an dem sie sich in Mülhausen erlabt hatten, sehr zuKopfe- denn als sie in ihr trauliches HeimathSdorf zurückkehrten, benahmen sie sich so, daß es nicht mehr schön war und dem linden Maitage in schroffem Gegensätze stand. Unter großem Radau zogen sie ein und beschloffen, den Leuten, die bet Gericht gegen sie gezeugt hatten, die Zeugengebühren auf eine ganz besondere Art noch einmal auszuzahlen. Zu diesem Behufe gaben sie sich zunächst vor das HauS des Zimmer« mannS Jos. Seiler, zwei von ihnen an die Vorderseite und der dritte an die Hinterfront. Die beiden ersten schlugen mit Aexteu die HauSthür entzwei und zertrümmerten die Fenster- der Mann an der Rückseite warf dort mit dicken Steinen die Fenster ein. Während dieser dritte noch am Arbeiten war, waren die beiden ersten schon fertig und zogen zu neuen Thaten vor daS HauS der Ehefrau Steiner, welcher ebenfalls HauSthür und Fenster zertrümmert wurden. Vereint und unter mächtigem Halloh ging dann der Zug zum Bürgermeister hin. Auch diesem wurde eine Anzahl Fenster eingeschlagen und zugleich ein Revolverschuß zugesandt. Entrüstet bewaffnete sich daS Gemeinde-Oberhaupt mit einem Säbel uud begab sich auf daS Schlachtfeld. Mehrere Dorfbewohner rückten als Verstärkungs-Detachement ihrem Oberhaupte zu- auch der Beigeordnete Meyer eilte herbei und schwang als gute Wehr und Waffe eine Mistgabel. Hierüber erschreckt, wichen die Revolutionäre Anfangs zurück- aber bald darauf sammelten sie wieder ihre Kräfte und hielten Stand. Ein solcher Hagel von schweren Steinen wurde dem nachstürmenden OrdnungS-CorpS entgegengesandt, daß sich das Bild der Schlacht gänzlich änderte. Der Bürgermeister mußte sich rückwärts concentriren, dem Beigeordneten Meyer erging es noch schlimmer. Trotz seiner Mistgabel war auch er genöthigt, sein Heil in der Flucht zu suchen, und zwar so eilig, daß er in den Hof eines der Angreifer springen mußte- nur so konnte er sich vor einem auf ihn abgegebenen Schüsse retten. Die Revolution hatte gesiegt - aber nicht für lange. Denn in der Strafkammersitzung vom 28. September zeigte wieder die Ordnungspartei sich als die mächtigere- die Revolutionäre erhielten Gefängniß von zwei bis vier Jahren.
* 3m Bismarck - Mnfeum ju Schönhausen werden gegenwärtig die großen Mengen der dem Altreichskanzler zu feinem 8 0. Geburtstage gespendeten Ehrengaben aufgestellt. Unter Anderem beabsichtigt man aus den Glückwunsch- karten eine große Pyramide zu erbauen. Ihre Zahl beträgt über eine Million und ihr Gewicht 693 Kilogramm! Die Portokosten für diese Karten haben rund 50 000 Mk. betragen, und also dem PostfiScuS eine ansehnliche Einnahme erbracht. Nach der Zahl der bisher eingelaufenen Ehrenbürger « Diplome ist Fürst Bismarck Ehrenbürger von 805 Städten.
* Veteranen-Ehrung. Die Gemeinde Herpf (Westfalen) hat, wie s. Zt. gemeldet, denjenigen Mitgliedern der Gemeinde, welche die Kriege 1864, 1866 unb 1870/71 mitgemacht haben, bei der Krtegerfeier je einen Regenschirm als Ehrung überreicht. Wegen dieses eigenartigen Geschenks hat sich die Gemeinde Herpf so manche Witzelei gefallen lassen müssen. Hiergegen hat sich nun die Gemeinde energisch verwahrt unb folgende geharnischte Erwiderung dem „Veteran", dem Organ deS Verbandes deutscher KriegS-Veteranen, zugehen lassen: „Wir bedauern, daß eine gewisse Kategorie Menschen daS durchaus practische Geschenk unserer Gemeinde zum Gegenstand deS Witzes auSgemünzt hat. Man sollte meinen, die Idee, die Veteranen, die einst im Kriege Wetter und Sturm genug ertragen, im vorgeschrittenen Alter mit einem Schirm zu ehren, wäre keine so schrecklich sonderbare, kuriose. Wir halten einen solchen Gegenstand für besser, als den kurz vorübergehenden Genuß eines Festessens rc."
