«v:
'-«'») f6tba
"WA
'■ “• >&Ä£
i W Ms n9 3.50 V)k.
Sv» $»«, f 7 Kühn, SeltnsNg' trittskarten
Ww
ii n
II
4 M. L- n „ 0.50 ii « 1.— h « 0.50 -/ „ 0.50 n n 0.25 ff ff 0.50 ff h 0.25
Rnb frisch eingetroffen bei
C. Roth II.
en ä Mk. i,io ju 70
tember I8S5 stattÄr^
Iftafl in W
litten u. AM
ien ein. M
t, hankiurt a. I.
dings-Emährung nach en System von Dr. Soxhlet äSSY^X WtXBB Wb a\xr nütteXßt Abb vvv ^AfctBeWjSteTtaidenen teirk^Mite ndruckverschluss . R.-P. Mr. 57524 jen. Wer sich vor Miss- Dützen will,weisealleAb- DrnbenifeneroderAach- zurück and verlange den Ml-Mi menszug des Erfinders;I e achte man darauf,I schediesenNamenszugl e=en Apparaten'Stemel
braucheanweisunghevl
ftlBkf«t e. ®-1
Zeil 47.
der Firma:
München.
* „ . r.hpr. w. Hosch; ] i: C.‘Brüder s’chn't b ier9 ’,B in Friedberg ?pie8hPi- R Schwab. 11
Giinberg *■
.. wZk VW. b
jrtt
220 Erstes Blatt. Donnerstag den 19. September 189R
Der fU|e«er A-ieiger «scheint täglich, grit Ausnahme deS Montag«.
Die Gießener
P«»ttie«örL1ter werden dem Anzeiger Wöcherttlich dreimal beigelegt.
Gießener Anzeig er
Kenerat-Unzeiger.
vierteljähriger JlfonnrrnentipreU: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Redaction, Expedition und Druckerei:
SchukaraheAr.1. Fernsprecher 51.
Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren.
Hratisöeitage: Gießener Ilamittenökätter.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Lag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr.
Nenefte Nachrichten.
WolffS telegraphisches Corresponden,-Bureau.
verlt», 17. September. Das „Militärwochenblatt" veröffentlicht die Ernennung deS Oberstlieutenants und Com-
ist heute Vormittag hier gestorben.
Bern, 17. September. Internationaler thier- ärztlicher Congreß. Ueber die Bedeutung des Tuberkulins für die Diagnostik der Tuberkulose sprachen: Bang- Kopenhagen, Heß-Bern, Hutyra-Budapest, Mahn-Christtania, Nocard-Alfort, Guilbeau Bern. Der Congreß beschloß, die Regierungen möchten den Gebrauch des Tuberkulins überall, wo Tuberkulose constatirt werde, begünstigen.
Rom, 17. September. Zu der morgigen Eröffnung des Schützenfestes sind Tausende von Vertretern der Schützenvereine aus der Provinz hier eingetroffen. Unter den ausländischen Schützen werden auch fünf Newyorker erwartet. Vertreter der italienischen Colonien iunb des Auslandes find bereits avgekommen. Gestern und heute trafen über 15,000 Personen hier ein.
Rom, 17. September. Das Köuigspaar ist hier eingetroffen und aus dem Bahnhofe von Behörden und Vereinen empfangen worden. Auf der Fahrt zum Quirtual wurde es von der Bevölkerung mit begeisterten Ovationen begrüßt. Der König und die Königin erschienen auf dem Balcon, um für die Jubelrufe zu danken.
Rom, 17. September. Gestern gab der deutsche Künstler- verein zu Ehren der deutschen Turner einen CommerS, zu dem auch sämmtliche in Rom anwesenden Mitglieder der deutschen Botschaft erschienen waren. Nach dem Toast auf Kaiser Wilhelm, den Herr Trog in Vertretung des Präfi.
I denten auSbrachte, und nach einer Rede des Senators Trodaro in italienischer Sprache, sprach Herr Hoppe, der Vorsitzende der Berliner Turoerschaft, für die freundliche Aufnahme durch die Bevölkerung Roms, insbesondere durch den Küustlerverein, Freude und Dank aus. Beim Gesang deutscher patriotischer Lieder nahm die Feier einen höchst anregenden Verlauf.
