wnb am Dienstag wird der Reichstag bereit- im Bentz der Vorlage sein. Es ist freilich nicht abzuseheu, wie diese Vorlage noch berathen werden soll. Auch der Antrag auf Kündigung des argentinischen Meistbegünstigung-- »ertrag- soll noch erledigt werden. Der Bericht der Gew er beorduung».Commission ist Freitag festgestellt worden und wird Montag erscheinen. Die Budget-Commiffion wird am Montag die NachtragS-EtatS berathen.
Berlin, 18. Mat. Die Berliner Studentenschaft bringt zur bevorstehenden Wahl de- DirectoriumS der akademischen Lesehalle ein Flugblatt zur Verbreitung, in welchem eS heißt, daß bi- jetzt seit Jahren versucht worden sei, politische Interessen bei der Verwaltung der akademischen Lesehalle zur Geltung zu bringen. Die Anschaffung neuer Zeitungen sei nicht nach Bedürfniß, sondern nach dem jeweils herrschenden politischen Standpunkte erfolgt. Jede derartige Intoleranz müfle von der Studentenschaft entschieden bekämpft werden, gleichviel, ob die Strömungen politischer oder religiöser Natur seien, zumal zu einer Zeit, wo man sich berufen fühle, die Lehr- und Lernfreiheit der deutschen Hochschulen anzutasten.
Berlin, 18. Mai. Wie der „33oft" von wohlunterrichteter Seite mitgetheilt wird, werden die Bemühungen, Dr. Carl Peter- im Retch-dtenft und zwar in Gemeinschaft mit Major von Wtßmann inOstafrtka zu erhalten, fortgesetzt. Der Kaiser habe selbst den Wunsch ausgesprochen, daß diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sein mögen. Eine Verwendung von Dr. Peter- in Kamerun sei auSgeschloffeu.
Berlin, 18. Mai. Der Tarif für die Benutzung des Nord-Ostsee-CanalS wird, wie verlautet, für das erste Jahr durch kaiserliche Verordnung festgesetzt werden. Die Strompolizei auf dem Canal wird dem preußischen Handelsministerium unterstellt werden.
Berlin, 18. Mat. DaS Herrenhaus beabsichtigt, am Montag seine Arbeiten abzubrechen, das Abgeordnetenhaus wird dem Vernehmen nach bis Mittwoch den 29. d. M. tagen.
Berlin, 18. Mat. Der bisherige deutsche Botschafter in Washington, Freiherr von Saurma-Jeltsch, welcher zum Botschafter in Konstantinopel ernannt ist, ist gestern auS Bremen hier eingetroffen. Derselbe gedenkt einige Tage in Berlin zu verweilen und sich dann auf seinen neuen Posten zu begeben.
Hirschberg i. Schl., 18. Mai. DaS Riesengebirge ist mit frischem Schnee bedeckt.
Ulm, 18. Mai. Amtliches Ergebniß der Reichstags- Stichwahl im 14. Wahlkreise (GetSlingen-Heidenheim-Ulm): E- wurden inSgesammt 17,250 Stimmen abgegeben- davon erhielten Haehnle (Dem.) 9626, Ehmann (freiconservativ) 7624 Stimmen. Haeh nle ist danach gewählt.
Straßburg i. E, 18. Mai. Heute Mittag fand die Eröffnung der Straßburger Industrie- und Gewerbe-AuSsielung für Elsaß-Lothringen, Baden und die Pfalz durch den Protector der Ausstellung, den Kaiserlichen Statthalter Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg, statt.
Arr-laud.
Wien, 19. Mai. DaS Amtsblatt veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben, durch welches Graf HoluchowSki zum Minister der Auswärtigen Angelegenheiten ernannt wird.
Wien, 18. Mai. AuS allen LandeStheilen laufen Meldungen ein, welche constatiren, daß der rapide Sturz der Temperatur großen Schaden angerichtet hat. In ganz Böhmen, Rieder-Oesterreich, Mähren, Steiermark, Kärnten, im Krain hat es gestern während des ganzen Tages geschneit, sodaß die Felder mit fußhohem Schnee bedeckt sind. Die Getreidefelder haben bedeutenden Schaden erlitten.
