudestrahlend tummelte ich dieselbe bald hernach auf dem Festplatze. Musik, Gesang und Ansprachen in raschem Wechsel ließen die Stunden schnell
iinh
-ßTÄ
ta5 6\ Mr SÄ
£*•*’ u,6 iUitt*
an Wf«® S«»t.
BtstimoE
-n. N ernte l-m bei vielen ft®»«® fleht not >aö Sflrtfoiul aber ai * faß uitlt yrntt bereit« fltl erforderliche Bod im Herbst 1894 std bk Drescht gedroschene Ftuö namentlich von t Mig hoch im 16 M 25 Pss Ertrag vom M matzen stellen:, Hafer 14. — 5 vuückgegangen.
§ Hiebet LvchmdeS deS Ziegevmarkt mittag« schwein
§ Mein Steinfun (Rui praktischer Arzt § srtissel wohnhaft geroei welcher bekannt fängniß in &it[ vor btm UmtSi fit btr Stift
Wir bnnc tfrittyof in de k bis Abende i Verweilenden eir Glockenzeichen au
Gießen,
6946
Uzv<
im tzvlzsl geM mndrndr Eladlwaldr, btfr
l) circa M undLchn^ m. Drchir Länge,
2) circa 60
von 10- und bis ji
3) circa 50 1 12—30cir nach Bereit
4J circa ‘70 r
Holz von 12 • n und 2,5 m 10j M dem Suk leben werden. r-»h-b-r
W» Sngtbo: b,‘ * ». Ted
6933'‘
Äl,,®°d) htn c< Bl“*»!?
S.B'6


