Pcrfcbr, Canö- und Volfsroiribfcbaft.
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L Schmidt von (Är. Ctnben Äfl. (4 Pfd.) Echwarzbrod bei Gg.A.Heusero.Gr.-Linden
L. Schmidt v. ®r. Vinbcn F.Schön v. iRutterebaufm Äug. Deibel von fflufed, W. ©teinmüder o. ß. I38n6 u. (S. Jacoby v. Alten-Bufeck Wild. Fadel von öiefetf,
Kg. (6 Psd.) Schwarzbrod b. Battb ödrift. Ww. v.Wreseck Wild. Fabel von Wieseck u. G. Jacoby v Allen Buleck
Der VrodvertLufer.
Dieselben Preise wie bei ben Böckern. Gießen, ben 20. Aprll 1895.
Grobherzogliche» Polizeiamt Sieben. I. V.: Wolff, Regierung»-Affessor.
Sommer - Fahrplanes auf dieser Linie beß Nachmittags ein alltäglicher regelmäßiger Betrieb eröffnet werden
•• Arbeitsbücher. Die nach Ostern in ein Lehrlings« verhältniß tretenden jungen Leute feien darauf aufmerksam gemacht, daß sie sich mit einem ArbeitSbuche versehen müsien, welches die Eltern rc. auf dem Polizei-Amte zu holen haben.
*• DaS Beschädigen der Ruhebänke durch Ein sch neid en von Namen wird von Dielen verübt, ohne sich einer stras« baren Handlung bewußt zu sein. Zur Warnung theilen wir eine Notiz auS Marburg mir, woselbst dieser Tage ein Gymnasiast bei solchem „Zeitvertreib" erwischt wurde. Um einer Bestrafung zu entgehen, hat derselbe sämmtliche Bänke neu Herrichten lasten. Möge dieser Vorfall allen Denen, die Gefallen daran finden, die Ruhebänke und sonstigen Anlagen in der gedachten Art zu beschädigen, zur Warnung dienen.
•* Zur Orientiruug für Biertrinker hat die hiesige Actienbrauerei einen Stadlplan unfertigen und in ben Localen ihrer Kundschaft auShängen lasten. In den Plänen sind die Stellen, wo „Heffebier" verzapft wird, durch rothe Punkte gekennzeichnet.
•• Einsam verstorben. Der 84jährige Bahnarbeiter K., welcher in der Marburgerstraße ein Häuschen allein bewohnte, wurde gestern Nachmittag in seiner Stube tobt aufgefunden. Ein Schlaganfall soll die TobeSursache fein.
•* Die plötzliche starke Preissteigerung des Petroleums soll ber „Hamb. Börsenh." zufolge eine naturgemäße Folge der mehr und mehr abnehmenden Probuction unb Verringerung ber alten amerikanischen Bestände sein. Vielleicht tragen auch die Herren amerikanischen Petroleum Ringmänner eine große Schuld an dieser Preissteigerung - cS wäre nicht daS erste Mal, daß durch derartige Speculationen daS Petroleum vcrtheuert würbe; daS Publikum wirb sich wohl in seinem Verbrauch danach zu richten wisten.
•• Evltur Ingenieur für die Provinz Oberheffe«. An die Zweite Kammer ber Stände richtet sich ein Ansinnen beider Ministerien: zur Anstellung eines weiteren Eultur«Ingenieurs in der Provinz Oberhessen mit einem JahreS- gehalt von 3300 Mk. bis 4200 Mk., sowie für Reisekosten, Bureaukosten im Betrage von jährlich 3500 Mk. die erforderlichen Mittel mit 7250 Mk. jährlich zu verwilligen und die Zustimmung dazu zu ertheilen, daß diese Beträge für die Jahre 1895—96 und 1896—97 auS den Ueberfcbüffen vorderer Flnanzperioden entnommen werden.
