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Nr. 241
Erstes Blatt.
Sonntag den 13. October
1893
Gießener Anzeiger
Kmerat-Anzeiger.
Aintr- und Anzeigeblatt für den Kreü Gieren.
Rebaction, ExprditivT und Druckerei:
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Die Gießener yemiritnmUtr werben dem Anzeiger Wvchmtlich dreimal beifldeflt
vierteljährtger , AvonncmcnlspreiLI 2 SDlart 20 Pfg. mit Bringerlohn.
Durch bie Post be;og«
2 Mark 50 Pfg.
Der
Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montag».
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Corrn. 10 Uhr.
Hratisöeikage: Gießener Kamitienökätter.
Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
2lmtiid?er Theil.
Gefunden: 1 gold. Ring, 1 Regenschirm, 1 Scheere, Briefmarken, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Hammer, 1 Holzkübel, 2 Vorspannwaagen und 1 Hundehalsband.
Gießen, den 12. October 1895.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: v. Bechtold, Regierungs-Asiessor.
Neueste
Wolffs telegraphisches Correfpondenz-Bureau.
Berlin, 11. October. Gegenüber einer Meldung der „Bost. Ztg.", der Kriegsminister habe in der vorigen ReichS- tagS Session dem Abgeordneten Frehse gegenüber sich günstig über die zweijährige Dienstzeit geäußert, ist die „Berl. Corresp." zu der Erkürung ermächtigt, daß der Kriegsminister weder dem Abg. Frehse noch anderen Personen gegenüber sich günstig über die mit der zweijährigen Dienstzeit gemachten Erfahrungen ausgesprochen hat.
Berlin, 11. October. Das Staatsmini st erium trat heute Nachmittag unter dem Vorsitze deS Reichskanzlers zu einer Sitzung zusammen.
Berlin, 11. October. Der „Reichsanzeiger" meldet: Die Einnahmen an Canalabgaben und Schleppgebühren deS Kaiser Wilhelm-Canals beliefen sich im ersten Vierteljahr nach der Eröffnung zusammen auf 233,645 Mk. Davon entfallen auf Juli 63,181, August 82,282, September 188,182 Mk.
Berlin, 11. Octobcr. Wegen Beschimpfung der protestantischen Kirche durch einen Artikel in der katholischen Volkszeitung wurde der Redacteur Ritter zu einer Woche Gesängniß verurtheilt.
Berlin, 11. October. Wie verlautet, hat gestern die medicintsche Facultät der hiesigen Universität be- schloffen, dem CuUusminister als Nachfolger v. BardelebenS in erster Linie Profeffor Dr. v. Bra mann in Halle vorzuschlagen, den langjährigen Assistenten deS Prof. v. Bergmann an der Berliner chirurgischen Universitätsklinik, sodann sollen der Profeffor der Chirurgie an der Universität Bern, Dr. Kocher, und der frühere außerordentliche Profeffor an der Berliner Universität, vr. Ernst Küster, zur Zeit ordentlicher Profeffor in Marburg, in Vorschlag gebracht sein.
Köln, 11. Octobcr. Wie die „Köln. VolkSztg" meldet, liegen nach zuverlässigen Ermittelungen unter den Trümmern der Bocholt'schen Spinnerei noch 14 Todte. Im Ganzen sind also 25 Personen ums Leben gekommen. Neun Personen sind schwer verletzt. Die Aufräumungsarbeiten find äußerst schwierig und schreiten nur sehr langsam vorwärts.
Rom, 11. October. Nach Privatdepeschen aus Catanio lockte eine Frauensperson Namens Gaetana Stimoli Kinder durch Süßigkeiten und Spielsachen an sich und gab ihnen Phosphorwein ein, so daß sic unter gräßlichen Schmerzen starben. Sie vergiftete so 23 Kinder. Das Scheusal wurde verhaftet und gestand ihre Mtssethat ein; sie sagte au«, sie habe sich rächen wollen, weil zwei ihrer Kinder verhext worden und gestorben seien. Die erregte Volksmenge wollte die Giftmischerin lynchen.
