Blitz in die St. Johann- und Paul»kirche ein, welche infolge dessen gänzlich niederbrannte.
Paris. 13. Mai. Soeben ist der erste Act der ,Ionn« Häufer"-Pr emiöre beendet. Da» Hau» ist in allen Rängen von dem vornehmsten Pariser Pnblikum gefüllt. In der ProsceniumSloge saß der Justtzmtntster Trarievx. Anderwärts bemerkte man Mitglieder der deutschen und der russischen Botschaft, Celebritäteu der Politik, der Finanzwelt und der Literatur. Unter letzteren war auch Zola. Ferner waren auch der Prinz Sagan und die Mitglieder des Jockeyclubs anwesend. Die Toiletten waren glänzend. Eine warme, beifallsfreudige Stimmung herrschte im Hause. Stürmischer Beifall und Dacaporufe erschollen nach der Ouvertüre. Die BenuSbergscene wurde fünfmal durch Applaus unterbrochen. Aehnliche Unterbrechungen rief daS Schluß- septett hervor. Langauhaltender Beifall ertönte nach dem Fallen des Vorhang», der zweimal in die Höhe gehen mußte. Alles deutet auf einen großen Erfolg hin.
Newyork, 13. Mai. In fünfzehn Staaten wurden die Saaten durch den Frost geschädigt.
WB. Berlin, 14. Mai. Der Kaiser genehmigte gestern das Entlassungögesuch de» commandirenden Admirals v. d. Goltz unter Stellung desielben ä la suite der Marine. Gleichzeitig wurde Admiral Knorr zum commandirenden Admiral ernannt.
Depeschen de» Bureau „Herold".
Berlin, 13. Mai. Nachdem am SamStag die Umsturzvorlage in allen ihren Theilen abgelehnt worden, sodaß im Reichstage eine dritte Lesung auSgeschlosien ist, wird der Schluß der Session bereit» für SamStag den 18. Mai erwartet. ES würden dann nur noch die Novelle zum Branntweinsteuer-Gesetz, da» angekündtgte Zuckersteuergesetz und da» von der sreieu wirthschaftlichen Vereinigung eingebrachte Margarine-Gesetz zur Erledigung kommen. Für heute ist eine Sitzung deS StaatSministeriumS anberaumt, in welcher sich wohl die Regierung hierüber schlüssig machen dürfte. Für morgen hat Miquel zu einem parlamentarischen Abend etngeladen, an welchem der Reichskanzler, sämmtliche Minister und Abgeordnete theilnehmen werden.
Hamburg, 13. Mai. Die Minister v. Bötticher und Thielen, sowie Hofmarschall Graf Eulenburg und Eontreadmiral v. Senden-Biebran besichtigten heute die Frstsäle deS neuerbauten RathhauseS.
Kol», 13. Mai. Gegenüber den vielfach widersprechenden Meldungen über Rußlands Stellungnahme zu der nunmehrigen Gestaltung der Verhältnisse in Eorea wird dem Petersburger Correspondenten der „Köln. Ztg." aus zuständigen Kreisen versichert, daß, wie Rußland schon vor dem Kriege erklärte, eS keinerlei wesentliche Aenderungen durch den späteren Sieger werde zugeben, was Corea betreffe, und auch jetzt hieran festhalten wolle. Die Wiederherstellung des früheren Zustandes soll verlangt werden.
Antwerpen, 13. Mai. Gestern stürzte da» Gerüst de» Kunstpalais auf dem hiesigen Ausstellungsplatze zusammen. Glücklicherweise befand sich, weil eS Sonntag war, keine Person auf dem Arbeitsplätze. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursachen des Einsturzes festzustellen.
Madrid, 13. Mat. In ganz Spanien haben gestern Gemeinderathswahlen stattgefunden. Hier wurden 18 Regierungscandidaten, 4 Liberale, 4 diffentirende Confer- vative und 4 Republikaner gewählt. In den Provinzen haben im Allgemeinen ministerielle Candidaten gesiegt. Diesen Wahlen wird große Bedeutung zugeschrieben, weil sie als Boriptel der Kammerwahlen in Betracht kommen und eine Andeutung für den Ausfall der letzteren geben.
CocaUs unb provinzielles.
Gieße», den 14. Mai 1895.
♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 16. Mat 1895, Nachmittags 4 Uhr, event. mit Fortsetzung Freitag den 17. Mai, Nachmittag» 5 Uhr: 1. Gesuch deS Uhrmacher» G. Spies um Erlaubniß zur Benutzung deS z. Zt. leer stehenden Raume» zwischen Stadtthurm und der Stadt- kirche. 2. DeSgl. de» Apotheker» Spie» um Ueberlaffung eine» Raume» im alten Schloßgebäude zum Trocknen von Camtllen. 3. DeSgl. de» Bäcker» Joh. Kumpf um pachtweise Ueberlaffung eine» Holzlagerplatzes am Lutherberg. 4. DeSgl. de» Joh. Seng um Erlaubniß zur Errichtung eines Anbaues an SelterSweg und Wolkengaffe. 5. Gesuch deS Fr. Borger wegen Errichtung einer WirthschaftShalle in seiner Besitzung „Schöne Aussicht". 6. Fluthgraben in den Sichgärten- hier Gesuch des H. Schmall um Rohrlegung in denselben. 7. Anschluß der Hofmannstraße an die Frankfurter- straße. 8. Reinigung der Straßen- hier: Anschaffung von vier Garnituren StraßenbesprengungSgeräthen. 9. Gesuch de» Vorstände» der Aliceschule um Ueberlaffung der Turn- Halle bet der höheren Mädchenschule an einem Nachmittage in der Woche. 10. Die Quellwasserleitung- hier: Erbauung eines WohnhäuSchenS für den Maschinisten in Queckborn. 11. Erlaß einer Polizeiverordnung über daS Auf- und Ab- laden, sowie den Transport von Metallgegenständen. 12. DaS Kreisturnfest im Jahre 1895. hier: Gesuch deS FestauS- fchuffeS wegen Beseitigen von Bäumen auf dem Festplatz. 13. Gesuch deS Bierbrauereibesitzers I. Förtsch um Erlaubniß zu« Betriebe einer Cantinenwirthschaft in OSwaldögarten gelegentlich des diesjährigen Turnfestes.
• * Pr. Reue» Tcheater. Die Wiederholung von ZellerS „Bogelhändler", die am Sonntag vor gut besetztem Hause stattsand, war die beste Leistung, welche von dem Ensemble de» Herrn Director Pollak bisher geboten wurde. Wa» die ganze Vorstellung in hohem Maße auSzeichnete, war ein außerordentlich flottes und frische» Spiel: dazu waren die gesanglichen Leistungen durchweg vorzüglich. Herr Meyer
a'S Adam, Fräulein Neumann al» Christel und Fräulein Ranko als Kurfürstin vertraten ihre Rollen auf daS Beste und trugen dadurch viel zum guten Gelingen des Ganzen bei. Die übrigen Parthieen kamen ebenfalls voll zur Geltung, und erwähnen wir hier namentlich Fräulein Krieger und die Herren Rieck und Becker. Da» Orchester spielte unter der bewährten Leitung de» Herrn Capellmerster Wolf he im gut und war vor allen Dingen in der Begleitung der solo- nummern nicht zu stark. Ein guter Besuch der nächsten Vorstellungen dürste nach dieser wohl gelungenen Aufführ»ng sicher sein.
• ** Rene» Theater Die gestrige Vorstellung der Oper „Trompeter von Säkkingen" konnte eingetretener Hindernisse halber nicht zur Anfführung kommen.
• • Neue» Theater. Wie wir bereits gestern erwähnten, schließt Herr Director Pollak sein Opern-Esemble- Gastspiel am Mittwoch den 15. d. Mts. mit der Oper „Martha", zu welcher Herr Kammersänger Duff-Gießen al» Gast gewonnen wurde. U»streitig ist „Martha" die beliebteste, am meisten gegebene Oper FlotowS, welche sich, Dank ihres musikalischen WerrheS und ihrer Popularität dauernd auf dem Repertoire der bedeutendsten Bühnen eingebürgert. Herr Buff-Gießen wird uns in der Rolle des Lyonel erfreuen, in welcher in vortheilhafter Weise viele Schönheiten der Oper verwerthet sind.