•* Der Getreidemarkt (BerichtSwoche vom 11. bte 18. April.) Die Thatsache, baß bte sehr großen Getreide- vorräthe Amerikas in den letzten sechs Wochen durch starke Ankäufe Englands und FrankreicheS bedeutend vermindert worden sind, und daß man doch in diesem Jahre im Allge' meinen einen geringeren Ernteertrag erwartet, hat in dieser Woche dem Getreidemarkte eine große Festigkeit gegeben und eine Preissteigerung begünstigt. In Berlin und Leipzig wurden gehandelt: Wetzen per 20 Centner zu 128 bis 146 Mk., Roggen zu 119 bis 125 Mk., Gerste zu 100 biß 165 Mk. und Haser zu 112 bis 140 Mk.
Rimbach, 17. April. Der hiesige Schneelieferant hat gestern seinem Vertrage gemäß in Weinheim noch vor TageSgrauen seine Fuhre Schnee abgeüefcrt unb bafür seine 50 Mk. etnkassirt. Wie man sich erzählt, soll bereits ein ganz gleicher Accord für nächstes Frühjahr vereinbart worben fein.
Brodprcisc vom 21. April biß 5. Mai 1895. Der hiesigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfb.) lafelbrob
2 Kg. (4 Psb.) Taielbrod
1 Kg. (2 Pfb.) Weißbrot)
Briefkasten.
Abonnentin hier. Ihrem Wunsche bürste die Pflanzen» Wahrung von Otto Schaaf, Gießen, wohl entsvrechen. Diesetd« enthält sämmtliche zur Nahrung ber Pflanzen nothwenbiam Stoffe in leicht löslicher Salziorm, wie solche auch von ber Pflanze au» bem Erdreich ausgenommen werben, ersitzt also burch ihre Anwendung bte dem Erdboden burch da» WachSihum der Pflenze entzogenen Nährmittel vrllftändig wieder. DaS Gedeihen der genährten Pflanz-n tft ein überraschend lebhafte» und der Verbrauch ist ein äußerst sparsamer, da in 1 Liter Wasser nur 1 2 Gramm Sal, (also ca. eine kleine Messerspitze voll) zu lösm ist, mit welcher Lösung die Blumenstöcke und Gartenbeete begossen werben. — Die kleinen weißen Würmchen beuten auf schlechten, sauren Boben unb ist hier Umsetzen ber Pflanzen zu empfehlen.
3 Kg. (6 Pfb.) Schwarzdrob
Der auswärtigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfb.) Weißbrob bei Aug. Deibel und Wilh. Fabel von Wtescck
2 Kg. (4 Pfb.) Weißbrob bei Gq.Ant.Heuser von Gr.-Linden
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Kg. (4 Pfb.) Weißbrob bet Aug. Guhr
Kg. (2 Pfb.) Schwarzdrob bei Aug. Guhr
Roggen-Schwarzdrod bet Ernst Muth
Kg. (4 Pfb ) Schwarzbrot) bei Aug. Guhr Roggen-Schwarzbrcd bei Ernst Muth u. W. Amenb .
Witternngsbericht Dom 19. April.
Der hohe Druck beschränkt sich auf ben Norboften unb Osten des Erdtbeil», während noch das ganze übrige Europa von dem niedrigen Druck beeinflußt wird. Depression» Ernsten befinden sich im 'Jiorbroeften von Schotllanb, dann im Süden beim Golf von Genua und an der äußersten Süd Ost Spitze Italiens. Außerdem sind aber noch zahlreiche Thetl - Minima über dem Kontinent zu erkennen, sodaß die Witterung zunächst einen rasch wechselnden Character tragen wird.
voraussichtliche Witterung r
Wolkige», ziemlich mildes Wetter, locale Regenschauer nicht ausgeschlossen.
