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Darmstadt.“
ester Kaffeezueatz, Ueberall vorrätlüg.
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] von Emil Roll
in Giessen.
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Die
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i letzten dreissig Jahren
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>. Carl Gareis, der Rechte in Königsberg, s. e des Institute für Völkerrecht reis 60 Pf. broch.
Jahre 1864von 16 europäisch« tu Genf angenommene Venu/ eleistung und Pflege dM o auf dem Kriegsfelde, men .Genfer Conrentmn , ™ , Heinen Sohrin.'W und Weiferentmckelnng b« ■ enf^m Stande in h=h*™ :cher Weise erörtert. Allen w " Vertretern den H««* in seiner Anwendung auf d) ™ » toegM «* •
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Nr. 62
Der Hietzeuer »nidget nlcheini täglich, vit Ausnahme des MontagS.
Die Gießener AimirienStLUer »erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
Erstes Blatt. Donnerstag den 14. März_____________________
Weßener Anzeiger
Kenerat-Wnzeiger.
1898
vierteljähriger Jl6onncmettüprcU r 2 Mark 20 Psg. mit Bringerloh».
Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
vedaction, ExpeditisT und Druckerei:
Schukstrahe Mr.7.
Frrusprecher 51.
Amts- und Anz<ig«blatt für dsn "Kreis Gissen.
Hratisbeitage: chießener Jamitienötättcr.
Berlin,
geschenk eine Nephrit, auf Schale allein
holen dürfe.
Hierauf vertagt sich daS HauS. , , _. .. fc =
Morgen: JnttiativantrSge. Antrag Heyl, Kündigung des
Argentinischen Handelsvertrags s. ___________________—
zu einer Fahrt nach FriedrichSruh Präsident des Abgeordnetenhauses,
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Dorm. 10 Uhr.
Herabsetzung der Fernsprechgebühren ohne größeren Etnnabmeaussall abgehen würde, da ja auch die Ausgaben unverhaltnttzmatzttz stetgen roÖlb®amH schließt die Debatte und bas Gehalt des StaatssecretSrs wird bewilligt. Die Resolution (Derkehrsbestellung an Sonntagen) wird angenommen. t .
Es folgt Ti-el 2. Zu den bisherigen drei Direc'oren mit ie 15000 Mk. Gebalt tritt nach der Vorlage ein Unterstaalssecretar hinzu mit 20 000 Mk. Gehalt. Die Commission beantragt, den
Deutscher Reichstag.
68. Sitzung. Dienstag, den 12. Mär, 1895.
Die Berathung deS Postetats, Titel: Gehalt des Staats-
nahm darauf die Jahresberichte der landwirthschaftlichen Centralvereine entgegen. Die Versammlung wurde darauf
bereitstehen. ä a
®edin, 12. März. DaS Landes-Oeconomie- Collegium nahm den Antrag auf bessere wirthschaftliche Ausbildung der ländlichen weiblichen Bevölkerung an und
Alle Annoncen-Bureaux de» Irr- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
kostet 3000 Rubel.
Depeschen des Bureau „Herold".
Deutscher Reich.
Berlin, 12. März. Der Kaiser war am Montag leicht unpäßlich, infolge dessen der hohe Herr auch, entgegen seiner ursprünglichen Absicht, der am genannten Tage stattgefundenen Trauerfeier für die Herzogin von Sagan nicht beiwohnen konnte.
v Köller, wird Namens der Theilnehmer dem Altreichskanzler die Gefühle der Erschienenen zum Ausdruck bringen. Ein Extrazug wird für die Mitglieder und Beamten deS Hauses
Ostpreußen ernannt worden.
Berlin, 12. März. Im Abgeordnetenhause wird eine Ehrung zum 80. Geburtstage des Fürsten Bis- Abgeordneten Graf Limburg, Graf- v. Zedlitz erlassen eine Einladung conservativen, freiconservativen und
geschloffen. , , .
