Ausgabe 
15.1.1895 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

mit großem Nachdruck davon gesprochen, daß er nun in FrtedrichSruh ständig zu bleiben gedercke. Reisen in der schlechten Jahreszeit seien jedensall- ausgeschlossen, wenn nicht eine drinaende Veranlassung eine Ausnahme fordere._______

Ausland.

Belgrad, 12. Januar. In Hof« und Regierungskreisen werden die Gerüchte über eine bevorstehende Verlobung deS Königs Alexander mit der Prinzessin Sibylle von Hessen als völlig unbegründet bezeichnet. Der verlängerte Aufenthalt deS Ministers deS Aeußeren, Boghitschewitsch, in Berlin soll andere Motive haben.

Bukarest, 12. Januar. Infolge plötzlichen Eintritts warmen RegenwetterS haben große Ueberfchwemmungen stattgefunden.

Tleulfin, 12. Januar. Meldung des Reuter'ichen Bureaus. Die Japaner rücken energisch gegen Tsin-r'chou vor, während sich die Chinesen langsam nach der Großen Mauer zurückziehen, wo sie, wie man erwartet, Halt machen und dem Feinde entgegentreten dürften. Der Schnee er« schwert den Marsch der Truppen. Mehrere kleinere Gefechte haben stattgefunden, bet denen die Chinesen zahlreiche Ver- mundete hat»en.

Neueste Nuchetchten.

Depeschen bei Bure«« »Herold*.

Berlin, 13. Januar. Am nächsten Mittwoch wird Graf Schuwalow vom Kaiser in feierlicher Audienz empfangen, um das AbberufungSschreibeu za überreichen.

Belgrad, 13. Januar. In radicalen Kreileu ruft die Derha ftung tablettier Notablen in Uz ca und Pirot große Aufregung hervor. Unter den Verhafteten befinden sich der Bürgermeister deS erstgenannten Ortes, der Buchhändler Triste, ein Realschulprofessor, ein GerichtSadjunet und zwei Reserveoffiziere.

H. Berlin, 14. Januar. An der Berliner Börse cir- culirt das Gerücht, der Handelsminister v. Berlepsch habe demissionirt, Graf Herbert BiSmarck sei zum Nachfolger ernannt.

WB. Paris, 14. Januar. Der Pförtner des Hauses 65 Rue Moneeau sah um Mitternacht vor dem Fenster eine Maschine und warf dieselbe auf die Straße. Die Maschine explodirte, Fensterscheiben und Straßenlaternen wurden zertrümmert. Niemand wurde verletzt. Der Schuldige ist unbekannt.Matin" zufolge war die Maschinerie eine luntenlose Stürzbombe, eine große Blechbüchse, ähnlich einem BiScuitkistchcn- sie enthielt wahrscheinlich zu wenig Dynamit und viel Gewehrpulver und war gleich der Vaillant'ichen Bombe mit Eisenstiickchen, vielleicht Kugeln, geladen.________

Versammlung des Landwirthschastlichen Vereins Gießen. Am Freitag spät Nachmittags tagte in Lonys Blerkeller eine sehr gut besuchte Versammlung des Landwirihschaftl'chen Bezirks-Vereins Gießen. Der Vorsitzende, Gutsbesitzer Sch lenke, frug vor Eintritt in die Tagesordnung an, ob unter den Mitgliedern des Vereins Geneigtheit vorhanden, ihre Betriebe gegen diejenigen Unfälle zu versichern, für die die Berussgenossenschast keinen Ersatz leiste. Nach kurzer DtSeufsion wurde beschlossen, über die Bedingungen und Prämienfätze, unter denen die Mitglieder des Vereins solche Versicherungen eingehen können, in einer der nächsten Ver­sammlungen einen hiesigen Agenten und später den General« Agenten Schneider von Mainz zu hören.

Gutsbesitzer Schienke referirt nun über den Stand der land- und forstwirthschaftlichen Berussgenossenschast im Großherzogthum Hessen. Mit feinem Antrag, die Unfallrente für Betriebsunternehmer im Interesse der kleineren Land- wirthe bis auf 2000 Mk. zu erhöhen, hat der Referent bei der Genossenschaft keine Gegenliebe gefunden, doch wird der Antrag im laufenden Jahr wieder zur Diseussion kommen und ersucht Redner seine Berussgenossen für die Annahme dieses Antrages im Lande zu wirken, besonders die zur Genossenschaft zu wählenden Vertrauensmänner müssen be- j stimmt werden, für diesen Antrag einzutreten. Zum Vcr- waltungSbericht der Genossenschaft übergehend, bemerkt der Redner das Folgende: ES kamen für 1893 zur Anzeige 820 Unfälle, von denen verhandelt wurden 476 Fälle. Der Rest wurde auS rechtlichen Gründen zurückgewtesen. Don diesen 476 Unfällen betrafen 436 die landwirthschastlichen, 40 die forstwirthschaftlichen Betriebe. Nach Alter und Ge­schlecht vertheilen sich diese Unfälle auf 365 männliche, 104 weibliche, 4 jugendlich männliche, und 3 jugendlich weibliche Personen.

