Ausgabe 
14.11.1895 Erstes Blatt
 
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des Staatssekretär im Reich-justiz-Arnt von Nieberding zur Tafel entsprechen.

Berlin, 12. November. Wie dieNordd. Allg. Ztg." erfährt, gedenkt der Kaiser morgen einer Sitzung der mit der zweiten Lesung des Entwurfs zum bürgerlichen Gesetzbuch betrauten Lommisslou beizuwohoea. Die Lorn- Mission beräth zur Zett den Entwurf eines Ausführung-» gesetzes zu dem genannten Gesetzbuch.

Berlin, 12. November. Der Sprecher der freireligiösen Gemeinde, Dr. Bruno Wille, wurde am SamSrag in FriedrichShagen verhaftet wegen der nicht beizutreibenden Strafe von 2800 Mark, welche ihm daS Provinzial-Schul- Collegium wegen unbefugter Lehrthätigkeit auferlegte.

Berlin, 12. November. Dem Bund eSrathe ist der Gesetzentwurf, betreffend die Errichtung von Handels­kammern, nebst Begründung, zugegangen.

Laueuburg, 12. November. DaS an der Ostsee gelegene Dorf Großgarde ist zur Hälfte niedergebrannt. Das Feuer entstand, als fast alle Bewohner zum Fischfang gefahren waren. Bei dem herrschenden starken Wind übertrug sih daß Feuer in kurzer Zeit auf 14 Gebäude- 10 Familien fi ib obdachlos. DaS gelammte Mobiliar und viel Vieh ist v'.rbrannt.

Karlsruhe, 12. November. Der Landtag wurde heute im Auftrage deS Großherzogs durch den Staatsminister Nokk eröffnet. Der Voranschlag für den Staatshaushalt imließt nach der Eröffnungsrede ohne Fehlbetrag ab. An Vorlagen werden dem Landtage zugehen: Ein Gesetz bett, d: - Brau-Malzsteuer, ein Gesetz über den Ausbau von Bahnen, em Gesetz zur Wahrung deS WahlgeheimniffeS. Die Arbeit für die Aenderung deS Wahlgeschäfts für den Landtag ist noch nicht abgeschloffen. Die Matrikularbeiträge sollen durch Zuschläge zur Einkommensteuer aufgebracht werden.

Müacheu, 12. November. Im großen Saale deS Höcherl-Bräu sprach gestern Abend der Landtagsabgeordnete Professor Dr. Günthe r bei nicht allzu zahlreichem Besuch üoer die politischen Parteien in Bayern. Redner beleuchtete zunächst den Anschluß der Freisinnigen an die RechtS-Liberalen im Landtage und meinte, daß in den letzten zwei Jahren sich so Manches ereignet habe, welches geeignet M, in diesen anfänglich festen Bau eine Bresche zu legen. Trotzdem aber könnten die Rechts- und LtnkS-Liberalen nach außen hin immer noch als eine geschloffene Phalanx gelten. Sodann kam Redner auf die einzelnen Parteien und zwar zunächst auf die Bolkspartei zu sprechen. Die Freisinnigen ' >d die Volkspartei, meinte Redner, hätten in ihren Zielen Vieles gemeinsam, wenn auch die Programme verschieden s ien und darum könnten auch beide Parteien ganz gut zusammengehen, um den SocialiSmuS und die Reaktion ab­zuwenden. Allein in Bayern sympatisirte die Volkspartei sogar mit dem Bauernbund, gegen welchen sich Redner sodann wandte und erklärte, daß ihm sogar daS Centrum noch lieber lei. Alsdann griff Dr. Günther die Conservativen an, welche reu AnisemitiSmuS auf ihre Fahne geschrieben hätten, obwohl sie immer das Christenthum im Munde führten. Bezüglich der Nichtbestätigung Dr. LuegerS zum Bürgermeister von Wien erklärte Redner, auf Seiten der österreichischen Re­gierung zu stehen. Am Schluffe seiner Ausführung bezeichnete Dr. Günther die socialistische Partei nur als eine agitatorische, aber keineswegs als eine aufbauende Partei.

Brüssel, 12. November. Ohne Thronrede und ohne irgend eine Erklärung Seitens der Minister hat heute Nach­mittag die Eröffnung des Parlaments stattgefunden.

