Deputation, bestehend au» Großherzogl. Oberbürgermeister Morneweg, Beigeordneten Köhler und den Stadtver- ordneten Dieffenbach, Kahler; und Wolsskehl, wurden heute Mittag 1 Uhr von dem Fürsten Bismarck freundlich empfangen. Derselbe war über da» Geschenk der Stadt sichtlich hoch erfreut und dankte in Erwiderung der Ansprache de» Großherzogl. Oberbürgermeister» herzlich für die Gabe, die er al» sehr schön und finnig und an seine Jugendzeit erinnernd bezeichnete. Die Deputation hatte sodann die Ehre, zur FrühnückStafel eingeladen zu werden, bei welcher sie mit dem Fürsten in reger Eonversation lange zusammen war, worauf sie dem großen Empfang derJunungS- verbände Deutschlands in Begleitung de» Fürsten vom Balcon au» beiwohnte.
A «am,, 18. April. In den letzten Tagen gingen wieder verschiedentlich Mittheilungen durch die Preffe über neuerdings stattgehabte erfolgreiche commisfarische Verhandlungen wegen Verstaatlichung der LudwigSbahn. Wie wir aus bestuoterrichteter Quelle erfahren haben, ent- kehren diese Mittheilungen aller und jeder Begründung, indem in dem laufenden Monat überhaupt noch keine com- miffarische Verhandlungen ftattgefunden haben und vor Beendigung verschiedener noch ausstehender Calculationen weitere commisfarische Verhandlungen auch vollständig zwecklos erscheinen. Wie man unS erläutert, liegen beregten Mittheilungen offenbar Börsenmanäver zu Grunde. — Die
gestern beendigte Dai'on de» hiesigen Stadttheater» hat dem Vernehmen nach mit einem reinen Ueberschuß von 8000 Mk. abgeschlossen. ES kommt nicht allzu häufig vor, daß die Leiter unsere» Stadttheater» einen solchen Erfolg erzielen.
A Mainz, 19. April. Hessische LudwigSeisen- bahn. Die Gesellschaft erzielte im Betroffenen Geschäft». ,ahr einschließlich dt» Uebertrag» au» dem Jahre 1893 und der den ErweiteruvgSfond» zufließenden Antheile eine Gefammt- einnahme von Mk. 21 668 773, welche dieiemge des Vorjahre» um den Bettag von Mk. 297 000 übersteigt. Bon dieser Einnahme entfallen auf den Personenverkehr Mk. 7 657 518 und auf den Güterverkehr Mk. 12 570 737, während Mk. 1 440 518 da» Ergebmß der übrigen Einnahmequellen nebst dem Uebertrag auS dem Vorjahre bilden. Gegen da» Vorjahr hat der Pttsonenverkehr mit den Nebenerträgniffen Mk. 261000 mehr eingebracht, wogegen auch eine beträchtliche Mehrleistung an Personen- beziehungsweise Wagenkilometern erforderlich war. Der Güterverkehr überstieg da» Ergedniß Von 1893 um Mk. 80000 und hat sich um etwas gehoben, wa» zum größten Theil auf die Aufhebung der laudwirth- schaftlichen Nothtarife zurückzuführen sein dürfte. Die Er- ttägniffe de» Binnenverkehrs, welcher von der Eoncurrenz am wenigsten berührt wird, haben sich um etwas gebessert. Der Gesammtb ctrag der Ausgaben beziffert sich einschließlich der auS dem ErneuerungSfondS zu bestreitenden
Beträge aus Mk. 11 688 949 und ohne die Zuflüffe au» dem ErneuerungSsvnd» Mk. 10 199 855. Eingerechnet der Beträge au» dem ebengenannten Fond» benagt der Mehrverbrauch gegen das Vorjahr Mk. 347 000 und ohne die Bettage au« dem Erneuerungsfonds Mk. 219000. Der Hauptgrund in der AuSgabezunahuts ist in der Gehaltserhöhung von etwa 10 Procent zu suchen, während die Mehrleistung im Personenverkehr nur zum Tbeil m Betracht kommt. Durch die Gehaltserhöhungen bat sich die Summe der persönlichen Ausgaben gegenüber dem Jahre 1893 um nicht weniger al» nm Mk. 170000 erhöht. Durch den durch die neuangeschamen schweren Locomotiven verursachten Mehrverbrauch, sowie durch die höheren Kohlenpreise find die sachlichen Ausgaben im Vergleich zu dem Vorjahre um Mk. 830000 gestiegen. Auf die Betriebslänge betrachtet, berechnen fich die vorigjährtgen Einnahmen der Hessischen LudwigSbahn auf Mk. 29 665 und die Ausgaben auf Mk. 16460 pro Kilometer. Der Gesammt- bettiebSüberschuß der Gesellschaft auS dem Jahre 1894 beträgt Mk. 1 1 326 7 99, woran zunächst «k. 3 725587 für Ber- zinsungen und Mk. 302 400 für Amortisation der Anlehen abgehen, so daß Mk. 7295812 zur Verfügung bleiben und von welcher Summe der Verwaltungsrath bekanntlich die Dertheilung einer Dividende von 5 Procent in Vorschlag bringen wird.
