uer’sche Gasglühlicht-Prozess.
Der
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Di- non einiacn Eoncutrem.Xirmen gegen die Auer Sesellichast angestrengte Nichligkeitdllage in Bezug auf die Herstellung von Slühlichlstrümpfen hat di- tfeUweife »er nichtnng bei Punk, 3 bei Hanptp-t-nt.» f.wie die g.oze «a,h,d»°g bei P.°I, 3 bei Tb-rin-Zai-H Patentei m M> «ebabl. Der Auer-Zesellfchatt bleckt sonach nur e.ue be„..,e Mischung von Eoelerden geschützt. (Nach dieser patentrechtlich geschützten Mischung arbeitet aber die Luer-Gesellschaft bekanntlich nicht, ebensowenig rote Jemand And«». Iuer stellt vielmehr seine Mischung nach einem FabrikationSgeheimnitz her.) Die Imprägnirung der Strümpfe geschieht überwiegend (zu über,98—99 vCt.) bnrch Thon»«, was ^e Auer-Gesellschaft durch ihr Patent bisher geschützt glaubte. Die Verwendung von Thorium, ohne das die Herstellung eines Glühstrumpfes überhaupt unmöglich ist und das somit deu Hauptbestandtheil der Imprägnirung von Glühstrümpfen bildet, ohne Beimischung der pateutrcchtlich geschützten Grdeu, ist nach dem gestern gefällten Richterfprach aber, durch die Anullirung oben erwähnter Punkte, freigegebeu. Die Herstellung unserer mit Thoriumoxyd imprag- nirten Glühlichtstrnmpfe ist hiernach vollkommen unabhängig von dem in seiner jetzigen Form bestehenden Auer.Patente. Wir werden nunmehr wegen der in den Warnungen" ^um Ausdruck gelangten unlauteren und unerlaubten Concurrenzmcmöver der Aner-Gesellschaft aus bie rigoroseste Weise vorgehen, da damit nicht nur lammt- liebe GaSglühlicht (Konsumenten, die gezwungen werden sollten, Auer'sche Fabrikate zu unmotieitt horrende» Preisen zu kaufen, sondern auch die Producenten stark geschädigt worden sind. Das von uns gegen die Auer-Gesellschaft wegen Unterlassung ihrer „Warnungen" angestrengte und auf den 6. er. festgesetzte Gerichtsverfahren wurde auf Antrag der Luer-Gesellschaf^ die den Gerichtshof nicht als zuständig aoerkenneu wollte, vor eine andere Kammer verwiesen und damit leib'r ein Aufschub der Berhaudluug Verursacht. Der von der Auer-Gesellschaft hierbei verfolgte Zweck btdi sich sonach vollkommen mit ihren sonstigen Reklamemanöoern. — Der starke (Konsum unseres Fabrikate» spricht am deutlichsten für dessen Vorzüglichkeit, da» tu Bezug auf PriiS uud Güte um 200 pCt. billiger al» „Auer" ist uud somit jederzeit deu ersten Rang aus dem Gebiet der GaSglühlicht-Zudustrie eiauehmeo wird.
Ein completer «asglühlicht - Apparat (Glühkörper, Brenner, Cylinder) kostet S Mark.
Ein Glühstrumpf ohne Brenner und Cylinder kostet 1,50 Mark.
Continental Gasglühlicht-Actien-Gesellschaft „Meteor66,
vor in. Kroll, Berger & Co.
Hauptgeschäft: Berlin, Brunnenftr. 25 (Amt III. 234 und 8533). — Berliner Stadtgefchäft: Jerusalemerftr. 17 (Amt I. 7817 und 795).
Verkaufsstelle für Giessen bei Peter Walter.
Kroßer Men hochmdernc Ai»tcr-Ioqi>ets
für Hk. 5, s. <> und 10.50, reeller Werth Mk. 15 bis Mk. 25.
Biodewaaren. Bemann Katz, Damen-Confection.
9018 SX 5 Mäusburg 5. TWE
Oeffentliche Erklärung.