Paris, 12. November. Die für gestern angekündigte Conferenz der Financiers unter dem Vorsitz des Baron Rothschild ist nicht zusammengetreten, nachdem der Finanzminister nach einer Unterredung mit Rothschild und einigen anderen Finanzgrößen festgestellt hat, daß eine direkte Intervention nicht nöthig sei. Man hat nur beschloffen, die­jenigen Werthpapiere, welche nicht bestritten werden, aufzu» kaufen und so ein weiteres Fallen der Course zu verhindern.

Marseille, 12. November. Infolge der BörsenkrisiS verkrachten zwei hiesige Wechsel-Agenten.

Loudon, 12. November. Hiesigen Blättern wird ge­meldet, daß in der Nähe von Jerusalem eine englische Mission angegriffen worden ist. Den Missionaren gelang eS, zu fliehen, während mehrere Dienstboten getöbtet wurden. Den Behörden Jerusalems wurde auf Einspruch deS englischen Gesandten befohlen, die Missionen nach Kräften zu schützen.

Belgrad, 12. November. In einem Artikel derMale Novine" wird unter Hinweis aus die überaus schlechte Lage in der Türkei und auf dem Balkan betont, daß die serbische Skuptschina noch niemals in einem so schicksalsschweren Augenblick einberufen worden fei.

Athen, 12. November. Die Studenten, welche gestern Abend patriotische antitürkische Kundgebungen vor dem Palaste inscenirten, wurden vom Kronprinzen zur Entsendung einer Deputation aufgefordert. Ministerpräsident Delyannis, welcher die Studenten empfing, tadelte scharf deren Benehmen und forderte von ihnen ruhige- Verhalten und Vertrauen zur Regierung.

WB. Stuttgart, 13. November. Gesammtergebniß der Reichstags-Ersatzwahl im 7. Wahlkreise (Gültlingen). Abgegebene Stimmen 7171; davon erhielt Schuster (Demo­krat) 6760, Schmidt (Antisemit) 157, Benz (Socialdemokrat) 785; zersplittert 72.

Der Krieg von 1870(71,

-«schildert durch «u-schnitte euß Zeitung--Skimmern jener Zeit.

(Nachdruck verboten.) 14. November.

Newyork, 13. November. Aus Havanna wird telegraphirt: Am 12. ds. Mt-. siegreiche- Gefecht zwischen dem preußischen KanonenbootTOetcor*, Capitän-Lieutenant Knorr, und dem französischen Aviso ,®ouoet*; letzterer, stark beschädigt, flüchtete sich in den Hafen von Havanna, wohin

vonMeteor^ verfolgt. Verlust deSMeteor^ zwei lobte und ein Verwundeter.

Wietze«, bett 13. November leSö Kirchliche Tieustoachrichteu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarr- vcrwalter Karl Eckstein zu Allendorf a. d. Lda., Decanat Gießen, die evangelische Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrver» Walter Wilhelm Hofmeyer zu Nieder Erlenbach, Decanat Rodheim, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen.

* Charakter-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den folgenden Lehrern: Dr. Karl Nie-, Dr. Ludwig Heilmann und Heinrich Deith am Gymnasium und an der Kealschule zu Worm-, Dr. Hermann Borhauer, Leopold EnS- grober und Friedrich Hainebach am Realgymnasium zu Darmstadt, Johanne-Vogt am Gymnasium zu Mainz, Karl Beck und Joseph RoSkopf am Realgymnasium und an der Realschule daselbst, Dr. Bernhard Biel am Gymnasium zu BenSheim, Karl Thylmann an der Diclo­riaschule zu Darmstadt, Gustav Karg und Theodor Wiese­hahn an der Real'chule und dem Pcogymnasium zu Fried- berg, Wilhelm Storck am Gymnasium und an der Real­schule zu Offenbach und Dr. Karl Noack an dem Gymnasium zu Gießen den Charakter alsProfessor" zu verleihen.

* * Zur Beachtung. Im Jntereffe vieler unserer ge­ehrten Leser werden wir von heute an, so lauge die unsichere Börsen-Tendenz anhält, außer dem seitherigen Coursberichte noch einen von Henn Banquier Dietz vermittelten tele­graphischen TageS'CourS verschiedener Papiere ver­öffentlichen.