• Sine Novität auf dem Gebiete de» WildereruuweseoS meldet der in Bayern erscheinende „Staffelsee - Bote". Am 3. März l. I. fuhren der Locomotivführer Abt unb bit Heizer Ostler unb Gnabl auf ber Localbahn Murnau- Garmisch Morgens nach 7 Uhr mit einem Güterzuge, als sie an einer Stelle, wo eine Steigung ist, neben bem Bahnkörper ein Reh gewahrten, bas nun ber Heizer Ostler, der auf seinen Dienstfahrten stets einen Kugelstutzen im Tender versteckt mitführte, während der Fahrt niederschoß. In Murnau angekommen, koppelten die Drei die Maschine ab und fuhren, wie sie sagten, nach der früheren Station zurück, angeblich, um am dortigen Krahn Wasser zu fassen. An der Stelle, wo daS Reh lag, hielten sie die Locomotive an, legten das Reh auf die Schiene und überfuhren den Wild- körper aus leichtbegreifl'chen Gründen. DaS Wildpret wurde dann unter die Tenderkohlen versteckt und in der Murnauer Maschinenhalle getheilt. Nach längerer Zeit erzählte Gnadl die famose Geschichte im Rausch und ein anderer Heizer denuncirte ihn der Gendarmerie. So oft der Morgengüterzug auf der Strecke gesehen wird, witzeln die Bewohner der dortigen Gegend über den „Schützen"zug! Wilderer auf der Locomotive, daS ist in der That etwas Neues!
* Corfet Steuer. In der Akademie de Mädectne zu Paris wurde dieser Tage folgender Brief eines Herrn Elaveric aus TarbeS verlesen: „Im Augenblicke, da die ganze Welt über die Entvölkerung Frankreichs in Aufregung ist, da die Regierung alle möglichen hygienischen unb gesundheitlichen Maßregeln trifft, um die Sterblichkeit zu ver- mindern, halten wir in unserer Eigenschaft als Franzosen eS für unsere Pflicht, auf eine Landplage hinzuweisen und augenblicklich da« Heilmittel anzuempfehlen, daS gleichzeitig eine Einnahmequelle für den Staatsschatz bilden wird. Alle Aerzte sind einig darüber, daß die Corsett«, die den Magen eindrücken, die Leber herabzwängen, VerdauungS- bcschwcrden verursachen unb der freien Ausdehnung der Brust fiv widersetzen. Die Corsette verursachen somit Störungen im Organismus, die auf die anderen Generationen übergehen und sich gerade fo wie ber AikoholiSmuS unb bie Schwindsucht vererben. Da da« lioxfet viel mehr eine Luxus- kleidung al« ein nolhwendiger Kleidungsgegenstand ist, so könnte eß ebenso gut besteuert werden, wie ein Liter Alkohol
ober ein Kilogramm Tabak. Die Torsel-Stener würde nur die verhältnißmäßig reichen Klassen oder die Beamtenfrauen treffen, die noch nicht zu den Lasten ber Nation beitragen. Wir überlassen der Regierung unb ben ad hoc bestellten Versammlungen bie Sorge, biese wichtige Frage zu stndiren. Wir wären glücklich, wenn wir auf biese Weise zum Wohle Frankreichs unb ber Menschheit unseren Theil beigetragen hätten."
• Boa einem Kochkuustler ersten Ranges stammt die Erklärung : „Ich möchte nicht Küchenchef sein, wenn LtebigS Fleischextract nicht wäre." An diesen AuSspruch erinnert man sich bei Durchsicht eines vornehmen Kochbuches, da« wirklich bie allerfeinsten Gerichte zu bereiten lehrt: „Neue« illnstrirteS Kochbuch" von H. Kurth unb Henry Petit, Küchenchefs fürstlicher und gräflicher Häuser Schlesiens unb Polens (Verlag von Jos. Max & Co. in BreSlau). In diesem mit farbigen Bildern und Holzschnitten reich auSgestatteten Buche werden, wenn es sich um Fleischspeisen, Saucen, Ragouts rc. handelt, fort unb fort bestimmte Zuthaten von LiebigS Fleisch- extract vorgeschrieben. Diese unschätzbare Erfindung deS großen Chemikers nützt nicht nur dem kleinen Haushalte, wie allbekannt- eS ist, daß beweist jeneß Buch auf« Neue, auch ben feinsten Küchen unentbehrlich.