Depeschen de« Bureav .Herold".
Berlin, 11. October. Der Präsident des Reichsbank- directoriums, Dr. Koch, feierte heute sein 25jähriges Jubi- läum im Dienste der RcichSbank. Aus Anlaß dieses Festes wurden dem Jubilar zahlreiche Glückwünsche dargebracht. Außer dem Directorium der RcichSbank und den Beamten derselben gratulirten die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft und der Vorstand des deutschen HandelStages. Auf die Ansprache deS Geheimeraths Frentzel, welcher die großen Verdienste Kochs hervorhob, die er sich um die Erhaltung der bestehenden Währung erworben habe, erwiderte Dr. Koch, daß er eS auch ferner als seine Pflicht erachten werde, dafür zu sorgen, daß die Reichsbank nach wie vor sich in den Dienst deS Handels und der Industrie stelle und daß er namentlich ruch für die Erhaltung der deutschen Währung eintreten und die auf Gefährdung derselben gerichteten Bestrebungen bekämpfen werde.
Berlin, 11. October. Heute Vormittag ist in seiner hiesigen Wohnung der bekannte Schriftsteller Adolf Streck- fuß im Alter von 72 Jahren gestorben.
Berlin, 11. October. Der „Poft" wird aus Leipzig lclegraphiit: Die Vorführung des ouS Köln eingelieferten Luxemburger Ingenieurs Paul Schoren vor den Reichs- amroalt ist nunmehr erfolgt. Sämmtliche Angeklagten de- Wen sich auch hier in strengster Jsolirung; jeder Verkehr
mit der Außenwelt ist absolut unterbunden, lieber den Termin der Hauptvcrhandlung verlautet noch nichts Bestimmtes.
Berlin, 11. Octobcr. Die hiesigen Anarchisten haben auf den 13. October eine große Volksversammlung einberufen, in welcher der soclaldemokratifche Parteitag kritisirt werden soll.
Berlin, 11. October. Die „Post" schreibt: Ob die Regierung sich entschließen wird, schärfere Maßregeln gegen die Socialdemokratie zu ergreifen, dürste einerseits ' davon abhängen, ob die schärfere Handhabung der bestehenden Gesetze durch die Verwaltungsbehörden den erwarteten Erfolg hat, andererseits aber auch davon, wie sich die Verhältniffc innerhalb der Socialdemokratie selbst gestalten, ob die Socialdemokraten die Worte der Kaisers beherzigen und sich einer provocatorisch agitatorischen Thätig- fett enthalten werden und das Gefühl für ihre nationalen Pflichten wiederfinden ober nicht. ES dürfte fich auch empfehlen, daß für die nächste Zeit in denjenigen Kreisen, welche der Socialdemokratie feindlich gegenüberstehen, nicht allzu lebhaft auf gesetzgeberische Schritte der Regierung gedrängt wird unter der felbverständlichen Voraussetzung, daß jede Ausschreitung der Socialdemokratie nach wie vor festgenagelt werden muß.