• • 22. MittelrheiuischeS KreiStarvfest. Wir erhielten nach- folgende Zuschrift: Nachdem der Bau- und AuSschmückungS- auSschuß die nölhigen Bauarbeiten für die Festhalle und den Haupteingaog zum Festplatze ausgeschrieben, konnten alle Lieferungen mit Ausnahme der Zimmerarbeiten an hiesige Unternehmer vergeben werden. Bedauerlich ist e», daß dagegen bei Vergebung der Zimmerarbeiten von dem Grundsätze, alle Arbeiten und Lieferungen in erster Linie hiesigen Geschäftsleuten zu gute kommen zu lassen, abgewichen mußte werden, denn die Offerten hiesiger Zimmermeister gingen derart über die Voranschläge, daß im Jntereffe der Garantiezeichnungen und deS Zustandekommen» de» Feste» eine Vergebung der Arbeiten am Platze unthunlich erschien. Auf Antrag deS Bau-AusschuffeS vergab deshalb der geschäftsführende Ausschuß die Zimmerarbeiten an die leistungsfähige Firma Jäger & Wolf in Hanau, welche auch die Fefthalle zum letzten Mittelrheinischen Turnfest in Hanau erbaut hatte. Die unberechtigt hohen Forderungen hiesiger Unternehmer haben es nur selbst verschuldet, wenn diese Hauptlieferung nicht am Platze vergeben werden konnte. — Die Arbeiten auf dem Feftplatze werden nun in kürzester Frist beginnen können. — Gut Heil!
* * Frau Osten-SackeuS vierter Vortrag, ein Auszug aus W. Jordans Ntbelunge, zog gestern wieder eine sehr gewählte Zuhörerschaar in Stein» Garten. — Diese Leistung wurde mit großem Jntereffe ausgenommen. Nächsten Freitag (nicht Donnerstag) wird der zweite Theil mit dem Titel „B run- Hilde" zum Vortrag kommen, und Montag den 20. mit dem sechsten Vortrag wird sich die begabte Rednerin von un» verabschieden.
• • Diebstahl. Ein erst eingestellter Schreinergeselle entwendete am Montag Morgen seinem Nebenarbeiter ein Portemonnaie mit 15 TH., sowie eine Hose und verschwand. Der Meister hatte den Fremden eingestellt, ohne sich die Papiere desselben übergeben zu laffen, und weiß nicht einmal den Namen deS Mannes.
♦ ♦ Unfall. Einem Fuhrknecht gingen gestern Nachmittag an der Rampe der Oberhessischen Eisenbahn die Pferde durch. Der Knecht wurde am Fuß überfahren und in die Klinik verbracht.
* ♦ Zimmerbraud. Gestern Abend entstand in einem Hause der Rittergasse ein Z i m m e r b r a n d. Der Bewohner hatte die Petroleumlampe umgestoßen und hatten hierbei die Vorhänge Feuer gefangen. Es gelang, solches zu löschen, ohne daß großer Schaden entstand.
* ♦ Der Taunnsclub Wetterau zu Friedberg unternimmt nächsten Sonntag eine Tour nach Münzenberg—Kloster Arnsburg—Ltch- Schiffenberg—Gießen.
Der 16. BerhaadStag Oberhesfifcher Freiwilliger Feuer- wehre» findet am 16. und 17. Juni in Verbindung mit dem StiftungSsest der freiwilligen Feuerwehr Lollar in Lollar statt. DaS Programm ist wie folgt zusammen- gestellt: Sonntag den 16. Juni um 6 Uhr Morgens Einleitung des Feste» durch Böllerschüsse. — Don 8i/i bis 10»/4 Uhr Empfang der Gäste am Bahnhofe und OrlSein- gängen. — Bon 9 Uhr bi» lOVa Uhr Delegirtentag im Gasthaus zum „Schönhof". — Um 11 Uhr Uebung der freiwilligen Feuerwehr, Schulübung und Brandangriff derselben. — Um Vi1 Uhr Festessen im „Schönhof". Couvert 1,50 Mk. ohne Wein. — Mittageffen der Wehren in verschiedenen Localen. — Um l3/< Uhr Ausstellung de» Fest- zugeS, alphabetisch geordnet. — Um 2>/4 Uhr Festzug durch die Hauptstraße nach dem Feftplatze. Daselbst angekommen, Begrüßungsansprache, Concert und Tanz. Feuerwehr-Reigen, aufgesührt von Mitgliedern deS Turnvereins.
