Ausgabe 
20.8.1895 Erstes Blatt
 
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Vater» uoverwelklichen Lorbeer um die hessischen Fahnen gewunden haben, auch fernerhin sich der hohen Aufgabe bewußt bleiben, daß gerade sie in erster Linie dazu berufen find, die Stütze für Altar, Thron und Vaterland zu bilden. Im Frieden, welchen Gott auch fernerhin verleihen möge, aber auch im Kriege, wenn de» Deutschen Reiche» Ehre und Sicherheit ihn erheischen sollten, wollen wir einmüthig dem Rufe de» Allerhöchsten Kriegsherrn, Sr. Majestät des Kaisers, folgen, getreu dem alt hesfischen WahlspruchFür Gott, Ehre und Vaterland".

** Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, den Landwirthschaft»« lehrer in der Provinz Oberhefien und Dirigenten der land- wirthschaftlichen Winterschule zu Friedberg Dr. HanS v. Peter zum ersten LandwirthschaftSlehrer und Dirigenten und den LandwirthschaftSlehrer an der landwirthschaftlichen Winterschule zu Friedberg Earl Reichelt zum Lehrer für Obstbau und Naturwiffenschafteu an der Obstbauschule und landwirthschaftlichen Wiuterschule zu Friedberg zu ernennen.

Die Gedenkfeier des Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm wurde gestern früh durch eine Parade deS Regi­ment» auf demTrieb" eröffnet. Neben dem Regiment batten frühere active Offiziere, die Reserve- und Landwehr- Offiziere, sowie eine größere Anzahl Veteranen Aufstellung genommen. Die Fahnen de» 1. und 2. Bataillons trugen Eichenschmuck (daS 3. und 4. Bataillon wurden bekanntlich erst nach dem Kriege sormirt). Nachdem die Aufstellung beendet, ritt der Commandeur deS Regiments, Oberst v. Rosenberg, heran, und verkündete zunächst einen Tagesbefehl Sr. Kgl. Hoheit de» Großherzog». Darnach hat Se. Kgl. Hoheit am gestrigen Tage die Chefstelle deS 1. Großh. Dragoner- (Gardedragoner)- Regiment», sowie de» Großh. Feldartillerie- Regiment» Nr. 25 (Großh. Artillerie-CorpS) übernommen. In dem Tagesbefehl drückte Seine Kgl. Hoheit der Groß­herzog dem Regiment seine Anerkennung aus für die unter Führung feines Herrn Vaters im Feldzuge 1870/71 be­wiesene Tapferkeit. Hierauf sprach Herr Oberst von Rosen­berg den Dank an Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog aus, für die der Armee stets bewie­sene Fürsorge und die für heute angeordnete Feier. DaS Regiment stände heute zum ehrenden Andenken derjenigen in Parade, die vor 25 Jahren im alten Regimente gekämpft, gelitten und gestorben und dem Regiment eine ruhmreiche Geschichte hinterlassen- daS Regiment danke allen noch leben­den Kämpfern, und verspreche hoch zu halten daS große Ber- mächrniß, dos Regiment möge die Fahnen vor Schmach be­wahren, und sie mit Muth zum Stege führen, wie es braven Hessen zukomme, wie daS Regiment vor 25 Jahren sich be­währt habe. Das Regiment möge daher das Versprechen, hoch­zuhalten die ruhmreiche Vergangenheit, zum Ausdruck bringen ^>urch einHurrah" auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit der Großherzog. Nach dem Hurrah präsentirte daS Regiment das Gewehr, die Musik spielteHeil Dir im Liegerkranz" undDie Wacht am Rhein". Herr Oberst von Rosenberg ritt hierauf an die Veteranen heran, um die­selben zu begrüßen, bemerkend, daß er sich freue, alte Käme- raden zu sehen, es sei dies eine große Ehre für das Regi­ment. Unter den Klängen des Präsentirmarsches erfolgte dann daS Abreiten der Front und darauf der in Compagniecolonnen auSgesührte Parademarsch. Darnach marschirte die Fahnen- Compagnte, an der Spitze der RegimentS-Commandeur, unter klingendem Spiel vor den Friedhof und nahm dort Aufstel­lung, während daS OffiztercorpS sich an die Kriegergräber begab und die vom Regiment gewidmeten Kränze nieder­legte,' es wurden Kränze niedergelegt an den Kriegerdenkmalen, am Grabe des Obersten Kraus und Oberlieutenant Haid- acker, de» Generalmajors Hoffmann, de» Reservelieute- nantS Gail, des Oberlieutenants Ktssner. Nach dem von der RegimentSmusik vorgetragenen ChoralJesus mein Zu­versicht" war die Feier beendet. Um 11 Uhr fand in der Stadtkirche Militärgottesdienst, später Festmahl im Offiziers- cafino und Bewirthung der Mannschaften und Veteranen in den Kasernen statt. Die für daS Regiment im Ganzen vor­gesehenen Festlichkeiten fanden auf Oswald» Garten und in der Festhalle statt. Die Festhalle war innen und außen be­sonders geschmückt, farbige Transparente im Innern der Halle trugen die Namen der bedeutenderen Schlacht deS Krieges von 1870/71, über der Schaubühne war eine Ab­bildung des HeffendenkmalS von Gravelotte angebracht, die übrigen Theile drapirt mit Waffen und Emblemen. Die Fest- lichkeiten bestanden in Concert und Tanz, turnerischen Auffüh­rungen, Gesang, lebenden Bildern, Theater und Feuerwerk. Die Darstellungen in der Festhalle, sämmtlich von Anhörigen deS Regiments gegeben, fanden bei der dicht gedrängten Menschenmenge reichen Beifall, das Arrangement des Ganzen war vorzüglich und wurde glänzend durchgeführt.