7 ßicidifttoiic Wilhelm Hamel, Giessen WMt i
Eigene Reparatur Werkwtätte.
i , -
Vertreter
der ersten deutschen Fabrikate von
Adam Äpek, ^iüstetsheim a. M., Seidel X Äaumann, Dresden, Heinrich Kteyer, Arankfnrt a. Al., 6cßr. Veichüein, Araudeuburg.
AUrinigrr Drrtrrtfr brr Motsr-johrrübrr non tzilbrbranb & Wolfmüllrr, Niiuchm.
Wie bekannt führe ich nur erstklassiae Maschinen. Diese« beweist, daß meine Fabrikate die ich führe, fämmtlidu Rennoadn- u Landftraßen-MecordS aufweisen: beweist den leichten Gang und Dauerhastiakeit. — Durch »rohe Abschlüsse bin ich in der Lage billiger zu verkaufen wie jede Corcurrenz. — Jeder Käufer erkält durch meine eigene ßeitu- g gründlichen Fahrunterricht, so daß das Fallen gänzlich ausgeschlossen ist.
HedriuchlkKader mit pneumatisch.Eash,a ?u Spottpreisen.
fngrr in iämmilichrn Zidehörthkilki, wie
Glocken, Laternen etc.
Gleichzeitig bringe mein Pumpen- und Jnstal- lations-Geschäft in empfehlende Erinnerung.
Erweiterte Handwerkerfchule
in Gießen.
Der Beginn des Lommersemesters ist
a) in der Tagschule auf den 23. April, 8 Uhr Morgen«,
b) in der SonntagSzeichenschule auf den 28. April, 8 Uhr Morgens, festgesetzt worden.
Anmelvungen nimmt der Unterzeichnete entgegen.
Der (Srostherzogl. Hauptlehrer:
3600 Traber.
Bad Salzschlirf.
Saison-t»röffn«ng 15. Hat. Sool- und Moorbäder Bonifactu»veun««n ftÄrttt« Lithiumquelle der Welt. Ferner 3 Stahl-. Schwefel- und Bitterwafserquelle«. VorttrffltcheS Klima. Größte Heilerfolge gegen «Sicht, Niere«, und ölafenleiben, charugrte», Niere« . Blase«, und Gallensteine, Rheumatismus, Leder , Magen- und UnterleidO. leide«, Bronchtalkatarrh«, Blularmuth, Nerve«, schwäche, Hämorrhoiden und Verstopfung, fßrofperte und Wohnungsnachweis durch die vr«ae«- und
Badeverwaltung in Salzschlirf (Station der Bahn Fulda-Gieße«) — Nieder- laam de« BonifaciuSbrunnen in den Mineralwasserbandlungen. [3563 NB. Da» im Handel vorkommende angebliche Salzschltrfer Gal, ist u«r künstliche», werthlose» Fabrikat; au» den htestge« Quelle« werde« keine Salz« bereitet.
Die Hauvtquellen: Georg- Victor Quelle u. Heleuen- Quell« sind seit lanze bekannt durch unübertroffene Wirkung bei Niere«., Blasen- und Gteinleide«, bei Magen- und Darm-
eatarrhen, sowie bei Siörungen der Bluirntschung. als Blutarmuth. Bleichsucht u s. w. Berianb 1894 über 767000 Flaschen AuS keiner der Ouellen werden Salze gewonnen, da« im Handel vorkommende angedltche Wildanger Gal» ist ein fünft- licheS, jom Dtzetl ualSSltche» u. nabezu werthlose« Fabrikat. Schriften gratis. Anfragen über das Bad und Wohnungen im Badelogirhause und Gnropäische« Hof erledigt: Die Jnspeetto« der Wild«nger «ineralquellen-«ctien„esellschaft.
Bad Wildungen.
