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). Dar ist wahre hinterläßt, sondern es Streben. Spielt, hunderteu, und wenn sugeud dazu an und Im Winter auf bat les schöne Weit, dai n, daß unser Weekrus ft in der Beschaffung .iM wird sich leicht ntuitz gelaugt ist, daß mb Alt ist, dew mar ße Aufwendungen gr Idje schlechtes Tr.n!' rchseuchtcr Boden ir nan * t, kräftige und sck- >as Kegen und Ueben .Mülle, welche nicht chrn Derusiarbeit er- usgenuhuudDaM uicht die wöchentlichen lr,un: Wandeln und Schlittfchuhlach'^ souirliechk !
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der Polizei überwiesen worden, welche nun, wenn es Noth thut, diese gegen die defekten und zerlumpten Gegenstände der Zuwandernden eintauschl und dafür Sorge trägt, daß die zerlumpten Kleider, welche zurückgelassen werden müffen, vernrchtet werden. Man hat nämlich die Erfahrung gemacht, daß einzelne Dagirende Garderobestücke, die fie als Geschenk erhallen, verkaufen und sich mit den Lumpen, die sie auf de« Leibe haben, behelfen. Diesem Mißbrauch wird berechtigter Weise durch daö AuSwechseln ein Riegel vorgeschoben. Manchmal passiren bet diesem Eoftllmwechsel drollige Szenen, die werth wären, durch den Pinsel eines Malers festgehalten zu werden. Kommt da vor einigen Tagen auS dem Kreise Grüuberg ein herunter gekommenes altes Bäuerlein nach hier, um sich beim KreiSamr wegen der nach seiner Meinung mangelhaften resp. nicht genügenden Armenpflege seines HeimarhdorfeS persönlich zu beschweren. Man weift den völlig zerlumpten und bei der strengen Kälte vor Frost zitternden Menschen zur Equipirung und wetteren Beran« laflung zur Poltzet. Nach beendetem Costümwechsel schaute der alte Mann vergnügt und selbstgefällig in den Spiegel und meinte: „Alleweil sein aich feiner wai mei Borger- maaster." Er empfand eS noch als eine besondere Liebens« Würdigkeit der Sicherheitsbehörde, welche ihn durch einen Schutzmann zur Bahn geleiten ließ, um ihn in seine Heimath zu spediren. — Bei der großen Kälte ift der Bedarf an wa mer Kleidung bei den Wandernden groß, täglich werden solche Einkleidungen vorgenommen und die zu Anfang ge- spe, deren alten Sacken sind schon stark vergriffen. Es räumt wohl mancher unserer begüterten Mitbürger im Jntereffe des humanen Zweckes seine Kletderschränke mal gründlich auf, da findet sich mancher alte Rock rc. (Stiefeln sind der begehre, swertheste Artikel), der noch gute Dienste leisten kann, man säume nicht und sende Alles nach der Weidengasse. ES tst ein Stück Sozialpolitik, die Jeder treibt, der mithilft die Lntblösten zu kleiden.
** Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Joh. Adam Bausch aus Münchberg vom Amtsgericht Vilbel wegen Strafvollzugs- Sattler Auguft Farrenhopf auS Forst, genannt „Bayer Gustel", der sich auch unter dem Namen Schlosser Carl Ritter auS Westfalen und Schloffer Ernst Schneider aus Gießen umhertrerbt, vom Untersuchungsrichter II in Darmstadt wegen schweren Diebstahls - der frühere Posthilssbote tu Gießen Carl Horn aus Hungen von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Unterschlagung - weiter von der Staatsanwaltschaft in Gießen: Schreiner Leonhard Kuhnen auSRoßla wegen Unterschlagung, Metzger- me'Uer Elias Schulz aus Hungen, zuletzt in Gießen, wegen SittlichkeitSverbrechens, Gärtner Wolfgang Adam Stenger au« Bindlach in Boyern wegen Diebstahls, Heinrich Conrad Süßmuth, Handlungsreifender aus Ober-WidderSheim,
wegen Urkundenfälschung, ein Unbekannter von auffallender Größe, in der zweiten Hälfte der 20er Jahre stehend, wegen versuchten RaubeS. In seiner Begleitung befindet fich ein Steindrucker von demselben Alter, der eine verbundene Hand hat.