* * Verkehrsuotiz. Der Schnellzug 53, welcher bis­her 12 Uhr 25 Min. Nachts in der Richtung nach Kaffel von hier abfährt, wird vom 15. dS. MtS. ab 5 Minuten später abgefertigt. Der Trajectbetrieb RüdeSheim-Binger- brück ist in vollem Umfange wieder aufgenommen worden.

* Der Familieuabeud zu Luthers Geburtstag versammelte am vergangenen Sonntag eine den Leib'schen Fcstsaal dicht füllende Menge, die zunächst dem Vortrage deS Herrn Pfarrer lic. Eck von Rumpenheim mit gespannter Aufmerk­samkeit folgte, als derselbe Luther- sociale Anschauungen an seiner Stellung zum Mönchthum, zur Arbeit, zur allgemeinen Volksbildung, zum Handel u. a. in einstündiger freier Rede geistvoll entwickelte. Vorträge deS KirchengesangvereinS, mit Beifall aufgenommen, bildeten den Uedergang zum zweiten Theile des Abends, der uns mehrere Vorträge auf der Vio­line (von Bach, Raff u. a.) brachte, die Herr Profeffor Dr. Krüger in bekannter Vortresflichkeit unter dem dank­baren Beifall der Versammlung spielte. Ihm, sowie der verftändnißvollen Begleiterin am Clavier, find die Veran­stalter zu besonderem Danke verpflichtet. Mögen sich solche Abende öfter wiederholen und jedesmal einen so gediegenen Inhalt einer so zahlreichen Versammlung bieten.

* * Deutscher unb Oesterreichischer Alpenverein, Sectio« Gießen. In der letzten MonatSsitzung des Deutschen und Oefterreichischen Alpen-DereinS wurde nach Aufnahme einiger neu angemeldeter Herren und nach einer wichtigen Statuten- berathung die Reihe der für daS W nterfemester 1895/96 angekündigten Vorträge durch einen interessanten ReifeberichtdeSHerrnBereinSpräsidenten bestens inaugurirt. Die reichen Erfahrungen des langjährigen Touristen gaben in dem bis ins Detail lebhaft geschilderten und an­regenden Vortrage deS Oefteren die willkommene Gelegenheit, den Mitgliedern die in diesem Sommer durchreisten Gebiete Oberbayern-, Tyrols, der Dolomiten bis zur italienischen Grenze, unter dem Vergleich zwischen dem Einst der sich dem Fremdenverkehr erschließenden und dem Jetzt der er­schlossenen Alpen intereffante Ausblicke, auch durch öfteren Hinweis auf die vom breiten Strom der Touristik noch nicht durchstutheten Gebiete praktische Winke für spätere Alpen­touren bestens zu bieten. War schon dieser DereinSabend recht intereffant, so verlief auch der am letzten Sonntag darauf folgende MonatSauSfIng bei einer regen Be­theiligung nach bestem Wunsche. Mit dem Mittagszuge ging es gen Niederweimar und von dort bet gnädigem Himmel über den Frauenberg durch den recht herbstlichen Wald auf dem Hochplateau bifl Spiegelslust, das kurz vor Dunkel­werden erreicht wurde. Um noch einige Zeit in den be­kannten trefflichen Räumen des Ritter'ichen LocalS zu Mar­burg vor Abgang des Zuges d er treffen zu können, wurde nach kurzer Rast mit direkt steilem Abstiege unter magischem Lichterglanz daS zu unseren Füßen sich auSbreitende Mar­burg bald erreicht. Mit der Bahn ging eS dann gen Gießen zurück mit dem Bewußtsein, eine recht vergnügte NachmittagS- tour auSgeführt zu haben.