Breslau, 11. Oktober. Social bürokratischer Parteitasg. In der heutigen Vormittagssitzung vertheidigte zunächst Dr. Quark - Frankfurt' nochmals den Agrar-Entwurf, welcher die Schlußfolgerung der socialpolitschen Forderung des Parteiprogramms fei. Redner wendet sich in scharfen Worten gegen Kautzky und Schippel, denen er vorwarf, sich auf nationalliberale Argumente gestützt zu haben. Nach den Anschauungen Kautzky und SchippelS würde den LandtagSvertrctern confequenier Weise nichts weiter übrig bleiben, als ihre Mandate niederzulegen. Es wäre inconse- quent, wenn in den Städten gelten sollte, was für das Land verworfen wird. Nach einigen persönlichen Bemerkungen wurde die Resolution Kautzky mit 158 gegen 63 Stimmen angenommen.^' ______________________
Breslau, 11. October. Socialdemokratischer Parteitag. Auf der Tagesordnung der heutigen Nach- Mittagssitzung steht zunächst die Maifeier für 1896. Referent ist Abg. Bebel. Die Maifaier habe sich mehr und mehr eingebürgert. Für den allgemeinen Welt-Feiertag fei der Zeitpunkt noch nicht gekommen. Die Feier werde bet dem wirthschaftlichen Aufschwünge erst dann zu ermöglichen sein, wenn die Arbeiter den Unternehmern die Bedingungen vorschreiben können. Die von Bebel empfohlene Resolution wird angenommen, in welcher die deutsche Socialdemokratie erklärt, daß sie den 1. Mai als Weltfest der Arbeit feiert. Sodann referirt Bebel über den internationalen Arbeiter- und Geweikschafts Congreß, welcher im nächsten Jahre in London stattfindet und beantragt eine Resolution, welche auf die Bedeutung deS CongreffeS hinweist und zur Beschickung desselben auffordert. Diese Resolution wurde einstimmig angenommen.
Prag, 11. October. Im hiesigen Strafgerichtsgebäude erfolgte heute Morgen die Hinrichtung des Anarchisten Hoffmann, welcher f. Z. den Jnspector Bibram erschaffen hatte. Gestern Abend fanden vor dem Gcrichtsgebäude Demonstrationen der Socialisten statt, welche den Ruf auS- stießen: „Nieder mit dem Galgen!" Die Polizei mußte einschreiten, um die Volksmenge auseinanderzutreiben.
Rom, 11. October. In vatikanischen Kreisen verlautet, der Papst habe fich sehr ungehalten über die Auslegung deS letzten Briefes an die belgischen Bischöfe gezeigt. Man hat diesen Brief als eine Schwenkung der päpstlichen Politik bezeichnet. Es sei dies jedoch beleidigend für den Papst, welcher fein ganzes focialistifches Programm aufrecht erhalte und zu geeigneter Zeit auSdehnen werde. Man glaubt ferner, der Papst werde demnächst bei Frankreich in Bezug auf die Anfallsteuer interöeniren. Ein vertrauliches Schreiben fei an den Erzbischof von RheimS abgegangen, von welchem der Papst wichtige Berichte über die Lage in Frankreich erhalten habe.
vrüffel, 11. October. Zur Zeit werdcu in der Herftaler nationalen Waffenfabrik M a uf er g e w eh r e nach dem System 93 für die brasilianische Regierung hergeftellt. Durch diese Bestellung wurde bereits ein Proceß mit dem Berliner Fabrikhause Ludwig Löwe u. Co. veranlaßt und da Capitän Marger das Eigenthumsrecht an mehreren Gewehrtheilen für sich beansprucht, welche Mauser ihm unrechtmäßiger Weise nachgeahmt haben soll, so steht von Neuem dieserhalb ein Proceß bevor.
Marseille, 11. October. Die Nachricht von der Einnahme Tanararivos rief hier freudige Stimmung her
vor. Die ganze Stadt ist beflaggt. Heute Abend findet großartige Illumination statt.
Madrid, 11. October. Aus Havanna wird gemeldet, daß die Zahl der Insurgenten in der Provinz Santa Clara zugenommen habe, doch seien dieselben nicht stark genug, um einen Angriff auf die Spanier wagen zu können.
Loudon, 11. October. Aus Shanghai melden die „Times" : In allen inuerchinefifchen Provinzen gelangen revolutionäre Flugb latter zur Vertheilung.
Sofia, 11. Oct ober. In den Dardanellen stehen nach hierher gelangten Meldungen 17 englische Kriegsschiffe bereit, um gegen Konstantinopel borrüden zu können. In der Nähe deS Bosporus hat auch die ruf fische Flotte sich aufgestellt.
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Oietzeu, bat 12. October 18V5.