Petersburg, 12. März. Fürst BiSmarck wird eine Deputation der hiesigen Deutschen in der zweiten Hälfte des April empfangen. Die Deputation überbringt als Ehren- kostbare Schale auS sibirischem moosgrünem einem prächtigen Porphhrfuß ruhend. Die
12. März. Im preußischen Landtage wurde heute der Antrag auf Aufhebung deS AnsiedelungS- aesetzes abgelehnt, der Etat der AnfiedelungS-Comnnssiott genehmigt. Damit ist die zweite Lesung deS GesammtetatS beendet. Nächste Sitzung morgen.
Berlin, 12. März. Der Antrag Kanitz ist heute im Reichstage eingebracht worden und soll noch heute in die Hände der Reichstagsmitglieder gelangen. Bis jetzt haben 103 Abgeordnete ihre Unterschriften zu dem Anträge gegeben, eine Reihe weiterer Unterschriften steht noch aus. DaS Centrum hat den Antrag nicht unterzeichnet, weil dre Bor- kommnisse in den letzten 14 Tagen zahlreichen Mitgliedern desielben, die ursprünglich dem Antrag Kanitz zustimmten, anscheinend eine ihren früheren Ansichten entgegengesetzte An-
fecretör», rotrb foltgefrht.
Aba. Beckh (frf. Vg.) beschwert sich darüber, daß die preußische Htfenbabnoerwaltung wichtige Post-Anschluß-Züge bat eingehen lassen und »mar im Verkehr von Berlin nach südwestdeutschland.
Dtrecior im Neichepostamt Fritsch: An Bemühungen im Interesse des L.rkebrS Haden wir cs nicht fehlen lasten. Wir werben auch diese Bemühungen beim preußischen Herrn Eisenbahnminister erneuern. Aber wir können doch die Eisenbahnverwalluna nicht zwingen, die finanzt.llen Interessen, zumal bei der jetzigen Finanzlage, hinter die des Ve.kchrS zueücktreten zu lassen. Die Sache gehört mehr vor das preußische Abgeordnetenhaus als hierher.
Abg. Bebel (Soz) verlangt Beschränkung der Packetbistellungen an Sonntagen. TbaNächlick verlangt Niemand ein absolutes Verbot der sonntäglichen Packelbestellung, aber die Forderung et doch berechtigt, die Packetdestellung auf das dringendste Bedursniß zu be- fchränken. Geschähe dies, so würden auch die Pticketabsendungen an Sonnabenden Nachlassen. Der Derkchr werde sich also einfach auf die Beschränkung der sonntäglichen Bestellungen einrtchten, wie dies in England und Amerika geschehen fei. Redner unterstützt den Wunsch, die Schalter am Sonntag Nachmittag nicht mehr zu offnen, und verbreitet sich dann über die ungünstige Lage der Posthilfsboten. Trete ein solcher mit 20 Jahren in Dienst, so erlange er überhaupt erst mit 30 Jahren Aussicht aus eine feste Anstellung. Ihnen bet der Ebeschliegung Hindernisse in den Weg zu legen, w e die« Director Fffcher gestern zu rechtfertigen versucht habe, verbiete itck ichon im Interesse der Sittltchkeit. Die Gründe, welche Herr v Stephan gegen Erhöhung des Maximalgewichts für einfache Briefe geltend mache, feien nicht stichhaltig. Der Werth einer loKfien kehrSer letchterung könne doch selbst durch einen Einnahmeausfall von 1 Million nicht ausgewogen werden. Nach Zertungsnachrlchten solle auf der nächsien Conferenz des Weltpostvereins die Erhöhung des Maximalgewichts für einfache Briese auf 20 Gramm beantragt werden. Wolle wirklich, wie es hcitze, der Staalssecrelar beabsichtigen diefen im Jnterefse einer Erleichterung des Weltverkehrs liegenden Antrag zu bekämpfen? Endlich wünscht Redner noch Herabsetzung des Berliner Siadlportos. 4 a , , ,