• Straßburg i. 6 , 19 April. Die Kaiserliche General- . Direction der ReichSeisenbahnen in Elsaß-Lothrwgen beweist allen gemeinnützigen Unternehmen stets da» bereitwilligste Entgegenkommen, so auch der Industrie- und Gewerbe- Au »stell ung. Abgesehen von den auSgiebigen Transport- Erleichterungen für die AuSstellungSobjecte wird sie besonders besorgt sein, den Besuch der Ausstellung nach Möglichkeit zu erleichtern. So find für die Sonntage während der Auß- ftellungSzeit zahlreiche Sonderzüge auS allen Theilen deS Landes nach Straßburg vorgesehen, welche die Reisenden zum einfachen Fahrpreis her- unb zurück befördern. Weiter sollen an allen Donnerstagen gelöste einfache Fahrkarten auch für die Rückfahrt am gleichen ober am folgenben Tage gelten, wenn der Inhaber die Ausstellung besucht bat, waS durch die Abstempelung der Fahrkarte auf dem AuSstellungS- platz nachgewiesen wird.
• Der Gemeiubevorstand in Apolda hat nach einer neulich in der Bürgerschule borgenommenen Untersuchung der Zähne der Schüler unb Schülerinnen für diese 3000 Zahnbürsten unb 20 Dutzenb Schachteln mit Zahnpulver gekauft. (?)
* Da» bayerische Bierherz. Dor ber letzten Sitzung beö kürzlich in München abgehaltenen EongresseS für innere Medicin zeigte — so berichtet u. A. die „Frkf. Ztg." — Obermebicinalrath Bollinger im pathologischen Institut einer Anzahl von Congreßmikgliebem eine große Menge von „Bierherzen", wie man sie früher mit bem Namen „Ochsen- Herzen" bezeichnete unb für ziemlich selten hielt, die man in einer Stadt wie München aber bester mit dem obigen Namen benennt, zumal ihre Entstehung auf bem übermäßigen Genuß von „Echtem" beruht,- selten sinb sie leiber auch nicht mehr. ES find ganz riefige Organe, die einen großen Theil beß Thorax einnehmen; sie zeichnen sich durch eine vollkommen gleichmäßige Hypertrophie aus und ermangeln jedes organischen Fehlers. Zugleich sind die Nieren in gleicher Weise hypertrophisch- fein Wunder, wenn man bedenkt, daß bei bem übermäßigen Biergenuß wie an baS Herz, so auch an biefe Organe große Ansorberungen gestellt werben. D>e betreffenden Kranken, im besten Alter stehende Leute (Bierfahrer, aber auch Wäscherinnen, Näherinnen rc.) suchen mit Athemnoth bad Spital auf unb sterben in 4 biß 5 Tagen. Sämmtliche übrigen Organe sind gefunb. Biertrinker sollten baß bebierherzigen.
’ Der „Deutsche Erfinder Verein." Die Zahl ber Vereine ist jüngst burch einen ganz zeitgemäßen, bem „Deutschen Erfinder Verein" vermehrt worben. Derselbe ist auß ber Nothwenbigkeit entstanden, Gewerbetreibende unb Jnbustriclle zur sachgemäßen Ausnutzung ihrer Geisteßproducte zusammen zu schließen unb ein Gegengewicht zu bilden gegen betrügerische Ausbeutung ber „Erfinder" von Setten gewinnsüchtiger unb gewissenloser Rathgeber. Er will nur für thatsächlich neue unb nach gewissenhafter Prüfung auch wirklich Aussicht auf Verwerthung bietende Erfindungen eintreten und sie durch Verschaffung von Patenten schützen. Dadurch werden zu optimistischen Erfindern viele unnöthige Ausgaben erspart. Dem fach- unb sachkunbigen Vorstände steht ein juristisch gebildeter unb practisch erprobter Generalsecretär zur Seite unb ein eigenes Vereinsorgan wirb über ganz Deutschland verbreitet. Daß diese jüngste VereinSbilbung einem wirklichen Brbürsnisse entspricht, beweist ber Umstand, daß ber Verein, obwohl er erst vor bret Wochen gegrünbet würbe, brreitS weit über 100 Mitglieber in allen Theilen Deutschlands zählt. Der Verein rotrb sich auch an der Berliner Gewerbeausstellung von 1896 betheiligen, um aller Welt ein Bild deS heutigen Erfindungswesen» auf allen Gebieten ber Technik zu geben. Wegen weiterer Auskunft wende man fich an ben „Deutschen Erfinber-Verein", Berlin NW. 52.
