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19.6.1895 Erstes Blatt
 
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444 Erstes Blatt. Mittwoch dm 18. Jmi

Der Steuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme drS Montags.

Dir Gießener MnmilienVtLtter werde» dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.

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Keneral-Ztnzeiger.

1899

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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Lag erfcheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr.

Berit», 17. Juni. DerPost" wtrd aus Kiel gemeldet: DaS französische Geschwader wird in Kiel keine Besuche entgegennehmen. Die Absperrung wird so streng durchgesührt, daß auch dem Corresondenten desTemps , dem bereits gestattet war, an Bord desHoche dem Admiral einen Besuch abzustatten, diese Erlaubniß nachträglich w eder Eine Beurlaubung von Osfizieren

Schwurgericht.

W. Gießen, den 18. Juni 1895.

Heute verhandelte das Schwurgericht gegen den am 9. März 1867 zu Gießen geborenen Metzgergesellen Paul Plank, zuletzt in Marburg wohnhaft. Es dreht sich genau wie im gestrigen Fall um ein Verbrechen auS 2 177 des R.'Str.'G. Die Anklagebehörde vertritt Herr Staatsanwalt Zimmermann, die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Grünewald. Sechsundzwanzig Zeugen nebst medtcintschen Sachverständigen find geladen. Die Oeffentltchkeit ist auS- geschlofien.

17. Juni. Heute Vormittag ist in dem hiesigen Hafen eine große Anzahl fremder Schiffe zu den bevorstehenden Festlichkeiten eingelaufen. Zuerst kam die portugiesische Panzer-Corvette Vasco de Gama. Sodann kam das dänische Geschwader und der niederländische Kreuzer Atjeh angedampft. Etwas später näherte sich das englische Geschwader in imposanter Stärke. Um 12 Uhr kamen die russischen und französischen Kriegsschiffe, welche geschloffen in doppelter Kiellinie fuhren. Gegen halb 2 Uhr näherten sich die italienischen Schiffe. Sämmtliche fremden Schiffe wurden mit Salutschüssen von den deutschen Schiffen und Hurrahrufen Seitens der Matrosen begrüßt.

München, 17. Juni. Der Kaiser ist heute Morgen hier eingetroffen und in der preußischen Gesandtschaft ab-

Kroksürst AleriS hat sich gestiegen. Er stattete zunächst dem Prinzregenten einen

Großfürst Alexis ya tu b q6 worauf sämmtliche hier anwesenden Prinzen am 1 Gesandtschaftshotel vorfuhren. Um halb 11 Uhr begab sich der Kaiser an der Seite des preußischen Gesandten im offenen Zweispänner, von dem zahlreich anwesenden Publikum lebhaft begrüßt, nach der Schack'schen Gallerte, wo auch alsbald der Prinzregent eintraf. ....c

Wien, 17. Juni. In dem Stande der politischen Krisis ist noch keine Besserung eingetreten. Wahrscheinlich dürfte es bereits heute oder morgen zur EabinetS-Demtsston kommen. Der Kaiser wird dieselbe aber vorläufig noch nicht annehmen, sondern den Fürsten Windischgrätz mit der Weiter­führung der Geschäfte betrauen, da sich bei der Besetzung des Postens eines Ministerpräfidenten Schwierigkeiten ergeben.

Budapest, 17. Juni. Da trotz aller Bemühungen ein Zuzug fremder Bäckergesellen nicht erfolgt ist, »erden heute dieBäckermetster alle Forderungen der Gehilfen bewilligen. Infolgedessen werden die Brodpreise um

10pCt. erhöht werden. , .

P Toulon, 17. Juni. Der socialistische Gemeinde, rath beschloß anläßlich des Eröffnungstages des Nord-Ostsee- CanalS alle öffentlichen Gebäude zum Zeichen der Trauer

Madrid/1°7? Juni. Nach einer Meldung aus Havana haben die Rebellen in Cuba mehrere spanische Ge­fangene gehängt und die Leichen schrecklich verstümmelt.

Madrid, 17. Juni. Gestern beschloß der Ministerrath, den Marineminister zu autorisiren, in der Zeit von: zwei Monaten 20 Kanonenboote mit je 300 T°E"gehalt z kaufen. Der Minifterrath beschloß ferner, 25000 Mann nach Cuba abzusenden, unabhängig von den 10000, welche nächste Woche abgehen.

Localer rrnd Provinzielles,

Gießen, den 18. Juni 1895.

