Neueste Nachrichten.
DolffS telegraphisches Correspondenz-Burecm.
Pofen. 16. September. Die hiesige Provinzial» Gewerbe - Ausstellung ist heute Nachmittag durch den Oberpräfidenten v. Wilarno witz-Möllendorf mit einem Hoch auf den Kaiser geschlossen worden.
Rom, 16. September. In Palermo fand bei der Einschiffung der Gart bald in er, die zu den Festen nach Rom gehen, eine feindliche Demonstration statt. Eine nach Hunderten zählende Volksmenge bombardirte die Boote der Abreisenden mit Steinwürfeo. Ja der Stadt herrscht grotze Aufregung. Mtt Mühe nur gelang es der Polizei, eine Gegendemonstration zu verhindern.
Rom, 16. September. Der Papst empfing heute eine Abordnung von 30 Notabeln der katholischen Kopten, die unter Führung des Bischofs Zyrill-Macaire und Bogb os» Beys erschienen waren, um dem Papst für seine Encycliken zu danken und friedliche Nachrichten über die unter den diffentirenden Kopten herrschende Bewegung zu Gunsten der Rückkehr zur katholischen Einheit zu überbringen. Der Papst rbeilte der Deputation mit, daß er zwei neue katholische BiSthümer zu schaffen gedenke.
Konstantinopel, 16. September. Die dem Mailänder „Secolo" angeblich aus Konstantinopel telegraphirten sen» sationellen Meldungen, daß in einzelnen asiatischen BilajetS sich eine ernste Gährung bemerklich mache und daß es dort überall blutige Revolten gebe, daß ferner die Kaserne von Erzerum in Brand gesteckt sei und bewaffnete Banden daS Land durchziehen, um Muhamedaner niederzumachen, werden in hiesigen officiellen Kreisen als un» begründet bezeichnet.
Washiugtou, 16. September. Nach dem amtlichen Ausweis überstieg der Werth der Einfuhr im August d. I. den der Ausfuhr um lö1^ Millionen Dollars. In den ersten 8 Monaten d. I. hat die Einfuhr die Ausfuhr um 36'/z Millionen Dollars übertroffen. Im August 1894 hatte die Ausfuhr 9 Millionen mehr als die Einfuhr und in den Monaten Januar bis August 1894 648/4 Millionen Dollars mehr als die Einfuhr betragen. Im August 1895 überstieg die Goldausfuhr die Einfuhr um 15'/g Millionen Dollars und in den Monaten Jauuar bis August 1895 um 278/4 Millionen Dollars.
Depeschen de» Burem ,5erotb*.
Berlin, 16. September. Der Kaiser verließ heute um 10 Uhr Vormittags Neufahrwasser und traf um 10 Uhr 15 Min. in Begleitung des Gesandten v. Kiderlen-Wächter auf dem Hohenthor-Bahnhof in Danzig ein. Der Kaiser fuhr direct nach Berlin. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe, welcher auf der Rückreise von Werkt in Danzig eingetroffen war, bestieg den kaiserlichen Zug am Hohenthor- Bahnhof und begleitete den Kaiser nach Berlin.
Berlin, 16. September. Wie verlautet, find Prinz Heinrich und Capitän zur See v. Arnim gestern zu Contre-Admiralen ernannt worden.
Berlin, 16. September. Der „Post" zufolge wird die Blättermeldung, daß im nächsten Jahre ein gemeinsames Manöver zwischen österreichischen und deutschen Truppen veranstaltet würde, in eingeweihten Kreisen als erfunden bezeichnet.
Berlin. 16. September. Wie die „Volkszeitung" aus guter Quelle erfährt, sind die Vergehen, welche dem Frei- Herrn v. Hammerftetn zur Last fallen, nicht blos Unterschlagung und Betrug, sondern auch Wechselfälschung. Der frühere Leiter der „Kreuzzeitung" habe, wie verlautet, einen Wechsel im Betrage von 200,000 Mk. auf dea Namen des Grafen v. Ftnkenstein in Umlauf gesetzt. Als dieser Wechsel zum Vorschein kam, sah sich Graf Finkenftein zur Anzeige an die Staatsanwaltschaft veranlaßt.