V Slaatssecretäc v. Stephan . Bezüglich der Sonntagsruhe habe « gestern ja schon feine Bereitwilligkeit erklärt, zu erwägen, in wieweit eine weitere Beschränkung der Packetbestellung an Sonntagen möglich fei. Gegen die Ausüebung der NachmittagsrSchalterstunden «n Sonntagen, von 5-7 Uhr, hätten sich auf Befragen zahlreiche Interessenten erklärt. Was das Heiiathen der Posthrlstzboten betreffe, so handle eS sich gar nicht um einen allgemeinen Erlaß sondern nur um ein Vorgehen der Oderpostdirectoren. Thatsache ist jebejv falls, daß schon 19-20 jährige Hilfsboten heiraihe en, selbst solche, , die nur stundenweise beschäftigt feien. Uebrigens seien im Vorzahre 200 Posthilfsboten schon nach 7 jähriger Dienstzeit angestellt worden. Der Zinsfuß von 5°/0, den Unterbeamten an den Post-Vorschuß- Berein zahlen müßten, sei nicht zu hoch. Der Ausfall bei einer Gewichtserhöhung für einfache Briefe würde nicht 1, sondern 3—4 Millionen Mark betragen. Glaube Bebel, daß im Bundesralh auch nur ein einziges Mrtglied sich fände, welches diese 3-4 Mil, Honen dazu noch 5 Millionen Ausfall an Telepbongebuhren und 2 Millionen Ausfall an Stadlpostgebühren, also zusammen 11 Millionen bei der gegenwärtigen Finanzlage aufflfben würde? Davon, dah bei dem nächsten W-ltpost-Congreß in Washington ern Antrag beabsichtigt und angekündigt sei auf Erhöhung des Gewichtsmaxi- , mums für einfache Briefe, habe er noch nichts vernommen. Wenn ’ irgend wo eine solche Absicht vorläge, müßte er schon davon gehört i haben. Endlich bekämpft der Staatsfecrelär noch das Verlangen nach Herabsetzung des Stadlbrtesportos in Berlin.
Abg. Schultz-Lupitz (Rp.) legt dar, daß der Dorfchlag Schön- lanks, altgedienten Unterbeamten Postagenturen aus dem Lande zu geben, höchst unpracttsch wäre. Die Unterdeamten wollten überhaupt von der Art, wie ihre Interessen von den Sozialdemokraten vertreten würden, nichts wissen. Und ebenso wie die Unterbeamten in Treue fest blieben, fo auch di- Bauern. Alles Hetzen nutze den , Sozialdemokraten auf dem Lande nichts. ;
Abg. Schmidt - Elberfeld (frf. Vg.) wendet gegen die Berech- , nungen des StaatSfecretärs hinsichtlich des eventuellen Ausfalls an ■ Telegraphengebühren rc. ein, daß jede Verkehrserleichterung auch eine ; Verkehrtzv.rmehrung mit sich zu bringen pflege. Entschieden entgegentreten müsse er einer Andeutung beS Staatssecrelärs, wonach eine Hebung der Fernsprech - Einnahmen erst bei Einführung eines Ge- , fprächszähler» zu erwarten wäre. Ein solcher Gesp'ächszäbler würde der schlimmste Rückschritt sein, der sich denken lasse. Redner fragt ferner an, wie sich der Erlaß begründen laste, wonach der Inhaber einer Fernspreck-Einricktung dieselbe nur in eigenen Angelegenheiten fall benutzen dürfen. Was gebe das für eine unleidliche Controlle, wenn Jeder, der sich verbinden läßt, gewärtigen muß, daß der Beamte fein Gespräch mit andört, um zu erfahren, ob das Gespräch in eigenen Angelegenheiten" des Sprechenden erfolge. Der StaatS- !ecretär möge die Zurücknahme dieses Erlöstes veranlastrn.
Dtrecior im Reichspostamt Scheffler bezweifelt, daß eS bei
fchauung beigebracht habe. „ r ,
Berlin, 12. März. Die in der Presse seit einige» Tagen vielfach variirten Gerüchte, daß zwischen dem KriegS- minister und dem Chef des Militär Cabinets Meinungsverschiedenheiten bestanden, die unter Umstanden geeignet sein könnten, irgend eine Krise heraufzubeschwören, sind, soweit die „Post" in Erfahrung zu bringen vermochte, durchaus unbegründet, namentlich liege nicht der geringste Grund vor, anzunehmen, daß der General v. Wittich seinen Posten als Commandeur deS 11. ArmeecorpS verkästen werde, um in Berlin eine andere hervorragende militärische Stellung zu übernehmen.
