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* „Mama, ich habe solche Kopfschmerzen." Wie oft hört irohl eine Mutter von ihrem Kinde diese Worte, ohne denselben irgend eine auch nur geringe Bedeutung beizulegen. Im besten Falle lautet die Antwort: „9?un, so gehe ein b.Schen in den Garten, an die frische Luft und spiele!" Welchen Eventualitäien, welchen dauernden Schädigungen der Gesundheit durch eine re chtzeitige Beobachtung dieser wiederkehrenden „Kopfschmerzklage" eine« unwisienden KiudeS vorgebeugt werden kann und muß, führt un« ein Beitrag in der illustrirten Familienzeitschrift „Universum" (Dresden) recht eindringlich vor Augen. „Die Ursachen des nervösen Kopfschmerze«, besonders bei Kindern, von Dr. M. BreSgen," lautet der Titel des Aufsatzes, welcher werth ist, von allen Eltern und Erziehern gelesen und beherzigt zu werden. Um die von dem Berfaffer angestrebte Richtung zur Befferung der bestehenden Verhältnisse zu kennzeichnen, laffen wir die Schlußworte deS betreffenden Artikels hier folgen: „Bei der Wichtigkeit des behandelnden Themas," folgert der Autor, „wäre es wirklich an der Zeil, wenn amtlicherseits in allen Schulen eine ausreichende Inanspruchnahme wirklich sachver- ständiger Aerzte nach allen hier in Betracht kommenden Richtungen ermöglicht und angeordnet würde. Den Eltern ober sei aus'S wärmste an'S Herz gelegt, keine Klage der Kinder über Kopfschmerz gering zu achten, sondern unoerweilt nach den zu Grunde liegenden Ursachen zu forschen und diesen sofort entgegenzntreten, vor allen Dingen aber Erkrankungen im Bereiche des Kopfes geeigneter ärztlicher Behandlung zu unterwerfen und niemals darauf zu warten, daß derartiges von selbst verschwinde."
zumal in der heutigen Zett, in der sich umstürzlerische Gewissmlofig- | kett darin gefällt, gerade die Jugend des arbeitenden Bolke« zur
Vater landeilsigkcit zu erziehen, um so erfreulicher und dankens wert der, wieder einmal einem solchen BolkS-Btlderbuche zu begegnen, besfln Erwerb seiner Wohlfeilheit wegen auch weniger Begüterten möglich ist. Au« der frühesten Jugend wie au« dem Jünglings-und ManneS- alter, dann au« den letzten Lebensjahren und -Tagen de« großen Königs erzählen die Bilder Friedliche« und Kriegerische«, dabei die Tbaten der tapferen Preußen und ihrer Heldengenerale nicht vergessend. Die Darstellung ist lebendig, faßlich und characleristtsch. Stand doch den Künstlern bet ihren Studien die thatkräfttgste Unterstützung de« Militärcebinet« zur Seite, dann auch die Förderung durch den Generallieutenant von Goßter. Ein ehrender Erfolg war e« für die beiden Maler, daß der Kaiser die Widmung des Werke« anzunehmen geruhte. Die Verlagshandlung hat alle« gethan, um da« Bilderbuch gediegen auSzustatten. Möge es seinen Weg in die weitesten Kreise unsere« Volke« nehmen: Alten und Jungen wird eS als Weihnachtsgabe sicherlich viel Freude machen
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(UMnrbAf3,nt,t nU^rm ,®?ÄLbie ^reiche Zeit König Friedrichs des Großen in charactertsttschen Bildern vor Augen. Die Maler Röck- ling und Knö.el haben sich aus dem Gebiet historischer Darstellungin ?n0Äael,,en bervorragenden Rus erworben.