♦♦ Steins Garten. Das Programm, welches uns die Banda Municipale di Pratola aus den Abruzzen morgen Mittwoch Nachmittag in SteinS Garten vorsühren wird, ist durchaus nicht gleichlautend mit dem, welches am Abend zur Aufführung gelangt. In beiden Concerten sind Compositronen italienischer und auch deutscher Meister vertreten, und ver- weisen wir namentlich auf die Jntroduction und die Reminis- cenzen auSCavalleria Rusticana, deren Compositionen bekanntlich den berühmten Landsmann der Capelle Pietro- MaScagni so rasch populär gemacht hat. Auch die große Fantasie auSFaust" von Gounod und die Carmen- Neminiscenzen stehen auf dem Programm.

» Der 16. Oberheffische Feuerwehrtag fand, wie schon mitgetheilt, am Sonntag in Lollar statt. Der Vorsitzende, Verbands-Vertreter Feller-Lollar, begrüßte vor Eintritt in die Tagesordnung die Vertreter der einzelnen Wehren, sowie die Herren Regierungsrath Hechler als Vertreter der Brandverficherungskasse, Kreisamtmann Dr. Wallau als Vertreter der Provinz in Verhinderung des Herrn Provinzial- Directors. Herr Bürgermeister Geißler-Lollar nahm Namens seiner Gemeinde an den Verhandlungen Theil, den­selben im Interesse der Feuerwehrsache guten ®erlauf wünschend. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Bericht ist ersichtlich, daß zwar in Oberheflen in der letzten Zeit neue Feuerwehren sich bildeten, daß aber noch viel zur Förderung der Sache zu thun bleibe, die Schwierigkeiten zur Aus- breitung des freiwilligen Feuerlöschwesens glaubt Redner in dem Verhalten der Gemeindevertretungen zu erblicken, die sich vielfach weigerten, die Kosten aufzubringen. Hier muffe vor allen Dingen belehrend vorgegangen werden, an der Unterstützung der Regierungsbehörden fehle es ja nicht. Ein Antrag der Freiw. Feuerwehr Lang-GönS, den Sinn für Förderung der Feuerwehrsache durch Anerken­nung event. Belohnung thatkräftiger Brandhilfe zu wecken, 1 führte zu einer anregenden Besprechung, doch wurde ein

Petersburg, 17. Juni. I----- , -

heute zur Theilnahme an den Festlichkeiten anläßlich der Er- I Öffnung des Nord-Ostsee-CanalS nach Kiel begeben.

Berlin, 17. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin gedenken an diesem Mittwoch Varmittags 11 Uhr aus dem Dammthorbahnhofe in Hamburg einzutreffen. Eine Depu­tation des Senats, an ihrer Spitze die beiden Bürgermeister Dr. Lehmann und Dr. Mönkeberg, wird die Majestäten be­grüßen, welche alsdann, begleitet von den genannten Herren, in Galawagen des Senats eine Fahrt durch die Stadt nach dem Hafen unternehmen. Auf einem Theil deS Weges bilden die Truppen der Garnisonen Hamburg, Altona und Wands- . . _

beck Spalter, außerdem werden die Schüler und Schülerinnen I entzogen werden mußte. --- ----- - ,

Hamburger Schulen an geeigneten Punkten Ausstellung I oder Mannschaften an Land oder auf andere Schiffe fi . während der Vorbeifahrt der allerhöchsten Majestäten nehmen. I ebenfalls nicht statt.

_ Zur Stunde sind jedenfalls die fremden Ge-I Berlin, 17. Juni. Der Kaiser zum Bau einer schwader sämmtlich in Kiel eingetroffen. Ihren Reigen I evangelischen C ^"nftHonXnJ bet der I 1

eröffnete bekanntlich das österreichisch-ungarische Geschwader, | ©etroße bon 48000 auö t>em J

welches allen anderen fremden Flottenabtheilungen um mehrere I Generalstaatskasse bewilligt und ^nehmigt, daß di G ch w Tage bis zu einer Woche voraus in dem Festhafen anlangte. I ktrche zur Erinnerung an die Vollendung des Roro.^st, Als nächstes der fremden Geschwader kam jenes der Der- I Canals Dankeskirche genannt ^erde.

einigten Staaten in Siel an. Alsdann folgten die schwedische »erlitt, 17. Juni. Der "£* «

Flatille, der rumänische KreuzerElisabetha" u. s. selbst- I morgen, begleitet bom Ches d°r Reich-IauM, Freiherrn verständlich sand allen sremdländischen Geschwadern und I oon Wilmow-ky und dem Rittmeister Grasen Schönborn nach Kriegsschiffen gegenüber deutscherseits die genau sestgestellte I Hamburg begeben. oeMacn