In der am vergangenen Donnerstag Abend gegen uns stattgehabten Volksversammlung wurde von dem von mir wegen Achtungsverletzung entlassenen Schriftsetzer und Annoncensammler Magnus von der Walde die Behauptung aufgestellt, dass ich der Grossh. Bürgermeisterei die Auflage meiner Zeitung auf 2400 Stück angegeben habe, während sie in Wirklichkeit nur 1200 Stück betragen habe. Wenn ich zu diesem schweren Vorwurf in der Versammlung selbst nicht das Wort ergriff, so geschah es einestheils deshalb, weil ich keine Lust hatte, von Herrn Redacteur Scheidemann, der dem pp. von der Walde mehr glauben zu müssen erklärte, als mir, noch einmal der Unwahrheit geziehen zu werden, und andererseits deshalb, weil mir kurz vor der Versammlung das Blatt, auf welchem ich mir die Notizen über die der Bürgermeisterei angegebene Auflage gemacht, merkwürdiger Weise abhanden gekommen war. Bemerken will ich noch, dass die Notizen sich in einem gewöhnlich verschlossenen Fache meines Schreibtisches, in welchem ich die wichtigeren Papiere aufzubewahren pflegte, befanden und dass dieselben am Samstag früh sich in demselben weder vorfanden, und zwar nicht mehr bei dem mit der Bürgermeisterei abgeschlossenen Vertrag, sondern an ganz anderer Stelle, ein Zeichen, dass die Papiere von unberufener Hand durchwühlt worden sind. Wie sehr pp. Magnus von der Walde die Glaubwürdigkeit des Herrn Scheidemann verdient, geht aus folgendem Briefe hervor, den ich an die hiesige Bürgermeisterei richtete und der sich in den Acten daselbst befindet.
Giessen, den 28. April 1895.
Grossherzogi. Bürgermeisterei in Giessen
theile ergebenst mit, dass die Auflage der „Giessener Zeitung“ in der Stadt Giessen im Sommer 1120 Exemplare stark ist. In unmittelbarer N&he hat die „Giessener Zeitung“ noch ca. 150 Exemplare, so z. B. in Klein-Linden 30, Grossen-Linden 12, Lollar 35, Heuchelheim 30, Watzenborn-Steinberg 15, Wieseck 18, Grünberg 85 Stück. Im Winter beläuft sich die Auflage in der Stadt Giessen auf ca. 1400 und auf dem Lande auf ca. 4—500 Stück.
Hochachtungsvoll
Verlag der „Giessener Zeitung“
Emil Bommert.
Erklärend bemerke hierzu, dass obige Angaben von mir Ende April 1894 gemacht wurden und dass die Auflage der „Giessener Zeitung“ für den Winter nach dem Durchschnitt des kurz vorhergegangenen Winters angenommen wurde.
Aus obigem Briefe geht hervor, dass pp. von der Walde in der Versammlung gelogen hat. Der Bürgerschaft Giessens wird es nun klar sein, dass ein unerhörter Vertrauensmissbrauch gegen mich begangen worden ist, wem derselbe zur Last fällt, dürfte nach obigen Ausführungen wohl erwiesen sein.
Die geehrten Leser können nunmehr auch beurtheilen, was für einen Werth die Versammlung, in welcher der oben gekennzeichnete Magnus von der Walde als Hauptbelastungszeuge gegen mich auftrat, gehabt hat. 9682
Emil Bommert,
Verleger der Giessener Zeitung (Tageblatt).
9860] Logt». 2 S'ubk" Jtücbe nebst Zu. behör, zu verm Wetzlletngafse 10.
9672] Ein kleine» LogiS fofort zu oer
mtetben-_______________chderstraste 6
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Näber S Wetzveingasse 10, IH. POSTKELLER ■ Heute Samstag. ■■ ■ V26 Uhr: Metzelsuppe.
Morgen Sonntag von */29 Uhr früh: Wellfleisch mit Kraut.
Abends:
Reichste Auswahl auf der Abendkarte.S67S
9666] eine tüchtige Waschfrau I 9670] Einige Mädchen vom Lande, welch« aus sofort gesucht. länger gedient, suchen Stelle« aui Weih»
Lahnftratze 10, II. 1 nachten. FrauHüttenberger, Selter»w.67.
9674
Der trauernde Gatte:
Georg Lchmidt.
Gießen, den 16. November 1895.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. November, Rach mittag» 4 Uhr, vom Trauerhause Gröhe Mühlgasse 10, au» statt.
nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet
Statt besonderer Anzeige theile ich hierdurch mit, daß meine liebe Frau
Helene Schmidt
Rr6action: «. Schkyda. — Druck und Brrlaq der Brühllchen Umversttät-Vuch- und Etemdruckerei (Pietsch * Echrydi) in Lichrn.
Die tzcntige Humwtt umfaßt 12 Bcttnu