Berlin, 12. März. Der commandtrende Admiral Frhr. v. d. Goltz hat gestern zum ersten Male das Bett verlosten und konnte auch heute wieder einige Zeit außer Bett sein. Die weitere Besterung schreitet langsam, aber sicher vorwärts.
Berlin, 12. März. Zehn bekannte Berliner Anarchisten, darunter Gustav Landauer und Schloster Wiese, verbreiten em an die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend gerichtete« Flugblatt, in welchem sie zur Gründung von Pro- ducttv-Genossenschaften in großem Maßstäbe auffordern. Durch diese Genossenschaften sollen die Arbeiter im wirthschaftlichen Kampfe gestärkt und dem Capitaltsmus der Garaus gemacht werden.
Berlin, 12. März. In der heutigen Sitzung der Umsturzcommission wurde heute zunächst der Antrag Spahn (Str.) auf Abänderung deS § 184 des Strafgesetzbuches im Sinne der früheren lex Heinze berathen. Nachdem Abg. Spahn seinen Antrag begründet hatte, führte der Regierungsvertreter aus, der Antrag habe jetzt keine practische Bedeutung- die Regierung werde demnächst die Vorlage der lex Heinze wieder einbringen. Bei der nun vorgenommenen Abstimmung wurde der Antrag Spahn mit allen gegen sechs Stimmen abgelehut, desgleichen der Antrag Graf Roon, betreffend Bestrafung der Verleitung von Beamten zum Bruch der Amtsverschwiegenheit mit 12 gegen 8 Stimmen. Sodann wurde der Antrag Nadbyl betreffend das Verbot des Zweikampfes berathen. Der Antragsteller betonte, das Duellunwesen widerspreche dem gesunden Menschenverstände, und es werde daS Rechtsbewußtsein im Volke stark erschüttert, wenn selbst hohe Beamte, Rechtsanwälte, Richter in dieser B-zi-hung d-m Gkfttze H°h" spr-ck-n. Der Antrag Nadbyl wurde darauf mit allen gegen 7 Stimmen verworfen. DaS gleiche Schicksal hat der Artikel III der Regierungsvorlage, welcher eine Novelle zum Strafgesetzbuch enthalt. Auf Antrag des Abg. Broekmann wurde die Aufnahme deS § 112 deS S.r°,g-s-tzbuch°- in § 23 b-,»l°N-n und der fo »eiänberte S 23 mit 17 Stimmen angenommen, desgleichen Artikel iv (Inkrafttreten des Gesetzes). Hiermit ist die erste Lesung der Vorlage beendet, die zweite Lesung beginnt Mittwoch dea 2°" Berlin, 12. März. In Kellers Festsälen tagte gestern Abend eine von etwa 600 Militärinvaliden besuchte Versammlung, um abermals die Forderungen der Kameraden zu erörtern. Nachdem mehrere Redner die Wünsche der Invaliden dargelegt hatten, nahm die Versammlung eine Resolution an, eine Petition an den Reichstag zu richten, daß dieser an die Regierung die Anfrage stellen> soll, was sie in Bezng auf die gerechten Forderungen der Mtlitar-
am 25. März. Der
Unterftaal8fecrelär zu streichen. ,. ...
Ein Antrag v. Leipziger, Dr. Lieber, Reindl geht dahin, den UnterstaattzsecrelSr sowie 2 (statt 3) Directoren zu b-will'g.n.
Gleichzeitig mit zur Berathung wird eine von der Cornrnttston } beantragte Resolution gestellt, wonach im nächsten Etat den durch die Di nstattersstusen geschädigten Beamtenklaffen die Gehaltsstufen fo erhöht werden sollen, daß eine solche Schädigung vermieden wird.