* * Verschüttet in der Kiesgrube. Gestern verhandelte die Strafkammer gegen den Schreiner Joh. Weil von Großen- L'nden wegen fahrlässiger Tödtung. Der Fall sollte allen Sandkautenbesitzern zur Warnung dienen. Der Angeklagte war am 17. Juni in seiner in der Gemarkung Großen Linden gelegenen Rießgrube mit dem Arbeiter Höchst beim KieSausladen beschäftigt, da plötzlich kam die 8 biß 10 Meier hohe, ziemlich senkrecht abgeböschte Kießschicht inß Rutschen, sodaß Weil theilweise unb Höchst vollständig verschüttet wurde. Mit Hülfe deS Besitzers einer benachbarten Kiesgrube machte sich zuerst Weil frei und nun versuchten die Beiden unter An- strengung den noch lebenden Höchst heraus zu schaffen, aber immer wieder fluthete der Sand über den BedauernSwerihen zusammen, und als man ihn endlich frei bekam, mußte man ihn bewußtlos nach Gieß'n in die Klinik schaffen. Die Anklagebehörde macht Weil den Vorwurf, daß er im höchsten Grade fahrlässig gehandelt habe, indem Cer Abbau der G ube, in welcher daß Unglück geschehen, geradezu lebensgefährlich für die darin arbeitenden Menschen betrieben sei. Die Grube sei nicht teiraffenartig, sondern beinahe senkrecht abgeböscht gewesen. Der gesunde Menschenverstand, so meinte Herr

Staatsanwalt Koch, hätte dem Angeklagten sagen müffen, daß hier ein Unglück unausbleiblich sei. Der SackverstLu' dige, Herr Architekt Stein, habe zwar erklärt, daß in der ganzen Umgebung die Sandgruben in vieler leichtsinnigen Weise abgeböscht seien, unb daß er sich immer schon gewun­dert habe, baß bei nnß in den Sandgruben io ohne Un­glück abgehe. Dieser Umstand könne dem Angeklagten nicht zu Gute kommen, derselbe habe den § 222 btß R. Str. G. verletzt, unb sogar die strengere Strafe beß Absätze- 2 diese- Parag'aph:n verwirkt. Recht-anwalt Metz, welcher sich sehr warm beß Angeklagten annahm, wie- darauf hin, daß bet unß keine Verordnung epfthe, welche den terrassenförmigen Abbau der Sandgruben vorschreibt; liege Her ein be­dauerlicher Unglückßsall vor, für den man feinen Clienten nicht strafrechtlich verantworlich machen könne. Weil habe genau so wie alle die andern Sandgrubenbesitzer in der Um­gebung bei der Sandgewinnung verfahren, er habe nicht reiften können, daß der terraftenartige Abbau sicherer fei für das Leben und die Gesundheit der Arbeiter, alß der hier Übliche. Die Strafkammer veruriheilte Weil zu 3 Monaten Gefängniß- fetienß der Staatsanwaltschaft waren 6 Monate beantragt.

Falsches Geld. ES kommen wieder vielfach falsche Zweimarkstücke verschiedenen Gepräge- vor, so daß Vor­sicht namentlich bei Empfang größerer Zahlungen in solchen Stücken zu empfehlen ist, um sich vor Schaden zu schützen. Die Zweimarkstücke scheinen die Fälicher besonder- au* zuziehen. _____________

Butzbach, 12. November. Ein seltene- Zusammentreff n ereignete sich am Sonntag m unserer Stadt. Auf den Ge­burtstag unsere- Reformator- Dr. Martin Luther schenkte die Gattin bet Herrn mtSgerichtSdiener- Luther ihrem Gemahl ein kräftige- Knaben-ZwillingSpaar unb soll auch sicherem Vernehmen nach einer ber Neugeborenen den Namen Martin erhalten. Mögen diese beiden Knaben zur Freude ihrer Eltern heranreachsen und ihrem NamenLuther" Ehre machen, indem sie ihrem großen NamenSveiter nach­zustreben suchen. W. B.