** Als ein Beweis treuer Anhänglichkeit kann es bezeichnet werden, daß am Grabmal des früheren RegimentScommandeurS Oberst Krau» auf hiesigem Friedhöfe neben den Pracht­vollen Kränzen des Regiments, des Krieger- und Beteranen- Verein» sich ein einfacher Kranz befindet,gewidmet zum Andenken an den Feldzug 1870/71 von seinem treuen Burschen Georg Loehr".

** Da» Eichenlaub, womit bei der gestrigen Parade die Fahnen de» 1. und 2. Bataillon» de» hiesigen Infanterie- Regiment» geschmückt waren, ist im Bois de la Gusse ge­wachsen. Oberstlieutenant Haupt, welcher lange Jahre dem Regiment angehörte und zur Zeit beim Jnfanterie-Regiment 9tr. 131 In Metz steht, hatte die Eichenzweige seinem alten Regiment geschickt.

*"* Reue Fahueubäuder. Da» Armee-Verordnungsblatt veröffentlicht eine Ordre, wonach Seine Majestät der Kaiser denjenigen Fahnen und Standarten der Armee, die während de» Feldzuge» 1870/71 in Schlachten oder Gefechten dezw. bei Belagerungen geführt worden sind, da» Band der für diesen Krieg gestifteten Denkmünze verleiht und bestimmt, daß auf diesem Bande die Namen der in Betracht kommen-

I den kriegerischen Vorfälle nach dieserhalb besonder» errheiltem Befehle eingezeichnet werden.

* Meister'chaftsrndern von Deutschland in Frankfurt a. M Strecke 2500 Meter. 1) B. ttner (Akadem. R.-v. Berlin) 8 Min. 57 Sec. 2) H. Crone (Bonner R.-v.) 9 Min. 2 Sec. 3) A. Rübsamen (Straßburger R.-V.) 9 Min. 16 Sec. 4) M. Sommerfeld (Danziger R.-D.) und 5) H. Schopmann (R.-C. Allemania von 1866 Hamburg) abgestoppt. Crone und Küttuer nehmen auf da» Zeichen de» Starter» die Führung, kurze Zeit darauf setzt sich Crone an die Spitze, während die Übrigen Boote über die ersten 600 Meter auf ziemlich gleicher Höhe liegen- hier erfolgt eine Collision zwischen Küttner, Schopmann und Sommerseld, infolge deffen die beiden letzten Sculler abstoppen und gegen daS Rennen protestiren. Sommerfeld nimmt seinen Protest nachträglich zurück, während Schopmann denselben aufrecht ! erhält. Nachdem der Schiedsrichter das ganze Rennen für ungiltig erklärt, wird dasselbe um 12 Uhr zum zweiten Mal gestartet und ergibt folgendes Resultat: 1) H. Schopmann 8 Minuten 568/5 Sec. 2) B. Küttner 9 Minuten 2 Sec. 3) H. Crone 9 Min. 9 Sec. Mit 2i/z Längen sicher ge­wonnen. Kurz vor dem Ziel setzt Küttner zu einem riesigen Endspurt ein, kann aber seinen Gegner nicht mehr erreichen. Rübsamen aufgegeben, Sommerfeld nicht gestartet.