Laibach, 18. Mai. Heute früh gegen 8 Uhr fand wiederum ein heftiger Erdstoß statt.
Temelvar, 18. Mai. Gestern Nachmittag 3f/a Uhr ist hier ein leichter Erdstoß verspürt worden.
Brüssel, 18. Mai. AuS Charleroi wird gemeldet, daß unter der Arbeiter-Bevölkerung eine große Erregung herrscht wegen der Schutzzoll Vorlage. DaS Brod ist bereits im Preise gestiegen.
Pari», 18. Mai. Die polizeilichen Untersuchungen haben festgeftellt, daß die vor einigen Tagen in Paris durch Aufkleben der Porträts des Herzogs von Orleans gemachte royalistische Propaganda von einer Gruppe junger Leute, Studenten, Advokaten usw. in- Werk gesetzt worden ist.
Loudon, 18. Mai. Die „Times" meldet, ein Häuptling der Eingeborenen im westlichen Theil FormosaS habe sich zum Könige auSgerusen. Mehrere tausend chinesische Soldaten hätten sich ihm angeschloffen. Die Revolution drohe, die ganze Insel zu ergreifen.
Loudon, 18. Mai. „Standard" bespricht daS Finanzprogramm des italienischen Finanzministers Sonnino und meint, Italien ruiuire sich selbst durch seinen Größenwahn. ES müffe bei seinen schwierigen Verhältniffen doch absolut darauf verzichten, Frankreich, Deutschland und England nachzuahmen.
Petersburg, 18. Mai. Der Großfürst - Thronfolger Georg von Rußland, welcher nach Beendigung seine- Aufenthalte» in Algier am verwandten Hofe von Athen geweilt halte, ist jetzt nach der Krim weitergereist. Darüber, ob das Klima von Algier dem brustleidenden Prinzen die erhoffte Linderung gebracht hat, liegen keine Nachrichten vor. Da er aber wieder nach dem südlichen Rußland zurückkehrt, so scheint der Aufenthalt in Algier wohl kaum eine größere Befferung in seinem Leiden bewirkt zu haben.
Petersburg, 18. Mai. In Brest-LitewSk find im Ganzen 1500 Häuser abgebrannt. Drei Viertel der Stadt sind zerstört. Der Brand forderte 20 Opfer. Die Bewohner lagern auf freiem Felde. Die Hotels und die größeren Geschäftshäuser find gerettet. Auch die Stadt Kobryn steht in Flammen.
Konstantinopel, 18. Mai. Da- zur Theiluahme an der Canaleröffnung in Kiel bestimmt gewesene türkische Kriegsschiff kann wegen Seeuntüchtigkeit nicht abgehen.
Washington, 18. Mai. Wie hier verlautet, soll die Schweiz ersucht werden, da- Schiedsgericht zwischen England und Nicaragua anzunehmeu.
Wolff» telegraphische» Eorrespondenz-vureau.
FriedrichSruh. 19. Mai. Die Huldigung-sahrt der Rheinländer, an welcher fich 750 Damen und Herren betheiligten, nahm einen würdigen Verlauf. Oberbürgermeister v. Bohlen-Remscheid feierte in einer Ansprache die Verdienste de» Fürsten Bismarck. Die Damen überreichten mit einer poetischen Ansprache einen Blumenkorb. Der Fürst dankte in einer längeren humordurchwürzten Rede und schloß mit einem Hoch auf die rheinischen Frauen. Von 60 Städten wurde ein Collectiv-Ehrenbürgerbrief, von fünf Städten besondere Ehrenbürgerbriefe überreicht. Außerdem stiftete die Stadt Solingen einen künstlerisch ouSgesührten Kürasfier-Pallasch, Remscheid einen Eichenklotz mit Ambo» und Schmiedegeräthen.
Wien. 19. Mai. Die amtlichen Blätter veröffentlichen heute das Handschreiben des Kaiser», durch welche» Graf GoluchowSki zum Minister de» Aeußeren, unter gleichzeitiger Verleihung der GeheimerathSwürde, ernannt wird.
Depeschen des Bureau .Herold".