♦’ Militär Invalide» und Anwarter-Zufammeukunst. Am Sonntag den 19. Mai dS. IS., Nachmittags 2 Uhr, findet in Darmstadt im Locale „Zur Stadt Coburg", Wald- straße 2 eine Haupt-Versammlung der Militär-Invaliden und -Anwärter de» GroßherzogthumS Heffen statt. Die Bereinigung der Militär-Invaliden bezweckt, durch gemeinsames Vorgehen, Petitionen :c. die Lage der Invaliden, sowie deren Hinterbliebenen zu verdeffern. ES dürfte sich deßhalb für alle Interessenten empfehlen, diese Versammlung zu besuchen. Nähere Auskunft eNheilt der erste Vorsitzende deS Verbände», Balt. Köhler, Obergaffe 3 in Darmstadt.
□ Ruppertenrod, 13. Mai. In der hiesigen Gemeinde- Waldung „Buchfcheer^ treten die Maikäfer in einer solchen Masse auf, daß die jungen Eichen durch sie kahl wie Besen- reifer gefreffen find. Acht Tage lang hat man mit Hilfe der | Schüler sehr erfolgreiche Sammlungen veranstaltet und die gefräßigen Käser eingestampft. Deffen ungeachtet summt und
brummt e» am lichten Tage von fliegenden Maikäfern int Walde wie Bienenschwärme. Auffallend ist e», daß man auf dem Lande den Maikäfern al» Hühnerfutter so wenig Beachtung schenkt, und doch gibt e» kaum ein bessere». Man mache nur einen Versuch damit und der Erfolg, fleißige» Eierlegen, wird nicht auSbleiben. Allerding» darf man die Hühner comit nicht überfüttern, fo daß diese de» Maikäfer- futter» überdrüssig werden. — Im Wintersamen (Rap») sind die schwarzen Erdflöhe auf einmal verschwunden. Spät blühende Felder versprechen hierdurch doch noch einigen Ertrag. — Die Sepfel bäume stehen in reichstem Blüthen- schmuck, sie gewähren den Bienen die erste gute Tracht, da die übrigen Obstbäume und der Rap» nur unvollkommen blühen.
Q Merlau, 18. Mai. Gestern fiel da» fünfjährige Bübchen de» hiesigen Schreinermeifter» M. in eine tiefe Wafferpfütze, welche sich in der Nähe de» sogenannten Herrn- garten», einer Waldsamenschule, im benachbarten Burgwalde befindet, und ertrank. DaS Kind war mit Kameraden dem nahen Walde zugeeilt, um dort zu spielen und Blumen zu pflücken.
§ Grebenhain, 9. Mai. Bei der heute zu Bermuthshain abgehaltenen zweiten Holzversteigerung htefiger Ober- försterei waren die Preise noch höher al» bei der ersten Versteigerung. Buchen-Scheitholz 1. Klaffe kostete 5% bi» 6*/* Mark, 2. Klaffe 4 biß 41/, Mk., Buchen-KnÜppel 1. Klaffe 4i/i bi« 5 Mk., 2. Klaffe 31/, bi» 4 Mk., Buchen- Stammreiser 1V« di» 1 ®/4 Mk. da» Raummeter, Buchen- Stämme wurden da» Festmeter zu 10 bi» 12 Mk. versteigert, Fichten-Schichthaufen kosteten da» Raummeter 4*/, bis5Mk. Durch den harten Winter find die Vorräthe au»gegangen, wodurch die bedeutende Preissteigerung entstanden ist. So hohe Preise sind in hiesiger Gegend noch selten vorgekommen, sie find durchschnittlich pro Meter 2 Mk. höher al» in sonstigen Jahren.
n. Rieder-Florstadt, 13. Mai. Die hier seiner Zeit stattgehabtc Bürgermeisterwahl, gegen die an den Provinzialau-schuß reclamirt worden war, wurde von diesem in der Sitzung am letzten SamStag cassirt.
n. Rieder-Mockstadt, 13. Mai. Die für unS und die in der Nähe gelegenen Orte so wichtige Verbindung mit der Bahnstation Stockheim wird jetzt durch Erbauung einer KreiSftraße über Hof Leustadt hergestellt. Diese Straße wird noch viel an Bedeutung gewinnen, wenn erst einmal die Bahn Stockheim-Frankfurt gebaut sein wird. Aber schon jetzt kürzt sie den Weg auß der Wetterau in die holzreichen Oberförstereien Ortenberg, Gedern und Büdingen bedeutend ab.