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- «<mein»cn un» Landwirt»«, »Rann Vbftb»-«« an die Wege! ES ift vielfach die Ansicht oerbrertei. baß die an Strotze» und Wegen angepflmzten Bäume Wurzel AuSläuier m« Feld habe» und den Feldflüchten die Nahrung entziehen oder auch durch ihre Beschattung diesen nachtheilig werden, riese Vorwürfe find nicht ganz unbegründet, wenn man zur Bepflanzung Pappeln oder ähnlich« Bäume gewählt hat. Wenn man ferner an den Straßen, welche an fruchtbaren G'treidegefildrn vorüberführen, Obstbäume gewählt hat, so liegt e« auf der Hand, daß auch diese durch ihre langen Wurzel» einen Theil ihrer Nahrung von den benachbarten Feldern entnehme», doch find diese Nachtheile nicht so empfindlich, wie bei den Pappeln. E« gibt allerdings Gegenden, die für den Obstbaum zu raub sind, dort kann man sich aber in der Weise helfen, daß man den Bogel- betrbaum wählt. Sowohl die Blätter al« die Flüchte diese« Baume» gewähren der Gegend einen großen Reiz. Dann sind auch die rotben Vogelbeeren für die Drosseln und andere Beerenfreffer zur Winterzeit mitunter die einzige ergiebige Nahrung. — Sind wir nun a»ch damit einverstanden, daß die Straßen in der Nähe größerer Städte mit Zierbäumen bepflanzt werden fo ist eS sehr zu bedauern, wen» nicht an allen übrigen Wegen Obstbäume gepflanzt werden. Ma» bat schon oft die feste lieber,eugung ausgefpiochen: Wären sämmt- liche Wege und Eisenbahnböschungen mti Obstbäumen bepflanzt, der Obsttmport wäre unmöglich gemacht. Dasselbe wäre zu wünsche» an den CommuntcationSwegen der Gemeinden und an Wtrthschast«- wegen größerer Güter. Hier wäre zu beachten, nur Sorten zu Pflanzen, deren Aeste dem Verkehr der Erntesuhren nicht hinderlich find. Zum Theil werden schon die Eommuntcattonswege auf An ordnung der VerwaltungSbeh rde bepflanzt und die Pflanzung pfleglich unterhalten. In solchen Gegenden kommt es dann nicht selten vor, daß die Gemetndeobstpflanzung bet sachkundiger Pfleg« so viel einbringt, daß nach Abzug aller Gemeindeausgaben noch ein Sümmchen an die Gemeindemttglteder vertheilt werden kann. Sollen aber die Obstbaumpflanzungen in einem guten Zustande erhalten werden, so ist es notbwendig, daß mehrere Gemeinden zusammen einen Sachkundigen al« Baumwärter anstellen. N D. L.-Ztg
— DaS Prach'werk: »f leg«• Srintttrtitifltit x Wis wir tmfer eifern Kreuz erwarben (< eutschc« VertagShau« Bong u. Co., Berlin W., )5 Lieferungen a 50 Pf) schreitet schnell vor und ift bereits bis zur 12. Lieferung gediehen, die foeben zur Ausgabe gelangt Selten hat ein Buch so allgemeinen Anklang im Volke gefunden wie dieses. Den Hauptfchmuck des 12. HefteS bildet ein doppelseitiges farbiges Extra - Kunstblatt: „D>e Bayern bei Weißenburg" von R. Knötel, eine lebendig dargest.llte Scene aus dem ersten blutigen Zusammenstoß zwischen den Turkos und unseren süddeutschen Landsleuten. A<s weitere besonder« erwähnenSwerthe Beigabe dient das bekannte Bild von A. v. Werner: „B'SmaickS und Napoleon« Zusammenkunft auf der Chaussee nach Donchery nach der Schlacht von Sedan." Zwei Volllei'enbtlder, eine nächtliche GefechtSscene auf einem von FrancttreurS überfallenen Bahnhof, von W. Pape und eine Ortginalzeichnung des bekannten Schlschten- malers Georg Koch: „Alarm vor Paris" unterbrechen ben Inter« essanten Text, in den eine große Zahl von Porträts und kleineren Bildchen etngeftreul ist. DaS Werk eignet sich besonders zum Weihnachtsgeschenk für Alle, denen die ruhmvolle Vergangenheit deS geeinigten deutschen Vaterlandes am Herzen liegt, und der inzwischen ebenfalls zur Ausgabe gelangte vollendete Band wird bei dem billigen Preise von 10 Mk. Vielen Gelegenheit geben, den Genuß, ben er beim Lesen biefer fpannenben Emzelerlebnisse aus bem Kriege 1870/71 empfunben, auch Anberen zugänglich zu machen.
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