Durch Dampfkessel, Dampfleitungen und Dampfkochappa« rate (Explossion re.) passirte pro 1893 1 Unfall in der Ge« nossenschaft. Durch Explosion von Pulver, Dynamit re. und durch feuergefährliche, heiße oder ätzende Stoffe re. (Gase und Dämpse) kamen im Ganzen 4 Personen zu Schaden. Die meisten Unglücksfälle ereigneten sich durch Heruuterfallen von Bäumen, Böden, Leitern, Treppen und Gallerien sowie auS Lucken re. in Vertiefungen und Bassins, nämlich 126 Fälle, sowie ferner durch Fuhrwerke (Ueberfahren durch Wagen, Karrens Pflüge, Eggen re.), beim Herunterfallen von Wagen rc. 178 Fälle. Durch Reitunfälle, einschließlich der Fälle durch Stoß, Schlag, Biß :e. bei Th eren, verunglück'en 44 Personen.

ES gab in der Genossenschaft pro 1893: 36 Todte, 3 Völlig, 336 theilweise dauernd erwerbsunfähige und 101 vor­übergehend erwerbsunfähige Personen, welche unterstützt wer­den muhten. Bei der Rentenzuweisung re. ist man mit der Zeit zu Gunsten der Verunglückien immer liberaler verfahren.

Im Jahre 1893 sind an Renten bewilligt, ferner Lösten deS Heilverfahrens für Verletzte, Beerdigungskosten, Abfin­

dungen im Falle der Wiederverheirathung, sowie Kapital» > Zahlungen an Ausländer, wofür gezahlt sind im Ganzen Mk. 136516,63.

ES gingen während dieses Zeitraums bei der Genossen« : schäft an Sch'iflstuckcn ein 9525 Stück, also pro Tag tm : Durchschnitt 27, welche bearbeitet und beantwortet werden mußten. ES entstanden Mk. 3468,08 Portokosten. Zur Anschaffung von Schreibmaterialien, Drucksachen, Formularen re. wurden Mk. 4595,32 auSgegeben. Die Beamten und Bediensteten erhielten an Gehältern und Remunerationen Mk. 10797,33 (darunter der höchst besoldete Seerelär mit Mk. 2700 pro anno). Zur Fortführung der Kataster, deren Anlegung s. Zt Mk. 31000. kostete, sind pro 1893 an die Geoßh. Steuercommissariate Mk. 3468,57 für die Fort­führung der Kataster H, Aufstellung der Heberollen, AuS« schlag der Steuerzettel Mk. 7857,20, zusammen also Mk. 11325,77 bezahlt.

Die gesummten Kosten der Verwaltung incl. der Kosten der Unfalluntersuchungen, Festsetzung der Entschädigung, an Schiedsgerichtskosten, Kosten für das LandeSversicherungSamt rc. betrugen pro 1893: Mk. 57234,12. Hierbei find die Reise­kosten und Tagegelder der Vertrauensmänner und der Ver­letzten mit rund Mk. 10000, und die Honorare der Aerzte mit der gleichen Summe einbegriffen.

In den Reservefond find pro 93 nur 75 % der gezahlten Renten rc., gegen früher 25% weniger gethan, derselbe be­trägt Mk. 277 910,65 und ist zum g'ößten Theil in 3% % Großh. Hess. Staatsobligationen der Landes Credilkasse an­gelegt, darunter Mk. 600000 Hess. Staatsobligationen zur Erbauung von Nebenbahnen. Im Ganzen sind Mk. 28000 zu 4 % in Obligationen der Stadt Darmstadt und der König!. Bayerischen StaatSschuld'Etienbahnanleihe untergebracht. Der Voranschlag der Genossenschaft pro 1894 beträgt in Einnahme Mk. 454 205 wovon für Unfälle vorgesehen find Mk. 250000. Gutsbesitzer Sch lenke verweist darauf, daß auch nach seiner Ansicht bei einzelnen Posten der Verwaltung gespart werden könne, z. B. sei der ErhebungsmoduS der Beiträge von den Mitgliedern zu theuer, er habe eine Ver­billigung desselben auch in der Genossenschaftsoersammlung angeregt, doch wolle man erst die Novelle zum Unfallgesetz abwarten, ehe an der bestehenden Einrichtung etwas geändert werden solle. Ferner bemerkt Redner, daß, wenn erst für daS Großherzogthum Unfallverhütungs-Vorschriften erlassen seien, würden auch die Unfälle im landwirthschastlichen Be­triebe weniger werden. ES sei im Kleinbetriebe, besonders auf den Böden und in den Scheunen, mitunter wi: zu einem Unfall eingerichtet und müsse Jeder wünschen, daß diese Ver­hältnisse verbessert werden. (Schluß folgt.)