Aus dem Ohmthal, 12. November. Nachdem in der vorigen Woche durch baß überreiche Maß ber Nieder­schläge dieOhm mehrmalß über ihre Ufer trat unb daß Wiefenthal in einen See verwandelte, überschreitet sie heute durch abermalß ungewöhnlich starke Regengüsse wiederum ihr Flußbett. Auch im Felde rinnen alle Graben und Gräbchen voll Wasser. Diese- starke Gewäffer hat einen zweifachen Nutzen. Zum ersten bringt den Wiesen eine vorzügliche Bewässerung, zum anderen macht dem Mäuseheer endlich den Garauß. Ueberafl im Felde sieht man die ertrunkenen Mäuse umherliegen. Höchste Zeit war zur Eindämmung beß MäusesraßeS, sollte anberß nickt der Kornsaat und dem Klee der schwerste Schaden zugesügr werden. Die Kornsaat hat sich übrigen- besser entwickelt, al- eS im Herbste den Anschein hatte. Durch die Trocknung im September fehlte dem Boden die nöihige Feuchtigkeit. Daß Korn zeigte keine Kraft in der Keimung und im Wuchs. Die jetzige wahrhaft sommerliche Temperatur im Verein mit den reichen Niederschlägen haben die Kornsaat ungtmun gefördert, sodaß sie einen recht üppigen Anblick gewährt.

X Lehuheim, 12. November. Heute Morgen gegen 4 Uhr brach in der Scheune des hiesigen GastwinhS Höning Feuer aus. Dieselbe, sowie auch die Scheune deS Schwiegervaters von Höning, welche in der Nähe stand, brannten mit ihren Dorräthen nieder. Die Entstehung beß Feuers ist nicht bekannt.

Darmstadt, 12. November. Die Beerbigung ber am Freitag ermordeten Wittwe Eyerdam fand gestern Nach­mittag um 2 Uhr unter kolossaler Betheiligung auf dem Beflunger Friedhöfe statt. Herr Decan Römheld hielt die tiefergreifende Grabrede. Gleichfalls gestern Nachmittag wurde auch der Mörder Buscher auf dem Beffunger Fried« Hofe beerdigt. Die Theilnahme mit den Hinterbliebenen so­wohl i-e-- Ermordeten mt deS Mörders ist eine große.

Wöchentliche Ueoerjtcht der Tsoesfälle in Gietzen

45. Woche. Vom 3, November dis 9. November 1895. Linwohnnzahf. ingawuimm zu 22 400 (tnd. 1600 Munn MtlitL ). Sterblichkeiisziffer: 16,25, nach Abzug der OrtSfremben 9,29^/»

Kinder

ES starben an: Zusammen: Erwachsene: hn vom

Altersschwäche 1

Herzleiden 2 (1)

Lungenerweiterunz 2 (!)

Unterleibsentzündung 1 (1)

Schlaganfall I

1.Lebensjahr: 2.15. Jahr:

1

2 (1) - -

2 m

i (i) i

Summ«: 7 (3)

7 (3)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf oon auswäri- nach

Gießen gebracht: Kranke kommen.

Witterungsbertcht vom !£ November.

Das Depression--Centrum verhaut so ziemlich mit oleicher liefe an seiner Stelle unb hat sich baß Gebiet niederen Diuck.s noch weiter ausgedehnt. Dasselbe umsaßt heute säst den ganz n Erdtheff, der hohe Druck erstreckt sich aus den äußersten Osten unb Hal baß dort lagernde barometrische Maximum merklich en Intensität gewonnen. Die Wtiterung bleibt mild, doch ist der Himmel meist bedeckt unb fallen vielerorts Niederschläge

vornuSstchUiOe toitttrrxnei

Trübes, aber milde- Weiter mit stellenweisrn Niederschlägen.

Daffcbr, CanO» und Dolfstoirt^fcbaff

Gieße«, 12. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 0,810,85, HÜHneräer pr. 00 1 2 St. 1315 A, Enteneier pr. St 00 H, Gänse- eier pr. St. 0000^, Läse pr. St. 48 H, Käsematte pr. 6L 3 Ai Erbsen pr. Liter 18 H Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar X 0,60 biß 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bi- 1,20, Hahnen pr. Stück X 0,751,00, Enten pr. Stück X 1,602,CO, Gänse pr. Pfund X 0,45-0.52, Ochsenfleisch pr. Psd. 72-76 A. «uh- und Rindfleisch pr. Pfd. 6668 A> Schweinefleisch pr. Psd. 56 biß 68 A. Schweine­fleisch, gesalzen, pr. Psd. 72 A. Kalbfleisch pr. Psd. 60-64 A Hammelfleisch pr. Pfd. 60 -70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 biß 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 8 16 A> Zwiebeln pr. Centn er X 3,004.00, MUch pr. Liter 16-20 A. Zwetschen pr- Gentner X 5,000,00.