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hierzu keine Eoncession hatte, so wurde er ht allen Instanzen zu einer Geldstrafe verurtheilt. Der Einwand des Ange- klagten, daß er keinen Bortheil beim Berkaus deS Bieres gehabt habe, fei — so führt das Kammergericht auS — hinfällig, weil ein Bortheil darin bestanden habe, die Gäste durch das betreffende Bierverabreichen an fein Geschäft zu fesseln.
♦ Gute Replik. Er: „Ich bin neugierig, ob Du auch einmal eine Speise allein zufammenbringst." — Sie: „O, die Hasen, die Du schießest, schon!"
• Tin guter Kerl. Unteroffizier: „Wenn ich manchmal hitzig werde und Euch Esel, Ochs ober dergleichen schimpfe, so dürft Ihr daS nicht übel nehmen, — ich meine eS ja ehrlich mit Euch?"
Cttaratar «»d Annst.
— Soeben ist itn Verlag von Curt v. Münchow in Gießen erschienen: Das Behriug'sche Diphtherie'Heilserum und die Ei folge, w'lche mit demselben in de- chirurg. Klinik in Gießen erzielt worden sind von Dr. Heinrich Bose, Professor der Chirurgie und Director der chirurg. K3nik an der Universität Gießen. (Gießen 1895, Verlag von Curt d. Münchow, 73S. nebst 29 S. Tabellen, Preis Mk. 2 40.) In der unter dem obigen Titel erschienenen Schrift, welche Sr Königlichen Hoheit dem Großberzog von Hessen und bei Rhein von Rector und Senat der LandeS- univerfilät als Programm zum Ludwigstage gewidmet worden ist, unternimmt eS der Verfasser, den Entwickelungsgang der Serum- tderapie in wissenschafilicher und dabei doch möglichst allgemein ver- stöndlicher Form zu schildern, uv dann in Anschluß daran die in der chirurgischen Klinik in Gießen mit dem Diphtherie-Heilserum in der Zeit vom 24. October 1894 bis 31. Juli 1895 erzielten Erfolge mitzutheilen. Den Aerzten, die weder Zeit noch Gelegenheit gehabt haben, den Entwickclungsgang der Serumlherapie in der weit zerstreuten Literatur zu verfolgen, will hier der Kliniker einen Heber: blick gewähren über den Weg mühsamer wissenschaftlicher Forschung, auf welchem endlich das Ziel, He Auffindung deS neuen Heilmittels, erreicht worden ist. Denn „zur Beurtheilung des WertheS der Serumtherapie, zu einer zweckmäßigen Anwendung derselben, zum Verständniß der Anforderungen, die man billiger Weise an dieselbe stellen kann, ist eS von Wichtigkeit, nicht allein mit dec Eigenart dieser Behandlung vertraut, sondern auch mit den Vorstudien und den Thierveriuchen, auS welchen heraus sich dieselbe entwickelt hat, b fannt zu fein ' Der Verfasser hat seine Aufgabe glänzend gelöst und eine Lücke in der Literatur ausgefüllt, die trotz den zahlreich
erschienenen Schriften übet das Diphtherie - Heilserum Vielen sich fühlbar gemacht haben wird. Der schwierige Stoss ist durchweg überaus klar und fachlich behandelt, die Darstellung in formaler Beziehung eine ausgezeichnete. Bezüglich der von dem Verfasser mit dem Behring'schen Serum erzielten sehr günstigen Heilerfolge muß im Einzelnen auf das Original verwiesen werden. Es möge hier die Anführung der Worte genügen, in welche der Verfasser am Schlüsse der Arbeit sein Urtheil zusarnmenfaßl: „WaS aber die Heilwirkung anlangt, so sind die Unterschiede zwischen den früheren Resultaten und denjenigen, die bei Anwendung des Behring'schen Heilserums in der hiesigen chirurgischen Klinik erreicht worden find, so bedeutend, daß iretnefl Erachtens durch sie allein, ganz abgesehen von den anderwärls erzielten günstigen Erfolge»', die Leistungsfähigkeit deS Mittels unzweifelhaft bewiesen wird "
«ottesdteust in der Synagoge.
DomrerAtag, den 19. September, Neujahrsfest, 1. Tag.