* Darf Arbeitslohn beschlagnahmt werben? Diese Frage ist eine der vielumstrittensten im wirthschaftlichen Leben und wiederholt wurde schon in Arbeiter-Versammlungen über dieses Thema debattirt. Trotz gewordener Aufklärung gibt es immer noch Viele, die eß nicht fassen wollen, daß der in mehrtägiger Thätigkeit errungene Lohn unter gewissen Voraussetzungen der Beschlagnahme unterliegt. Daß in den Kreisen der Arbeitnehmer vielfach die Gefetzeßkunde keine bessere ist, davon liegen Beweise vor. Was nun die Beschlagnahme betrifft, so kann sie für folgende Zwecke erfolgen: 1) Wegen Alimentationßansprüchen ber Familienmitglieder; 2) wegen direkter persönlicher Staats- und Communalsteuern, einschließlich derjenigen für Kreiß, Kirchen unb Schulen, vorausgesetzt, baß sie nicht länger alß brei Monate fällig geworben sind; 3) soweit ber Gesammtbetrag von im Privat- btenst bauernb angestellten Personen bie Summe von 1500 Mk. jährlich Übersteigt. Atß bauernb gilt ein Dienstverhältniß, wenn basselbe gesetzlich Vertrags- oder gewohnheitsmäßig mindestens auf ein Jahr bestimmt oder bei unbestimmter Dauer eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten vorgesehen ist. Nach dem Reichsgesetz darf aber die Vergütung für geleistete Arbeit (Lohn, Gehalt, Honorar u. s. w ), welche auf Grund eines Arbeite- oder Dienstverhältnisses geleistet werden, erst dann zum Zwecke der Sicherstellung ober Befrtebigung eines Gläubigers mit Beschlag belegt werden, nachdem die Leistung der Arbeiten oder Dienste erfolgt unb nachdem der Tag, an welchem ber Lohn gesetzlich, Vertrags- oder gewohnheitsmäßig zu entrichten war, abgelaufen ist, ohne daß der Lohnberechtigte denselben eingefordert hat. Verträge' zwischen Arbeitgeber unb Nehmer, welche diese Gesetzesbestimmung aufzuheben geeignet sind, Haden keine rechtliche Wirkung, ebenso ist jede Verfügung über den Lohn unb einen Theil beSselben durch Session, Anweisung oder Verpfändung ungiltig.
* Hoch die Coucurreaz. Im „Südpfälzischen Wochen- blatt" zu Bergzabern wird annondrt: „Freie Fahrt nach Landau und zurück gewährt die Firma Joseph u. Scharff von jeder pfälzischen Station ans bei Einkauf von nur 20 Mark." Jetzt inserirt die Firma A. Hundemer zu Steinfeld: „Um jede Concurrenz, besonders aber eine Laudauer Firma zu überbieten, habe mein ohnehin großes Lager in Manufacturwaaren vergrößert unb verkaufe sämmtliche Artikel, ° den heutigen Wollpreisen entsprechend, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Bei Einkäufen von 20 Mark vergüte ich die Eisenbahnsahrt sämmtlicher pfälzischen Stationen, bei größeren Einkäufen gebe freien Mittagstisch, ev. auch noch den Kaffee."
* Hartgesotten. Ein zudringlicher Weinreisender belästigt einen Weinwirth, der eben daran ist, mit einem Kunden im Wirthschaftsgarten eine Weinprobe abzuhalten, mit Anpreisung feiner Weißweine. Da er nicht gutwillig geht, wird er schließlich hinauSgcworfen. Gleich darauf erscheint er wieder. „Was wollen Sie schon wieder, Sie Unverschämter? Ich habe Sie doch eben hinaußgeworfen." — „Ja, das war wegen der weißen Weine — brauchen Sie vielleicht rotben?"
Bei der Redactiou eingegangene Bücher re.:
— Die Wahrheit» Halbmonatsschrift zur Vertiefung in bie Fragen und Aufgaben beß Menschenlebens. Herausgeber: Ehr. Schrempf. Monatlich zwei Hefte 8°. Preis vierteljährlich 1.80 Mk. Heft 49. Fr. FrommanS Verlag (E. Hauff) Stuttgart.
£iteratur und Attnst.
