durch se'nrn jüogsten Besuch beim Fürsten Bismarck in FriedrichSruh. DaS Ereiguiß ist aller Welt überraschend gekommen, selbst der Umgebung deS Fürsten Bismarck, auch verlautete bei der Abreise der Monarchen nach Kiel nicht das Mindeste davon, daß er beabsichtigte, auf der Heimreise beim Altreichskanzler vorzusprecheu. Der Kaiser war am Montag Nachmittag nach Beendigung seines Altonaer Aufenthaltes dtrect nach FriedrichSruh gefahren und daselbst um 5 Uhr eingetroffen. Der kaiserliche Hofzug hielt am Schlöffe, an der dortigen Bahnrampe empfing Fürst Bismarck in der Uniform seines Halberstädter KürassterregimentS, begleitet vom Grafen Rantzau und vom Professor Schweninger, seinen erlauchien Gast. Der Fürst küßte dem Kaiser die Hand, dankte für die Einkehr in FriedrichSruh und geleitete ihn dann inS Schloß, wo Diner stattfand. Bis 7 Uhr verweilte der Kaiser im Schlosse, worauf er nach Berlin abreifte. Der Altreichskanzler geleitete feinen hohen Besuch bi- zum Salonwagen und küßte dem Kaiser beim Abschied wiederum die Hand. Bom Waggonfenster aus unterhielt sich der Monarch bis -ur Abfahrt deS Zuges noch mit dem Fürsten und seiner Tochter, der Gräfin Rantzau. Ueber den Zweck dieses so überraschend inS Werk gesetzten Besuche- des Kaisers in FriedrichSruh verlautet, der hohe Herr habe hierbei den Fürsten Bismarck persönlich nochmals eingeladen, an der zur Feier des 18. Januar im Berliner Schlosse stattfindenden Festlichkeit theilzunehmen. Eine politische Bedeutung besitzt der Vorgang selbstverständlich nicht, er wird aber trotzdem die Herzen aller guten Deutschen gewiß mit Genugthuung erfüllen, beweist das Ereigniß doch mindestens, daß die leisen Verstimmungen, welche seit einiger Zeit abermals zwischen Berlin und FriedrichSruh aufgetaucht waren, wiederum verschwunden sind.
— Die Königin von Sachsen traf am Montag in der zweiten Nachmittagsstunde in Potsdam ein und stieg beim Prinzen und der Prinzessin Karl Anton von Hohen- zollrrn ab. Um 4</4 Uhr bkgab sich die hohe Frau nach dem Neuen PalaiS, wo sie der Kaiserin einen Besuch abstattete, um 5l/z Uhr kehrte die Königin nach der Vllla deS Prinzen Karl Anton zurück, von der Kaiserin begleitet, welche kurze Bett in der Billa verweilte. Um 9 Uhr Abends reiste die Königin über Berlin nach Dresden zurück.
— Der Präsident deS Evangelischen Ober- Kirch enratheS hat an die preußischen Confistorial-Präsi- denten und General-Superintendenten einen Erlaß gerichtet, welcher sich gegen die Betheiligung der Geistlichen der evangelischen Landeskirche an socia'polttischen Agitationen wendet. Der Erlaß betont, daß die Versuche, die evangelische Kirche zu einem maßgebenden mitwirkenden Factor in den politischen und socialen TageSstreitigkeiten zu gestalten, mit den Zwecken und wahren Aufgaben der Kirche unvereinbar seien, die Einwirkung der Kirche auf diesen Gebieten könne immer nur eine mittelbare sein. Zuletzt äußert sich der Erlaß über die Nothwendigkeit für jeden Geistlichen, in seinem HtnauSgreifen über die Sphäre seines AmtSberufeS nur mit größter Vorsicht zu verfahren. Man darf einiger- maßen gespannt sein, welche Wirkung diese entschiedene Kundgebung des Präsidenten des evangelischen Ober-KirchenratheS aus die von den christlich-socialen Pastoren in Preußen ein« geleitete Bewegung äußern wird.
