gestern Abend die Kammersession geschlossen hat. Mehrere Abgeordnete wollten gegen den Tagungsschluß protestiren, wurden aber nicht zum Wort gelassen. — Im Senat fand die Verlesung des Decrets über den Sessionsschluß beifällige Aufnahme.
Konstantinopel, 14. Juli. Um die Stimmung in Bulgarien und Macedouten zu beruhigen, gedenkt der Groß-Vezir Said Pascha vier bulgarische Bischofssitze zu errichten und zwar in Monasir, Strumitza, Melnik und Dibra.
Der Krieg von 1870|71,
geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit.
(Nachdruck verboten.)
16. Juli.
WaS zu erwarten war. Der Krieg steht vor der Thür und gut, daß eS endlich zur Entscheidung kommt. Denn wenn Norddeutschland die Demütigungen und schmachvollen Beleidigungen, mit welchen man uns von Frankreich auS seit ein paar Wochen überhäuft hat, ruhig ertragen hätte, so würde der Norddeutsche Bund zum Spott und Hohn der Völker geworden fein. Die Zurückweisung der französischen Unverschämtheit durch König Wilhelm war das Mindeste, was geschehen konnte. Denn daß eS den Franzosen nur darauf ankommt, Krieg zu beginnen mit uns, weil sie von Haß, Neid und Raubgier erfüllt find, daS sieht jedes Kind jetzt ein, auch die Officiösen in Berlin, die noch bis vor Kurzem von den guten Beziehungen zu Frankreich sprachen. Hoffen wir, daß unsere zünftigen Diplomaten, Graf BtSmarck nicht ausgeschlossen, von den Vorgängen in Frankreich nicht überrascht worden sind. Fast scheint aber daS Gegentheil der Fall, wie aus der Nachricht, daß Bismarck auf fein Gut in Varztn wieder zurückkehren wollte, nachdem Prinz Leopold entsagt, hervorzugehen scheint. Man stützt sich so viel aus Preußens correcte Haltung, auf seine Mäßigung in dieser Sache. Das ist ganz gut, wenn die Mäßigung nur Nicht eine zu große war und man in der Lage ist, einem militärischen Ueberfall Frankreichs mit Energie zu begegnen. Denn darauf scheint es in der ganzen Sache abgesehen: Frankreich will uns überfallen! Deßhalb der vom Zaune gebrochene Streit. An der Nation ist es nun, einmüthig und fest zusammenzustehen gegen Frankreichs frechen Uebermuth und unter Preußens erprobter Führung den unvermeidlichen Krieg durcbzukämpfen bis zum letzten Mann und zum letzten Thaler, damit Deutschland und Europa endlich einmal zum dauernden Frieden kommt!
Von heute an theilen die deutschen Zeitungen keine militärischen Maßregeln und Truppenbewegungen mehr mit.
Wietzen, den 15. Juli 1895.
** Kirchliche Dieustuachrichten. Seine Königliche Hoheit der Groß herzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Juli dem Pfarrverwalter Dr. Friedrich Grein zu Gießen die neu errichtete vierte evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen.
** AuS dem Justizdieust. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Juli den Landgerichtsdirector bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg Christian Weh land auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen mit Treue und Auszeichnung geleisteten Dienste in den Ruhestand zu versetzen und ihm das Comthur-Kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen, ferner den Land- gerichtsrath bet dem Landgericht der Provinz Starkenburg Eduard Scri b a zum Landgerichtsdirector bei diesem Gericht, den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Darmstadt I., AmtS- gerichtSrath v. Hessert zum LandgerichtSrath bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld Dr. August Zimmermann zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II., den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Groß-Umstadt Karl Leb recht zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Darmstadt I., den GerichtSasseffor Dr. Ferdinand Stein auS Gießen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lorsch, den Gerichtsassessor Robert Stammler aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Fürth, den GerichtSasseffor Wilhelm Müller aus Worms zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld, den Gerichtsaffesfor Hermann Schmidt auS Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Langen, den GerichtSaffessor Ludwig Neuenhagen aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht daselbst, den GerichtSaffessor Karl Stein- berg er aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Ulrichstein und den GerichtSasseffor Georg Heinzerltng aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt — zu ernennen.