* * Die 4 ordentliche Hauptversammlung de» Verbandes deutscher Gewerbevereine findet am 22., 23. und 24. Sep- tember d. I. zu Caffel statt. Die Tagesordnung ist sehr reichhaltig.

Die Schmückung des Hessen- Denkmals bet Gravelotte und der Kriegergräber ter im Jahre 1870/71 bei Metz Ge­fallenen hat am 15. August durch die im Auftrage des Prä­sidiums derHasfia" nach Metz gesandte Deputation, bestehend aus den Herren Hosschloffermeister Ganß, Hofgartenauf­seher Büttner und Bahnassiftent Beck, unter Anwesenheit zahlreicher hessischer Veteranen und der Bevölkerung in programmmäßiger Weise stattgefunden. Brieftauben und Telegramme meldeten den Vollzug deS pietätvollen Actes. Herr Ganß hielt an dem Denkmal, welches bekanntlich auf französischem Boden steht, etwa folgende Ansprache:Ziehe deine Schuhe auS von den Füßen, denn da» Land, auf dem du stehst, ist heilig; geheiligt ist diese Stätte, geheiligt durch daS Blut unserer Brüder und der französischen Kameraden. Zwei Armeen kämpften hier vor 25 Jahren um ihre Ehre, die hier in Gott ruhenden Kameraden find die Opfer dieses Kampfes, Opfer treuer Pflichterfüllung. Auch der geliebte glorreiche Führer ist schon seit 3 Jahren in die Schaar der Tobten ausgenommen, aber der tapfere, ritterliche Fürst lebt fort in unseren Herzen. Auch daS Vaterland denkt seiner gefallenen Heldenföhne, sagt ihnen heute heißen Dank für ihre Tapferkeit und opferfreudige Hingebung. Zum Zeichen, daß ihre Thaten im Gedächtniß geblieben find, daß ihr Heldentod nimmer vergessen fein wird, legen wir Kränze auf diesen Gräbern nieder. Wir danken allen denen, die uns bei dieser pietätvollen Arbeit unterstützt haben, in erster Linie unserem LandeSfürsten, und lege ich im Namen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs diesen Kranz hier nieder." Hierauf erfolgte die Niederlegung sämmtlicher Kränze. Der weihevolle Act und insbesondere die herzlichen Worte des Kameraden Ganß machten auf die alten Krieger und die zahlreich erschienene Bevölkerung einen tiefen Ein­druck. Nachdem der deutsche Boden wieder betreten war, brachte Herr Büttner ein mit großer Begeisterung auf» genommenes Hoch auf Se. Maj. den Kaiser und Se. König!. Hoheit den Großherzog aus, und sand die officielle Feier hiermit ihren Abschluß. Weiter wird demD. T. A." berichtet: Während der Ausschmückung deS Denkmals erschien ein besonders von Pari» beorderter Polizeicommissär, Herr Christoph, mit 4 Gendarmen und zwei Grenzsoldaten, welcher erklärte, die französische Regierung untersage daS Niederlegen von Schleifen an den Kränzen, welcher Farbe sie auch fein möchten, sie alle müßten entfernt werden. Der Herr Commissär wurde von Herrn Ganß gebeten, zu ge­statten, daß die Schleifen so lange bleiben dürften, bis die photographische Aufnahme des Denkmals erfolgt sei, welche Erlaubniß auch bereitwilligst gewährt wurde. Mittags um 12 Uhr erschien dann der Commissär mit 2 Gendarmen wieder und wartete so lange, bi» die letzte Schleife von den Kränzen abgenommen war. Herr Ganß theilte mit, daß die Schmückung deS Denkmals vollendet und er dasselbe unter den Schutz der französischen Regierung stelle, deren Schutz auch zugesagt wurde. Der Herr Commissär, welcher sich in der liebenswürdigsten Weise mit der Abordnung unterhalten und ein GlaS Wein mit derselben getrunken hatte, verabschiedete sich und bedauerte dabei, daß so viele deutsche Veteranen an der Grenze uwkehrten, da sie doch frei und ungehindert die Grenze überschreiten könnten. Dem Bahnwärter Michel von der französischen Oftbahn, welcher schon während der Schmückung Wein gebracht hatte, mußte die Deputation versprechen, ihn in seinem BahnwärterhauS zu besuchen, was auch geschah, wobei die Abordnung mit Wein, Brod und Schinken bewirthet wurde. Die fran­zösischen Behörden find, wie ausdrücklich constatirt werden muß, in jeder Beziehung sehr entgegenkommend gewesen. Die Commission, welche SamStag Abend um 10 Uhr in Darmstadt eintraf, brachte sämmtliche Schleifen wieder mit zurück.