♦♦ DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit deS Großherzogs vom 25. September dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Gau-AlgeSheim, Spritzenmeister Ferdinand Schmitt.
*• Aug. ZuukerwavuS Fritz Reuter-«beud. Unserem Publikum steht demnächst wieder ein ganz besonderer künstlerischer Genuß in Aussicht. Herr Junkermann hat fich nach der außerordentlich günstigen Aufnahme, welche seine Vorträge hier gefunden, entschloffen, abermals einen Reuter- Abend zu veranstalten und wird dabei ein vollständig neue« Programm zum Vortrag bringen. Da Junkermann unstreitig der gefeiertste Reuter-Interpret der Gegenwart ist, so dürfte diese Anregung genügen, den Saal zu füllen und dem Künstler die verdiente Anerkennung zu bringen.
♦*P. Befihwechfel. Die Wtrthschaft „Zur SelterShöhe" ist vor einigen Tagen durch Kauf für den Preis von 25800 M. an den seitherigen Pächter, Herrn Jean Brunner, übergegangen.
** Knadeu-Haudarbeit. In den letzten Jahrzehnten sind auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens wesentliche Fortschritte, Vcränderungen und Umwälzungen vor fich gegangen. Demgemäß stellt auch daS heutige Leben we t höhere Anforderungen an die Vorbildung und Ausrüstung des Einzelnen Den weiteren Kreisen deS Volkes drängt sich mehr und mehr die Frage auf, daß die heutige Erziehung nicht in dem vollen Umfange diesen veränderten Bedingungen entspricht. Gewiß haben die Schulbehörden und Lehrerkreise das ernste und andauernde Bestreben, Schule und Leben in volleren Einklang zu bringen und vieles ist auch schon nach dieser Richtung erreicht worden. Ader an vielen Orten begegnet man noch verschiedenem Widerstreben oder unverzeihlicher Lauheit, sich in der Erziehung der Jugend den veränderten Verhältnissen anzubequcmen. Uniere Vaterstadt, die für die harmonische Ausbildung ihrer Kinder keine Mittel scheut, trifft dieser Vorwurf nicht; sie giebt der männlichen Jugend Gelegenheit, ihre Ausbildung mehr zu vervollständigen durch Einrichtung von Curfen für erziehliche Knaben- Handarbeit, welche sich die Aufgabe stellen, die praktischen Fähigkeiten unserer Knaben zur Entwickelung zu bringen.
** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 5. bis 11. October). Die Besserung der Preise in der vorigen Woche hatte auf allen Getreidemärkten ein sehr großes Angebot an Weizen und Roggen hervorgebracht, so daß das Geschäft bald wieder flau wurde. Merkwürdiger Weise waren aber in Paris die Preise wieder rasch etwas bester geworden und dteser Umstand genügte, um auch die anderen Getreidebörsen von einem neuen Rückgänge der Preise abzuhalten, wenn sich auch gegen die besten Notirungen der vorigen Woche die Preise eine Kleinigkeit niedriger gestalteten. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Gentner für 128 bis 137 Mk., Roggen für 112 bis 118 Mk., Gerste für 108 bis 170 Mk., Hafer für 112 bis 148 Mk.
VerinischteA.
* Einen ganz unglaublichen Verbrauch an Wafier der städtischen Leitungen harte Paris während der ersten Tage des September dieses Jahres zu verzeichnen, der durch die große damals herrschende Hitze verursacht wurde, so daß die sonst nur Quellwaster vertheilenden Wasserwerke sich ge- nöthigt sahen, zum Theil der Seine Master zu entnehmen. Der Wasterverbrauch betrug nämlich am 1. September 606,500 Kubikmeter, wovon nur 180,200 Kubikmeter Quell- waffer waren; am folgenden Tage stieg der Verbrauch auf 645,700 Kubikmeter, doch lieferte die Quellwasterleitung davon wieder 202,600 Kubikmeter; am größten war jedoch