Vorabend 6 Uhr, Morgens 7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends 6” Uhr.
stfreitag, den 20. September, Neujahrsfest, 2. Tag.
Morgengottesdienst 7 Uhr.
Samstag, den 21. September:
Vorabend 530 Uhr, Morgens 8” Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7“ Uhr.
Verkehr, £an&* und VoUrwirthschuft.
Gießen, 17. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. X 1,05—1,15, Hühnereier pr. St. 6—7 H, 2 St. 00 <4, Enteneier pr. St. 00 H, Gänseeier pr. St. OO—OO^. Käst pr. St. 5—8 H, Käsematte pr. ©t. 3 4, Erbsen pr. Liter 15 H, Linsen pr. Liter 26 Tauben pr. Paar jt 0,50 bis 0,60, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück JL 0,50—0,75, Enten vr. Stück JL 1,50—1,80, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72—76 .A, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68^, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—00,$, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-6,00 Jt, Weißkraut pr. Stück —H, Zwiebeln pr. Centner 4,50—6,00 Mk., Milch pr. Liter 16—20 H, Zwetschen pr. Centner 2,00—2,50.
Witterungsbericht vom 16. September.
Der hohe Druck hat stch zwar auf dem Continent noch weiter auLgedreitet und gehört fast ganz West- und Centraleuropa in seinen Bereich. Wie aber bereits aus dem Verlauf der Isobaren zu erkennen ist, sind verschiedene Unregelmäßigkeiten in der Druckoertheilung vorhanden, sodaß zwar die Niederschläge aufgehort haben, jedoch die Bewölkung noch stellenweise eine wechselnde ist. Die Wetterlage ist
somit feine vollkommen sichere, doch dürstezunächst eine Verschlimmerung nicht eintreten.
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Wenig veränderte Temperaturen.
inp 17. Septbr. Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage).
Barometerstand.
Thermometer r min. + 5° R., max. + 15q R.
Hygrometer:
Trocken.
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Die Aufgabe der Seife zur Ge« fundheitspflege der Haut LULL insbesondere aber von sparsamen Haussrauen verkannt. Es ist durchaus nicht einerlei, welche Seife man gebraucht, denn die Haut ist ein sehr wichtiges Organ im menschlichen Organismus und viele Erkrankungen, Ansteckungen, Hautleiden, Pusteln, Finnen, Unreinheiten rc. können vermieden werden, wenn nicht am falschen Ort gespart wird und man stch entschließt, eine Kleinigkeit mehr für etwas wirklich Gutes und Erprobtes auszugeben, wie eS z. B. die Patent-Myrrholin-Seife ist Dieselbe kostet allerdings 50 Pf., sie besitzt dafür aber auch eine Einwirkung auf die Haut, welche die hervorragmdsten deutschen Professoren und Aerzte veranlaßte, sie als die beste Toiletteseife für die Gesundheitspflege der Haut zu erklären und allen Frauen und Kindern zur Anwendung warm zu empfehlen. Die Patent-Myrrholin-Seife ist in allen guten Parfümerie- und Droguen-Geschäften, sowie in den Apotheken rc. ä 50 Pf. e^ hältlich und muß jedes Stück die Patent-Nummer 63592 tragen. 6238
Obstversteigerung.
Das Obst von den städtischen Bäumen, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, soll
Montag den 23. September, von Bormittags 8 Uhr an, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden.
Zusammenkunft am Oberthor.
Lich, am 16. September 1895.
Großherzogl. Bürgermeisterei Lich.
Heller. 7697
Obstversteigerung.
Freitag den 20. l. Mts., von Vormtttags 10 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln und Zwetschen, versteigert werden.
Der Anfang ist beim Ort.
Dorf-Gtll, am 16. Septbr. 1895. Großh. Bürgermeisterei Dorf-Gill. ___________Kuhl._______7698
Stabt Milchthims.
Freibank. [7693
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Angebote wolle man bis zum 583. ds. Mts. einschließlich in der Wohnung des mitunterzeichneten C. Tchwan sen. (Seltersweg 64) abgeben, woselbst auch die Bedingungen zur Einsichtnahme offen liegen.
Gießen, den 17. September 1895.
Für den evangelischen Gesammt-Kirchenvorstand:
Der Vorsitzende: Das mitausführende weltliche Mitglied:
Dr. Naumann.C. Sckwan sen.7715
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