München, 19. Mai. Gestern fand im Bürgerlichen BräuhauS eine vom hiesigen demokratischen Verein anläßlich der Ablehnung der Umsturzvorlage veranstaltete BolkS- feier statt, welche von 500 Personen, darunter auch einigen Damen besucht war. Die letzteren mußten jedoch auf Der- langen der Behörde alsbald daS Local verlaffen, da die Feier als eine politische erklärt wurde, an welcher nach baierischem Vereinsgesetz Frauen und Minderjährige nicht theilnehmen dürfen. Dr. Quidde hielt die Eröffnungsrede, Dr. Conrad die eigentliche Festrede, welche in ein Hoch auf den deutschen ManneSmuth und die politische Freiheit auSklang. Nach einigen ferneren Ansprachen wurde die Feier um Mitternacht beendet, da die Polizei eine Verlängerung der Polizeistunde nicht duldete.
Budapest, 19. Mai. In AlHohl kam eS anläßlich der Reichstagswahlen zu großen Schlägereien zwischen den Clerikalen und den Liberalen. Die Gendarmerie mußte wiederholt einschreiten. Biele Personen, darunter mehrere Geistliche, wurden verhaftet, ein Bauer getödtet.
totale* and provinzielle*,
Siehen, den 20. Mai 1895.
* ♦ Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Magazinverwalter Friedrich Blößer im Dienste der L. C. Wittich'schen Hofbuchdruckerei zu Darmstadt baß allgemeine Ehrenzeichen „Für Verdienste" zu verleihen.
* * Coucert. Fräulein MinnaKörner hat am Sonntag den 19. d. Mts. in einem Concert ihre vorgeschrittenen Schüler und am SamStag vorher in einer Prüfung die jüngeren dem Gießener Publikum vorgestellt. Beide Aufführungen erwiesen auf daS Deutlichste, daß eS Fräulein Körner sehr ernst mit ihrem Lehrberuf ist und ihre Schüler sich in den allerbesten Händen befinden. Alle zeigten sowohl in den Solovorträgen als auch in den Ensemblestücken geschmackvolles Spiel und strengen Tack, alles trug den Stempel sorgfältigster Vorbereitung. Niemals hatte man die Empfindung etwas Eingedrilltes zu hören, Jeder beherrschte in der Technik, wie auch in der Auffassung die ihm gestellte Aufgabe. Ganz besonders möchten wir den tadellos sauberen Anschlag lobend hervorheben, der mit mühelosester Kraftentfaltung ein gesangreiches Spiel ermöglicht. Auch die Wahl der ausgeführten Musikstücke verrieth den geläuterten Geschmack der Lehrerin, selbst von den kleinsten Pianisten hörten wir anmuthige, der kindlichen Auffaffung entsprechende und dabei doch edle Musik. Au» den vielen, guten Leistungen ragte die eines kleinen Knaben merklich hervor, wir zollen seinem musikalischen Gedächtniß unsere Bewunderung und glauben ihm bei eifrigem Weiterstreben eine große Zukunft versprechen zu können.
* • Die 5. Ruder Regatts auf der Lahn bei Gießen findet am Sonntag, den 28. Juli, Nachmittags, statt. Die Ausschreibungen hierzu lauten: 1. Einser für Juniors. Ehrenpreis. Einsatz 10 Mk. — 2. Vierer. Ehrenpreis, gestiftet von der Stadt Gießen. Wanderpreis. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe einen Nebenpreis. Bertheidiger von 1894: Gießener Ruder Gesellschaft. — Einsatz 40 Mk. — 3. Dollenzweier für Juniors. Ehrenpreis. — Einsatz 20 Mk. — 4. Vierer. Offen für Ruderer, welche nicht im Rennen Nr. 2 rudern. Ehrenpreis. — Einsatz 30 Mk. — 5. Einser. — Lahn-Pokal, gestiftet vom Deutschen Ruder-Verband. Wanderpreis. Bertheidiger von 1894: Herr Albert Rübsamen von der Gießener Ruder- Gesellschaft: — Einsatz 10 Mk. — 6. vierer für Juniors. Dameoprei». — Einsatz 30Mk. — 7. Einser. Offen für Ruderer, welche nicht im Rennen Nr. 5 rudern. Ehrenpreis. — Einsatz 10 Mk. — 8. Dollenzweier. Ehrenpreis. — Einsatz 20 Mk. — 9. vierer. Offen für Ruderer, welche bis zum 13. Juli 1895 noch kein offene» Rennen im Vierer gewonnen haben und nicht im Rennen Nr. 6 rudern. Ehrenpreis. — Einsatz 25 Mk. — 10. Dollenvierer. Ehrenpreis. — Einsatz 20 Mk. — 11. Achter. „Ehrenpreis Sr. König!. Hoheit des Groß- Herzogs Ernst Ludwig von Heffen und bei Rhein". Wanderpreis. Offen für Ruderer, welche noch kein offenes Rennen um einen Herausforderung»- oder Wand-rprei» im Achter gewonnen haben. — Einsatz 50 Mk. — Meldungsschluß und Nennungsschluß: Samstag, 18. Juli 1895, Abends 8 Uhr.