r. Neues Theater. Gestern Abend eröffnete die Theater- direction TreSper-BaarS im Saale des (Safe Leib einen (Stycluß von Vorstellungen, der hauptsächlich die Aufführung von Operetten und kleineren Opern bezweckt. Die gestrige erste Vorstellung, in der „Der Zigeunerbaron" von Joh. Strauß über die Bretter ging, war leider vom Glück wenig begünstigt. In Folge der Verpflichtungen der hiesigen Regimentsmusik aus dem Festplatz des Kreisturnfestes mußte die Orchesterbeglettung aus dem Clavier ersetzt werden, ein Nothbehels, der dem Ganzen erheblichen Abbruch that. Auch der Besuch der Vorstellung war wegen der Nachfeier zum Turnfest nur ein äußerst schwacher, und die Direction hätte unseres Erachtens gut daran gethan, den Anfang der Vorstellungen um einen Tag zu verschieben, und dies um so mehr, als die gestrige Vorstellung trotz ihrer verschiedenen Mängel bewies, daß die Truppe eine Reihe tüchtiger Kräfte enthält, die unter not- malen Verhältnissen recht Tüchtiges leisten werden. Wir konnten der gestrigen Vorstellung nur zum Theil beiwohnen und versagen eS uns sowohl deshalb, wie auch wegen der
sonstigen Hindernisse, die dem Gelingen des Ganzen tm Wege standen, auf die Leistungen der einzelnen Darsteller näher einzugehen. Erwähnt sei nur kurz, daß von den Damen namentlich Fräulein Schröder sich durch ein wohlklingendes Organ auszeichnete- ebenso scheinen die Damen Biedenweg und Hein tüchtige Kräfte zu sein. Von den Darstellern der Männerrollen seien heute nur kurz die Herren Tr e Sp er und Schlegel lobend erwähnt. ES wäre sehr zu wünschen, daß die nächsten Vorstellungen sich eines besseres Besuches erfreuen, denn die Direction, die sich hier von früheren Gastspielen her noch eines guten Rufes erfreut, thut offenbar Alles, dem Musik liebenden Publikum gute Leistungen zu bieten, wie auch der Spielplan, der unter Anderem besonders „Cavalleria rusticana“ und den „Obersteiger" enthält, genügend beweist.
♦*R. Rudersport. Der Meldeschluß zu der am 28. d. M. ftattfindenden 5. Ruder-Regatta ergab ein sehr erfreuliches Resultat, indem von 14 Vereinen zu 8 Rennen 29 Boote mit 137 Ruderern gemeldet und genannt wurden. Es ist dies hinsichtlich der an der Gießener Regatta sich be- theiligenden Vereine die größte bis jetzt erreichte Zahl und eine für die Gießener Ruder-Gesellschaft ehrenvolle Thatfache, daß daS von derselben nunmehr zum fünften Male arrangirte Sportfest sich nicht nur gleicher, sondern steigender Beliebtheit bei den mittel- und westdeutschen Rudervereinigungen zu erfreuen hat. Gemeldet haben: Frankfurter Ruder - Verein, Frankfurter Ruder - Club, Frankfurter Ruder - Gesellschaft „Sachsenhausen", Mainzer Ruder-Verein, Offenbacher Ruder- Verein, Offenbacher Ruder-Gesellschaft „Undine", Hanauer Ruder-Gesellschaft von 1879, Höchster Ruder-Club „Naffovia", Oberrader Ruder-Gesellschaft, Ruder-Gesellschaft „Starkenburg" in Klein-Krotzenburg, ,Neuwieder Ruder-Gesellschaft, Schweinfurter Ruder - Club „Franken", Wetzlarer Ruder- Club, Gießener Ruder-Gesellfchaft. — Am stärksten bestritten wird der Ehren-Wanderpreis der Stadt Gießen von 6 Vereinen, um den Ehrenpreis Seiner König!. Hoheit des Groß- Herzogs (Achter) werden zwei und um den Lahnpokal, Wanderpreis des Deutschen Ruder-Verbandes, drei Vereine in Concurrenz treten.