München, 16 September. Die Nr. 1 der seit SamStag hier erscheinenden neuen demokratischen Zeitung „Münchener Freie Preffe" wurde confiScirt, da die Staatsanwaltschaft in dem Artikel: „WaS ist Infamie?" eine MajestätS- beleidtgung erblickte. Gegen den Redacteur, Herrn Rost, ist Anklage erhoben.
Wien, 16. September. Graf Baden! wurde gestern Mittag neuerdings vom Kaiser in Audienz empfangen, in welcher er die vollständige Minifterliste vorlegte, die der Kaiser genehmigte. Der jetzige Ministerpräsident, Graf KielmannSegg, wird wieder Statthalter von Nieder-Oesterreich. Derselbe ist gestern mit dem Kronenorden 1. Klaffe ausgezeichnet worden.
Triest. 16. September. Wie verlautet, wird der hiesige Gemeinderath aufgelöst werden, wenn er seine Absicht durchsetzen sollte, den 20. September festlich zu begehen.
Rom, 16. September. Der Papst hat beschlossen, daß für die Dauer der Festlichkeiten des 25jährigen Gedenktages der Vatican wie immer geöffnet bleiben soll, d. h. daß dem Publikum der Zutritt zu den Museen frei bleibt. Diese Maßregel ist der italienischen Regierung unlieb, da sie eine spectelle Ueberwachung veranstalten muß. Der 20. September, ein Freitag, ist der EmpfangStag der Mitglieder des diplomatischen Corps beim Cardinal Rampolla. Dieser Empfang wird ebenfalls stattfinden. Der Cardinal-Bicar hat ein Rundschreiben an die Katholiken gerichtet, worin sie zum Beten und Fasten an diesem Tage aufgefordert werden.
Pari», 16. September. Der KriegSmintster Z u r l i n d e n hat gestern den Generälen und fremden Offizieren, welche den Manövern beigewohnt haben, ein Festessen gegeben. Zu beiden Seiten saßen Nikolaus von Griechenland und General Dragomirow, dem Minister gegenüber General Sausfier. In einem Toaste feierte der Minister daS ExpeditionScorpS von MadagaScar und den General DucheSne, dann trank er auf das Wohl des Generals Sausfier, den Organisator der großen Manöver.
Pari», 16. September. Nach hier eingetroffenen Privatmeldungen soll der Gesundheitszustand des Königs von Dänemark sehr bedenklich sein.
DermiMpto'
* Mannheim, 16. September. In dem gestrigen Meister- schaftSfahren von Baden auf dem Ntederrad (5000 m) wurde der vorjährige Record von 7 Min. 23/s Sec. nicht erreicht, weshalb die ausgesetzten Preise nicht vertheilt wurden. Erster war JörnS»Kaiserslautern mit 9 Min. 13 Sec., Zweiter Herty - Klein - Stemheim mit 9 Minuten 133/6 Sec., Dritter Karl Zimmermann-Mannheim mit 9 Min. 14 Secunden.
* Budapest, 16. September. Der Kassirer der Salgo- Tarjan-Kohlenwerk-Genoffenschaft, welcher in Begleitung seiner Frau und eines Kutschers zur Auszahlung der Löhne per Wagen sich in das Kohlenrevier begab, wurde im W^lde von drei Räubern über fallen und seines Geldes im Be- trage von 26000 Gulden beraubt.
* Eia Adreßbuch Automat. Eine sehr nützliche Einrichtung sieht man seit einiger Zeit in der Schalterhalle des Bahnhofes Friedrichstraße in Berlin. Es ist ein Automat, der das Berliner Adreßbuch enthält. Die beiden Bände liegen nebeneinander geschloffen und durch einen sinnreichen Apparat gefeffelt auf einem kleinen Kasten. Unter letzterem liegt dicht über der Erde ein eiserner Fußtritt. Diesen tritt man nieder, schiebt dann ein Zehnpfenntgftück in den Spalt und zieht an einem Handgriff, wie bei den übrigen Automaten. Hierdurch wird die Sperrung, die da» Buch gefeffelt und geschloffen hält, frei. Beide Bände klappen sich von selbst auf und können nun so lange durch- gesehen werden, als der Fußtritt niedergehalten w«rd. Giebt man diesen frei, so klappt da« Buch wieder zu und öffnet sich erst dann wieder, wenn man ihm einen neuen Nickel opfert.
