proclamiren. Hrute Nachmittag war hier das Gerücht verbreitet, der Kriegsminister habe vom Ministerium die Ermächtigung erhalten, Len Belagerungszustand zu verhängen.
Sofia, 18. Juli. Der neuerliche Drohbrief, den Radoslawow erhielt, hat folgenden Wortlaut: „Wenn Die nicht aufhören, anti-russische Politik zu treiben, werden Sie in die Luft gesprengt." Unterschrieben war der Brief: Vom Comite der XVI.
Constautiuopel, 18. Juli. 6000 Mann der hiesigen Garnison haben den Befehl erhalten, sich zum Abmarsch nach Macedonien bereit zu halten.
Der Krieg von 1870(71,
geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zett.
(Nachdruck verboten.) 20. Juli.
Die ersten Schüsse im deutschen Kriege find am 19. Juli zwischen Forbach und Saarbrücken gefallen. Französische LhafieurS d'Afrique, eine starke Truppe, überschritten die Grenze, schleppten zwei Zollbeamte fort und wandten sich gegen einen Haufen ansprengender Preußischer Ulanen. Sie rilten mit höllischem Gebrüll auf fie ein und machten nach einigen Schüssen Kehrt, als die Ulanen mit Lachen und ein« gelegten Lanzen antworteten.
Die Franzosen rühmen fich, daß fie immer an der Spitze der Civilisation marschiren; o, ihr Heuchler, wer marschirt an der Spitze eurer Heere? Die Zephire, Tur kos nnd Zuaven, die ein ehrlicher französischer Soldat selber über die Achsel ansieht. Die Zephire find Sträflinge und Verbrecher, deren sechs Bataillone in Afrika stehen und nur durch Tapferkeit im Kriege ihre Freiheit wieder erringen können. Sie desertiren gern und deßhalb steht immer eine Truppe hinter ihnen, die fie im Rücken faßt,- beim Sturm einer Schanze müffen sie voran, denn sie gelten als Kanonenfutter- sie stehlen wie die Raben im eigenen Lager und werden von den anderen Soldaten verachtet. Ihr Hauptkennzeichen ist eine kleine Patronentasche mit Deckel von Kalbfell. Die TurkoS sind Neger, Kabylen oder Araber, drei mit Bayonnetgewehren bewaffnete Regimenter, ihre Uniform ist hellblau mit gelbem Besatz an Jacke und Plastron, rothe Schärpe, weißer Turban. Der Turko läuft dem Feinde mit wüthendem Geschrei und Geheul wie Katzenmusik ent- gegen; er ist wild, aber feige, wenn es Mann gegen Mann geht, grausam gegen Wehrlose, hündisch, wenn ihm ein Stärkerer entgegentritt. Die Oefterreicher bei Magenta und Solfertno haben nicht viel Federlesens mit ihnen gemacht. D'e Zuaven sind bekannt, fie sind Schützen, etwa wie die Füsiliere. Sie suchen die französische Beweglichkeit beim Airgriff durch einen Kibttzlauf zu verstärken. Nur Ruhe, ihr preußischen Füsiliere, den Schuß ohne Uebereilung abgegeben, und der Kibitz besinnt sich leicht, er will seiner schönen Jacke kein Loch machen laffen.
Zur landwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen
vom 19. bis 22. September 1895.
Viele fleißige Hände rühren sich jetzt, um die Vorbereitung für die vom 19. bis 22. September d. I. in Gießen stattfindende landwirthschaftliche Ausstellung zu treffen. ES ist kein Fest, zu dem da in den Mauern des freundlichen Gießen gerüstet wird, es ist eine ernste Ausstellung der ganzen hessischen Landwirthschaft, auf der gezeigt werden soll, daß der hessische Landwirth in technischer Beziehung sein Gewerbe von Grund aus versteht und daß er, mit diesem Rüstzeug bewaffnet, die schweren kritischen Zetten für die Landwirthschaft zu bestehen und mannhaft den Bedrängniffen Widerstand zu leisten versucht.
Die Anmeldungen, welche bis zu dem Augenblick, in dem wir Dieses schreiben, etngelaufen sind, laffen erkennen, daß die Ausstellung in allen ihren 9 Abtheilungeu: I. Thtere (Pferde, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen, Nutzgeflügel), II. Landwirthschaftlich'technische Gewerbe (besonders Molkerei- wesen), III. Producte des Pflanzenbaues, IV. Landwirth- schaftliche HtlfSstoffe, V. Wissenschaftliches, VI Landwirthschaftliche Geräthe und Maschinen, VII. Bienenzucht, VIII. Fischzucht, IX. Forstwirthschaft — gut, thetlweise sehr gut beschick! werden wird.