** Die gestrige Nachfeier des 22. Mittelrheiuischeu Turnfestes war vom Wetter nicht begünstigt, denn zu der am Freitag eingetretenen Kühle gesellten sich Wind und Regen, beides Factoren, die den Aufenthalt im Freien nicht angenehm machten. Immerhin war der Besuch des Festplatzes ein verhältnißmäßig guter, was wohl zum größten Theil der vorgesehenen Ballonauffahrt und Absturz deS Fräulein Paulus aus Frankfurt a. M. zu Gute gehalten werden konnte. Nachdem bereits am Vormittag mit dem Füllen des Ballons „Meteor" begonnen worden, wurde dies wegen des später eingetretenen RegrnS eingestellt, weil eS überhaupt zweifelhaft war, ob die Auffahrt stattfinden konnte. Als das Wetter stürmischer sich gestaltete, wurde von dem Absturz definitiv abgesehen und in einer rasch zusammengetretenen Sitzung deS Ausschusses beschlossen, mit dem Füllen des BallonS sortzufahren und dann, wenn das Wetter einigermaßen günstig, nur die Auffahrt zu unternehmen, im anderen Falle aber auch hiervon abzustehen. Unter diesen Umständen entstand die zweistündige Verspätung. Nachdem um 5 Uhr mit dem Füllen deS BallonS fortgefahren, bestieg gegen 8 Uhr Fräulein Paulus mit ihrem Begleiter den Ballon und kurz darauf ging derselbe unter dem Beifall und Tücherschwenken deS Publikums in die Höhe, erst eine mehr nördliche Richtung einschlagend, später sich nach Südosten in der Richtung nach Steinbach wendend. Wo die beiden Reisenden gelandet, war bis gegen Mitternacht noch nicht zu erfahren. (Nach einer heute Vormittag hier eingegangenen Nachricht ist der Ballon um 9 Uhr 15 Min. gestern Abend bei Hartmannshain nächst Gedern glücklich gelandet. Der Versuch, bei Burkhardsfelden, wo ein Fest stattfand, zu landen, mißlang, weil die Reisenden dem Walde zu nahe kamen, sie mußten daher wieder aufsteigen.) Fräulein Paulus hat bis jetzt 35 Auffahrten ohne nennenSwerthe Unfälle unternommen- sie steht mit ihrem Experiment des Doppelabsturzes einzig da. In der Regel beträgt die Aufsteighöhe 1800 Meter. Beim Absturz tritt der erste Schirm nach ca. 100 Meter Fall in Thätig- keit, und nach 900 bis 1000 Meter der zweite Schirm. Der Ballon faßt ungefähr 700 Cbm. Gas, die Füllung ging im Vergleich mit derjenigen in anderen Städten rasch vor sich. — Nachdem der Ballon den Augen der auf dem Festplatz Versammelten entschwunden, konnten die übrigen Nummern des Programms, bestehend in Concert in der Festhalle, Stellung von Marmorgruppen, Leiterpyramiden der Gießener Turnerschaft und das lebende Bild „Die Turner am Niederwalddenkmal" ausgeführt werden. Auch diesmal wurden die Darstellungen durch großen Beifall ausgezeichnet. In den Wirthfchaften auf dem Festplatz und in der Festhalle war in Folge der kühlen Witterung wenig Leben und als das Concert beendet, verließ das Publikum bis auf wenige Personen den Platz und das 22. Mittelrheinische Turnfest hatte nach zwei Festwochen seinen Abschluß gefunden.