• Ein eigentümlicher Zufall hat, wie bem „Berl. B.-Cour." auS Rom geschrieben wirb, bei ber Ziehung ber „WohlthätigkeitS - Lotterie ber Göttlichen Vorsehung" mit gespielt. Königin Margherita gewann nämlich ben vom Papste gespendeten Preis, eine prachtvolle, bie Madonna darstellende Statuette. DaS gewinnende LooS aber trug die Zahl „1870".
Technische Fortschritte.
— Wafferdtchte Holzpapp«. Nach einem Berichte ber .Papierzetlunq" flelll nach einem m Amerika vatenttrten Der fahre« Ao Ion wasier dichte Holzpappe wie folgt her DaS Hol» wird unter einem Drucke von 5—6 Atmosphären während 10—15 Stunden mit Zusatz von Petroleum, »rschfalz und Salpeter gekochk. Die Mengen sind in der Patentschrift nicht angegeben- E» fall auf diese Weife ein zäherer Stoff erhalten werden al» wenn mit Wasier allein gekocht wird, auch wird durch ben Petroleurnzusetz die Verbindung de» Harze» mit den Fasern gelockert. Ta» gekochte Hol, wirb in üblicher Weife gefchlifien und der erhaltene Stoff zu Pappe in Bogen verarbeitet. Die getrockneten Bogen werden in ein? heiße Mischung au» 20 Theilen Har, in zerpenlfn gelöst, 30 Iheilen ASvhalt unb 50 Thellen in Leinöl gelöstem Leim getaucht Hierzu löst man zuerst da» Har, mit T rpentin unb bem Leim in Leinöl, fügt bann ben ASphaU zu und läßt die getränkte Pappe vor bem Trocknen durch Walzen geben. Die Zwischenräume der Pappe werden dadurch außgefülli, so daß sie vollkommm wasserdicht tft.
Tillenvorg, 18 April. Auf dem heutigen Vieh markte Hierselbst waren aufgetrieben 234 Stück Rindvieh unb 639 Stück Schweine. Der Besuch de» Markte», besonder» au» den benachbarten Landgemeinden, war ein sehr zahlreicher, unb der Handel lebhaft. Gezahlt wurde für fette» Rindvieh (Kühe) 56—65 Mark, Ochsen 70—72 Mark pro Zentner und für junge Schweine, bte grötztrn- tbeil» alle verkauft worden sinb, je nach der Cualltät unb Größe 18 bis 45 Mark pro Stück. Der Auftrieb an fettem Rinboieh — namentlich Ochsen — befriedigte nicht die starke Nachfrage, sodaß bie Beschickung ber nächsten Märkte — 30. Mai unb 15. Juli — besonder» mit Fettvieh, fich dringend empfirhU. Die getroffenen Einrichtungen auf dem schön und geschützt gelegenen Btehmarktplatz haben fich al» zweckmäßig bewährt, und wurde besonder» bie Nichterhebung eines Markistandgelde» allgemein anerkannt. E» hat sich aber auch bei dem heutigen Markte gezeigt, daß ber neueingn testete Marktplatz — selbst bei ungünstiger Witterung und auch in ben Sommermonaten bei groß.'r Hitze, genügenden Schutz gewählt und so geräumig ist, daß an 1000 Stück Rindvieh teq rem und leicht übersichtlich ausgestellt werden können. Schli.ßlich soll nicht unerwähnt bleiben, daß die auf dem Marktplätze errichtete und gut geführte Restauration von den Marktdesuchern freudig begrüßt wurde.
aus den Stan&eftamtoregifterB der Stadt ekfcau
Qafatbott.