Der Getreidemarkl. (Berichtswoche vom 8.14. August.) Die schon so lange anhaltende Baisse-Bewegung scheint noch keineswegs ihren tiefsten Stand erreicht zu haben. An den maßgebenden Plätzen de» inländischen Getreidehandels fanden während der abgelaufenen Berichtswoche noch weitere Preis- rückgänge in Roggen wie Weizen statt. Dieselben wurden durch ungünstige Meldungen vom amerikanischen Markte sowie durch Berichte über bessere» Erntewetter in Deutschland her- vorgerufen. Auch Hafer war niedriger. PreiSnotirungen an den Productendörfen von Berlin und Leipzig: Roggen 110 bi»

| 115 Mk., Weizen 136146 Mk., Gerste 108156 Mk., Hafer 126152 Mk. Alle» per 1000 Kilogramm.

h. AlSfeld, 18. August. Die Gebäude zu unserer Ausstellung find fertig. Am Momag werden die Decora- I teure und Maler ihre Thäligkeit beginnen, um besonder» in der elegant angelegten Restauration-Halle die Wände zu schmücken. In letzter Stunde ist man inne geworden, daß die Räume doch wohl für die vielen AuSstellungSobjecre nicht au»reichen werden und hat da» Bau Comitä Vorsorge ge­troffen, daß eventuell noch zwei kleinere Hallen errichtet werden können. Die Eröffnung ist auf Sonntag den 25. d. M. um 11 Uhr angefetzt. Die Gießener Besucher der Aus­stellung, welche der Eröffnung beiwohnen wollen, haben also genügend Zeit, wenn fie den Zug 8 Uhr 14 Minuten ab Gießen benutzen. Nach den bi» jetzt getroffenen Dis­positionen wird Se. Kgl. Hoheit der Großherzog mit seiner Gemahlin am Donnerstag, den 29. d. M., per Extrazug via Gießen gleich nach 10 Uhr in Alsfeld ein­treffen. Der Besuch gilt osficiell der Stadt und werden die Spitzen der Behörden zum Empfang am Bahnhof anwesend sein. Die Hohen Herrschaften werden zuerst die Ausstellung besuchen, eine Rundfahrt durch die Stadt machen und dann beim KreiSrath v. Gro lman dtniren. Von Alsfeld wird sich da» Großherzogliche Paar nach Romrod begeben.