Füttert '.die Vöglein bei Frost, Reif, Cis und Lchnee!

Sie dankens im Sommer, der Hunger thnt weh?

Cocalt* rrnd p*or>rirzteLe»

Vießev. den 14. Januar 1895.

** Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 12. Januar den Major Freiherrn Schenck zu SchweinSberg, persönlichen Adjutanten Seiner Groß« herzoglichen Hoheit des Prinzen Heinrich, den Major Bender, BezilkSosfizier beim Landwehrbezirk WormS, den Geheimen Hofrath Professor Dr. Streng von Gießen, den Ober- landesgerichtsrath Jost, den Oberförster Heyer von Beer- seiden - zum Vortrag den Staatsminister Finger, den Cabinetsrath Römheld.

»* Ee. Excellenz Herr Staatsminister Finger beging gestern in Darmstadt die Feier seines 7 0. Geburtstages. Wie vorauszusehen, gestaltete sich dieser Tag zu einem Ehrentage- zahlreich waren die Zeichen der warmen Sympathie, deren sich der Jubilar im ganzen Hessenlande und darüber hinaus erfreut. Herr Staatsminifter Finger konnte den gestrigen Tag in voller Körper- und Geistesfrtsche begehen. Es dürste für unsere Leser von Interesse fein, Einiges aus der ehren­vollen Laufbahn deS hochverdienten ersten Staatsbeamten zu erfahren. Staatsminister Finger ist am 13. Januar 1825 in MonSheim geboren und bestand nach abfolvirtem Studium in Gießen und Heidelberg im Februar 1845 mit Auszeichnung die juristische Facultätsprüfung in Gießen, ebenso daS juristische Staatsexamen im Frühjahr 1848. Unterm 3. August 1850 zum Ergänzungsrichtcr bei dem Großberzogl. Friedensgericht Ober-Ingelheim, unterm 10. Juli 1851 zum Referendar an dem Grotzherzogl. Kreisgericht zu Alzey, unterm 12. August 1854 zum zweiten Ergänzungsrichter am Großherzogl. Frtedensgericht Oppenheim ernannt, wurde Herr Finger durch Deeret vom 5. November 1855 als Advokat-Anwalt beim Bezirksgericht Alzey zugelaffen. Er verblieb in der Advokatur bis zu seiner unter dem Mi­nisterium Hofmann am 21. September 1872 erfolgenden Ernennung zum Ministerialrath im Großherzogl. Ministe­rium deS Innern und der Justiz. Unterm 1. April 1879 zum Geheimen StaatSrath ernannt, wurde er am 28. Mai 1884 unter Ernennung zum Präsidenten des Ministeriums des Innern und der Justiz an die Spitze der Geschäfte berufen und noch am 30. Juli desselben Jahres zum StaatSminister ernannt. Eine größere politische Tätigkeit entfaltete Herr StaatSminister Finger vom Jahre 1862 an, indem er in diesem Jahre in den Landtag gewählt wurde. Damals der liberalen Kammermehrheit angehörend, welche sich die Bekämpfung des Ministeriums Dalwigk als Ziel ge­fetzt hatte, zeichnete er sich zu jener Zeit schon durch sei» weiseS, staatsmännisches Maßhalten aus, ohne dadurch in der [ Energie seiner politischen Haltung Einbuße zu erteilen. Das ! Vertrauen, welches Herr StaatSminister Finger bei dem 1 Höchstseligen Großherzog Ludwig IV. genoß, wurde ihm auch 1 seitens unseres jetzt regierenden Großherzogs seit Höchstdessen | Regierungsantritt zu theil.