— Jüustrirtes Lehrbuch des Seatspiel». Mit allen älteren und neueren ©plelaiten, auch Btertcat und Zwetscat mit Strohmann. Von R. Buble. Dritte verbesserte Auflage. Preis elegant gebunden 3 Mk. Leipzig 1895. Verlag von Ernst Keils Nachfolger. Eine gründliche Kenntntß des Scatsptel« ist ungeachtet seiner großen Verbreitung nur selten zu finden, und dann ist sie erst die Flucht einer vteljährigen Praxis. ES wird ja noch heutigen Tag« der Scatneuling in den meisten Fällen von einem mehr oder weniger scatkundigen Freunde mit den Spielgesetzen, so wie sie diesem bekannt find und im günstigen Falle noch mit einigen practischen Spielregeln oberflächlich bekannt gemacht, um bann erst in ber Praxis mit großem Auswanv an Zeit unb Geld nach und nach einige Erfahrung zu sammeln. Da im Scat baS fehlerhafte Spiel eines schwachen unb unerfahrenen Spielers nicht diesen allein, sondern auch die Miispieler schädigt, insbesondere aber auch die F^ude am Spiel beeinträchtigt, so bleiben Diele, um sich nicht dem Tadel Anderer auSzusetzcn, dem Scatspiel fern. ES ist daher für Alle, welche Scat schnell und gründlich erlernen wollen, ein wirklich gutes Lehrbuch ein Bedürfniß. Tiefem wird aber durch das Jllu- ftrirte Lehrbuch be6 Scatspiels von R. Buhle, welches jetzt in dritter Auflage und zwar in zwei Ausgaben — mit deutschen und französischen Kartenbildern — vorliegt, in vollstem Umfange entsprochen. Mit Recht kann diefeS Lehrbuch, besten Verfaster auch durch bie Bearbeitung der allgemeinen deutschen Scatordnung rühmlichst bekannt ist, al« da« hervorragendste und gründlichste auf dem Gebiete
de« Scatfpiels bezeichnet werden. Tas Buch ist aber nicht nur eie Lehrbuch für Anfänger, sondern zugleich ein Hand- und Rachschlage- buch für alle Scallrebhaber. lieber alle mit dem Spiel zusammen- hängenden Fragen, selbst in sebr streitigen und zwemlbaften Fäll«, findet man darin zuverlässige Auskunft. Auch der Bieiscat ist ausführlich bebandelt und außerdem Hal der Belfaster eine neue Sptrl.- wcise für Scat unter Zweien mit Strohmann erdacht, worin fast alle Vorzüge des Dreiscate« zur Geltung fomtnen, sodaß dieser Zwei-Scal alle anderen bekannten Kartenspiele für zwei Personen weit übertrifft und deshalb bei allen Scatliebhabern Anklang unb weite Verbreitung finden wird.
— Da» ,,Fin de eifccle“ wird nicht gekennzeichnet durch die Narrheiten, b e man mit diesem Namen belegt, sondern durch bie erstaunlichen Erfinbrmgen unb Entdeckungen unserer Zeit, durch die Vertiefung geist'ger Arbeit auf allen Gebieten, wie fie nirgend« umfaffender und augenfälliger zu Tage tritt, als in einer Encpclv- pädie beß menschlichen Wissens wie Brockhaus' ConoersationS- Lexicon. Der in diesen Tagen erschienene vorletzte (15.) Band desselben ist mit seinen circa 9000 Artikeln unb 79 Tafeln unb Karten ein neuer Beweis dafür, was am Ende unsere« Jahr- Hunderts für die Voiksaufklärung geleistet werden kann, wenn Der» leger und Wistenschaft weder Mühe noch Kosten scheuen und da« Publikum sich für da« Gebotene dankbar erweist. Beim Durchblättern deS stattlichen Lande« fallen zunächst 10 köstliche Ehromo- unb 45 Holzschnitttafeln in die Augen. Wir finden da Spechte in ihrem bunten Kleide, exotische Tauben in prächtigem G-fieder, wir sehen den Tiger sprungbereit in erstaunlicher Lebenkwahiheit dar- gestellt. Ter Kunst sind 10 Tafeln gewidmet, darunter 2 farbige, Meisterwerke von Thorwalkfen und Tizian bietend. An Karten unb Plänen sind nicht weniger als 24 Tafeln vorhanden. Daß die technischen DiSciplinen ebenso reich mit Illustrationen cuszestattet sind, versteht sich bei ber besondern Bebeutung, welche diese gleich den Naturwissenschaftm heutigen TagS beanspruchen, im „BrockbauS" von selbst. Der Text ist ein wahres Arsenal für ben mobernen Menschen, ber im Kampfe um« Dasein vor allem mit einem ausgedehnten Wissen ausgestattct sein muß. In ber Rüstkammer bet ConversationS-Lexicons hat jeber sofort da« zur Hanb, wa« er in irgend einem Fache, sei es zum geistigen ober praktischen