Der Glanzpunkt der Ausstellung dürfte die Rindvieh- Abtheilung werden. Wir werden hier eine große Anzahl des trefflichen Vogelsberger Viehes sehen, neben zahlreichen Repräsentanten des Stmmenthaler Viehes und seiner Kreuzungen. Sehr interessant werden weiter die ProductenauSstellung, die Fischereiausstellung, die Geräthe- und Maschinenabtheilung, die Bienenzucht usw. werden.
Bekanntlich findet die Ausstellung auf dem Oswalds Garten in Gießen statt. Sowohl der große, freie Platz, wie die auf dem Platze befindlichen öffentlichen Gebäude stehen der Ausstellung zur Verfügung und cs wird fich dieselbe hier vortrefflich unterbringen laffen. Hierzu kommt noch, daß die schönen Bauten des Mittelrheinischen Turnfestes, das kürzlich in Gießen stattgesunden hat, z. B. die prachtvolle Festhalle, die Einzäunung des Platzes rc. von dem Comite des Turnfestes durch den geschäftSführenden Ausschuß der landw. Ausstellung übernommen worden sind.
In der letzten, am Montag den 15. d. M. stattgehabten Sitzung des geschäftsführenden AuSschuffeS konnte der Vorsitzende deS HauptcomiteS, Herr Provinzialdirector Freiherr v. G a g e r n in Gießen, berichten, daß die Vorbereitungen zur Ausstellung bereits weit vorgeschritten seien. *
Der Vertrieb der 60000 Loose a 1 Mk. hat begonnen und zeigt auch der rege Absatz derselben, welch große Sympathie im Lande dem Unternehmen entgegengebracht wird.
In der oben erwähnten Sitzung des geschäftsführenden AuSschuffeS wurden noch einige Beschlüffe, betr. die Ausstellung geiaht, welche allgemeineres Jntereffe verdienen und daher hier wiedergegeben werden mögen.
Die EinlieserungStermine für die einzelnen Abtheilnngen der Ausstellung sind folgendermaßen festgesetzt worben:'
Es müffen in Gießen eingeliefert sein:
1. Thiere am 19. September, Mittags 12 Uhr,
2. Fischereiabtheilung am 19. September, spätestens Morgens
8 Uhr,
3. Producte des Pflanzenbaues am 16. September, Abends,
4. Landwirthschaftliche Hilfsstoffe am 16. September, Mittags,
5. Wissenschaftliches am 16. September, Mittags 12 Uhr,
6. Geräthe und Maschinen am Samstag den 14. September, Abends,
7. Molkereiwesen und technische Gewerbe am 16. September, doch können Molkeretpro d ucte noch bis zum 19. September Mittags etngebracht werden.
Für die Producte des Pflanzenbaues ist der A»melde- termin auf den 1. September l. I. verschoben worden.
Das Prämiirungscomitö, also diejenige Corporation, die die höchste Instanz in technischen Fragen während der Ausstellung bildet, soll bestehen aus den Herren Oeconomierath Müller-Darmstadt, Gutsbesitzer Schl enke - Hardthof, Gutsbesitzer D ert weil er - Laubenheim und Freiherr von Wangenheim.
Als Commtffare für die einzelnen Abtheilnngen der Ausstellung sind gewählt die Herren für Abtheilung:
1. Rindvieh: Leit Higer-Alsfeld;
2. Pferde: Kreuzberg-Gießen;
3. Schafe, Schweine und Ziegen: Walther-Gießen;
4. Nutzgeflügel: Schwan-Gießen;
5. Landwirthschaftlich technische Gewerbe: Schudt-Gießen und Leith tg er-Alsfeld;
6. Producte des Pflanzenbaues: Dr. v. Pet er-Friedberg;
7. Wissenschaftliches: Geheimerath Prof. Dr. Thaer und Culturingenieur Wißmanu-Gießen;
8. Landw. Geräthe und Maschinen: Andrae-Büdingen;
9. Bienenzucht: Düll-Wieseck.
10. Fischzucht: Eisenbahusecretär Schrüreck-Deutz.
11. Forstwirthschaft: Professor Wi mme n au er - Gießen.
Für die Ausstellungen werden silberne und broncene Medaillen geprägt werden, doch stehen die näheren Bestimmungen über die Art der Prägung noch aus; dagegen lag der Versammlung ein Entwurf zu eipem Ehrendiplom für die Ausstellung vor, das in seiner künstlerischen Auffaffung den allgemeinen Beifall fand.
Bezüglich des Katalogs wurde bestimmt, daß von demselben 1500 Exemplare gedruckt werden sollten, der Preis eines Exemplars wird 40 Pfg. sein.
Alle Anfragen, die Ausstellung betr., sind an die Geschäftsstelle in Gießen zu richten.
In Kürze werden wir die Liste der zu Preisrichtern erwählten Herren bekannt geben können, ebenso auch die näheren Zahlen betr. die Beschickung in den einzelnen Gruppen und Abtheilnngen.