Begrüßung statt. Die Arbeiten am Canal find am ver-I Berlin, 17. Juni. Nach Beendigung der gestrigen gangene« Lnabenb aus der ganzen Linie zum Abschluß ge- I Regatta in G-Ünan beiwelcherderMainzer Rüber langt, sodaß nur noch die letzte Hand an die sestliche Aus- I Verein den Kaiserpreis errang, hat fich der Kai r

schmückung des CanaiS gelegt zu werden brauchte. Hoffem- I die beiden Kaiserpreise an ®or»bringen!affen'u"bbteS^" "

Uch passiren bei der Eroffnungssahrt am Donnerstag keine I Kaiser-Mannschast zu sich besohlen. Mit herzlichen Wo

fatalen Zwischenfälle mehr, wie ein solcher Zwischenfall der I beglückwünschte er die Letzteren, bie er a6 oor^9ll*c

Vackt Kaiseradler" dadurch zustieß, daß sie bei der Canal- I schäften anerkannte, indem er hinzufügte, daß wohl das Rudern wt oon Siel nad) Brunsbüttel'bei Rendsburg auf den I im Strom ihre Kraft gestählt habe. Die Mainzernahmen Grund gerieth und stundenlang fitzen blieb. I sodann hochbeglückt den Preis au8 bett Händen des Kaisers

Leipzig, 16. Juni. Eine heute von 1200 M aurern I entgegen.

abgehalteneVersammlung hat mit allen gegen zwei Stimmen be- I Berlin, 17. Juni. Der "Localanzeiger meldet au schloffen, den vom Einigungsamte gefällten Schiedsspruch I Kiel: An Bord deS französischen Kriegs chiffeS an zu erkenn en. Der Maurerstrike kann danach als be-IHoche" wurde bei der Einfahrt in den Hasen die deutsche endet" betrachtet werden. Nationalhymne gespielt, während auf der' deutschen Schiffen

______________- I die Marseillaise intomrt wurde. Der Kieler Hafen bietet

I schon jetzt ein farbenprächtiges Bild. Zahlreiche fremde Nerrefte I Kriegsschiffe mit Fahnen in ihren Landessarben haben im

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Burecm. I Hafen Anker geworfen und weitere werden heute noch erwartet.

umgehend anİ-u,' in welchen Orten ihres Verwaltung-. Asyls hierfelbst wurde heute Morgen ein elf-ahriger KÄkÄÄÄ I 'um ^ndesrath-bevollmächtigten

b7r'"Zu7desrath-fitzung daß d^"Präsidenkde- Abgeordnetenhauses,°M Geh^Rath bom ?4 JÜni wuäe der Gesetzentwurf über die Abänderung ! v. Kd 11 er, an deu>EräfsnungSfeierUchkeiteiitarn Nord-Ostfee-

^P5ln, 17. Juni. Privatmeldungen auS der Eifel und I sondern seien lediglich aus der Initiative des Hamburger de« f»ock'walde zufolge hat der Frost in den beiden letzten I Senats hervorgegangen.

und^Rheingeb^ten Ven SBH«b"er^gen^seh! Behang, daß d?d« Etsenbahn^vermattung' entgegen der

Kiel 17 ^uni Die Mannschaften der SchiffeSachsen" I bei der Post- und Telegraphen-Verwaltung gehandhabten und « ?9. in der Wald- Praxis die noch nicht festangestellten Beamten

s-s' die sranzbfischen Marine. \

Graz, 17. Juni. In Cilli wurden gestern um 12 Uhr 45 Mtn. früh mehrere leichte Erdstöße verspürt.

Paris, 17. Juni. Der Minister des Auswärtigen er­hielt folgende Depesche des Admirals Menard:Wir trafen die russische Escadre bei der Ausfahrt aus dem Belt; die Schiffe tauschten Signale aus und vereinigten sich zu gemeinsamer Fahrt." Wie verlautet, ist dieses Zusammen­treffen in den dänischen Gewäffern vorher verabredet worden; die zuerst Kommenden sollten die andern erwarten. Die Franzosen, die zuerst kamen, erwarteten die russischen Schiffe.

Laudon, 17. Juni. In der Untersuchung des Handels- amtS, betreffend dasElbe"-Unglück, entschied der Gerichtshof dahin, daß der Steuermann derCrathte in erster Linie an dem Zusammenstöße Schuld trage und entzog demselben das BefähigungSzeugniß.