Schatzsecretär Graf Posadowsky warnt davor, datz Der Reichstag entgegen den Vvifchlägen der Regierung Geha tsauf- bdferunßen beschließe. Wenn der Reichstag namenbid) für einzelne besonders aufgeiührte Beamtencategorien solche Gehaltsaufbesserungen i beschlösse, so würde auch die Disciplin unter den Beamten rrschuttert, ! indem letztere zu bet Annahme gebracht würden, daß ihre ^nterenen ; nicht genügend seitens der Regierung selber gewahrt muroen. Das fei aber um so bedenklicher in der j-tzigen Zeit, wo die Regierung ' ihre Beamten in der Hand haben müsse.
Abg. Singer (Soc.): Wenn die Regieruna es mit ihrer Pflicht 1 für vereinbar hält, Beamte, die 650 bis 900 Mk. Gehalt beziehen, i in den Bezug des Höchstgcbaltts erst nach 21 J-bren gelangen zu ; laffen, so muß eben der Reichstag eintreten. Ter Reichstag bat ben < Reichskanzler aufgeforbert, die Dienstaltersstusen bei der Post- ; Verwaltung so durchzusühren, daß die Beamten nickt gefckädtgt werden, i Datz die verbündeten Regierungen diese Resolution nicht beachten, ’ ist wirklich nur bei uns möglich.
’ Schatzsecretär Graf Posadowsky versichert, daß die Regierung omnem diligentiam präftirt habe, um der vom Vorredner erwäbnten
: Resolution stattzugeben. Aber es könne nickt eine Beamtenklasse zu sehr vor anderen begünstigt werden. Er habe vorbin nur siaats-
> recktlicke Bedenken dagegen g-l'enb gemach», daß die Commission die Etatsansätze für eine bestimmte Beamtenklaffe erhöht habe. Die Commission selber habe ja durch den Referenten auck erklären lassen, 1 datz sie selber dies für ein Verfahren halte, welches sich nicht wieber-
Ncrrcste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Cotrespondenz-Bureau.
Berlin, 12. März. Der Kaiser eröffnete den Staatsrath mit einer Ansprache, worin es heißt: Die dauernd ungünstige Lage der Landwirthschaft macht es der Regierung zur Pflicht, Mittel und Wege zu suchen, welche geeignet sind, den Ertrag der Bodenbewirthschastung zu heben und die Gefahren, denen die Landbevölkerung ausgesetzt ist, abzuwenden. Zur Erreichung dieses Zieles wurde der Staatsrath einberusen. Es werde dem Kaiser zur Genugthuung gereichen, wenn die Vorschläge des Staatsrathes eine Gestalt annehmen, welche die Durchsührbarkeit erkennen laste, und wenn die Berathungen sich auf Ziele richten, welche ohne Verletzung anderer berechtigter Jnteresien unter Achtung der VertragSverhältniste den auf der Landwirthschaft lastenden Druck thualichst zu beseitigen geeignet find.
Berlin, 12. März. Die „Nordd. Allgem. Ztg.^ hört, die gestrige Meldung der „Post" von der Ernennung deS Regierungspräsidenten in BreSlau, Dr. von Heydebrand und der Lass, zum Obcrpräfidenten von Ostpreußen sei unzutreffend.
Berlin, 12. März. Die osficiöse „Berliner Corresp." meldet: Der Regierungspräsident zu Hannover, Graf Bismarck-Schönhausen, ist zum Oberpräfidenten von
; m ar cf geplant. Die ! Elberfeld und Freiherr an die Mitglieder der nationalliberalen Partei
Amtlichem Theil.
Nr. 10 des Reichs - Gesetzblatts, auSgegeben den 8. d. MtS., enthält: „ t .
(Nr. 2220.) Bekanntmachung, betreffend Abänderung der Vorschriften über den Nachweis der Befähigung als Seeschiffer und Seesteuermann auf deutschen Kauffahrteischiffen. Vom 4. März 1895.
Gießen, den 13. März 1895.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.