Weiterarbeiten, nöthig hat. Auf juristischem wie volkswftthschaftiichen, auf mebicinischem wie theologischen Gebiete, in jeder Richtung menschlichen Könnens unterrichten 400 hervorragende Vertreter ihrer Wissenschaft den Leser in objecttoer, klarer Darstellung Von juristischen Artikeln seien u. A genannt: Strafgesetzgebung, Todesstrafe, Tortur; letztere ist, waS nicht sehr bekannt fein dürfte, in Hannover und Eodurg-Gotha erst vor etwa 70 Jahren in ihren letzten Resten abgeschaft worden. Unter den volkSwirthschaftlichen und politischen Artikeln mögen genannt sein: Termingeschäfte, Streik, SoclalißmuS, und wa« banft zusav.menhängt; selbst dem Trtnkgelb ist ein Platz eüigeräumt. Daß, w!e aus dem Ärtitel „Staatsschulden" zu ersehen ist, die französischen Steuern 3< »mal höher sind als die deutschen, soll auch nicht unerwähnt bleiben. Aus dem Gebiete ber Technik prüfe man Artikel wie Straßenbahnen, Straßen, Spinnerei, Tunnel, Turbinen usw. Eine besondere Bedeutung haben die an Telephon und Telegraph sich anschließenden Artikel, in welchen beide Verkehrsmittel nach all n Seiten erö tert sind. Die Medicin ist mit Artikeln wie Tuberculofc, Suggestion, Sympathetische Kuren, Stottern u. A. vertreten; letzteres liebel ist unter Frauen weniger verbreitet alü unter Männern. Aus geographischem Gebiete seien angesührl: Spanien, Südamerika, Tirol, Lessin, Suczcanal, die Städlearlikel: Stuttgart, Straßburg, Trieft, Toulon, Turin u. a m. mit ihren Karten und Plänen. Noch vor Weihnachten wird der letzte, der 16. Band ber 14. Auflage von Brockhaus' Konversations-Lexicon vorliegen und damit ein stolze« Denkmal deutscher Arbeit zum Abschluß gelangt fein, welches in jeder Familie am Ehrenplätze prangen sollte, al« Wahrreichen, daß in diesem Hause dem geistigen Fortschritte gehuldigt wird.
— MeinholdS Juristische Handdidlioihek. Redigirt von OberlandesgerichtSratd M. Haltdaucr. — Band 56 Die Reichs - Gesetze, betreffend die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschifffahrt und Flößerei vom 15 Juni 1895. Textausgabe mit JnhaUSverzeichniß und erschöpfendem Abdruck der in den Gesehen cltirten Bestimmungen älterer Gesetze. HerauSgegeben von C. Zander. Verlag von Albert Berger in Leipzig. Preis cart. 1.25 Mk. — Beide Reichs - Gesetze treten bekanntlich am 1. Januar 1896 in Kraft und sind sowohl für fämmtliche SchifffahriS- kreise des Inlandes alS auch für die Justiz und Verwaltungsbehörden von großem Interesse. Die un« vorliegende Ausgabe enthält neben dem Texte deS Gesetzes auch fämmtliche.einschlägigen Paragraphen deS Handelsgesetzbuchs, der Eioilproceßorbnung, ber Gewerbeordnung unb anberer Ge etze. Zur besseren Hanbhabung ist bem Ganzen ein sehr ausführliche« Sachregister beigefügt, welches Jedem die Benutzung sehr erleichtern wird. Wir können daher diese practische Textausgabe, die nebenbei auch sehr gut auSgestattet ist, bestens empfehlen.
— „«eueste Gründungen uud Grfahrungeir" auf ben Gebieten ber practischen Technik, Elektrotechnik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und HauSwirthschast rc. (A. HartlebenS Verlag in Wien). Pränumerationspreis ganzjährig für 13 Heste franco 7.50 Mark. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken. — Diese gewerblich technische Zeitschrift,welche in ihrem zwetundzwanzigsten Jahrgang erscheint, verfolgt nur rein practische Zwecke. Die Mitarbeiter sind nur Männer der Praxis, welche am besten die wirklichen Bedursnisse der Techniker und Industriellen zu ermessen verstehen. Die Zeitschrift, reich an Originalbeiträgen und constructiven Ab- bilbungen, bietet einen vollständigen lieberblief über alle Fortschritte im gewerblichen Leben. Besonder« werthvoll erscheint eS, daß ft» dieser Zeitschrist immer practische Wege zu neuen ErwerbSarten, verbesserte ArbeitSetnrichtungen und practische Anleitungen zur Erhöhung ber Cvncurrenzfähigkeit gegeben werben. Dadurch empfiehlt sich dieselbe von selbst für jeden VorwärtSstrebenden.
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