Meldungen und Nennungen find unter Beifügung der Einsätze an * den Vorsitzenden der Rnder-Gesellschaft, Herrn Ehr. Reiber, Gießen, zu richten.
• • 22. Mittelrheiuische» Äreifrlnrefet. Die Einladungen zum Feste find bereits an die Turner de» Kreise» ergangen. Zahlreiche Anmeldungen stehen bevor, da die Turnfeste der letzten Jahre ersahrungSgemäß mehr denn 5000 Gäste den Feststädten zugeführt haben, von denen etwa die Hälfte Frei- quartter beanspruchte. Diese zahlreichen Ansprüche, die jetzt an Gießen gestellt werden, zu befriedigen, ist nun Aufgabe de» Wohnung».Au»schnffe», der hierdurch ganz besonder» aus die Unterstützung der Bürgerschaft angewiesen ist. Die Ein. richtung von Maffenquartieren darf doch nur ttn Nothbehelf sein. Außerdem kosten dieselben für jede Schlafstelle ca. 5 M. und bürden dem Wohnung»-Au»schuß eine Rtesenarbeit auf. ES wird deshalb dringend gebeten, dem WohvungS-AuSschutz in der Sorge für da» Unterkommen so vieler Festgäste besonder» hilfreich beizustehen. Turner sind bescheidene und genügsame Leute. Ihre Ansprüche find gering. Zu größeren Leistungen ist deshalb der Ouarttergeber nicht verpflichtet. Ein HauSschlüffel, des späten HeimkommenS wegen, und der Morgenkaffee dürften gewiß gerne verabfolgt werden. Selbst- redend kann und soll damit nicht gesagt sein, daß eine Einladung zum Mittagessen und zu einer Flasche Turnerwein nicht ebenfalls dankend angenommen werden würde. Da» Turnfest dauert ja keine Ewigkeit und e» ist die geringe Unbequemlichkeit, die mit der Fest-Bequartierung vielleicht verbunden sein könnte, bei gutem Willen leicht zu ertragen. E» darf daher wohl erwartet werden, daß die Mttglteder de» Wohnung»-Ausschüsse» bei ihrem demnachstigen Rundgang mit ihrer Bitte um Freiquartiere bereitwillige» Eingehen auf ihre Wünsche finden. — Sollten jedoch, wa» theilweise in den Verhältnissen begründet sein mag, die Angesprochenen nicht in der Lage sein, einen Turner zu beherbergen, dann nehmen die Mitglieder de» Wohnung» Ausschusses auch Beiträge zu den Kosten der Massenquartiere gerne und dankbar entgegen.