* Für Inhaber vou Privatmittag«tischeu intereffaut ist eine Entscheidung, die kürzlich da» Berliner Kammrr- gericht gefällt hat. Der Unternehmer eines Privatmittag«- tisches hatte seinen Gästen auf deren Ansuchen auch B:er in Flalchen holen lassen, wofür er aber nur den von ihm selbst bezahlten Preis anrechnete. Hierin sah die Behörde den Betrieb eine» SchankgeschäftS und da ^der Angeklagte
Madrid, 16. September. Gestern fanden hier vier Säbelduelle zwischen je vier Mitarbeitern der Blätter „PaiS- und „Nacion" starr. Die vier Mitarbeiter des letzteren Blattes wurden fämmtlich verwundet. Die Zeugen, welche daS Protokoll unterzeichneten, find von fremden Duellanten gefordert worden, so daß jetzt 61 Personen in diese Duell^ffaire verwickelt find.
CocMes MnO LrsVkrBeLes
Gieß er, den 17. September 1886.
• • Prinz Heinrich von Preußen mit Gemahlin trifft morgen früh mit dem D-Zuge 7 Uhr 57 Min., von Kiel kommend, hier ein. Die Herrschaften werden im Bahnhofe daS Frühstück etnnehmen und mit dem fahrplanmäßigen Zuge 8 Uhr 14 Min. nach Romrod Weiterreisen. Prinz Heinrich wird mit Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog den Truppenübungen in Oberhessen beiwohnen. — Dem Vernehmen nach wird der Prinz nebst dessen Gemahlin im Gefolge deS Großherzogs am SamStag den 21. d.M. gelegentlich der landwirthschaftlichen Ausstellung Hierselbst unserer Stadt seinen Besuch machen. Außer dem Großherzoglichen Paare sind zwölf Personen für SamStag angemeldet.
* * Aus dea Mauoveru. Donnerstag den 19. d. MtS. findet zwischen Alsfeld und Lauterbach ein großes Treffen der im Manöver befindlichen Division statt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Prinz Heinrich von Preußen, der Großfürst SergiuS von Rußland, welch letzterer sich bis dahin ebenfalls mit Gemahlin in Romrod einfinden wird, werden diesem Manöver beiwohnen.
* * Kirchliche Dieustuachrichten. Ernannt wurden: Pfarrvikar FloruS Bus zu Hammelbach zum Pfarrverwalter daselbst,- Psarramtscandidal Hartmann zu Darmstadt zum Pfarrasststemen in Nieder - Ingelheim- Pfarrverwalter Waldeck zu Hainchen zum Pfarrvikar in Darmstadt- Pfarrvikar Eger zu Düdelsheim zum Pfarrverwalter in Haincken.
*• Miliärdienstuachrichteu. Ziegler, Pr.-Lt. vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Rg. Nr. 116 ein Patent seiner Charge verliehen. Jede ns, Unteroff. vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. Nr. 116, zum Port.-Fähnr. befördert.
** Zur landwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Besucher der landwirthschaftlichen Ausstellung auf einfache Fahrkarten freie Rückfahrt haben auf den verschiedenen in Betracht kommenden Etsenbahnftrecken, wenn sie ihr Billet auf dem Bureau der Ausstellung (Auskunftsbureau rechts am Eingang zur Festhalle) haben abstempeln lassen.
** Die Aussteller vou Thiere» in Gießen machen wir darauf aufmerksam, daß sich dringend empfiehlt, für die Aus- stellungSthiere Decken mitzubringen, mit denen diese Thiere in den jetzt schon kalten Nächten zugedeckt werden können. Wenn auch vollständig geschloffene Stallungen für Pferde und Rindvieh zur Verfügung stehen, und reichliche Streu den Thieren ein warmes Lager gewährt, so vergeffe man doch nicht, auch seinerseits durch Mitbringen von Decken auch das ©einige zum Wohlbefinden der Thiere auf der Ausstellung beizutragen.