K. Danervheim, 10. Februar. Eine große Anzahl Land« wirthe von hier und der Umgegend war heute hier ver« sammelt, um eine Genossenschaftsmolkerei zu gründen. Herr LandwirthschaftSlehrer Andrä-Büdingen legte die großen Bortheile einer solchen klar dar. ES wurde beschlossen, noch im Laufe dieser Woche Versammlungen in den Nachbar- gemeinden Ranstadt und Mockstadt zu halten. Da sich auch mehrere große Güter daran betheiligen wollen, so ist nicht zu zweifeln, daß das gehörige Quantum Milch gezeichnet und» die Sache zu Stande kommt. Mit dem Laufe deS Frühjahrs soll denn auch sofort mit dem Baue begonnen werden.
O Stockheim, 10. Februar. Bei der hiesigen Actien« Zuckerfabrik sind am vergangenen Samstag die letzten Rüben eingelaufen. Im Laufe dieser Woche wird dieselbe mit der Verarbeitung derselben fertig werden. Die Fabrik ift in dieser Campagne 5 Monate ununterbrochen in Thätig- keit und bat jeden Tag über 7000 Centner Rüben verarbeitet. Betriebsstörungen kamen fast keine vor- nur die letzte an« haltende große Kälte hat die Verarbeitung um einige Tage verzögert.
A Mainz, 12. Februar. Auf den kommenden Freitag ist eine Extrasitzung der hiesigen Stadtverordneten-Versamm- lung anberaumt, als deren einziger Punkt der Tagesordnung die „Verstaatlichung der Hessischen LudwigS- bahn" steht. Wie verlautet, besteht nämlich die Absicht, im Falle einer Verstaatlichung der Bahn die Verwaltung und die Generaldirection von hier zu verlegen, welcher Absicht die städtische Verwaltung in Gemeinschaft mit der Handelskammer durch Schritte bei der Regierung an den Ständen zu begegnen sucht.
Worm8, 11. Februar. Beim HerauSschaffen eines Nachens aus dem Rhein glitt gestern Morgen der Aufseher und Wirth Schimmel auf der Wormser Dampfziegelei auf dem Eis aus, fiel ins Waffer und wurde wahrscheinlich in Folge eingetretenen Starrkrampfes als Leiche herausgezogen. Derselbe hinterläßt eine Fran und fünf unversorgte Kinder. — Der Sockelstein zu dem Ludwigs Denkmal ist auf dem Paradeplatz angelangt. Der 256 Centner schwere Block wurde mit 8 Pferden an Ort und Stelle gebracht.
Universität- - Nachrichten.
Marbura, 12. Februar. Herr Professor Dr. Kosel ist l nunmehr zum Nachfolger M Herrn Geh. Med. Rath Külz ernannt wo, den.
Schiff-nachrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Curl Loos und I. M. Schulhof.
Mark® recme£'.!2.;9vbr£ar- lP-r transatlantischen Telegraph-! Der Postdampfer Wittekind, Capiiän D. Eüppers, oom Nordd Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newvmk angekommen.
Wöchentliche Ueberstchl der TodessiUle tu Megen.
6. Woche. Vom 3. Februar bis 9. Februar 1895.
Einwohnerzahl: engenommcn zu 22 100 (tncl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSziffer: ^8,23°/«be,w. 16,17 nach Äutzschl. der Ortsfremde«.
68 starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
l.LebenSiahr: 2.-15.SUbrt
DiphtheritiS
1 (1)
—
— 1 (1)
Luagcntuberkulofe
2 (1)
2 (1)
Sonstige entzündliche Erkrankungen ber AlhmungS-Organe
1 (1)
- 1 (1)
Akute Erkrankung des Herzens
1
1
LebenSfchwäche
1
—
1 —
Neubildungen
2 (1)
2 (1)
— —
Altersschwäche
1
1
— _
Sonstige benannte Krankheitm
2 (1)
2 (1)
Unbekannte Krankh.
1
1
— —
Summa: 12 (5) 9 (3) 1 2 (2)
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
AirchlicheAnzeigen -er evang. Gemeinde.
Donnerstag den 14. Februar, Abends 8 Uhr: vtbelstuntze im Turnsaal der Stadtknabenschule (Der Eindruck, den JesuS auf seine Zeitgenossen machte.) Pfarrer Schlosser.