Neben den zahlreichen Geldpreisen stehen nunmehr auch folgende Ehren- und Siegerpreise zur Verfügung: Dom Landesausschuß der landw. Vereine des Großherzogthums Heffen:
300 Mk. für eine große Sammlung Vogelsberger Vieh, 200 „ für eine kleine Sammlung Vogelsberger Vieh, 300 „ für eine große Sammlung Stmmenthaler Vieh;
ferner von Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen zu. Solms-Laubach ein Ehrenpreis von 200 Mk. für die beste Sammlung von fünf Kühen rein Vogelsberger Raffe;
von Herrn Grafen Oriola ein Siegerpreis von 100 Mk. für die beste Leistung in der Ziegenzucht und je zwei Preise ä 50 Mk. für hervorragende Leistung in der Obstzucht.
Von verschiedenen Corporationen, Communalverbänden rc. stehen weitere Stiftungen von Ehrenpreisen in Aussicht.
Es wird noch angefügt, daß vom 10. d. MtS. an Herr Generalfecretär Dr. Rodewald aus Offenbach a. M. mit der Geschäftsführung für die landwirthschaftliche Ausstellung in Gießen beauftragt worden ist.
Sitzung der Stadtverordneten
am 18. Juli 1895.
Anwesend: Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Flett, Dr. Gut- fletsch, Heyligenftaedt, Helfrich, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petri, Schiele, Schwall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels.
Das Gesuch der Direction des botanischen Gartens um Ueberlaffung von Wiesen-und Walderde wird zu den von der Großh. Oberfötsterei festzufetzenden Preisen genehmigt.
Das Gesuch des Herrn I. Wellhöf er von Sommerhausen in Bayern um Aufnahme in den hessischen StaatS- verband soll befürwortet werden, wogegen fich die Versammlung bezüglich des bereits in voriger Sitzung behandelten Gesuches des Lorenzo Della Berta aus Colazzo in Italien gegen Befürwortung ausspricht.
Herr Buderus jun. von Lollar hat um Uebertragung der bisher von seinem verstorbenen Vater ausgeübten Jagd im Bezirk Hangelstein nachgesucht. DaS Gesuch wird für den Rest der Pachtzeit (Februar 1896) genehmigt.
Zu dem Gesuche des Herrn Eberh. Metzger um Er- laubmß zum Branntweinverkauf über die Straße im Hause Frankfurterftraße 1 hat die Commission Bejahung der Be- dürfnißfrage beantragt, weil dem Delicatefftn u. f. w. einkaufenden Publikum Gelegenheit zur gleichzeitigen Deckung deS Bedarfes an Branntwein gegeben werden müsse. Die Versammlung erklärte sich mit dem Antrag einverstanden; deSgl. wird die Bedürfnißfrage bejaht bezüglich des Wirth- schaftSconcesfionsgefucheS von I. Blume, (Hartmanns Wirth- schaft zur SelterShöhe an der Frankfurterstraße), weil eS fich um Uebertragung einer bereits bestehenden Winhfchaft handelt.
Die am 14. Juni stattgehabte Berufs- und Ge
werbezählung betreffend, theilt der Vorsitzende (Her Beigeordneter Georgi) mit, daß sich freiwillige Zähler »ich gemeldet hätten, die Zähler sonach entsprechend honorirt werden müßten. ES wird auf Antrag der Finanzdeputation beschloffen, den als Zählern thättg gewesenen Privaten, Lehrern rc. je 20 Mk., den Gemeindebeamten je 10 Mk. zu bewilligen; dic Gesammtkoften der Zählung belaufen fich darnach auf 1540 Mk.
In Ausführung deS Gesetzes über die polizeiliche Be- aufsichtigung der Miethwohnungen und Schlafstellen wurde das Ausmeffen und Untersuchen dieser Wohnung durch zwei Polizeibeamten in der Zeit vom 18. April bis 21. Mat vorgenommen. Dem Gesuch der betreffenden Beamten um Gewährung einer Vergütung hierfür wird nur insofern entsprochen, als denselben je 20 Mk. für Abnutzung ihrer Civilkleider vergütet werden sollen.
Wegen der vorschriftswidrigen Piffoiranlage in der Restauration Vogt hat die Baudeputation die Beanstandung der Anlage beantragt; die Versammlung beschloß in gleichem Sinne.
Dem Gesuch deS Herrn F. Borger aus der „Schönen Aussicht" um Erlaubniß zur Belassung einer Mauer mit Wirthschaftshalle soll stattgegeben werden, wenn Gesuchsteller sich verpflichtet, Mauer und Wirthschaftshalle auf Anfordern zu entfernen, falls dies in Zukunft für nöthig erachtet werden sollte.