** Die Hauptversammlung des Oberh. Obstbauvereius findet Samstag den 21. d. M., Nachmittags 3 Uhr, in dem Zeichens aale der Knabenschule auf dem Ausftellungs- üatze in Gießen statt, um den Besuchern freien Rücktritt in die Ausstellung zu ermöglichen, und nicht, wie früher gemeldet, in LonyS Felsenkeller.
** Befitzwechsrl. Die Hirschapotheke geht durch Kauf am 1. April 1896 an Herrn Dr. JuliuS Cäsar über.
** Verhaftet wurden gestern die Ehefrau eines hiesigen GastwirthS wegen Kuppelet, ein Schmiedegeselle wegen Diebstahls, ein Metzgergeselle wegen Unterschlagung, zwei Bettler und ein Arbeiter wegen Trunkenheit.
** Geschichtliches. An der Straße von Muschenhetm nach Birklar ist auf der linken Seite, nahe dem letzteren Dorfe, eine 4 und über 4 Meter hohe senkrechte Lehmwand, in der an einer Stelle im etwas dunkler gefärbten Lehm Kohlenstückchen auftraten. Bei näherer Untersuchung fanden ich auch Knochen und Topfscherben. Der Oberhessische Ge- chichtSverein unternahm am 16. September eine genauere Untersuchung dieser Stelle, die vom Boden 2 Meter hoch liegt und 1,70 Meter breit und 2 Meter hoch ist, aber nach oben sich etwas verschmälert- eS ergab sich dabei, daß auch hier offenbar eine vorgeschichtliche Erdwohnung auf- gedeckt wurde, wie sie früher Herr Hofrath Köfter beim Kolnhäuser Hof und der GeschtchtSverein bei Lang-GönS gesunden hatten. Von Menschenhand gefertigt fanden sich nur zahlreiche, meist ganz roh gearbeitete Topfscherben, dickere und dünnere aus einem grauen, mit Quarzkörnern durch- säeten Thon, thrilweise roth gebrannt, aber keine Steinwerkzeuge, noch weniger etwas von Metall. Die Knochen ließen sich leicht, namentlich den Schädelstücken nach, als vom Pferd, Hund und Rind nachweisen. Es fand sich selbst von einem jungen Rind ein Stück Stirnbein mit Zapfen und der darüber gestülpten kurzen Hornscheide. Wie tief diese Wohnung in die Lehmwand hineinragt, konnte nicht untersucht werden. Wahrscheinlich ist wenige Meter davon noch eine zweite solche Stelle, denn auch da fanden sich schon Spuren von Holzkohlen. Doch konnte noch nicht untersucht werden, ob eß das letzte Ende einer schon früher abgebauten Erdwohnung ist oder der Anfang einer solchen, die noch in der Lehmwand drinfteckt.
Urbungen stattfindet. Sehr zu wünschen wäre eS, wenn sich' unsere älteren Turner in recht stattlicher Zahl schon MorgrnS detheiltgen würden. Sollte durch diesen Turngang wohl der schlummernde turnerische Geist in den Herzen der männlichen Jugend der umliegenden größeren Orte erwachen? Wir würden uns freuen. Gut Heil!
Ober Mörlen, 14. September. Heute fand die Bersteig er ung des Schloßgutes des Freiherrn Victor v. Nordeck zur Rabenau aus Gießen im hiesigen R-uh- haufe statt. DaS Höchstgebot legten zwei nahe Verwandte des Besitzers mit 167500 Mk. ein, doch glaubt man nicht, daß der Zuschlag zu diesem Preise ertheilt wird, da Nachgebote in Aussicht stehen und insbesondere ein größerer Verband auf daS schöne Befitzthum reflectieren soll. Darmst. Ztg.