*• Die Mitglieder deS GesammtauSschuffes deS 22. Mittel- rheinischen Turnfestes, sowie die Gießener Preisturner wurden heute Mittag 12 Uhr auf dem Festplatze, mit der Fest- Halle im Hintergründe, photographisch ausgenommen. Das Bild soll in je einem Exemplar den beiden hiesigen Turnvereinen gewidmet werden. Nach der Aufnahme fand noch eine „Nachsitzung" in der Festhalle statt. Der Vorsitzende deS geschäftssührenden Ausschusses, Herr Beigeordneter Georgi, richtete hierbei an die versammelten Mitglieder eine Ansprache- es sei, so bemerkte er, ihm ein großes Vergnügen, auf den schönen Verlauf des Festes zurückblicken zu können- der GesammtauSschuß sei jedenfalls zum letzten Male zusammen, er nehme deshalb Veranlassung, Allen denen, die an dem Gelingen deS Festes mitgewirkt, den ihnen gebührenden Dank auszusprechen - er hoffe, daß, wenn wieder einmal ein Fest in Gießen gefeiert werde, dasselbe die gleiche Unterstützung der Einwohner und Vereine finden werde. Er schloß mit den Worten:
i Lassen Sie unS nicht auseinander gehen, ohne nochmals eio» zustimmen in den alten Turnergruß. „Gut Heil".
** Unfall. Gestern Nachmittag scheute daS Pferd eine« Personenfuhrwerks vor dem an der Rodheimerftraße auf. gestellten Caroussel und schlug das Fuhrwerk um. Die Insassen deS Wagens fielen heraus, kamen aber, ohne Schaden zu nehmen, mit dem Schrecken davon.
** Nach mehrwöchiger Trockenheit ist endlich am Freitag ein länger anhaltender Regen über unsere Gegend niedergegangen und auch am gestrigen Sonntage regnete es ziemlich viel. Eine merkliche Abkühlung der hohen Temperatur ist damit eingetreten. Die ausgetrockneten Fluren zeigen schon auf das sehnlichst erwünschte, alles erquickende Naß ein neu belebtes Grün. DaS Sommerfeld, als Gerste und Hafer, können sich immerhin noch entsprechend erholen. Wir wolle» hoffen, daß das Erdreich jetzt so befeuchtet wird, daß Pflanzen, Kohlraben, Dickwurz rc. endlich vollständig gesetzt oder die durch die Trockenheit wieder eingegangenen jungen Pflanzen durch neue ergänzt werden können. Auch in anderen Gegenden hat sich Regen eingestellt. Möchten unsere Landwirthe, die sich bereits an einer ungeahnt reichen diesjährigen Heuernte erfreuen durften, nun auch einer sonst reich gesegneten Ernte entgegensehen.
** Bei Gelegenheit deS Deutschen Fleischer VerbandStageS in Köln wurde in einer eigens dazu einberufenen Specialsitzung die Frage erörtert, in welcher Weise in den kleinen Städten Süd- und SÜd-West-Deutschlands die Fleischer- Jnnungsverbände, die im Norden Deutschlands überall eingeführt find, eine größere und raschere Verbreitung erlangen könnten, als dies seither der Fall gewesen ist. Die in der Verhandlung gepflogene Debatte führte zu dem Resultate, daß beschlossen worden ist, daß von den Innungen in den größeren Städten die Agitation in daS Land hineingetragen werden möge, damit überall das JnnungSwesen festen Fvß fasse - aus derselben Veranlassung wurde auch beschlossen, den nächstjährigen Allgemeinen Deutschen FleischerverbandStag in Mannheim abzuhalten. Bei Gelegenheit der oben stattgehabttn Berathung erhielt beispielsweise die Metzger-Jnnung in Mainz den Auftrag, in Bingen eine Innung zu organifiren, Darmstadt erhielt den Auftrag für Bensbcim, Gießen für Lauterbach und Alsfeld, Offenbach für Seligenstadt, Frankfurt a. M. für Höchst a. M. ,rc. Am Samstag Nachmittag fand nun in den Englischen Hof zu Bingen eine V ersammlung sämmt- licher Metzgermeister statt, um über die Bildung einer Innung zu berathen. Herr Obermetzger Jean Falk und zwei weitere Vorstandsmitglieder der Metzgerinnung auS Mainz wohnten der Versammlung bei und hatte ersterer es übernommen, ein eingehendes Referat über die Fleischer Innungen zu erstatten. Von Seiten der Herren auß Bingen wurde hervorgchoben, daß schon lange die Absicht bestanden hätte, eine Innung zu bilden und wurde auch sofort zur Constituirung einer Fleischer- Innung geschritten und als provisorischer Vorsitzender der- selben Herr Stadtverordneter Obermetzger I. B. Schurgens gewählt. Es wurde schon baß hervorgehoben, daß man deßhalb zur Constituirung einer Innung geschritten sei, um daß Gesellen- und Lehrlingswesen zu regeln und um denselben mit einem Jnnungsbuch versehen, ein gutes Fortkommen in ganz Deutschland, in welchem die Innungen Fuß gefaßt haben, zu sichern, ferner soll in Bingen, bezüglich der Einfuhr von Fleisch, eine bessere Controlle eingeführt werden, besonders da in den angrenzenden preußischen Gebieten eine Fleischbeschau nicht besteht.