Henneberg-Seide
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HolMßeigmlHen
in
Gräflicher Oberförflerei Laubach:
I. Montag den 18. d I.
beim Obernseenerhof 1) im Rasse- Wald r 370 rm Buchen - Scheiter, 4> 0 rm -Stamm» und -Astprügel, 63 rm Ahorn, und Eschen-Prügel (meist 1,5 m lang). 69 rm Ktrschbaum- Prügel, 68 rm Buchen-Stöcke, 71 rm -Retserprügel, 93 rm -Stammreiser, 340 rm -Ast- und -Zovfreiser, 22 rm Fichten-Stammreiser (Bohnenstangen);
17 BnchenstLmme ^Schnittholz) von 39—>3 cm Durchm. — 18,90 cbm, 7 Ahorn- Abschnitte von 19—33 cm Durchm. mit 1,32 cbm, 15 Eschen von 23-60 cm Durchm., 2—7 m Länge — 6,89 cbm, 40 Buchenstangen von 7—9 cm Durchm. (Deichseln, Langwieden); 2) im MuSharr (unvor- aezeigt Nachmittags gegen 2 Ubr im Nafiewald ausgeboten): 41 «scheu Abschnitte von 21—47 cm Durchm — 22,87 obm, 5 Ahorn von 25—39 om Durchm. — 1,77 cbm, 2 Kirschbäume von 34—4.' cm Durchm mit 1,07 cbm;
30 rm Eschen-Scheiter und -Prügel, 26 rm -rc. Stöcke und -Retserprügel; 8) im Dickebasch (unoorgezeigt): 1 Aborn-Abschnitt von 42 en Durchm. und 3 m Länge; 4) im PcterSWald (unoorgezeigt): 36 rm Buchen-Scheiter H. Cl , 54 rm -Stöcke, 78 rm -Reiser- prügel.
II. Mittwoch den 20. Aebruar d. I.
1) im Etchbcrg (bei Lau dach): 20'Jrm Duchen-Scheiter, 60 rm -Prügel, 60rm -Stöcke, 200 rm Reiser; 4 Eichen von 17—26 cm Durchm. mit 1,27 cbm, 14 BnchenstLmme (Schn ttholz) von 36—49 cm Durchm. — 14,63 cbm; 2) im Altegericht (unvorgezeigt): 50 rm Luchen Stamm eisig (Schichten);
8) im Stehern und Dörnberg (um »orgezeig»): 118 nn Buchen-Stöcke, 165 rm -Retserprügel, 30 rm -Stamm- rciser (Schichten); 4) im Born straben (unvorgezeigt): 4 rm abst. Buchen-Prügel, 36 rm -Reiser.
UI. Donnerstag den 81. Februar d A bei Weickartshain im Sützen- tops u. HauSplatz r 600 rm Buchen- Ech-iter, 150 rm -Prügel, 150 rm -Siöcke, 600 rm -Reiser; 200 Ftchten- stongen im Süßenkopf mit 16,77 cbm (meist von 9—14 cm Durchm.).
Zusammenkunft jedesmal um 91/« Uhr vormittags und zwar am ersten Ta e 3dm Alienhainer Teiche, am zwei en auf 2er Staatsstraße zwischen Eichberg und Sau'erbachswäldchen, am dritten Tage Mvischen Süßenkopf und Taubhaus.
Laubach, den 8. Februar 18^5. [1322
Gräfliche Oberförsterei.
Holzversteigerung! im Gießener Stadtwald.
Montag den 18. Februar 1895, Vormittags 9V2 Uhr beginnend, sollen im Fernewald, District Kohlschlag und Strangswiese versteigert werden:
13 Eichen-Stämme mit 3,70 fm, 214 Fichten« und Kiefern-Stämme mit 128,80 fm, darunter Schnittholz,
512 Fichten- und Kiefern-Stangen mit 35,30 fm,
3 rm Kirschbaum - Nutzscheitholz, für Drechsler geeignet,
11 „ BucheN'Scheitholz,
29 „ Eichen« „
4 „ Birken- „
19 „ Aspen« „
12 „ Nadel«
46 n Vuchen-Knüppel,
17 „ Eichen« „
5 „ Aspen-
51 „ Nadel- „
5 „ Buchen-Stockholz,
85,4 „ Nadel« „
1930 Wellen Buchen-Reifig,
50 „ Eichen« „
4480 „ Nadel- „
3100 „ Weichholz.
Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese.
Gießen, den 12. Februar 1895.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 1332
Freitag den 15. März, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Jakob Noa dritter Wittwe in Gießen grhörigen Immobilien:
Flur d3 Nr. 188 — 487 qm Acker am Nahrungsberg hinter dem Drechsltschen Garten,
Flur 33 Nr. 189 — 513 qm Acker da- selbst
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. Januar 1895.
Großh- Ortsgericht Gießen.
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