— Die Köller-Affaire kann noch immer nicht zur Ruhe kommen. Der bisherige preußische Minister deS Innern hat in einer Zuschrift an die „Saale Zeitung" in Halle die Angaben, welche ein Mitarbeiter dieser Zeitung nach einer Unterredung mit Herrn von Köller über die Gründe seines Entlassungsgesuches gemacht hatte, als unrichtig bezeichnet. Die „Saale Zeitung" erklärt indessen, daß ihr Correspondent alle seine Angaben aufrecht erhalte. Der „Fall Köller" wird also feine Kreise noch eine Zeit lang weiter ziehen.
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Butzbach, 17. December. Die Volkszählung am 2. December ergab für die hiesige Stadt inSgrsammt 3131 Personen, tQüon waren 1815 männlichen und 1316 weiblichen Geschlechts.
maliger Trommelwirbel und zuletzt ein Kanonenschuß folgte, daS Zeichen zum AuSlöschen der Wachtfeuer, von denen nur ein paar schon vorher bestimmte Wetterbrennen durften, aber auch nur mit schwacher Flamme. Ueberall verstummte nun die Unterhaltung der Soldaten und jeder wickelte sich in seinen Mantel ein, um zu schlafen und sich für eine mögliche blutige Anstrengung zu stärken, die vielleicht schon der nächste Tag bringen konnte. —
Mitternacht mochte eben vorüber sein, als sich an dem auSgelöschten Feuer, um welches die erwähnte Gruppe Soldaten vom Regiment Coudenhove lagerte, eine Gestalt vorsichtig erhob. Den Mantel fallen laffeud, spähte der Soldat — cS war Hauser — über daS Lager hin, soweit dies eben bei der herrschenden Dunkelheit möglich war, doch ließ sich nirgends etwas Verdächtiges bemerken. Hauser gab feinem Freund Pollinger einen Stoß in die Seite, daß der flute „Nazi" sofort erwachte und sich halb in bte Höhe richtete, doch ließ jener dem Gefährten auf dem geplanten nächtlichen Streifzug keine Zeit, sich weiter zu besinnen. Er flüsterte nur: „Komm, es ist Zeit, mach' eS ganz wie i und nimm Dich in Acht, daß Dich Niemand hört ober sieht!" und kroch bann, sich auf ben Lech werfend, mit der Gewandtheit einer Schlange einem theilweise niedergestampften Maisfelde zu, das sich etwa dreißig Schritt vom äußersten rechten Ende des Zeltlagers entfernt hinzog. Dicht hinter ihm folgte in der gleichen Weise und mit ähnlicher Gewandtheit Ignaz Pollinger- unbemerkt von einem gar nicht weit vom Maisfelde stehenden Wachtposten erreichten die beiden Soldaten da- Feld und verschwanden hier bald in ben mannshohen Stauden. (Fortsetzung folgt.)
F. AuS ben Kreise Friedberg, 15. December. von unserem RreWamt wurde bekannt gemacht: Man solle ben umherziehend en Wanbergesellen nichts mehr geben, weil daburch der Bettelei Vorschub geleistet würde; für Nachtlager und Verköstigung existirten im Kreise drei Ber- pflegungSstationen.