** Warnung. Der prakt. Arzt Dr. Mittenberg in Kl. Burgwedel theilt Folgendes nut: In letzter Zeit find unter den Landleuten der Umgegend von Burgwedel in auffallender Weise häufig eigenthümliche, geschwulstartige, zum Theil gefährliche Erkrankungen an Händen und Armen vorgekommen. Die Erkrankten konnten die Ursachen ihrer Leiden nicht angeben. Nach meiner Untersuchung liegt dieselbe darin, daß die Betroffenen mit Verletzungen oder kleine» Wunden am Finger oder an der Hand Kunstdünger ausgestreut haben. Es handelt sich hier um Entzündungen der Lymphgefäße der oberen Extremitäten, also um Blutvergiftungen. In einem mir bekannten Falle hat man zur Amputation deS erkrankten Fingers schreiten müssen. Die Folgen können noch schlimmere sein. — Das zu Uelzen erscheinende Vereinsblatt rc. bemerkt dazu: Auf Grund dieser Thatsacheu warnen wir daher das landwirthschaftliche Publikum und machen darauf aufmerksam, wie gefährlich eS ist, verschiedene Arten von Kunstdünger, namentlich Chilisalpeter und Kalisalze (Kainit), mit Verletzungen resp. Wunden an den Händen — und wären dieselben noch so unbedeutend — auszustreueu oder auch nur zu berühren. Von dem Chilisalpeter wissen wir ohnehin, wie giftig derselbe sein kann, wenn zufällig daS Vieh daran geleckt oder davon genossen hat. Wir haben daher alle Ursache, mit diesen Künstdüngern vorsichtig umzugehen, auch unsere Leute vor Schaden zu bewahren.
Darmstadt, 13. Juli. Gestern starb in Wildungen Professor The ophil Becker von hier, in weiten Kreisen bekannt als hervorragender Förderer des evangelischen Kirchengesang'VereinSwesenS.
th. Worms, 14. Juli. In unserer ehemaligen alten Nibelungenstadt am Rhein sind heute badische, pfälzische und mittelrheinische Schützen versammelt, um im edlen Wettkampf mit der Waffe in der Hand daS 14. Verbands- schießen, zugleich als Gedächtniß an das vor 25«Jahrtv in den Mauern der ehemaligen freien Reichsstadt abgehaltene 5. mittelrheinische BuvdeSschießen zu begehen. Durch eine Dammabtragung an der herrlichen Kieselswiese, wodurch dieselbe mit dem Barbaroffaplatz verbunden, ist ein Festplatz geschaffen, der allen Anforderungen genügt. Zwar gleicht die errichtete Festhalle in ihrer Wirkung lange nicht der in Gießen anläßlich des Turnfestes erbauten, jedoch sind die Bierhallen wesentlich luxuriöser und schöner gestaltet. DaS Wetter ist morgens, wie meistens, wo die Grünjoppen zusammen kommen, baß bentbar schönste, bie Stadt zeigt sich in ihrem Flaggen-, Wappen- und Tannenschmuck von ihrer besten
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