Mit dem Angebot des Herrn MetzgermeisterS Seng, die vor feinem Haufe am SelterSweg befindliche Freitreppe gegen eine Vergütung von 200 Mk. und Herstellung eines StückeS Asphalttrottoirs auf Kosten der Stadt zu entfernen, erklärt sich die Versammlung einverstanden.
Herr Schreinermeister Johs. Lenz hat um Fortsetzung der Gasleitung bis zu seinem Hause an der Frankfurter Straße behufs Anschluffes eines Gasmotors nachgefucht. Dem Gesuch soll entsprochen werden, wenn Gesuchsteller einen jährlichen Gasconsum im Betrage von 200 Mk. auf die Dauer von 10 Jahren garantier, im Falle Einschränkung ober Einstellung des Bezugs eine Vergütung bis zu 600 Mk. an die Stadt leistet, im Uebrigen vor Ausführung der Arbeiten sich zu einer Sicherheitsleistung versteht. Im Falle der Gasverbrauch sich vergrößert, soll dem Gesuch- steller eine Erleichterung der Lasten gewährt werden. Die Ausführung der 250 Meter langen Leitung ist auf 1170 Mk. veranschlagt.
Die Fortsetzung der Wafferleitung bis zur Obermühle zwecks AnfchluffeS des H erz b e r g er' schen HauseS soll auSgesührt werden, wenn der Gesuchsteller einen Mindestverbrauch von 22 Mk. jährlich garantirt; ebenso soll die Leitung ausgedehnt werden auf die Plockstraße biß zum Bach'scheu Neubau gegen Garantie eines Mindestverbrauchs im Betrage von 30 Mk. und bis zum Spieß'scheu Hause in der Diez ft raße für den Mindeftbetrag eines Anschluffes (15 Mark.)
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Gieße», den 19. Juli 1895
Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der Groß, Herzog haben Allergnädigft geruht, am 15. Juli dem Kreisrath des Kreises WormS, Dr. Andreas Breid ert, sowie dem Oberbürgermeister der Stadt WormS, Wilhelm Küchler, das Ritterkreuz erster Klaffe deS Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.
** Auszeichnung. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, am 15. Juli dem Stadt- baurneister Karl Hofmann in WormS den Character als „Baurath" zu ertheilen.
** AuS dem Zustizdieust. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, am 16. Jul/ dem LandgerichtSsecretär am Landgericht der Provinz Rhein- Hessen Hermann Wolf und dem LandgerichtSsecretär am Landgericht der Provinz Starkenburg Dr. Max Mayer den Character als „Justizrath" zu verleihen. — Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums deS Innern und der Justiz vom 13. Juli wurde der Amtsrichter Dr. Ferdinand Stein in Lorsch mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters beim Amtsgericht Darmstadt II beauftragt.
** Oeffeutliche Anerkennung einer edlen Thal. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Taglöhner Conrad Roßmann zu Mainz in Anerkennung des von demselben bei der Rettung des 5 Jahre alten Ignaz Müller dortselbst vom Tode des Ertrinkens bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens eine Geldprämie zu verleihe» geruht.
♦* Fackelzug. Morgen Samstag findet zu Ehren des Herrn Geh. Hofrath Prof. Dr. O n cf en, der in diesem Semester das 25jährige Jubiläum feiner hiesigen Lehrthätigkeit feierte, ein von der gefammten Gießener Studentenschaft dargebrachter Fackelzug statt. Die Aufstellung beginnt um 9 Uhr auf Oswalds Garten. Der Zug bewegt sich von da durch folgende Straßen: Neustadt, Bahnhnfftraße, West-Anlage, Bleichstraße, Ludwigstraße, Gartenstrahe, Süd-Anlage, Seltersweg, Kreuzplatz, Marktplatz, Marktstraße, Neustadt, Oswalds - Garten, woselbst die Fackeln zusammengeworfen werden.
** Befitzwechsel. Im nichtöffentlichen Thcile ihrer gestrigen Sitzung hat die Stadtverordneten Versammlung dem Ankauf der ooTin. v. Rabenau'schen Besitzungen auf dem Seltersberg zugestimmt unter nachträglicher Genehmigung des dieserhalb von dem OberbüTgermeiftet seinerzeit an Herrn Stadtverordneten Dr. Gutfleisch gerichteten Ersuchens wegen Theilnahme an der Versteigerung vom 13. v. M. Der Steig- preis beträgt 148,000 Mk. — Hierzu wird uns weiter mit» geteilt, daß die Besitzung ein Areal von rund 40 Morgen umfaßt, nämlich die Hofraithe in der Frankfurter Straße 3500 Quadratmeter, baß daneben liegende Gelände 38,500, daß Gelände zwischen Frankfurter, Ludwigs- und Wilhelms-
Mge B 'Mtz M vW bi» 1. StMl AnsaimMtz Stabtottoibne behufs vorgän zubringen.
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