April: 13. Jacob Duckschetd, Scheerenfchleifec »u Kleinmaischeid, mit Katharina Weigel daselbst. 17. Ludwig Philipp Rohrbach, Schlosser zu Darmstadt, mit Anna <5 brtstina Held daselbst 17. Wilhelm Eonrad Ludwig Berg. Schlosst dahier, mit llaroltne Therese Giebel zu Rotbendiimold. 17. Otto Michael, Kaufmann zu Elberfeld, mit Clara Elisabeth Helene Dem dahier. 17. Geora Groth, Pfarrverwalter zu Wingershausen, mit Luise Wilhelmine Eharlotte Nowack bierfelbft. 18. Wilhelm Lind 11., Metzzer ,u Ober-Schmitten, mit Anna Maria Jakob daselbst. 18. Heinrich Steinbach, Ingenieur dahier, mit Marie Pauline Hartter zu Darmstadt.
April: 13 Wilhelm Moritz Nee», Tapezier dahier, mit 6111« Wallbott hierseldst. 13. Heinrich Stühler, Lackirer dahier, mit Wilhelmine Katharine Elisabeth Pieh bierfelbft. 13 Earl Fritz Woldt, Odermüller zu Dorlar, mit Maria Aff hierseldst. 13. O io Christian Franz Boenke, Werkmeister von Wanzleben, mit Wildelmine Auguste Henriette Marie Prölchold hierseldst. 18. Karl Wilhelm Neurath, Pfarrverwalter zu Bechtolsheim, mit Wilhelmine Karoline Auguste EUsabeth Christine Nattmann hierseldst.
Avril 9. Dem Schreiner ^erblnanb Sauer ein Sohn, Ferdinand Ebristtan Johann. 10. Dem Apotheker Fritz Spieß eine Tochter. 10. Dem Seifenfabrikant Peter Josef Möv» eine Tochter. Anna Margarethe. 10. Dem Schreiner August Böcher ein Soho. 11. Dem Handelsmann Friedrich Senner eine Zod)ter. 11. Dem Schneider Heinrich Heinze ein Sohn. 13. Dem Eisenbahn-Schaffner Albert Pascher eine Tochter, Anna Eva. 13. Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm P:trv eine Tochter, Anna. 13 Dem Schneider E hristian Betersen ein Sohn, Heinrich Balthasar 15. Dem Kaufmann Alden Scheel eine Tochter, Lola. 18. Dem Schlosser Konrad Pfeiffer ein Sohn.
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Avril: 12. Elisadethe Fuhr, geb. Schäfer, 54 Jahre alt, Ehefrau von Oberlehrer Konrad Fuhr dahier. 12. Anna Margarethe Johannette Marx, 9 Monate alt, Tochter von Loeomotioheizer Ehristtan Marr dahier. 13. Eva Knet, 61 Jahre alt, von Schönberg, Oderwesterwaldkrei». 14. Ottilie Gärtner, 1 Jahr alt, Tochter von Schneider Robert Gärtner dahier. 15 Deinand Buckard, 61 Jahre alt, von Mengerskirchen. 15. Kaspar Weih, 45 Jahre alt, Schneidermeister dahier. 16. Wilhelm Schmidt 41 Jahre alt, Taglöhner von LaunSbach. 16. Katharine Reinhardt. 43 Jahre ast, von Weber* Obwen. 17. Heinrich Schmidt II., 45 Jahre alt, Wirth dahier. 17. Anna Marie Müller, geb. Weiß. 59 Jahre «st, Ehefrau von Schreiner Karl Müller III. dahier. 18. Loui» Becker, 23 Jahre alt, Bhotozravb dabier.