§ Bon Vogelsberg, 15. December. Seit einigen Jahren wirb bas Fichtenholz aus unseren Waldungen an größere Fabriken, z. B. Zellstoff - Fabrik Waldhof in Waldhof bei Mannheim u. s. w. als Eelluloseholz massenhaft verkauft. Früher kannte man hier dessen Verwendbarkeit nicht. Anfangs war der Preis pro Raummeter vier Mark, der Festmeter sechs bis sieben Mark. Nachdem nun in einigen Jahren die „Waldköppchen" sich hier sehr gelichtet, indem die Landwirthe meistens ihren Holzbestand verkauft haben, ist in letzter Zeit der Preis bedeutend gestiegen. Sv zahlt man gegenwärtig für den Festmeter 11.50 Mark bis 12.60 Mark, für den Raummeter 7 Mark bis 7.50 Mark. Mancher Landwirth, welcher über einen schönen Fichtenbestand zu verfügen hatte, erzielte eine schöne Einnahme, doch werben unsere Privatwalbungen auch mit ber Zeit verschwinden. Infolgedessen, sowie auch auf Anregung ber Versammlungen deS landwirth- schaftltchen Vereins befassen sich gegenwärtig viele Lanbwirthe mit der Aufforstung öder Ländereien und geringerer schlechter Bodenlagen und kann man jedes Frühjahr bedeutende Anpflanzungen selbst bei den kleinsten Gemeinden wahrnehmen. Sehr segensreich auf dieses Unternehmen Hai hauptsächlich der landwirthschastliche Verein durch Worte in seinen Wandervorträgen und Schriften gewirkt. Die jungen Fichtenpflanzen werden meisten- aus Schleswig-Holstein bezogen.
A Mainz, 17. December. In Folge plötzlichen Eintretens starken Nebels fand gestern gegen Abend vor hiesiger Stadt ein SchiffSzufammenstoß statt. Ein an einem zu Berg fahrenden Güterschiff angehängter Schleppkahn rannte an den vor Anker liegenden Schlepper „Ruhrort V." und demolirte unter furchtbarem Krachen dessen Radkasten. Durch schleuniges Zerhauen des Taues, welches das Güterschiff mit dem Schleppkahn verband, wurde weiterem Schaden vorgebeugt. Personen wurden keine verletzt. — Eine Firma in Rotterdam hatte in den letzten Jahren hier wie in vielen anderen Städten auf Hausfaxaden große Reclame- schildcr für holländischen Cacao malen lassen, wofür bte Eigenthümer der betrtffcnben Häuser eine entsprechende Jahresvergütung erhielten. Vor Kurzem hat nun die Firma in Rotterdam ben Hausbesitzern mitgetheilt, daß bie Reclame- schilber zwecklos geworden und sie daher von nun an feine Vergütung mehr leiste. Auf die Reclamation mehrerer HauS> besitzet, die Reclameschilder beseitigen zu lassen, gab die holländische Firma einen ablehnenden Bescheid und überließ Jedem, die Malerei auf seinem HauS auf eigene Kosten entfernen zu lassen. Gegenüber dieser Unverfrorenheit wandte ein HauSetgenthümer mit Erfolg ein nachahmenswertes Mittel an, indem er der holländischen Firma schrieb, daß, wenn sie die Pacht nicht weiter zahlte, er über das Placat malen ließe: „ES wird gewarnt vor", sodaß eS die Fassung erhält: „Es wird gewarnt vor Bl. Cacao". DaS Mittel half. Die Firma in Rotterdam erklärte sich rasch bereit, die Pacht weiter zu bezahlen.
VermifdjU*
• Wißmar, 15. December. Gestern Abend war unser Dorf ber Schauplatz eines (auch von Gießen aus beutlich bemerkbaren) BranbeS, der leicht große Dimensionen hätte annehmeu können, wenn er nicht zeitig entdeckt und sofort energisch an seine Bekämpfung herangegangen worden wäre. ES mochte etwa 1/a9 Uhr Abends sein, als man die Wahrnehmung machte, baß in der mit Erntevorräthen dicht gefüllten Scheune deS Kaspar Mandler Hierselbst Feuer auS- gebrochen war. Da galt es nicht lange zu säumen. Ohne Verzug wurde unter der umsichtigen Leitung des Herrn Vorstehers Pansch gegen die Gefahr eingeschritten. Zwar der Scheune selbst war nicht mehr zu Helsen, da der Brand, als er entdeckt wurde, bereits zu weit vorgeschritten war und ihm bie aufgehäuften Vorräthe eine allzureiche Nahrung boten. Sie brannte vollständig nieber. Dagegen gelang es vollkommen, bie benachbarten Gebäude derart zu sichern, daß ein weiterer Schaden nicht mehr zu beklagen ist. Diese erfolgreiche Bekämpfung einer großen Gefahr ist alletn ber Einmütigkeit unserer Ortsbewohner zu banken. Von auswärts war zwar bie LaunSbacher Spritze in bankenswerther Weise erschienen, aber auch sie brauchte nicht mehr einzugreifen, ba bei ihrem Eintreffen ber Brand schon größtentheils bewältigt war. Die abgebrannte Scheune ist glücklicherweise mit allen Vor- räthen versichert.