§§ Grebenhain, 15. September. Nachdem sich der praktische Arzt Dr. Bruchhäufer auS Gießen hier niedergelassen, wurde demselben ein jährlicher StaatSbeitrag von 600 Mk. widerruflich zuerkannt und ein Antrag auf Haltung einer Norhapotheke gestellt. Die drei vertragschließenden Gemeinden Bermuthshain, Crainfeld und Grebenhain haben einen Vertrag mit dem Arzt geschlossen, nach dem sie sich verpflichten, dem Herrn Dr. Bruchhäuser für die näher zu be» zeichnenden ärztlichen Bemühungen jährlich folgende Summen zu überweisen: a) AuS den Gemeindekrankenkassen te 200 Mk. — 600 Mk. - b) AuS den Gememdekassen je 50 Mk. = 150 Mk.- c) AuS der Gemeindekasse Grebenhain, so lange der Arzt seinen Wohnsitz da behält, 150 Mk. Wohnungszuschuß. Für obige Leistungen der Gemeinden verpflichtet sich Dr. Bruchhäuser zur Behandlung sämmtlicher Mitglieder der Krankenkassen der drei vertragschließenden Gemeinden, der notorisch OrtSarmen und der in fremde Pflege gegebenen Kmder unter 6 Jahren. Der Arzt besucht wöchent. lich zweimal (Mittwochs und SamStagS) die Gemeinden Bermuthshain und Crainfeld. Während seiner Anwesenheit hat ber Arzt für Confultationrn näher bezeichnete Ver- gütungen zu beanspruchen. Der Arzt nimmt seinen Wohnsitz in Grebenhain.
§ Nieder Moos, 13. September. Heute wurde hier der dem Frhrn. von Rtedesel zu Eisenbach gehörige große Fischteich ausgefischt. Das Resultat war cm sehr befricüi- genbeö und als gut zu bezeichnen. AuSgefischt wurden gegen 3000 Stück Karpfen im Gewicht von durchschnittlich 2% bis 5 Pfund- doch waren auch Exemplare von 6 bis 7 Pfund vorhanden. Der Gentner Karpfen kostete 52 Mark und wurden diese Fische an Händler in Gedern, Frankfurt a. M. und Fulda verkauft. Wie seither, so hat sich der Fischteich auch in diesem Jahr wieder gut rentirt.
-n. Altenstadt, 14. September. Gestern hat die hiesige Genossenschaftsmolkerei ihren Betrieb eröffnet. Außer zwei Pächtern find die Genossen Landwirthe mit kleinerem Betrieb. — Die ersten Kaufabschlüsse für Wind- schaftS- und Tafeläpfel wurden dieser Tage hier gemacht. Schüttelobst wurde frei nach Frankfurt für 14 Mk. verkauft. Die von dort auS in die Zeitung lancirte Nachricht von Kaufabschlüssen einer größeren Mostäpfel-Lieferung auS der Normandte zu 9 Mk. für den Doppelcentner scheint demnach nur ein Schreckschuß gewesen zu sein. Für Tafel- obst boten gestern Ober Roßbacher Händler 20 Mk. für feinere und 18 Mk. für geringere Sorten. Die Preise ver- stehen fich per Doppelcentner.
Darmstadt, 16. September. DaS diesjährige Damen- ob'schwimmert im Woog fand in der üblichen Weise am verflossenen SamStag Nachmittag statt- eS betheiligten fich hieran hauptsächlich jüngere Damen, Schülerinnen der diesjährigen Badesatson. Das Wettschwimmen erfolgte von dem Frauenbad bis zur Insel und wurden zur Stcherhett zwei Nachen, besetzt mit Schwimmlehrerinnen im Badecostüm, den Wettschwimmern beigegeben. D. T.
h. Lollar, 15. September. Der hiesige Turnverein unternimmt, günstige Witterung vorausgesetzt, am 29. Septbr. Vormittags einen Tumgang nach Londorf. Der Rückweg erfolgt Nachmittags über Climbach nach der an der Obersetlbach in der Gemarkung Treis a. L. gelegenen fegen. Hcrrenhetde, wo Freiübungen und hieran anschließend ein kleines Wettturnen der Turnschüler in volksthümlichen