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* Frankfurt a. M., 18. April. In der Ehrenfried'schen Wirthschaft tu ber Ottostraße hat sich ein etwa 18 Jahre alter Mann mit zwei Schüssen in bte Herzgeg enb getobt et. Er miethete gestern bort ein möblirteS Zimmer, hat sich aber nicht eingetragen unb führte auch keine Papiere bei sich, aus benen Näheres über feine Person zu ersehen wäre. Ein Zettel, den ber Selbstmörber hinterließ, lautet: „Umständehalber kann ich nicht länger leben. In meinem Portemonnaie befindet sich noch etwas Gelb, bavon wolle man bie Miethe für baß Zimmer unb bie Kosten für sonstige etwa entstehende Unannehmlichkeiten bezahlen. Gott sei mit gnädig." Der Tobte ist von mittlerer Statur, corpulent unb war mit schwarzem Kammgarn-Anzug bekleidet.
Köln, 17. April. Eine alte Schuld wurde dieser Tage in Nippeß abgetragen. Dort traf ein Invalide des letzten Feldzugs mit einem Manne zusammen, ber ihm bekannt vorkam. Nachdem beide sich eine Weile angeschaut hatten, wurde eß dem ersten plötzlich klar, mit wem er zu thun hatte. „Saaht", sprach er, „jitz kennen ich üch Widder, et eß got, bat ich üch endlich getroffen Han, ehr frit bum Johr 70 noch c Kaastemännche nun mecr." Der Mann, ber zuerst an einen Scherz glaubte, erinnerte sich jeboch bald wieder, daß jener die Wahrheit sagte. Unser jetziger Invalide kam im Juli 1870 al» Soldat inß Lazareth. Auf bem Wege dorthin verspürte er riesigen Hunger, ber ihn veranlaßte, sich bei einem nahe wohnenben, ihm bekannten Wirth eine Stärkung für 21/« Sgr. zu erlauben, welchen Betrag er schulbig blieb. Am Tage nach seiner Entlassung auß bem Lazareth wurde er inß Feld geschickt. Seine Schulb vergaß er. Den Wirth traf er seit 25 Jahren zum ersten Mal. Ob baß „Laastemännche" selbst mit Zmseßzinsen zur Feier de» Wiedersehen» gereicht hat, bavon schweigt bie Geschichte.
• Erefeld, 17. April. Nachdem ber Rhein vollftänbig in seine User zurückgetreten ist, beginnt man bei Eleve mit dem Fortschaffen befl noch dort lagernden Dynamits. Zwei beladene Schiffe sind heute stromaufwärts abgefahren und baß Verladen beß noch vorhanbcnen Sprengstoffeß hat schon begonnen. Die Bevölkerung wirb erleichtert aufathmen, wenn endlich der gefährliche Stoff entfernt fein wirb.
• Siegburg, 17. Apnl. Der Rentner Schicier begab sich am vergangenen Samßtag auf bie Schnepfenjagd. Auf feinem Jagdgebiet fand man ihn später mit zerschossenem Kopfe tobt vor. Man nimmt an, daß daß Gewehr bet einem Sprunge de» Jäger» sich unversehenß entladen hat.
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Suto, 20 April. Marktbericht Aut bttr. heutiger» @o<6mmcrft 'ostete: Butler or Pfd X 0,90—1,00, Hühnereier 2 Stück 10—11 A, Enteneier pr €L 6 Gänseeier pr. St- 10—11 H, Käse pr. St. 5—8 X »Äicuvtte ct. SU 6 A, Irb <n or Hier 18 4, Hinten vr. etter 30 4, Tauben pr. Paar X 0,80 bi» 1/X), Hühner pr. Stück X 0.90 bi» 130, pabnr- pr. Stück 1.60-1,80, Enten pr. St. X 1,70-2,00, Ochfenfleisch pr. Ptd 72—78 4, /ruh- u Rindfleisch pr. tob. 66- 68 4k, Schwrn----
tob. 60 -70 4, Kalbfleisch pr. tob. 56-60 4 Hamwi tob. 60 -70 X Kartoffeln vr. 10U Kilo 5,50-7,00 X. pr- Stück —.— 44, Zwiebeln pr- Lerckner 7,00—9,(X> X, Mllch pr. Liter 16—20 X