Haag, 17. September. Die Königin-Regentin eröffnete heute die Generalstaaten mit einer Thronrede, in der es heißt: Der allgemeine Zustand des Landes und der Bevölkerung ist befriedigend. Die Beziehungen zum Auslande find sehr freundschaftlich. Land- und Marinetruppen in Indien geben neue und leuchtende Beweise von Muth und Ausdauer. Die Ernte ist in mehrfacher Beziehung gut zu nennen. Die unter dem Vieh grasfirende Maul- und Klauenseuche ist fast verschwunden. Was den auswärtigen handelspolitischen Einfluß betrifft, so ist die Lage des Handels und der Industrie nicht ungünstig. Die gegenwärtige Session ist in erster Linie bestimmt zur Fortführung der gesetzgeberischen Arbeiten, zur Revision der Personalsteuer und des Wahlrechts.
Stockholm, 17. September. König Oscar toastete gestern bei Gelegenheit eines Diners auf die Staatsoberhäupter sämmtlicher bei den schwedischen Manöver» ver-
mandeurS Mackensen vom 1. Leibhusarenregiment Nr. 1 unter Belassung in dieser Stellung zum Flügeladjutanten des Kaisers und Königs.
Affen a. R., 17. September. Die allgemeine deutsche SittlichkeitS-Conferenz faßte wichtige Beschlüffe in Betreff ihrer Organisation, der SittlichkeitSgesetzgebung, der Ueberwachung der WohnungSverhältniffe in Stadt und Land, der Verbreitung von Flugschriften unter der Heranwachsenden Jugend beiderlei Geschlechts und des BerhältniffeS der Con- ferenz zur britisch kontinentalen Conföderation, sowie der Beetnfluffung der studentischen Jugend im Sinne der Keuschheit.
Kiel, 17. September. Marineoberpfarrer Langheld
Alle Annoncen-Vureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen.
Bekanntmachung.
Anläßlich der Anwesenheit Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin am Samstag den 21. d. M. werden in der Zeit von 11 bi8 iP/a Uhr Bormittags folgende Straßen für den Fuhrwerksverkehr ge- sperrt: Die Ltebigstraße zwischen der Bahnhofstraße und Frankfurterftraße, die Frankfurterftraße vom Bahnübergang abwärts, der Seltersweg, Kreuzplatz, MäuSburg, Marktplatz und die Neustadt. Die während der genannten Zeit zwischen dem Wallthor, der Marburgerstraße und dem SelterSweg und in umgekehrter Richtung verkehrenden Fuhrwerke nehmen ihren Weg durch die Ostanlage und Südanlage bezw. über den Brandplatz oder Wallthorstraße, die Schulftraße, Neuen- Baue, BtSmarckstraße, Ludwigstraße und Wilhelmstraße. Dieselben Straßen in umgekehrter Richtung. Diejenigen Fuhrwerke, welche von der Lahnbrücke Herkommen und nach len nördlichen und östlichen Stadttheilen fahren wollen,haben ihren Weg durch die Westanlage, Südanlage und Ostanlage zu nehmen. Für Fuhrwerke, welche nach den Bahnhöfen fahren wollen, bleiben die Westanlage und die Bahnhofstraße frei.
Gießen, den 18. September 1895.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: Roth.
tretenen Mächte.