nn. Darmstadt, 17. August. Der Delegirtentag der Haffia" wurde heute Morgen um 11 Uhr im städtischen Saalbau durch Oberstlieutenant CaSpary mit einer Be­grüßungsrede eröffnet. Anwesend waren Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessin, Staatsminister Finger, Division»- Commandeur von Goßler, Finanzminifter Weber, Provinzial- bireclor von Marquard, Geh. StaatSrath Knorr von Rosen- roth, Oberbürgermeister Morneweg, sowie die Delegirten von sämmtlichen 37 Bezirken mit 1320 Stimmen von 30076 Mit­gliedern. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Präsident den Delegirten die freudige Mittheilung, daß Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessen an Stelle seine» Herrn Bruders, des nach München verzogenen Prinzen Heinrich von Hessen, das ihm angetragene Ehrenpräsidium derHassia" angenommen habe. (Bravo.) Prinz Wil elm sprach feine Freude und feinen Dank für daS von den Kameraden in ihn gefetzte Vertrauen aus. Er werde fich bemühen, tm Sinne feines Bruders die Ziele derHassia" zu fördern und die Beziehungen zu dem Verband in engster Weise knüpfen. Hierauf wurde dem Prinzen von dem Präsidenten daS Verbandsabzeichen derHaffia" überreicht, daS er sofort anlegte. Der zweite Präsident, Major von Hehl, machte der Versammlung die Mittheilung, daß daS Präsidium de» Landes Verbandes derHassia" Herrn Oberstlieutenant CaSpary definitiv übertragen worden sei und übernahm der­selbe mit Dankesworten die Leitung der heutigen Verhand­lungen. Nunmehr erfolgten die Berichterstattungen der Kameraden vr. Vogt Butzbach über die VerbandSthLtigkeit, sowie des BerbandScasfier», Hauptmann Waldecker, über die Kaffe des Verbände-. Nach den Mittheilungen bei Revisor», Kamerad Engel, befindet sich die KassesÜhrung in bester Ordnung und wird dem Rechner Entlastung ertheilt. Von Seiten der Versicherungs-GesellschaftProvidentia" wurden an den Verband 9000 Mark überwiesen, während au» dem Vertrieb deS Jahrbuch», da» in 11000 Exemplaren abgesetzt wurde, 1300Mark Gewinn erzielt wurde. Drei au» dem DerbandSvorstand ausgeschiedene Mitglieder wurden per Zuruf wiedergewählt. Ferner wurde über die Prinz Ludwig-Stistung berichtet, deren Zinsen für Unterstützung von Mitgliedern Ver­wendung finden und auch in diesem Jahr in Anspruch genommen wurden. Bezüglich deS Kaiser Wilhelm Denkmal» auf dem Kyff- häuser berichtet Hauptmann Waldecker, daß dasselbe Anfang» Mai nächsten Jahres fertig werde und die Einweihung im Juni stattfinde. An dem Baufond fehlen noch ungefähr 200,000 bis 300,000 Mk., die der Deutsche Kriegerbund vorlagSweise au» feiner Kasse zugeschossen habe. Der Antheil, welcher von der Hassia noch zu decken fei, betrage 5000 Mk. ES empfehle sich daher ein fleißigere» Sammeln in den Vereinen, um die Summe aufzubringen. Auf Antrag des Verbandsvorstandes wird jedoch einstimmig beschlossen, den Betrag des Antheil» der Hasfia von 5000 Mk. vorlag»- weise dem Kriegerbund zu bezahlen und in den Vereinen weiter zu sammeln. Zum Abschließen von Verträgen rc. fehlte e» dem Verband seither an den Rechten einer juristischen Person. ES soll nunmehr dieses Recht erworben werden. Ferner beschließt der Delegirtentag Annahme der Satzungen der Ernst-Ludwig- und Bictoria-Melitta-Stiftung, sowie An­nahme des Antrags des Bezirk» Laub ach gegen 3 Stimmen, daß der au» dem Verkauf des Jahrbuchs fich ergebende Rein­gewinn vom 1. Januar 1895 anfangend zur einen Häifte dem Landesverband, zur andern Hälfte den BezirkSoerbänden bezw..den Vereinen nach Maßgabe der verkauften Exemplare überwiesen werden soll. Ebenso findet der Antrag del Hauptmanns Wald eck er, daß der dem Verbände zu- fallende Reingewinn in zwei Theile getheilt und ein Theil der Ernst-Ludwig- und Melitta-Stiftung, der andere dem Verband zugewiesen werden soll, mit großer Majorität in namentlicher Abstimmung Annahme. Ein von dem Bezirk Mainz gestellter Antrag, daß alle Theilnchmer von 1870/71, welche erwerb»- oder hilfsbedürftig geworden sind, in möglichst rascher Weise zu unterstützen seien, auch wenn die Unterstützungsbedürftigkeit nicht au» dem Feldzug von 1870 hergeleitet werden kann, wird nach längerer Debatte dahin erledigt, daß dem'Präsidium derHaffia" die Directive in diesem Sinne gegeben wird. Als Ort für den nächsten Delegirtentag wird Lauterbach einstimmig bestimmt. Der Entwurf de» Voranschlag» für 1895 findet einstimmige Annahme und balancirt nut 14,970 Mk. in Einnahme und Ausgabe. Darauf war die Tagesordnung erledigt und wurde der Delegirtentag um 2 Uhr geschlossen. Nach demselben reihte fich ein gemeinsames Mittagsmahl an, an welchem Prinz Wilhelm und die Spitzen der Militär- und Civilbehörden theilnahmen.

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