• • 22. Mittelrheinisches Kreis-Turnfest Um eine in letzter Zeit aufgeworfene Frage, wcßdalb wohl die Garantiefon dS-Zeichnung zum Feste, die unter den Mitgliedern der beiden Turnvereine die beträchtliche Summe von ca. 48,000 Mk. erreicht hat, eine weitere Erhöhung erfahren soll, sei hiermit geantwortet, daß doch gar vielen Freunden und Gönnern der Turnsache, die unter unseren Mitbürgern sich befinden, aber keinem der Turnvereine al» Mitglieder angehören und doch die Vorsichtsmaßregel in der Garantiefond»-' Zeichnung gerne mitunterstützen helfen, nun auch Gelegenheit gegeben werden soll, ihren Gemeinfinn durch ihre Mit- betheiligung an beregter Zeichnung zu bekunden. Auf der anderen Seite ist eß aber auch Pflicht de» Finanz-Ausschüsse», den Garantiefond» auf die höchstmöglichste Höhe zu bringen, um dadurch in der event. angenehmen Lage zu fein, bei einem etwaigen Deficit, wa» zwar noch bei keinem Mittelrhe'nUchen Turnfeste sich ergeben hat, die wirkliche procentuale Beisteuer für den Einzelzeichner äußerst gering au»schlagen zu können, denn je größer die Gesammtsumme, desto geringer die Last de» Einzelnen.
* * Unter de« Pferdebestand der Gießener Conibnl Wefel- schäft ist die Rohkrankheit außgebrochen. Ein Pferd wurde gestern Morgen auf dem Wasen getödtet und bei demselben Rotz festgestellt. Zwei weitere der Seuche verdächtige Pferde sollen morgen getödtet werden. Die übrigen Pferde (12 Stück) find der Ansteckung verdächtig. E» ist indeß nach dem Reich»- Seuchengesetz gestattet, dieselben innerhalb der Gemarkung zum Zug zu verwenden, so daß der Omnibu»-Betrieb eine Einschränkung nicht erfahren wird. Eine Vergütung für infolge von Rotz gefallene ober getöbtete Pferde leisten die Versicherungs-Gesellschaften nicht, jeboch wird eine solche bi» zu drei Viertel des taxieren Werthe» vom Staat gewahrt.
* * Befihwechfel. Verkauft würbe heute vormittag da» Gasthaus „zum Adler", Marktplatz 20, an Herrn Brauerei- befitzer Jhring in Lich für den Preis von 74,500 Mk.
* * Messerstecherei. Gelegentlich der gestern Nachmittag im ChausftehauS abgehaltenen öffentlichen Tanzmusik kam eS zwischen Soldaten und Cioilisten zum Streit, wobei ein Soldat einen Messerstich in den Arm erhielt.
x Rüddingßhaufen. 17. Mai. Die heute hier abgehaltene Bürgermeisterwahl, welche durch den Rücktritt de» früheren Bürgermeisters nöthig geworden war, ergab al» Resultat die einstimmige Wahl de» erst vor wenigen Wochen zum Beigeordneten gewählten Heinrich Braun 1. Da die Wahl de» neuen Bürgermeister» vorau»fichtlich unangefochten bleibt, muß bald wieder eine Beigeordnetenwahl stattfinden.
Dieburg. 17. Mai. Eine muttyige That wurde vor einigen Tagen hier von einem Jungen vollbracht Da» Söhnchen eine» hiesigen Fuhrmann» fiel beim Spielen in die Gersprenz, wurde aber durch den 13jährigen Sohn de» Landwirth» Wick mit Einsetzung seiner eigenen Lebensgefahr gerettet.
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Witterungsbericht vom 18. Mai.
Eine Depression liegt beute über dem mittleren und unteren (^begebtet. Bon derselben zieht sich eine Furche geringeren Drucke» über Böhmen nach Ungarn und »um Schwarzen Meer. Ausserdem sind noch ftcundäre Minima vorhanden, besonder» über Nord Frankreich und am oberen Po. Hoher Druck bedeckt den Nordisten and Norden Europas Auch im Norden Schottland» stehl da» Barometer höher al» in Eentrab Europa, doch ist ei dort gegen gestern gefallen, fodah vielleicht vom Ciean her bald wieder neue Depressionen Nachfolgen. In Deutschland ist mit Ausnahme de» Nordosten» bei Wetter kühl, befonberi in Süd- und Mittetdeuttchland In den Alpm ist sehr viel Schnee gefallen, auch au» der Rhön wird hcute eine Schneedecke von 4 6im. gemeldet. Norddeutschland hatte gestern zahlreiche Gewitter.
voranistchUiche »itierune i
Zunächst noch trüb, kühl und unbeständig. Best er un, der Wetterlage noch nicht gesichert.