Petersburg, 17. September. Der Ukas des Kaisers Nikolaus, gegeben iu Peterhof am 1./13. September, über die Einrichtung eines Arbeitscuratoriums lautet wie folgt: „In beständiger Fürsorge um das Wohl unserer getreuen Unterthanen, haben wir unsere Aufmerksamkeit auf daS bittere LooS derjenigen unter ihnen gelenkt, welche äußerste Noth leiden und vergebens nach Arbeit und Unterkommen suchen. Indem wir bestrebt find, daS LooS der Unbemittelten durch Beschaffung von geeigneter Arbeit für dieselben als das einzige Unterpfand eines gedeihlichen, auf christlichem Principe beruhenden Lebens zu erleichtern, haben wir eS für gut befunden, ein besonderes Curatorium für Arbeitshäuser und Anstalten der Arbeitsamkeit einzusetzen, dazu bestimmt, dem Bestand derartiger Institutionen die nöthige Unterstützung und Hilfe zu gewähren und deren Vermehrung im Reiche zu fördern. Unsere liebe Gemahlin Kaiserin Alexandra Feodorowna theilt diese unsere Fürsorge und hat, getrieben von dem Drange ihres liebreichen Herzens, behuss ersolgretcher Verwirklichung unserer Vorschriften, den Wunsch geäußert, das erwähnte Curatorium unter ihr directeS Pro- tectorat zu nehmen. In der festen Ueberzeugung, daß die hochherzige Bereitwilligkeit Ihrer Majestät, diese Mühe zum Nutzen der Nothleidenden zu übernehmen, in allen Thetten
unseres ausgedehnten Vaterlandes mit Rührung begrüßt werden wird und indem wir den Segen deS Allerhöchsten auf die dem Curatorium bevorstehende Thätigkeit herabflehen, befehlen wir, die von uns am heutigen Tage bestätigten Statuten deS bezeichneten CuratoriumS zur Ausführung za bringen."
Petersbarg, 17. September. Zu dem Ukas über die Errichtung eine« ArbeitscuratoriumS wird bemerkt, die Kaiserin habe schon als Braut lebhaftes Interesse für die russische Armenpflege gezeigt- ihrer Initiative wird die gemeldete Institution, sowie die bevorstehende Reorganisation der russischen Armenpflege verdankt. Der Kaiser gab freudig den Bitten der Kaiserin Folge, und diese entwarf selbst die Statuten deS CuratoriumS und übertrug sie ins Russische.
Depeschen deS Bureau »Herold*.
Berlin, 17. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt heute officiöS: Verschiedene Blätter haben in letzter Zeit die Nachricht verbreitet, eS bestehe an maßgebender Stelle die Absicht, die 4procentigen Staatsanleihe- papiere in Zi/zprocentige zu convertiren. Wie wir hören, hat das Staatsministerium sich mit der ConvertirungSsrage neuerdings überhaupt nicht beschäftigt. Alle Mittheilungen der Preffe über eine etwaige Convertirung beruhen daher aus willkürlichen Combinattonen.
Berlin, 17. September. Verschiedene Blätter haben unter Ansühruug von Einzelheiten die Nachricht von einer bevorstehenden Abberufung des franzö,tschen Bot- schafterS Herbette mitgetheilt. Ein aus guter Quelle schöpfender Berichterstatter der „Nordd. Allgem. Ztg." weiß dagegen zu melden, daß diese Nachricht mit allen Einzelheiten in daS Gebiet seiner Erfindung gehört, die aus französischen Blättern, welche dem Botschafter feindlich gesinnt find, ihren Weg auch in die deutsche Preffe gefunden hat.
Berlin, 17. September. Es bestätigt fich, daß Prinz Heinrich durch Cabinetsordre vom 15. d. MtS. zum Coutreadmiral befördert worden ist.
Berlin, 17. September. Heute Vormittag war hier daS Gerücht verbreitet, es sei ein Dampfer deS Norddeutschen Lloyd gescheitert, wobei 150 Personen ihr Leben verloren hätten. Eingezogenen Erkundigungen zufolge scheint aber diese Meldung unbegründet zu sein, denn bis jetzt ist an zuständiger Stelle von einem solchen Unfall nichts bekannt.
Berlin, 17. September. Zu der gestrigen Meldung der „VolkSztg.", betreffend den Fall H a m m e r st e t n, schreibt heute das „Volk", dieselbe sei im Wesentlichen zutreffend, nur handle es fich nicht um einen Wechsel über 200000 Mark, sondern um fünf über je 40000 Mark. Die Wechsel laufen schon seit 1890. Als Graf Finckenstein vor einigen Wochen davon erfuhr, habe er die Sache sofort der Staatsanwaltschaft übergeben.
Berlin, 17. September. Infolge der Beschlüsse aus dem letzten Bundestage in Graz, wonach der deutsche Radfahrer-Bund keine Berufsfahrer in seiner Mitte dulden darf, hat sich der Vorstand entschloffen, sämmtliche hervorragende deutsche Renn- und Distanz-Fahrer, 166 an der Zahl, aus dem Bunde auözuschlteßen.