Nilimn6=$tiptnbirn-$tiftni8
;i *l)rrn ber Njöhrigrn Srgirrnng brs höchstskligen «r»ß- hkkjogs febmig III
Au« obiger Stiftung, welche bezweckt, daß au« den Kapitalzinsen drei junge Leute, und zwar au« jeder der drei Provinzen Einer, eine gleichmäßige -Subvention zu den Kosten ihrer Au«bildung auf einer höheren Bildungsanstalt erhalten sollen, sind für da« Jahr 1895 drei Stipendien zu vergeben. Da« Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden, es können jedoch nur Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben.
Hiernach berechtigte und qualisicirte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder besuchen wollen und sich um da« Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind eingeladen, ihre Gesuche, mit den nöthigen Zeugniffen belegt, durch ihre betr. Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei ber Hauptstadt ihrer Provinz, also au» Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, au» Rheinhessen an die Bürgermeisterei Mainz, aus Oberheffen an die Bürgermeisterei Gießen bis längstens znm 11. Mai d. I. gelangen zu lasten.
Darmstadt, Mainz, Gießen, den 17. April 1895. 3580
Das Kuratorium:
Morneweg, Dr. Gaßner, Gnauth, Oberbürgermeister Oberbürgermeister Oberbürgermeister ____von^ Darmstadt.__________von Mainz.___________von Gießen.
frankfurter Hypothekenbank.
4 % i g e Pfandbriefe Serie XII
Jahrgänge 1882, 1883 und 1884 betreffend.
In unserer Bekanntmachung vom 15. Januar 1895 hatten wir für Pfandbriefe obiger 3 Jahrgänge d. h. die Nummern :
Serie XII. LU. H. No. 701-2000
„ „ „ N. „ 2601-8900
„ „ „ O. „ 2901 — 11 600
„ , „ P. „ 2401-10 100
„ „ , R. „ 2401-9700
„ „ , Q „ 2801 — 10 700
die Conoerlirung in 3 °/0 ige mit Wirkung vom 1. Januar 1897 ab unter der Bedingung offerin, daß die Pfandbriefe zu entsprechender Ab- stempelung bi« zum 6. Februar 1895 un« emgereicht würden.
Die daraufhin eingereichten Stücke sind abgestempelt und mit neuen Louponsbogen in der Zeit vom 20. bi« 30. März 1895 wieder in Empfang zu nehmen. 1298
Alle nicht zur Abstempelung gelangten Pfandbriefe dieser 3 Jahrgänge 1882, 1883 und 1884 werden hier- durch zur Rückzahlung gekündigt; die (Einlösung erfolgt von heute ab mit Zinsberechnung bis zum (?inlösungstag, längstens aber dis zum 1. Mai 1895, in Frankfurt a. M. an unserer Kaste, auswärts bei unseren Coupons.Einlösungsstellen.
Frankfurt a. M., den 9. Februar 1895.
frankfurter Hypothekenbank.
Metallsärge in allen Grossen für Eisenbahn- Transport und Verbrennung von Solon & Co., Berlin, s Carl Stohr I., Ludwigsplatz 5.
Montag den 5. d. Mts., Nachmittag« 2 Uhr, sollen im Nathhaussaale zu Hoch- Weisel folgende Arbeiten an die Wenigstfordernden vergeben werden: Pstasterarbeit, veranschl.zu .*863.— Sandlieferung, , „ „ 240.—
Steinklopfen. „ „ „ 272.—
Weißbinderarbeit, „ „ „ 106.—
Spenglerard it, w „ 13.70
Hoch Weisel, am 19. April 1895. Großh. Bürgermeisterei Hoch Weisel.
Börner 3572
Beuern.
Geräumige Hofraithe mit darin befindlicher Qelmühle sowie Ltal« lung und Scheuer, mitten im Ort gelegen, in welcher früher Wirth- schast betrieben wurde und die sich zu jedem Geschäft, besonders aber zur Cigarrenfabrikation, Bäckerei k. eignet, steht preiswerth zu verkaufen.
Nähere« in der t^xped d Bl. oder bei Herrn Rechner Vtuden- strnth in Beuern. 3568
(in der Art, BrStze und Geschmack wie Albert,Bißcutt), »orzüa- liche« Gebäck m kbee Wein und für Kinder, empfiehlt per Pfund 50 Pfg.
ß Emil Orbig.
Italirnrr llüthwcin, I« 70 ««d »0 Pfg. die rtztafch«, 'Mpfichlt 2519
C. Roth 11 Dalltdorstr. 5.
Prima Irpfrlwriii
empfiehlt 2618
C. Roth 11.. Walltborstr. 5.
Renten- und bett fundirte« (Geschäftshaus, bester Lage, Bauplatz, günstig zu verkaufen. Offerten unter Ä. A. )O9 an die Erped. d. Bl. [3565-