Nidda, 11. Mai. Einen schaurige.» Fund in dcr Tiefe der Erde machten gestern zwei junge Leute, die in dem Braunkohlenbergwerke zu Salzhausen beschäftigt find. Als sie, durch den Schacht eingefahren, einen Stollen betraten, um ihre Arbeit zu beginnen, stteßen sie auf eine zu- sammengekauerte Gestalt, die zu schaffen schien. Bei näherem Besehen gewahrten sie, daß sie einen Erhängten vor sich hatten, der sich an der Wand de» Stollen» ausgeknüpst und, um den Tod in dem niederen Raume möglich zu machen, die Beine beigezogen hatte. Der Betreffende wurde aUbalb als ein Bergarbeiter, früherer Schneider, von Geiß-Nidda erkannt und dorthin verbracht. Darmst. Ztg.
n. Bübingen, 13. Mai. Wie in den vorhergehenden Jahren, so hat auch Heuer wieder die hiesige Spar- und Leihkasse (KreiSsparkaffe) die Mittel auSgeworfen, um acht scrophulöse Kinder auß ihrem Bezirk im Alter von 3 bi- 14 Jahren für fünf Wochen in der Kinderheilanftalt Elisabethen- hauß zu Bad-Nauheim unterzubringen.
△ Mainz, 13. Mai. In der vorverfloffenen Nacht kam eß in dem nahen Gonsenheimer Wald zwischen einem Wachtposten und zwei dortigen Bewohnern zu einem blutigen Rencontre. Letztere hatten in ziemlicher Weinlaone eine sogenannte „Maicur" gemacht und näherten sich gegen Morgen den militärischen Schießständen, wo sie sich auf da» für Civilpersonen verbotene Terrain begaben. Bon dem Posten zurückgewiesen, verhöhnten sie denselben und nahmen auf die wiederholte Aufforderung, sich zu entfernen, eine drohende Haltung an, so daß der Poften schließlich von seiner Wan'e Gebrauch machte und zwei Schüsse auf die Leute obfeuerte, wovon der eine in die Schulter des einen Civiliften und der zweite in den Schenkel des anderen Manne» drang. Beide Verwundungen sind nicht lebensgefährlich. Der Soldat machte alsbald von dem Vorfall Anzeige, worauf ihm heute Morgen vor der versammelten Mannschaft und in Anwesenheit deS Osfiziercorp» seine» Regiment» von Seiten deS Gouvernement» eine Belobigung über den rechtmäßigen Gebrauch der Waffe zu Theil wurde. — Die Buchdruckergehilfen der StädteMainz, Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt werden daS diesjährige Johannisfest gemein» schaftlich in Mainz feiern und zwar am 23. Juni. Da» Fest wird in der „Neuen Anlage" gefeiert werden, welche die städtische Verwaltung zu diesem Zwecke bereitwilligst zur Verfügung gestellt hat.
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♦ Frankfurt t. M, 12. Mai. Die Brigade- und DivifionS-Manöver der 21. Division werden in diesem Zahre in der Rhein- und Lahngegend stattfinden. Die 41. Infanterie-Brigade mit den Regimentern Rr. 87 und 88 wird ihre Hebungen zwischen St. Goarshausen, Lahnftein, Nastätten und Memel abhalten, während der 42. Infanterie- Brigade mit den Regimentern Nr. 80 und 81 die Gegend zwischen Limburg, Wetzlar und Camburg zugewiesen wurde. Die Ouartierleistung der Ortschaften wird sich bi» zum 13. September außdehnen, wo der Schluß der Manöver statifindet.
• Berlin, 8. Mai. Dem Generalobersten v. Pape ist im königlichen Zeughause zu Berlin aus dem von Professor Bleibtreu gefertigten Wandgemälde „Sturm auf St. Privat in der Schlacht bei Gravelotte^ ein bleibende» Denkmal ge
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