* DaS Großh. Ministerium der Finanzen^ Abtheilnng für Bauwesen, bringt zur Sennmiß der Interessenten, daß für die Folge, um Denjenigen, welche sich znr Prüfung eU

AreiSbauanffeher (Hochbauausseher, Gtraßeumeifter und Damm- meifter) vorbereiten, Gelegenheit zum Besuche eines während der Sommermonate an der Großh. Landesbaugewerkschule eingerichteten Schlußcursus zu geben, die vorgenannten Prüfungen im October eines jeden Jahres abgehalten werden. Dle nächste Prüfung findet daher, anstatt im Mai, im October d. I. statt. Die Gesuche um Zulassung sind unter Anwendung des gesetzlichen Stempels (1 Mk. 10 Pfg ) sechs Wochen vor Beginn der Prüfung bei der genannten Mtniste- rialabtheilung unter Beifügung der erforderlichen Papiere einzureichen. Die Bewerber um Zulassung zur Prüfung müssen zur Zeit des Beginn- derselben da- 20. Lebensjahr zurückgelegt haben. In der Anmeldung ist eine genaue An« gäbe der Adresse beizufügen, sowie auch von der Zeit der Meldung an Anzeige über etwaige Veränderungen des Wohn­ortes schriftlich zu erstatten.

** 'Gießener Omnibnsgesellschaft. Die am SamStag den 12. dS. Mts. im Restaurant Feidel abgehaltene außer­ordentliche Generalversammlung der hiesigen Omnibus- Gesellschaft war ziemlich gut besucht, und waren nament­lich die Mitglieder, welche an der Erhaltung der Linie B. (BahnhofstraßeGrünbergerstraße) interessirt sind, zahlreich vertreten. Den Vorsitz führte Herr Commerzienrath H c i ch e l h e i m, das Protocoll Herr Hanau in Vertretung der durch Krankheit verhinderten Herren Rechtsanwalt Grünewald und Jean Kirch. Der R-chner Herr Ed. Hanau berichtete in ausführlicher Weise über den Stand der Gesellschast, wonach sich leider eine Unterbilanz ergiebt und daS Unternehmen vorläufig wenigstens nicht rentirt. Der erstattete Rechenschaftsbericht schließt mit dem 31. December v. Js. ab und betragen die Passiva Mk. 28930., die Activa Mk. 24273.85, wonach sich also eine Unterbilanz von Mk. 4656.15 ergiebt. In die,er Unter­bilanz sind für einmalige Handlungsunkosten Mk. 1061.90, feiner für voraurbezahlte Versicherungen Mk. 236.20, Mk. 1298.10 zusammen enthalten, so daß sich die eigentliche, auS dem Betrieb resultirende Unterbilanz auf ca. Mk. 3858.05 stellt oder pro Tag auf Mk. 21.94, hierzu die seitherige täglich: Durchschnittseinnahme Mk. 54.76, für die verflossene» fünf Monate Mk 76.70, welche den Betrag für die erforder­liche tägliche Einnahme repräfentiren. In diesem Betrage sind allerdings die gesetzlich noihwendigen nicht unbedeutenden Abschreibungen enthalten. Zur Bestreitung der Löhne, Futter- kosten u. s. w., ohne fragliche Abschreibungen, würde sich die täglich erforderliche Durchschnittssumme auf Mk 60.61 stelle». Da nunmehr noch ein Kassenbestand von ca. Mk. 1600 vor­handen ist, so kann unter den seitherigen Verhältnissen bei