* Hannover, 15. December. DaS Schwurgericht ber- urteilte den Kaufmann Franklin Sinclar aus Philadelphia wegen schweren Raubes in der hiesigen Reichsbank zu 10 Jahren Zuchthaus.
• Sraudeuz, 16. December. Einen vierfachen Mord meldet der „Gesellige" auß Jablonow. Im Dorfe Diet- richSborf hat bte Frau beS Kätners Farckmin, die im vorigen Sommer als geisteskrank in einer Irrenanstalt untergebracht und von dort entlassen war, erst ihre drei Söhne im Alter von 2, 3 und 5 Jahren und dann sich selbst mit einem Küchenmesfer umgebracht.
* Gera, 16. December. Der Mörder Döllstädt auß Zeulenroda würbe heute hingerichtet. Er harte seine Geliebte trotz heftiger Gegenwehr in einem Teiche ertränkt
* Eine entsetzliche Mordlhat hat sich in dem Dörfchen Doberzeit bei Pirna zugetragen Der Oeconom Michel hat seinen brei Kinbern bte Köpfe eingeschlagen. Michel half seinem Schwiegervater, einem Gutsbesitzer des Ortet, in ber Bewtrthschaftung befl Gutes. Da- Edeleben beß Michel soll kein gutes gewesen fein; wieberholt soll seine Frau von idm mißhanbelt worben sein, so baß sie in letzter Zeit oeQftänbig getrennt lebten. Nachdem Michel biß zwei Uhr beim Brat wurftschmauß und Tanzmusik gewesen, hatte er heimkehrend,
noch mit feiner Frau einen Wortwechsel. Dann setzte er sich nieder, schrieb an den Pfarrer beß OrteS mit Bleistift einen Brief, worin er seine Absicht, die Kinder- umbringen zu wollen, auSspricht und bittet seine De»zeihung zu erflehen. Morgen- früh sieben Uhr, während seine Frau und Schwiegermutter die Kühe melkten, schlug sodann der Unmensch mit einer Mangelkeule feine beiden Mädchen im Alter von sieben und vier Jahren und seinem Knaben im Alter von zwei Jahren die Köpfe ein. Der Knabe hat auch noch eine Stichwunde an ter Stirn, die von einem spitzen Instrument berzurühren scheint. Auf das Geschrei der unglücklichen Kinder kam ein zufällig in der Nähe befindlicher Drescher herbei, auf den Michel ebenfalls mit der Keule einschlagen wollte, der ihn aber doch fest zu packen und dann tu t Stricken zu binden vermochte. Den nun herbeieilenden Leuten bot sich ein gräßlicher Anblick bar. Daß Biut rann in Strömen. Der herbeigeholte Arzt, Herr Dr. Blanckmeifter Lohmann, fand die Kinder lebend vor. Eß ist Hoffnung, die jüngsten beiden am Leben zu erhalten, während daß Aelteste kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. Michel soll seit Langem an fixen Ideen gelitten haben.
* Eine Ordnungsliebende. Als bet ber Cbampigvy Feier im Stuttgarter Schloßhof eine Bauersfrau die ruhmvoll zerfetzten Fahnen beim Parabemarsch sah, schüttelte sie sehr bedenklich ben Kopf und meinte: „Aber bla hätt mer doch zu ema fettige Feschtag au nut (neu) Herfl cka lasse könne!"
e Staffelstein, 15. December. Heute fand hier behnfß Errichtung eine- S ch e f f e l - D enk m al ß auf dem Stoffel- berge eine auß Coburg, Bamberg, Lichtrnselß und Staffel- stein zahlreich besuchte Versammlung statt. Eß wurde die Gründung eineß Außschusses mit dem Sitze in Staffelstein und Abteilungen in ganz Deutschland beschlossen. Für baß Denkmal liegen sieben Entwürfe vor.