Berlin, 17. September. Durch Beschluß des Landgerichts in Halberstadt ist die seiner Zeit von der Staatsanwaltschaft gegen den Reichstagsabgeordneten Dr. Böckel wegen Beleidigung des Offizierstandes erhobene Anklage abgelehnt und die Kosten der Staatskaffe zur Last gelegt
worden. ..
Berlin, 17. September. Der Hofprediger a. D. Stocker beginnt in der deutsch-evangelischen Kirchenzeitung eine Serie von Artikeln. Der erste ist betitelt: „Die falsche Cartell- Politik, Deutschlands Verhängniß." In demselben gibt Stöcker die versprochene Darlegung über seine Theilnahme an den jetzt vielfach erwähnten Vorgängen aus den Jahren 1887/88. Stöcker erzählt darin, die bekannte Waldersee- Versammluvg am 28. November 1887 sei in ihrer Entstehung und Abficht nichts anderes gewesen, als eine rein christliche Liebesthat zur Unterstützung der Berliner Stadt- Mission und zwar der Abschluß einer seit dem Jahre 1884 diesem Werke gewährten Hilfe. Es entstand der Plan, angesehene Männer zusammenzurufen, um ihnen die ßeifHße und sittliche Noth der Residenz ans Herz zu legm. Alle diese Dinße waren frei und selbstständig aus dem Entschluß des Prinzen Wilhelm (heutigen Kaisers) und seiner erlauchten Gemahlin hervorgegangen. Nie habe die StadtmiMon aus fich heraus einen Schritt gethan, um fich an die Güte oes privzlicheu Paares Heranzudräugen. Alle Anregungen und Aufforderungen gingen ohne Ausnahme vom Hofe aus. Graf Waldersee, der damalige Minister v. Puttkamer, v. Goßler,
Amtliche* Tyeil.
Nächsten Samstag, den 21. September 1895, bleibt da» Orisgericht geschloffen.
Gießen, den 16. September 1895.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
Gros.
Bekanntmachnng,
betreffend: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe.
Auf Grund des § 105b Abs. 2 der Gewerbeordnung nnb des § 2 der Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 26. März 1892 wird anläßlich der dahier stattfindenden landwirthschastlichen Ausstellung für ~
Sonntag, den 22. September 1895 die Verkaufszeit für das Handelsgewerbe auf die Stunden von 11 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Nachmittags ausgedehnt.
Gießen, den 17. September 1895.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V. Roth.__________________
Bekanntmachung.
Während der Ausstellungstage vom 19. bis 24. L M. bleibt die Nordanlage zwischen Neustädterthor und Wetzstein- Kraße sür den Fuhrwerks- und Personenverkehr jeden Tag von Morgens 8 bis Abends 7 Uhr gesperrt.
Gießen, den 18. September 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. D.: Roth.___________
Deutsches Reich.
Darmstadt, 17. September. Ihre Kaiserliche Hoheit die Großfürstin Sergius von Rußland begaben Sich heute mit Ihrer Großherzogltchen Hoheit der Prinzessin Ludwig von Battenberg von Jagdschloß Wolfsgarten
zu einem längeren Aufenthalt nach Schloß Heiligenberg, wo | auch der Besuch Seiner Kaiserlichen Hoheit des Großfürsten ; Sergius und später der des Großfürsten Paul er- wartet wird, während Ihre Königlichen Hoheiten der Größter zo g, die Gro ß h erz o gi n nebst Prinzessin.Tochter iund Prinzessin Heinrich von Preußen heute Nach- mittag 3 Uhr von Langen ab fich nach Romrod begeben, wo Allerhöchstdieselben Abends 6 Uhr eintreffen werden. Im Gefolge der Allerhöchsten Herrschaften befinden fich die Schlüffeldame Freiin v. Grancy, die Hofdamen Fräulein v. Colomb und Freiin v. RotSmann, Generaladjutant Generallieutenant Wernher, Excellenz, und Mr. WymeS. Oberst- Hofmarschall General der Infanterie z. D. v. Westerweller, Excellenz, Oberstallmeister Frhr. v. Rtedesel, sowie die Großherzoglichen Flügeladjutanten Oberstlieutenant Frhr. v. Grancy and Major Frhr. v. Röder find bereits nach Schloß Romrod vorausgegangen.