1 einer täglichen Durchschnittseinnahme von Mk. 42 der ' Betrieb nur noch kurze Zeit, höchstens einen Monat, fort« j gesetzt werden und die Genossenschaft müßte liquidiren. Zur Beschlußfassung hierüber hatte der Vorstand den Auf- sichtsrath veranlaßt, in der abgehaltenen außerordentliche» Generalversammlung die Meinung der Mitglieder zu hören, während der im Vorstand befindliche Vertreter der Stadt gleichzeitig die Angelegenheit dec Stadtverordneten-Versamm- lung unterbreitete. Die Stadtverordneten Versammlung so­wohl als die Generalversammlung haben nun einstimmig be­schlossen, nach Möglichkeit daS Unternehmen der Stadt z» erhalten. Der gemeinnützige Zweck, sowie daß das Unter­nehmen allen Streifen der Einwohn-.rschaft zu Gute kommt, außerdem ein thatsächliches Bedürfniß und eine zeitgemäße Neuerung ist, weiche für unsere Stadt nur nutzbringend und deren Ansehen und Emporblühen als Provinzial-Haupt« und Universitätsstadt entspricht, hat die Stadtverordneten-Versamm- lung in richtiger Würdigung der Verhältnisse in Aussicht ge­stellt, eventuell einen weiteren Zuschuß zu bewilligen. Die Bürgerschaft Gießens wird gewiß diesen Beschluß mit Freude» begrüßen und bereit sein, auch ihrerseits ein Opfer zu bringen, wenn gilt, ihrer Vaterstadt ein Verkehrsunternehmen zu erhalten, welches von Einheimischen und die Stadt be­suchenden Fremden mit Freuden und Genugthuung be­grüßt und anerkannt wird. Der Vorstand wird Liste» etreuliren lassen mit der Bitte, entweder 1) der Gesellschaft (Genossenschaft) als Mitglied beizutreten durch Zeichnung von Anteilscheinen k Mk. 100, 2) durch einen bestimmten drei Jahre lang jährlich praemunerando zu zahlenden frei­willigen Beitrag oder 3) durch einen einmaligen ä fond perdu zu zeichnenden Betrag das Unternehmen zu subventioniren. Wir werden morgen Weiteres in unserem Jnseratentheil zur Kenntniß unserer Leser bringen, gestatten uns aber heule schon darauf aufmerksam zu machen, daß wir auch in unserer Expedition eine EinzeichnungSliste auflegen werden, für be» Fall die clrculirenben Listen nicht überall vorgelegt werde» sollten.

* Moltkesttaße betreffend« Da die Moltkestraße noch nicht auSgebaut, sondern vorläufig nur ein schmaler Fußweg für Fußgänger hergestellt ist, so dürfte eS wohl jedem Ord­nungsliebenden klar fein, daß dieser schmale Weg zur Zeit des SchlittschuhlaufenS, und zumal an Sonntagen, <» der Nähe der EiSbahn durch stehenbleibende Zuschauer nicht ver­sperrt werden darf. Denjenigen aber, welche sich gefter» durch die fie in dieser Beziehung zurechtweisenden Schutz­männer für belästigt erachteten, fei gesagt, daß fie bei der­artigen Gelegenheiten, und insbesondere wo den öffent­lichen Verkehr betrifft, den polizeilichen Anordnungen Un­weigerlich Folge zu leisten habe».

* Kaminbrand. I» der Nacht vom SamStag auf Sonntag gegen 1 Uhr entstand im Hause eine- Bäckers tun Kreuzplatz ein Kaminbrand. Einem herbeigrrufenen Kamin­feger gelang, baß Feuer zu ersticken, ohne daß weiter» Schaden entstand.

Ernannt wurde» zu Steuerassessoren die Finanz- accesfisten: Octo Drescher auß Gießen, Georg H o»S auS Alsfeld, Otto Müller und Wilhelm Schar mann ; auß Darmstadt, Heinrich Schäfer auß Gieße», Ernst Schenck auß Nidda und Ludwig Scrida auß Wimpfen an 4. dS. Mrs. Martin Schmidt tuß Hutzdorf ant 7.. Mts.

h 25

^itOn.;895

Vc

WM ftS

bi

q;,. 3 !« bin r

Brei im A.r

Dounck tej Wridei

90 Nm, 3

4;

13» Nm, 8( WMerfloh

I2 hader

Vt *"U«rz,d<

stinkt

und V" .

L' .»(Muer 3

»U 2dUU iril U. Äbl

ist ®!t<

1 Siifb" il( ««nwi**

giiitiirt»1"" # *« ,4 «t|r «b«/ .....Qtnlantiiüft M fUnfüffe nicht ab, die sich f zu ausstdaö , ,ffl 6mipW w ' ? brr in * 8° ilDtnbang »ach dem unistel und ®it w . caöe» JahalttS t n« durch ein Sund 5i(itttn weiter und tkarbuigtiftra&t verf r!?bet auß dem Sc . int nur die kritische

" Der Sießeuer 'Er in Willen > Handlung sprach «i Dr. med. Di LsiberfianbSfahi . ab tmtjnit dabei r xen Museen zu D v^nschcnichädel. D> nannte ift ein Du feinen ftauptpartien 2er Siegeoer Schad, W Icäger wurde b tinntn Spazierftock ül Id)( Schläger wurde s um Tobt veruriheilt Snlinrr PrvsesfvrS il

" Siovs-oerjichl Matteo 1893 im Großhe iarmftabt 59032, !

Btibbtim Ml, »tim 6088, Pfuogsl "riln 5315. Zmische -iröße Weisenau, K< Äooseoheim, Oppenh -'vien, Bretzenhain ur

" LenoogeoSver fluer Gemeinden im ( Unm Gesammlbetrag