* London, 11. December. Dem gestern in Hüll angekommenen Dampfer „European" hat ber Sturm in ber Nvrbsee bös mitgefplelt. Es war unmöglich, gegen den Wind anzukommen, und so wurde baß Schiff zurück in die See getrieben. Am letzten Samßtag ging ber Kohlenvorrath auß und die Seeleute Waren gezwungen, alle Möbel beß Sch ffei unb Waß irgenbwie an Deck entbehrlich war, Treppen rc. zu verbrennen. Schließlich würbe auch noch 6er Zucker, welcher sich in ber Ladung befand, als Brennmaterial benutzt. Seit Freitag hatte ber „European" auch keinen Proviant mehr. Biß zur Ankunft in Hüll mußten sich Fahrgäste unb Mannschaft mit etwas Biscuit unb Kaffee begnügen.
Citeratur und Annsf
— „Deutscher Soldatenhort-, ittuftrirte Zeitschrift für baß deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General Lieutenant ». D. H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Siegismund. Berlin ^V., Mauerstraße 68. VII. Jahrgang. Heft 8 erschien soeben und enthält: Giganten und Zwerge. Rowan von Otto Elster. (Forts.) — Die Sammlung des Krongarbistm Klapper. Humoreske von Hermann Weger — Ein Idealist aus dem Kön'gS- thron. Zum Getächtniß Friedrich Wilhelms IV., 15. October 1795. — 15. Oktober 1895. Don Bertha Ot'zenn — Dor und nach der Schlacht. (Mit Abbildungen.) — Unsere Feldzeichen. Don General der Infanterie z. D. v. Kreischman — Dos 5. italienische Feld- Artilletie-Regiment. II quinto reggimento italiano d’Artiglieria da capagna. Von unserem iialtmtschrn Korrespondenten. (Mti Abb.) — Hands off!! Ein Reiseerlebntß auf der Kansasbahn von Karl Rode. — Häusliche Freuden vor Parts im November 1870. (AuS dem Briefe eines Oberjägers beim Garde-Jäger-Bataillon.) — Wann steht das Pferd in seiner Vollkraft - — Unter dm wahrhaft erhebenden Episoden auS den KriegS-Gedächtnißtagen. — Der Don Juan beß HofeS. (Mit Abb.) — Ein Kreuz aufs Grab. Von K- Weitbrecht. (Mit Abb.) — Vaterländische Gedenktage. — Plaudereien. — Literarisches. — Splitter und Funken. — Räthsel. — Briefkasten. — Inserate.
— In der besonders für dm Hausbesitzer jetzt so ungünstigen Zeit dürste der wegen seine- umfasstnden Inhalts unentdehilich gewordene Han-defitzer - «alenbet für das Aahr 1896 allseitig mit Freuden degiüßt werden. Der 7. Jahrgang »ringt neben täglichem Notiz- und Schreib-Kalmder die für Hausbesitzer wissenS- werthen gesetzlichen Bestimmungm und Stmertadellen, sowie alle nur erdenklichen Auskünfte für diesen Stand, als da sind: Anleitung zur Selbfteinschähung, Führung der Mieths- und »x- misfionS Klagen Bnchfübrungtzwesen, practische Verträge für HauS- käuse, Anstellung von Portiers rc. rc. Dieses kleine in Taschenformat gebundene Handbuch sollte bei dem geringen AnschassungS- preifl von 50 Pf. jeder Hausbesitzer benutzen. Alle Buchhandlungen, sowie der Verleger Reinhold Kühn, Berlin W. 8, Leipziger Straße 115/116, liefern dasselbe.
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